The Madrona Heroes Register: Underneath It All

Hillel Cooperman
The Madrona Heroes Register: Underneath It All

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Beethoven verzweifelt gesucht!

Klappentext:
A year has passed since the Jordan kids developed super powers and their parents split up. Thirteen-year-old Zach, the oldest, has been doing his best to juggle the pressure of keeping their powers secret, and dealing with his new family structure. If there’s one thing the previous year taught Zach, it’s that keeping his feelings inside is the best course of action. But when Zach runs into Zoe, a new girl in the neighborhood, things get even more complicated. Zoe seems to have a super power and is very concerned about a rash of cases of neighborhood pets getting hurt or going missing. Oh, and one more thing, Zach thinks Zoe is impossibly beautiful. The more the Jordan kids and their friends investigate the missing pets, the more they find out that the story of their superpowers is even more tangled and dangerous than they ever suspected. Zach is doing everything he can to keep the neighborhood animals safe, and the kids’ powers a secret, but can he keep his own feelings safe and secret in the process?

Rezension:
Nachdem Zach, seine beiden jüngeren Schwestern Binny und Cassie sowie ihre Nachbarin Penny im vergangenen Jahr feststellen mussten, dass sie über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen, schafften sie es bisher, diese geheim zu halten. Die Gefahr, als menschliche Versuchskaninchen zu enden, erscheint ihnen zu hoch, als dass sie irgendjemand Außenstehenden einweihen würden. Auch über die Trennung ihrer Eltern sind die Geschwister noch nicht gänzlich hinweg.
Doch eines Tages trifft Zach auf ein Mädchen, das neu in der Nachbarschaft ist. Leider scheint Zoe bei weitem nicht so sehr an Zach interessiert zu sein, wie dieser es an ihr ist. Als das Mädchen schließlich wütend mit dem Fuß aufstampft, hinterlässt es einen richtigen Krater. Zach ist sich sicher, dass auch Zoe besondere Kräfte besitzt. Als er den anderen vorschlägt, das neue Mädchen in ihren geheimen Superhelden-Club aufzunehmen, spricht sich jedoch besonders Binny entscheiden dagegen aus. Sie bezweifelt, dass Zoe überhaupt irgendwelche Super-Fähigkeiten besitzt.
Nachdem in der Nachbarschaf immer mehr Haustiere spurlos verschwinden, reißen sich aber alle zusammen und versuchen, das Rätsel zu lösen. Hat etwas ein Junge, dessen eigenartiges Verhalten beim Zeichnen eines Vogels sie beobachtet haben, etwas damit zu tun?
Nachdem der vorhergehende Band aus der Sicht der damals 10-jährigen Binny erzählt wurde, verfolgt der Leser die neuen Abenteuer aus dem Blickwinkel des 13-jährigen Zach. Entsprechend ist auch das Buch ‚gealtert‘. Die Auseinandersetzung mit manchen der angesprochenen Themen (siehe Rezension zu „The Madrona Heroes Register: Echoes of the Past“) wirkt dadurch glaubhafter. Dabei schafft es der Autor, ein für Leser unterschiedlichen Alters spannendes Abenteuer zu entwerfen. Allerdings ‚vergisst‘ er am Ende, den Verbleib des Großteils der verschwundenen Tier wirklich aufzuklären. Die Geschichte endet mit einem kleinen Paukenschlag, der viel Raum für Spekulationen über den nächsten Band zulässt.
Wie bereits der Vorgänger ist auch dieses Buch in einem gut lesbaren Stil geschrieben. Entsprechende Englischkenntnisse sind beim Leser selbstverständlich erforderlich.

Fazit:
Wem „Echoes of the Past“ gefiel, der sollte sich diese Fortsetzung nicht entgehen lassen.

Taschenbuch
eBook

Das magische Erbe der Ryūjin

Stephan Lethaus
Das magische Erbe der Ryūjin

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Menschen – Drachen – Ryūjin

Klappentext:
„Das magische Erbe der Ryūjin“, eine phantastische Erzählung über echte Freundschaft in einer aufregenden Welt voller ungezügelter Magie, faszinierender Drachen und mystischer Wesen, ist das erste Buch der fesselnden Ryūjin Saga.
Haben Sie schon einmal versucht, mit einem Drachen ernsthaft über den Sinn des Tötens zu diskutieren? Nein?
Unseren bedauernswerten Helden bleibt auch das nicht erspart. In der mittelalterlichen Grafschaft Druidsham prallen Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein können: Rob, der liebenswerte Stalljunge aus der Burg Skargness, Mi Lou, die zauberhafte Systemanalytikerin aus dem Vancouver des Jahres 2055 und Fuku Riu, ein junger ungestümer Walddrache aus einem uraltem und edlem Drachengeschlecht.
Die tragischen Ereignisse während des phantastischen Drachenturniers zwingen unsere Helden, zusammen nach Norden zu fliehen. Auf der Flucht vor den grausamen Schergen der reinen Magie müssen sie sich immer wieder den perfiden magischen Angriffen ihrer Feinde stellen. Während der Kämpfe weicht ihr gegenseitiger Argwohn einer tiefen Vertrautheit. Auf teilweise recht unkonventionelle Art, meistern sie ihre Probleme und werden zu einem wichtigen Part des Widerstandes der Drachenmagier.
Im Verlauf ihrer Flucht treffen die drei Gefährten auf gefährliche Magier, Wolfsblutkrieger mit ihrem Wolfspack, unmenschliche Jäger aus Mi Lous Welt, einen eiskalten Drachen mit seinem verschrobenen Zauberer und abgrundtief böse magische Wesen. Immer wieder wird ihr Zusammenhalt auf die Probe gestellt und die Frage bleibt: „Wem können sie wirklich vertrauen?“

Rezension:
Nachdem sie zufällig belauscht, wie der Burgzauberer Mortemani seine Ränke schmiedet, um der Reinen Magie zur Vorherrschaft über die Alte Magie zu verhelfen, muss die Nichte des Kaisers mit ihrem Baby fliehen. Doch der Zauberer kann ihr noch einen Fluch auferlegen. Als sie keinen anderen Ausweg mehr sieht, setzt sie ihren kleinen Sohn als Findelkind vor einer fremden Burg aus.
17 Jahre später ist dieses Kind, Rob, zu einen jungen Mann herangewachsen, der auf Burg Skargness als Stalljunge arbeitet. Im Kürze wird hier ein großes Fest stattfinden, bei dem sich der Sohn des Burgherren mit einem junger Drachen verbinden und somit zum Drachenmagier werden soll. Damit soll die Alte Magie, in der Drachen eine wichtige Rolle spielen, gestärkt werden. Es gibt leider nur noch sehr wenige Drachenmagier, und Zuwachs wird dringend benötigt, um der Reinen Magie weiterhin Paroli bieten zu können. Die sagenhaften Ryūjin, Mischwesen zwischen Drache und Mensch, die beide Formen annehmen können, gibt es schon sehr lange nicht mehr – falls es sie überhaupt wirklich jemals gab. Als es endlich soweit ist, geht bei der Zeremonie jedoch etwas schief.
Mi Lou arbeitet im Jahr 2055 in Vacouver.. Ihr wurden bereits als Kind mehrere Implantate eingepflanzt, mittels derer sie ihr Gehirn direkt mit Computern verbinden kann. Ihr Vater, der in Italien lebt, forscht an der Weiterentwicklung solcher Implantate. Als er dabei zufällig auf die wahren Pläne seiner Auftraggeber stößt, wird er ermordet. Als Mi Lou anreist, um sich um die Hinterlassenschaft ihres Vaters zu kümmern, gerät auch sie ins Fadenkreuz der Mörder. Doch das Mädchen wurde bereits als Kind von ihrem Großvater in Kampfsport ausgebildet. Als es zum Kampf auf Leben und Tod mit dem ebenfalls durch Implantate aufgewerteten Mörder kommt, erwachen beide plötzlich in einer fremden Welt.
„Das magische Erbe der Ryūjin“ stellt den Start der „Ryūjin Saga“ dar. Wie man bereits an der kurzen Inhaltsbeschreibung sieht, handelt es sich hierbei um eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction, wobei zumindest für den vorliegenden Band gesagt werden muss, dass die Fantasy eindeutig im Vordergrund steht und diese nur mit einer Prise SciFi gewürzt wurde. Aber wie liest es sich nun, wenn eine mittelalterlich geprägte Fantasy-Story auf bionische Implantate trifft? Gut, muss die Antwort lauten. Dabei sei angemerkt, dass die genaue Art der Verquickung beider Welten in diesem Band noch nicht aufgeklärt wird. Dass Mi Lou dabei eine Schlüsselrolle spielt, ist aber wohl mehr als nur wahrscheinlich.
Der Autor Stephan Lethaus legt mit seinem Erstlingswerk eine überzeugende Story-Idee vor, auf deren weitere Entwicklung man gespannt sein darf. Dabei schafft er es, logische Widersprüche zu vermeiden. Natürlich bleiben am Ende noch Fragen offen, die aber hoffentlich in den zu erwartenden Fortsetzungen noch beantwortet werden werden. Was wurde beispielsweise aus Robs Mutter, nachdem sie ihren Sohn aus Verzweiflung vor der Burg Skargness ablegte? Wer war eigentlich ihr Mann und Robs Vater? All das wurde bisher nicht aufgeklärt.

Fazit:
Dieses Buch ist der Auftakt einer interessanten Fantasy-Geschichte mit SciFi-Touch, auf deren weitere Entwicklung man gespannt sein darf.

Taschenbuch
eBook

Sveta und der Junge aus dem Wald

Ramona Mädel & Axel Saalbach
Sveta und der Junge aus dem Wald

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In einer eigenartigen Zukunft

Klappentext:
Die sechzehnjährige Sveta lebt mit ihren Eltern in Berlin. Nachdem ihr boshafter Vater bei seinen Dienstherren in Ungnade fällt, wird er zum Vorsteher eines kleinen Örtchens in der abgelegenen Provinz degradiert und muss die Stadt verlassen. Noch am gleichen Abend kommt es zum Zerwürfnis zwischen Svetas Eltern, woraufhin ihr Vater sofort aufbricht und Sveta gegen ihren Willen mitnimmt. Ohne zu wissen, wohin ihre Tochter verschleppt wird, bleibt die Mutter zurück. In ihrer neuen Heimat »Dunkeltann« wird Svetas Leben von Tag zu Tag trister, bis es eines Morgens zu einer Begegnung kommt, die ihr Leben verändern wird …

Rezension:
Man schreibt das Jahr 2193. In Berlin, der Hauptstadt des Deutschen Oblast von Russisch-Europa, diente Sergej Maximow lang Jahre in der Garde. Doch gerade jetzt, als seinen Dienstherren die Transporthoheit zuerkannt wird und sich damit auch für ihn die Chance auf eine Beförderung böte, fällt er wegen seiner Brutalität und seines Jähzorns in Ungnade und wird als Ortsvorsteher ins hinterwäldlerische Dunkeltann, einem Vorort von Rudatgard versetzt. Als auch noch ein Streit mit seiner Frau eskaliert, lässt er diese einfach zurück und nimmt nur seinen Sohn Jan und – gegen ihren Willen – seine Tochter Svetlana, genannt Sveta, mit in seine neue Heimat. Während er in seinem Sohn seinen Nachfolger sieht, behandelt er seine Tochter nur als unbezahlte Haushaltshilfe. Schließlich muss man für die Erlaubnis ein Kind zu bekommen, eine hohe Abgabe an den Zaren entrichten, und diese hatte er damals nur gezahlt, weil er auf einen weiteren Sohn gehofft hatte. Zusammen mit seinem Sohn und den beiden ihm unterstellten Gardisten behandelt der neue Ortsvorsteher die extrem ärmlich lebenden Einwohner Dunkeltanns wie Abschaum. Um sich bei seinen Dienstherren wieder beliebt zu machen, versucht er, brutal alles nur Mögliche aus dem Dorf herauszupressen. Doch dann begegnet Sveta einer Gruppe illegaler – dass heißt ohne die Abgabe zu entrichten gezeugter – Kinder und Jugendlicher. Die Lage eskaliert …
Das Jahr 2193, Deutscher Oblast von Russisch-Europa, Abgaben an den Zaren; alleine diese Angaben dürften beim Leser dieser Rezension wohl schon für verwirrte Gesichter sorgen. Wie man im Laufe des Romans merkt, handelt diese Geschichte nicht in einer anderen Realität, sondern in unserer Zukunft. Rudatgard ist das ehemalige (bzw. jetzige) Weimar. Etwa 100 Jahre vor der Zeit der Handlung hat die Armee des russischen Zaren fast ganz Europa überrannt. So weit – so gut. Oder eher schlecht. Wo am Ende des 21. Jahrhunderts ein Zar herkommt, erwähnt das Buch leider nicht. Auch sonst erscheinen viele Details nicht gerade schlüssig. Zur Fortbewegung dienen Gleiter, die anscheinend nur von Reichen oder in offiziellen Diensten Stehenden benutzt werden, und die einerseits eine gewisse Ähnlichkeit mit Autos zu haben scheinen, ansonsten aber nicht näher erklärt werden. Abgesehen von diesen Gleitern scheint die Technik jedoch komplett auf den Stand des 19. Jahrhunderts zurückgefallen zu sein. Zur Kommunikation diesen ausschließlich (mit Federn geschriebene) Briefe. Telefon, Funk oder andere moderne Kommunikationsformen scheinen nicht nur nicht existent, sondern sogar völlig in Vergessenheit geraden zu sein. Ein auch nur halbwegs schlüssiges Bild ergibt das nicht.
Das Buch liest sich gut und weiß den Leser durchaus zu fesseln. Dass sich Sveta natürlich in den ‚Jungen aus dem Wald‘, einen der Illegalen, verliebt, ist genretypisch und deshalb wohl kaum der Erwähnung wert. In diesem Punkt muss allerdings wohlwollend erwähnt werden, dass diese Liebesgeschichte eine Nebenhandlung bleibt und sich nicht in den Vordergrund drängt.
Worum handelt es sich nun bei „Sveta und der Junge aus dem Wald“? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Obwohl die Handlung in der Zukunft angesiedelt ist, kann man es bei den darin herrschenden, beinahe technikfreien Verhältnissen wohl kaum als SciFi bezeichnen. Dystopie passt da schon deutlich besser, wenn auch nicht wirklich perfekt. Am ehesten vielleicht dystropisch-utopischer Abenteuerroman?

Fazit:
Eine Abenteuergeschichte in einer dunklen Zukunft, die bei Lesern, die gerne mal etwas abseits des Üblichen unterwegs sind, Gefallen finden könnte.

Taschenbuch
eBook

The Madrona Heroes Register: Echoes of the Past

Hillel Cooperman
The Madrona Heroes Register: Echoes of the Past

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Superhelden wider Willen

Klappentext:
(This is the first book in the Madrona Heroes Series.)
Someone in ten-year-old Binny Jordan’s family has a super power – and it’s not her. Binny’s seven-year-old sister Cassie can turn herself invisible and now a strange man is keenly interested in what Cassie can do. Binny’s parents seem more distracted than ever, and her older brother Zach is hiding something of his own. Binny needs to find a way to protect her sister, but she’s never felt more alone.

Rezension:
Binny ist 10 und permanent von ihren Geschwistern genervt. Ihre kleine Schwester stibitzt ständig Sachen von ihr, ihr großer Bruder nimmt sie nicht für voll. Wenn sie nicht gerade versucht, ihre Geschwister ihrer Missetaten zu überführen, macht Binny die Straße ihrer kleinen Heimatstadt Madrona am liebsten mit dem Skateboard unsicher. Leider halten die nie lange, und sie muss ihre Eltern nach einem neuen Skateboard anbetteln. Doch die haben nicht so viel Zeit für Binny, wie die es gerne hätte.
Doch was muss Binny eines Tages beobachten? Ein fremder Mann interessiert sich auffallend für ihre kleine Schwester, doch niemand will ihr glauben – auch ihr Bruder Zach nicht. Als dieser dann jedoch auch sieht, wie die kleine Schwester mit dem Mann spricht, schöpft auch er Verdacht. Als Cassie jedoch von ihren beiden älteren Geschwistern zur Rede gestellt wird, wird sie vor deren Augen plötzlich unsichtbar. Schnell wird klar, dass das der Grund ist, wieso sich dieser Mann für Cassie interessiert. Und wieso verfügt Binnys kleine Schwester überhaupt über derartige Fähigkeiten? Hat etwa der ortsansässige Pharmabetrieb, an dessen Test eines neuen Arzneimittels ihre Mutter vor Jahren teilnahm, etwas damit zu tun?
Hillel Cooperman legt mit „Echoes of the Past“ ein gut geschriebenes Abenteuer für junge Leser vor. Die erwähnten ‚Super-Helden-Fähigkeiten‘ spielen darin allerdings eher eine untergeordnete Rolle – und werden bis zum Ende auch nicht wirklich aufgeklärt. Das verwundert allerdings weniger, denn die Fortsetzung „Underneath It All“ ist bereits verfügbar. Allerdings muss man sich die Frage stellen, für welches Lesealter dieses Buch geeignet ist. Wie gesagt ist die Heldin des Buches 10. Ob Leser in Binnys Alter das Buch wirklich verstehen würden, kann allerdings bezweifelt werden. Dieser Zweifel bezieht sich weniger auf die für deutschsprachige Leser natürlich vorhandene Sprachbarriere, sondern hauptsächlich auf inhaltliche Aspekte. Immerhin begründet sich Binnys Verdacht, der Pharmabetrieb könnte Schuld an der Fähigkeit ihrer Schwester haben, hauptsächlich darauf, dass die erfährt, dass ihre Mutter nur unter Zuhilfenahme von Medikamenten schwanger werden konnte. Ab welchem Alter können potentielle Leser solchen Zusammenhängen wohl folgen?
Nichtsdestotrotz bietet „Echoes of the Past“ ein spannendes Leseabenteuer in einem gut verständlichen Englisch und kann durchaus auch ältere Leser in seinen Bann ziehen, zumal Binnys oft trotzige Gedankengänge immer wieder für Auflockerung sorgen.

Fazit:
Ein interessantes (Beinahe-)Superhelden-Abenteuer für (nicht nur) junge Leser mit ausreichenden Englischkenntnissen.

Taschenbuch
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