Zurück

Zurück

Von Vampir bis Raumfahrt

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Klappentext:

„Zurück“ – für die einen ist es eine Heimkehr, für die anderen ein Comeback, die Sehn­sucht nach der guten alten Zeit oder der Druck auf den Reset-Knopf. Acht Auto­rinnen, die für diese Antho­logie zur Feder griffen, füllten dieses „Zurück“ auf ihre eigene Art mit Leben. Wie eine ge­fangene We­berin sich ihr altes Leben zu­rück­wünscht, ein mys­tisches Schiff über Leben und Tod ent­scheidet oder ein Kak­tus­mädchen sich immer wieder ver­wandelt und dabei doch das­selbe bleibt – da­von er­zählen nur einige der Ge­schichten in diesem Buch. An­sonsten gibt es noch ma­gische Spiel­uhren, einen ganz be­son­deren Kuss, töd­liche Kämpfe, un­er­wartete Ver­wand­lungen, pene­trante Geister, schwer­mütige Vampire und vieles mehr. Mit viel Phantasie und Herz­blut er­zählen Alexandra Balzer, Gabriele Behrend, Linda Budinger, Petra Hart­mann, Ulrike Reineke, Christel Scheja, Fabienne Sieg­mund und Andrea Till­manns ihre hu­mor­vollen, span­nenden oder auch düs­teren Ge­schichten aus den ver­schie­densten Be­reichen der Fantasy und Phan­tastik.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Linda Budinger – Im Reich der Bilder
Ulrike Reineke – Rückkehr eines Vampirs
Andrea Tillmanns – Von Lehm zu Lehm
Gabriele Behrend – Susi Stichling auf der Suche nach sich selbst
Petra Hartmann – Der blutrote Möwenschild
Christel Scheja – Die Schatten alter Zeit
Andrea Tillmanns – Großmutters Spieluhr
Linda Budinger – Mönchsborn
Alexandra Balzer – Im Nebel
Gabriele Behrend – Der Kuss
Andrea Tillmanns – Fernreiseabkommen
Fabienne Siegmund – Das Lied der Black Raven

Ein Vampir wird nach jahrhundertelangem Schlaf von einer Filmcrew auf­ge­weckt, ein Golem ent­wickelt Ge­fühle, eine Stu­dentin kehrt in ihre Hei­matstadt zurück und be­sucht heimlich das alte Frei­bad, ein Mädchen findet den Schuppen auf dem Grund­stück ihres Groß­vaters mys­teriös. Das alles und noch viel mehr ereilt die je­weiligen Prota­gonis­ten in dieser Antho­logie.

Diese von Petra Hartmann und Andrea Tillmanns herausgegebene Anthologie deckt so ziemliche alle Be­reiche der Phan­tastik ab. Von Fan­tasy über Science Fiction bis zu Horror ist ei­gentlich alles ver­treten, was unter den Begriff fällt. Zeitlich reicht das Spektrum von der fernen Ver­gangenheit bis in die Zu­kunft inter­stellarer Raum­fahrt, räumlich von der Erde über nicht ge­nauer de­finier­bare Hand­lungs­welten bis zu fernen Planeten. Eine Be­son­derheit dieser Antho­logie ist, dass aus­schließ­lich weib­liche Autoren (und Heraus­geber) be­teiligt sind. Typisch für Antho­logien ist da­gegen, dass nicht alle Beiträge (mich) glei­cher­maßen über­zeugen können. Deshalb möchte ich mich auf die Ge­schichten kon­zen­trieren, dich mir be­sonders ge­fielen:

In Andrea Tillmanns’ „Fernreiseabkommen“ üben die Jugendlichen einer Band im Keller des Opas eines der Mädchen. Den Zutritt zu seinem Schuppen ver­wehrt er den Teen­agern da­gegen. … was die Enkelin und ihre Freunde na­türlich zu Nach­for­schungen mit einer über­ra­schenden Ent­deckung animiert. Diese hu­mor­volle SciFi-Story punktet mit ihrer wirklich nicht vor­her­sehbaren Auf­lösung.

Christel Scheja lässt dagegen „Die Schatten alter Zeit“ auf eine Familie fallen, die auf ein altes Gehöft zieht, wo ihr kleiner Sohn ein Geister-Mädchen als Spiel­kameradin findet. Das be­ein­flusst den Jungen bis weit ins Er­wach­senenalter. Diese Ge­schichte ist ganz anders ver­anlagt und trägt teil­weise bei­nahe philo­sophische Züge.

Ein Mädchen an der Grenze zum Erwachsenwerden lebt in einem Dorf einer an dru­idische Zeiten an­ge­lehnten Ge­sellschaft. Mit den ein­tönigen Pflichten, die sie er­warten, kann sie ich nicht an­freun­den. Alexandra Balzer lässt ihre Prota­gonis­tin „Im Nebel“ einen anderen Lebens­zweck finden.

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Fazit:

Eine abwechslungsreiche Phantastik-Anthologie, die mit der Vielfalt überwiegend ge­lungener Bei­träge über­zeugen kann.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Das Zeichen der Sonnenpyramide

Michel Skala
Das Zeichen der Sonnenpyramide

Chicos Pläne

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Klappentext:

Arizona, 1882. Die Wüste brennt, und in den Schatten alter Kulturen erwacht etwas, das nie wieder hätte ans Licht ge­langen dürfen. Jack Marija Black­rock, bril­lanter His­toriker und selbst­zer­störerischer Ein­zel­gänger, wird von einem ge­heim­nisvollen Fremden namens „Chico“ in ein Aben­teuer ge­zogen, das seine Welt aus den Angeln hebt. Was als wis­sen­schaftliche Analyse einer rät­sel­haften Skulptur beginnt, führt Jack tief in die Grenz­lande zwi­schen den USA und Mexiko – dorthin, wo Mythen atmen, Gewalt regiert und die Ver­gangen­heit ihre Opfer nicht los­lässt. Auf der Suche nach der Wahrheit über eine uralte Pro­phe­zeiung gerät Jack zwi­schen die Fronten skru­pel­loser Hombres, eines fana­tischen Richters und eines Kults, der glaubt, die Rück­kehr der Götter er­zwingen zu müssen. An seiner Seite: ein wider­spenstiges Pferd, ein Navajo-Häuptling, ein Samurai auf blu­tiger Rache­mission – und Juanita, die Frau, die sein ver­narbtes Herz zum ersten Mal wieder schlagen lässt. Doch je tiefer Jack in die unter­irdischen Py­ra­miden der Sonora-Wüste vor­dringt, desto klarer wird: Nicht nur das Schicksal der Ge­fangenen steht auf dem Spiel. Auch seine eigene Er­lösung hängt an einem sei­denen Faden. Und die Götter warten nicht. Ein epischer Aben­teuer­roman voller Span­nung, Emotion und archa­ischer Macht – über Schuld, Liebe und die Frage, ob ein Mensch seiner Be­stim­mung ent­kommen kann.

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Rezension:

Jack Blackrock hat Geschichte Mexikos studiert, lebt jetzt aber als Lehrer im Wilden Westen. Als ein Fremder ihn enga­gieren will, eine archäo­logische Ent­deckung zu be­gut­achten, sagt er zu. Zu spät be­merkt er, dass der ominöse Auf­trag­geber keine reine Weste hat. Nur gut, dass Jack auch mit der Waffe um­zu­gehen weiß.

Wenn man den Klappentext zu Michel Skalas Buch liest, denkt man sofort an ein Indiana-Jones-Aben­teuer, nur ein paar Jahr­zehnte früher an­ge­siedelt. Dieser Ein­druck täuscht aller­dings etwas. Womit es der Leser zu tun be­kommt, er­weist sich eher als Wild-West-Aben­teuer mit stets locker sit­zendem Colt. Die archäo­logische Stätte spielt nur auf wenigen Seiten eine Rolle und ist eher Hand­lungs­grund als Hand­lungs­stätte. Er­heblich stärker steht der Prota­gonist selbst im Mit­tel­punkt. Das stark ge­störte Ver­hältnis zu seinem längst toten Vater nimmt er­heblich mehr Raum als die Archäo­logie ein. Den weitaus größten Teil der Ge­schichte ist der Prota­gonist unter­wegs, und das Buch nimmt den Cha­rakter eines Buddy-Trips an. Der Prota­gonist, der an­fangs von Ja­panern so wenig wie von India­nern hält, muss sich mit einem Navajo und einem Ja­paner als Reise- und Kampf­gefährten an­freunden. Statt Aus­gra­bungen ist das Ziel die Be­freiung einer Frau, die Jack nur kurz ken­nen­gelernt hat und deren Tochter er seitdem nicht ab­schütteln kann. Wer aus­schließ­lich eine Indiana-Jones-Variante er­wartet hat, dürfte sich mit diesem Buch nicht an­freunden können, wer aller­dings auch an den ge­nannten Western-Motiven Ge­fallen findet, könnte hier genau das Richtige finden.

Der Autor nutzt seinen schon recht speziellen Protagonisten auch als Ich-Erzähler.

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Fazit:

Statt eines Archäologie-Abenteuers wartet hier eine a-typische Western-Welt auf ihre Leser.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Die Hexen vom Honeysuckle House

Liz Parker
Die Hexen vom Honeysuckle House


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Übersetzung: Jasmin Humburg

Ein eigenwilliges Haus

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Klappentext:

Willkommen in Honeysuckle House – zwischen verzauberten Buchladen-Regalen und den düs­teren Schatten der Ver­gangenheit.

Zwei Schwestern, ein verzauberter Buchladen und ein mörderisches Erbe. Im nebligen Burdock Creek hütet Evie Caldwell die Bienen von Honey­suckle House, wäh­rend Florence der Magie miss­traut. Doch ein dunkler Fluch verwebt ihre Schicksale: Alle drei­zehn Jahre stirbt ein ge­liebter Mensch. Als Florences Ge­burtstag naht, er­wacht das Haus auf ge­fährliche Weise. Zwi­schen Kür­bis­gewürz und ur­alten Tage­büchern suchen sie nach der Wahrheit hinter ihrer Macht.

Ein „Witchy“-Highlight über Heilung und das Band, das stärker ist als jede dunkle Tradition.

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Rezension:

Honeysuckle House ist seit Generationen das Anwesen einer Hexen-Sippe. Alle weib­lichen An­ge­hörigen der Familie können zaubern, und das ist in der Stadt auch kein Ge­heimnis. Seit vielen Jahren stirbt im Haus je­doch alle 13 Jahre immer am 13. Oktober jemand. Eben jener 13. Oktober des 13. Jahres naht gerade wieder. Die aktuell le­benden Fa­milien­ange­hörigen sind 2 Schwestern und die kleine Tochter einer der beiden. Ob­wohl die Schwestern uneins sind, wie sie mit dem na­henden Daum um­gehen sollen, for­schen sie nach den Hin­ter­gründen des Fluchs.

Liz Parkers Roman fällt für das Urban-Fantasy-Genre a-typisch ernst aus. Die beiden haupt­säch­lichen Prota­gonis­tinnen Evie und Florence sind unter­schied­licher Meinung, wie sie der Wieder­kehr des Datums, an dem alle 13 Jahre ein tra­gischer Todesfall ein Mit­glied der Familie oder eine dieser nahe­ste­henden Person ereilt, ent­gegen­treten sollen. Um diese Todes­folge zu stoppen, ar­beiten sie die Fa­milien­geschichte der Jahr­zehnte seit dem 1, der­artigen Er­eignis im Jahr 1947 auf. Auch ab­ge­sehen von den Todes­fällen kommen dabei einige fa­miliäre Dramen ans Licht. Zahl­reiche Rück­blenden in die ent­sprechenden Zeiten machen die Handlung äußerst komplex. Die An­zahl der han­delnden Cha­raktere sum­miert sich ent­sprechend auf. Der Leser muss auf­merksam sein, um dieses Hand­lungs- und Per­sonen­geflecht über bei­nahe 8 Jahr­zehnte hinweg (halb­wegs) über­blicken zu können. Von Kapitel zu Kapitel wechseln die jeweils im Fokus ste­henden Per­sonen und Jahre. Dabei bringt die Autorin auch unter­schied­lichste, teil­weise auf die je­weilige Hand­lungs­zeit be­zogene Themen ein. Ob­wohl Magie stets eine Rolle spielt, er­weist sich dieses Buch in mancher Hin­sicht eher als Fa­milien­saga denn als ty­pische Urban Fan­tasy.

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Fazit:

Dieser Roman überschreitet das in der Urban Fantasy etablierte Themen­spektrum teil­weise er­heblich.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Hüter des Seelenwaldes

Karim Pieritz
Hüter des Seelenwaldes

Im Bann der Handy-Soap

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Klappentext:

Weltweit fallen Jugendliche unter rätselhaften Umständen ins Koma. Die Eltern von Marc wollen ihren Sohn schützen und melden ihn in einem Klos­ter­internat in den Schweizer Alpen an, weit weg von jeg­licher Zivi­lisation. Marc ver­sucht, sein Schicksal zu ak­zep­tieren, da be­gegnet ihm die coole Nova, das einzige Mädchen im Jungen­internat. Vom ersten Tag an plant sie ihre Flucht, denn sie glaubt, dass die Mönche in dem jahr­hunderte­alten Kloster ein finsteres Ge­heimnis hüten. Als Marc bei einem ris­kanten Ex­peri­ment der Mönche ins Koma fällt, er­wacht er in einer ge­heim­nisvollen Di­mension. Er begibt sich auf eine ge­fährliche Reise durch den See­len­wald, einen Ort, an dem Ge­danken real werden, und stößt auf einen grau­samen Wider­sacher, der ohne Rücksicht die Erde nach seinen Vor­stel­lungen neu er­schaffen will.

Ein fantastisches Abenteuer über Empathie, Mut und die grenzenlose Macht der Fan­tasie, da die Frage auf­wirft, in welcher Welt wir leben wollen.

Das moderne Science-Fiction-Abenteuer spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Tech­nologie eines mäch­tigen Mannes über das Leben aller Men­schen ent­scheidet. Zu­gleich ist es eine Fan­tasy­geschichte über eine ma­gische Welt voller mys­tischer Ge­heim­nisse und Ge­fahren. Die jugend­lichen Helden müssen die Grenzen ihrer Vor­stel­lungskraft über­winden, um die Menschheit zu retten.

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Rezension:

In der nahen Zukunft fallen zahlreiche überwiegend junge Menschen ins Koma. Die Ur­sache ist un­be­kannt, eine In­fektion nicht nach­weisbar. Trotzdem wird der 14-jährige Marc von seinen Eltern vor­sichts­halber in ein ab­ge­legenes Klos­ter­internat in der Schweiz ge­schickt. Hier trifft er auf andere Jungs und Nova als ein­ziges Mädchen. Die Mönche, die offen­sicht­lich keine ty­pischen Mönche sind, haben ihre eigene Theorie zu den Koma-Fällen. Bei einem Ex­periment landet Marc in einer Di­mension des Geistes, wo die Krankheit ihren Hin­ter­grund hat.

Diese Geschichte von Karim Pieritz verbindet Urban Fantasy mit eindeutig dys­topischen Ele­men­ten und An­sätzen von Sience Fiction. Im Fokus steht eine Welten- oder in diesem Fall viel­leicht kon­kreter Di­mensions­reise, auf die sich der Prota­gonist nicht ganz frei­willig begibt. In dieser Ebene spielt sich der Groß­teil der Hand­lung ab. Der Fan­tasy-Aspekt ten­diert dabei teil­weise stark ins Eso­terische. Mit der zu­sätz­lichen The­mati­sierung von Politik und Ge­schichte ver­sucht der Autor aller­dings viel­leicht etwas zu viele Elemente in die Ge­schichte ein­zu­bringen. Hier würde eine the­matische Straf­fung der Story viel­leicht guttun. Das Aben­teuer des Prota­gonisten an sich ist da­gegen durchaus interes­sant, wobei Pro­bleme aller­dings oft un­spek­takulär schnell gelöst werden, was aber even­tuell in der an­ge­peilten Haupt­ziel­gruppe (ab 12 Jahren) be­gründet sein könnte. Am Ende zeichnet sich deutlich eine ge­plante Fort­setzung ab.

Der Autor nutzt seinen Protagonisten als Ich-Erzähler.

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Fazit:

Dieses jugendliche Urban-Fantasy-Abenteuer könnte von einer gewissen thema­tischen Straf­fung ge­winnen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
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Hotel Wunderlich – 1 – Hexenzauber für kleine Riesen

C. N. Rowan
Hotel Wunderlich – 1 – Hexenzauber für kleine Riesen

Jack der Riese

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Klappentext:

Heute Morgen sorgt sich Bryar Hawthorne noch um ihren Buchladen. Heute Nach­mittag sorgt sie sich um ihren Ver­stand.

Seit Jahren hält sie ihr kleines Geschäft mit Zähnen und Klauen über Wasser, bis ein mys­teriöser Brief alles ver­ändert: Eine Groß­mutter, von der sie nie wusste, hat ihr ein herunter­gekom­menes An­wesen in London ver­macht. Samt Dauer­gästen, die das Wort „schrullig“ ganz neu de­finieren. Allen voran Silas: mür­risch, viel zu attraktiv, trägt aus­schließlich Schwarz und öffnet nie­mals die Vor­hänge. In einem Moment der Ver­zweiflung streift sich Bryar den alten Ring ihrer Groß­mutter über. Kleiner Tipp: Man sollte niemals emo­tional auf­ge­ladenen, ma­gischen Schmuck an­legen, wäh­rend man kurz vorm Zu­sam­menbruch steht – es sei denn, man möchte die eigene Küche in Brand setzen.

Ab da wird es richtig seltsam. Denn das Hotel ist ein Portal – nicht nur zu einer Welt, sondern zu un­zähligen. Und die mächtige Wergild Mowa Corp ist bereit, alles zu tun, um es sich unter den Nagel zu reißen. Jetzt kämpft Bryar um ihr neues Zu­hause, ihre ge­fundene Familie und eine Zu­kunft, die sie sich nie aus­ge­sucht hat. Ohne jede Aus­bildung, dafür mit einem echten Talent fürs Chaos.

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Rezension:

Aus dem Erlös des einzigen Erbstücks ihrer Mutter eröffnete Bryar Hawthorne vor wenigen Jahren einen kleinen Buch­laden. Mittler­weile ist sie je­doch un­mit­telbar von einer Pleite be­droht. Da trifft es sich gut, dass sie von einem un­er­warteten Erbe ihrer Groß­mutter, die sie gar nicht kannte, er­fährt. Die ge­erbte Immo­bilie scheint zwar wertvoll zu sein, doch auch mys­teriös. Erst langsam wird Bryar klar, dass das Haus ma­gisch und sie eine Hexe ist.

Urban-Fantasy-Geschichten, die damit beginnen, dass ein Mensch unerwartet erfährt, ma­gisch zu sein, gibt es viele. Das Un­ge­wöhnliche an C. N. Rowans Story ist, dass die Prota­gonis­tin er­wachsen ist. Schnell er­fährt diese, dass die ma­gische Welt nicht un­be­dingt freund­licher als die ihr be­kannte ist. Schon bevor sie das ge­erbte Gebäude erstmals sieht, ver­sucht man, ihr das Erbe ab­zu­nehmen. Die ma­gischen Ele­mente der Ge­schichte be­stehen haupt­sächlich aus den unter­schied­lichsten Be­wohnern des Hauses und einem Portal, dass sich da­rinnen ver­birgt. Der Klap­pentext verrät in dieser Hin­sicht schon auf­fällig viel. Auch dass es einen ro­man­tischen Part gibt, ist diesem schon zu ent­nehmen. Der Autor (un­be­kannten Ge­schlechts) lässt sich relativ viel Zeit, bis Prota­gonis­tin und Leser langsam Zu­sam­men­hänge er­fahren. Mit Bryars 1. Portal-Be­nutzung ändert sich der Stil merklich. Erst ab hier treten die Fan­tasy-Ele­mente er­heblich deut­licher in Er­schei­nung, sodass man den Ein­druck be­kommen könnte, ab hier eine andere Ge­schichte zu lesen. Wie sich diese Reihe weiter ent­wickeln könnte, lässt sich kaum vor­her­sagen.

Wie oft in diesem Genre darf auch hier die Protagonistin in der Ich-Form erzählen.

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Fazit:

Ob das Konzept dieser Urban-Fantasy-Reihe längerfristig trägt, müssen die kom­menden Bände zeigen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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EMP-Lodge-Reihe – 1 – Dunkle Zuflucht

Grace Hamilton
EMP-Lodge-Reihe – 1 – Dunkle Zuflucht

Blaue Beeren

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Klappentext:

In einer Welt, die in Dunkelheit versunken ist, kann Vertrauen dich töten – oder retten …

Nachdem ein EMP-Angriff das Land ins Chaos gestürzt hat, ist Megan Wolfords ein­ziges Ziel, ihre Tochter Caitlin um jeden Preis zu be­schützen. Doch als eine mys­teriöse Krank­heit Caitlins Leben be­droht, treibt Megans ver­zweifelte Suche nach Medi­kamenten sie zu einer ab­ge­legenen Hütte – und in die Fänge von Fremden, die viel­leicht ge­fähr­licher sind als der Blackout selbst.

Der ehemalige Navy SEAL Wyatt Morris kämpft darum, seine Familie nach dem Ver­lust seines Vaters zu­sam­men­zuhalten. Als Megan mit ihrer schwer kranken Tochter auf seinem Grund­stück auf­taucht, traut er ihr nicht. Doch er kann sie nicht weg­schicken.

Dann taucht ein Fremder namens Kyle auf, und der Verdacht wächst, dass Caitlins Leiden keines­wegs Zufall war. Je­mand wollte genau das. Nun ver­suchen Megan und Wyatt, die Wahrheit auf­zu­decken, bevor es zu spät ist, Caitlin – und den Rest des Morris-Clans – zu retten. Denn in einer Welt ohne Strom, Gnade oder zweite Chancen geht es bei der Frage, wem man ver­trauen kann, nicht nur ums Über­leben. Nur so kann man die­jenigen schützen, die man liebt.

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Rezension:

Ein totaler Stromausfall. Damit sind auch alle Kommunikationsnetze tot. Ob die ganzen USA oder sogar die ge­samte Welt be­troffen sind, weiß des­halb nie­mand. Alle Ver­waltungs­strukturen sind in kurzer Zeit zu­sam­men­gebrochen. Schnell breitet sich Chaos aus. Wyatt und seine Familie haben sich in eine bunker­artig aus­ge­baute Berg­hütte zu­rück­gezogen. Doch dann taucht Megan mit ihrer kleinen Tochter auf. Nur wegen des schwere er­krankten Kindes nehmen sie Megan vorüber­gehend auf. Doch Mutter und Tochter haben einen Ver­folger …

Grace Hamilton baut ihre dystopische Reihe auf den Folgen eines EMPs auf, der weit­räumig alle Energie- und Kom­muni­kations­netze lahm­legte. Ur­sachen und genaue Um­stände des EMPs werden dabei (zu­mindest bisher) nicht the­matisiert. Die Hand­lung kon­zentriert sich statt­dessen auf die Situ­ation der Men­schen, die plötzlich nahezu ohne jede Technik als Selbst­ver­sorger aus­kommen müssen. Wäh­rend manche ver­suchen, sich mit rudi­mentärem Wissen über bäuer­liche Pro­zesse am Leben zu halten, ver­suchen andere, sich das Be­nötigte mit Gewalt zu ver­schaffen. In mancher Hin­sicht be­kommt die Ge­schichte damit auch einen ge­wissen Endzeit-Cha­rakter. Trotz dieses ten­denziell dunklen Grund­tons ver­zichtet die Autorin nicht darauf, eine Ro­mantik-Hand­lung zu inte­grieren. Mit alldem ent­wickelt dieser Band eine stimmige Atmos­phäre, wobei ich ihn aller­dings nicht un­be­dingt als Thriller ein­ordnen würde. Ob in den kom­menden Bänden wieder die hier im Mittel­punkt ste­henden Cha­raktere im Fokus stehen oder die Situ­ation aus anderer Sicht be­leuchtet wird, lässt sich am Ende nicht er­kennen.

Die Autorin erzählt aus Beobachtersicht mit wechselndem Fokus auf mehreren Cha­rakteren.

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Fazit:

Im Fokus dieser Dystopie stehen die unterschiedlichen Herangehensweisen ver­schiedener Cha­raktere in dieser Situation.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

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Dr. Nell Ward ermittelt – 1 – Tod unter dem Herrenhaus

Sarah Yarwood-Lovett
Dr. Nell Ward ermittelt – 1 – Tod unter dem Herrenhaus


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Übersetzung: Rosalia Zhang

Im Zeichen der Fledermaus

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Klappentext:

Ein malerisches Dorf. Eine brillante Naturwissenschaftlerin. Und ein Mord, den nur sie auf­klären kann. Der Auf­takt einer atmos­phärischen Cosy Krimi Reihe mit cleveren Wen­dungen.

Dr. Nell Ward verbringt ihre Tage damit, seltene Tiere aufzuspüren und ver­borgene Le­bens­räume zu er­forschen. Als sie auf einem alten Landsitz einen ver­bor­genen Tunnel unter­sucht, wird sie un­ge­wollt Zeugin eines Ver­brechens. Kurz darauf wird eine junge Frau tot auf­ge­funden, und aus­ge­rechnet Nell gerät ins Visier der Er­mitt­lungen. Fest ent­schlossen, ihren Namen rein­zu­waschen, be­ginnt sie mit ihrem Kollegen Adam nach Ant­worten zu suchen. Mit ihrem ge­schulten Blick für kleinste Spuren ent­deckt Nell Hin­weise, die allen anderen ent­gehen – doch je näher sie der Wahr­heit kommt, desto ge­fähr­licher wird ihre Suche.

Zwischen idyllischen Wäldern, historischen Herrenhäusern und den sanften Hügeln Süd­englands muss Nell be­weisen, dass sie nicht nur Tiere und Pflanzen lesen kann, sondern auch Menschen.

Ein stimmungsvoller Whodunnit voller britischem Landhausflair, sympathischer Figuren und außer­ge­wöhnlicher Er­mitt­lungsarbeit, perfekt für Fans von Richard Osman, Rhys Bowen und Fiona Leitch.

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Rezension:

Dr. Nell Ward ist Biologin und erstellt Umweltverträglichkeits-Analysen für Bau­projekte. Wäh­rend sie einen fast ver­gessenen Tunnel unter einem Her­ren­haus untersucht, hört sie ver­dächtige Ge­räusche. Später er­fährt sie, dass zu dieser Zeit ihre Auf­trag­geberin er­mordet wurde. Schon bald hält die Polizei sie für die Haupt­verdächtige. Da­raufhin be­ginnt sie, selbst zu er­mitteln.

Mit diesem Band stellt Sarah Yarwood-Lovett eine neue Cosy-Crime-Reihe vor. In deren Mit­tel­punkt steht die Bio­login Dr. Nell Ward. Hinter der Wis­sen­schaftlerin ver­bergen sich jedoch auch per­sönliche Ge­heimnisse, lebt sie doch in einem Stil, der bei ihrem Gehalt eigentlich kaum möglich er­scheint. Eben dies sowie ihre An­wesen­heit in der Nähe des Tatorts führen jedoch dazu, dass sie der Tat ver­dächtigt wird. Auch auf eine Ro­mantik-Kom­ponente ver­zichtet die Autorin (wie so oft in diesem Genre) nicht. Mit Nells in­dischem Kol­legen Adam und dem gegen sie er­mit­telndem Po­lizisten kommen sogar gleich 2 Kan­didaten ins Spiel. Daran, dass die Prota­gonis­tin bis zum Finale des Bandes ihre Un­schuld be­weisen und den wahren Täter über­führen kann, dürfte wohl ohnehin nie­mand zweifeln. Der Weg dorthin birgt aber durchaus die eine oder andere Über­ra­schung. Negativ muss ich aller­dings an­merken, dass es die Autorin leider nicht ge­schafft hat, mich an irgend­einer Stelle mit der Prota­gonis­tin mit­fiebern zu lassen. Der Reiz der Ge­schichte liegt ganz in den Rätseln und Un­stim­mig­keiten be­gründet.

Die Autorin erzählt überwiegend aus der Perspektive ihrer Protagonistin, wechselt aber auch zu Szenen, bei denen diese nicht an­wesend ist.

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Fazit:

Dieser in der aktuellen Zeit angesiedelte Krimi bindet eine ganze Reihe bio­logischer In­for­mationen in die Handlung ein.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Zwielicht – 23

Michael Schmidt (Hrsg.), Achim Hildebrand (Hrsg.)
Zwielicht – 23

Mit Horror durch Zeiten und Länder

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Klappentext:

Horror in all seinen Facetten. Kurzgeschichten, Übersetzungen und Artikel des Genres Horror und Un­heimliche Phan­tastik. Und das schon zum 23. Mal.

Das Titelbild ist wie immer von Björn Ian Craig. Illustrationen sind von Adrian van Schwamen.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Thorsten Küper – Vom tiefen Meer unter der Treppe
Jerk Götterwind – Der schwarze Gast
Fergus Hume – Der Sandwanderer
Lena Marlier – Der Geräuchesammler
Sebastian Weber – Hühnersuppe
Thomas Grüter – Gambolto
Michael Tillmann – Beten Gespenster in ihrer Verzweiflung zu Gott um ihre Erlösung?
Jasper Nicolaisen – Andere spielen Golf
Kerstin Wandtke – Kara-Lynn
Malte S. Sembten – Die Seance der Schmerzen
Harold Lawlor – Urbane Legende
Uwe Durst – Im Krankenzimmer
Edward Frederic Benson – Die Hinrichtung des Alfred Wadham
Karin Reddemann – So eine wunderwunderschöne Pflanze
Algernon Blackwood – Der Dachboden
Maximilian Wust – Holz, Harz und Herzen

Enthaltene Hintergrund-Beiträge:
Achim Hildebrand – Legenden des Kannibalismus – Swift Runner
Michael Schmidt – Catriona Ward
Michael Schmidt – Die drei Stigmata oder ein Zukunftsroman zwischen Glauben und Wirk­lichkeiten
Karin Reddemann – Fatty Arbuckle: Als in Hollywood das große Lachen starb
Karin Reddemann – Vampire im Visier

Ein Mann erkennt die Gründe für die fragwürdigen Erziehungsmethoden seines Vaters erst nach dessen Tot, ein Pfarrer ver­weigert einem Hin­richtungs-Kan­didaten die Hilfe, ein anderer Pfarrer findet im Gäs­tebuch seiner Kirche einen Eintrag, der sein Weltbild er­schüttert, einen preu­ßischen Rei­senden ver­schlägt es nach Sibirien, eine Mana­gerin muss die Ver­ant­wortung für die Ent­wicklung eines neuen Computer­spiels über­nehmen – und sie alle erleben Trau­matisches.

Nach der „Zwielicht“-Ausgabe 20, die mich nicht überzeugen konnte, hatte ich die fol­genden Bände ge­mieden. Zu Ausgabe 23 des Hor­ror­magazins habe ich mich jetzt trotzdem zu einem neuen Ver­such über­zeugen lassen. Und um es gleich vor­weg­zu­nehmen: Die dies­malige Zu­sam­men­stellung der Kurz­geschichten konnte mich er­heblich besser über­zeugen. Bei den 16 Stories ist kein Total­versager dabei. Wie bei Antho­logien aller Art üblich, können (mich) na­türlich nicht alle im gleichen Maße be­geistern, doch waren auch richtig gute zu finden.

Vor allem „Holz, Harz und Herzen“ von Maximilian Wust trifft meinen Ge­schmack. Einen Mann, über den der Leser vorerst wenig mehr, als dass er aus Preußen stammt, er­fährt, ver­schlägt es an die pazi­fische Küste Si­biriens. Seine Hin­ter­gründe und, was das mit dem Horror-Genre zu tun hat, er­fährt man erst nach und nach. Diese ist einer der längeren Bei­träge, und er hätte für mich sogar gerne noch wei­ter­gehen können. Mein ein­deutiges High­light dieses Buches, das in dieser Aus­gabe durchaus lesens­wert ist.

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Fazit:

In der Ausgabe 23 des „Zwielicht“-Magazins erweist sich die Auswahl der Bei­träge als ge­lungen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Namor – Das Siegel von Lynos

Mark W. Forster
Namor – Das Siegel von Lynos

Der Wille des Erbauers

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Klappentext:

Eigentlich leben im Land Namor Elfen, Zwerge und Menschen friedlich vor sich hin. Selbst das Böse hat es sich hinter einer ma­gischen Barriere ge­mütlich ge­macht. Fast 50 Jahre sind seit dem letzten großen Krieg ver­gangen und ginge es nach den Ein­wohnern, könnte gerne alles so bleiben.

Leider haben alle ihre Rechnung ohne den Erbauer gemacht. Und der Erbauer … bin ich! Es tut mir wirklich leid, ich wollte doch nur ein Buch schreiben!

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Rezension:

Die Akademie der Zauberer schickt ihre 2 ihrer Dekane zusammen mit einem Neffen des Königs auf eine heikle Mission. Unter­wegs schließen sich ihnen Elfen und Zwerge an. In­wie­weit der ‚Er­bauer‘ ihr Leben be­ein­flusst, sind sie sich un­eins. Die Mission stößt auf unter­schied­lichste Hin­der­nisse, und irgendwie scheint sich ihre eigene Ge­schichte zu immer wieder zu ver­ändern.

Dass Mark W. Forsters Fantasy-Werk irgendwie anders ist, deutet natürlich schon der Klap­pentext an. Gleich beim Prolog fragt man sich als Leser, ob dieser nicht eher ein Vor­wort ist. Was da­nach folgt, scheint jedoch zu­nächst eine ty­pische Fan­tasy-Story mit einer Quest, auf die sich die Prota­gonis­ten be­geben, zu sein. Die wie­derholt auf­kom­mende Frage, wie der Er­bauer das Leben be­ein­flusst, lässt dabei an eine religiöse Schöpfer­figur denken. Was jetzt folgt, wäre ein Spoiler, wenn es nicht schon im Klap­pen­text an­ge­deutet würde: Der Er­bauer ist der Autor, der wegen unter­schied­licher Ein­flüsse, die auch immer wieder in Ab­schnitten aus der Sicht des Autors er­zählt werden, auch schon er­zählte Ge­schehnisse nach­träglich ab­ändert. Das führt zu Über­ra­schungen für die Prota­gonis­ten, wenn sie er­kennen, dass ihre Erin­nerungen nicht mehr stimmen. Trotzdem kommt eine funktio­nierende Fan­tasy-Hand­lung zu­stande, bei der man am Ende jedoch nicht mehr genau weiß, was davon ei­gentlich wirklich noch passiert und was aus der Ge­schichte ge­strichen ist,

Diese Erzählweise stellt ein interessantes Experiment dar. Was man davon hält, muss wohl jeder für sich ent­scheiden, wobei ich mir bei­spiels­weise selbst in der ab­schlie­ßenden Be­ur­teilung noch nicht wirklich sicher bin. Das Fan­tasy-Aben­teuer an sich erfüllt jeden­falls die Er­war­tungen von Genre-Fans.

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Fazit:

Diese experimentelle Fantasy überrascht mit ihrer grundsätzlichen Idee, wirft damit aber auch Fragen auf.

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Die Geister der Rauhnächte

Sabrina Kreisle
Die Geister der Rauhnächte

Besuch vom Krampus

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Klappentext:

Wenn die längsten Nächte des Jahres anbrechen und alte Bräuche aufleben, wird der Schleier zwi­schen den Welten dünn …

Die längsten Nächte des Jahres sind angebrochen. Im Allgäu ziehen die Kram­pusse durch die Straßen. Als ein junger Mann er­mordet wird, gerät die Hexe Antonia in einen Fall, der tiefer reicht als jedes Ver­brechen. Ge­meinsam mit Benedikt, einem Mann voller Ge­heimnisse, folgt sie den Spuren ok­kulter Rituale, ver­gessener Orte und einer Macht, die während der Rauh­nächte er­wacht. Antonia weiß, dass sie ihm nicht ver­trauen darf. Benedikt weiß, dass er ihr nicht zu nahe kom­men sollte. Doch je dunkler die Nächte werden, desto stärker wird die An­ziehung zwi­schen ihnen.

Ein atmosphärischer Fantasy-Krimi aus dem Alpenraum, der Brauchtum, Span­nung und leise Ro­mantik ver­eint. Rauh­nächte, Krampus und die Wilde Jagd treten aus dem Schatten der Le­genden – und ent­falten eine un­heimliche Ge­genwart.

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Rezension:

Antonia besucht zusammen mit einer Freundin und deren kleiner Tochter den Weih­nachts­markt. Bevor die Kram­pusse kommen, wollen sie mit der Kleinen schon wieder weg sein. Na­türlich er­scheinen die früher als ge­dacht, und das Mädchen lässt sich die Show nicht ent­gehen. Erst später er­fährt Antonia, dass dabei ein Mann im Krampus-Kostüm er­mordet wurde. Als dann auch noch ein Fremder bei ihr auf­taucht, steckt sie als Hexe auf einmal mitten in der An­ge­legenheit.

Urban Fantasy in der deutschen Provinz anzusiedeln, ist in diesem Genre schon eine Sel­tenheit. Sabrina Kreisle geht genau diesen Weg und siedelt ihre weih­nacht­liche Ge­schichte im Allgäu an und in­tegriert dabei gleich die lokale Tra­dition der Krampus-Züge in die Story. Ihre Prota­gonis­tin ist die noch relativ junge Hexe Antonia, die beim Mord an einem Krampus-Dar­steller zu­nächst un­ge­wollt mit einem (Hexen-)Jäger zu­sam­menarbeiten muss. Dass sich daraus ein Ro­mantasy-Part ergibt, dürfte Ge­wohn­heitsleser der­artiger Stoffe na­türlich kaum über­ra­schen. Aller­dings bleibt dieser Aspekt der Ge­schichte er­freulich dezent und tritt nie störend in den Vor­der­grund. Auch dass sich die Hin­ter­gründe des Mords als magisch er­weisen und sogar noch ein wahrer Krampus in Er­scheinung tritt, ver­wundert in diesem Genre ge­nauso wenig wie die per­sönliche Ver­bindung der Prota­gonis­tin mit dem Fall. Ins­gesamt be­kommt der Genre-Fan eine ge­lungene Story ge­boten, deren Be­son­derheit vor allem im für der­artige Ge­schichten a-ty­pischen Hand­lungs­ort und der Inte­gration ört­licher Sa­gen­gestalten liegt.

Die Autorin erzählt aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Charaktere, wozu auch eine de­finitiv un­magische Kri­minal­kom­missarin gehört.

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Fazit:

Ein Allgäu-Urban-Fantasy-Krimi mit Romantasy-Elementen und weihnacht­lichen Tra­ditionen weckt allein schon durch diese Kom­bination Interesse.

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