Horizon – 3 – Zurück zu den Wurzeln

Amanda Laurie
Horizon – 3 – Zurück zu den Wurzeln

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Corins Rückkehr

Klappentext:
Nach seinen Abenteuern im Süden Horizons kehrt Thronprinz Corin zurück nach Carbonn. Doch statt ein Fest anlässlich seiner Heimkehr zu planen, muss er mit König Bryant über die neuesten Entwicklungen beraten. Die Pläne des Großkönigs gefährden nicht nur das Leben der Bewohner Carbonns, auch der Frieden zwischen den Völkern Horizons droht zu brechen.
Bald wird deutlich, bloße Worte genügen nicht, um den Feind zu bezwingen. Schon befinden sich Prinz Corin, der König und ihre Verbündeten auf dem Weg nach Navretil zum letzten Kampf …

Rezension:
Mit den beunruhigenden Nachrichten im Gepäck, die er während seiner Zeit in der rowenischen Garde erfahren hat, kehrt Corin an den Hof seines Vaters zurück. Dort wird er mit einem Gemisch aus Wiedersehensfreude und Vorwürfen empfangen. Da zumindest seine Warnungen jedoch ernst genommen werden, brechen Vater und Sohn sehr bald auf, um den Frieden in Horizon zu bewahren. Was dann geschieht, verändert Corins Leben für immer. Und dann wartet auch noch seine Verlobte, die er noch nie gesehen hat, auf ihn …
Im Abschlussband ihrer „Horizon“-Trilogie führt Amanda Laurie ihren Protagonisten gleich zu Beginn zurück in die väterliche Burg. Der bald darauf folgende ‚Ausflug‘ gehört leider nicht zu den Höhepunkten der Reihe, da er sich einerseits etwas zäh dahinzieht, während andererseits gerade hier eine gewisse Actionlastigkeit in Erscheinung tritt. Erst mit der hier erfolgenden drastischen Wende in Colins Leben und seiner erneuten Rückkehr an den Hof erreicht die Handlung wieder das von den bisherigen Bänden gewohnte Niveau. Was sich nicht ändert, ist die Konzentration der Geschichte auf das Denken und Fühlen des Helden, die speziell jetzt wieder in den Vordergrund rückt. Ein paar ‚Staatsakte‘ werden dabei nur am Rande erwähnt, ohne detailliert geschildert zu werden. Mit den letzten beiden Kapiteln, die eine Art ausgedehnten Epilog bilden und mehrere Jahre nach Abschluss der Haupthandlung spielen, findet die Trilogie einen echten Abschluss.
Insgesamt gelingt es der Autorin in dieser Coming-of-Age-Geschichte, das durch die Umstände bedingt abenteuerliche Leben des Protagonisten über die Jahre hinweg interessant und in sehr gut lesbarem Stil zu präsentieren.

Fazit:
Mit „Zurück zu den Wurzeln“ findet die „Horizon“-Trilogie einen würdigen Abschluss, nach dem alle wichtigen Fragen beantwortet sind.

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Geister auf der Metropolitan Line

Ben Aaronovitch
Geister auf der Metropolitan Line

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Übersetzung: Christine Blum

Abigails ‚Praktikum‘

Klappentext:
Geistersichtungen auf der Metropolitan Line der Londoner U-Bahn! Unflätige Bemerkungen geben die Gespenster auch noch von sich. Aufruhr und Chaos unter den Pendlern ist die Folge. Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant nimmt, gemeinsam mit ein paar guten alten Bekannten, die Ermittlungen auf.

Rezension:
In den U-Bahn-Zügen der Metropolitan Line werden Fahrgäste von Geistern belästigt. In letzter Zeit häufen sich entsprechende Notrufe, doch wenn die Beamten der British Transport Police vor Ort eintreffen, können sich die meisten der Anrufer schon gar nicht mehr an den Vorfall und ihren eigenen Anruf erinnern. Natürlich landet der Fall im Folly. Also quetscht sich Peter Grant zusammen mit seinem Kollegen Jaget von der British Transport Police in die überfüllten Züge des Berufsverkehrs. Tatsächlich hören sie eine Frau panisch aufschreien, doch bevor sie sich durch die Menschenmassen zu ihr durchgedrängt haben, beginnt bei ihr schon das Vergessen. Langsam können sie allerdings ein Muster erkennen: Es handelt sich immer wieder um andere Geister, die eigentlich nur um Hilfe bitten wollen. Bald keimt der Verdacht auf, dass es sich hier in Wirklichkeit um einen realen Kriminalfall mit lebenden Menschen dreht.
Peter Grant is back! Das dürfte nicht wenige Fans seiner Abenteuer zu Freudenrufen verleitet haben. Immerhin ist seit „Der Galgen von Tyburn“ (zumindest gefühlt) schon viel zu viel Zeit ohne magisch-kriminalistische Neuigkeiten aus dem Folly vergangen. Eine Ernüchterung folgt allerdings schon, wenn man das Buch in Händen hält. Hatten alle bisherigen „Peter Grant“-Bände 400 und mehr Seiten, hat man jetzt plötzlich ein Büchlein von nur 176 Seiten (wovon am Ende sogar ein paar weiß bleiben) vor sich. Am Preis macht sich diese Abmagerungskur jedoch nicht bemerkbar. Kosteten die bisherigen Bände als Taschenbuch jeweils 10,95 €, „Fingerhut-Sommer“ mit seinen 416 Seiten sogar nur 9,95 €, muss man für die weniger als halb soviel Seiten der „Geister auf der Metropolitan Line“ auch 8,95 € investieren. In dem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass dtv es bei diesem Buch für ‚nötig‘ hielt, einen deutschen Titel zu erfinden, statt den des Originals („The Furthest Station“) zu übersetzen.
Da fragt man sich natürlich, ob zumindest der Inhalt überzeugen kann. Diese Frage ist nicht ganz so pauschal zu beantworten. Der eigentliche Fall erreicht durchaus das gewohnte Niveau. Auf was diesmal allerdings fast gänzlich verzichtet wird, sind Nebenhandlungen. Sich bereits über mehrere Bände hinziehenden Handlungsstränge (wie beispielsweise der um Peters Ex-Kollegin Lesley) werden mit keinem einzigen Wort erwähnt. Auch praktisch zum Inventar gehörende Nebencharaktere kommen – wenn überhaupt – nur ganz am Rande in Erwähnung. Die Handlung stützt sich fast ausschließlich auf Peter, seien dem Leser schon bekannten Kollegen Jaget und Peters Cousine Abigail, die diesmal eine recht bedeutende Rolle als ‚Praktikantin‘ des Folly einnimmt. Selbst Inspector Nightingale tritt nur relativ selten persönlich in Erscheinung.
Im Internet ist die Anmerkung zu finden, der geringe Umfang und der ‚geradlinige‘ Stil hätten ihren Grund darin, dass es sich bei „Geister auf der Metropolitan Line“ um eine Novelle handeln würde, die zeitlich zwischen den bereits erschienenen Bänden 5 („Fingerhut-Sommer“) und 6 („Der Galgen von Tyburn“) einzuordnen wäre. Eine Bestätigung für diese Information konnte ich allerdings nirgends finden. Auf der Website des deutschen Verlags (dtv) wird das Buch zwar als Kurzroman, beim britischen Verlag (Gollancz) als Novelle bezeichnet, für die genannte zeitliche Einordnung findet sich in beiden Fällen aber genauso wenig ein Hinweis wie im (deutschen) Buch selbst.
Was sich nicht verändert hat, ist Ben Aaronovitchs locker-ironischer Stil mit zahlreichen Anspielungen auf die Polizeiarbeit und architektonische Missgriffe realer Gebäude. Auch das typische Um-die-Ecke-denken der bisherigen Bände der Reihe ist wiederzufinden. So kann man als Leser nur hoffen, dass Peter Grant (beziehungsweise Ben Aaronovitch) in zukünftigen Bänden wieder zu alter Form zurückfindet.

Fazit:
Ein neuer, unterhaltsamer magischer Fall, der aber doch nicht an das gewohnte Niveau der Reihe heranreicht.

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Zurück auf Gestern

Katrin Lankers
Zurück auf Gestern

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Magie versus Physik

Klappentext:
Claire und Lulu sind »Herzenszwillinge«: Sie machen alles gemeinsam, seit sie sich kennen. Auf die große Schulparty freuen sie sich seit Wochen, aber dann blamieren sie sich dort unsterblich – ausgerechnet vor den beiden Jungs, in die sie heimlich verliebt sind. Wenn sie doch bloß die Zeit zurückdrehen könnten! Die Freundinnen staunen nicht schlecht, als ihnen genau das mithilfe eines geerbten Schmuckstücks gelingt. Schnell stellen sie fest: So ein Zeitumkehrer ist ziemlich praktisch. Zum Beispiel wenn man dringend eine missratene Mathearbeit ausbügeln muss. In ihrer Begeisterung bemerken sie jedoch nicht die drohende Gefahr: Denn es gibt jemanden, der den Zeitumkehrer um jeden Preis besitzen will. Fast zu spät erkennen Claire und Lulu, dass nicht nur ihre Freundschaft auf dem Spiel steht.

Rezension:
Zu ihrem 15. Geburtstag bekommt Claire im Namen ihrer toten Oma einen Kettenanhänger geschenkt. Dieser wird schon seit langer Zeit immer von der Mutter auf die älteste Tochter weitervererbt, doch da ihre Oma nur einen Sohn, Claires Vater, hatte, bekommt sie ihn jetzt. Der Anhänger scheint zunächst nur aus einer gravierte Kugel zu bestehen. Als Claire und ihre beste Freundin Lulu ihn jedoch gleichzeitig berühren, bekommen sie einen elektrischen Schlag – und die Kugel zerfällt in Halbkugeln. Jede enthält ein Uhrwerk, das sogar noch läuft und die korrekte Zeit anzeigt. Claire und Lulu beschließen, die beiden Hälften fortan zu tragen. Nur zufällig bemerken sie, dass sie mit den kombinierten Halbkugeln ein paar Stunden in die Vergangenheit reisen und so Ereignisse verändern können.
Artefakten, die Zeitreisen ermöglichen, ist man in der Literatur natürlich schon öfters begegnet. Alter und Intentionen der durch die Zeit reisenden Protagonisten waren dabei verschiedenster Natur. An Zeitreisende, die anfänglich nur ihre Mathe-Note verbessern wollen, kann ich mich allerdings nicht erinnern. Genau das plant die ‚Heldin‘ dieses Buches jedoch beim erstmaligen planmäßigen Einsatz ihres ererbten Relikts. Dass der Plan misslingt, dürfte den Genre-erfahrenen Leser wohl nicht allzu sehr wundern. Mit ihrer Protagonistin, die ihre überraschend erhaltenen Zeitreisefähigkeiten eigentlich nur nutzen will, um Schul- und Beziehungsprobleme zu lösen, hat Katrin Lankers dem Genre der Zeitreiseabenteuer jedenfalls einen (zumindest für mich) neuen Geschichtspunkt hinzugefügt. Dass sich das Ganze im weiteren Verlauf zu einem Krimi mit Thriller-Elementen entwickelt, entspricht dann schon eher dem Genre-typisch Gewohnten. Bei all dem kann man jedoch nicht übersehen, dass sich die Handlung dieses Buches über weite Strecken viel mehr mit den ‚Mädchenproblemen‘ der beiden jugendlichen (15-jährigen) Freundinnen als mit Zeitreisen beschäftigt. Betrachtet man den jeweiligen Textumfang, überwiegt dieser typische Jugend- beziehungsweise genauer gesagt Mädchenbuchanteil den Fantasy-Part deutlich. Somit dürfte „Zurück auf Gestern“ nur die Leser (wohl überwiegend -innen) wirklich überzeugen, die sich für beides begeistern können. Für die überraschende Kombination aller genannten Elemente muss man dem ‚Gesamtpaket‘ trotzdem einen erhobenen Daumen zuerkennen.

Fazit:
Diese überraschend gelungene Kombination aus Jugendbuch und Zeitreise-Thriller zieht ihren Reiz aus der ungewohnten ‚Zutatenliste‘.

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Fatebound – 2 – Tribunal der Elfen

Bjela Schwenk
Fatebound – 2 – Tribunal der Elfen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Abstieg in den Vulkan

Klappentext:
***Ein Magier. Fünf Gefährten. Eine Bestimmung.***
Nachdem Kaya und ihre Gefährten nur knapp aus Failin entkommen konnten, sind sie nun auf dem Weg in die Elfenwälder weit im Westen: Sie wollen Elais in ihre Heimat zurückbringen, allerdings liegt zwischen ihnen und ihrem Ziel die Armee Lord Eisens. Doch selbst wenn sie dieses Hindernis überwinden, welchen Empfang werden ihnen die Elfen bereiten?
Was Kaya und ihre Gefährten nicht ahnen, ist, dass sie längst im Netz eines Magiers gefangen sind, dessen Fäden sich bereits über den gesamten Kontinent erstrecken.
Actiongeladene High-Fantasy in einer atemberaubenden Welt voller Licht, Schatten und Magie.

Rezension:
Nachdem Kaya, Haku, Elais und Tkemen am Ende von Band 1 aus dem unmittelbaren Einflussbereich Lord Eisens entkommen konnten, ziehen sie weiter in Richtung des Elfenwaldes, Elaisʼ Heimat. Durch die aus ihrer Gilde verstoßene Diebin Thea erhält die Gruppe Zuwachs. Unterwegs warten jedoch einige Hindernisse auf die Gefährten, und auch die Elfen scheinen über den Besuch alles andere als erfreut zu sein. Tkemens selbstgesetztes Ziel, den mysteriösen Zauberer zu besiegen, wartet auch noch auf ihn. Was werden die anderen Gefährten unterdessen unternehmen?
Bjela Schwenk steigt in Band 2 ihrer „Fatebound“-Reihe beinahe lückenlos dort ein, wo der Reihenauftakt „Bund der Verstoßenen“ endete. Trotzdem die einzelnen Mitreisenden alle ihre eigenen Ziele vor Augen haben, beschließen sie, vorerst gemeinsam weiterzureisen. Aus dieser durchaus ungewöhnlichen Gruppendynamik lässt die Autorin einen Großteil der folgenden Handlung erwachsen. Am Ende des Bandes könnte man als Leser beinahe glauben, die Geschichte wäre hier an ihrem Ende angekommen – und sich über die noch offenen Handlungsfäden wundern beziehungsweise ärgern. Der Schein trügt jedoch, denn die Geschichte ist hier noch nicht abgeschlossen. Auch wenn sich die Gefährten jetzt (vorübergehend?) trennen, sollen ihre Wege weiterverfolgt werden. Dabei dürfte der Leser noch viele unbekannte oder bisher nur angedeutete Aspekte dieser epischen Welt kennenlernen. Man darf wohl gespannt sein, denn der Weg der ‚Schicksals-Gebundenen‘ hat für Fans der (High) Fantasy sicher auch zukünftig einiges zu bieten. Diese Reihe kann Genre-Interessierten eindeutig empfohlen werden.

Fazit:
Die Reise der Zweck-Gefährten kommt an ein vorläufiges Ende, doch das Abenteuer ist damit noch lange nicht beendet.

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Lupina – 2 – Halbling bei Mördern und Mimen

Alexander Bálly
Lupina – 2 – Halbling bei Mördern und Mimen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Ring der Vollkommenheit

Klappentext:
Halblinge haben es schwer unter Menschen.
Lu ist wieder einmal in Geldnot. Die Priester haben ihren Handel mit schlüpfrigen Stempeldrucken verboten, so dass sie sich mit gelegentlichen Arbeiten für einen alten Gelehrten über Wasser halten muss. Als der Gelehrte erschlagen wird, steckt Lu wieder mitten in den Ermittlungen. Ihre einzige Spur zum Täter sind verschwundene Zauberringe. Mit Scharfsinn, Einfallsreichtum und ihrem Talent zur Hochstapelei versucht die Halblingsdame den Mörder zu fassen. Doch eine Leiche kommt selten allein … Auch die Fortsetzung von „Halbling unter Huren und Halunken“ verbindet klassische Krimi-Tradition mit epischer Fantasy, wie sie nie zuvor von einer so sympathischen und zugleich bissigen Heldin in ein spannendes Abenteuer begleitet worden ist.

Rezension:
Lu(pnia)s Leben in Garbath verläuft eigentlich recht positiv. Ihre Drucke einer erotischen Göttin verkaufen sich gut, und auch ihre gelegentlichen Arbeiten für einen etwas sonderbaren Gelehrten bringen ihr ein paar Münzen ein. Doch eines Tages findet sie den alten Mann tot, offensichtlich ermordet auf. Obendrein erlässt die Priesterschaft der Stadt ein einstweiliges Verbot, die Drucke der freizügigen Göttin, für die es in Garbath nicht mal einen Tempel gibt, zu verkaufen. Plötzlich steht Lu in einer Stadt, in der Halblinge wie sie nicht besonders geschätzt werden, ohne Einkommen da. Zum Glück bietet ihr die Inhaberin des benachbarten Theaters, die dem Gelehrten nebenbei den Haushalt geführt hatte – und wohl auch mit ihm liiert war –, an, sie für die Aufklärung des Mordes und die Wiederbeschaffung der dabei verschwundenen magischen Ringe zu bezahlen. Kurz darauf wird auch noch eine Schauspielerin des Theaters ermordet und der Sohn der Inhaberin des Mordes verdächtigt. Obwohl die Stadtwache derartige Einmischungen nicht schätzt, stürzt sich Lu in die Ermittlungen.
Mit diesem Fantasy-Krimi führt Alexander Bálly seine Leser in ein vorindustriell geprägtes Ambiente. Dort leben verschiedene humanoide Wesen zusammen, wobei Halblinge wie die Protagonistin bei der menschlichen Mehrheit – von Lu oft als Trampelfüße bezeichnet – nicht unbedingt in großer Achtung stehen. Bei ihren Ermittlungen spielt ihr das jedoch durchaus in die Hände, weil viele in ihr keine Gefahr erkennen. Wie es sich für einen ordentlichen Krimi gehört, schickt der Autor seine Heldin, aus deren Ich-Perspektive die Geschichte erzählt wird, und mit ihr die Leser natürlich auf verschiedene falsche Fährten, bevor sich am Ende eine überraschende Aufklärung ergibt. Dabei entwickelt er eine interessante Detektivgeschichte, die durchaus auch ohne den Fantasy-Part funktionieren würde. Letzterer spielt für die Handlung eigentlich eine eher untergeordnete Rolle. Den Abschluss der spannenden, humorvollen und mitreißenden Story bildet ein Glossar, der dem Leser in der Welt Garbaths bedeutungsvolle Details erläutert. Auch ein paar in der Geschichte vorkommende Gerichte werden hier mit Menschenwelt-tauglichen Rezepten vorgestellt.

Fazit:
Spannung, Humor und Fantasy: Willkommen in Lupinas Welt!

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Irrlichtkinder

Julia Lange
Irrlichtkinder

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Macht der Splitter

Klappentext:
Julia Lange erzählt die Vorgeschichte zu „Irrlichtfeuer“ – Ein spannendes Fantasy-Prequel und ein Muss für alle Fans von Urban-Fantasy!
Gut zwanzig Jahre vor den Geschehnissen in Irrlichtfeuer werden in einem eisigen Winter Straßenkinder zur Arbeit in einer der Irrlichtmanufakturen von Ijsstedt rekrutiert. Eine plötzliche Explosion tötet viele und verändert das Leben der anderen Kinder für immer, weil sie plötzlich das Irrlicht im Körper haben….

Rezension:
Als Straßenkinder haben es Sora und seine Schwester Hisa nie leicht. Jetzt, im bitterkalten Winter, ist ihre größte Sorge jedoch nicht der ständig leere Magen, sondern wie sie die nächste Nacht ohne zu erfrieren überleben können. Ihre bisherigen Unterschlüpfe verschwinden, seit die leerstehenden Häuser abgerissen werden. Ihnen bleibt nur der Ausweg ins etwas bessere Viertel, doch das ist unter Gangs aufgeteilt, die keine Konkurrenz mögen. Dass eine dieser Gangs sie aufnimmt, ist ein Glück, auch wenn gerade diese Gang derzeit selbst kein Dach überm Kopf hat. Da taucht Herzog Keyserlingk auf und bietet den Straßenkindern Arbeit in seiner Irrlicht-Manufaktur an, verbunden mit warmen Mahlzeiten und einer trockenen Schlafstatt. Natürlich sagen alle zu. Besser als ihr jetziger Überlebenskampf ist das allemal. Bis es in der Manufaktur zum Unfall kommt, der alles verändert …
Bei anderen separat veröffentlichten Geschichten zu bereits existierenden Romanen habe ich hier schon des Öfteren bemängelt, dass sie ohne Kenntnis des zugrundeliegenden Romans nicht funktionieren. Mit „Irrlichtkinder“ beweist Julia Lange jedoch, dass das nicht so sein muss. Diese kurze Geschichte ist auch eigenständig tragfähig. Angesiedelt ist Soras und Hisas Abenteuer in einer Fantasy-Welt, deren Entwicklungsstand etwa mit der Periode der industriellen Revolution vergleichbar ist. Mit den – in dieser Story nur angedeuteten – Möglichkeiten der Irrlicht-Anwendung tentiert sie in Richtung Steampunk. Damit hebt sich „Irrlichtkinder“ deutlich von vergleichbaren Geschichten ab, die meist in mittelalterlich geprägten Welten handeln.
Der Leser begleitet die beiden Kinder von ihrem Überlebenskampf auf der Straße hinein in eine Traumwelt, die zwar auch nicht gerade als freundlich bezeichnet werden kann, den Protagonisten gerade durch den Unfall aber völlig neue Perspektiven eröffnet. Das genaue Alter der Geschwister ist mangels brauchbarer Anhaltspunkte nur schwer abzuschätzen. Selbst wer von beiden (wie viel) älter ist, geht aus dem Text nicht hervor.
Mit dem gewandten Erzählstil gelingt es der Autorin, ihre Leser trotz der Kürze ins schwere Leben der Straßenkinder Ijsstedts hineinzuziehen.

Fazit:
Freunde von Fantasy- und/oder Steampunk-Geschichten mit jungen Helden werden an dieser Story sicher Gefallen finden.

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Verhexte Westwick-Krimis – 2 – Verhext und ausgespielt

Colleen Cross
Verhexte Westwick-Krimis – 2 – Verhext und ausgespielt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Paten-schaften

Klappentext:
Ein weiterer verhexter Krimi aus Westwick Corners!
Cendrine West kommt einfach nicht zur Ruhe. Sie steht kurz davor, endlich einen bezahlten Job zu finden und mit dem gutaussehenden Sheriff Gates läuft es mehr als gut. Das alles ändert sich schlagartig, als ihre rebellische Tante Pearl sie entführt und sie auf eine geheime Mission mitnimmt, um den Tod einer Freundin zu rächen. Alles oder nichts… und so landet Cenny unfreiwillig in Las Vegas.
Rocco Racatelli ist eine große Nummer in Vegas – und das nächste Ziel der örtlichen Mafiosi. Die Glücksfee hat ihm schlechte Karten zugespielt und er ist auf Rache aus. Tante Pearl ist mehr als motiviert, ihm unter die Arme zu greifen und ihre Mission Vegas Vendetta endet beinahe in einem Bandenkrieg. Während die Hexen immer tiefer in die Unterwelt der Stadt der Sünde eintauchen, stolpern sie über Leichen und andere Geheimnisse.
Aber nicht nur die Hitze von Vegas bringt die Stimmung zum Kochen… Rocco will Cennys Herz für sich gewinnen. Wäre da nicht ihr Herzblatt in Westwick Corners… Doch zuerst muss sie erst einmal einen Mordfall lösen, ihre halsbrecherische Hexentante im Zaum halten und die Vegas-Mafia zu Fall bringen. Was kann dabei schon schief gehen?
Wenn Sie unterhaltsame Krimis mit einem Schuss Humor und etwas Zauberkraft mögen, dann wird es Ihnen in Westwick Corners gefallen.

Rezension:
Cendrines kleines Nachrichtenblatt ist beinahe pleite. Um sich und die Zeitung über Wasser zu halten, braucht sie dringend einen Nebenjob. Und der könnte greifbar sein, denn sie hat einen Vorstellungstermin bei der Zeitung des Nachbarortes ergattern können. Als sie unterwegs noch schnell tanken will, läuft jedoch alles schief. Nicht nur, dass ihr extra für das Gespräch gekauftes Kleid von Benzin durchtränkt wird, läuft ihr gerade da auch noch Tante Pearl über den Weg – und ‚überredet‘ sie zu einem Ausflug nach Las Vegas. Pearls beste Freundin ist gestorben, und deren Enkel braucht in dieser Situation angeblich dringend Hilfe. Dass dieser Rocco einst Cendrines Schulkamerad war, mit dem sie sich damals nicht allzu gut verstand, ist noch das kleinere Problem. Nur Häppchenweise erfährt Cendrine, dass Pearls Freundin eine Mafiagröße war und Rocco ihre Nachfolge antreten soll. Dass beim Tod der Patin etwas nachgeholfen wurde, versteht sich da schon fast von selbst. Wen wundert es, dass die Ankunft in Las Vegas direkt in eine Schießerei führt? Zunehmend verflucht Cendrine ihre sehr mangelhaft trainierten Hexenkräfte.
Im Gegensatz zu Band 1 der Reihe „Verhexte Westwick-Krimis“ (im Original „A Westwick Witches Cozy Mystery“) gibt es hier weit weniger zu bemängeln. Dass sich Tante Pearl die Informationen nur in mikroskopischen Häppchen aus der Nase ziehen lässt, kann den Leser zwar fast so sehr nerven wie die Protagonistin, passt aber eindeutig zum Charakter der Tante, wie er schon in „Verhext und zugebaut“ eingeführt wurde. Insgesamt wirkt die Story diesmal rund, wobei die Magie bei der Lösung des Falls eine eher untergeordnete Rolle spielt. Die humorvolle Krimi-Geschichte würde in ihren Grundzügen auch ganz ohne Fantasy-Element funktionieren. Cenrines Liebe zum neuen Sheriff bleibt zwar auch hier ein präsentes Thema, tritt aber nie (wie bei einer Romantasy) störend in den Vordergrund. In dieser Hinsicht wartet auf die Protagonistin am Ende des Bandes allerdings eine Überraschung. Insgesamt gesehen stellt dieses Buch eine flott lesbare, leichte Unterhaltung dar. Man darf auf die weiteren Bände – im englischen Original sind es bereits 4 – gespannt sein.

Fazit:
Ein humorvoller Fantasy-Krimi, der Spaß macht.

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Mojo Verde

Julia Meumann
Mojo Verde

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Hilferuf per Kaugummi

Klappentext:
Köstlich skurril, doch kulinarisch nicht ganz unbedenklich
Ilva und ihr Mann entfliehen dem Winter auf die Kanaren. Mit Sonne, Sekt und Luxus pur werden sie auf der Insel empfangen, doch völlig unerwartet entpuppt sich das Ferienidyll als Ort des Grauens. Ausgerechnet vor Ilvas Augen stürzt das erste Opfer in die Tiefe. Die Ereignisse überschlagen sich und von nun an entscheidet nur noch ihre leicht verworrene Kombinationsgabe über Leben und Tod.

Rezension:
Die Kinder bei den Großeltern abgegeben und dann mit dem Mann ab in die Sonne – jetzt will Ilva endlich mal so richtig ausspannen. Kaum angekommen stellt allerdings eine Miturlauberin Ilvas Nerven auf die Probe. Kaum dass sie am nächsten Morgen aus dem Bett gekrochen ist und aus dem Fenster schaut, sieht sie jedoch einen menschlichen Körper vorbeifallen. Ein genauerer Blick offenbart, dass es die nervige Frau vom Vorabend ist, die jetzt tot vor dem Hotel liegt. Diese wird jedoch nicht das einzige Opfer bleiben.
Julia Meumanns Kurzkrimi aus der booksnacks-Reihe schafft es, trotz der Kürze eine in sich abgeschlossene Geschichte zu erzählen. Letzteres ist gerade bei den Kurzgeschichten dieser Reihe leider nicht immer der Fall. Erzählt wird die Story aus dem Blickwinkel einer Zufallszeugin, die beinahe selbst zum Opfer wird. Außergewöhnlich ist dabei, dass die Protagonistin kaum zur Aufklärung der Tat beiträgt, sondern weitgehend (nicht ganz stille) Beobachterin bleibt. Trotzdem gelingt es der Autorin überzeugend, die Anspannung und Gefahr darzustellen. So funktioniert ein Kurzkrimi!

Fazit:
Dieser gelungene Kurzkrimi stellt eine Perle in der booksnacks-Reihe dar.

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Elbenpfeffer – 1 – Wechselbalg

Tina Tannwald
Elbenpfeffer – 1 – Wechselbalg

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Anruf aus der Elbenwelt

Klappentext:
Ob es die Elben wirklich gibt? Ja. Aber sie sind alles andere als nett.
Kaum hat die fünfzehnjährige Rosa den x-ten Umzug hinter sich gebracht, muss ihre Mutter ins Krankenhaus; ein geheimnisvoller Unbekannter scheint daran schuld zu sein.
Sie muss zur Großmutter, die sie noch nie gesehen hat. Die schrullige Hippiedame ist jedoch nicht weniger chaotisch als ihre Mutter, denn sie glaubt an die Existenz magischer Wesen und bessert ihre Rente mit selbstgebranntem Schnaps auf. Darunter auch den Elbenpfeffer, angeblich eine uralte Eintrittskarte in die Welt der Elben.
Rosa macht sich auf, ihr diesen Unfug auszutreiben, und findet sich unversehens neben dem jungen Hans wieder, der seit über siebzig Jahren an einem Ort festhängt, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Ihre neuen Freunde könnten sie jedoch nach Hause holen.
Wenn sie verrückt genug sind, es zu versuchen.

Rezension:
Obwohl Rosa erst 15 ist, muss sie sich eher um ihre alkoholsüchtige Mutter kümmern als die um sie. Da ihre Mutter immer mit ihr in einen anderen Ort zieht, wenn sie im bisherigen in allen Läden und Kneipen Hausverbot bekommen hat, kann Rosa die Umzüge und Schulen nicht mehr zählen. Wie sie es schon gewohnt ist, findet sie auch in ihrem neuesten Wohnort nur schwer Freunde, denn als ‚in‘ kann man ihre stets gebraucht gekaufte Kleidung nicht annähernd bezeichnen. Einzig zu Kalo und dem schwule Birdy bekommt sie näheren Kontakt. Als ihre Mutter jedoch im Vollrausch stürzt und ins Krankenhaus kommt, muss eine Sozialarbeiterin, die sich auch noch als Kalos Mutter entpuppt, auf die Schnelle eine vorübergehende Unterbringung für Rosa finden. Wie sich herausstellt, wohnt ihre Oma, die sie noch nie kennengelernt hat, in der Nähe und ist bereit, ihre Enkelin aufzunehmen. Bei ihrer Ankunft muss Rosa allerdings schnell feststellen, dass die Großmutter ‚anders‘ ist: Nicht nur, dass das Haus ziemlich altmodisch eingerichtet ist, glaubt die Frau doch ernsthaft an Elben, Wechselbälger und ähnlichem. Mit dem selbstgebrauten Elbenpfeffer kann sie angeblich zwischen Menschen- und Elbenwelt hin und her wechseln. Rosa trinkt vom Elbenpfeffer, um ihrer Oma zu beweisen, dass das Unsinn ist – und landet tatsächlich im Elbenreich. Zusammen mit dem etwas älterem Salim, dessen Großmutter ebenfalls von der Existenz dieser Welt weiß, folgen Kalo und Birdy Rosa, um sie zurückzuholen.
Hätte man den Klappentext nicht gelesen, könnte man dieses Buch am Anfang für ein Sozialdrama halten. So war es in den frühen Kapiteln auch nur die Erwartung auf den Fantasy-Part, der mich zum Weiterlesen brachte. Erst ab dem Wechsel der Protagonistin in die Elbenwelt wird es für Urban-Fantasy-Freunde interessant. Rosas nun folgerndes Abenteuer und die Rettungsmission ihrer Freunde können dann allerdings um so mehr gefallen. Gute, noch nicht abgenutzte Plot-Ideen und der Schreibstil der Autorin werden in diesem Teil des Buches jeden Genre-Fan in ihren Bann ziehen. Beim abschließenden Cliffhanger will man dann nur noch erfahren, wie es weitergeht.
Wie bereits erwähnt, stammt die Protagonistin – ähnlich wie in vielen anderen Urban-Fantasy-Geschichten – aus ‚komplizierten Verhältnissen‘. In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, wieso gerade in der Urban Fantasy so viele Autoren ihre Helden aus dem Bereich der Unterdogs rekrutieren. Soll das die Motivation der Hauptpersonen begründen? Wollen die Autoren damit zeigen, dass es nur hier echte, uneigennützige Freundschaft gibt? Wie dem auch sei, zumindest im vorliegenden Fall würde das eigentliche Abenteuer auch ohne die schwermütige Sozial-Story am Anfang funktionieren. Ohne diese würde zumindest mir das schon so überzeugende Buch noch besser gefallen.

Fazit:
Diese wirklich überzeugende Urban Fantasy könnte ihre Stärken ohne den sozialkritischen Anfang noch besser entfalten.

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– Blick ins Buch –
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MAD JERRY – der postapokalyptische umherziehende Krieger

Ben Wallace
MAD JERRY – der postapokalyptische umherziehende Krieger

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Postapokalyptische umherziehende Krieger habenʼs nicht leicht

Klappentext:
Mad Max meets Monty Python …
Die postapokalyptische Welt ist gar nicht so schlimm. Sicher, es gibt Mutanten. Aber für die Menschen in New Hope besteht der tägliche Überlebenskampf nicht so sehr aus der Suche nach Nahrung oder Medizin, viel schwieriger ist es, neue Spieler für ihre Kickball-Teams zu finden.
Dies macht es einem postapokalyptischen Krieger nicht einfach, Arbeit zu finden. Gott sei Dank ist da eine Armee von Mördern und Brandschatzern auf dem Weg in die friedliche Stadt, um sie dem Erdboden gleichzumachen. Nur eine Handvoll ausgebildeter postapokalyptischer umherziehender Krieger kann sie aufhalten.
Gleich zwei haben ihre Dienste angeboten. Einer von ihnen ist eingeladen, zu helfen. Der andere wird zurück in die Einöde geschickt. Doch haben die Stadtbewohner die richtige Wahl getroffen? Werden sie gerettet werden? Und was hat es eigentlich mit den SSB’s, den superschlauen Bären, auf sich?
Finden Sie es heraus, in MAD JERRY, einem rasanten Action- und Abenteuerroman, der in einer erschreckenden Zukunft spielt, die man allerdings nicht zu ernst nehmen sollte.
Fans von Terry Pratchett, Douglas Adams und Monty Python werden ihren Spaß an dieser Apokalypse haben.

Rezension:
Seit dem Fall nicht näher erläuterter Bomben vor 7 Jahren ist die amerikanische Zivilisation ins vor- bis frühindustrielle Zeitalter zurückgefallen. Während die großen Städte von Menschen verlassen wurden und jetzt die Heimat mutierter Wesen sind, leben die übriggebliebenen Menschen in den ländlichen Gegenden ein Leben, das dem des alten Wilden Westens nahekommt. Und dann gibt es da noch die rastlosen postapokalyptischen umherziehenden Krieger, die diesen Kleinstädten ihre Dienste anbieten. Allerdings wollen viele der Städte die Notwendigkeit dieser Hilfe nicht einsehen, denn sie wissen nur wenig von den umherziehenden, marodierenden Söldnertrupps, die sie bedrohen. Als dann zufällig gleich 2 postapokalyptische umherziehende Krieger ihre Dienste offerieren, hofft jeder der beiden, bleiben zu dürfen.
Ben Wallaceʼ Roman wirkt bei näherer Betrachtung nicht annähernd so karikatur- und parodiehaft, wie der Klappentext vermuten lassen könnte. Eine gesunde Portion Humor ist dem dystopischen Abenteuer trotzdem keinesfalls abzusprechen. Da sich die beiden ‚postapokalyptischen umherziehenden Krieger‘, die die Hauptcharaktere des Buches darstellen, ständig gegenseitig bezichtigen, nicht wirklich im Sinne der Orte, denen sie ihre Hilfe anbieten, zu wirken, steht lange Zeit die Frage im Raum, welcher beziehungsweise ob überhaupt einer von beiden eigene Interessen verfolgt. Mit der Einnahme ständig zwischen den beiden Protagonisten sowie weiterer Personen wechselnder Beobachterpositionen gelingt es dem Autor, die Handlung für den Leser beständig interessant zu halten. Insgesamt gesehen gelingt es ihm damit, einen unterhaltsamen Genre-Mix aus Endzeit-Drama, Abenteuer und Humor zu liefern, der Genre-Freunden empfohlen werden kann.

Fazit:
Diesem humorvollen Endzeit-Abenteuer gelingt es, Spannung mit Slapstick-Einlagen zu kombinieren.

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