Paper Girls Volume 1

Brian K. Vaughan
Paper Girls Volume 1

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Eindringlinge

Klappentext:
From Brian K. Vaughan, #1 New York Times bestselling writer of SAGA, and Cliff Chiang, legendary artist of WONDER WOMAN, comes the first volume of an all-new ongoing adventure.
In the early hours after Halloween of 1988, four 12-year-old newspaper delivery girls uncover the most important story of all time. Suburban drama and otherworldly mysteries collide in this smash-hit series about nostalgia, first jobs, and the last days of childhood.

Rezension:
12-jährige Mädchen fahren in der frühmorgendlichen Dunkelheit Zeitungen aus. Als sie dabei Streit mit ein paar älteren Jungen bekommen, wird ihnen ein Walkie-Talkie gestohlen. Das wollen sie sich natürlich zurückholen – schon der Ehre wegen, aber natürlich auch, weil es nicht gerade billig war. Doch als sie glauben, das Versteck der Jungen gefunden zu haben, finden sie stattdessen ein eigenartiges Gerät, dass außerirdisch aussieht. Schlimmer noch: Als sie den Dieb dann doch noch finden, wirkt der auch nicht gerade menschlich.
Ich muss zugeben, dass ich schon längere Zeit kein Comic mehr in der Hand hatte. Allerdings muss ich sagen, dass mich dieser spontan überzeugen konnte. Aus einer Alltagsszene, wie man sie aus US-amerikanischen TV-Serien kennt, entwickelt sich innerhalb weniger Seiten eine fesselnde Geschichte.
Zunächst wirkt manches verwirrend, doch muss man natürlich beachten, dass die Handlung im Jahr 1988 angesiedelt ist und somit manche heute selbstverständliche technische Errungenschaft fehlt. Die Protagonistinnen wirken in der Handlung allerdings deutlich älter als die genannten 12 Jahre.
Stilistisch fällt auf, dass die einzelnen Zeichnungen sehr zurückhaltend koloriert, teilweise schon fast monochrom sind. Teilweise kann man das natürlich damit erklären, dass die entsprechenden Szenen in der Dunkelheit beziehungsweise Dämmerung stattfinden, jedoch tritt die zurückhaltende Farbigkeit auch dann auf, wenn der Handlungsort sich in einer eigentlich gut ausgeleuchteten Umgebung befindet.

Fazit:
Nach einer langen Comic-Abstinenz könnten die Paper Girls eine (Wieder-)Einstiegsdroge darstellen.

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Lust auf Gespenster? „Die Ruine“, Band 1 der brandneuen Jugend-Urban-Fantasy-Kurzgeschichtenreihe „Bei Geistern zu Besuch“ ist jetzt erhältlich.
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Nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt

Thomas Kowa
Nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Ein Schweizer führt durchs Weltall

Klappentext:
Was wäre wenn
Wollten Sie nicht schon immer die Welt fremder Planeten erkunden, aber ohne siebenjährigen Permanentschlaf, ohne schießwütige Aliens und ohne die nervige Schwerelosigkeit? Was, Sie finden Schwerelosigkeit toll? Haben Sie schon mal versucht, im All in eine reife Tomate zu beißen? Ich sag Ihnen, das ist eine Riesensauerei! Also bleiben Sie besser daheim und lesen meinen kleinen Reiseführer für andere Welten … Und nicht vergessen, nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt links.

Rezension:
Enthaltene Kurzgeschichten:
Wer beamen kann, ist klar im Vorteil
Schweizer im Weltall
Paarinstabilitätssupernova
Nahezu unendliches Leben
Der Zeitreisende
Das putzige Land
Die oberen Zehntausend
Tierliebe
Im Frauengefängnis
1954
Ungewöhnlich für die booksnacks-Reihe sind hier gleich 10 recht unterschiedliche Kurzgeschichten Thomas Kowas in einer persönlichen Anthologie vereint. Anders als der Titel vermuten lassen könnte, handelt es sich dabei keinesfalls ausschließlich um SciFi. Was jedoch alle eint, ist der Sarkasmus, mit dem die Themen angegangen werden. Auch satirische Elemente sind nicht abstreitbar.
Ein paar der Geschichten kannte ich bereits von ihrer Solo-Veröffentlichung als booksnack. Daher wunderte es mich auch bei den anderen Beiträgen nicht, dass sie ausnahmslos ganz anders enden, als man am Anfang vermuten könnte. Gerade dieser Überraschungseffekt macht jedoch zusammen mit dem Humor das Besondere an den Kurzgeschichten des Autors aus. Gewisse Anspielungen auf Missstände des realen Lebens sind dabei mit Sicherheit nicht unbeabsichtigt.

Fazit:
Freunden des skurrilen Humors kann man diese kleine Kurzgeschichtensammlung empfehlen.

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12 – Die Akademie der Zeit

J. F. Sebastian
12 – Die Akademie der Zeit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Flucht aus der 7

Klappentext:
„Du bist nicht hier geboren. Nicht hier in dieser Stadt, nicht hier in diesem Land, nicht hier in dieser Welt.“
Das musste Daniel erst einmal verdauen.
Von einer Sekunde auf die andere ändert sich das Leben des 13-jährigen Daniel. Er lernt ein Mädchen kennen, wird von einem mysteriösen Fremden verfolgt, erfährt ein unglaubliches Geheimnis über seine Familie und muss schmerzhaft feststellen, dass es mehr als nur eine Welt gibt.
Mit „12 – Die Akademie der Zeit“ liefert Autor J. F. Sebastian den Auftakt zu einer fantasievollen Jugendbuch-Trilogie rund um Familie, Freundschaft und die Zeit.

Rezension:
Seit dem Tod seiner Eltern, an die er sich kaum erinnern kann, lebt Daniel bei seinem Großvater. In der Schule ist er nicht sonderlich beliebt, und wirkliche Freunde hat er nicht. Um so überraschender ist es für ihn, als unerwartet ein Mädchen Kontakt zu ihm sucht. Noch während er mit diesem spricht, fällt ihm jedoch auf, dass ein mysteriöser Fremder ihn zu beobachten scheint. Auf dem Heimweg bestätigt sich diese Feststellung, denn der Fremde verfolgt ihn. Mit Mühe schafft er es zu seinem Großvater, aber was er dort erfährt, stellt alles, was Daniel bisher zu wissen glaubte, auf den Kopf. Sein Opa und er selbst stammen nicht von der Erde – und sie sind in ernster Gefahr. Daniel muss eilig von der Erde, der 7. der 12 bewohnten Welten, fliehen.
Fantasy oder eher SciFi – diese Frage ist bei J. F. Sebastians Jugend-Abenteuer nicht so leicht zu beantworten. Auch wenn das Reisen zwischen verschiedenen Planeten eher an SciFi erinnert und es auf Daniels Heimatwelt, der 12, dem Entwicklungsstand der Erde weit überlegene Energienutzungsformen gibt, steht zumindest in diesem Band doch das Fantasy-Element im Vordergrund. So reist man zwischen den Welten nicht etwa mit Raumschiffen oder anderer Technologie, sondern per Magie. Und genau diese soll auch Daniel an der Akademie der Zeit erlernen, denn er ist – wie er erst jetzt erfährt – der Nachkomme einer traditionellen Salier-Dynastie.
Der Autor kombiniert in diesem Jugend-Fantasy-Abenteuer verschiedene Elemente, die dem Genre-erfahrenem Leser in ähnlicher Form schon hier und da begegnet sind, geschickt zu einem überzeugenden neuen Mix. Zusammen mit dem Protagonisten muss der Leser die andere Welt und das Leben an der Akademie erst kennenlernen. Leider wird das Umfeld dabei etwas stiefmütterlich behandelt, lernt man außer Daniels neuem Freund Abay doch keinen einzigen seiner Mitschüler kennen. Trotz derartiger kleinerer Schwächen nimmt das Buch den Leser gefangen. Nach dem Cliffhanger am Ende kann man nur hoffen, bald zu erfahren, wie es weitergeht.

Fazit:
Dieses jugendliche Fantasy-Abenteuer mit SciFi-Touch eröffnet genügend Potential für den Rest der Trilogie.

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Die Novae Experimente – Elmsfire

Adrian MB
Die Novae Experimente – Elmsfire

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die andere Art

Klappentext:
Als die Studentin Clarra eines Nachts eine Begegnung mit einem übernatürlichen Wesen hat, gerät sie in ein schier unglaubliches Abenteuer der ganz besonderen Art.

Rezension:
Als in den Medien Berichte vom Überfall anscheinend übernatürlicher Wesen auftauchen, hält Clarra das zunächst für Blödsinn. Als sie sich jedoch entschließt, noch einen abendlichen Spaziergang durch den Uni-Campus zu unternehmen, trifft sie auf einen Mann, den irgendetwas unnatürliches umgibt. Kurz darauf wird er von Kämpfern in schwarzer Tarnkleidung angegriffen. Bevor er stirbt, kann er Clarra noch eine Akte übergeben, mit der es dieser gelingt zu fliehen. Wie sich herausstellt, hat die US-Regierung diese Wesen mit besonderen Fähigkeiten einst gentechnisch geschaffen und versucht nun alles, die Kontrolle über ihre Schöpfung zu erlangen. Und Clarra mit der Akte, in der sich vermutlich die Regierung belastendes Material befindet, steht ganz weit oben auf der Abschussliste.
Mit diesem Buch ist dem Autor, der sich hinter dem Pseudonym Adrian MB verbirgt, ein von Anfang bis Ende fesselnder Fantasy-Thriller gelungen. Aus der wechselnden Sicht Clarras, des Chefs der CNA, der eilig zur Überwachung der Novae, wie diese Wesen genannt werden, geschaffenen Regierungsbehörde, einer Polizistin sowie verschiedener Novae verfolgt der Roman die sich überstürzenden Ereignisse über einen lediglich einige Tage umfassenden Zeitraum. Schnell wird klar, dass die Novae trotz ihrer sehr verschiedenen ‚übermenschlichen‘ Fähigkeiten charakterlich genau so unterschiedlich wie die Menschen sind. Wird es Clarra gelingen, den Skandal öffentlich zu machen? Kann sie den Novae, die sich ihr offenbaren, mehr trauen als der CNA?
Leider gibt es an diesem hochspannenden Buch auch Schattenseiten, wobei dieser nicht inhaltlicher, sondern handwerklicher Art sind. Die Kommata hat der Autor anscheinend nach dem Zufallsprinzip im Text verteilt. Dazu kommen zahlreiche Absatzumbrüche mitten im Satz, manchmal sogar mitten in einem Wort. Es ist schade, dass dieses ansonsten sehr gelungene Werk durch derartige Nachlässigkeiten verschandelt wird. Vielleicht kann sie der Autor ja zu einer entsprechenden Nachbesserung überwinden?

Fazit:
Höchst interessanter Fantasy-Thriller, der alle Fans der X-Files und ähnlichem begeistern dürfte – jedoch handwerklich verbesserungswürdig.

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Fantasy-Lesebuch 4

Ingrid Pointecker (Hrsg.)
Fantasy-Lesebuch 4

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Gute Stories – wenig Fantasy

Klappentext:
Was passiert, wenn sich eine Spinne für Mythologie interessiert?
Wie sicher kann man sich auf einem vermeintlich unbewohnten Planeten fühlen?
Wo verläuft die Grenze zwischen Vorsicht und Moral bei der Eindämmung eines Virus?
Warum beginnen manche Kämpfe erst nach dem Ende einer großen Schlacht?
Wie können 13 Briefe mehr als nur ein Leben verändern?
Die Antworten auf diese Fragen finden sich in dieser Anthologie. Klassische Fantasy, Science-Fiction, Dystopisches und Gänsehautmomente laden zum Schnuppern in unterschiedliche Subgenres ein – zum Lesen, Vorlesen und Nacherzählen. Fünf AutorInnen, fünf Geschichten und eine gewagte Mischung, die viel zu schade für die Schublade wäre.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Im Netz – Andrea Bannert
Die singenden Bäume – Corinna Schattauer
Typ B – Mia Neubert
Die letzte Aufgabe – Jacqueline Mayerhofer
Die 13 Briefe des Paulus Marinus – Fabian Dombrowski
Eine Spinne als Heldin, Gestrandete Raumfahrer, ein grassierender Zombie-Virus, ein Machtkampf zwischen Brüdern und Geisterforschung – so bunt ist die Mischung der mittlerweile 4. Ausgabe des Fantasy-Lesebuchs. Gemeinsam ist allen 5 Kurzgeschichten, dass sie stilistisch als durchaus gelungen eingeschätzt werden müssen. Doch damit enden die Gemeinsamkeiten auch schon.
Während „Im Netz“, eine Geschichte aus der Perspektive einer intelligenten Spinne, und „Die 13 Briefe des Paulus Marinus“, wo die Ergebnisse ‚übernatürlicher Forschung‘ ausschließlich anhand von Briefen rekonstruiert werden, als Fantasy im eigentlichen Sinn aufgefasst werden können, trifft das auf die restlichen Geschichten weniger bis gar nicht zu. Bei „Die singenden Bäume“, einer SciFi-Geschichte um auf einem fremden Planeten gestrandete Raumfahrer, kann man die Entdeckung der Protagonisten eventuell noch als Fantasy einstufen, bei „Typ B“, einer Apokalypse nach Ausbruch eines Zombie-Viruses, tue ich mich allerdings schwer, dies noch als Fantasy zu betrachten. Spätestens bei „Die letzte Aufgabe“, einem historischem Abenteuer um verfeindete Brüder, ist jedoch keine Spur des Fantasy-Genres mehr zu entdecken. Im Gegensatz zu den anderen Beiträgen, die man zumindest noch unter Phantastik verbuchen kann, trifft selbst dies hier nicht zu. Auch wenn im Klappentext von „klassische Fantasy, Science-Fiction, Dystopisches und Gänsehautmomente“ gesprochen wird, passt diese Mischung nicht wirklich zum Titel „Fantasy-Lesebuch“.
Um nicht missverstanden zu werden: Die einzelnen Kurzgeschichten sind für sich genommen ausnahmslos gelungen und gut zu lesen. Meine Kritik bezieht sich ausschließlich auf die durch den Titel suggerierte Genre-Zuordnung. Unter einem solchen Titel sollten Herausgeberin und Verlag bei einer eventuellen nächsten Ausgabe doch etwas mehr auf zum Genre passende Beiträge achten.

Fazit:
Eine Anthologie mit gelungenen Beiträgen – doch Fantasy sind diese leider nur zum (kleinen) Teil.

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Illumanati: Von Göttern, Dämonen und Seekühen

Leif Inselmann
Illumanati: Von Göttern, Dämonen und Seekühen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Die Sorgen der Engel

Klappentext:
Seekühe regieren im Geheimen die Welt. Ein Dämon nistet sich als unliebsamer Mitbewohner ein. Und Götter vertreiben sich die Zeit mit absonderlichen Projekten. Ganz abgesehen von der Bürokratie des Himmels, die den Engeln zunehmend über den Kopf wächst… Acht satirische Geschichten geleiten den Leser durch die Absurditäten menschlicher Vorstellungskraft, von Verschwörungstheorien bis hin zum etwas anderen Exorzismus. Die Verletzung religiöser Gefühle wird billigend in Kauf genommen.
Inhalt: Der Dämon auf dem Sofa / Illumanati / Himmlische Verhältnisse / Gottesaustreibung / Zwei Propheten und ein Götze / Bervenis Moralproblem / Eine (rechtsesoterische) Dystopie / Schieß den Star!

Rezension:
Welche Umgangsformen gelten für Dämonen im Wohnzimmer? Sind Seekühe harmlose Vegetarier? Ist der Job des Ministers für interreligiöse Angelegenheiten wirklich erstrebenswert? Wie können sich Eltern einer kleinen Tochter helfen, wenn die plötzlich von Gott besessen ist? Wie vertreiben sich Götter die Langeweile? Und wer weiß auf all diese Fragen eine Antwort?
Zumindest die letzte Frage hat eine sofortige Beantwortung verdient. Und die heißt: Leif Inselmann. Was der Autor hier an Kurzgeschichten präsentiert, ist einfach zum Totlachen! Wie soll ein pflichtbewusster Engel auch auf eine Eingabe von Lenin reagieren? Hätte man die Hölle doch nur nie ans Internet angeschlossen!
Als Leser macht es einem einfach Spaß, zuzusehen, wie sich die Protagonisten mit diesen absurden Problemen herumschlagen müssen. Es sind schließlich nicht die eigenen. (Nein, auf meinem Wohnzimmersofa sitzt definitiv kein Dämon!) Sprachlich wird das alles angenehm flüssig dargeboten, sodass die Seiten nur so an einem vorbeiziehen und das Buch fiel zu schnell beendet ist.
… und am Ende erfahren wir auch noch die ultimative Lösung für das Dschungelcamp-Problem. Mögen es sich die Verantwortlichen eines gewissen Fernsehsenders zu Herzen nehmen.

Fazit:
Der herrlich schräge Humor macht dieses Buch zu etwas Einzigartigem. Für alle Fans humorvoller Fantasy eine absolute Leseempfehlung!

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Fiery & Tinder – 1 – Und das Geheimnis der Göttin

J.J. Blackwood
Fiery & Tinder – 1 – Und das Geheimnis der Göttin

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Auf der Suche nach den Genen

Klappentext:
Der neue, fantasievolle Reihenauftakt von J.J. Blackwood, der alle Grenzen überwindet.
Als Kronprinzessin des Feuervolkes wird Fiery eines Tages über das gesamte Land herrschen, welches ihr Vater regiert. Als immer mehr Stimmen den Untergang der Welt prophezeien, entdeckt Fiery ein mystisches Geheimnis, das die Zerstörung der Welt verhindern könnte…
Von seinem Stamm ausgestoßen irrt Tinder allein durch den gefährlichen Dschungel, in dem jeder Schritt den Tod bedeuten kann. Zufällig stößt er auf einen Stamm von vollkommen fremdartigen Wesen und begibt sich auf eine lange, abenteuerliche Reise.
Was passiert, wenn zwei Kämpfernaturen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, plötzlich aufeinandertreffen und gegen alle Regeln versuchen, gemeinsam die Welt zu retten?

Rezension:
Fiery ist die Kronprinzessin des Feuervolkes, doch als die Vulkane zu erkalten drohen, steht ihre Zukunft plötzlich auf der Kippe. Als sie etwas findet, mit dem sie hofft, ihr Volk retten zu können, macht sie sich auf eine Reise jenseits der Welt, die sei kennt. Tinder ist ein junger Jäger eines Waldstammes. Als er einen verhängnisvollen Fehler begeht, wird er aus seinem Stamm ausgeschlossen. Auf der Flucht vor geheimnisvollen Wesen, erreicht er schließlich das Meer. Es kommt, wie es kommen muss: Tinder und Fiery treffen aufeinander – und sehen schließlich ein, dass sie wohl nur gemeinsam ihre Welten retten können.
J.J. Blackwoods Roman beginnt wie eine Fantasy-Saga, doch im Laufe der Handlung stellt sich nach und nach heraus, dass es sich viel mehr um eine SciFi-Dystropie handelt. Die verschiedenen Völker sind die letzten Überlebenden der Menschheit, die jegliche Erinnerung an kulturelle Errungenschaften und Technik verloren haben. Für die auf Steinzeitniveau Lebenden stellen gelegentliche Funde von Überbleibseln der alten Kultur wie Scheren oder Sonnenbrillen wahre Wunder dar. Merkwürdige Hinweise auf etwas, was sich „Gene“ nennt, können sie nicht deuten. Liegt hier etwa das Geheimnis der Naturveränderungen, die ihr Leben bedrohen? Die Autorin lässt ihr Buch mit einem überraschenden Cliffhanger enden.
Leider enthält die ansonsten flüssig geschriebene und spannende Geschichte ein paar Widersprüche. So pendelt beispielsweise Fiery zwischen einer kaum zu besiegenden Kämpferin und einem ängstlichen Mädchen, dass sich zitternd in starke Männerarme rettet, hin und her – je nachdem, was für die Szene gerade passt. Das ergibt natürlich keinen glaubhaften Charakter. Die Figur des Tinder, der eine Entwicklung vom etwas ungeschickten Beinahe-Erwachsenen zur selbstbewussten Persönlichkeit durchläuft, erscheint da schon erheblich gelungener. Bei derartigen Inkonsistenzen liegt definitiv noch Verbesserungspotential, und es ist zu hoffen, dass dieses in den kommenden Bänden der Reihe noch genutzt wird. Sieht man von diesen Schwachpunkten ab, stellt dieser Band jedoch den Beginn eines interessanten Abenteuers dar, dessen weitere Entwicklung noch nicht vorherzuahnen ist.

Fazit:
Diese SciFi-Dystropie mit Fantasy-Touch ist ein gelungener Reihen-Start, beinhaltet jedoch noch ein paar logische Stolpersteine

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FX-97

Carla Fischer
FX-97

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Die Natur des Sondermülls

Klappentext:
Eine Raumnavigatorin – ein Routineflug – eine entsetzliche Entdeckung
In nicht allzuferner Zukunft ist das Sonnensystem wirtschaftlich vollständig erschlossen. Gigantische interplanetare Bergbaugesellschaften beherrschen die hart umkämpften Rohstoffmärkte, in denen tausende kleinster Weltraumtransportunternehmen ihr schmähliches Auskommen suchen.
Für eines von Ihnen arbeitet die Raumnavigatorin Michelle Broyder. Nur begleitet von dem intelligenten Bordcomputer Lily transportiert sie mit ihrem Raumfrachter FX-97 Sondermüll zur Venus. Unablässig fliegt sie die gleiche Route.
Ein unbedeutender Fehler im Betriebsablauf und die zermürbende Routine ihrer Flüge bringen sie schließlich dazu, sich für ihre Fracht näher zu interessieren. Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen – mit verhängnisvollen Folgen.

Rezension:
Michelle ist Pilotin eines Entsorgunsraumschiffs auf einsamer Mission. Seit Jahren pendelt sie nur zwischen dem Übergabepunkt der Sondermüllcoatainer und der Venus, in deren Atmosphäre der Müll verkappt wird, hin und her. Eine kleine Funktionsstörung bietet jedoch Gelegenheit, sich einen der Container einmal näher anzusehen, und was sie dort findet, ist ein echter Schock für sie. Hals über Kopf entschließt sich Michelle, schnellstmöglich mit den Containern zur Erde zu fliegen.
Carla Fischer macht den Leser schnell mit ihrer sympathischen Protagonistin vertraut. Wenig später macht diese auch schon ihre überraschende Entdeckung, die den Aufhänger zur eigentlichen Handlung dieser kurzen SciFi-Geschichte darstellt. In sehr unterhaltsamen Stil wird dabei die Spannung aufgebaut.
Eine besonders herausragende Eigenart dieser Story besteht darin, dass die Autorin die realen physikalischen Bedingungen des Raumflugs wie beispielsweise Hyperbelbahnen berücksichtigt und das Raumschiff nicht wie in den meisten anderen vergleichbaren Abenteuern einfach mal zum Direktflug in gerader Linie beschleunigen lässt.
Nach dem vielen Lob kommt jetzt allerdings auch ein großes ABER. Die Handlung endet mitten in Michelles Wiedereintritt in die Erdatmosphäre schlagartig. Weder das weitere Schicksal der Protagonistin, die sich mittlerweile einige Feinde gemacht hat, noch irgendeine der zahlreichen sich ergebenden Fragen wird auch nur ansatzweise aufgeklärt. Der Leser erfährt leider absolut nichts über die Vorgänge, die sich hinter der besonderen Ladung verbergen. Das macht die bis dahin wirklich gute Geschichte leider größtenteils zunichte.

Fazit:
Die interessanten und gut geschriebenen Abenteuer der Pilotin des Raumschiffs FX-97 enden leider im Nichts. Eine Auflösung erfolgt nicht.

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Die Savanten – 1 – Heimkehr

Uwe Eckardt
Die Savanten – 1 – Heimkehr

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Flucht durchs Portal

Klappentext:
Nach einer schweren Kopfverletzung erwacht der achtzehnjährige Finn aus dem Koma und kann mit einem Mal beliebig große Mengen innerhalb eines Wimpernschlags erfassen. Selbst die Anzahl der Blätter eines Baumes erkennt er mühelos.
Seine unglaubliche Fähigkeit bleibt jedoch nicht lange unbemerkt und eine mysteriöse und gefährliche Frau tritt unvermittelt in sein Leben.
Sie entführt ihn kurzerhand auf eine geheimnisvolle Insel, von der es kein Entkommen zu geben scheint. Aber hier beginnt Finns Reise erst, die ihn und seine neuen Freunde in eine umkämpfte Welt voller Magie und unglaublicher Geschöpfe führt. Auch seine Gabe scheint nicht mehr die gleiche zu sein, denn in Finn regt sich die Magie.
Eine Heimkehr bleibt jedoch ungewiss…

Rezension:
Nachdem Finn zusammengeschlagen wurde, entwickelt er plötzlich ein besonderes Verständnis für Zahlen. Lange kann er sich daran jedoch nicht erfreuen, denn er wird gerade wegen dieser Fähigkeit entführt. Auf einer einsamen Insel trifft er auf andere mit besonderen Begabungen, die im Auftrag eines nicht gerade zimperlichen Milliardärs von skrupellosen Wissenschaftlern erforscht werden sollen. Doch ihnen gelingt die Flucht – in eine Paralleldimension, in der Magie real existiert.
Was als SciFi-Thriller beginnt, wandelt sich nach dem Wechsel in die andere Dimension zu einem spannenden Fantasy-Abenteuer. Dieser Wechsel des Genres erfolgt recht abrupt, was die Geschichte ab dieser Stelle fast wie ein anderes Buch wirken lässt. So kann einen Leser, der dieses Buch nach Lesen des Klappentextes in Erwartung einer Urban-Fantasy-Geschichte liest, der Anfang schon etwas verwirren. Letztere nimmt jedoch den weitaus größten Tel der Handlung ein, womit die Erwartungshaltung dann doch befriedigt wird.
Während die anfängliche Vorstellung des Protagonisten noch etwas holprig wirkt, liest sich das eigentliche Abenteuer dann deutlich flüssiger. Der Autor Uwe Eckardt bringt bekannte Fantasywesen auf eine schlüssige Weise in die dargestellte (Parallel-)Welt ein. Man kann es sogar so ausdrücken, dass diese Welt der eigentliche Ursprung unserer Sagen ist. Dabei gelingt es dem Autor, durchaus, überraschende neue Ideen einzubringen.
Nach einigen überraschenden Wendungen wird erst am Ende deutlich, dass die Abenteuer Finns und seiner Freunde noch lange nicht beendet sind. Aber keine Sorge: Nach Informationen des Autors ist die Fortsetzung bereits in Arbeit.

Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer mit SciFi- und Thriller-Elementen kann mit überzeugenden Plotideen punkten.

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Thot – Spuren aus Stein

Sven Schmidt
Thot – Spuren aus Stein

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Der große Plan

Klappentext:
Der erste Arbeitstag der Archäologin Sarah Kroeger im Tal der Könige verläuft ereignisreicher, als ihr lieb ist. In einer geheimen Höhle werden uralte Papyrusschriften gefunden, die viel älter sein müssen, als die bisher bekannte ägyptische Geschichte. Sarah und das Archäologenteam um Tom Tustra erkennen jedoch schnell, dass das Militär sowie eine unbekannte Gruppe ebenfalls Interesse an dem Fund haben. Die Ereignisse überstürzen sich und sie fliehen in die Wüste.
In einem Versteck übersetzen sie die Texte und erfahren, dass Thot der eigentliche Erbauer der Pyramiden ist. Sarah und Tom folgen den Spuren aus Stein, die vor unendlicher Zeit von den sogenannten Himmelmenschen gelegt worden sind. Sie dringen in die Geheimkammern der Pyramiden ein, wo weitere Rätsel auf sie warten.
Doch schließlich erfahren sie endlich die wahre Menschheitsgeschichte… und wie das Schicksal des Königsplaneten eine riesige Katastrophe heraufbeschwor.

Rezension:
Kaum hat Sarah ihre Promotion hinter sich, bekommt sie auch schon eine der begehrten Stellen in einem Ausgrabungsteam im ägyptischen Tal der Könige. Ihr alter Professor bringt sie sogar höchstpersönlich zum Flughafen – und gibt ihr heimlich einen dicken Umschlag mit. Kurz darauf wird er ermordet. Unmittelbar vor Sarahs Eintreffen macht ihr zukünftiges Team einen Fund, den es eigentlich nicht geben dürfte. Und plötzlich stehen Militär und andere ‚Beobachter‘ auf der Matte. Als schließlich auf das Team geschossen wird, bleibt ihnen nur noch die Flucht in die Wüste, wo zu ihrem Glück ein Waffenhändler sein Versteck hat, der dem Ausgrabungsleiter Tom noch einen Gefallen schuldig ist. Dort übersetzen sie ihren Fund – und erfahren die Wahrheit über die alte Geschichte der Menschheit. Doch damit ist das Abenteuer noch lange nicht beendet.
Was als Ausgrabungsabenteuer und Verschwörungsthriller beginnt, entwickelt sich im Laufe der Seiten zu einer ausgewachsenen SciFi-Story. Große Teile der Handlung nehmen dabei Rückblicke in eine Zeit 12500 Jahre vor dem Heute ein. Die wirklichen Zusammenhänge offenbaren sich dabei erst nach und nach. Sven Schmidt schafft es in seinem Roman, zahlreiche bekannte Forschungsergebnisse und Verschwörungstheorien zu einem überraschenden Ganzen zu verbinden. Die Pyramiden von Gizeh, die in Amerika, Atlantis, das Marsgesicht – alles spielt hier eine Rolle und steht in einem engen Zusammenhang, den Sarah, Tom und der Rest des Teams aufdecken müssen. Da verwundert es natürlich nicht, dass das Buch den Leser so sehr fesselt, dass er am liebsten bis zum Ende weiterlesen würde, ohne es aus der Hand zu legen – was er bei über 400 Seiten natürlich kaum schaffen wird. Allerdings scheinen nicht alle Leser mit dieser Mischung zurechtzukommen, wie die Bewertungen auf Amazon zeigen, wo die Meinungen zwischen 1 und 5 Sternen recht gleichmäßig verteilt sind.
Auch wenn die Rückblicke in die alte Zeit teilweise etwas gestrafft werden könnten, kann diesem Buch meiner Meinung nach eine uneingeschränkte Leseempfehlung ausgesprochen werden.

Fazit:
Dieser SciFi-Thriller fesselt ungemein. Thematisch Interessierte sollten sich dieses Buch unbedingt ansehen!

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