Eon – Das letzte Zeitalter – 1 – Die Aggregation

Sascha Vennemann
Eon – Das letzte Zeitalter – 1 – Die Aggregation

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Schatzjäger unter sich

Klappentext:
In einer weit entfernten Zukunft ist es für die Menschen einer fernen Welt nichts Ungewöhnliches, durch Dimensionsportale andere Realitäten zu erkunden. Reb Eon und sein Team aus Artefaktjägern behaupten sich seit vielen Jahren mehr schlecht als recht gegen die großen Megakonzerne, deren Sucher deutlich besser ausgerüstet sind.
Da kommt der Zufall zu Hilfe: Reb entdeckt in einer Höhle ein Meer aus Dimensionsportalen. Ein wahrer Schatz, der jedoch große Gefahren mit sich bringt. Plötzlich steht das Eon-Team im Fokus der Megakonzerne und wird zudem in das Rätsel um eine uralte Gefahr verwickelt …

Rezension:
In einer Welt, die durch zahlreiche Portale mit zahlreichen anderen verbunden ist, betreiben Vater und Sohn Eon ein mäßig erfolgreiches Artefaktsuch-Unternehmen. Wie viele andere Schatzsucher durchqueren sie die Dimensionsportale, um auf der jeweils anderen Seite Brauchbares zu finden, das sie, ohne groß nach den dortigen Eigentumsverhältnissen zu fragen, ‚bergen‘ und in ihrer Welt verkaufen. Ein übermächtiger Konzern schafft es jedoch meist, die besten Portale an sich zu bringen. Doch diesmal scheint das Glück auf ihrer Seite zu sein. Ihr Team entdeckt eine anscheinend noch unbekannte Höhle, in der sich zahllose Portale verbergen. Auf Anhieb finden sie ein Portal, auf dessen anderer Seite das Silber im wahrsten Sinn des Wortes in Massen fließt. Doch ganz so unbekannt ist die Höhle wohl doch nicht, und selbst ihre eigenen Mitarbeiter verfolgen auch ganz eigene Ziele.
„Eon – Das letzte Zeitalter“, die SciFi-Reihe um die dimensionsreisenden Schatzjäger, wurde anscheinend nach nur 5 Bänden eingestellt.* Zumindest erschien seit mehr als 3 Jahren kein weiterer Band, während die verfügbaren Bände jeweils im Abstand weniger Monate veröffentlicht wurden. Das ist durchaus bedauerlich, denn der vorliegende Band 1 erzählt eine gut lesbare und interessante Geschichte, die Lust auf das Weiterlesen macht. Das bestätigen auch die bisher veröffentlichten Rezensionen anderer Leser, die durchweg positiv ausgefallen sind. Allerdings verraten diese auch deutlich, dass die Handlung mit Band 5 keinesfalls beendet ist, drücken sie doch fast durchweg die gespannte Erwartung des folgenden, 6. Bandes aus. Leider hat es den Anschein, dass dieser nie kommen wird. Auch ich hatte mich nach Lesen dieses Bandes schon auf ein unterhaltsames Abenteuer eingestellt, bevor mir anlässlich der Erstellung dieser Rezension dieser Umstand bewusst wurde. Nun stellt sich natürlich die Frage, inwieweit es sinnvoll ist, den erschienenen Rest dieser unvollendeten Geschichte zu lesen. Die Hintergründe der interessanten Charaktere zu erforschen, würde sicher lohnen. Da aber anscheinend sehr viele Fragen mangels Fortführung offen bleiben, ist es sehr fraglich, ob das offenbar ungeplante Ende für den Leser nicht eher frustrierend ist.

Fazit:
Der vielversprechende Start in ein leider unvollendetes SciFi-Abenteuer.

*_Siehe hierzu untenstehenden Kommentar.

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Sternenfeuer

Alexandra Scherer
Sternenfeuer

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Der Glaube an den Apfel

Klappentext:
Per Arduum ad Astra
Was passiert, wenn Wissenschaftler auf die schriftlichen Überreste einer längst vergangenen Zivilisation stoßen und die Hinterlassenschaften als Heilsbotschaften interpretieren?

Rezension:
In einer post-apokalyptischen Welt finden Forscher Relikte der untergegangenen Kultur. Unverfälschte menschliche DNA wird dringend benötigt, und nach den aufgefundenen Aufzeichnungen könnte der Weg, diese zu finden, in den Weltraum führen …
Mit Alexandra Scherers „Sternenfeuer“ liegt wieder mal ein Highlight der booksnacks-Reihe vor. Nach dem (Beinahe-)Untergang der Menschheit scheinen endlich aufgefundene Daten die Erlösung zu versprechen. Und wo liegen diese ‚heiligen‘ Texte? Auf einem Artefakt, dass von einem angebissenen Apfel als heiligem Symbol geziert wird. Selten habe ich eine mit so viel Humor gewürzte Science-Fiction gelesen.

Fazit:
SciFi trifft Endzeit-Drama trifft Humor. Letzterer siegt!

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Andor – 1 – Rätsel der Vergangenheit

Dan Gronie
Andor – 1 – Rätsel der Vergangenheit

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Wer ist Andor?

Klappentext:
Nach einem Unfall hat der Redakteur Bill Clayton sein Gedächtnis verloren. Auf der Suche nach seiner wahren Vergangenheit tauchen stets neue Rätsel auf. Dabei gerät er immer tiefer in ein Netz mysteriöser Ereignisse. Der Geheimdienst beschattet ihn, und ein Fremder will ihn töten. Seine Recherchen führen ihn nach München, wo er seiner Bestimmung folgen und den Kampf gegen außerirdische Mächte aufnehmen muss.

Rezension:
Nachdem er eines Morgens aus einem Albtraum erwacht, quälen Bill immer wieder eigenartige Träume. Als sich dann jedoch auch in der Realität unerklärliche Vorfälle häufen, kommt ihm mehr und mehr der Gedanke, seine Träume könnte mehr als solche sein. Erschwerend kommt hinzu, dass Bill vor ein paar Jahren bei einem Unfall sein Gedächtnis verlor und er absolut nichts über sein Leben davor weiß. Als Redakteur einer Zeitung nutzt er die sich bietende Gelegenheit, beruflich zu den mysteriösen Vorfällen zu ermitteln. Vielleicht kann er dabei ja auch etwas über sich selbst herausfinden.
Mit „Rätsel der Vergangenheit“ präsentiert Dan Gronie den Auftaktband seiner neuen Science-Fiction-Reihe „Andor“. Im Mittelpunkt steht der britische Zeitungsredakteur Bill Clayton, der zunehmend ins Zentrum mysteriöser Ereignisse gerät, die im Zusammenhang mit seiner eigenen, ebenso mysteriösen Vergangenheit stehen könnten. Nach dem Prolog beginnt das Buch recht gemächlich. Erst nach mehreren Kapiteln nimmt die Handlung Fahrt auf, um zum Ende hin immer spannender zu werden. Dann ist es aber auch schon zu Ende, ohne wirkliche Antworten zu liefern. Für diese muss sich der Leser wohl oder übel auf die folgenden Bände vertrösten.
Die vom Protagonisten in der 1. Person erzählte Geschichte verwirrt anfangs stellenweise, weil der Leser genau wie Bill selbst nicht immer weiß, was Traum und was Wirklichkeit ist. Mit Fortschreiten der Handlung gewöhnt man sich jedoch zunehmend an diesen Stil, der einen dann immer mehr fesselt. Gemeinsam mit dem Helden der Geschichte fängt der Leser langsam an, die Zusammenhände zu erahnen. Dabei ist letzterer bedingt durch die Kenntnis des Prologs gegenüber Bill etwas im Vorteil. Inwieweit diese Ahnungen sich als wahr herausstellen, muss sich natürlich in den kommenden Bänden zeigen.
Nicht verschwiegen werden soll, dass die Handlung an ein paar kleineren Unlogiken krankt, die sich nicht aus den Mysterien der Geschichte erklären lassen. Wenn ein britischer Redakteur beispielsweise in einem Londoner Café mit einem ebenfalls britischen Detektiv über dessen Honorar verhandelt und dabei ausschließlich die Währung Euro zur Sprache kommt, wirkt das auf den Leser zumindest verwirrend.

Fazit:
Genre-Fans werden von dieser Science-Fiction-Thriller-Reihe sicher nicht enttäuscht werden.

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Die Wächter des Wissens – 1 – Die Anomalie in der Finsternis

David Reimer
Die Wächter des Wissens – 1 – Die Anomalie in der Finsternis

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Die Reise zum Jupiter

Klappentext:
„Fast jeder erwachsene Mann hatte als kleiner Junge den Traum Astronaut zu werden, zu den Sternen zu fliegen und Abenteuer zu erleben.“
Gemeinsam mit seiner besten Freundin Lucy verfolgt Leonard diesen Traum bis heute, den Kosmos zu bereisen, ihn zu erforschen und die Antwort auf die Frage zu finden: Sind wir alleine da draußen? Kurz nachdem er seine Doktorarbeit abgeschlossen hat, erhält er dank seines Vaters die Chance, mit Lucy bei der ESA die Ankunft der New Horizons Sonde am Pluto live mit zu verfolgen. Eine Woche später ändert sich ihr Leben grundlegend und ein aufregendes Abenteuer beginnt. Gibt es Leben in den Tiefen des Universums? Wo wird ihre Reise sie hinführen?

Rezension:
Mit Ende 20 hat Leonard eines seiner Lebensziele erreicht. Mit abgeschlossenem Studium und erfolgreicher Promotion kann er sich auf die Suche nach einem interessanten Job machen. Sein Traum wäre eine Karriere als ESA-Astronaut. Die Tatsache, dass sein Vater dort eine leitende Position innehat, könnte dabei natürlich hilfreich sein. Noch besser wäre es natürlich, wenn dort auch eine Stelle für seine alte Freundin Lucy, mit der er gemeinsam Schule und Studium absolviert hat, frei wäre. Alles kommt jedoch etwas anders. Ehe sie es sich versehen, sind Leonard und Lucy Bestandteil eines streng geheimen Projektes, von dem die Welt nichts wissen darf.
Ein SciFi-Abenteuer, das sich (zumindest anfänglich) nah an die derzeitige reale Raumfahrt anlehnt, ist sicher als relativ außergewöhnlicher Beitrag zu diesem Genre zu werten, auch wenn diese Nähe logischerweise im Verlauf der Handlung aufgegeben werden muss. Leider vergibt der Autor, David Reimer, einige Chancen dieser interessanten Idee, indem er speziell zu Beginn der Geschichte viel zu ausschweifend in Nebensächlichkeiten wie extrem detaillierte Beschreibungen von Räumlichkeiten und ähnlichem abgleitet. So vergeht ein erheblicher Teil des Buches, bevor Leonard und seine Kollegen zu ihrer abenteuerlichen Reise ins All aufbrechen. Dass dort vieles nicht wie geplant läuft, muss wohl nicht erwähnt werden.
Neben den bereits erwähnten Abschweifungen muss man dem Buch leider auch ein fehlendes Lektorat vorwerfen, was besonders an einem wilden Wechsel durch die Zeitformen zu bemerken ist. Auch der Grund, wieso die Mission dermaßen geheim gehalten werden muss, erschließt sich dem Leser nicht. In allen diesen Punkten wäre eine Nachbearbeitung wünschenswert. Zumindest bei der zu erwartenden Fortsetzung sollte der Autor auf diese Punkte achten. Dann könnte Leonards interessantes Weltraumabenteuer durchaus das Gefallen eines weiteren Leserkreises wecken.

Fazit:
Eine interessante Idee für ein relativ realitätsnahes SciFi-Abenteuer, die in der praktischen Umsetzung jedoch etwas verbesserungsfähig wäre.

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Die Saat des weißen Drachen (Gesamtausgabe Die Savanten)

Uwe Eckardt
Die Saat des weißen Drachen (Gesamtausgabe Die Savanten)

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Von Computern zu Drachen

Klappentext:
Hast du dich schon mal gefragt, woher die Märchen und Legenden über Drachen, Trolle und all die anderen sagenhaften Geschöpfe eigentlich kommen?
Was wäre, wenn sie nicht nur der Fantasie der Geschichtenerzähler vergangener Zeiten entsprungen sind?
Was, wenn uns nur ein dünner Schleier von einer magischen Welt voller wundersamer Wesen trennt?
Hättest du den Mut, ihn zu zerreißen?
Um sein Leben zu retten, bleibt Finn keine Wahl. Er muss den Sprung durch den Schleier wagen und stolpert sogleich in ein turbulentes Abenteuer, von dessen Ausgang nicht weniger als die Zukunft einer ganzen Welt abhängt. Und als ob das nicht schon genug wäre, muss er sich auch noch mit den magischen Kräften auseinandersetzen, die überraschend in seinem Inneren erwachen. Ganz zu schweigen von dem weißen Drachen, der für seine Hilfe eine sonderbare Gegenleistung erwartet …

Rezension:
Nachdem Finn zusammengeschlagen wurde, entwickelt er plötzlich ein besonderes Verständnis für Zahlen. Lange kann er sich daran jedoch nicht erfreuen, denn er wird gerade wegen dieser Fähigkeit entführt. Auf einer einsamen Insel trifft er auf andere mit besonderen Begabungen, die im Auftrag eines nicht gerade zimperlichen Milliardärs von skrupellosen Wissenschaftlern erforscht werden sollen. Doch ihnen gelingt die Flucht in eine Paralleldimension, in der Magie real existiert. Hier geraten sie in Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Völkern und Wesen, in denen Drachen eine entscheidende Rolle zu spielen scheinen.
Was als SciFi-Thriller beginnt, wandelt sich nach dem Wechsel in die andere Dimension zu einem spannenden Fantasy-Abenteuer. Dieser Wechsel des Genres erfolgt recht abrupt, was die Geschichte ab dieser Stelle fast wie ein anderes Buch wirken lässt. So kann einem Leser, der dieses Buch nach Lesen des Klappentextes in Erwartung einer Urban-Fantasy-Geschichte liest, der Anfang schon etwas verwirren. Letztere nimmt jedoch den weitaus größten Tel der Handlung ein, womit die Erwartungshaltung dann doch befriedigt wird.
Während die anfängliche Vorstellung des Protagonisten noch etwas holprig wirkt, liest sich das eigentliche Abenteuer dann deutlich flüssiger. Der Autor Uwe Eckardt bringt bekannte Fantasywesen auf eine schlüssige Weise in die dargestellte (Parallel-)Welt ein. Man kann es sogar so ausdrücken, dass diese Welt der eigentliche Ursprung unserer Sagen ist. Dabei gelingt es dem Autor, durchaus, überraschende neue Ideen einzubringen.
Während Uwe Eckardt den Fokus zu Beginn ganz auf Finn konzentriert, wird dem Leser das Geschehen später aus der Sicht wechselnder Protagonisten erzählt. Durch den Trick, die Teilhandlungen aus wechselnder Perspektive zu betrachten, fällt das Geschehen recht komplex aus, führt aber erwartungsgemäß zu einem Finale, in dem sich alle Handlungsstränge wieder vereinen. Leider kommt das Ende dann relativ abrupt daher, und die Handlung der Reihe wird mit einem in der Zukunft angesiedelten Epilog abgeschlossen.

Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer mit SciFi- und Thriller-Elementen kann mit überzeugenden Plotideen und überraschenden Wendungen punkten.

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Der letzte Turm vor dem Niemandsland

Micahel Schmidt (Hrsg.)
Der letzte Turm vor dem Niemandsland

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Ein bunter Phantastik-Mix

Klappentext:
Fantasyguide – das Crossoverzine – steht für Abwechslung. Die dritte Anthologie bietet sechzehn Geschichten aus sechs Genres. Ob humorvoll oder spannend, düster oder sozialkritisch, in jedem Fall unterhaltsam.
Nur die Geschichte zählt.
Das Titelbild stammt von Detlef Klewer.
Herausgeber und Verleger haben sich gemeinschaftlich entschieden, die Veröffentlichung dieser Anthologie dem Gedenken an Christian Weis (1966-2017), der mit einer seiner letzten Geschichtenveröffentlichungen vertreten ist, zu widmen.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Uwe Hermann: Der letzte Turm vor dem Niemandsland
Andreas Fieberg: Ein begründeter Verdacht
Susanne Schnitzler: Unkenrufe
Ralf Steinberg: Verführerische Düfte. Eine Saramee-Geschichte
Lisanne Surborg: Die Puppe mit dem blauen Kleid
Achim Hildebrand: Froschzauber
Diane Dirt: Meister Shini
Andreas Flögel: Im Dienst des Wardens
Christel Scheja: Der Mitternachtsstern
Xander Morus: Das Grab am Canyon
Christian Weis: Neu-Eden
Ellen Norten: Der Sieg der Couch-Potatos
Torsten Scheib: Erntezeit
Michael Schmidt: Aton
Sven Klöpping: Der Mehrwert der Erinnerungen
Karin Reddemann: Marthe stirbt nicht
Fantasy, Horror und SciFi – in dieser unter dem Dach von Fantasyguide.de herausgegebenen Anthologie sind alle Teilgebiete der Phantastik vertreten. Die Bandbreite ist auffallend weit gedehnt und reicht von Horror im Western-Ambiente („Das Grab am Canyon“) über klassische Fantasy (z.B. „Der Mitternachtsstern“), welche zum Teil eine typische Heldenreise beinhaltet („Der letzte Turm vor dem Niemandsland“), und einen Superhelden („Im Dienst des Wardens“) bis hin zu SciFi mit einem Hauch Gesellschaftskritik („Neu-Eden“, „Ein begründeter Verdacht“). Die Grundstimmung variiert von locker-flockig bis düster. Allerdings ist das Qualitätsniveau ähnlich weit gefächert, wobei es meinem persönlichen Geschmack geschuldet sein könnte, dass mich insbesondere mehrere Fantasy-Geschichten überzeugen konnten.
Zu den Stories, die mich besonders in ihren Bann ziehen konnten, gehören beispielsweise „Froschzauber“ und „Der Mitternachtsstern“. Bei beiden handelt es sich um Fantasy-Stoffe klassischer Prägung, die trotz ihres Kurzgeschichten-Charakters jeweils eine (weitgehend) abgeschlossene Geschichte erzählen. Doch auch das Fantasy-SciFi-Crossover „Meister Shini“ (das durchaus den Epilog einer deutlich umfangreicheren Geschichte darstellen könnte) und die reine SciFi-Story „Der Sieg der Couch-Potatos“ gehören zu den Höhepunkten dieser Anthologie.

Fazit:
Eine bunte Mischung aller Bereiche der Phantastik mit leider auch recht durchmischtem Qualitätsniveau.

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Paper Girls Volume 1

Brian K. Vaughan
Paper Girls Volume 1

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Eindringlinge

Klappentext:
From Brian K. Vaughan, #1 New York Times bestselling writer of SAGA, and Cliff Chiang, legendary artist of WONDER WOMAN, comes the first volume of an all-new ongoing adventure.
In the early hours after Halloween of 1988, four 12-year-old newspaper delivery girls uncover the most important story of all time. Suburban drama and otherworldly mysteries collide in this smash-hit series about nostalgia, first jobs, and the last days of childhood.

Rezension:
12-jährige Mädchen fahren in der frühmorgendlichen Dunkelheit Zeitungen aus. Als sie dabei Streit mit ein paar älteren Jungen bekommen, wird ihnen ein Walkie-Talkie gestohlen. Das wollen sie sich natürlich zurückholen – schon der Ehre wegen, aber natürlich auch, weil es nicht gerade billig war. Doch als sie glauben, das Versteck der Jungen gefunden zu haben, finden sie stattdessen ein eigenartiges Gerät, dass außerirdisch aussieht. Schlimmer noch: Als sie den Dieb dann doch noch finden, wirkt der auch nicht gerade menschlich.
Ich muss zugeben, dass ich schon längere Zeit kein Comic mehr in der Hand hatte. Allerdings muss ich sagen, dass mich dieser spontan überzeugen konnte. Aus einer Alltagsszene, wie man sie aus US-amerikanischen TV-Serien kennt, entwickelt sich innerhalb weniger Seiten eine fesselnde Geschichte.
Zunächst wirkt manches verwirrend, doch muss man natürlich beachten, dass die Handlung im Jahr 1988 angesiedelt ist und somit manche heute selbstverständliche technische Errungenschaft fehlt. Die Protagonistinnen wirken in der Handlung allerdings deutlich älter als die genannten 12 Jahre.
Stilistisch fällt auf, dass die einzelnen Zeichnungen sehr zurückhaltend koloriert, teilweise schon fast monochrom sind. Teilweise kann man das natürlich damit erklären, dass die entsprechenden Szenen in der Dunkelheit beziehungsweise Dämmerung stattfinden, jedoch tritt die zurückhaltende Farbigkeit auch dann auf, wenn der Handlungsort sich in einer eigentlich gut ausgeleuchteten Umgebung befindet.

Fazit:
Nach einer langen Comic-Abstinenz könnten die Paper Girls eine (Wieder-)Einstiegsdroge darstellen.

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Nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt

Thomas Kowa
Nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt

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Ein Schweizer führt durchs Weltall

Klappentext:
Was wäre wenn
Wollten Sie nicht schon immer die Welt fremder Planeten erkunden, aber ohne siebenjährigen Permanentschlaf, ohne schießwütige Aliens und ohne die nervige Schwerelosigkeit? Was, Sie finden Schwerelosigkeit toll? Haben Sie schon mal versucht, im All in eine reife Tomate zu beißen? Ich sag Ihnen, das ist eine Riesensauerei! Also bleiben Sie besser daheim und lesen meinen kleinen Reiseführer für andere Welten … Und nicht vergessen, nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt links.

Rezension:
Enthaltene Kurzgeschichten:
Wer beamen kann, ist klar im Vorteil
Schweizer im Weltall
Paarinstabilitätssupernova
Nahezu unendliches Leben
Der Zeitreisende
Das putzige Land
Die oberen Zehntausend
Tierliebe
Im Frauengefängnis
1954
Ungewöhnlich für die booksnacks-Reihe sind hier gleich 10 recht unterschiedliche Kurzgeschichten Thomas Kowas in einer persönlichen Anthologie vereint. Anders als der Titel vermuten lassen könnte, handelt es sich dabei keinesfalls ausschließlich um SciFi. Was jedoch alle eint, ist der Sarkasmus, mit dem die Themen angegangen werden. Auch satirische Elemente sind nicht abstreitbar.
Ein paar der Geschichten kannte ich bereits von ihrer Solo-Veröffentlichung als booksnack. Daher wunderte es mich auch bei den anderen Beiträgen nicht, dass sie ausnahmslos ganz anders enden, als man am Anfang vermuten könnte. Gerade dieser Überraschungseffekt macht jedoch zusammen mit dem Humor das Besondere an den Kurzgeschichten des Autors aus. Gewisse Anspielungen auf Missstände des realen Lebens sind dabei mit Sicherheit nicht unbeabsichtigt.

Fazit:
Freunden des skurrilen Humors kann man diese kleine Kurzgeschichtensammlung empfehlen.

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12 – Die Akademie der Zeit

J. F. Sebastian
12 – Die Akademie der Zeit

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Flucht aus der 7

Klappentext:
„Du bist nicht hier geboren. Nicht hier in dieser Stadt, nicht hier in diesem Land, nicht hier in dieser Welt.“
Das musste Daniel erst einmal verdauen.
Von einer Sekunde auf die andere ändert sich das Leben des 13-jährigen Daniel. Er lernt ein Mädchen kennen, wird von einem mysteriösen Fremden verfolgt, erfährt ein unglaubliches Geheimnis über seine Familie und muss schmerzhaft feststellen, dass es mehr als nur eine Welt gibt.
Mit „12 – Die Akademie der Zeit“ liefert Autor J. F. Sebastian den Auftakt zu einer fantasievollen Jugendbuch-Trilogie rund um Familie, Freundschaft und die Zeit.

Rezension:
Seit dem Tod seiner Eltern, an die er sich kaum erinnern kann, lebt Daniel bei seinem Großvater. In der Schule ist er nicht sonderlich beliebt, und wirkliche Freunde hat er nicht. Um so überraschender ist es für ihn, als unerwartet ein Mädchen Kontakt zu ihm sucht. Noch während er mit diesem spricht, fällt ihm jedoch auf, dass ein mysteriöser Fremder ihn zu beobachten scheint. Auf dem Heimweg bestätigt sich diese Feststellung, denn der Fremde verfolgt ihn. Mit Mühe schafft er es zu seinem Großvater, aber was er dort erfährt, stellt alles, was Daniel bisher zu wissen glaubte, auf den Kopf. Sein Opa und er selbst stammen nicht von der Erde – und sie sind in ernster Gefahr. Daniel muss eilig von der Erde, der 7. der 12 bewohnten Welten, fliehen.
Fantasy oder eher SciFi – diese Frage ist bei J. F. Sebastians Jugend-Abenteuer nicht so leicht zu beantworten. Auch wenn das Reisen zwischen verschiedenen Planeten eher an SciFi erinnert und es auf Daniels Heimatwelt, der 12, dem Entwicklungsstand der Erde weit überlegene Energienutzungsformen gibt, steht zumindest in diesem Band doch das Fantasy-Element im Vordergrund. So reist man zwischen den Welten nicht etwa mit Raumschiffen oder anderer Technologie, sondern per Magie. Und genau diese soll auch Daniel an der Akademie der Zeit erlernen, denn er ist – wie er erst jetzt erfährt – der Nachkomme einer traditionellen Salier-Dynastie.
Der Autor kombiniert in diesem Jugend-Fantasy-Abenteuer verschiedene Elemente, die dem Genre-erfahrenem Leser in ähnlicher Form schon hier und da begegnet sind, geschickt zu einem überzeugenden neuen Mix. Zusammen mit dem Protagonisten muss der Leser die andere Welt und das Leben an der Akademie erst kennenlernen. Leider wird das Umfeld dabei etwas stiefmütterlich behandelt, lernt man außer Daniels neuem Freund Abay doch keinen einzigen seiner Mitschüler kennen. Trotz derartiger kleinerer Schwächen nimmt das Buch den Leser gefangen. Nach dem Cliffhanger am Ende kann man nur hoffen, bald zu erfahren, wie es weitergeht.

Fazit:
Dieses jugendliche Fantasy-Abenteuer mit SciFi-Touch eröffnet genügend Potential für den Rest der Trilogie.

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Die Novae Experimente – Elmsfire

Adrian MB
Die Novae Experimente – Elmsfire

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Die andere Art

Klappentext:
Als die Studentin Clarra eines Nachts eine Begegnung mit einem übernatürlichen Wesen hat, gerät sie in ein schier unglaubliches Abenteuer der ganz besonderen Art.

Rezension:
Als in den Medien Berichte vom Überfall anscheinend übernatürlicher Wesen auftauchen, hält Clarra das zunächst für Blödsinn. Als sie sich jedoch entschließt, noch einen abendlichen Spaziergang durch den Uni-Campus zu unternehmen, trifft sie auf einen Mann, den irgendetwas unnatürliches umgibt. Kurz darauf wird er von Kämpfern in schwarzer Tarnkleidung angegriffen. Bevor er stirbt, kann er Clarra noch eine Akte übergeben, mit der es dieser gelingt zu fliehen. Wie sich herausstellt, hat die US-Regierung diese Wesen mit besonderen Fähigkeiten einst gentechnisch geschaffen und versucht nun alles, die Kontrolle über ihre Schöpfung zu erlangen. Und Clarra mit der Akte, in der sich vermutlich die Regierung belastendes Material befindet, steht ganz weit oben auf der Abschussliste.
Mit diesem Buch ist dem Autor, der sich hinter dem Pseudonym Adrian MB verbirgt, ein von Anfang bis Ende fesselnder Fantasy-Thriller gelungen. Aus der wechselnden Sicht Clarras, des Chefs der CNA, der eilig zur Überwachung der Novae, wie diese Wesen genannt werden, geschaffenen Regierungsbehörde, einer Polizistin sowie verschiedener Novae verfolgt der Roman die sich überstürzenden Ereignisse über einen lediglich einige Tage umfassenden Zeitraum. Schnell wird klar, dass die Novae trotz ihrer sehr verschiedenen ‚übermenschlichen‘ Fähigkeiten charakterlich genau so unterschiedlich wie die Menschen sind. Wird es Clarra gelingen, den Skandal öffentlich zu machen? Kann sie den Novae, die sich ihr offenbaren, mehr trauen als der CNA?
Leider gibt es an diesem hochspannenden Buch auch Schattenseiten, wobei dieser nicht inhaltlicher, sondern handwerklicher Art sind. Die Kommata hat der Autor anscheinend nach dem Zufallsprinzip im Text verteilt. Dazu kommen zahlreiche Absatzumbrüche mitten im Satz, manchmal sogar mitten in einem Wort. Es ist schade, dass dieses ansonsten sehr gelungene Werk durch derartige Nachlässigkeiten verschandelt wird. Vielleicht kann sie der Autor ja zu einer entsprechenden Nachbesserung überwinden?

Fazit:
Höchst interessanter Fantasy-Thriller, der alle Fans der X-Files und ähnlichem begeistern dürfte – jedoch handwerklich verbesserungswürdig.

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