Planspiel Beta-Atlantis – 4 – Ethleticon

Hedy Loewe
Planspiel Beta-Atlantis – 4 – Ethleticon

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Das Urteil

Klappentext:

Die hinterhältigen Machenschaften des Generals bedrohen die Exis­tenz der Wasser­wesen und ihrer fas­zinieren­den Unter­wasser­welt. Ohne Rück­sicht auf seine lebens­gefähr­liche Ver­letzung kämpft Skye mit allen Mitteln gemein­sam mit der Bruder­schaft der Moorii um den Frie­den auf Beta-Atlan­tis. Den Ver­bünde­ten bleibt nicht mehr viel Zeit, denn der Tag der gro­ßen Ent­schei­dung rückt näher, und immer mehr Wasser­wesen ent­schei­den sich dafür, die Men­schen aus­zu­löschen. Die Freunde müs­sen alles daran setzen, die Wasser­wesen beim großen Gericht von den guten Absich­ten der Men­schen zu über­zeu­gen. Doch wie soll das gehen, auf dem Grund des Meeres? Auf dem Eis­konti­nent Ethle­ticon wird sich nicht nur das Schick­sal der Bru­der­schaft ent­schei­den. Skye und Juniya steht eine gewal­tige Prü­fung bevor …

Rezension:

Die Menschen sehen sich mit den Beschuldigungen der Wasser­wesen kon­fron­tiert, doch auch unter ihnen herrscht eine sich zuneh­mend ver­schär­fende Uneinig­keit. Speziell der Rote Vadim und Ambiela bringen sie bei den Ein­woh­nern des Pla­neten weiter in Miss­kredit. Wie wird das Urteil über die Men­schen lauten? Aber auch der Game­master ent­schließt sich letzt­end­lich, persön­lich ins Spiel, das schon lange keins mehr ist, ein­zu­greifen.

Das ist er also, der abschließende Band aus Hedy Loewes ursprüng­lich als Tri­logie ange­legter Tetra­logie „Plan­spiel Beta-Atlan­tis“. Nach­dem sich die Lage über die Bände hin­weg immer weiter ver­schärfte und die Zuspit­zung bereits in Band 3 („Die Blut­fes­tung“) deut­lich erkenn­bar war, kommt jetzt erwar­tungs­gemäß die finale … ja was? Aus­ein­ander­setzung? Klä­rung? Aus­sprache? Oder sogar der finale Frie­dens­schluss? Genau diese Frage ist es natür­lich, die diesen Band aus­macht. Eines kann ich jedoch ver­raten: Die Reihe findet hier einen wür­digen Abschluss und ein­deuti­gen Höhe­punkt. Neu­ein­stei­gern muss jedoch unbe­dingt empfoh­len wer­den, die 4 Bände der Reihe nach zu lesen.

Die aus den Vor­gäng­ern gewohn­ten Stil­ele­mente wer­den im Finale selbst­ver­ständ­lich bei­behal­ten.

Fazit:

Im letzten Band findet dieser außergewöhnliche Genre-Mix aus See­fahrer­aben­teuer, Fan­tasy und SciFi seinen wür­digen Abschluss.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Planspiel Beta-Atlantis – 3 – Die Blutfestung

Hedy Loewe
Planspiel Beta-Atlantis – 3 – Die Blutfestung

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Die Jungfrau in Not

Klappentext:

Kann Juniya dem Psychopathen Vadim Smalov noch entkom­men? In dessen Blut­fes­tung auf der Insel Alba­trasca schwebt sie in höchs­ter Gefahr. Der Rote Vadim regiert mit grau­samer Bruta­lität, die er nicht nur an den eige­nen Leuten, son­dern auch an den Wasser­wesen aus­lässt. Juniyas Erz­fein­din Ambiela ver­bün­det sich mit Abweich­lern der Wasser­wesen und setzt alles daran, Juniya zu ermor­den. Skye und die Männer der Quick­silver müs­sen sich den Weg nach Alba­trasca hart erkämpfen, immer wieder kreu­zen schwer bewaff­nete Händ­ler­schiffe ihre Route. Wäh­rend Cliff mit Yphemi alles ver­sucht, um die zuneh­mend auf­ge­brach­ten Wasser­wesen zu besänf­tigen, rinnt Viverrin und Skye die Zeit davon. Wer­den sie die Blut­fes­tung recht­zeitig vor der gro­ßen Katas­trophe erreichen?

Rezension:

Juniya befindet sich in Händen des Roten Vadim, der sie zur Hoch­zeit zwin­gen will. Ambielas oberste Prio­rität ist es dage­gen, Juniya zu töten. Während­dessen ver­suchen der Admi­ral und seine Leute, die Ichtyos von ihrem guten Willen zu über­zeu­gen. Gleich­zeitig müs­sen sie sich aber gegen die als Händ­ler auf­tre­ten­den Men­schen zur Wehr setzen, was immer weni­ger mit fried­lichen Mit­teln gelingt. Den meis­ten Ein­heimi­schen ist aller­dings noch gar nicht klar, dass es auch unter ihnen Ver­räter gibt.

Wenn man Pflanzen gut düngt, vermehren sie sich. Das hat mir zumin­dest mal jemand gesagt. Falls das auch für Buch­reihen gilt, muss Hedy Loewe ihr „Plan­spiel Beta-Atlan­tis“ gut gedüngt haben, denn die ursprüng­lich geplante Tri­logie ist zu einer Tetra­logie ange­wach­sen. Mit anderen Wor­ten: Mit dem vor­liegen­den 3. Band ist die Geschichte noch nicht an ihrem Ende ange­langt. Statt­dessen geht es nach wie vor an allen Fron­ten rund. Die Beweg­gründe der unter­schied­lichen Draht­zieher wer­den zwar lang­sam zumin­dest erahn­bar, Klar­heit besteht aber noch lange nicht. Der sich schon in Band 2 („Quick­silver“) stei­gern­der Span­nungs­bogen gewinnt an zusätz­licher Action. Wie sich das alles im abschlie­ßen­den Band ent­wirren lässt, ist kaum vor­her­zu­sehen. Dass es am Ende für die wich­tigs­ten Prota­gonis­ten gut aus­geht, dürfte bei einer Geschichte dieser Mach­art aller­dings zu erwar­ten sein.

Wie schon gewohnt wechselt die Autorin ständig zwischen einer gan­zen Anzahl an Charak­teren hin und her. Auf das Finale (das zeit­gleich mit die­sem Band ver­öffent­licht wurde) darf man gespannt sein.

Fazit:

Der außergewöhnliche Genre-Mix aus Seefahrerabenteuer, Fantasy und SciFi nimmt weiter an Fahrt auf.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Laim-Saga – 1 – Verliebt in einen fremden Gott

Aybiline I. Dahlson
Laim-Saga – 1 – Verliebt in einen fremden Gott

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Den Gehilfen im Kopf

Klappentext:

„Die Einzige, die nicht weiß, dass sie eine Göttin ist, ist die Gott­heit selbst.“

Mein Leben ist ganz normal. Zwei Wochen vor der Hochzeit erwischte ich meinen Zukünf­tigen mit einer Freundin im Bett – soll vor­kom­men. Einige Monate danach werde ich von Aliens ent­führt – damit muss man leben.

Seit dem geht es nur bergauf! Heute bin ich Königin, kapere gelegent­lich Raum­schiffe und bringe Aliens bei, dass man mit uns Erd-Frauen nicht herum­springen kann. Alle meine 7 Unter­tanen sind mir treu ergeben. Mein Reich ist ein kaput­tes Raum­schiff und das mäch­tigste Imperium der Galaxie will meinen Kopf.

Apropos Kopf, in meinem Gehirn lebt eine KI, Eric. Ja die KI ist ein Mann und ein Schatz. Wir teilen alles, auch das Bett. Ich habe mich damit abge­funden, eine Affäre mit eben dieser KI zu haben. Schlim­mer noch, Eric ist der unglaub­lichste Lieb­haber, den man sich vor­stellen kann. Unan­genehm ist nur, dieser per­fekte Lover, schläft auch mit meiner klei­nen Schwes­ter! Um das Dilem­ma abzu­runden, habe ich mich jetzt über beide Ohren in einen Alien verliebt.

Alles ganz normal.

Alisia – Herrscherin von Lyridis.

Rezension:

Alicia und Beatrice lebten an der amerikanischen West­küste – bis sie von Aliens ent­führt wurden. Diese Eva­lani haben fest­gestellt, dass die Men­schen eine große Ähn­lich­keit zu Toi-Toi haben, deren Frauen als Skla­ven sehr begehrt sind. Schnell findet sich auch ein Käufer für die jungen Men­schen-Frauen; ein Vudari-Gene­ral, der seine neuen Skla­vin­nen für seine gehei­men Pläne gut gebrau­chen kann. Ver­sehent­lich wird Alicia jedoch eine hoch ent­wickelte KI ins Gehirn einge­pflanzt, die sich mit ihr ver­bündet. Dass erhöht Alicias Chan­cen, sich gegen ihre ‚Besitzer‘ zu behaup­ten enorm. Dumm nur, dass die KI namens Eric männ­lich ist – und beide sich ver­lieben.

Dass Aybiline I. Dahlsons Weltraum-Abenteuer keine Science-Fiction-Story von der Stange ist, dürfte an dieser Stelle schon klar sein. Aber keine Angst: Auch wenn Titel und Klap­pen­text das glauben lassen könn­ten, ist dieses Buch weder Liebes­schnulze noch Sex-Geschichte. Der Schwer­punkt liegt ein­deu­tig auf einem humor­vollen Science-Fiction-Aben­teuer. Und das Beste ist: Es ist nur der 1. Band einer Reihe, in der bereits 9 Bände erschie­nen sind. Das erklärt natür­lich auch, dass am Ende dieses Bandes noch einige Fragen unbe­ant­wortet sind. Wieso ähneln sich Aus­sehen und DNA von Men­schen und Toi-Toi bei­spiels­weise so sehr? Aber das wird der Leser in den kom­men­den Bänden bestimmt noch erfah­ren.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus Sicht ihrer Haupt­prota­gonis­tin Alicia, die sie auch als Ich-Erzäh­lerin auf­treten lässt. Der Stil und die Sprache wirken authen­tisch für die Figur, sodass die Geschichte für die fol­gen­den Bände noch jede Menge Poten­zial bieten dürfte.

Fazit:

Das etwas andere SciFi-Abenteuer. Humor steht dabei deut­lich mehr und Romanze erheb­lich weniger im Fokus, als der Titel assoziiert.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Sternenglut – Galaxie der Abenteuer

Aybiline I. Dahlson (Hrsg.), Szosha Kramer (Hrsg.), Katharina Maier (Hrsg.)
Sternenglut – Galaxie der Abenteuer

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Rapunzels Prinz

Klappentext:

Die nächste Galaxie ist nur einen Klick entfernt!

Ein Kapitän ohne Mannschaft findet in einem Weltraum-Wrack eine hilflose Frau oder vielleicht das gefährlichste Wesen der Galaxie. Ein arktischer Wolf zieht seine Bahnen durch das All und sucht nach Antworten. Ein Cocktail-Schirmchen spiegelt sich im Visier einer Künstlichen Intelligenz. Aber warum?

Zwischen den Sternen gibt es viele Geschichten. Sieben davon haben wir aus den Tiefen des Weltalls für euch zusammengetragen. Sie stecken voller Gefahren, Geheimnisse, Romantik und Fantasie. Kommt mit uns auf Entdeckungsreise und erforscht die abenteuerlichen Welten von sieben deutschsprachigen Science-Fiction Autor*innen!

Hier erwarten euch interdimensionale Space-Tavernen, Ozeanplaneten mit Tiefe, mutige Frauen und schöne Männer, Weltraumgefechte, knallharte Verhandlungen, buntgefiederte Flughörnchen und Künstliche Intelligenzen, die unangenehme Fragen stellen.

Rezension:

Enthaltene Kurzgeschichten:
Disput – O. E. Wendt
Fester Boden – R. M. Amerein
Vergessen in den Sternen – Aybiline I. Dahlson
Mit allen Wassern gewaschen – Alexander Lenz
Sternenballade – Szosha Kramer
AMAROK – Matilda Best
Planet des Lichts – Katharina Mayer

Weltraum-Outlows treffen auf ein sagenhaftes Volk in Not, ein Weltenucher berichtet von einem märchenhaften Planeten, ein Grenzwächter im All rettet die Angehörige eines gefährlichen Volkes, eine einsame KI verbündet sich mit einem todgeweihten Mädchen – so abwechslungsreich sind die Beiträge dieser Anthologie.

Wenn die 7 in dieser Anthologie versammelten Science-Fiction-Kurzgeschichten eines gemeinsam haben, dann ist es die positive Grundstimmung. Viele kommen mit einer augenzwinkernden Grundstimmung daher, dystopische Elemente sucht man vergeblich – wobei mich letzteres definitiv nicht stört. Noch besser ist natürlich, dass fast alle Beiträge überzeugen können. Trotzdem will ich – wie immer – die herausheben, die mir besonders gefallen konnten:

Fangen wir gleich mit „Fester Boden“ von R. M. Amerein an. Eine Frau besucht zusammen mit einer befreundeten KI eine Weltraum-Taverne und trifft dort auf einen Abenteurer, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Parallelwelten zu erforschen. Die Braut, die er bei sich hat, stammt von einer dieser Parallel-Erden, wo sie einsam in einem Turm wohnte. Die Gebrüder G. lassen grüßen.

In Aybiline I. Dahlsons „Vergessen in den Sternen“ bewacht ein einsamer Grenzwächter sein Reich vor fremden Gefahren. Als er eine Frau aus den Resten eines Sklavenhändler-Raumschiffs rettet, muss er feststellen, dass diese einer als äußerst gefährlich geltenden Rasse angehört. Was soll er mit ihr anfangen?

In „Sternenballade“ lässt Szosha Kramer ein Raumschiff voller Weltraum-Outlows die Spur zu einem System finden, das als unbewohnbar gilt. Doch genau zu diesem führen die Hinweise.

Auch wenn die stilistischen Merkmale so unterschiedlich wie die Geschichten sind, hat man beim Lesen doch den Eindruck, eine Anthologie aus einem Guss vor sich zu haben, die sich zu lesen lohnt.

Fazit:

Diese Anthologie vereint Science-Fiction-Kurzgeschichten mit einem fast durchgehend positiven Grundcharakter.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Planspiel Beta-Atlantis – 2 – Quicksilver

Hedy Loewe
Planspiel Beta-Atlantis – 2 – Quicksilver

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Beziehungsgeflechte

Klappentext:

Drei mächtige Intriganten – gesteuert von Habgier und Ehrgeiz – über­ziehen die Welt der Wasser­wesen auf Beta-Atlantis mit Gewalt, Betrug und Mord. Gehen die rätsel­haften Stürme, die einer der großen Unter­wasser­städte der Wasser­wesen Tod und Ver­derben brach­ten, auch auf ihre Rech­nung? Wäh­rend Viverrin bei seinem Volk in arge Bedräng­nis gerät, weil er Juniya ein großes Geheim­nis offen­bart hat, ent­kommt Captain Skye nur knapp den nieder­trächti­gen Plänen des Gene­rals. Als Frei­beuter auf sich allein gestellt, macht er sich auf die Suche nach Juniya. Sie ist dem berüch­tigten Händ­ler­könig Vadim Smalov in die Hände gefal­len und kämpft um ihr Über­leben. Unter­stüt­zung bekom­men die beiden von einer uner­warte­ten Allianz, doch die Hilfe fordert ihren Preis … Ent­fesselte Natur­gewal­ten und eine neue, fantas­tische Unter­wasser­welt bilden das Setting für dieses span­nende und mehr als unge­wöhnliche Aben­teuer.

Rezension:

Während Skye und seine Crew zu Piraten werden, kristal­lisie­ren sich mehrere Par­teien heraus, die ihre eigenen Ziele ver­folgen. Diese betrach­ten das Ganze nicht mehr als Rollen­spiel. Alles scheint aus dem Ruder zu laufen, zumal es immer mehr reale Opfer gibt. Kön­nen sich heraus­bil­dende Allian­zen auf pri­vater Ebene das Schlimmste ver­hindern?

Im 2. Band seiner Trilogie, die sich einer Einordnung in klas­sische Genres ent­zieht, geht Hedy Loewe stärker auf die Charak­tere ein. Kriti­sierte ich in meiner Rezen­sion zu Band 1 („Die Jagd beginnt“) noch, dass dort im Klappen­text Ver­gangen­heiten der beiden Prota­gonis­ten Skye und Juniya erwähnt werden (Wissen­schaft­lerin und Ex-Soldat), von denen im Buch selbst keine Rede war, werden genau diese Aspekte der Per­sönlich­keiten jetzt näher, wenn auch weiter­hin eher am Rande the­mati­siert.

Auch wenn der Leser mittlerweile einen viel weitergehen­den Ein­blick in die Zusam­men­hänge bekommt, bleiben die Moti­vationen ver­schie­dener ‚Stören­friede‘ weiter­hin unklar. Der Action-Level steigt deut­lich an. Von einem klas­sischen ruhigen Mittel­teil einer Tri­logie kann man also defini­tiv nicht sprechen. Die Rich­tung, in der sich die Geschichte weiter­ent­wickelt, ist auch am Ende dieses Bandes noch nicht abzu­sehen.

Die Anzahl der Charaktere, zwischen denen die Autorin den Erzähl­fokus hin und her wech­seln lässt, nimmt sogar noch zu. So wird der Leser immer tiefer in die kom­plexe Hand­lung hinein­ge­zogen. Auf den Abschluss der Tri­logie, der hoffent­lich alle Fragen beant­worten wird, darf man sehr gespannt sein.

Fazit:

Die ungewöhnliche Kombination aus Seefahrerabenteuer, Fantasy und SciFi ent­wickelt sich im Mittel­teil der Tri­logie immer interes­santer.

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Die Phönix Initiative – 1 – Das Synonym der Zeit

Till Martin
Die Phönix Initiative – 1 – Das Synonym der Zeit

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Das Wissen der Götter

Klappentext:

„Die Rettung der Zukunft liegt in der Veränderung der Vergangen­heit.“

Sci-Fi meets History – Ein packendes Zeitreiseabenteuer mit Span­nung und Tief­gang.

Ein Asteroid von der Größe des Mondes rast auf die Erde zu. Doch selbst im 22. Jahr­hun­dert fehlen der Mensch­heit die Mittel, ihn aufzu­halten. Eilig ent­wickelt die neu gegrün­dete Phönix Initia­tive einen Plan zur Ret­tung des Planeten. Sechs Auser­wählte sollen in der Zeit zurück­reisen, um die Ver­gangen­heit zu ändern und den tech­nolo­gischen Fort­schritt zu beschleu­nigen. Eine von ihnen ist Mia, die in die Rolle der antiken Göttin Diana schlüpft. Gemein­sam mit ihren Mit­strei­tern muss sie die Herr­schaft im Römi­schen Reich über­nehmen. Hin und her gerissen zwischen dem not­wendi­gen Stre­ben nach Macht und ihren mora­lischen Grund­sätzen kämpft Mia ent­schlos­sen für die Rettung der Erde. Doch so­wohl in der Ver­gangen­heit als auch in der Zu­kunft bedro­hen Verrat und Sabo­tage die Mission …

„Das Synonym der Zeit“ ist ein fantastischer Genre­mix von Science-Fiction, Thriller und his­tori­schem Roman für Jung und Alt.

Humor, Hightech und Haltung bewahren Mia und ihr Götter­team in vielen brenz­ligen Situ­ationen vor dem Ver­zwei­feln. Vor allem Mias nütz­liche Gadgets und ihre schlag­fertige KI „Cassan­dra“ retten ihr ein ums andere Mal das Leben.

Dabei erschafft der Autor nicht nur eine lebensechte antike Welt voller Farben und Gerüche, son­dern kon­fron­tiert seine Prota­gonis­ten auch mit zahl­reichen Auf­gaben und interes­santen Fragen. Der Zeit­reise-Roman aus dem Sub­genre des „histori­cal fiction“ ver­bindet auf ein­malige Weise deutsche Si-Fi mit der span­nen­den Geschichte der Römer, vor dem Hinter­grund einer bedroh­lichen Dysto­pie.

Springen Sie mit Mia durch die Zeit – hinein in den ersten Band der Phönix-Tri­logie.

Rezension:

Am 27. Oktober 2134 wird ein Asteroid von der Größe des Mondes die Erde zer­stören. Dem hat die Mensch­heit nichts ent­gegen­zu­setzen. Doch einigen Visio­nären kommt ein kühner Plan. Wenn es gelingt, einige ‚Bot­schafter‘ in der Zeit zurück­zu­schicken, könnten die die tech­nische Ent­wick­lung so weit beschleu­nigen, dass die benö­tigte Tech­no­logie recht­zeitig zur Ver­fügung steht. Also werden welt­weit Kinder aus­gesucht, die nach ent­sprech­end spezia­lisierter Schul­bildung zu Zeit­reisen­den werden und als junge Erwach­sene ins Römi­sche Reich des Jahres 160 geschickt werden sollen. Ins­beson­dere religiöse Kreise stören sich aller­dings daran, dass die Zeit­reisen­den sich im alten Rom als Götter aus­geben sollen. Aller­orts ver­suchen Sabo­teure, das Vor­haben zu ver­hindern.

Dystopische Science Fiction trifft auf Zeitreise-Fantasy – so kann man Till Martins Werk wohl am tref­fends­ten beschrei­ben. In dieser auf 2 Zeit­ebenen erzähl­ten Geschichte muss man hand­lungs­tech­nisch die Ver­gangen­heit im alten Rom als erzäh­lerische Gegen­wart und das Gesche­hen im 22. Jahr­hundert als Ver­gangen­heit auf­fassen. Wäh­rend die Erleb­nisse der Zeit­reisen­den erzählt wer­den, bekommt der Leser die Geschichte, wie es dazu kam, näm­lich paral­lel erzählt. So lernt der Leser die Haupt­prota­gonis­tin Mia als kleines Kind kennen, dessen Eltern sich in Anbe­tracht des sich nähern­den Astero­iden schon aufge­geben haben. In immer wieder einge­streu­ten ‚Rück­blicken‘ wird Mia über ihre Auf­nahme­prüfung bei der Phönix Initia­tive und die Schwierig­keiten der Schul­zeit bis zu ihrer Aus­wahl ins ‚Götter‘-Team beglei­tet, wäh­rend man im histo­rischen Haupt­hand­lungs­strang ihre Ankunft in der Antike ver­folgt, wo sie als die Göttin Diana auf­tritt. Die Tat­sache, dass auch Mit­arbei­ter und Schüler der Initia­tive zu Grup­pierungen gehören, die den Erfolg der Zeit­reise ver­hindern wollen, schwingt auch für den Leser immer das Miss­trauen mit, wer zu ‚den Bösen‘ gehört. Wäh­rend die Geschichte im 2. Jahr­hun­dert über­wiegend aus Mias Sicht erzählt wird, werden die Ereig­nisse des 22. Jahr­hun­derts meist aus der Per­spek­tive des Sport­lehrers Henry wieder­gegeben. Doch gibt es immer wieder Kapitel, die auch aus Sicht anderer Charak­tere erzählt werden. Gerade der Wechsel zwi­schen den Zeiten und den in beiden Hand­lungs­strängen immer wieder thema­tisierten Sabo­tagen hält die Span­nung bestän­dig auf einem hohen Level. Da die zeit­reisen­den Charak­tere sich gegen­seitig nur mit ihren Götter­namen anreden, wird erst lang­sam deut­lich, welcher der Jugend­lichen aus der Zeit der Aus­bil­dung zu wel­chem Gott gewor­den ist. Auch wenn die größ­ten Zweifel am Ende dieses Bandes ausge­räumt zu sein schei­nen, bleibt der eigent­liche Erfolg der Mission noch offen.

Dem Autor gelingt es mit dieser auch stilistisch über­zeugen­den Geschichte, so­wohl der dysto­pischen Science Fiction als auch dem Genre der Zeit­reise-Fan­tasy neue Aspekte abzu­ge­winnen. Auf die Fort­setz­ung(en) darf man defin­itiv gespannt sein!

Fazit:

Vom 22. Jahrhundert ins alte Rom – ein spannendes Zeit­reisea­ben­teuer mit zahl­reichen Ver­schwörungs­elementen und über­zeugen­den Charak­teren.

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Science fiction Stories II

Galax Acheronian
Science fiction Stories II

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Der Kampf der Ti-Men

Klappentext:

Galax Acheronian hat ein Problem: Er kann sich nicht kurz fassen. Aus jeder Idee, die einmal eine Kurz­geschichte werden sollte, wurde in der Regel eine Novelle. Dass dies lohnt bewei­sen diverse Nomi­nierungen beim DSFP oder dem KLP. In seiner zweiten Story­samm­lung finden sich in Beglei­tung von zwei Kurz­geschich­ten vier längere Geschich­ten aus einer dysto­pischen Zukunft unserer Erde. Auf heimat­lichen Boden geblieben, zeigen diese Erzäh­lungen unter­schied­liche Schick­sale ein­facher Men­schen als Zuschauer eines größeren Rahmens.

»Warum wir sind« – »Der Weg nach oben« – »Nach dem Sturm« – »Der Wall« – »Die letzte Nacht« und als exklu­sive Bonus­novelle »Titan«

Rezension:

Jugendliche wachsen auf einem Generationenschiff auf, das vor Jahr­hunder­ten ausge­sandt wurde, um eine feind­liche Zivi­lisation zu ver­nichten, eine Repor­terin, deren beste Zeiten vorbei sind, bekommt die Chance zu einer großen Repor­tage, ein Mensch-Alien-Hybrid wächst bei einer fahren­den Theater­truppe auf, eine fremde Zivi­lisation hat das Sonnen­system mit einem Wall umgeben, um die Mensch­heit einzu­sperren, auf einem fremden Planeten sich Menschen und die einhei­mischen Fyr’doln nicht gerade befreun­det, und in den USA der Zukunft sollen Ti-Men, künst­lich geschaf­fene Helfer, ver­boten werden. Und all das passt zwischen 2 Buch­deckel.

Nach seinen „Science fiction Stories“ legt Galax Acheronian einen 2. Band nach. Dies­mal fallen die meisten ent­haltenen Geschich­ten etwas länger aus, sodass es dies­mal nur 6 (statt 9 wie beim 1. Band) sind. Um es gleich vor­weg­zu­neh­men: Die Bei­träge dieses Bandes konnten mich weit weniger als die des Vor­gängers über­zeugen. Das liegt zum einen daran, dass die Geschich­ten düs­terer, oft sogar deut­lich dys­topisch aus­fallen. Zum anderen stört mich an vielen der Geschich­ten, dass sie eigent­lich mit einem ganz anderen Thema begin­nen, bevor sie sich dem eigent­lichen Thema zuwen­den.

Bei „Warum wir sind“ beginnt die Story mit den Pro-blemen auf einem Gene-rationen-schiff Heran­wachsen­der, die sich mit der vorge­gebenen Partner­wahl mit ihren Beson­der­heiten zurecht­finden müssen. Erst danach schwenkt die Hand­lung auf eigent­liche Thema um. Wäh­rend der Anfang eher belang­los ist, wird es dann sogar interes­sant. Nur kann das das lange ‚Vor­spiel‘ nicht aus­gleichen.

Ähnlich verhält es sich bei „Der Wall“, wo die Mensch­heit sich aus der Ab­schot­tung unseres Sonnen­systems befreien will. Wäh­rend der sehr mili­tärisch geprägte Anfang, der den über­wiegen­den Teil der Novelle ein­nimmt, nicht mit­reißen kann, wird es nach einem Perspek­tiv­wechsel zu den den Wall bewachen­den Außer­irdischen richtig gut. … und endet dann in einer voll­kommen offenen Situation.

Trotz einiger interessanter Stellen kann keine der ent­haltenen Geschich­ten wirklich als Ganzes über­zeugen. Band 1 machte auf mich einen deut­lich gelungen­eren Ein­druck.

Fazit:

Der 2. Band der Kurzgeschichten- und Novellen­sammlung kann das Niveau seines Vor­gängers leider nicht halten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Planspiel Beta-Atlantis – 1 – Die Jagd beginnt

Hedy Loewe
Planspiel Beta-Atlantis – 1 – Die Jagd beginnt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Frau an Bord!

Klappentext:

Juniya erwacht scheinbar in der Vergangenheit. Mühsam findet sie heraus, dass sie im größ­ten Rollen­spiel des Jahr­tausends gelandet ist. For­scher und Aben­teurer nutzen den Ozean­planeten Beta-Atlantis für ein gigan­tisches Rollen­spiel in einer See­fahrer­welt des 18. Jahr­hunderts. Was in fried­licher Absicht beginnt, ufert in ein töd­liches Macht­spiel aus, bei dem die Wissen­schaft­lerin Juniya und der Ex-Soldat Skye zwi­schen alle Fronten geraten. In seiner Rolle als Flotten­kapitän nimmt Skye Collins als einer der Ersten die Ver­änder­ungen wahr, die in diesem Spiel vor sich gehen. Die Begeg­nung mit Juniya macht nicht nur seine Vor­sätze in Sachen Frauen zunichte. Sie scheint auch die Einzige zu sein, die die wahn­witzige Ent­gleisung des Rollen­spiels stoppen könnte. Wenn sie über­lebt. Denn die Welt der ein­heimi­schen Ichtyos ent­puppt sich als weit­aus gefähr­licher als ange­nommen, und in die Idee des harm­losen Projekts hat sich ein Mann einge­schaltet, der mit perfi­den Mitteln die fried­liche Mission tor­pediert. Hedy Loewe hat nach ihrer Erfolgs­serie Dignity Rising mit Plan­spiel Beta-Atlantis eine neue, fantas­tische Serie gestar­tet und ent­führt ihre Leser in eine aben­teuer­liche Welt über und unter Wasser.

Rezension:

Ein ferner Planet. Um sich den Einwohnern nicht als Raum­fahrer zu erken­nen zu geben, tarnen sich die Men­schen als See­fahrer von einem anderen Konti­nent. Das ganze ist als großes Rollen­spiel auf­gezogen, bei dem sich die mensch­lichen Mit­wirken­den als Händ­ler und Sol­daten im Stil Groß­britan­niens des 18. Jahr­hun­derts aus­geben. Doch hinter den Kulissen ver­suchen einfluss­reiche Kräfte, das Gesche­hen nach eigenen Wün­schen zu beein­flussen. Und die Urein­wohner des Pla­neten sind bei­weitem nicht so unwis­send, wie die Men­schen glauben …

Bei Hedy Loewes Buch ist es nicht ganz so einfach, es in ein Genre einzu­reihen. ‚Raum­fahrende Men­schen‘ schreit natür­lich nach Science Fiction, doch in der Hand­lung spielt diese prak­tisch keine Rolle. Als klas­sischen Aben­teuer­roman kann man das Werk auch nicht ein­stufen. Da Gedanken­lesen eine Rolle spielt, kommt auch ein Fantasy-Aspekt zum tragen.

An dieser Stelle muss ich speziell auf den Klappen­text ein­gehen. Wenn ich den so lese, habe ich den Ein­druck, er müsse sich auf ein anderes Buch, als das, das ich gelesen habe, bezie­hen. Davon, dass Juniya eine Wissen­schaft­lerin ist, wird darin nämlich nichts erwähnt. Auch dass sie über­raschend in dieser Welt erwacht, kommt im Buch nicht vor. Statt­dessen lernt der Leser sie kennen, als sie vor Ver­folgern fliehen muss, aber bereits voll­kommen von der Welt und dem Rollen­spiel unter­richtet ist. Dass der andere Prota­gonist, Skye, im echten Leben zuvor Soldat war, wird im Buch auch nie ange­deutet. Könnte es sein, dass sich der Klappen­text auf eine über­holte Ver­sion bezieht?

Auch wenn man von Anfang an weiß, worum es grund­legend geht, braucht man doch etwas Zeit, in diese unge­wohnte Hand­lungs-Kompo­sition hinein­zufinden. Viele Zusam­men­hänge werden erst nach und nach ver­ständ­lich. Und manche bis zum Ende des Buches nicht, denn es handelt sich bei diesem um den 1. Teil einer Trilogie. Wer von den Hinter­männern welche wirk­lichen Ziele ver­folgt, kann der Leser genauso wenig erken­nen wie die Prota­gonis­ten. Hinzu kommt, das die Men­schen sich genauso uneinig sind, wie es auch bei den Ein­heimi­schen, die von den Men­schen Ichtyos genannt werden, der Fall ist. Am Ende dieses Bandes begin­nen Koali­tionen gerade erst sich heraus­zubilden. Auf die Fort­setzung wird da wohl kein Leser ver­zichten wollen.

Der Autor lässt den Erzählfokus in seinem gut lesbar geschrie­benen Werk sowohl zwischen den beiden Prota­gonisten als auch anderen Charak­teren hin und her pendeln.

Fazit:

Diese ungewöhnliche Kombination aus Seefahrer­aben­teuer, Fantasy und SciFi kann einen nach etwas Einge­wöhnungs­zeit in ihren Bann ziehen.

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Die Eisenritter – 1 – Der Pilgerpfad

Lucian Caligo
Die Eisenritter – 1 – Der Pilgerpfad

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Zwischen Bergwerksschacht und göttlicher Macht

Klappentext:

Die Galaxie wird vom Kult der Eisenritter beherrscht. Nach­dem der Eisen­ritter Judas in einer Raum­schlacht seine Ordensschwester Ebba ver­loren hat, erfasst ihn uner­klär­liche Trauer. Die Gebete an ihren Gott helfen nicht, ob­wohl er sich doch für seine Beglei­terin freuen sollte, weil sie an der Seite ihres Eisen­gottes weilt. Als Judas außer­dem ver­boten wird, den rätsel­haften Tod von hun­der­ten Mine­arbei­tern zu unter­suchen, reift in ihm die Gewiss­heit, dass mit seinem Orden und mit ihrem Gott etwas nicht stimmt. Er kann nicht anders als diesen Zwei­feln nach­zu­gehen, auch wenn er weiß, dass er dadurch zu einem Ketzer wird.

Rezension:

Judas ist Eisenritter aus Überzeugung und gilt unter seines­gleichen als Held. Wer steht dem Eisen­gott schließ­lich näher als die Eisen­ritter? Als bei einem Ein­satz gegen den Feind, die Aug­laras, jedoch seine lang­jährige Kampf­gefähr­tin getötet wird, kom­men ihm Zwei­fel am Eisen­gott – und zuneh­mend auch am Eisen­ritter­tum. Immer deut­licher wird ihm, dass sie als Eisen­ritter für die nor­male Bevöl­ker­ung eher Unter­drücker sind.

Hoch technisierte Eisenritter, die gegen eine fremde Bedro­hung im Welt­raum käm­pfen – da liegt der Gedanke an Star Wars natür­lich nicht allzu fern. Aller­dings geht Lucian Caligos Buch deut­lich ein­deuti­ger in Rich­tung Science Fiction, wäh­rend die dort vor­han­denen Fantasy-Ele­mente (wie ‚die Macht‘) hier fehlen. Trotz aller Kämpfe und Techno­logie liegt der Kern des Gesche­hens auf den Zwei­feln des Prota­gonis­ten und der Ent­tar­nung der ‚gött­lichen Macht‘. ‚Wer betrügt wen?‘ und ‚Wer kennt die wirk­liche Wahr­heit?‘ sind die Kern­fragen, die im Fokus der Hand­lung stehen. Der anfangs recht über­heb­liche Prota­gonist macht dabei eine deut­liche Charak­ter­ent­wick­lung durch.

Nicht nur der Protagonist muss im Laufe des Geschehens immer wieder erken­nen, dass alles was er ‚wusste‘, falsch ist. Auch der Leser wird durch stän­dige Wen­dungen immer wieder in eine andere Rich­tung gesto­ßen. Jede Theo­rie, die man sich beim Lesen bildet, erweist sich wenige Seiten später durch neue Erkennt­nisse als obso­let. Die Wahr­heit kommt erst am Ende zutage – und selbst da blei­ben Detail­fragen offen. Mit diesem Stil­mittel hält der Autor die Geschichte stän­dig span­nend. … und lässt am Ende des Buches ein Hinter­tür­chen für eine even­tuell mög­liche Fort­setzung offen.

Fazit:

Hightech-Ritter im Weltraum. Doch hat ihr Eisengott wirklich die ulti­mative Macht? Ritter Judas kom­men Zwei­fel.

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Meister der Pyramiden

Artjom Maier
Meister der Pyramiden

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

In den Tiefen des Altai

Klappentext:

Eine Gruppe von hochrangigen Freimaurern führt, auf der Suche nach Wissen, ein ur­altes Ritual durch. Kurz darauf erhält die NASA merk­würdige Satel­liten­bilder von einem ihrer Mars­orbiter, auf denen ein unbe­kannter, fremder Planet auf der anderen Seite der Sonne zu sehen ist. Ist das nur Zufall?

Gleichzeitig macht sich ein daoistischer Meister aus den Wu­dang Bergen in China, zusam­men mit seinem Schüler und einer neuen Schülerin, auf den Weg um die Har­monie im Uni­versum wieder­herzu­stellen. Auf diesem Weg lernen die Schüler viel über die Geschichte des Planeten, über sich selbst und darü­ber, dass es mehr zwi­schen Him­mel und Erde gibt als wir auf den ersten Blick erken­nen können.

Doctor Strange trifft Tiger and Dragon!

Das Buch ist ein Wuxia-Science-Fiction Roman, mit dem der Autor gekonnt ein neues Genre der Lite­ratur kreiert und eine Brücke zwi­schen Ost und West schlägt.

Rezension:

NASA-Mitarbeiter entdecken auf Bildern einer Marssonde einen Plane­ten, der sich der Erde direkt gegen­über auf der anderen Seite der Sonne befin­det. Sofort begin­nen hek­tische Maß­nahmen. Auch die anderen raum­fahren­den Natio­nen werden aufge­schreckt. Unter­dessen ruft ein alter Dào-Meister in China seinen Schüler drin­gend zu sich. Er behaup­tet, ‚die Dinge‘ wären aus dem Gleich­gewicht gera­ten. Nur eine Reise nach Ägyp­ten, die unbe­dingt in Tibet begin­nen müsste, könnte letz­teres wieder her­stellen.

Artjom Maiers Roman fällt etwas aus dem Rahmen, indem er SciFi und Fantasy tief mitein­ander ver­flicht. Area 51, ein streng gehei­mes rus­sisches Mars­projekt und chine­sische Mystik werden darin zu einem über­raschend rund wirken­den Ganzen ver­woben. Wäh­rend sich die Hand­lungs­stränge in den USA und Russ­land recht schnell ver­einen, bleibt der um den chine­sischen Dào-Meister bis zum Ende des Buches völlig unab­hängig. Ob­wohl sie am selben Pro­blem arbeiten, erfah­ren die Mili­tärs und Wissen­schaft­ler einer­seits sowie der Dào-Meister und seine beiden Schüler anderer­seits nichts von­ein­ander. Und dabei bleibt es auch. Dabei sind die ver­folgten Ansätze ver­ständ­licher­weise voll­kom­men gegen­sätz­lich. Wäh­rend die eine eine reine SciFi-Hand­lung ist, ist die andere ein­deutig Fantasy-orien­tiert. Genau diese weit­gehend unab­hängig ‚neben­ein­ander­her‘ ablau­fenden Genres machen den beson­deren Reiz dieses Buches aus. Ver­flech­tungen von Science Fiction und (Urban) Fantasy sind natür­lich nichts Neues, der hier beschrit­tene paral­lele, aber unab­hängige Hand­lungs­weg ist mir aber in dieser oder ähn­licher Form noch nie begeg­net.

Dass es in China ein eigenständiges Genre namens Wuxia oder korrek­ter Wǔxiá gibt, war mir bis­her voll­kom­men unbe­kannt. Erst der Klappen­text dieses Buches brachte mich zum Nach­forschen. Die Beschrei­bung, die die Wiki­pedia über dieses Genre liefert, ent­spricht aller­dings nicht ganz dem, was der Fantasy-Part dieses Buches bietet. In der Wiki heißt es bei­spiels­weise: „Der Wǔxiá-Roman und der Wǔxiá-Film beschrei­ben chine­sische Schwert­kämpfer, Schlach­ten, Soldaten- und Reiter­kämpfe, die über­wiegend an histo­rischen oder pseudo­histo­rischen Schau­plätzen spielen.“ Kämpfe irgend­einer Art fehlen im Fantasy- beziehungs­weise Wǔxiá-Hand­lungs­strang dieses Buches aber völlig.

Der Autor erzählt seine gelungene und (meiner Kenntnis nach) einzig­artige Geschichte aus der Perspek­tive eines aukto­rialen Erzäh­lers. So­wohl experi­mentier­freudigen SciFi- als auch eben­solchen Fantasy-Fans kann ich dieses Buch nur empfeh­len.

Fazit:

Science Fiction trifft mystische Urban Fantasy – und das auf eine beein­druckend unge­wöhn­liche Weise.

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