Mein großes Weihnachts-eBook

Antonia Stahn
Mein großes Weihnachts-eBook

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Mit dem Airbus ins Märchenreich

Klappentext:
Mein großes Weihnachts-eBook FÜR ALT UND JUNG! Lesen und vorlesen – NICHT NUR zur Weihnachtszeit…

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
24 Schritte bis zum Fest
Auch Hexen feiern Weihnachten
Der kleine Riese Riesengroß
Wo geht’s denn hier nach Weihnachten?
Dinarella – Königstochter aus dem Regenbogenland
Robin im Glück
Der liederliche Jan
Die verlorenen Kinder
‚Einstein‘, der A 380 und die Weihnachtsinseln
Der gestohlene Nikolaus-Schlitten
SternLicht I – IX
Nimm’s nicht so schwer, kleines Ding!
Hieronymus Speckstein
Der kleine Engel, der einen Flügel verlor
Nicht alle Jahre wieder
Nur ein Augenblick
Weihnachtszeit – Geschichtenzeit. Dieses „Weihnachts-eBook“ stellt eine Art Geschichten-Adventskalender dar, wobei die Geschichten „Sternlicht I“ bis „Sternlicht IX“ jeweils als einzelne Beiträge gezählt werden müssen. Verfasst wurden alle von Antonia Stahn. Entgegen der Bemerkung im Klappentext zielen die meisten Kurzgeschichten aber doch auf recht junge Kinder ab und sind für Erwachsene oder auch etwas ältere Kinder wohl zu kindlich-niedlich ausgerichtet. Speziell im Fall der 9 „Sternlicht“-Geschichten kann man sie schon fast als Märchen betrachten. Im Gegensatz dazu stehen andere Beiträge, die die sentimentalen Weihnachtsgefühle thematisieren und deshalb für kleinere Kinder schwer verständlich sein dürften. Hierzu gehört beispielsweise „Hieronymus Speckstein“, wo Lebensleid im Umfeld eines Weihnachtsmarktes und gänzlich ohne übernatürliche Elemente erzählt wird.
Leider macht es diese Mischung schwer, eine geeignete Zielgruppe für diesen ‚eAdventskalender‘ zu definieren, obwohl man einzelne der Stories durchaus als weihnachtliche Fantasy bezeichnen könnte.

Fazit:
Die Geschichten dieses Adventskalenders sind thematisch zu abwechslungsreich ausgelegt, um ein für alle passendes Zielpublikum zu finden.

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„Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898“
Dieser interessante historische Stadtführer steht jetzt als Reprint zur Verfügung. Lernt ein Eisenach kennen, das es so nicht mehr gibt! Staunt über Informationen, die für uns heute kaum noch vorstellbar sind.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2019/11/12/eisenach-und-umgebung-ein-stadtfuehrer-aus-dem-jahr-1898/

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Das Hirsch-Erbe – 1 – Unsterbliches Vermächtnis

Amanda Godebronn
Das Hirsch-Erbe – 1 – Unsterbliches Vermächtnis

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Hannovers Mysterien

Klappentext:
Das unbeschwerte Teenagerleben der siebzehnjährigen Liz nimmt eine dramatische Wendung, als sie das alte Familienanwesen erbt, wo sich ihr ein ungeheuerliches Geheimnis um ihre Abstammung aus der Familie Hirsch enthüllt. Inmitten der alltäglichen modernen Welt begegnet sie Wesen wie aus fantastischen Legenden und wird in eine uralte Fehde rivalisierender Sippen von Vampiren und Werwölfen verstrickt. Eine rätselhafte Prophezeiung aus grauer Vorzeit weist ihr den Weg zu ihrer besonderen Bestimmung, die sich als Vermächtnis und als Fluch zugleich entpuppt. Es scheint, als besitze sie, ohne es zu wissen, den Schlüssel zum endgültigen Sieg über ihre Feinde. Bald schon entwickelt sich Liz zu einer entschlossenen Kämpferin und gerät in höchste Gefahr. Wird sie das schreckliche Schicksal, das ihr droht, noch abwenden können?
»Unsterbliches Vermächtnis« ist der Auftakt zu der spannenden Trilogie »Das Hirsch-Erbe«, einer abgründigen Geschichte um Magie und Blutsbande, Liebe und Verrat, Mord und Rache.

Rezension:
Seit dem Tod ihrer Eltern lebt die mittlerweile 17-jährige Liz bei ihrer Tante und deren Mann in England. Ihr Abschlussjahr an der Schule steht kurz bevor. Als sie von ihrer kürzlich gestorbenen Großmutter ein Haus in Hannover erbt, beschließt sie, nach Deutschland zurückzukehren. Tante und Onkel unterstützen sie dabei. Beim Ausräumen der Hinterlassenschaften findet Liz jedoch Unterlagen ihres Vaters und erfährt Überraschendes. Ihre Eltern waren Vampirjäger – und selbst Werwölfe, was sie natürlich geerbt hat. Schon bald steckt sie in einem uralten Kampf, dessen Regeln sie noch nicht versteht.
Die Ausgangslage in Amanda Godebronns Trilogie-Auftakt kommt dem erfahrenen Fantasy-Leser natürlich bekannt vor: Ein junger Mensch erfährt überraschend von seinem übernatürlichen Erbe. Sooft man Geschichten dieser Machart schon gelesen hat, sooft können sie auch immer wieder überzeugend funktionieren. Dieses grundlegende Setting birgt genug Potenzial, um auch in der x‑ten Variante noch Neues bieten zu können. Da wundert es nicht, dass auch diese Idee vielversprechend klingt. Leider kann die Umsetzung nicht ganz mithalten. Die Autorin verliert sich immer wieder in Nebensächlichkeiten. So wird an fast jedem Handlungstag ausführlich geschildert, welche Kleidung die Protagonistin heute trägt und wie sie sich heute schminkt. Ein Kinobesuch mit Freunden (bei dem nichts Handlungsrelevantes passiert) wird detailliert erzählt, was so weit geht, dass sogar die Kleidung der Kartenverkäuferin beschrieben wird. Gerade beim eigentlichen Fantasy-Geschehen sieht es dagegen geradezu entgegengesetzt aus. Treffen mit anderen Werwölfen oder das Enträtseln der elterlichen Hinterlassenschaften werden in wenigen Sätzen abgehandelt, ohne ins Detail zu gehen. Dieser Widerspruch fällt besonders stark ins Auge, da die Geschichte von der Protagonistin selbst in der 1. Person erzählt wird. Selbst ihre doch anzunehmende Verwunderung über das überraschend Erfahrene wird kaum erwähnt. Der Leser bekommt dabei natürlich den Eindruck, Liz wäre ihr Aussehen erheblich wichtiger als der doch eigentlich im Zentrum stehende Krieg gegen die Vampire oder das sonstige magische Geschehen. Ich bin mir allerdings sicher, dass das von der Autorin nicht so gemeint ist. Eine grünliche Überarbeitung in Zusammenhang mit einem guten Lektorat würde bei diesem Buch sicher Wunder bewirken – und das ganz ohne Magie.

Fazit:
Gute Idee, mäßige Umsetzung – so kann man dieses Buch wohl treffend beschreiben.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Stonehenge Tür der Götter – 1 – Avalon

Petra Teske
Stonehenge Tür der Götter – 1 – Avalon

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Der Vertrag mit den Göttern

Klappentext:
Einst gab es einen magischen Ort auf der Welt, der nicht für die Menschen bestimmt war. Er war allein den Göttern vorbehalten – denn an diesem Ort lag ein Geheimnis verborgen, was für immer bewahrt werden musste .…
England zwischen 3000 und 1500 v. Chr. Eine scheinbar normale Nacht in Lydween. Die Dorfbewohner schlafen friedlich in ihren Hütten, während sich der siebzehnjährige Artis und seine Freunde aufmachen, um den „heiligen See” aufzusuchen, was strengstens verboten ist. Was hat es mit den mysteriösen Einweihungen auf sich, die dort zu den Jahreszeitenwendungen stattfinden? Durch diese Frage noch neugieriger geworden, wollen die Freunde den Ort der Götter mit eigenen Augen sehen. Doch sie ahnen nicht, dass sie damit das Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde stören, was nicht nur ihr Schicksal dramatisch verändern wird.
Stonehenge Tür der Götter beginnt mit dem Auftakt „Avalon” eine Fantasy-Reihe, die auf ganz neue und fantastische Weise die Mythologie um Avalon, Stonehenge und dem sagenumwobenen Schwert Excalibur miteinander verbindet. Es ist eine moderne „Fantasy-Reihe“, die sich nicht an vermeintlich historischen Fakten orientiert und die Vorzeit in ein etwas anderes Licht rückt, als wir sie zu kennen glauben. Die Bücher bestechen ebenfalls durch einen leichten und flüssigen Schreibstil, der unsere heutige Zeit mit der damaligen verbindet. Es ist eine Geschichte voller Magie, Spannung, Emotionen und Liebe, in der sich dem Leser die Mystik einer vergangenen Welt offenbart.

Rezension:
Britannien lange vor unserer Zeitrechnung. Als Tochter des Clan-Chefs gehört Merlina dem Adel ihres Stammes an. Obendrein gehört sie zu den wenigen Menschen, die magische Fähigkeiten besitzen. Aber selbst sie weiß nicht, welches Geheimnis sich auf der nahegelegenen Insel Avalon verbirgt, denn das wird einem erst offenbart, wenn man 20 Winter erlebt hat. Sie bringt es erst auf 17. Zusammen mit mehreren ihrer Freunde schleicht sie sich nachts aus dem Dorf, um zur Insel überzusetzen. Doch gerade ihre Fähigkeiten führen dazu, dass ihr Betreten Avalons unaufhaltsame Ereignisse ins Rollen bringt.
Petra Teske führt ihre Leser in diesem Reihenauftakt in eine ferne Vergangenheit Britanniens. Bis ein gewisser König und seine Tafelrunde in der Umgebung der Insel Avalon aktiv werden, müssen noch viele Jahrhunderte ins Land gehen. Durch ihr unerlaubtes Betreten der Insel rufen ein paar Jugendliche den Zorn der Götter herauf. Ein interessantes Setting und eine Handlungsidee, die mit Sicherheit Potenzial hat. Nur leider nimmt all das maximal 10 Prozent der Handlung dieses Bandes ein. Aus machtpolitischen Gründen und um seine Tochter für das von ihr heraufbeschworene Unheil zu bestrafen, verheiratet Merlinas Vater sie nämlich mit dem Sohn eines anderen mächtigen Clan-Chefs. Der Großteil der Handlung beschreibt ausführlich das Leid der Protagonistin in der erzwungenen Ehe. Magie spielt da nur in sehr kurzen Szenen eine Rolle. Dass sie und ihr ehemals bester Freund (den sie eigentlich mal heiraten wollte) gegenseitig glauben, der jeweils andere hätte kein Interesse mehr an der Freundschaft, wirkt ziemlich konstruiert. Ein paar Kapitel, die in der Welt der Götter angesiedelt sind, geben Einblick in den alten ‚Vertrag‘ mit den Menschen und die Pläne der Götter nach dem unbeabsichtigten Vertragsbruch durch die Protagonistin, doch kommt es in diesem Band zu nicht mehr als wagen Vorbereitungen. Das alles führt dazu, dass Fantasy-Elemente in diesem Buch für den 1. Band einer Fantasy-Reihe einfach deutlich zu wenig Raum einnehmen. Thema des Bandes ist vielmehr Merlinas Machtlosigkeit gegen die Zwangsehe. Wieso sie dabei nicht viel aktiver und bewusster ihre magischen Fähigkeiten einsetzt, bleibt rätselhaft.
Die Autorin erzählt die Geschichte wechselweise aus den Perspektiven Merlinas, ihres Freundes Artis und des jungen Gottes Kyron, wobei sie den jeweiligen Charakter in der Ich-Form berichten lässt. Die Merlina-Kapitel sind dabei allerdings eindeutig in der Überzahl. Trotz der eigentlichen Fantasy-Thematik dürfte die Handlung eher Freunde von Frauenschicksalen oder Ehedramen ansprechen als Fantasy-Fans. Das finde ich schade, da ich die Idee interessant finde. Um als Fantasy-Abenteuer überzeugen zu können müsste die in dieser Hinsicht nebensächliche Beziehungsgeschichte der Protagonistin deutlich gestrafft werden. Auf die (bisher) 3 Fortsetzungen werde ich wahrscheinlich verzichten, obwohl es mich durchaus interessieren würde, wie sich das Fantasy-Thema weiterentwickelt.

Fazit:
Ein interessantes Setting, doch nimmt das Phantastische für eine Fantasy-Geschichte leider viel zu wenig Raum ein.

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Victoria Falls

D. B. Blettenberg
Victoria Falls

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Lisas Fall

Klappentext:
Eine Reise, eine perfekte Ehefrau, die Weite Afrikas – und doch gefangen in der Abhängigkeit!
Robert Stein, mit seiner Frau Lisa auf den Spuren von Richard Burton und Elizabeth Taylor zwischen Sambesi und Okawango unterwegs, kämpft eine ganze Reise lang um diese Unabhängigkeit. Gehorsam treibt er inmitten einer Schar von Luxustouristen durch die Tropen und beobachtet wilde Tiere. Man nächtigt in noblen Safariherbergen, genießt Haute Cuisine mitten im Busch und nachts lauscht man dem Husten der Hippos vor der klimatisierten Camphütte. Noch nie hat Robert sich so gefangen gefühlt, gekettet an eine gnadenlos perfekte Frau. Vielleicht ist es die Weite und Großartigkeit Afrikas, die seine Sehnsucht nach Freiheit schürt. Vielleicht liegt es aber auch an Rachel, der vermeintlichen Seelenverwandten. Leider ist sie mit einem bornierten britischen Investor verheiratet, der wie ein verspäteter Kolonialherr durch dieses grade von der Herrschaft des weißen Mannes genesende Land trampelt. An den Viktoriafällen greift Robert schließlich nach der Unabhängigkeit …

Rezension:
Das südliche Afrika. Reiche Europäer reisen von Luxushotel zu Luxuslodge, um die Schönheiten des Kontinents zu erleben. Robert ist genervt von seiner Frau, die ihm bei jeder Gelegenheit über das Gesehene belehrt. Viel lieber würde er die Zeit mit Rachel verbringen, doch die hat ihren eigenen Mann dabei – der ihr auch auf die Nerven zu gehen scheint. Als Robert mit seiner Frau an den schäumenden Victoria Falls steht, fasst er einen spontanen Entschluss.
D. B. Blettenberg führt seine Leser in dieser kurzen Geschichte nach Afrika, wo er seinen versnobten Charakteren den Spiegel vorhält. Der Begriff Protagonist passt im eigentlichen Sinn auf keinen einzigen von ihnen. Viele sehen die Einheimischen noch immer als eine Art Dienstboten an, deren einzige Existenzberechtigung darin liegt, die wohlhabenden Urlauber zu bedienen, die von sich gegenseitig gelangweilt sind.. Soweit ist die zugrunde liegende Idee durchaus brauchbar. Das Problem der Story liegt allerdings darin, dass es keine wirklich Handlung gibt. Dabei geschieht sogar ein Mord! Doch wird dieser anscheinend von niemanden außer dem Täter überhaupt bemerkt. Danach geht das Geschehen jedenfalls nahezu unverändert weiter. Irgendeine wirklich Entwicklung ist nicht zu erkennen. So bleibt am Schluss die Frage: Was will der Autor seinen Lesern mit der Geschichte eigentlich sagen? Außer eingestreuten Informationen über die (reale) Geschichte des südlichen Afrikas bleibt nichts.

Fazit:
Ein interessantes Setting – und dann findet keine wirkliche Handlung statt.

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Emily Pitkin – 1 – Der Ring des Magiers

Michael Derbort
Emily Pitkin – 1 – Der Ring des Magiers

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Ein Punk unter Dämonen

Klappentext:
Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Eltern steht Emily Pitkins Leben auf dem Kopf. Die Jugendfürsorge schickt die 16-jährige kurzerhand zu ihrem Onkel Nathaniel, den sie kaum kennt. Das erste Aufeinandertreffen fällt auch wenig vielversprechend aus. Erst so nach und nach gewöhnen sich beide aneinander.
Bereits nach kurzer Zeit wird Emily von intensiven Albträumen heimgesucht. Gleichzeitig offenbart sich, dass Emily besondere Fähigkeiten hat. Etwas unfassbar Böses plant indessen seine Niederkunft auf die Erde und ob Emily will oder nicht, muss sie selbst mit den neu entdeckten Kräften den Kampf dagegen aufnehmen …

Rezension:
Emily ist zwar nicht gerade die Mustertochter, als ihre Eltern bei einem Unfall sterben, ist sie aber dennoch geschockt. Da sie erst 16 ist, wird sie vor die Wahl gestellt, die kommenden beiden Jahre entweder in einem Heim oder bei ihrem Onkel, den sie gar nicht kennt, zu verbringen. Da ist der Onkel natürlich das kleinere Übel, doch wohnt der im tiefsten Schottland. Allein das ist für die Punkerin aus dem Weichbild Londons schon eine große Umstellung. Was sie dort allerdings erfährt, bringt ihr Weltbild völlig durcheinander. Schon bald muss Emily sich mit Dämonen herumschlagen.
Die Ausgangssituation in Michael Derborts neuer Jugend-Urban-Fantasy-Reihe ähnelt dem im Genre Üblichen. Eine jugendliche Protagonistin muss sich überraschend in ein neues Leben einfügen und erfährt in diesem Zusammenhang Dinge, die jenseits der allgemein akzeptierten Naturgesetze liegen. Dieses schon oft gelesene Grundmuster funktioniert immer wieder, so auch hier. Neben Geheimnissen ihrer Familiengeschichte muss sich die Protagonistin mit einem magischen Erbe auseinandersetzen, das sie zur Dämonenjägerin macht. Diese Story-Idee weckt das Interesse von Genre-Fans. An dieser Stelle kommt allerdings ein großes Aber. So gut die Idee ist, so suboptimal ist leider die Umsetzung gelungen. Weder die Protagonistin noch irgendein anderer Charakter besitzt eine für den Leser erkennbare Persönlichkeit. Emily soll eine unangepasste Jugendliche sein, das ‚Schlimmste‘, was man davon liest, ist aber das Wort „Scheißgefühl“, auf das ihr ‚Onkel‘ empfindlich reagiert. (Wieso ich „Onkel“ in Anführungszeichen setze, hat seinen Grund, der sich beim Lesen offenbart und den ich nicht vorwegnehmen will.) Diese fehlende Persönlichkeit führt leider dazu, dass man sich als Leser mit keinem der Charaktere irgendwie verbunden fühlt und die Story nicht lebendig wirkt.
Natürlich handelt es sich hier um den 1. Band einer Reihe, sodass der Autor durchaus die Möglichkeit hat, in dieser Hinsicht in den kommenden Bänden ‚nachzubessern‘. Die Storyidee erscheint nämlich durchaus tragfähig, und es wäre sicher schade, sie durch eine schwache Ausarbeitung der Handelnden in den Sand zu setzen.

Fazit:
Die interessante Idee hinter dieser Urban Fantasy mit junger Protagonistin leidet leider an einer schwachen Ausarbeitung der Charaktere.

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In den Sommern

Hendrik Kühn
In den Sommern

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Erlebnisse am Baggersee

Klappentext:
Grau ist der Tag. Gold ist die Erinnerung.
Wenn die Erinnerung ein einziger langer Sommer ist, ein goldenes Funkeln, ein Abenteuer, eine Liebe von der du zehrst … ein Leben lang?

Rezension:
Wie schön waren doch die Sommer(ferien) der Jugendzeit. Endlose Tage mit den Freunden unterwegs sein, keine Pflichten, nur Spaß. Und dann war da noch die kleine Schwester eines der Freunde …
Der Protagonist in Hendrik Kühns booksnacks-Kurzgeschichte träumt von den Sommern seiner Jugendzeit. Verschiedene Einzel-Erinnerungen reihen sich aneinander. Dass er die jüngere Schwester eines Freundes ‚interessant‘ fand, ist dabei nicht die unwichtigste. Wie auch in der Praxis sind solche Erinnerungen recht sentimental geprägt, was der Text gut ʼrüberbringt. Das einzige Problem dieser eigentlich stimmigen Kurzgeschichte besteht darin, dass sich keine Anhaltspunkte finden lassen, wie alt der Protagonist zur Zeit der berichteten Ereignisse ist. Gefühlsmäßig kann ich kein Alter finden, in dem die verschiedenen Erlebnisse stimmig zusammenpassen würden. Könnte man bei einer Erinnerung zuerst an etwa 11- bis 12-jährige denken, würde die sich unmittelbar anschließende Situation eher zu 14- oder 15-jährigen passen.

Fazit:
Die Jugenderinnerungen dieser Kurzgeschichte lassen sich altersmäßig leider nicht einordnen.

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Alia – 1 – Der magische Zirkel

C.M. Spoerri
Alia – 1 – Der magische Zirkel

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Die Nehil und der Elf

Klappentext:
Sie beherrscht keines der vier Elemente Wasser, Feuer, Luft oder Erde. Jeder in Altra kann es sie nicht. Da sie demnach zu keiner ansehnlichen Arbeit taugt, wird sie an ihrem sechzehnten Geburtstag als Dienerin in den Magierzirkel von Lormir geschickt. Dort soll sie den Rest ihres Lebens verbringen. Einen Tag vor ihrer Abreise erfährt sie ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das ihr Leben für immer verändern wird.

Rezension:
Bis zum 13. Geburtstag erwacht in jedem seine Element-Begabung. Normalerweise. Wenn es mal bei jemanden etwas länger dauert, ist das auch kein großes Problem. Derjenige wird eben im folgenden Jahr in die Gilde seines Elements aufgenommen. Doch Alia ist schon 16 – und von einer Begabung nach wie vor keine Spur. Sie ist eine Nehil. In einem solchen Fall bleibt einem keine andere Wahl, als sich als Diener beim Magierzirkel zu verdingen. Um jedoch die Geheimnisse der Magier zu wahren, dürfen Diener den Zirkel nie wieder verlassen, ihre Angehörigen nie wiedersehen.
C.M. Spoerris Fantasy-Reihe ist in einer Welt angesiedelt, in der die Wenigen ohne Element-Begabung ein Nichts sind. Zu denen gehört die Protagonistin Alia, die es deshalb nicht leicht hat. Das Leben als Dienerin des Magierzirkels erweist sich als alles andere als angenehm, oft sogar als lebensgefährlich. Natürlich spielt auch ihre Liebe eine Rolle, wobei es der Autorin allerdings gelingt, diese fern des üblichen Kitschs zu thematisieren. Soweit hätte die Geschichte eigentlich alles, sich zu einem interessanten Fantasy-Abenteuer zu entwickeln. Leider passiert über weite Teile dieses Buches einfach zu wenig. Die beiden Lebensjahre von kurz vor Alias 16. bis kurz vor ihrem 18. Geburtstag weisen erheblich zu viele Längen auf, um das Interesse des Lesers aufrechtzuerhalten. Erst zum Ende des Bandes hin wird das Geschehen spannend. Fast gewinnt man den Eindruck, dieser 1. Band würde nur die Vorgeschichte erzählen. Dafür ist er mit rund 400 Seiten aber deutlich zu lang geraden. Ob sich der Verdacht, ab hier könnte die Geschichte interessant werden, bewahrheitet, lässt sich ohne Kenntnis der Folgebände natürlich nicht beantworten.
Die Autorin erzählt Alias Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin. Der Stil ist an sich nicht schlecht, eine deutliche Straffung der Handlung würde dem Buch allerdings sehr guttun.

Fazit:
Dieser Auftakt einer Fantasy-Reihe zieht sich zu behäbig hin, um seine Leser bei Laune zu halten.

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Die Lüge vom Grimmingtor

Dustin Steiner
Die Lüge vom Grimmingtor

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Das wahre Geheimnis

Klappentext:
Die Sage vom verschwundenen Kind am Grimmingtor im steirischen Ennstal ist in der Gegend weit bekannt und der Ruf nach dem schnellen Geld ist heute ebenso stark wie es damals war. Nachdem ich den beschwerlichen Weg dorthin selbst auf mich genommen habe, war ich nicht zufrieden, wie die Sage erzählt wird. Diese Kurzgeschichte soll das berichtigen und erzählt die für mich wahre Geschichte, die sich damals zugetragen hat.

Rezension:
Laut einer alten Sage brach eine arme Witwe zusammen mit ihrer kleinen Tochter einst auf, um den Schatz im Grimmingtor zu bergen. Das Tor öffnet sich jedoch jedes Jahr nur am Peterstag zur Mittagszeit für kurze Zeit. Als sich das Tor wieder schließt, stellt die Witwe fest, dass sie zwar Gold herausschaffen konnte, aber ihr Kind in der Höhle vergessen hat. Am Peterstag des kommenden Jahres kann sie ihre wohlbehaltene Tochter jedoch aus der Höhle befreien.
Soweit die alte Sage. Nun ist sich natürlich jeder klar darüber, dass das in der Realität so nicht möglich wäre. Deshalb hat es sich Dustin Steiner zur Aufgabe gemacht, die Geschichte so umzuschreiben, dass sie in der realen Welt so abgelaufen sein könnte. Was dabei herauskam, erzählt ein Geschehen, das wirklich vorstellbar erscheint. … und bietet am Ende doch eine Überraschung, die der Leser bei Erkennen aller versteckter Hinweise hätte vorausahnen können. Für alle, die diese Hinweise (wie ich) nicht entdeckt haben, werden diese in einem umfangreichen Nachwort erklärt. Die kurze Zusammenfassung der Originalsage, die neue Geschichte und das Nachwort passen zusammen auf (je nach Reader) etwa 31 Seiten.
Soweit – so gut. Mein Problem mit dieser Geschichte ist allerdings, das ich den Sinn darin, eine Sage so umzuschreiben, dass sie in unserer realen Welt ohne Magie funktioniert, nicht so ganz erkennen kann. Das Nachdenken über die übersehenen Andeutungen hat zwar seinen eigenen Reiz, insgesamt ist mir das aber doch etwas zu wenig, um mich ganz für die Idee überzeugen zu können.

Fazit:
Diese Kurzgeschichte ‚entzaubert‘ eine alte Sage.

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Pfad des Schicksals – 1 – Wille des Orakels I

Brienne Brahm
Pfad des Schicksals – 1 – Wille des Orakels I

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Irays Reise

Klappentext:
Als Iray erfährt, dass das Orakel für ihn vorsieht, die geliebten Waldlande zu verlassen, gerät seine perfekte Welt ins Wanken. Die Weissagung verrät ihm weder, wohin sein Weg führt, noch was seine Aufgabe ist. Dennoch macht er sich mit seiner gefiederten Gefährtin Vorona auf, das erste Portal zu durchqueren. Auf seinem Weg begegnet er nicht nur magischen Geheimnissen, sondern auch sich Selbst. Doch die Augen des Bösen blicken eifersüchtig auf ihn herab und dessen eiskalter Hauch heftet sich an seine Fersen. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt.

Rezension:
Inarys 21. Geburtstag steht ins Haus. An diesem Tag ist es bei seinem Volk üblich, das Orakel zu befragen. Allerdings hat das Orakel für ihn eine ganz besondere Aufgabe parat. Inary soll das Portal durchschreiten und fremde Länder besuchen. Über den genauen Zweck dieser Reise verliert das Orakel allerdings kein Wort. Und außer seiner tierischen Gefährtin darf Inary niemanden mitnehmen.
Dass Brienne Brahm den Protagonisten ihrer Fantasy-Reihe auf eine Quest schickt, macht schon der Klappentext deutlich. Natürlich erwartet den Leser in diesem Auftaktband nicht viel mehr als der Aufbruch des Helden in eine ungewisse Zukunft. Was ihm zu Beginn seiner Reise passiert, kann man noch nicht als wirkliches Abenteuer ansehen. Die wenigen Andeutungen wirken allerdings durchaus vielversprechend.
Ein Großteil dieses 1. Bandes handelt allerdings vor Inarys Aufbruch. Und dieser Teil fällt leider nicht ganz überzeugend aus. Zunächst wird der Leser mit sehr vielen, sehr exotisch klingenden Namen überflutet. Wer wer ist und wer Mensch oder tierischer Begleiter ist, muss man sich mühsam zusammenpuzzeln. Das mach den Einstieg in die Geschichte recht kompliziert. All diese Charaktere und deren Gefährten kann ich bis zum Aufbruch des Protagonisten nicht wirklich überblicken. Mit Verlassen seiner Heimat wird die Anzahl der Handelnden allerdings überschaubar. Da anzunehmen ist, dass sich die weitere Geschichte auf Inarys Reise konzentriert, dürfte diese nur schwer zu überblickende Namensschwemme wahrscheinlich keine große Rolle mehr spielen.
Was dem erfahrenen Fantasy-Fan natürlich sofort auffällt, sind die tierischen Begleiter. Dabei denkt man sofort an Philip Pullmans „His Dark Materials“-Trilogie. Welche Rolle die Gefährten hier spielen und ob diese mit der bei Pullman vergleichbar ist, ist bisher allerdings noch nicht erkennbar.
Der Stil der Autorin, die ihre Geschichte in der 3. Person erzählt, kann den Leser durchaus gefangennehmen. Da die ‚Geburtsschwierigkeiten‘ mit dem Beginn des eigentlichen Abenteuers wohl überstanden sind, verspreche ich mit vom Kommenden durchaus ein interessantes Fantasy-Abenteuer.

Fazit:
Der Start in diese Fantasy-Quest fällt zwar etwas schwer, deutet aber auf eine interessante weitere Reise des Protagonisten hin.

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Chroniken der Weisen – 1 – Hinter den Spiegeln

Laura Misellie
Chroniken der Weisen – 1 – Hinter den Spiegeln

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Die Insel

Klappentext:
Eine Routine, ein fester Rhythmus. Bis zu diesem einen Tag, der alles ändert und einer Bestimmung neue Weichen setzt.
Jolie Bennetts Leben gerät völlig aus den Fugen. Eigentlich will sie nur ihren Bruder vor dem fiesen Jungen aus der Nachbarschaft beschützen, als sich etwas Merkwürdiges ereignet. Noch am selben Abend wird sie entführt und an einen fremden Ort gebracht. Dort erzählt man ihr von ihren totgeglaubten Ahnen, ihrer seltenen und besonderen Fähigkeit und ihrer Bestimmung. Jo soll alles hinter sich lassen, aber sie will zurück nach Hause und plant ihre Flucht.
Als die Dinge eine grauenvolle Wendung nehmen, wird sie erneut vor die Wahl gestellt. Können die ehrlichen Worte des sonst so arroganten Elementares Eric sie am Ende zum Bleiben bewegen. Dazu, ihrer Bestimmung zu folgen?
Reise mithilfe magischer Spiegel in die Vergangenheit. Tauche ein in unsere Welt und ihre Mythen, in der ungeheure Kräfte die Vorherrschaft haben und das Böse den Frieden bedroht.

Rezension:
Eigentlich will sich Jolie im Einkaufszentrum nur Klamotten für die Halloween-Party kaufen, als ihr kleiner Bruder Ärger mit ein paar anderen Jungs bekommt. Als sie eingreift, kommt es zu einer eigenartigen Veränderung des Anführers der Jungen. Noch am selben Tag wird Jolie entführt. Sie erwacht in der Akademie der Weisen auf der Insel Leyndarmál Eyja. Man erklärt ihr, dass ihre besondere Gabe, mit der sie den Jungen unwissentlich beeinflusst hat, gefährlich ist und sie deshalb hierbleiben und ausgebildet werden muss. Jolie beschließt, das nicht einfach hinzunehmen.
Im Auftakt ihrer Urban-Fantasy-Reihe „Chroniken der Weisen“ macht Laura Misellie ihre Leser mit der 17-jährugen Protagonistin bekannt und deutet an, wohin die Entwicklung der Reihe gehen könnte. Leider ist genau das der Schwachpunkt dieses Bandes, denn Jolie wirkt für den Leser zunächst schwer greifbar. Es fällt schwer, eine emotionale Beziehung zu ihr aufzubauen, weshalb es auch länger dauert, sich von der Handlung gefangennehmen zu lassen. Erst gegen Ende dieses Auftaktbandes deutet sich das wahre Potenzial dieser Reihe an. Neben den Fähigkeiten der Protagonistin und ihrer neuen Schicksalsgefährten dürften Zeitreisen und mysteriöse Vorkommnisse die zentralen Elemente werden.
Die Autorin lässt die Protagonistin ihre Geschichte selbst erzählen. Trotzdem fällt es dem Leser schwer, diese als Person kennenzulernen, da man kaum einer Person ihres bisherigen Umfelds begegnet. Dies führt zu den oben bereits erwähnten Problemen. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass sich das in den weiteren Bänden, in denen Jolies wahres Abenteuer erst beginnt, erheblich verbessern und sich die Reihe zu einem interessanten Urban-Fantasy-Abenteuer entwickeln könnte.

Fazit:
Der Start in diese neue Urban-Fantasy-Welt ist etwas holprig, verspricht aber Potenzial.

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– Blick ins Buch –
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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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