E-Mails aus dem Süden

Britta Meyer
E-Mails aus dem Süden

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Urlaubsfreuden

Klappentext:
Ab in den Urlaub!
Als Leiterin eines Reisebüros ist das Reisen Britta Meyers täglich Brot. Doch jetzt heißt es für sie selbst: Koffer packen und ab in den Süden! Aber mitten im Sommer ans Mittelmeer? Geht gar nicht! Also reist Britta Meyer stattdessen in das spanische Familienhotel an der Costa de la Luz – alleine. Halb so schlimm, zumindest an den meisten Urlaubstagen …

Rezension:
Was macht eine Reiseexpertin, wenn sie endlich selbst Urlaub hat? Die verreist natürlich. Und wohin? In den Süden. Wohin sonst? Jetzt muss sich zeigen, ob das professionelle Entspannen wirklich so funktioniert, wie sie es ihren Kunden immer verkauft.
In dieser Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe werden die meist heiteren Urlaubserlebnisse einer Alleinreisenden erzählt. Als Stilmittel wählt Autoren Britta Meyer dabei die Form von eMails in die Heimat. So manche der beschriebenen Begebenheiten erinnern einen dabei an den einen oder anderen eigenen Urlaub. Trotzdem will der Funke nicht so recht überspringen. Für eine runde Kurzgeschichte sind diese (fiktiven) Urlaubsnotizen wohl doch etwas zu wenig.

Fazit:
Kurze Urlaubserinnerungen, wie sie wohl jeder aus eigener Erfahrung kennt, aber leider keine wirkliche Geschichte.

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Im Zeichen des Lotus – 7 – Verlorener König

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 7 – Verlorener König

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Kein wahrer Sieger

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Penelope steht in Flammen, das Feuer frisst sich durch sie hindurch, bereit alles zu zerstören und alles in seinem Weg mit sich zu reißen – zu Asche und Staub. Kann sie es aufhalten oder wird sie mit ihm unter gehen?
Titus weiß, er muss handeln, muss nun beweisen, dass er noch der König ist, der in dieser Situation gebraucht wird. Aber was, wenn er nicht stark genug ist, die Seinen zu beschützen, wenn er nur noch ein Schatten ist, nicht fähig, dem Feind etwas entgegen zu halten?

Rezension:
Nach wie vor wird Penelope bei den Solani gefangengehalten, weil diese ihr nicht vertrauen. Als Titus sie zur Rede stellen will, erwacht ihre ‚innere Kampfmaschine‘, und gegen ihren bewussten Willen kämpft sie sich den Weg frei. Was zurück bleibt, ist ein vollkommen zerstörtes Quartier der Solani. Penelope weiß nicht, wie viele von denen sie ohne eigenes Wollen getötet hat. Wie soll es jetzt weitergehen?
„Im Zeichen des Lotus“ startet mit diesem Band in die 2. Staffel. Das Rätsel um Penelope wird immer komplexer, aber auch zu den Solani kommen eher neue Fragen hinzu als alte beantwortet werden. Leider lässt Valerie Loe den Spannungsbogen in diesem Band eher durchhängen. Nach einem actionreichen Kampf gleich am Anfang dümpelt die Handlung ohne nennenswerte Entwicklung etwas vor sich hin, bevor im allerletzten Abschnitt des Bandes völlig unerwartet ein aufsehenserregender Cliffhanger kommt. Für den Leser bleibt zu hoffen, dass dieser in einem etwas handlungsreicherem Band 8 aufgelöst wird.

Fazit:
Nach einem kurzem, aber actionintensiven Auftakt plätschert dieser Band leider etwas zu ruhig dahin.

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Der Krebskönig

Lisa Straubinger
Der Krebskönig

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Der letzte Ausflug

Klappentext:
Eine berührende Vater-Tochter-Kurzgeschichte
Erinnerungen an ein vergangenes Leben, an vergangene Zeiten am Meer, an eine vergangene Familie. An den Vater, der nach schwerer Krankheit gestorben ist. An die Verabschiedung zwischen Vater und Tochter, die trauriger nicht sein könnte. Erinnerungen an den Krebskönig.

Rezension:
Eine Tochter erinnert sich daran, wie es war, als ihr Vater an Krebs starb. Damals war sie noch zu jung, um das wirklich zu verstehen.
Lisa Straubingers Kurzgeschichte ist sehr gefühlsbetont verfasst, sodass der Leser die Gefühlswelt des kleinen Mädchens beinahe mitzuerleben glaubt. Mir persönlich ist sie aber deutlich zu düster angelegt. Ein paar mehr freudige Erinnerungen zur Auflockerung wären sicher gut gewesen.

Fazit:
Ein sehr trauriger booksnack, betont sentimental und melancholisch, beinahe schon melodramatisch.

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Das Maskenhandwerk

Dennis Mombauer
Das Maskenhandwerk

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Im Bann der Armschienen

Klappentext:
Zwei rivalisierende Reiche, zwei junge Männer, zwei Geschichten. Huapan und Subesato stehen im Schatten ihrer Elternhäuser: Huapan ist der Sohn einer erfolgreichen Kauffrau und Senatorin Huanamthangs, Subesato der des Autarchen von Aurudate. Beide gelangen in den Besitz mysteriöser Artefakte und werden in den Mahlstrom eines losbrechenden Krieges gesogen, der sie von den Ufern des Yamowashi über das monsungetränkte Jadeland bis zu den Dämmerungsbergen führt. Dabei geht es wieder und wieder um Macht, um Rollenerwartungen und die damit verbundenen Fragen: Was bleibt von Subesato, wenn seinen Wünschen keine Grenzen gesetzt sind? Was von Huapan, wenn er mit seiner Maske jedes Gesicht aufsetzen kann? Und gibt es von einmal eingeschlagenen Pfaden noch ein Zurück?

Rezension:
Im Krieg gegen Huanamthang betreut der Autarch von Aurudate seinen jüngsten Sohn Subesato mit einem ersten kleinen Kommando. Der kleine Trupp wird von den feindlichen Verbänden jedoch komplett aufgebracht. Lediglich den jungen Kommandeur lässt der feindliche General einfach kaufen, weil er den Jungen für unwichtig hält. Der Autarch ist von seinem Jüngsten, der sich nie für das Kriegshandwerk interessierte, so enttäuscht, dass er ihn verbannt. Subesato sinnt auf Rache für diese Erniedrigung.
Huapan, Sohn einer einflussreichen Senatorin Huanamthangs, wird Zeuge, wie der berühmte Oberkommandierende vom Senat entlassen wird, weil er den Sohn des Feindes verschonte. Während seine Mutter darin eine politische Intrige wittert, wünscht sich Huapan nichts mehr, als endlich Abenteuer zu erleben. Als der neue Oberkommandierende mitten in der Monsunzeit zu einem neuen Feldzug gegen Aurudate aufbricht, schließt er sich dem Heer als Beobachter an.
Diesen Roman zu beurteilen, fällt nicht leicht. Auf dem Cover wird er als „Fantasy“ bezeichnet, und das kann man keinesfalls abstreiten, denn magische Artefakte, an die sowohl Subesato als auch Huapan kommen, spielen eine grundlegende Rolle. Allerdings besteht ein Großteil der Handlung aus – wiederholt ziemlich blutiger – Kriegs-Action, in der die jeweiligen Artefakte oft in den Hintergrund treten. So gesehen würde eine Bezeichnung als (Anti-)Kriegsroman mit phantastischen Elementen dem Buch sicher besser gerecht werden. Auch der Titel „Das Maskenhandwerk“ ist vielleicht nicht ganz optimal gewählt. Zwar spielen (insbesondere 2) Masken eine tragende Rolle, der Hersteller dieser bleibt aber bis zum Schluss eine mysteriöse Gestalt, deren Hintergründe komplett offen bleiben. Die Herstellung der Masken, deren Thematisierung durch den Titel nahegelegt wird, spielt in keinem einzigen Satz eine Rolle.
Dennis Mombauer gelingt es, dem Leser im zwischen den beiden Protagonisten wechselndem Blickwinkel deren Motivationen und Gefühle zu vermitteln. Beim Lesen kann man die tragischen Schicksale der Helden mitfühlen. Die Welt, in der diese Geschichte angesiedelt ist, basiert auf einem Gemisch von südamerikanischen und asiatischen Elementen, stellt also ein durchaus ungewöhnliches Ambiente dar. Trotzdem werden ‚typische Fantasy-Leser‘ genau wie Freunde von Happyends mit diesem Buch wohl eher weniger warm werden. Die passende Zielgruppe dürfte eher bei Liebhabern harter und blutige Kriegs-Action liegen.

Fazit:
(Anti-)Kriegsroman meets Fantasy, wobei der Schwerpunkt deutlich auf ersterem Genre liegt.

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Gravitationsantrieb: Der Versuch des Unmöglichen

Dieter Schulz-Hoos
Gravitationsantrieb: Der Versuch des Unmöglichen

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Einstein war gestern

Klappentext:
Ein Denkansatz und Patenantrag, den man gelesen haben sollte, bevor man sich unzutreffend auf Albert Einstein bezieht und behauptet, dass es eine interstellare Raumfahrt schon aus Prinzip nie geben könnte. Es kann und es wird diese Zukunft des Menschen geben, wenn man verstanden hat, was Einsteins mathematischer Ansatz tatsächlich beschreibt.

Rezension:
Dieses eBook stellt in gewisser Weise einen kommentierten Patentantrag dar. In diesem stellt der Autor einen per Gravitation wirkenden neuartigen Motor sowie die diesem zugrundeliegenden Theorien vor.
Ich möchte nicht behaupten, Dieter Schulz-Hoosʼ Theorien inhaltlich vollständig zu verstehen. Unmissverständlich ist jedoch, dass er Ideen der Quantentheorie so erweitert, dass es ihm damit – zumindest seiner Meinung nach – gelingt, die bisher nach aktuellen Kenntnisstand als unvereinbar geltenden Widersprüche zwischen Quantentheorie und Relativitätstheorie zu überbrücken. Selbstverständlich sind diese neu aufgestellten Theorien höchst spekulativ. Wie die wissenschaftliche Beurteilung dieser aussieht, kann ich nicht beurteilen. Hat überhaupt schon ein anerkannter Physiker diese Ideen beurteilt?
Selbst wenn sich Dieter Schulz-Hoosʼ Theorien jedoch als richtig herausstellen sollten – was zweifellos eine wissenschaftliche Sensation darstellen würde –, halte ich es doch für höchst zweifelhaft, dass der von ihm erfundene Motor noch während der Laufzeit eines Patents wirtschaftlich verwertbar werden könnte. Wozu also diese Patentanmeldung?

Fazit:
Wissenschaftlich und technisch fragwürdig – doch für SciFi-Fans sind die hier gebotenen Ideen zweifellos einen Blick wert.

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Carls Tango

Monika Detering
Carls Tango

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Verlust einer Tanzpartnerin

Klappentext:
Eine Kurzgeschichte über die Liebe und die Kunst, den richtigen Moment zu finden
Carl war einsam und erst die Tangomusik lockte ihn nach draußen. Er meldete sich zum Tango-Kurs an, wo er zu gern mit der schönen Alice tanzte, so lange, bis er von ihren Plänen erfuhr. Nie hatte er erfahren, was sie einst zu ihm sagen wollte. Nie hatte er erfahren, dass sie einmal um ihn weinen würde …

Rezension:
Carl ist 50 und ziemlich einsam. Als er das Plakat eines Tango-Kurses sieht, meldet er sich spontan an – und findet auch schnell eine geeignete Übungspartnerin. Doch von heute auf morgen bleibt diese der Tanzschule fern.
Monika Detering gelingt es in diesem booksnack, die Gefühle ihres Protagonisten überzeugend darzustellen. Der Knackpunkt der Geschichte ist jedoch eine Szene, in dem seine Tanzpartnerin Alice Carl etwas sagen will, aber nicht dazu kommt. Diese Tatsache wird am Ende der Kurzgeschichte nochmals angesprochen. Mein Problem zum Verständnis der Story liegt jedoch darin, dass es sich mir nicht erschließt, was sie ihm sagen wollte. Aus diesem Grund ist es mir leider unmöglich, die eigentliche Aussage zu erkennen.

Fazit:
Eine einfühlsam geschilderte Kurzgeschichte, deren Aussage sich mir allerdings nicht erschließt.

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Drachenwelt – 1 – Die Piratin

Annemarie Nikolaus
Drachenwelt – 1 – Die Piratin

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Pferde für die Dracheninsel

Klappentext:
Drachenwelt
Nanja, die Piratin von den Schwimmenden Inseln, stiehlt ein Dutzend Pferde vom nächstgelegenen Kontinent. Ein Adliger der Dracheninsel will sie gegen die einheimischen Drachen antreten lassen und mit dem Spektakel seine Macht festigen.
Doch erst eine Flaute, dann ein Erdbeben und schließlich ein Angriff von Dämonen drohen Nanjas Geschäft mit dem Adligen zu ruinieren. Es scheint, als sollten die Pferde die Dracheninsel nicht erreichen.
Dann wird Nanjas Auftraggeber selbst zu ihrem Feind, denn er braucht den einen der Seefahrer, der mit den Pferden umgehen kann. Er bringt Ron in seine Gewalt und nimmt Nanja als Geisel, damit er das Rennen für ihn gewinnt.
Aber als Ron dann wieder frei ist, ist er keineswegs in Sicherheit …
Jeder Roman der Reihe ist eine abgeschlossene Geschichte.

Rezension:
Im Auftrag des Ratsherrn Margoro haben die Piratin Nanja und ihre Mannschaft auf dem Festland Pferde gestohlen. Beim jährlichen Drachenrennen auf der Dracheninsel sollen diese die hier noch nie gesehene Sensation werden. Doch der Transport der Tiere verläuft alles andere als gut. Zuerst wird das Wasser knapp, weil das Schiff in eine langandauernde Flaute gerät. Kaum ist diese überwunden, stehen die nächsten Probleme Schlange. Außerdem ist Besatzungsmitglied Ron der einzige, der sich mit Pferden auskennt. Das merkt, als sie endlich ihr Ziel erreicht haben, auch Margoro, und so muss er einen Weg finden, Ron dazu zu bringen, für ihn beim Rennen anzutreten.
Mit diesem Buch startet die Autorin Annemarie Nikolaus eine Fantasy-Reihe rund um die Dracheninsel. Doch auch wenn wir es hier mit Drachen, Dämonen und Zauberei zu tun bekommen, liegt der Schwerpunkt der Handlung doch eindeutig bei den menschlichen Machenschaften und Intrigen. Wird es dem dubiosen Ratsherrn gelingen, seine Ziele zu erreichen? Kann Nanja Ron dazu bewegen, Teil ihrer Besatzung zu bleiben? Und welche Ziele verfolgen die Rebellen?
Bei all den spanenden Abenteuern bleiben die Hintergründe jedoch recht schwammig und werden kaum beleuchtet. Selbst über die der Hauptprotagonistin Nanja erfährt der Leser nur wenig, bei Ron sind es lediglich Andeutungen – und alle anderen Personen haben schlichtweg keinen Hintergrund. So fehlt der Geschichte leider die Tiefe, um sich als Leser wirklich in das Abenteuer hineinversetzen zu können. Natürlich ist es möglich, dass einige der fehlenden Informationen in späteren Bänden noch offenbart werden, diesem Buch für sich genommen fehlt jedoch manches, was für ein vollständiges Verständnis wünschenswert wäre.

Fazit:
Dem interessanten Ansatz für ein Fantasy-Abenteuer fehlt etwas Tiefe. Es bleibt zu hoffen, dass diese in späteren Bänden ausgebaut wird.

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Sherlock Holmes und die gefallenen Mädchen

Astrid Pfister
Sherlock Holmes und die gefallenen Mädchen

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Spur ins East End

Klappentext:
Jack the Ripper ist zurück … davon ist zumindest Inspector Lestrade fest überzeugt.
Und die gefallenen Mädchen, die bestialisch verstümmelt im Londoner East End gefunden werden, lassen ebenfalls kaum einen anderen Schluss zu.
Aber Holmes wäre nicht Holmes, wenn er nicht sofort einen neuen Fall wittern würde.

Rezension:
Holmes und Watson sitzen in der Wohnung in der Baker Street und langweilen sich. Seit dem letzten Fall ist schon einige Zeit vergangen, was sich besonders auf Holmes Laune nicht gerade positiv auswirkt. Da kommt ein überraschender Besuch Inspector Lestrades gerade recht. Unter dem Mantel strengster Verschwiegenheit berichtet dieser, dass Jack the Ripper offenbar zurück ist. Im East End wurden bereits wieder mehrere übel zugerichtete Frauenleichen aufgefunden. Natürlich bricht Holmes unverzüglich zum neuesten Tatort auf.
In der Reihe „Baker Street Tales“ veröffentlicht der Arunya Verlag derzeit inhaltlich nicht näher zusammenhängende Neo-Holmes-Romane verschiedener Autoren, darunter auch das hier besprochene Buch. Astrid Pfister gelingt es darin recht gut, die Stimmung der Originalgeschichten zu treffen, auch wenn Dr. Watson, aus dessen Aufzeichnungen auch dieses Abenteuer geschildert wird, deutlich selbstbewusster und aktiver als bei Doyle auftritt.
Leider wirkt die Lösung des Falls etwas überhastet, was allerdings zumindest teilweise daran liegen könnte, dass die Länge der Geschichten vom Verlag limitiert ist. Allerdings erreicht die Konstruktion des kriminalistischen Rätsels auch nicht ganz die intellektuelle Tiefe des Originals. Somit kommt die Enthüllung des Täters für den Leser nicht wirklich überraschend. Seine detektivischen Meisterleistungen muss der berühmte Detektiv hier nicht voll ausspielen.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Sherlock-Holmes-Fall, in dem sein detektivische Spürsinn jedoch nicht in gewohntem Maße gefordert wird.

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Rost auf dem Fahrrad

Saskia Louis
Rost auf dem Fahrrad

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Das Altern macht nicht schöner

Klappentext:
Was haben ein alter Mann und ein rostiges Fahrrad gemeinsam? Sie haben beide eine Geschichte zu erzählen.

Rezension:
Bei einer Fahrt mit seinem Fahrrad stellt ein Witwer fest, dass zwischen seinen Alterserscheinungen und denen seines Fahrrads eigentlich kein grundlegender Unterschied besteht.
Saskia Louis präsentiert in dieser Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe ein paar kurze philosophische Gedanken über das Altern. Auch wenn diese durchaus das Nachdenken lohnen, gelangt am Ende weder der Protagonist noch der Leser zu einer wirklichen Erkenntnis. Auch der Grund, wieso der Mann eine – wie er weiß – defekte Telefonzelle aufsucht, erschließt sich dem Leser leider nicht. Mit einer besseren Rahmenhandlung könnten die Gedanken über das Altern deutlich gewinnen.

Fazit:
Ein paar philosophische Gedanken über das Altern – leider nicht mehr.

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Verhexte Westwick-Krimis – 1 – Verhext und zugebaut

Colleen Cross
Verhexte Westwick-Krimis – 1 – Verhext und zugebaut

Übersetzung: Daniela Maizner

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Rätsel um den Ehrengast

Klappentext:
Ein verhexter Krimi aus Westwick Corners!
Cendrine West hat ein Geheimnis – sie will eigentlich gar keine Hexe sein. Ihre Zauberkunst ist auch nicht besonders gut, eine Tatsache, an die sie ihre Tante Pearl ständig erinnert. Aber sie kann sich der Hexenwelt nicht so einfach verschließen, schon gar nicht in dem kleinen Westwick Corners, wo die Hexen der Familie West schon seit Generationen für Chaos sorgen.
Weitere Schwierigkeiten bahnen sich an, als kurz vor Cendrines Hochzeit eine Leiche auftaucht. Sie erkennt die magischen Verwicklungen in diesem Fall und entdeckt eine Seite an ihrem Verlobten, die ihr so gar nicht gefällt. Cendrine wird gezwungen, sich mit ihren eigenen Kräften auseinanderzusetzen. Werden sie ausreichen, um ihre Familie und die Stadt zu retten?
Am Tatort zeigen alle Beweise auf ihre Tante Pearl, die unbedingt verhindern will, dass Touristen den Weg nach Westwick Corners finden. Dann will sie auch noch unbedingt Tyler Gates, den gutaussehenden neuen Sheriff, aus der Stadt jagen, so wie sie es bereits mit seinen Vorgängern getan hatte. Schlussendlich mischt sich auch noch der Geist von Oma Vi ein und das Chaos nimmt seinen Lauf.
Zwischen Sheriff Gates und Cendrine fliegen Funken, während die Beweise gegen Tante Pearl immer belastender werden. Kann Cendrine den Fall – und ihr Herz – in die richtige Richtung lenken?
Wenn Ihnen unterhaltsame Krimis mit einem Schuss Humor und etwas Zauberkraft gefallen, dann wird es Ihnen in Westwick Corners gefallen.

Rezension:
Cendrine betreibt die einzige Zeitung der Kleinstadt Westwick Corners, eines Städtchens, das seit der Verlegung des Highways langsam am Aussterben ist. Ihre Familie hat kürzlich den Familiensitz in ein Hotel umgebaut und hofft, damit Touristen anzulocken. Lediglich ihre Tante Pearl versucht, genau dies zu verhindern, obwohl auch die meisten anderen Bürger des Städtchens darin die einzige Überlebenschance ihrer Heimatstadt sehen. Was ihre Mitbürger und selbst ihr Verlobter, der Bürgermeister, jedoch nicht wissen: Cendrine und ihre Verwandten sind Hexen. Als der steinreiche Besitzer eines Reiseunternehmens die Einladung zur Hoteleröffnung akzeptiert, scheinen die Chancen auf Erfolg gut zu stehen, doch wenige Stunden vor der geplanten Eröffnungsfeier liegt gerade der Ehrengast übel zugerichtet tot im Gartenpavillon. Und verschiedene Indizien weisen auf Tante Pearl als Täterin. Wird der Zwischenfall alles ruinieren?
Der Anfang von Colleen Crossʼ Fantasy-Krimi erweckt beinahe den Eindruck, als würde die Geschichte auf eine kitschige Lovestory zwischen der Hauptprotagonistin und dem neuen Sheriff hinauslaufen. Dies bewahrheitet sich zum Glück – zumindest in diesem Band – nicht. Allerdings vergeht einige Zeit, bis die eigentliche Haupthandlung in Schwung kommt.
Ein Problem der Geschichte ist es vielleicht, dass sich die Autorin nicht so ganz entscheiden kann, wo der Schwerpunkt liegen soll; auf Cendrines Familienverhältnissen, ihrem Gefühlsleben, dem Mordfall oder der Magie. Manches wird einfach als gegeben vorausgesetzt, ohne dass es aus der Handlung heraus begründet wird. So taucht mitten in der Handlung plötzlich der Gedanke auf, dass eine gerade hinzugekommene Hexe, wenn sie einmal da ist, doch gleich Cendrines Bruder, den sie (irgendwann) in einen Hund verwandelt hat, wieder zurückverwandeln könnte. Weder vom Bruder noch dem derzeitigen Hund war bis zu diesem Zeitpunkt jemals die Rede gewesen. Das wirkt auf den Leser nicht wirklich rund.
Da der Titel allerdings andeutet, dass wohl noch weitere Abenteuer um diese Hexenfamilie geplant sind, könnte sich die Geschichte in den kommenden Bänden eventuell noch einlaufen. Wenn die Grundlagen erst einmal gelegt sind, konzentriert sich die Handlung dann vielleicht mehr auf die magische Lösung der Kriminalfälle.

Fazit:
Die Idee hinter diesem Fantasy-Krimi ist ausbaufähig. Der vorliegende 1. Band schöpft das Potential jedoch nicht annähernd aus.

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