Nachtkämpfer – 1

Linda Winter
Nachtkämpfer – 1

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Der Dschungel der Großstadt

Klappentext:
Eine Gruppe junger Kämpfer beschützt die Bevölkerung New Yorks vor den Kreaturen der Nacht
Die Kinder der Nacht leben parallel zur Menschenwelt, unerkannt, doch gefährlich. Dämonen, Werwölfe und Vampire. Seit Anbeginn der Zeit sind die Nachtkämpfer damit betraut, diese Kreaturen zu bekämpfen. Krieger, Ritter, Jäger sowie Magier werden darauf trainiert sie in Schach zu halten, die Menschheit vor ihnen zu beschützen und das Geheimnis zu bewahren. Doch genau dieses droht nun entdeckt zu werden, denn die Kreaturen wandern in die Städte und verändern sich. Um der Situation Herr zu werden, beruft der Nachtrat die besten Kämpfer nach New York um sie zu Stadtkämpfern auszubilden. Unter ihnen befinden sich die einundzwanzigjährige Jägerin Cleo und ihr bester Freund Jim, der Krieger Loki, die Magierin Mia sowie die drei Ritter Tobias, Oli und Vera. Aus den unterschiedlichsten Regionen der Erde stammend und grundverschieden müssen sich die sechs jungen Nachtkämpfer als Einheit den Gefahren und Herausforderungen stellen, welche sie mit dem Experiment Stadtnachtkämpfer erwartet.

Rezension:
Als Nachtkämpferin ist es Cleos Job, in den Weiten Sibiriens Kreaturen der Nacht zu jagen. Vampire, Werwölfe und diverse andere hinterhältige Geschöpfe sind ihre Gegner. Loki bekämpft in Schottland ähnliche Probleme, genau wie Tobias und Oli in Australien oder Mia in Japan. So ähnlich ihre Aufgaben sind, so unterschiedlich sind die Charaktere der Nachtkämpfer, die unterschiedlichen Kasten angehören. Als sich jedoch in New York eine wahre Epidemie der dunklen Wesen anbahnt, braucht der Nachtrat seine besten Leute dort. Obwohl diese alle lieber in ihrem bisherigen Einsatzgebiet als Einzelkämpfer weiterarbeiten würden, lässt man ihnen keine Wahl. Sie müssen ein Team bilden. Das Problem dabei ist, dass sich Jäger wie Cleo, Krieger wie Loki, Ritter wie Tobias und Oli sowie Magier wie Mia traditionell nicht ausstehen können. Wird es das gemeinsame Ziel schaffen, die so verschiedenen Nachtjäger zusammenzuführen?
Die Linda Winters neuer Urban-Fantasy-Reihe zugrundeliegende Idee klingt irgendwie vertraut und doch auch wieder neu. Ein Team von Kämpfern, das möglichst unbemerkt von ‚normalen‘ Menschen mitten in einer Großstadt Geschöpfe der Nacht jagt, klingt durchaus interessant und könnte spannend werden. Zumindest in diesem Auftaktband der Reihe finden Interaktionen mit phantastischen Gegnern jedoch nur in wenigen Szenen statt. Den weitaus größeren Teil nimmt der ‚Zickenkrieg‘ zwischen den (auch männlichen) Nachtkämpfern ein. Ein Urban-Fantasy-Feeling kommt dabei kaum auf.
Dem bisher geäußerten Kritikpunkte könnte man zugutehalten, dass dieser Band erst die Einleitung in die eigentliche Handlung darstellt, in der das Fantasy-Element dann hoffentlich einen größeren Raum einnehmen wird. Allerdings muss man auch den sprachlichen Feinschliff bemängeln. Insbesondere die Zeitformen werden teilweise recht wild durcheinandergemischt. Hier wäre eine gründliche Überarbeitung angeraten. Alles in allem muss man sagen, dass nach diesem Band noch nicht absehbar ist, inwieweit sich diese Reihe hin zu einer interessanten Handlung entwickeln kann.

Fazit:
Dieser Auftakt zu einer Urban-Fantasy-Reihe im wörtlichen Sinn bietet noch einiges Verbesserungspotenzial.

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Valerie Dearborn – 1 – Liebe ist Finsternis

Caroline Hanson
Valerie Dearborn – 1 – Liebe ist Finsternis

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Die Träume der Emphatin

Klappentext:
Valerie Dearborn will ein unbeschwertes Leben, aber stattdessen ist ihr Leben eher wie ein Kugelfisch: stachelig, ungewöhnlich und – wenn nicht genau richtig gehandhabt – tödlich. Als sie für ihr Studium nach London geht, weiß sie, dass sie endlich frei ist. Ihr Vater und Fast-Freund sind in Kalifornien und sie hat dem Vampirgeschäft endgültig den Rücken gekehrt. Oder etwa nicht? Sie zieht die Aufmerksamkeit von Lucas, einen 1600 Jahre alten Vampir und König seiner Art, auf sich. Er ist außerdem verdammt heiß. So golden wie Luzifer und ebenso verführerisch, macht er Valerie ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann – sie soll ihm helfen herauszufinden, ob die Anderen (Empathen, Fey und Werwölfe) noch existieren oder er wird aufhören, diejenigen zu beschützen, die sie liebt. Lucas sagt ihr, dass Empathen die größte Schwäche eines Vampirs waren, bevor sie vor hunderten von Jahren ausstarben. Während die Fey oder Werwölfe Vampire töten könnten, konnten Empathen sie zu Sklaven machen, sie beliebig mit Emotionen verführen oder ihnen Schaden. Das Detail, das er ausläßt? valerie ist eine Empathin. Uns nach 1600 Jahren gefühlsloser Existenz will Lucas Valerie, wie ein trockener Alkoholiker einen Cocktail. Kann sie diejenigen, die sie liebt am Leben erhalten, Lucas davon abhalten, an ihr herumzuknabbern, eine Revolution der Fangzähnigen überstehen und trotzdem einen Weg finden, das langweilige normale Leben, dass sie immer gewollt hatte, zu leben? Wahrscheinlich nicht, aber Junge, wie sie es versuchen wird!

Rezension:
Seit Valeries Mutter von einem Vampir getötet wurde, sieht ihr Vater seinen einzigen Lebenszweck darin, Vampirjäger zu sein. Im Gegensatz zu ihrem Stiefbruder, dessen Eltern ebenfalls von Vampiren getötet wurden, zeigt Valerie jedoch wenig Interesse an dieser Tätigkeit. Als sie ihr Zuhause endlich hinter sich lassen kann, um auf die Uni zu gehen, glaubt sie, das Thema Vampire endlich abhaken zu können. Was sie nicht weiß, ist, dass der König der Vampire damals, als ihre Mutter starb, in Erfahrung brachte, dass diese eine der von ihm für ausgestorben gehaltenen Emphaten war. Valerie muss also auch eine sein! Deshalb stellt er sie ohne ihr Wissen unter eine Art vampirischen Naturschutz, denn er hofft, durch sie weitere Emphaten sowie die ebenfalls für ausgestorben gehaltenen Werwölfe und Fay auffinden zu können. Schließlich nimmt der König Kontakt zu Valerie auf – und stellt deren Leben damit auf den Kopf.
Caroline Hansons Reihenauftakt verspricht beim Lesen des Klappentextes interessant zu werden. Vampire, Werwölfe, Fay – was will der Genre-Freund mehr? Dieser Teil der Handlung erfüllt die erwähnten Erwartungen auch weitgehend, obwohl Fay und Werwölfe in diesem Band noch nicht persönlich in Erscheinung treten. Bedauerlicherweise macht dieser Teil jedoch nur (grob geschätzt) ⅓ des Buches aus. Der restliche, deutlich umfangreichere Anteil der Handlung beschreibt extrem ausführlich, wie die Protagonistin jedes männliche Wesen – egal ab Mensch oder Vampir, ob der König, ihr Stiefbruder oder ein Kommilitone –, mit dem sie sich alleine in einem Zimmer aufhält, daraufhin analysiert, wie sie dieses dazu überzeugen könnte, ihr ins nächstgelegene Bett zu folgen. Eigenartigerweise haben es die menschlichen und vampirischen Männer bei weitem nicht so eilig, über Valerie herzufallen. Somit fällt dieses Werk leider eindeutig in die Kategorie Romantasy.
Auf der Habenseite kann Caroline Hansons eBook einen soliden Stil verbuchen, bei dem das Lesen durchaus Spaß macht.

Fazit:
Die interessanten Story-Ideen dieser Urban Fantasy muss der Leser leider zwischen unzähligen erotischen Gedanken der Protagonistin suchen.

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Erstens kommt es anders

Helmut Hafner
Erstens kommt es anders

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Der Tanz des Barons

Klappentext:
Ein Baron auf dem Mountainbike
Der Baron von Lüttritz führt ein Leben nach Plan: keine Überraschungen, nichts Unvorhergesehenes. Bis ihm eines Tages ein Verkehrsunfall und die hübsche Besitzerin einer Tanzschule in die Quere kommen und sein ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellen. Endlich begreift er: Die Liebe kann man zum Glück nicht planen.

Rezension:
Baron von Lüttritz ist Bauunternehmer, sein Leben folgt einem eingefahrenen Pfad, von dem er nie abweicht. Als sein Chauffeur auf der Heimfahrt jedoch einen Unfall mit einer Radfahrerin hat, ändert sich einiges, denn zwischen dem Baron und der Radfahrerin funkt es.
Die Kurzgeschichten aus der booksnacks-Reihe haben ein gemeinsames Merkmal: Sie sind kurz. Was nicht verwundert, denn schließlich heißen sie ja Kurzgeschichten. Während andere eBooks dieser Reihe jedoch beweisen, dass man in dieser Kürze trotzdem eine in sich abgeschlossene Geschichte erzählen kann, gelingt dies Helmut Hafner in dieser jedoch nicht wirklich überzeugend. Den Schreibstil kann man durchaus als gut bezeichnen, auch die Vorstellung des Barons in seiner etwas altmodisch erscheinenden Persönlichkeit ist gelungen, doch seine Gefühle für die Tanzlehrerin und der daraus folgenden Persönlichkeitswandel kommen nicht so richtig beim Leser an. Die inneren Beweggründe des Protagonisten bleiben dabei leider auf der Strecke.

Fazit:
Diese heitere Lovestory kann leider nicht gänzlich überzeugen.

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Für Ruhm und Krone – 1 – Sklavin, Kriegerin, Königin

Morgan Rice
Für Ruhm und Krone – 1 – Sklavin, Kriegerin, Königin

(Übersetzung: unbekannt)

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Morgans Gabe

Klappentext:
Von der Nummer 1 Bestseller Autorin Morgan Rice eine neue mitreißende Fantasy-Serie. Die siebzehn Jahre alte Ceres aus der Reichsstadt Delos ist ein hübsches wenngleich auch armes Mädchen, das als Bürgerliche ein hartes und beschwerliches Leben fristet. Tagsüber liefert sie die von ihrem Vater geschmiedeten Schwerter am Palast aus während sie in der Nacht heimlich am königlichen Hof trainiert, denn ihr größter Traum ist es den für Mädchen verbotenen Beruf der Kriegerin auszuüben. An einen Sklavenhalter verkauft scheint dieser Traum für sie zu platzen. Der achtzehnjährige Prinz Thanos verabscheut die Machenschaften der königlichen Familie zu der auch er gehört. Er hasst das harte Vorgehen gegen das Volk und vor allem den brutalen Wettstreit – Die Tötungen – um den sich im Reich alles dreht. Er sehnt sich danach aus dem Gefängnis seiner Abkunft auszubrechen. Obwohl er selbst ein hervorragender Kämpfer ist, sieht er keinen Ausweg aus seiner Situation. Als Ceres den Hof mit ihren geheimen Kräften verblüfft, wird sie fälschlicherweise eingekerkert und sieht sich mit einem Leben konfrontiert, das sie sich schlimmer nicht hätte vorstellen können. Thanos der ihr vollständig verfallen ist, muss sich entscheiden, ob er alles für sie aufs Spiel setzen will. In einer Welt aus Betrug und tödlichen Geheimnissen lernt Ceres sehr schnell zwischen denjenigen, die die Spielregeln machen und denjenigen die als Spielsteine eingesetzt werden zu unterscheiden. Auserwählt zu sein ist dabei häufig die schlechteste Option. SKLAVIN, KRIEGERIN, KÖNIGIN ist eine tragische Geschichte über Liebe, Rache, Betrug, Ehrgeiz und Schicksal. Durch seine unvergesslichen Helden und adrenalinreiche Aktion entführt uns diese Geschichte in eine Welt, die wir niemals vergessen werden und durch die wir uns wieder neu in das Fantasy-Genre verlieben werden.

Rezension:
Freiheit ist in Delos ein Fremdwort. Während die normalen Bürger jedoch denken, zumindest der Adel könnte machen, was er will, steht in Wirklichkeit auch dieser unter der Knute des herrschsüchtigen Königs und dessen Reichsgarde. Im Gegensatz zu den Angehörigen des Adels mangelt es dem gemeinen Volk jedoch auch am Nötigsten. Selbst als angesehener Waffenschmied, der sogar den Hof beliefert, kann Morgans Vater seiner Familie kein gutes Leben ermöglichen. Dass ihre eigene Mutter sie nicht leiden kann, macht Morgan das Leben nicht leichter. Kein Wunder, dass sie und ihre beiden Brüder mit der sich formierenden Rebellion liebäugeln. Als Morgans Vater aus Geldnot die Stadt verlässt, verschlechtert sich deren Verhältnis zu ihrer Mutter weiter, bis diese ihre eigene Tochter in die Sklaverei verkauft. Als Kämpferin, die sie ist, nimmt sie dieses Schicksal natürlich nicht einfach hin. Eine sich in unregelmäßigen Abständen zeigende Gabe, die Morgan weder beherrschen noch wirklich einschätzen kann, und ihr Gefühlschaos machen das alles nicht einfacher.
Ein unterdrücktes Leben in einer mittelalterlich anmutenden Welt ist im Fantasy-Genre natürlich ein Standart-Setting. In der bisherigen Handlung ist die Gabe der Protagonistin, die auch für den Leser mehr angedeutet als wirklich beschrieben wird, jedoch das einzige Fantasy-Element. Ansonsten bewegt sich das Geschehen bisher im Rahmen des physikalisch möglichen. Es dürfte allerdings anzunehmen sein, dass sich dies in den folgenden Bänden ändert.
Morgan Rice gelingt es, in diesem Reihenauftakt eine durchaus interessante Welt zu erschaffen. Auch ihre Protagonistin Morgan erscheint sympathisch. Dennoch weist dieses Buch leider einige erhebliche Schwächen auf. Zum einen müssen da mehrere Logikfehler, vor allem den zeitlichen Ablauf betreffend, genannt werden. Auch der Titel „Sklavin, Kriegerin, Königin“ (im Original „Slave, Waarior, Queen“) wirft Fragen auf. Die Protagonistin ist zweifellos eine Kriegerin, zeitweise eine Sklavin, eine Königin – egal ob im wörtlichen oder nur übertragenen Sinn – aber definitiv nicht. Die Königin des Reichs kommt zwar als Antagonistin vor, doch in die Aufzählung passt das nicht so recht hinein. Da kann man sich als Leser nur fragen, was sich die Autorin bei ihrer Titelwahl gedacht hat. Beim Besuch von Morgan Riceʼ Autorenseite bei Amazon fällt allerdings auf, dass sich die Autorin anscheinend auf Massenproduktion spezialisiert hat. Im englischen Original werden von ihr allein 3 Reihen mit 17, 11 beziehungsweise 8 Bänden gelistet. Da sind solche Flüchtigkeitsfehler vielleicht unvermeidbar.
Das größte Manko des Buches ist aber zweifellos die Übersetzung. Bereits am Klappentext kann man erkennen, dass der nirgends namentlich genannte Übersetzer einen sehr starken Drang hatte, seine Komma-Taste zu schonen. Auch sonst wirken einige Formulierungen eher ungeschickt.
All das ist schade, denn so wird viel Potenzial, welches das Setting bieten würde, verschenkt.

Fazit:
Ein interessanter Reihenauftakt, dessen Potenzial leider teilweise durch Schlampigkeit verschenkt wird.

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Die Geschichte des Großvaters

Karin Kitsche
Die Geschichte des Großvaters

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Die Entstehung des Lochs

Klappentext:
Eine schrecklich lustige Tradition
Wir alle wissen nicht, wie es nach unserem Tod weitergeht, ob unsere Nachkommen uns und unsere Geschichten und Erlebnisse vergessen und unsere Erinnerungen verblassen. Doch vielleicht sitzen die schlitzohrigen Vorfahren über uns in den Weiten des Alls und lauschen schmunzelnd, wie wir noch immer die alten Geschichten erzählen.

Rezension:
Bei einem Familientreffen gruseln sich die Kinder bei einer schaurigen Erzählung. Die Gruselgeschichte und ihre Pointe funktionieren auch heute noch, dabei hat diese doch schon der längst verstorbene Großvater erzählt, den die jetzigen Zuhörer nie kennengelernt haben.
Karin Kitsches etwas sentimentale Kurzgeschichte lässt darüber nachdenken, welche teilweise verrückten Erinnerungen zurückbleiben, wenn ein Mensch stirbt. Obwohl dieser booksnack in einem angenehm lesbaren Stil verfasst ist, kann der Funke jedoch nicht so richtig überspringen. Irgendwie hat man beim Lesen das Gefühl, es würde etwas fehlen. Die eigentliche Gruselgeschichte mit ihrem unerwarteten Ende dürfte dem Leser aber trotzdem eine Schmunzeln entlocken.

Fazit:
Eine sentimental-gruslig-lustige Kurzgeschichte, die nachdenklich macht.

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Narzissen für Herrn Abel

Monika Detering
Narzissen für Herrn Abel

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Der grüne Balkon

Klappentext:
Der schwebende Garten
Herrn Abels Frau starb. Immer wieder ruft er nach ihr. Seine Nachbarin, Frau Rosenbaum, sieht, wie er im Frühjahr auf seinem Balkon Rasen sät und Narzissen. Als sie Ostern blühen und leuchten, holt ihn sein Sohn nach Berlin. Aber Frau Rosenbaum will den Mann wieder im Haus haben und hat eine wunderbare Idee …

Rezension:
Herr Abel fühlt sich in seiner kleinen Wohnung, die er seit dem Tod seiner Frau bewohnt, verloren. Seine einzige Ablenkung ist es, den kleinen Balkon zu bepflanzen. Doch gerade, als dieser im Frühjahr zu grünen beginnt, holt ihn sein Sohn zu sich. Doch seine Nachbarin ist sich sicher, dass er auf seinem blühenden Balkon besser aufgehoben wäre.
In dieser Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe beleuchtet Monika Detering die Lebenswelt vereinsamter Rentner. Obwohl es ihr dabei durchaus gelingt, die Einsamkeit darzustellen, konnte bei mir der Funke jedoch nicht wirklich überspringen.

Fazit:
Ein Ausflug in die Einsamkeit alter Leute.

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Strandhafer

Dorit David
Strandhafer

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Unerwartete Liebe

Klappentext:
Strandhafer, Küstennebel und Insel-Liebe
Susanne will auf der Insel eigentlich nur ihre demenzkranke Tante besuchen. Doch die ist gar nicht so vergesslich wie gedacht. Kurzerhand besteht sie auf einem Strandausflug mit Ihrer Nichte und der Pflegerin Marianne. Susanne ist zunehmend fasziniert von Marianne. Die beiden kommen sich näher, doch dann ist die Tante auf einmal verschwunden …

Rezension:
Eigentlich kommt Susanne nur auf die Insel, um ihre Tante im Pflegeheim zu besuchen. Doch dann verliebt sie sich – in die Pflegerin Marianne. Aber während eines gemeinsamen Barbesuchs verschwindet die Tante plötzlich.
Leider passiert in dieser an sich gut verfassten Kurzgeschichte aus der Feder (beziehungsweise Tastatur) Dorit Davids nicht viel mehr als in vorstehender Zusammenfassung erwähnt. Der eigentliche Schwerpunkt liegt dabei auf den Gefühlen der Protagonistin, wobei der titelgebende Strandhafer praktisch keinen Beitrag zur Handlung leistet. Die Tante ist dabei eher als Nebenfigur zu betrachten.

Fazit:
Für Freunde sich entwickelnder Gefühle könnte dieser booksnack einen Blick wert sein.

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Die Wächter des Wissens – 1 – Die Anomalie in der Finsternis

David Reimer
Die Wächter des Wissens – 1 – Die Anomalie in der Finsternis

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Die Reise zum Jupiter

Klappentext:
„Fast jeder erwachsene Mann hatte als kleiner Junge den Traum Astronaut zu werden, zu den Sternen zu fliegen und Abenteuer zu erleben.“
Gemeinsam mit seiner besten Freundin Lucy verfolgt Leonard diesen Traum bis heute, den Kosmos zu bereisen, ihn zu erforschen und die Antwort auf die Frage zu finden: Sind wir alleine da draußen? Kurz nachdem er seine Doktorarbeit abgeschlossen hat, erhält er dank seines Vaters die Chance, mit Lucy bei der ESA die Ankunft der New Horizons Sonde am Pluto live mit zu verfolgen. Eine Woche später ändert sich ihr Leben grundlegend und ein aufregendes Abenteuer beginnt. Gibt es Leben in den Tiefen des Universums? Wo wird ihre Reise sie hinführen?

Rezension:
Mit Ende 20 hat Leonard eines seiner Lebensziele erreicht. Mit abgeschlossenem Studium und erfolgreicher Promotion kann er sich auf die Suche nach einem interessanten Job machen. Sein Traum wäre eine Karriere als ESA-Astronaut. Die Tatsache, dass sein Vater dort eine leitende Position innehat, könnte dabei natürlich hilfreich sein. Noch besser wäre es natürlich, wenn dort auch eine Stelle für seine alte Freundin Lucy, mit der er gemeinsam Schule und Studium absolviert hat, frei wäre. Alles kommt jedoch etwas anders. Ehe sie es sich versehen, sind Leonard und Lucy Bestandteil eines streng geheimen Projektes, von dem die Welt nichts wissen darf.
Ein SciFi-Abenteuer, das sich (zumindest anfänglich) nah an die derzeitige reale Raumfahrt anlehnt, ist sicher als relativ außergewöhnlicher Beitrag zu diesem Genre zu werten, auch wenn diese Nähe logischerweise im Verlauf der Handlung aufgegeben werden muss. Leider vergibt der Autor, David Reimer, einige Chancen dieser interessanten Idee, indem er speziell zu Beginn der Geschichte viel zu ausschweifend in Nebensächlichkeiten wie extrem detaillierte Beschreibungen von Räumlichkeiten und ähnlichem abgleitet. So vergeht ein erheblicher Teil des Buches, bevor Leonard und seine Kollegen zu ihrer abenteuerlichen Reise ins All aufbrechen. Dass dort vieles nicht wie geplant läuft, muss wohl nicht erwähnt werden.
Neben den bereits erwähnten Abschweifungen muss man dem Buch leider auch ein fehlendes Lektorat vorwerfen, was besonders an einem wilden Wechsel durch die Zeitformen zu bemerken ist. Auch der Grund, wieso die Mission dermaßen geheim gehalten werden muss, erschließt sich dem Leser nicht. In allen diesen Punkten wäre eine Nachbearbeitung wünschenswert. Zumindest bei der zu erwartenden Fortsetzung sollte der Autor auf diese Punkte achten. Dann könnte Leonards interessantes Weltraumabenteuer durchaus das Gefallen eines weiteren Leserkreises wecken.

Fazit:
Eine interessante Idee für ein relativ realitätsnahes SciFi-Abenteuer, die in der praktischen Umsetzung jedoch etwas verbesserungsfähig wäre.

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In diesem Moment

Marie Weißdorn
In diesem Moment

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Die Geschichte einer Liebe

Klappentext:
Erinnerungen sind wie Sterne
Was kann ein einzelner Moment schon bedeuten? Sind es nicht bloß einige wenige Momente, die unserem Leben die Richtung weisen? Jeder Augenblick ist kostbar. Doch bis wir dies begreifen, ist es meist schon zu spät …

Rezension:
Der junge Prinz, der genau wie sein Land namenlos bleibt, trifft endlich seine große Liebe. Doch kann die ewig halten?
Marie Weißdorns Geschichte kann man sicher als ungewöhnlich bezeichnen. Im Prinzip beschreibt sie die Liebe des Prinzen zu einem Mädchen in einer Ansammlung kurzer Szenen. Etwas verwirrend ist, dass der Verlag diese Kurzgeschichte auf dem Cover als Fantasy einordnet, denn dazu fehlen alle Genre-typischen Elemente. Als die Liebe erstmals etwas zu bröckeln beginnt, ist zwar von den Geistern, vor denen sich der Prinz hüten soll, die Rede, es wird aber schnell klar, dass dies nur im übertragenen Sinne zu verstehen ist. Auch am Ende kann der Leser leider nicht erkennen, ob die (mittlerweile) Frau des (mittlerweile) Königs wirklich oder wiederum nur im übertragenen Sinn gestorben ist. Der gelungene Erzählstil der Autorin kann jedoch über einige dieser Unsicherheiten hinwegtrösten.

Fazit:
Die Entwicklung einer Liebe in kurzen Augenblicken.

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Dämonengrab

Jörg Benne
Dämonengrab

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Das Grauen im Tempel

Klappentext:
Es will deine Seele…
Seit Generationen suchen Abenteurer in der Nähe des Dorfes Brensacker nach einer verschütteten Tempelanlage und deren legendärem Schatz. Als zwei Jungen zufällig einen verborgenen Eingang entdecken und einer der beiden unter mysteriösen Umständen verschwindet, schließen sich dem Suchtrupp auch einige Schatzsucher an. Doch auf das, was in den finsteren Gängen der Ruine auf sie lauert, ist keiner von ihnen vorbereitet…

Rezension:
Ordo träumt schon lange davon, ein Held zu sein. Als sich nach einem Sturm in der Nähe seines Heimatdorfes der Zugang zu einem legendären Tempel öffnet, beschließt er, diesen mit seinem Freund Varjan zu untersuchen. Doch bevor es dazu kommt, verschwindet Varjan mit seinen Eltern unter mysteriösen Umständen im alten Tempel. Zusammen mit Gardisten aus der nahegelegenen Stadt und Schatzsuchern, die im Tempel auf sagenhafte Schätze hoffen, macht sich Ordo auf die Suche. Im alten Tempel erwartet die Expedition jedoch das Grauen.
Zunächst könnte man Jörg Bennes „Dämonengrab“ für Fantasy, beim Klappentext eventuell sogar für Urban Fantasy halten. Zumindest erstere Vermutung kann man nicht ganz von der Hand weisen, denn diverse Fantasy-Wesen spielen im Buch eine Rolle. Insgesamt fällt dieses Werk jedoch eindeutig ins Horror-Genre. Inspiriert wurde der Autor dabei nach eigenen Angaben von einem Rollenspiel.
Erzählt werden die Ereignisse aus wechselnder Perspektive. Außer aus Ordos verfolgt der Leser das Geschehen über größere Zeiträume auch aus der Perspektive der Gardistin Nilra. Der durchaus gelungene Schreibstil des Autors kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die eigentliche Handlung überwiegend aus dem Dahinsterben der verschiedenen Protagonisten besteht. Erklärungen für die einzelnen Ereignisse bleiben leider Mangelware. So bleibt der Leser am Ende großteils ratlos zurück, was hier eigentlich wieso passiert ist.

Fazit:
Für Horror-Fans ist dieses Buch durchaus einen Blick wert, für Liebhaber klassischer Fantasy eher weniger.

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