Adels Gärten

Astrid Gräfin Matuschka, René Antonoff
Adels Gärten

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Gedüngt mit blauem Blut

Klappentext:
Astrid Gräfin Matuschka und René Antonoff reisen durch Deutschland und öffnen die Pforten zu acht feudalen Privatparks und ihren adeligen Besitzerinnen. Im Zentrum jedes Kapitels steht eine dieser Parkfrauen, ihre persönlich gestaltete Gartenanlage und ihre Gartenphilosophie. Die Autorin beschreibt den Charakter jedes Parks und zeichnet informative Porträts von allen Anlagen. Die passionierten Gärtnerinnen erzählen über die Besonderheiten ihres Landschaftsgartens, seine Bepflanzung und Nutzung. Die wunderbaren Fotografien fangen den eigentümlichen Zauber jedes Gartens in vielfältigen Lichtstimmungen ein.

Rezension:
Zu Schlössern gehören oft repräsentative Gärten und Parks. Während sich bei solchen, die heute in öffentlichem Besitz sind, meist irgendwelche Ämter um die gärtnerischen Anlagen kümmern, fühlen sich bei solchen, die noch in Adelshand sind, oft die Besitzer persönlich für die Ausgestaltung verantwortlich. Die Autorin Astrid Gräfin Matuschka und der Fotograf René Antonoff stellen hier 8 Schloss- beziehungsweise Burggärten oder -parks vor, bei denen in 7 Fällen hauptsächlich die Frauen die Verantwortung für die Erhaltung, Rekonstruktion oder Neugestaltung der Gartenanlagen übernehmen. Während die Texte die Geschichte der Grünanlagen und der zugehörigen Herrensitze relativ kurz zusammenfassen, den aktuellen Zustand beschreiben und die dahinterstehenden Personen vorstellen, sind es die Bilder, die diesem Buch das wirkliche Leben verleihen. Sehr gut aufgenommene Ansichten werden hier in hervorragender Qualität auf Hochglanzpapier wiedergegeben. Ich muss zugeben, dass ich bisher kein einziges der vorgestellten Objekte auch nur dem Namen nach kannte. Dabei sind diese Parks und Gärten fast alle öffentlich zugänglich.
Leider ist dieses 2014 erschienene Buch nur noch gebraucht erhältlich. Für Liebhaber schöner Parks ist es aber trotzdem lohnend, danach Ausschau zu halten.

Fazit:
Dieser hochqualitative Bildband präsentiert herrliche Schlossparks und -gärten.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Auge in Auge

Frans Lanting
Auge in Auge

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Tiere im Portrait

Klappentext:
Auge in Auge, das persönliche Portfolio Frans Lantings, präsentiert uns eine außergewöhnliche Sammlung von Tierfotografien eines preisgekrönten Meisterfotografen und Naturspezialisten, der laut Aussage der BBC „Standards für eine ganze Generation von Wildlife-Fotografen gesetzt“ hat. In einem Zeitraum von 20 Jahren entstanden diese über 140 Aufnahmen, in denen sich die individuelle und einzigartige Ästhetik offenbart, mit der Frans Lanting uns eine neue Sicht auf die Welt der Tiere eröffnet hat. Die New York Times schrieb über seine Arbeit: „Frans Lanting gelingt es, Tiere, die wir alle kennen, auf so eindringliche Weise zu porträtieren, dass uns deren Bilder nicht mehr loslassen.“ Seine Fotografien werden von persönlichen Geschichten und Beobachtungen begleitet, die er während seines Lebens mit wilden Tieren auf der ganzen Welt sammeln konnte: von den Orang-Utans in den Regenwäldern Borneos bis zu den Kaiserpinguinen der Antarktis. Nur wenigen Menschen war es jemals vergönnt, so vielen verschiedenen Tieren Auge in Auge gegenüberzustehen, und niemand kann sie so porträtieren wie Frans Lanting. „Mit Albatrossen auf einer kleinen Insel im Pazifik zu leben, mit einer Lemurengruppe durch einen Wald auf Madagaskar zu streifen … das waren die Momente in meinem Leben, in denen ich die Welt mit anderen Augen zu sehen lernte“, sagt Lanting. Und er schreibt: „Ich suche nicht nur nach der Schönheit, wie die traditionelle Wildlife-Fotografie sie darstellt. Die Perfektion, die ich in meinen Bildern anstrebe, soll die Stärke, Kraft und Würde zum Ausdruck bringen, die wildlebende Tiere in freier Natur besitzen.“ Frans Lantings Arbeit ist für Designer Kunst, für Biologen Wissenschaft und für andere die Vision einer neuen Beziehung zwischen Tier und Mensch, die uns auffordert, den Tieren direkt ins Auge zu sehen und uns dabei selbst zu entdecken.

Rezension:
Wer sich für Naturfotografie interessiert, kennt den Namen Frans Lanting, gilt der in den USA lebende Niederländer doch als einer der weltbesten Natur- beziehungsweise Tierfotografen. Ein solches Portfolio ist dann natürlich besonders interessant, bietet es doch einen Überblick über die beeindruckenden Tierporträts des Fotografen, die hier im Großformat ihre Wirkung entfalten können. Vielen sieht man an, wie nah Lanting seinen ‚Models‘ dazu kommen musste. Fast alle Fotos dieses Bildbands zeigen beeindruckende Einblicke in das Leben der Porträtierten, technisch sowie gestalterisch ausgezeichnet umgesetzt. Die sparsamen Texte fassen die Hintergründe der jeweiligen Fotos markant zusammen.
Allerdings sind die Bilder nicht ganz neu, wurde dieses Buch doch bereits 1997 erstmals aufgelegt. Die Fotografien dürften also – zumindest überwiegend – noch auf chemischem Film entstanden sein. Auf einzelnen der Abbildungen wurden dessen Grenzen weit ausgereizt, teilweise sogar überreizt. Die doppelseitigen Bilder lassen in manchen Fällen das Korn sehr deutlich erkennen. Hier wäre weniger manchmal mehr gewesen.
Trotzdem dürfte sich dieser großformatige, auf stabilem Papier gedruckte Bildband im Regal jedes thematisch Interessierten gut machen.

Fazit:
Ein beeindruckender Bildband mit Tierporträts aus nahezu allen Winkeln des Planeten.

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Im Auftrag des Khan

Axel Brümmer, Peter Glöckner
Im Auftrag des Khan

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Kublaiʼs Kahn

Klappentext:
Nicht nur Columbus inspirierten die Geschichten Marco Polos. Auch die Weltumradler und Reisefotographen Axel Brümmer und Peter Glöckner ließen sich von den Beschreibungen des Venezianers locken. Sie reizten die landschaftlichen und kulturellen Gegensätze dieser Route wie die Sandfarben Arabiens, der biblische Berg Ararat, die Jurten auf dem Dach der Welt, die Seidenstraße und zum Schluss das ländliche China entlang der Großen Mauer. Auf der Rückreise mit einer Vier-Mast-Dschunke traf die Crew auf das bunte Völkergemisch entlang der Küsten des Indischen Ozeans und auf historischen Pfaden in den Weihrauchländern, in Indien und im ehemaligen Siam.
Diese Reisegeschichte wird in den Multimedia-Shows ›Auf den Spuren Marco Polos‹ und ›Die Dschunke‹ internationalem Publikum präsentiert.

Rezension:
Eine Weltumrundung per Fahrrad haben sie schon hinter sich, dann beschließen Axel Brümmer und Peter Glöckner, den Spuren Marco Polos per Drahtesel zu folgen. Durch Italien geht es, per Schiff übers Mittelmeer und dann durch den Nahen Osten nach China. Und da ihr Vorbild den Rückweg per Schiff zurücklegte, bauen sie eine traditionelle Dschunke nach, taufen diese mit einem Augenzwinkern „Kublaiʼs Kahn“ und fahren damit übers Meer zurück nach Italien.
Dieses Buch ist jedoch nicht der Reisebericht (den gibt es auch in Buchform – „Auf Marco Polos Spuren“ und „Die Dschunke – Vagabunden auf der Seidenstrasse des Meeres“), sondern ein Bildband mit den visuellen Eindrücken der abenteuerlichen Reise. Natürlich können 112 Seiten nur einen oberflächlichen Eindruck einer solchen Reise vermitteln, würde doch jedes einzelne der durchreisten Länder (mindestens) genug Material für einen Bildband dieses Umfangs liefern. Trotzdem bieten die Bilder ein interessantes Panorama der Reise. Die Wiedergabe in sehr guter Druckqualität auf Hochglanzpapier lässt keine Wünsche offen.
Da das Buch bereits 2006 erscheinen ist, ist es im Onlinehandel leider nur noch gebraucht zu bekommen. Die Webseite der beiden Autoren, www.weltsichten.de, bietet jedoch noch druckfrische Restexemplare.

Fazit:
Für Fans exotischer Kulturen bietet dieser Bildband ungewöhnliche Ansichten und Einblicke in überwiegend asiatische Gegenden.

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Wildlife Photographer of the Year – Portfolio 28

Rosamund Kidman Cox (Hrsg.)
Wildlife Photographer of the Year – Portfolio 28

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Die Natur in atemberaubenden Bildern

Klappentext:
For more than 50 years, the Wildlife Photographer of the Year competition has championed honest and ethical wildlife photography, while pushing the boundaries of artistic freedom, technical skill, and narrative excellence. This powerful collection of pictures features all the winning photographs from the 2018 competition. The collection represents the work of many international photographers, both professionals and amateurs. The photographs are chosen by an international jury for their artistic merit and originality, from categories that represent a diversity of natural subjects. The range of styles is diverse, as is the genre of photography, including action, macro, underwater, landscape, or environmental reportage. Each photograph is accompanied by an extended caption and there is an introduction by one of the world’s most respected nature photographers.

Rezension:
Alle Jahre wieder … Nein, es geht hier nicht um Weihnachten. Jeweils einige Wochen vor dem Fest, aber genauso regelmäßig findet in London die alljährliche Preisträgerbekanntgabe des „Wildlife Photographer of the Year“-Wettbewerbs statt. Und alle Jahre wieder erscheint rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest der dazugehörige Bildband. 2018 war es bereits die 53. Ausschreibung dieses Preises und das 28. Mal, dass die Siegerbilder als Buch präsentiert werden.
Wie gewohnt präsentiert sich dieser Bildband auch in diesem Jahr wieder in hervorragender Druck- und Verarbeitungsqualität. Immer wieder gelingt es den weltbesten Naturfotografen, ihre Motive in neuen, oft unerwarteten Ansichten darzustellen. Und das, obwohl die Anzahl eingereichter Bilder nach etwa 49000 im Vorjahr erkennbar auf diesmal rund 45000 gesunken ist.
Verglichen mit den jeweils 100 Bildern, die für die Ausstellung und den Bildband ausgewählt werden, ist das natürlich immer noch enorm viel – mehr als genug, um das Beste vom Besten zu küren.

Fazit:
Für alle Freunde der Tier- und Naturfotografie ist dieser Bildband auch im aktuellen Jahrgang wieder ein Muss.

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Die letzten Wildnisse Deutschlands


Die letzten Wildnisse Deutschlands

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Wo Deutschland noch am unberührtesten ist

Klappentext:
Der Ort, an dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, mag unauffindbar bleiben – und trotzdem: Es gibt sie noch, die unberührten Orte mitten in Deutschland, die uns erahnen lassen, wie ein Leben ohne den Mensch in unserem Land ausgesehen hätte. Majestätische Berge, um die Steinadler kreisen, ursprüngliche Wälder, die in ihrem Dickicht mystisch wirken, dazu die stürmischen Weiten des Wattenmeers – in grandiosen Bildern eröffnet »Die letzten Wildnisse Deutschlands« neue Einsichten in unsere alte Heimat. Faszinierende Fotografien der weltbesten Naturfotografen entführen in ein Deutschland, das vertraut und doch unbekannt scheint. Das kräftige Rot einer Mohnblume, das filigrane Muster eines Schmetterlings treffen auf die gewaltigen Kulissen von steilen Felswänden und tosenden Wasserfällen. Fabelhafte Panoramabilder lasen uns eintauchen in ein Lese- und Schau-Erlebnis, das Lust auf einen Ausflug in die Natur unserer Heimat macht.

Rezension:
Bildbände zu allen möglichen Themen gibt es viele. Landschaften werden dabei immer wieder gerne genommen. Leider werden dabei manchmal Fotos unterschiedlichster Qualität mehr oder weniger wahllos zusammengestellt, All das kann man diesem Bildband jedoch nicht vorwerfen. Die hier versammelten Bilder noch natürlicher oder zumindest naturnaher Orte in allen Ecken Deutschland stammen überwiegend aus Schutzgebieten wie Nationalparks. Doch es gibt sie auch noch; erhaltene Natur an Stellen, wo sie nicht ausdrücklich geschützt ist.
Die hervorragend ausgewählten, meist großformatigen Fotos werden, meist im breiten Panoramaformat, in sehr guter Druckqualität auf hochwertig wirkenden Hochglanzpapier gezeigt. Erklärende Texte werden zurückhaltend eingesetzt, sodass die sehenswerten Bilder auf den 280 Seiten eindeutig überwiegen. Dazu kommt, dass dieses Buch zu einem für diese Aufmachung und Qualität sehr günstigen Preis angeboten wird – zumindest wenn man es direkt beim Herausgeber Weltbild kauft. Bei Amazon ist es auch lieferbar, aber merkwürdigerweise trotz Buchpreisbindung deutlich teurer.

Fazit:
Dieser hervorragende Bildband deutscher Natur(landschaften) kann Naturfoto-Fans eindeutig empfohlen werden.

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INSPIRATION – Die digitalen Welten des Andreas Schwietzke

Marianne Labisch (Hrsg.)
INSPIRATION – Die digitalen Welten des Andreas Schwietzke

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Vom Bild zur Geschichte

Klappentext:
Die häufigste Frage, die Leser Autoren stellen, ist: Wo bekommen Sie Ihre Ideen her?
Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil Ideen sich immer wieder neue Wege suchen. In diesem Bildband ist die Antwort ganz einfach: Inspiriert wurden die Autoren durch Bilder von Andreas Schwietzke.
Diese Bilder erzählen Geschichten.
Die Frage ist: Sind die Geschichten des Malers identisch mit denen der Autoren?
Überzeugen Sie sich selbst, wie vielfältig die Antworten ausfallen. Eine Sammlung aus SF, Fantasy und Horror ist entstanden, die überaus anspruchsvoll und abwechslungsreich ist.
Lesen Sie, wie Enzo Asui, Gabriele Behrend, Frederic Brake, Mary Ann Dark, Sascha Dinse, Anna Exel, Bettina Ferbus, D. J. Franzen, Anke Höhl-Kayser, Daniel Huster, Simone Komosinski, Axel Kruse, Christian Künne, Ellen Norten, Susann Obando Amendt, Paul Sanker, Regina Schleheck, Michael Schmidt, Achim Stößer, Tetiana Trofusho, Vincent Voss, Arndt Waßmann und Felix Woitkowski die visuellen Inspirationen des Bildkünstlers in Texterlebnisse umsetzen.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Anke Höhl-Kayser: Der zerbrochene Mond
Daniel Huster: Der Weltraumstaubsauger
Ellen Norten: Der Kran
Gabriele Behrend: Der Smaragdwald
Tetiana Trofusha: Coming Home
Michael Schmidt: Holy Pot
Simone Komosinski: Das Gefäß
D. J. Franzen: Der Rainman
Arndt Waßmann: Planet der Träume
Axel Kruse: Die Biene
Regina Schleheck: Ein Audi
Mary Ann Dark: Bange Seelen
Christian Künne: Immernacht
Bettina Ferbus: Durch sieben Tore musst du gehen
Enzo Asui: Vom Distler und von Wiesenfliegen
Paul Sanker: Ob und wann
Frederik Brake: El Viaje
Vincent Voss: Second Life
Susann Obando Ahmendt: Das Geheimnis der verschwundenen Quellen
Achim Stößer: Vitalfunktionsangleichung oder Der Duft der Durian
Anna Exel: The Lost Island: Das verlorene Eiland
Felix Woitkowski: Anhörung in der Sache Herr Arthur Turkur
Sascha Dinse: Alioth
Diese Anthologie ist ungewöhnlich. Hier gibt es kein vorgegebenes Thema, zu dem die beteiligten Autoren Kurzgeschichten abliefern mussten. Stattdessen bilden Bilder des Künstlers Andreas Schwietzke, von denen sich die Autoren eines auswählen und eine dazu passende Geschichte verfassen konnten, die Grundlage. Das ist auch der Grund, weshalb diese Kurzgeschichtensammlung in einem eher an Bildbände erinnernden Format erscheint, denn die Bilder werden selbstverständlich der jeweiligen Story beigestellt. Auch wenn alle Beiträge in den Bereich der Phantastik gehören, fallen sie sehr unterschiedlich aus. Aber das ist man von Anthologien natürlich gewohnt.
Da es natürlich zu weit führen würde, auf alle 23 Kurzgeschichten einzeln einzugehen, sollen hier zuerst meine persönlichen Highlights (in der Reihenfolge des Abdrucks) Erwähnung finden:
Mit „Holy Pot“ präsentiert Michael Schmidt eine SciFi-Krimi-Komödie, in der eine ‚freischaffende Agentin‘ ein besonderes ‚Heiligtum‘ beschaffen soll. Diese Story konnte mich sowohl inhaltlich als auch stilistisch überzeugen.
Susann Obando Ahmendts „Das Geheimnis der verschwundenen Quellen“ führt den Leser in eine dystopische Fantasywelt, in der alle Quellen versiegt sind. Gegen den Widerstand des Anführers ihrer Gemeinschaft macht sich die junge Heldin auf den Weg, Wasser zu finden. Auch dieses Fantasy-Abenteuer finde ich sehr gelungen.
In „Anhörung in der Sache Herr Arthur Turkur“ gibt Felix Woitkowski die im Titel genannte Anhörung wieder. In Spalten werden nebeneinander die Argumente beider Seiten zur beziehungsweise gegen die Anerkennung eines durch Schrumpfung schließlich verschwundenen Mannes als Lebewesen dargestellt. Die gelungene Idee leitet leider etwas unter der doch recht unübersichtlichen Präsentation.
Auch „Das Gefäß“, „Planet der Träume“, „Der Rainman“, „Ob und wann“ und „The Lost Island: Das verlorene Eiland“ können gefallen, jedoch fehlt mir bei den 3 Letztgenannten eine richtige Aufklärung am Ende.
Allerdings gibt es auch mir negativ aufgefallene Geschichten. Bei „Immernacht“ und „Vitalfunktionsangleichung oder Der Duft der Durian“ habe ich jeweils deutlich vor dem Ende aufgegeben, weil mich diese beiden Beiträge überhaupt nicht überzeugen konnten.
Von den genannten beiden Ausnahmen abgesehen, konnten mich alle Beiträge gut unterhalten. Auch die Bilder, deren Inhalt von den meisten Autoren gut in den Geschichten umgesetzt wurde, lohnen durchaus einen intensiveren Blick.

Fazit:
Diese außergewöhnliche Phatastik-Anthologie versammelt Textadaptionen zu phantastischen Bildern.

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Thüringen aus der Luft

Dirk Laubner
Thüringen aus der Luft

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Aus luftigen Höhen

Klappentext:
Der Luftbildspezialist Dirk Laubner stellt in seinem neuesten Bildband das Bundesland Thüringen vor. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem der Blick auf die Städte und ihre Architektur. So kreist er über den beiden Großstädten Erfurt und Jena und über ehemaligen Residenzen wie Gotha, Greiz und Weimar. Reizvolle Überblicke wechseln sich mit Nahaufnahmen einzelner Bauten ab. Ebenso geraten trutzige Burgen wie der Kyffhäuser oder die Heidecksburg und prächtige Schlösser wie die Dornburger oder Schloss Burgk in den Blick. Sichtbar wird eine facettenreiche Kulturlandschaft, von wunderschöner Natur umgeben und geprägt von jahrhundertealter Besiedlungsgeschichte und herausragenden Bauwerken.

Rezension:
Ansichten ‚von oben‘ haben Konjunktur. Nicht nur im Fernsehen begegnet man immer wieder Berichten, die Regionen aus diesem Blickwinkel präsentieren, auch in der Buchhandlung stolpert man in letzter Zeit häufiger über Luftbild-Bildbände. Der vorliegende zeigt Thüringen ausschließlich aus dieser ‚gehobenen‘ Perspektive, wobei der Schwerpunkt auf den Städten liegt. Ergänzt werden diese durch ein paar kleinere Orte, Naturlandschaften und natürlich die bekannten Sehenswürdigkeiten. Die meisten der Bilder sind (mindestens) ganzseitig abgebildet. Dabei ermöglicht es die gute Auflösung, auch Details – gegebenenfalls sogar mit Hilfe einer Lupe – zu erkennen. Sogar in einem persönlich gut bekannten Städten entdeckt man Details, von denen man vorher nichts wusste. Der einzige Kritikpunkt besteht darin, dass auf der abgebildeten Übersichtskarte nur die größeren Orte, jedoch nicht die Aufnahmeorte aller enthaltenen Luftbilder eingetragen sind. So muss man bei einigen der kleineren Orte selbst als Thüringer auf externes Kartenmaterial zurückgreifen, um sie verorten zu können.

Fazit:
Für Thüringer und Thüringen-Fans ist dieser Bildband sehr zu empfehlen.

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Rummel im Plänterwald

Christopher Flade, Ludwig Neumann, Sacha Szabo
Rummel im Plänterwald

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Zwischen Medienstar und Lost Place

Klappentext:
Rechtzeitig vor der Wiedereröffnung des Spreeparks erscheint im Büchner-Verlag eine opulente Chronik zur Geschichte des Rummels im Plänterwald. Der vollfarbige Bildband versammelt eine Fülle an Fotos, Anekdoten, Insiderwissen und teils noch nie veröffentlichten Dokumenten zu einer fast vergessenen Berliner Institution.
Am 4. Oktober 1969 wurde der »VEB Kulturpark Berlin« als einziger ständiger Rummelplatz der DDR eröffnet. Nach der Wende wurde er privatisiert, modernisiert und als Freizeitpark »Spreepark Plänterwald« weitergeführt. Nach jahrelangen Versuchen, den Park zu retten, musste er am 4. November 2001 seine Tore schließen. Die meisten Attraktionen stehen noch heute im Park: das 45 Meter hohe Riesenrad dreht sich quietschend im Wind, durch die Schienen der Parkbahn wachsen Bäume, in den Pfeilern der Achterbahn nisten Vögel. Als poetischer Ort des Verfalls ist der Park in den letzten Jahren auch zum begehrten Drehort für Foto- und Filmaufnahmen geworden ist (Hollywood-Film »Wer ist Hanna?«, die deutschen Serien- und Filmproduktionen »GZSZ«, »Anna und die Liebe«, »Löwenzahn« sowie »Tatort Berlin« u. a.).
Das dreiköpfige Autorenteam zeichnet nicht nur die Geschichte dieses berühmtesten Berliner Lost Places nach, sondern beleuchtet auch seine anhaltende Faszinationskraft.

Rezension:
Allen, die aus dem Osten kommen (und alt genug sind), ist der Kulturpark im Berliner Plänterwald mit Sicherheit ein Begriff. Allen anderen wohl eher weniger. Sein Wahrzeichen, das große Riesenrad, war und ist vom weitem sichtbar. Während jedoch jeder in der damaligen DDR den Kulturpark zumindest aus dem Fernsehen kannte, wussten wohl die wenigsten von den Hintergründen seiner Entstehung. Dass viele der Fahrgeschäfte extra in westlichen Ländern eingekauft worden waren, wurde damals natürlich nicht an die große Glocke gehängt, wäre es doch ein Eingeständnis gewesen, dass die DDR-Industrie nichts Derartiges bereitstellen konnte. Nach der Wende ging es mit dem Park jedoch nur noch bergab. Abseits von Berlin und Umland verlor man den Park fast ganz aus dem Blick. Trotz des Versuchs der neuen Betreiber, den Park, der sich jetzt Spreepark nannte, mit neuen Attraktionen aufzuwerten, führte das schließlich zum Konkurs. Seit Jahren verfallen die Überreste vor sich hin.
Im vorliegenden Buch, das vom Format her als Bildband erscheint, für einen solchen aber auch recht umfangreiche erläuternde Texte enthält, wird die Geschichte dieses Parks von den Vorbereitungen der Eröffnung 1969 bis zur aktuellen Situation verfolgt. Dabei wird der Wandel von der Blütezeit der 1970er und 1980er Jahre über das Dahinsiechen in den 1990ern bis zum Lost Place des neuen Jahrtausends in Bild und Text nachvollziehbar. Vor allem bei den Bildern wäre eine (noch) stärkere Gewichtung auf die Glanzzeiten des Parks – was in diesem Fall die Vorwendezeit war – wünschenswert, doch ist entsprechendes Bildmaterial wohl nicht so leicht verfügbar. Die zahlreichen Auseinandersetzungen der Betreiber der Nachwendezeit mit städtischen Behörden werden nur angerissen, sodass sich der Leser leider kein wirkliches eigenes Bild über die jeweilige Schuldlage machen kann. Allerdings gewinnt man den Eindruck, dass unternehmerische Fehlentscheidungen zumindest einen Anteil am endgültigen Niedergang hatten.
Allen, die sich noch an eigene Aufenthalte im Kulturpark Plänterwald erinnern, kann dieses Buch nur empfohlen werden. Aber Vorsicht! Das Lesen beziehungsweise Betrachten könne zu melancholischen Gedanken führen.

Fazit:
Ein Rückblick auf die Geschichte eines untergegangenen Freizeitparks in Bild und Wort.

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⇐ Hardcoverbei Amazon
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Himmel über Thüringen

Paul-Josef Raue (Hrsg.)
Himmel über Thüringen

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Das Grüne Herz von oben

Klappentext:
Viele Stunden flogen die Fotografen der Thüringer Allgemeine über das grüne Herz Deutschlands. In diesem Buch zeigen sie ihre schönsten Bilder: Den Hainich, die Wartburg und Weimar – sie zählen zum Welterbe –, den Thüringer Wald, das Eichsfeld und den Südharz, die Städte-Kette von Eisenach und Gotha über Erfurt, Weimar, Jena bis nach Gera, dann im Osten das Altenburger Land, das Thüringer Schiefergebirge und im Süden die Seen an der Saale.

Rezension:
In der Reihe „Thüringen Bibliothek“ veröffentlicht die Tageszeitung Thüringer Allgemeine in unregelmäßigen Abständen Bücher zu Themen, die den Freistaat Thüringen in unterschiedlichster Weise betreffen. In diesem in hervorragender Qualität gedruckten Bildband werden von verschiedenen Fotografen (überwiegend) aus einer kleinen Piper aufgenommene Luftbilder präsentiert. Die Bandbreite reicht dabei nicht nur über die unterschiedlichen Regionen Thüringens, sondern auch von historischen Wahrzeichen wie der Wartburg (auch Titelbild) und Goethes Gartenhaus in Weimar, über Stadt- und Landschaftsansichten, Neubausiedlungen und Industrie- sowie Verkehrslandschaften bis hin zu Massenveranstaltungen und einem Panzerfriedhof. Der ungewohnte Blickwinkel sorgt dafür, dass man sich selbst bei Motiven, die man eigentlich gut kennt, oft schwertut, sich zu orientieren. Der Schwerpunkt wird dabei eindeutig auf die Fotografien gelegt. Außer den Bildunterschriften gibt es fast keinen Text. Dafür könne die überwiegend großformatigen Bilder um so mehr überzeugen.

Fazit:
Alle Thüringer und Thüringen-Interessierten sollten diesen Bildband unbedingt in ihr Bücherregal aufnehmen.

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Kleine Eis-Skulpturen

Evelyne Ruth Herren
Kleine Eis-Skulpturen

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Im Bann der Kälte

Klappentext:
Die Eisgebilde, die im Winter bei grosser Kälte an einem Fluss entstehen – hier an der Reuss – faszinieren die Autorin seit Jahren. Nur bei bewegtem Wasser können sich diese faszinierenden natürlichen Eisskulpturen bilden und zwar an Stellen, wo Schwemmholz liegt oder ein Ast oder Zweig in das Wasser reicht. Dazu braucht es über mehrere Tage tiefe Temperaturen, was im Unterland in den letzten Jahren recht selten ist. Schon seit vielen Jahren fotografiert sie diese wunderbaren Eisgebilde, oft mit schlechtem Erfolg. Sie zu bewundern ist das Eine, sie zu fotografieren etwas ganz anderes. Doch mit der Zeit schärfte sie ihr Auge mehr und mehr und dank der digitalen Spiegelreflexkamera (Sony – Minolta) wurde das Ausprobieren einfacher.
Im Winter 2012 waren ideale Bedingungen, mehr als eine Woche lang war es sehr kalt, ungefähr minus 10 Grad Celsius und oft sonnig. So kletterte sie auf dem Schwemmholz umher, stieg mit Fischerstiefeln ins kalte Wasser und balancierte über manchen im Wasser liegenden Baumstamm.
Die besten Fotos, die dabei entstanden sind, zeigt sie in Fotoausstellungen und nun auch in diesem Büchlein.
Lassen Sie sich verzaubern, faszinieren und begeistern von der eisigen Welt.

Rezension:
Dass Wasser bei Frost gefriert, ist keine besonders überraschende Feststellung. Die meisten dürften dabei im Zusammenhang mit Flüssen allerdings an eine mehr oder weniger geschlossene Eisdecke auf langsam fließendem Wasser denken. Doch auch an schnell fließenden Gewässern kann sich stellenweise Eis bilden. Speziell an ins Wasser hängenden Ästchen oder darin liegenden Steinen kann sich Spritzwasser und Sprühnebel zu pittoresken Eisgebilden ansammeln. Genau derartige, oft utopisch wirkende Eisgebilde hat Evelyne Ruth Herren mit ihrer Kamera gesammelt, um sie in diesem kleinen monothematischen Bildband zu präsentieren. Dabei ist eine Zusammenstellung oft überraschender Anblicke entstanden, die in guter Druckqualität Freunde meist unbemerkter Naturdetails überzeugen können. Auf textliche Erläuterungen wurde dabei fast gänzlich verzichtet.

Fazit:
Ein interessanter Bildband zu einem bemerkenswert eng gefassten Thema.

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