Kinder des Windes

Björn Springorum
Kinder des Windes

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Im Banne des Mistrals

Klappentext:
Der Wind flüstert Lola Geheimnisse zu, sie kann sich beinahe lautlos bewegen und wenn sie wütend ist, spürt sie in sich eine Kraft, die ihr Angst macht. Warum ist sie so anders? Pablo kennt die Antwort, denn die beiden teilen ein Schicksal. Sie sind Kinder des Windes und damit in großer Gefahr!

Rezension:
Die 12-jährige Lola lebt in Tarifa, der südlichsten Stadt Europas. Bei klarem Wetter kann man am Horizont Afrika erkennen, doch da war sie noch nie. Wegen ein paar mysteriöser Vorfälle ist sie eine Außenseiterin, die ihre Freizeit am liebsten beim alten Fischer Santiago verbringt. Doch plötzlich hat Lola das Gefühl, verfolgt zu werden. Dann klettert eines Nachts auch noch ein fremder Junge in ihr Zimmer, der erstaunlich viel über sie weiß. Sie soll – genau wie dieser Pablo selbst – ein Kind des Windes sein. Und als solches magische Fähigkeiten haben. Die Kinder des Windes müssen sich laut Pablo zusammentun, um die Welt vorm Amok laufenden Mistral zu beschützen.
Urban-Fantasy-Abenteuer mit jugendlichen Helden sind nicht selten. Dass diese Helden völlig unerwartet über ihre besondere Abstammung und damit einhergehende besondere Fähigkeiten erfahren, auch nicht. Das ist in diesem Genre schon fast normal. Wie schon oft bewiesen, kann dieses Grundschema aber immer wieder bestens funktionierende Geschichten hervorbringen. Auch Björn Springorum bedient sich dieser Ausgangslage, um seine junge Protagonistin für die Rettung der Welt ins Abenteuer zu schicken.
Dieses Abenteuer funktioniert auch und kann seine Leser in seinen Bann ziehen. Auch solche Leser, die deutlich älter als die Protagonistin sind, werden dabei gut unterhalten. Einen Schwerpunkt legt der Autor dabei auf Lolas (bisherigen) Außenseiterstatus und dessen Gründe. Gewisse Schwächen zeigt das Buch dagegen bei den der Handlung zugrundeliegenden Hintergrundinformationen. Was für ein Wind der Mistral ist, dürfte beispielsweise besonders Lesern im Alter der Protagonistin kaum bekannt sein. Leider fließen solche Informationen auch nicht beziehungsweise nur sehr oberflächlich in den Text ein. Die Winde und Windsysteme bilden zwar die Grundlage der Handlung, werden aber kaum erklärt. Hier wird zweifellos Potenzial verschenkt.
Das Ende des Buches und offen bleibende Fragen deuten auf eine geplante Fortsetzung hin. Konkrete Informationen dazu konnte ich allerdings nicht finden. Meine positive Bewertung beruht allerdings darauf, dass es diese Fortsetzung geben wird, die dann die offenen Fragen befriedigend beantwortet. Ohne eine solche würde die Geschichte einen unabgeschlossenen und damit unbefriedigenden Eindruck hinterlassen, was eine 5-Sterne-Bewertung nicht rechtfertigen würde. Ich zumindest würde Lolas Abenteuer sehr gerne weiterverfolgen.
Der Autor erzählt das Abenteuer aus Lolas Sich in der 1. Person. Am Schreibstil gibt es dabei nichts zu kritisieren. Er ist sehr flüssig zu lesen und mitreißend.

Fazit:
Ein sehr interessantes Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer, das trotz allem zusätzliches Potenzial verschenkt.

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Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Merle-Trilogie – 1 – Die Fließende Königin (Hörbuch)

Kai Meyer
Merle-Trilogie – 1 – Die Fließende Königin (Hörbuch)

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Meerjungfrauen und Spiegelaugen

Klappentext:
Merles Welt ist voller Magie. In einem Venedig, in dem die Zauberei nie gestorben ist, flüstert jedermann von der Fließenden Königin – doch nur Merle gewinnt ihre Freundschaft. Als die Mächte des Bösen das phantastische Wesen jagen, entbrennt im Labyrinth der dunklen Gassen und Kanäle ein abenteuerlicher Kampf. Meerjungfrauen und geflügelte Löwen, Meisterdiebe und Zauberspiegelmacher, sie alle haben ihr eigenes Interesse an der Fließenden Königin. Dach dann bricht der Boden auf, Flammen schlagen himmelhoch, und etwas Unbeschreibliches steigt aus der Erde empor.

Rezension:
Merle ist 14, als sie von dem Waisenhaus, in dem sie bisher aufwuchs, zu einem Spiegelmacher in die Lehre geschickt wird. Auch die blinde Junipa, die aus einem anderen Waisenhaus stammt, tritt ihre Lehre bei Meister Arcimboldo an. Dort lernen beide unerwartete Wunder kennen, von denen sie bisher höchstens aus Erzählungen wussten. Zusammen mit Serafin, der Lehrjunge bei einem benachbartem Weber ist, kommt Merle einer Verschwörung auf die Spur. Plötzlich sind sie Gejagte und geraten immer tiefer in die Mysterien ihrer Heimatstadt hinein.
Als Fantasy-Fan hat man den Namen Kai Meyer natürlich schon mal gehört. Seine „Merle“-Trilogie war mit bisher allerdings nur dem Namen nach wage bekannt. Das änderte sich erst, als ich kürzlich „Serafin – Das Kalte Feuer“ las. Dieses Buch stellt eine Fortsetzung der „Merle“-Trilogie dar, die allerdings auch ohne Vorkenntnis lesbar ist. Trotzdem weckte es den Wunsch, die Vorgeschichte kennenzulernen. Da kam mir dieses Hörbuch des 1. Bandes gerade recht.
Der Autor erzählt hier die Geschichte des Mädchens Merle, das von seiner eigenen Vergangenheit nur weiß, dass es als Baby in einem Weidenkorb auf dem Wasser ausgesetzt worden war. In einem zutiefst magischen Parallel-Venedig erlebt die Protagonistin aufregende Abenteuer, die sie zwingen, sich diversen Gefahren zu stellen. Diese interessante Fantasy-Geschichte mit einer jungen Heldin zieht einen schnell in das Abenteuer hinein. Dass es sich um den 1. Band eines Mehrteilers handelt, wird spätestens beim offenen Ende deutlich.
Zumindest in der Hörbuchversion wechseln sich ein auktorialen (männlicher) Erzähler mit Merle als Ich-Erzählerin ab, das Geschehen zu berichten. Dialoge werden mit für jeden Charakter individueller Stimme vorgetragen. Damit nähert sich diese aufwändige Hörbuch-Adaption schon deutlich einem Hörspiel an. Auf diese Weise wird der ‚Hör-Leser‘ tief in die Handlung hineingezogen, wahrscheinlich tiefer, als es beim wirklichen Lesen der Fall wäre. Da ich das eigentliche Buch nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, in welchem Maße sich diese (ungekürzte) Bearbeitung vom Original abhebt. Mich zumindest konnte sie überzeugen, sodass die Bände 2 und 3 wohl in absehbarer Zeit folgen werden.

Fazit:
Dieses aufwändig produzierte Hörbuch schafft es, Kai Meyers Buch noch zu veredeln.

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Brennende Tränen – 1 – Der immer wiederkehrende Traum

Claudia Soylu
Brennende Tränen – 1 – Der immer wiederkehrende Traum

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Hexen und Wasserdämonen

Klappentext:
Flammen – Rauch – Schmerz. Schreckliche Dinge, die Brea, einem 14 jährigen Mädchen, in ihren Träumen begegnen. Die Schmerzen erscheinen so echt und die Flüche nicht gerecht. Jede Nacht wacht sie schweißgebadet auf. Was hat es mit den Träumen auf sich? Als wäre sie nicht schon genug mit ihrer gehässigen Stiefmutter Euphrasia bestraft, die ihr das Leben zur Hölle macht. Brea entscheidet sich einen symbolischen Hilferuf auf Pergament niederzuschreiben. Sie schmeißt diesen in einen Quellteich und erweckt dadurch eine längst vergessene Legende, den Knucker, der in der Lage ist ein Zeitportal zu öffnen. Mit einer Antwort aus der Zukunft, hat sie allerdings nicht gerechnet. Die beiden Freundinnen Charmaine und Milli finden den Hilferuf aus dem Jahr 1429 und zweifeln daran, dass er echt ist. Erst nachdem sie sich sicher sind, dass der Brief wirklich aus dem Mittelalter stammt, setzen sie alles daran Brea vor einer Anklage als Hexe zu bewahren. Eine fantastische – mittelalterliche Geschichte

Rezension:
Dass ihre Eltern mit ihr und ihrem Zwillingsbruder von London ins kleine Hastings gezogen sind, passt Charmaine überhaupt nicht. Hier hat sie keine Freunde, und los ist schon gar nichts. Das ändert sich allerdings schlagartig, als sie einen Ausflug zu einem sagenumwobenen Teich unternimmt. Plötzlich fällt ihr ein Stück Papier vor die Füße. Das fühlt sich schon merkwürdig an. Langsam wird ihr klar, dass es sich um Pergament handelt. Der Brief darauf ist mit 1429 datiert. Wenn das Schreiben echt ist, wäre es also stolze 588 Jahre alt. Der Inhalt des Briefs ist sogar noch mysteriöser. Darin bittet ein – wie sie – 14-jähriges Mädchen um Hilfe. Den Namen des Mädchens hat Charmaine sogar erst kürzlich im Unterricht gehört – als den Namen einer 1430 verbrannten Hexe. Nach anfänglicher Skepsis wird sich Charmaine immer sicherer, dass der Brief echt ist. Kann sie dieser Brea helfen?
Claudia Soylu erzählt ihr Urban-Fantasy-Abenteuer in 2 Zeitebenen. Welche von diesen die Haupthandlung darstellt, ist interpretierbar. Meiner Ansicht nach stellt potenziell der im Jahr 1429 angesiedelte Handlungsstrang um Brea das eigentliche Zentrum des Geschehens dar, während die Handlung um Charmaine im Jahr 2017 eher unterstützenden Charakter hat. Im Fokus der Geschichte stehen der Hexenwahn und die damit verbundenen Denunzierungen im Mittelalter. Im Zusammenhang mit ihren komplizierten Familienverhältnissen gerät die Protagonistin dieser Zeitebene, Brea, geradewegs in diese hinein. Nur die Ratschläge Charmaines, der Protagonistin des modernen Handlungsstrangs, können Brea über die Jahrhunderte hinweg helfen. Leider führen die auf Charmaines Tipps beruhenden Veränderungen auch zu Änderungen in der heutigen Zeit. Das führt zu einem komplizierten hin und her, um Breas Rettung und die Bewahrung von Charmaines gewohnter Umgebung unter einen Hut zu bekommen.
Das Buch bietet ein abgeschlossen wirkendes Ende, bei dem eigentlich nur der Verbleib der Stiefmutter unerwähnt bleibt. Erst die Erkenntnis, dass es sich nur um einen 1. Band handelt, macht dem Leser klar, dass die Geschichte doch noch nicht an ihrem Schluss angekommen ist.
Die Autorin bedient sich in beiden Zeitebenen der Ich-Perspektive ihrer jeweiligen Protagonistin. In beiden Fällen kann man den Emotionen der Mädchen gut folgen. Auch wenn Gefühle bei Charakteren dieses Alters natürlich nicht unerwähnt bleiben, gleitet die Handlung nie in Richtung Romantasy ab.
Diese überzeugende Jugend-Urban-Fantasy weckt definitiv die Lust auf die Fortsetzung(en).

Fazit:
Dieses Urban-Fantasy-Abenteuer zwischen den Jahrhunderten kommt bisher ohne menschliche Zeitreise aus.

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Nacht der Lichter – 1 – Leiser Strom

Isabella Mey
Nacht der Lichter – 1 – Leiser Strom

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Blitze

Klappentext:
Komplett überarbeitete und veränderte Neuauflage des 2013 erschienenen Romans mit dem Titel Nachtlichter

Rezension:
Leisa ist 19 und besucht die 13. Klasse. Mit ihrer extremen Schüchternheit ist sie eine Außenseiterin. Wie alle ihre Mitschülerinnen ist sie in den derzeitigen Aushilfslehrer verknallt. Viel mehr Sorge bereitet es ihr aber, dass sie plötzlich merkwürdige Veränderungen an sich bemerkt. Erst ist es nur ein unerklärliches Kribbeln, doch dann kann sie auch elektrische Geräte beeinflussen. Ihr Arzt, den sie schon seit ihrer Kindheit besucht, scheint das aber gar nicht beachtenswert zu finden …
Denkt man bei Isabella Meys Reihenauftakt zunächst an das (Urban-)Fantasy-Genre, stellt sich später heraus, dass die Fähigkeiten der Protagonistin wohl eher einen SciFi-Hintergrund haben. Endgültig klar wird das in diesem Band allerdings noch nicht. Ob die Idee an sich funktioniert, ist nach diesem Band noch nicht abschließend zu beurteilen. Allerdings hält sich – um das vorwegzunehmen – meine Lust am Weiterlesen ohnehin in Grenzen. Und das hat gleich mehrere Gründe:
Einen Großteil dieses Bandes nimmt das bisherige, eher langweilige Alltagsleben der Protagonistin ein, auch wenn sich mit dem unbestimmten Kribbeln für den Leser natürlich schon etwas andeutet. Allerdings ist vieles auch recht unrealistisch. Und damit meine ich natürlich nicht die SciFi- (oder doch Fantasy-?) Elemente. Leisa wird als so extrem schüchtern dargestellt, dass sie sich im Unterricht nicht nur nicht meldet, sondern von einem Lehrer angesprochen auch kaum ein Wort herausbringt. (Wie konnte sie es so überhaupt bis in die 13. Klasse schaffen?) Im Supermarkt traut sie sich nicht, an der Fleischtheke einzukaufen, weil sie dort eine Verkäuferin ansprechen müsste. Und dann reicht eine kurze Aussprache mit dem Aushilfslehrer, dass sie sich bemüht, gegen die Schüchternheit anzukämpfen und es ihr tatsächlich innerhalb weniger Tage gelingt, diese weitgehend abzulegen?
Im weiteren Verlauf wird das Buch doch noch spannender. In die Handlung fließen jetzt auch Elemente real existierender, allerdings reichlich obskurer Theorien (z. B. ‚freie Energie‘) ein. Leider tritt gerade jetzt auch ein Romantasy-Aspekt stark in den Vordergrund.
Die Autorin erzählt Leisas Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin. In meinen Augen werden die durchaus vorhandenen positiven Aspekte des Buches aber leider durch diverse Schwächen relativiert.

Fazit:
Die Idee der Geschichte könnte sich in den Folgebänden durchaus positiv entwickeln, doch machen die Schwächen wenig Lust aufs Weiterlesen.

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Serafin – Das Kalte Feuer

Kai Meyer
Serafin – Das Kalte Feuer

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Durch Spiegel und Geheimgänge

Klappentext:
Serafins Venedig ist voller Magie. In einer Neumondnacht begibt er sich mit seiner geflügelten Katze auf Beutezug. Wie jeden Monat ist für eine Nacht das Wasser aus den Kanälen verschwunden. Doch statt Kostbarkeiten findet Serafin auf dem Grund des Canal Grande zwei fremde Mädchen, leblos am Fuß eines goldenen Spiegels. Mächtige Gegner machen Jagd auf die beiden. Die Gilde der Glasbrenner, die Kartographen der Spiegelwelt und eine legendäre Katzengöttin – sie alle sehen in den Mädchen Junipa und Merle den Schlüssel zu Venedigs uraltem Zauber.
„Serafin – Das kalte Feuer“ ist ein brandneues Buch aus dem Merle-Zyklus!

Rezension:
Vollmond. Wie immer fallen an diesem Tag die Kanäle Venedigs trocken. Niemand weiß, wieso das so ist, aber es bietet die monatliche Gelegenheit, im Schlamm nach verlorenen und angeschwemmten Schätzen zu suchen. Doch das dürfen nur die offiziellen Schlammsammler. Alle anderen laufen Gefahr, bei ihrer illegalen Suche von den Wachen getötet zu werden. Trotzdem stellt sich Serafin jedes Mal der Gefahr, um vom Erlös des Gefundenen Arznei für seine Mutter kaufen zu können. Doch diesmal ist etwas anders. Aus dem Nichts fallen 2 Mädchen vor Serafins Füße. Sie stammen aus einer anderen Inkarnation der Stadt und behaupten sogar, diese beiden Venedigs wären längst nicht die einzigen.
Als ich Cover und Klappentext von Kai Meyers neuestem Fantasy-Abenteuer sah, weckte beides meine Neugier. Die „Merle“-Trilogie kannte und kenne ich nicht. Somit waren mir auch die Protagonisten neu. Die dort Titel-gebende Merle und ihre Freundin Junipa sind es nämlich, die das Leben des Protagonisten dieses Buches durcheinander bringen. Auch Serafin oder besser gesagt dessen Inkarnation aus einem anderen Venedig hat in der Trilogie wohl eine wichtige Rolle gespielt. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der diversen Venedigs sind es dann auch, auf denen die Handlung maßgeblich fußt. Gegner, die ihre Macht bedroht sehen, und eine echte Göttin a. D. runden das Charakterspektrum ab.
Auch ohne die „Merle“-Trilogie zu kennen, kann man der Handlung dieses Buches mühelos folgen. Was der Leser wissen muss, wird immer wieder in den Text eingestreut. Schließlich wusste ja auch der Protagonist bisher nichts von den anderen Venedigs und dem Vorleben seiner beiden neuen Bekannten. Es hat zumindest den Anschein, dass ein Teil der Rätsel, die sich dem Protagonisten-Trio stellen, schon aus der Trilogie ‚geerbt‘ wurden. Das Ende des Buches bietet dann zwar einen Abschluss, lässt aber dennoch die Tür für eine eventuelle weitere Fortsetzung weit geöffnet.
Der Autor erzählt seine Geschichte aus Sicht eines auktorialen Erzählers. Dem Stil ist seine Genre-Erfahrung anzumerken. Man findet sofort in die Handlung und kann dieser stets gut folgen. Negativ ist mir an diesem Buch nichts aufgefallen – was eigentlich relativ selten vorkommt. Meiner Meinung nach also ein empfehlenswertes Buch!

Fazit:
Ein Fantasy-Abenteuer mit jugendlichen Helden, gut gemixt mit dem mystischen Flair der Lagunenstadt.

#SerafinDasKalteFeuer #NetGalleyDE
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Chroniken der Schatteninsel – 1 – Das Licht der Dunkelheit

Julia de Lanier
Chroniken der Schatteninsel – 1 – Das Licht der Dunkelheit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Portale der Dämonen

Klappentext:
Als Liv an ihrem Geburtstag eine mysteriöse Einladung erhält, verändert sich ihr Leben schlagartig. Offensichtlich ist sie nichtmehr das normale Mädchen von nebenan, sondern eine Halbdämonin und soll die Akademie der Nacht auf der Schatteninsel besuchen. Neben geheim verborgenen Fähigkeiten und unergründlichen Geheimnissen findet sie neue Freunde und Isaak, der ihr von Anfang an den Kopf verdreht. Doch schnell wird ihr klar, dass es nicht leicht für sie werden wird und dann ist da noch die dunkle Bedrohung, die im Schatten auf sie lauert….

Rezension:
Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Livia bei ihrem Onkel und dessen Sohn. Über ihren Vater hat ihre Mutter nie gesprochen, weshalb Liv absolut nichts über ihn weiß. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie allerdings eigenartige Post, die sie zuerst für einen Streich ihres Cousins hält. Doch dann taucht unerwartet ein fremder Junge auf, der ihr offenbart, sie sei eine Halbdämonin und müsse deshalb in Zukunft die Akademie der Nacht besuchen, die sich auf einer magisch verborgenen Insel befindet. Und dieser Junge weiß sogar, wer ihr Vater ist.
Schon die kurze Inhaltsangabe verrät zweifelsfrei, dass man hier eine typische Jugend-Urban-Fantasy-Geschichte vor sich hat. Auch wenn das bekannte Muster, nach dem ein Jugendlicher überraschend von seiner übernatürlichen Abstammung erfährt und in Zukunft in einer magischen, vor ‚normalen‘ Augen verborgenen Welt leben soll, wirklich nicht neu ist, muss das nicht zwangsläufig auf mangelnde Qualität der Geschichte hindeuten. Das wäre im vorliegenden Fall nämlich eine eindeutig falsche Annahme. Dieser Auftaktband der „Chroniken der Schatteninsel“ kann durchaus gefallen. Dass sich die Protagonistin gleich in 2 Mitschüler verliebt, die beide ihre Geheimnisse vor ihr zu haben scheinen, ist dann allerdings doch schon ziemlich clichéhaft.
Erst im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass die Autorin den Begriff „Dämon“ in einer ungewohnten Art definiert. Dämonen sind in dieser Geschichte alle menschenähnlichen Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Nur wenige von ihnen, die ihre Kräfte nicht unter Kontrolle haben, haben diesen Wesen den negativen Ruf unter den Menschen eingebracht.
… was erklärt, wieso wir in diesem Buch auf Teenager mit den ganz normalen Problemen treffen. Zumindest wenn man davon absieht, dass in emotional aufgewühlten Situationen statt Fäusten schon mal Feuerbälle durch die Luft fliegen.
Da es sich bei diesem Buch um den 1. einer unbekannten Anzahl von Bänden handelt, verwundert es nicht sehr, dass diese von der Autorin aus Beobachtersicht erzählte Story in einem Cliffhanger endet.

Fazit:
Der Autorin dieser Urban Fantasy um junge Charaktere gelingt es, der altbekannten Ausgangssituation teilweise neue Aspekte abzugewinnen.

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Hexenarche – 2 – Die Rückkehr der schwarzen Hexe

Lady Grimoire
Hexenarche – 2 – Die Rückkehr der schwarzen Hexe

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Rattenprobleme

Klappentext:
Der zweite Band der zauberhaften Buchserie „Hexenarche“.
Das Hexenmädchen Tara wurde, ohne es zu wissen, von der mächtigen Hexe Onyxia dazu benutzt, ihr die Rückkehr in die Jetztzeit zu ermöglichen. Da für die Hexe Jahrhunderte vergangen sind, ist die moderne Welt neu und fremdartig für sie. Onyxia setzt Tara unter Druck, sie in die Geheimnisse der heutigen Zeit einzuweihen. Während sich Taras Mutter mit einem missglückten Zauber durch Zyklopennasenhaare auseinandersetzen muss und ihr die Zeit davonläuft, einen Gegenzauber zu finden, da sie sonst ihre neue Tätigkeit beim Hexenrat verlieren wird, hat Tara ganz andere Probleme. Die Junghexe versucht verzweifelt mit ihren Freunden herauszufinden, was Onyxia in dieser Welt vorhat. Sie stoßen auf äußerst dunkle Absichten, die die „schwarze Hexe“, wie sie einst in Salem von ihren Gegnern gefürchtet genannt wurde, hegt. Onyxia stellt fest, dass die modernen Hexen im Gegensatz zu alten Zeiten ihren Glauben und ihre Fähigkeiten freier ausleben können und dass sie selbst eigentlich der Auslöser für diese befreiende Entwicklung war. Nun will sie Anerkennung und Respekt dafür. Und sie wird jedes Mittel einsetzen, selbst wenn sie dazu das dunkelste Wesen aller Zeiten beschwören muss: den Schattenfresser!

Rezension:
Jede Junghexe lernt von Kindheit an, dass es vor Jahrhunderten eine abgrundtief böse Hexe namens Onyxia gab. Und gerade die hat Tara gleich an ihrem 1. Tag auf der Hexenarche, einer Schule für junge Hexen, unbeabsichtigt wieder ins Leben geholt. Es kommt noch schlimmer: Als Onyxia bemerkt, dass sie viele Dinge des modernen Lebens nicht versteht, erpresst sie Tara, sie in die magische und auch nicht-magische Technik der heutigen Zeit einzuweisen.
Band 2 der „Hexenarche“, einer Fantasy-Reihe um die 13-jährige Hexe Tara, schließt handlungsmäßig unmittelbar an das Ende des 1. Bandes („Bestimmung“) an. Handlungsort ist ein London, in dem normale Menschen und Hexen friedlich zusammenleben. Die Handlung dieses Bandes umfasst lediglich einen Zeitraum von wenig mehr als 24 Stunden und endet wieder in einem Cliffhanger. Genau in diesem Punkt ergibt sich allerdings ein Problem. Die beiden Autoren, die sich hinter dem Pseudonym „Lady Grimoire“ verbergen (sich allerdings im Anhang namentlich zu erkennen geben), haben die eBooks der beiden bisherigen Bände derzeit aus dem Handel genommen. Von den Taschenbüchern gibt es nur noch Restbestände. Aus welchem Grund dies erfolgte und ob die Bücher (eventuell über einen Verlag) zurückkehren, ist mir nicht bekannt. Man muss jedenfalls befürchten, dass es vielleicht gar keine Fortsetzung geben wird.
Die Autoren erzählen die Abenteuer ihrer Protagonistin aus Beobachterperspektive. Der Stil wirkt gelungen und kann – obwohl als Jugendbuch konzipiert – auch ältere Leser überzeugen. Speziell einige ‚Seitenhiebe‘ auf die reale Welt richten sich wohl eher an erwachsene Fantasy-Freunde. So bleibt nur zu hoffen, dass Taras Abenteuer an dieser Stelle kein abruptes Ende finden.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung des Fantasy-Abenteuers einer jungen Hexe.

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Hexenarche – 1 – Bestimmung

Lady Grimoire
Hexenarche – 1 – Bestimmung

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

(Dies ist wieder mal eine Rezension, die älter als dieser Blog ist. Da ich jetzt aber den 2. Band gelesen habe, soll die Rezension des 1. natürlich auch nicht fehlen.)

Unterwegs mit laufenden Besen

Klappentext:
Tara Silver wird bald eine richtige Hexe sein. Sie steht kurz vor ihrem Einschulungstag an einer der größten Hexenschulen, der sogenannten Hexenarche in London. Doch der erste Tag an der Hexenschule verläuft ganz anders, als Tara es sich in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnte. Die Junghexe entdeckt, dass sie sehr mächtige Fähigkeiten besitzt: die Magie der leeren Hand. Als ihre beste Freundin Sandra in Schwierigkeiten gerät, da sich ein Zauber ins genaue Gegenteil verkehrt, ist guter Rat teuer. Kann Tara ihr helfen? Und was hat es mit dem geheimnisvollen „Buch der Schatten“ auf sich, das Tara in der Hexenbibliothek entdeckt?

Rezension:
Endlich ist die junge Hexe Tara 13 geworden, endlich darf sie die Hexenarche besuchen., endlich darf sie ganz offiziell Zaubersprüche lernen. Nach einem etwas turbulenten Einkauf der Schulausrüstung kommt der Tag, an dem sie sich zusammen mit ihrer Freundin Sandra auf den Weg in die Hexenschule macht. Und natürlich passiert gleich an diesem Tag einiges an Unerwartetem.
Bücher, die an magischen Schulen handeln, haben seit Harry Potter Konjunktur. Ähnlich wie ein gewisser Junge mit einer auffälligen Narbe auf der Stirn lernt auch Tara schon beim Einkauf ihre zukünftige Hauptfeindin kennen. Doch keine Sorge; Tara ist kein weiblicher Harry, und bisher hat es auch noch niemand auf ihr Leben abgesehen. Wobei die Betonung auf „bisher“ liegt, denn dieses recht kurze (Hör-)Buch endet da, wo Taras Abenteuer eigentlich erst richtig beginnt. Somit ist nicht auszuschließen, dass dieses Element in den angekündigten Fortsetzungen noch kommt. Genau hier liegt auch der größte und eigentlich auch fast einzige Schwachpunkt des Buches: Es endet (viel) zu früh.
Auch wenn sich dieses Buch primär an junge Leser bzw. Hörer wendet, kann es durchaus auch erwachsenen Konsumenten gefallen – was auch durchaus eine Parallele zu den frühen Harry-Potter-Bänden darstellt. Die Charaktere des Buches wirken glaubhaft. Ihre Reaktionen in den verschiedenen Situationen würden – sofern man von den magischen Elementen absieht – auch in der realen Welt ähnlich auftreten können.

Fazit:
Für Fans von Abenteuern an magischer Schulen empfehlenswert.

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Das heilige Buch der Wagoner

Minea Brüno
Das heilige Buch der Wagoner

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Auf den Spuren des Urgroßvaters

Klappentext:
Ephrahim wollte doch nur die Ferien bei seinem Großvater in Bristol verbringen, doch alles kam anders als gedacht.… „Wer immer diese Kiste findet, darf sie in keine fremden Hände geben. Dieses Amulett, welches ihr in den Händen haltet, ist Teil eines großen Geheimnisses….“ Helft den Wagonern! So beginnt für Ephrahim und seine Freunde eine abenteuerliche und gefährliche Reise in eine fantastische Welt des Volkes der Wagoner.

Rezension:
Seit dem Tod seiner Eltern lebt Ephrahim bei seinem Großvater. Theoretisch zumindest, denn praktisch verbringt er den größten Teil des Jahres im Internat. Kurz vor den Ferien bekommt er noch eine neue Mitschülerin, Cloudine, die zufällig ganz in der Nähe seines Opas in Bristol wohnt. Kaum in den Ferien angekommen, trifft sich Ephrahim mit ein paar alten Freunden und Cloudine, um die Freizeit zu genießen. Dabei stoßen sie auf eine Höhle, die ein Portal in eine andere Welt verbirgt. Einmal durchschritten, erweist sich die Rückkehr allerdings als nicht ganz einfach.
In ihrem Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer schickt Minea Brüno ihren jungen Protagonisten auf eine von diesem unbeabsichtigte Weltenreise. Diese Idee ist natürlich nicht ganz neu, kann gut dargeboten aber immer wieder überzeugen. Soweit trifft das auch in diesem Fall zu. Der Protagonist Ephrahim und seine Freunde müssen in der fremden Welt diverse Abenteuer bestehen, denen durchaus interessante (und noch nicht abgenutzte) Ideen zugrundeliegen.
Leider gibt es allerdings auch eine Kehrseite. Die literarische Aufbereitung der Idee kann man bedauerlicherweise nur als mangelhaft bezeichnen. Hier sollte die Autorin (eventuell in Zusammenarbeit mit einem guten Lektor) dringend nachbessern. Ganze Seiten, auf denen die Sätze fast ausnahmslos mit der Konstruktion „[Name einer Person] Prädikat“ beginnen, kann man wohl kaum als gut geschriebenes Buch betrachten. In dieser Hinsicht gründlich überarbeitet würde dieses Buch sicher Freunde finden.

Fazit:
Die an sich gute Story wird leider durch eine mangelhafte sprachliche Darbietung stark in Mitleidenschaft gezogen.

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Bilder aus Altbayern

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Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Die Pläne der Trickster

Katharina Klinski
Die Pläne der Trickster

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Die Götter spinnen

Klappentext:
Zoe liebt Märchen und Sagen, und sie glaubt, der kaputte Traumfänger ist schuld an ihrem Albtraum. Ihr bester Freund Felix sucht lieber eine logische Erklärung. Von den seltsamen Wesen, die um sie herum ihr Unwesen treiben, ahnen die beiden zunächst nichts. Einige kommen ihnen gefährlich nah, allen voran die listigen Trickster. Sie sind auf der Jagd nach dem geheimnisvollen Aitialith, der Allwissenheit verleihen soll. Gelingt es Zoe und Felix, die dunklen Machenschaften um Macht, Rache und Betrug aufzudecken?

Rezension:
Weil ihre Mutter dringend dienstlich verreisen muss, ist die 13-jährige Zoe für 3 Wochen auf sich allein gestellt. Prompt hat sie einen Albtraum. Sie ist sich sicher, dass ihr Traumfänger defekt ist, doch ihr bester Freund Felix versucht sie zu überzeugen, dass das Quatsch ist. Schon bald häufen sich eigenartige Vorkommnisse, und Zoe sieht überall Spinnweben. Zunächst schenkt nicht mal Felix ihr Glauben. Ein zufällig belauschtes Gespräch macht alles noch mysteriöser. Was soll dieser Aitialith sein, und wieso suchen den alle ausgerechnet an ihrer Schule?
Bei Katharina Klinskis Geschichte handelt es sich um keine typische Urban Fantasy. Das fängt schon damit an, dass sich die Autorin bewusst vom (deutlich erkennbaren) Handlungsort Pforzheim löst, indem sie den alten römischen Namen „Porta“ benutzt. Zudem ist ein gewisses Maß an Magie in dieser Welt so normal, dass selbst die gänzlich unmagischen Mitschüler es als normal akzeptieren. So verwundert es den Leser anfangs etwas, dass die beiden Protagonisten vieles als selbstverständlich akzeptieren, während sie bei andern – eigentlich weniger anormalen – Ereignissen sofort feststellen, dass es das doch gar nicht geben kann.
Auf diese Weise schickt Katharina Klinski ihre Protagonisten in die Götterwelt verschiedener Kulturkreise und schafft es dabei, diese Sagenwelt mit naturwissenschaftlichen und philosophischen Gedanken zu verknüpfen. Was das ‚normale‘ Zusammenleben mit den Klassenkameraden betrifft, werden die für Jugendbücher üblichen Reibereien zwischen Teenagern thematisiert.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einem gut lesbaren Stil und bedient sich dabei einer Beobachterperspektive. Das Geschehen folgt überwiegend der Hauptprotagonistin Zoe, wechselt aber stellenweise immer wieder zu anderen Personen, sodass der Leser auch Ereignisse erfährt, von denen Zoe zu diesem Zeitpunkt nicht weiß. Obwohl die Geschichte abgeschlossen ist, bleibt eine Tür für eine Fortsetzung offen, die dem Vernehmen nach im Werden begriffen ist.

Fazit:
Diese Jugend-Urban-Fantasy verlässt einige fürs Genre typische Pfade und geht stattdessen eigene Wege.

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