Kysano – 1 – Erde, Licht und Dunkel

Beatrice Hiu
Kysano – 1 – Erde, Licht und Dunkel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

In der Welt der Geheimnisse

Klappentext:
Außergewöhnliche Fantasy in einer magischen Welt voller Illusionen.
• Ein Artefakt, das nicht gefunden werden soll
• Eine Prophezeiung, die den Untergang oder die Rettung bringt
• Ein Mädchen, das nicht ist, wofür es gehalten wird
• Freundschaften, die allen Widrigkeiten trotzen
• Bündnisse, die tödlich enden können
Aus heiterem Himmel wird Leeza aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen und findet sich in einer ihr völlig fremden Welt voller Magie, Illusionen, Geheimnissen und Gefahren wieder. Während sie noch daran arbeitet, sich in Kysano einzuleben und mit Hilfe ihrer neuen Verbündeten auf die Mission vorzubereiten, überschlagen sich die Ereignisse, und die Suche nach dem ersten Schlüssel beginnt.

Rezension:
Ohne jede Vorbereitung erfährt die 16-jährige Leeza eines Tages, dass sie und ihre Mutter nicht aus dieser Welt stammen, dass die laut einer Prophezeiung die Retterin ihrer Heimatwelt Kysano sein wird und ihre Mutter sie deshalb hierher in Sicherheit brachte. Noch dazu soll sie jetzt, und zwar noch am selben Tag, mit einer guten Freundin ihrer Mutter, die Leeza bisher gar nicht kannte, und noch dazu ohne ihre Mutter nach Kysano zurückkehren. Eine wirkliche Wahl wird Leeza nicht gelassen. Doch auch nach ihrer Ankunft in ihrer fremden Heimatwelt und dort in der Schule der Lichtmagier will ihr niemand wirklich etwas erklären. Die Kriese zwischen hellen und dunklen Magiern spitzt sich jedoch schnell drastisch zu, sodass Leeza keine Wahl bleibt, als mitzuspielen.
Ein für dieses Genre schon als klassisch zu bezeichnendes Setting bildet den Einstieg zu diesem Jugend-Fantasy-Mehrteiler. Auch die weitere Handlung fällt Genre-typisch aus, wird dabei aber durchaus interessant und in einem angenehm lesbarem Stil erzählt.
Weniger gelungen wirken die doch etwas unglaubwürdigen Charaktere, allen voran die Protagonistin Leeza. Dass diese sich immer wieder – und zwar bis zum Ende dieses Bandes – damit abspeisen lässt, dass sie die Antworten auf ihre endlos vielen Fragen „jetzt noch nicht“ erhalten könne, wirkt völlig unverständlich und unglaubwürdig. Das trifft umso mehr zu, da es in der Handlung immer wieder Szenen gibt, wo sie ‚freiwillig‘ bei irgendetwas mitwirken muss und somit Gelegenheit hätte, als Bedingung auf Antworten zu bestehen. Allerdings zieht sich diese Geheimniskrämerei auch Abseits der Hauptfigur durchs ganze Buch. Jeder enthält hier jedem Informationen vor. Natürlich ist klar, dass dieses Mittel auch dazu dient, den Leser unwissend zu halten, aber die Handelnden, und da wie gesagt in besonderem Maße die Hauptprotagonistin, erscheinen dadurch nicht wie reale Menschen.
Wie bereits erwähnt, kann die spannende Handlung diese Schwäche jedoch zumindest teilweise ausgleichen, was auch zu meiner trotz der Kritik doch recht positiven Gesamtbewertung führt. Somit bleibt zu hoffen, dass die Autorin in den Fortsetzungen die Charakterzeichnung noch deutlich verbessert. Lust auf den Fortgang der Handlung kann die Geschichte jedenfalls wecken.

Fazit:
Eine interessante Parallelwelt-Fantasy, die leider durch teilweise etwas unglaubwürdige Charakter geschwächt wird.

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Das Schicksal der Paladine – 1 – Verschollen

Jörg Benne
Das Schicksal der Paladine – 1 – Verschollen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die verschwundenen Paladine

Klappentext:
Bislang dachte Tristan, sein Vater arbeite auf einer Bohrinsel und sei deshalb so selten zuhause. Doch nach einem schweren Unfall seiner Schwester erfährt der Junge, dass sein Vater statt dessen als ein mächtiger Paladin zusammen mit anderen in der durch ein geheimes Tor erreichbaren Welt Nuareth für Recht und Ordnung sorgt. Mit seinen besonderen Kräften ist er die letzte Rettung für seine im Koma liegende Tochter, die die Ärzte aufgegeben haben. Doch seit einigen Tagen sind alle Paladine in Nuareth verschollen, niemand weiß, wohin. Als Sohn eines Paladins soll Tristan nun in die fremde Welt aufbrechen und das Schicksal der Paladine klären, seinen Vater finden und rechtzeitig mit ihm zurückkehren, um seine Schwester zu retten. Eine fantastische Welt voller Abenteuer, fremder Kreaturen und unbekannter Gefahren wartet auf ihn.

Rezension:
Nachdem Tristan bei einem Unfall leicht, seine Schwester jedoch lebensgefährlich verletzt wird, gesteht ihm seine Mutter, dass sein Vater nicht, wie er und seine Schwester dachten, auf einer Bohrinsel arbeitet, sondern ein magisch begabter Paladin ist, der den Großteil seiner Zeit in einer anderen Welt verbringt. Da genau diese magischen Fähigkeiten Tristans Schwester retten könnten, versucht dieser, seinen Vater zu kontaktieren. Dabei erfährt er, dass ausnahmslos alle ausgebildeten Paladine vor wenigen Tagen aufgebrochen sind, um sich in Nuareth, der anderen Welt, um gefährliche Vorgänge zu kümmern. Auch Tristan ist durch sein genetisches Erbe – auch wenn er noch nicht ausgebildet wurde – ein Paladin und kann somit im Gegensatz zu ‚normalen Menschen‘ das Tor zwischen den Welten durchschreiten. Er bricht auf, um seinen Vater zu finden. Schnell bringt er in Erfahrung, dass alle Paladine anscheinend spurlos verschwunden sind.
Dem Kniff, dass der Protagonist selbst ein ‚Ahnungsloser‘ ist und der Leser so mit ihm gemeinsam die Geheimnisse einer verborgenen Welt ergründen kann, bedienen sich zahlreiche Urban-Fantasy-Romane. Wie schon so oft funktioniert er auch hier wieder. Die fremde Welt, in die Jörg Benne seine Leser in diesem Reihenauftakt führt, bietet jedoch eine ganze Reihe an Alleinstellungsmerkmalen. Eines davon ist beispielsweise die Existenz der Paladjur. Was diese sind und welche Rolle sie spielen, soll hier allerdings nicht verraten werden. Tristan erwartet in dieser Hinsicht jedenfalls eine große Überraschung.
Mit seinem durchdachten Handlungsaufbau und einem gut lesbaren Stil gelingt es dem Autor, seine Leser in den Bann des Abenteuers zu ziehen, das – wie sollte es beim Auftaktband einer Reihe anders sein? – am Ende des Buches natürlich noch nicht beendet ist. Die Fortsetzungen werden zeigen müssen, ob es gelingt, Tristans Schwester zu retten und in Nuareth wieder für Frieden zu sorgen.

Fazit:
Dieser Start in ein neues Urban-Fantasy-Abenteuer macht Lust darauf, zu erfahren, wie es weitergeht.

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FanZauber ~ Autoren entführen dich in ihre Welt

Annika Bützler, Jeanette Lagall, Daniel Möller, Agnes M. Holdborg, Kathrin Schröder, R.P. Hochkogler, Sabine Hentschel, Robin Lang, Curly Glander
FanZauber ~ Autoren entführen dich in ihre Welt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Von allem etwas

Klappentext:
Jetzt wird es zauberhaft. Gar magisch und ebenso tierisch vergnügt. Folgt der FanZauber Familie an einen zauberhaften Ort unterhalb des Meeresspiegels und erlebt einen humorvollen vierten Frühling. Entdeckt, dass Liebe keine Grenzen kennt und Freundschaft überall zu finden ist. Stellt fest, dass man sich jederzeit verlieben kann, auf so unterschiedlichen Ebenen, und dass scheinbar wehrlose Kinder bösen Mächten trotzen können. Geht mit Zauberwesen, Elfen oder Zwerg Nase auf Reisen und macht euch auf die Suche nach legendären Schätzen. Erlebt, wie auch Machos sich unsterblich verlieben können, und dass das Leben ohnehin die schönsten Liebesgeschichten schreibt. Hier treffen Genres, wie Märchen, Romantik und Fantasy, aufeinander und ergeben einen wunderbaren Geschichten-Zauber.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Ein zauberhafter Ort – Annika Bützler
Aller guten Dinge sind fünf! – Agnes M. Holdborg
E.V.A – Liebe auf hohem Level – Daniel Möller
Der Zauber des Lebens – Sabine Hentschel
Alle seine Farben – Robin Lang
Der Alte Zauberer und seine Kinder – Kathrin Schröder
Reisefieber – Agnes M. Holdborg
Der Schatz des Holm – R. P. Hochkogler
Ein Wettkampf für die Liebe – Sabine Hentschel
Neulich bei Hollie´s – Curly Glander
Der Zauberer Wettkampf – Kathrin Schröder
Das Herz der Stadt – Jeanette Lagall
Zwerg Nase – Kathrin Schröder
In dieser Anthologie stellen sich Autoren ihren (potenziellen) Lesern vor. Im Gegensatz zu vielen anderen Kurzgeschichtensammlungen ist diese jedoch nicht auf ein bestimmtes beziehungsweise mehrere ähnliche Genres begrenzt, sondern sehr weit gefächert. So reicht das Themenspektrum von Märchenadaptionen über Fantasy und Beiträgen, die man wohl am ehesten unter Gegenwartsliteratur einordnen könnte, bis hin zu Liebesgeschichten. Daher wird es wohl kaum einen Leser geben, der sich für alle enthaltenen Geschichten gleichermaßen interessiert. Aus diesem Grund fällt es mir auch sehr schwer, ein gerechtes Urteil über dieses Buch zu fällen. Dass speziell die Liebes- und Gegenwartsgeschichten nicht meinen Geschmack treffen, sagt natürlich wenig über deren Qualität aus, zumal der Stil einiger dieser durchaus überzeugen kann.
Regelmäßige Leser meiner Rezensionen wird es dagegen kaum wundern, dass mein Interesse besonders den Fantasy-Geschichten galt, von denen mich besonders „Ein Wettkampf für die Liebe“ sowie „Der Schatz des Holm“ überzeugen konnten. Während bei letzterer mit Bewusstseinsebenen gespielt wird und sich erst im Lauf der Handlung herausstellen muss, welche davon real ist, begibt sich erstere ins Reich der Drachen. Romantik steht dabei weit weniger im Vordergrund als der Titel vermuten (oder auch befürchten) lässt.
Alle, die mal einen Blick über den Tellerrand ihres Lieblingsgenres werfen möchten, könnten in dieser Anthologie eine Anregung finden.

Fazit:
Freunde des Quer-Beet-Lesens können hier relativ unbekannte Autoren unterschiedlichster Genres kennenlernen.

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2wei Welten

Irene Rosa Zimmermann
2wei Welten

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Im Visier des MI6

Klappentext:
Seit einigen Wochen wird die 17jährige Schülerin, Nancy Browning, in ihren Nächten von eigenartigen Albträumen heimgesucht. Plötzlich erscheint ihr, mitten im Biologieunterricht, der seltsam aussehende Junge Jamal. Er ist aus der Zukunft zu ihr gekommen. In dieser düsteren Zukunft herrscht der Tyrann Helios, und Götter und Dämonen sind dort sehr lebendig. Versehentlich gerät Nancy in den Wirbel der Zeitmaschine, ein mysteriöses Amulett, und wird mit Jamal in die Zukunft katapultiert. Das ist für sie der Beginn eines gefährlichen Abenteuers, wo Gefahren und der Tod ihre ständigen Begleiter sind. Zur selben Zeit herrscht in der Gegenwart, in der MI6-Zentrale in London Ausnahmezustand. Bereits seit einigen Wochen ist dort mehrfach ein seltsames Phänomen auf den Bildschirmen beobachtet worden. Die Spionagesatelliten registrieren eine sehr starke Konzentration von Energie. Unter der Leitung von Chief Kommander Fisher wird eine Spezialeinheit gebildet.

Rezension:
Nancy und ihr Kumpel Rob beschäftigen sich eigentlich lieber mit Computerhackereien als mit der Schule. Als eines Tages mysteriöse Männer mit Messgeräten vor dem Schulgebäude auftauchen, befürchten sie deshalb, dass diese etwas von ihnen wollen könnten. Doch dann taucht während des Unterrichts plötzlich ein Junge aus dem nichts im Klassenzimmer auf, den anscheinend nur Nancy sehen kann. Wie sich herausstellt, kommt der aus einer dystopischen Zukunft, wo er und sein Mentor verfolgt werden. Die mysteriösen Männer sind Angehörige des MI6, der schon seit Wochen sowohl in Nancys Schule als auch in ihrem Zuhause seltsame elektromagnetische Messwerte registrieren, die niemand einordnen kann. Dass diese das Werk des Zeitreisenden sind, der Nancy unbemerkt auch mehrfach zuhause besuchte, können sie natürlich nicht ahnen. Unbeabsichtigt nimmt Jamal, wie der Besucher heißt, Nancy mit in die Zukunft, wo sich der Konflikt zwischen dem Diktator und den Rebellen zuspitzt.
Jugendbuch, Zeitreise-SciFi, Dystopie, Geheimdienst-Thriller – dieses Buch hat von all dem etwas. Auch wenn die Handlung mit Nancy in der Gegenwart beginnt, bildet die dystopische Zukunftswelt zweifellos das spannendere Setting. Einiges ist in dieser Welt recht mysteriös. Im Laufe der Handlung wird allerdings klar, dass der Leiter der geheimdienstlichen Ermittlungen mehr in die Angelegenheit verstrickt ist, als ihm selbst zunächst klar ist.
Obwohl Irene Rosa Zimmermann die Geschichte in recht einfacher Sprache erzählt, kann ihr Stil den Leser durchaus fesseln. Lediglich das Ende, welches mitten in der Handlung kommt und eine Fortsetzung unausweichlich macht, überrascht etwas, bekommt der Leser zuvor doch keinen Hinweis, dass es sich hier um einen Mehrteiler (oder sogar eine Reihe) handelt. Irgendwelche Informationen über eine geplante Fortsetzung sind nirgends zu finden.
Ebenfalls verwundern kann die Tatsache, dass eine Übersetzerin (Dr. Irmgard Jäger) genannt wird. Der Name der Autorin klingt zumindest deutsch. Auf Amazon ist von ihr ausschließlich diese deutschsprachige Ausgabe, kein Original in einer anderen Sprache und auch kein anderes Werk gelistet. Eine Autoren-Vita ist ebenfalls nicht auffindbar.

Fazit:
Diese Zeitreise-Geschichte macht Lust auf die Auflösung. Wann (und ob) diese erscheint, ist derzeit jedoch unklar.

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LichtBannSaga – 1 – Schattenrose

Sam Morgenstern
LichtBannSaga – 1 – Schattenrose

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Eine Schattenrose unter Magiern

Klappentext:
Licht kommt von oben, nicht aus einem selbst – Magie, Zauberei, eine Welt parallel zu dieser, so etwas existiert nur in Märchenbücher. Das dachte Alyssa Sinclair auch. Bis zu dem Tag, an dem sie im Hafenviertel von Aberdeen beinahe erfroren wäre. Da bemerkt sie zum ersten Mal das Licht, das aus ihren Händen scheint. Und nicht nur sie bemerkt es. Eine Frau hebt Alyssa aus dem Eiswasser, trägt sie in ihren Pub und rettet ihr somit das Leben. Ein Leben, das vom ersten Atemzug an eine Lüge war. Was Alyssa von der Frau, die das bildhübsche Gesicht eines Engels hat, erfährt, erschüttert sie in den Grundfesten ihres Seins: Ihr Name ist nicht Alyssa; ihre Mutter war nie ihre Mutter; die Welt, in der sie sechzehn Jahre gelebt hat, war nie ihre Welt. Man erwartet Lilly. An der Akademie der Lichtkünste soll ihr Lichtwesen geformt werden. Schattenrose ist der erste Band einer Serie und der Auftakt zur LichtBannSaga.

Rezension:
Alyssa ist 12, als ihre Mutter von ihrem Zuhälter ermordet wird. Wie schon oft zuvor flieht sie an diesem feucht-trüben Herbsttag an den Hafen. Entkräftet bricht sie in einer eiskalten Pfütze zusammen, wo sie von einer ihr fremden Frau gefunden und gerettet wird. Von dieser erfährt Alyssa auch, dass sie eigentlich Lilly heißt und über magische Kräfte verfügt. 4 Jahre lebt Lilly bei ihrer Retterin, die eine als Pub-Wirtin getarnte Wächterin des Weltentores ist, bis sie an ihrem 16. Geburtstag überraschend erfährt, dass sie nun alt genug ist, um die Akademie der Lichtkünste zu besuchen und dort ihre magischen Fähigkeiten voll zu entwickeln. Dort angekommen wird ihr Leben jedoch nicht einfacher …
Ein Kind wächst unter bescheidenen Verhältnissen auf und erfährt irgendwann, dass es magisch begabt ist und fortan ein magisches Internat besuchen soll. Diesen grundsätzlichen Storyaufbau kennen wir seit den Abenteuern eines gewissen Harry Potter in vielen Varianten. Wer will nachzählen, wie viele Urban-Fantasy-Bücher beziehungsweise -Reihen nach diesem Schema seither veröffentlicht wurden? Auch Sam Morgensterns „LichtBannSaga“ bedient sich dieses Konzeptes. Genau wie Harry findet Lilly an ihrer neuen Schule nicht nur Freunde. Manche verspotten sie auch als Schattenrose, was das Äquivalent zu den Schlammblütern in Harrys Welt ist – zugegebenermaßen aber deutlich freundlicher klingt. Trotz dieser Parallelen weist Lillys Geschichte jedoch ausreichend Alleinstellungsmerkmale auf, um nicht als plumper Harry-Potter-Klon nach Scham F abgeurteilt werden zu müssen. Auch den Stil kann man als gut lesbar beurteilen.
Wie der Titel schon deutlich macht, handelt es sich hier um den Beginn einer Reihe. Somit verwundert es natürlich nicht, dass am Ende noch einige Handlungsstränge offen bleiben. Genau hier tut sich allerdings ein Problem auf: Das vorliegende Buch erschien bereits 2015 – und ein 2. Band ist bisher nicht in Sicht.

Fazit:
Keine wirklich neue Idee, aber eine durchaus gelungene Umsetzung. Leider scheint die Reihe unvollendet zu bleiben.

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Das Bündnis der Drachen – 1 – Willkommen auf Drakonland

Wolf Heichele
Das Bündnis der Drachen – 1 – Willkommen auf Drakonland

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Das Geheimnis des Hausmeisters

Klappentext:
Ella und Tiara hätten sich nie träumen lassen, was sie im Dachboden ihrer Schule finden würden: Ein Tor zu einer Drachenwelt!
Ohne lang zu überlegen transferieren sie sich in eine Welt voller Zauber und Fantasie. Und sie werden zu echten Drachenreiterinnen!
Selten wurde das Gefühl, einen wahrhaftigen Drachen zu reiten, gefühlvoller zu Papier gebracht als in diesem Roman, und als Leser/in kann man sich der Faszination nur schwer entziehen.
Die zwei Drachenreiterinnen haben eine wichtige Mission zu erfüllen: Sie sollen den Frieden auf Drakonland wiederherstellen.

Rezension:
Als ihr Lehrer sie nach der Stunde beauftragt, noch schnell ein paar Unterrichtsmaterialien ins Lager auf dem Dachboden der Schule zu bringen, sind die Freundinnen Ella und Tiara zuerst sauer, denn das entpuppt sich als ziemliche Schlepperei. Trotzdem nutzen sie natürlich die Gelegenheit, sich im dort gestapelten Gerümpel etwas umzusehen. Dabei entdecken sie eine seltsame Landkarte – und befinden sich plötzlich in einer anderen Welt, in der es tatsächlich lebende Drachen gibt. Ihnen wird offenbart, dass sie sogar lernen sollen, auf diesen zu reiten.
Schon der Klappentext zu Wolf Heicheles eBook offenbart, dass es sich um ein jugendlich geprägtes Urban-Fantasy-Abenteuer handelt. Jugendliche Held(in)en, die überraschend in eine phantastische Parallelwelt geraten, sind in diesem Genre natürlich nichts Ungewöhnliches.
Genau wie in vielen anderen, ähnlich angelegten Büchern funktioniert diese bewährte Ausgangssituation auch hier, um den Leser in die Geschichte hineinzuführen. Über das eigentliche Abenteuer, das die beiden Mädchen mit den Drachen bestehen müssen, soll hier nicht zu viel verraten werden.
Während die Handlung an sich jedoch durchaus gelungen ist und auch in einem sprachlich angenehmen Stil dargeboten wird, muss leider ein etwas mangelnder Tiefgang kritisiert werden. So erfährt der Leser bedauerlicherweise fast nichts über die Familien der Heldinnen oder deren Mitschüler. Selbst das Alter der Mädchen bleibt unerwähnt. Dabei wäre es für das Verständnis ihrer Reaktionen sicher nicht unwichtig, ob sich der Leser eher 12- oder doch schon 15-jährige Schülerinnen vorstellen soll. Es bleibt zu hoffen, dass in diesen Punkten bei einer kommenden Fortsetzung noch etwas ‚nachgelegt‘ wird.

Fazit:
Eine interessante Jugend-Urban-Fantasy, bei der allerdings noch einiges an Potenzial verschenkt wurde.

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Tim Feuervogel: Das Geheimnis um Mystic Shadow

Sebastian Rink
Tim Feuervogel: Das Geheimnis um Mystic Shadow

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Fremde Freunde

Klappentext:
»Ihr seid unsere letzte Hoffnung«
Mit diesem einfachen Satz verändert sich das Leben von Tim und seinen besten Freunden, das Abenteuer Ihres Lebens beginnt!
Sie finden sich in einem ständigen Kampf, um Ihr Leben wieder. Um zu überleben bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Regeln zu brechen und so hinter die Geheimnisse ihrer Eltern zu kommen. Sie müssen gute Menschenkenntnis beweisen und lernen mit Trauer und Verrat umzugehen.
Das alles wird auf die Probe gestellt, als sie erfahren, das eine den Menschen verborgene Welt auf ihre Rettung hofft.
So wird es das spannendste, abenteuerlichste und emotionalste Jahr in ihrem Leben.

Rezension:
Tims Eltern ziehen mit ihm nach New York, wo er niemanden kennt. Mit Markus und Cassandra lernt er jedoch bald neue Freunde kennen. Eigenartigerweise verbieten ihm seine Eltern jedoch sofort und ohne einen Grund zu nennen jeden Kontakt mit Cassandra. Hinzukommt, dass Tim zufällig verdächtige Gespräche seiner Eltern belauscht, die diese abstreiten, als er sie damit konfrontiert. Bevor sie es sich versehen, werden Tim und seine Freunde mit nicht logisch erklärbaren Gefahren konfrontiert. Natürlich versuchen sie, die Hintergründe in Erfahrung zu bringen.
Die Ausgangssituation zu Sebastian Rinks Urban-Fantasy-Abenteuer klingt interessant, wenn auch von den Grundvoraussetzungen nicht gänzlich neu. Leider kann die Umsetzung nicht wirklich überzeugen, da die Geschichte fast nur aus einer Aneinanderreihung kritischer Szenen besteht. Kaum lernt der Protagonist seine neuen Freunde kennen, sind sie auch schon engste Freunde. Ein wirkliches Kennenlernen findet nicht statt. Ähnlich verhält es sich mit der restlichen Handlung. So bleibt es dem Leser verwehrt, eine emotionale Beziehung zu Tim oder einer der anderen Personen aufzubauen oder deren Beweggründe auch nur wirklich zu verstehen. Viele Wendungen sind nicht nachvollziehbar. Dieses Buch kann somit nicht ganz überzeugen.

Fazit:
Die durchaus brauchbare Handlungsidee dieser Urban Fantasy leidet an einer nicht gelungenen literarischen Umsetzung.

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Der Seelenspiegel

Jana Engels
Der Seelenspiegel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Weg der Seelen

Klappentext:
Was tun, wenn die Welt völlig aus den Fugen gerät?
Das Leben der Zwillinge Malte und Niklas ändert sich von einem Tag auf den anderen schlagartig: In dem beschaulichen Touristenort Kyllbenden sollen sie im Haus ihrer Tante den Tod der Mutter verarbeiten. Doch nur wenige Tage nach ihrer Ankunft ereignen sich seltsame Dinge im örtlichen Museum: Die kleine Annie wird bewusstlos aufgefunden – direkt vor dem großen Spiegel im hintersten Ausstellungsraum. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel.
Zusammen mit Annies Schwester Sarah gehen Malte und Niklas den Ereignissen auf den Grund und müssen feststellen, dass nicht alles in Kyllbenden so ist, wie es scheint. Die Geister der Vergangenheit scheinen die Menschen im Ort heimzusuchen … und schon bald befinden sich nicht nur die Zwillinge in akuter Gefahr.

Rezension:
Nach dem Krebstod ihrer Mutter bricht für Malte und Niklas die Welt zusammen. Da sich ihr Vater in den Alkohol flüchtet, nimmt ihre Tante die 16-jährigen Brüder vorübergehend auf. Sie hofft, dass sich die beiden in ihrem abgelegenen Dorf besser als in der Großstadt sammeln können. Nach dem Schock, hier nicht mal ein funktionierendes Mobilfunknetz zu finden, fangen die Zwillinge an, sich langsam einzuleben. Vor allem mit der gleichaltrigen Tochter des örtlichen Museumsbetreibers, Sarah, verstehen sie sich schnell gut. Doch bei der Eröffnung der neuen Ausstellung passiert es: Sarahs kleine Schwester liegt ohne ersichtlichen Grund bewusstlos vor dem Prunkstück ebendieser Ausstellung, einem historischen Spiegel. Sollte wirklich etwas an den Gruselgeschichten sein, die die alten Leute im Dorf erzählen?
Beim im Klappentext erwähnten Handlungsort Kyllbenden könnte man zunächst an Irland denken. So ging es zumindest mir. Wie sich herausstellt, liegt dieser (fiktive) Ort jedoch in der Eifel. Hier siedelt Jana Engels ihre Urban-Fantasy- oder sogar eher Gruselgeschichte um die 16-jährigen Kölner Zwillinge an. Das Hauptthema der kurzen Geschichte ist dabei – wie sich allerdings erst im Laufe dieser herausstellt – der Tod. Vom noch frisch im Gedächtnis präsenten der eigenen Mutter sensibilisiert, wollen die Jungen dem todesähnlichen Zustand des kleinen Mädchens verstehen – und dessen tatsächliches Sterben damit verhindern. Ein paar zusätzliche Informationen zu den Personen (speziell der Zwillinge und ihrer neuen Freundin Sarah) würden dem Leser allerdings helfen, die konkreten Handlungen besser nachvollziehen zu können. Im Endeffekt stellt sich diese Geschichte als relativ tiefsinniges Grusel-Abenteuer heraus.

Fazit:
Dieses Grusel-Abenteuer um das Sterben spricht nicht nur (relativ) junge Leser an.

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Auf den Spuren der Macht – 2 – Das Versteck des Dämons

Ulrike Münch
Auf den Spuren der Macht – 2 – Das Versteck des Dämons

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Guthmanns Geheimnis

Klappentext:
Lukas und sein Freund Moppel schwelgen noch in Siegerlaune anlässlich ihres erfolgreich bestandenen Abenteuers, als sie erfahren, dass sich in der Villa des verhassten Rektors seltsame Dinge zutragen. Wenn sie glaubten, den Sieg bereits in der Tasche gehabt zu haben, werden sie auf erschreckende Art eines Besseren belehrt.
Nicht nur, dass der tot geglaubte Dämon an einem geheimen Ort von seinen Anhängern gesund gepflegt wird, sondern auch die Tatsache, dass sich ihr geliebter Busfahrer ebenfalls in den Händen des Feindes befindet, zwingt sie, sich erneut in wilde und gefährliche Abenteuer zu stürzen.
Dabei müssen die beiden Freunde an Orte zurück, von denen sie gehofft hatten, sie nie wieder sehen zu müssen. So schlagen sie sich noch einmal durch das Paris des 19. Jahrhunderts, wo sie auf üble Genossen treffen und in einem Kellerverlies fast ihr Leben lassen. Unter den Freibeutern von Käpt’n Fourfingers Mannschaft ergeht es ihnen nicht besser. Dort werden sie in blutige Kämpfe verwickelt und laufen Gefahr, nicht mehr aus der anderen Zeit und Dimension heimkehren zu können.
Doch auch dieses Mal stehen ihnen wieder magische Hilfsmittel und mutige Mitstreiter zur Seite. Überraschenderweise sogar ein alter Bekannter: Der verwegene Pirat, den sie bei ihrem letzten Abenteuer in Paris zurückgelassen hatten. Mit ihm schlagen sie sich durch Raum und Zeit und können nur hoffen, dass sie das Versteck des Dämons rechtzeitig finden, bevor dieser von seinen Anhängern zu neuem Leben erweckt wird, denn dann wäre es um die Welt geschehen …

Rezension:
Lukas und sein Freund Moppel genießen die Ferien. Nach ihrem Abenteuer um das geheimnisvolle Ornament haben sie sich die Ruhe verdient. Diese endet jedoch, als sie erfahren, dass in der Villa ihres ehemaligen Schuldirektors verdächtige Dinge vor sich gehen. Wen können sie um Hilfe bitten? Wie sich herausstellt, ist der Busfahrer, von dem sie wissen, dass er eigentlich ein Drachenritter ist, spurlos verschwunden. Tante Muriels Hinterlassenschaften, in denen sich vielleicht etwas Hilfreiches finden ließe, sind auch nicht mehr auffindbar. Schließlich taucht auch noch Lukasʼ Tante Elli, die er bisher nur aus Briefen kennt, auf und bezieht Muriels altes Haus. Plötzlich stecken die beiden Freunde wieder bis zum Hals in einem Abenteuer, dass sie quer durch Raum und Zeit führt.
Wie bereits im 1. Band ihres jugendlichen Urban-Fantasy-Abenteuers schickt Ulrike Münch ihre Helden auch diesmal wieder auf diverse aufregende Trips. Die meisten Handlungsorte sind den Protagonisten genau wie dem Leser noch in Erinnerung. Auch der Großteil der handelnden Personen ist bereits aus Band 1 vertraut, was eine längere Einleitung überflüssig macht. Somit geht es diesmal ohne größere Einführung direkt ins Abenteuer hinein. Dabei behält die Autorin das im letzten Band bewährte Grundmuster bei, die beiden Jungs zwischen den einzelnen Abenteuern immer wieder für einige Zeit in ihren relativ ereignisarmen Alltag, in dem sie zur Untätigkeit verbannt sind, zurückkehren zu lassen. So kann Lukasʼ und Moppels Abenteuer auch in dieser Fortsetzung junge und junggebliebene Leser fesseln.

Fazit:
Auch Band 2 der Jugend-Urban-Fantasy-Reihe versteht es, seine Leser bei der Stange zu halten.

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Elementz

Jenny Rubus
Elementz – 1 – Luft im Bauch

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Ausflug nach Lemuria

Klappentext:
Was zum Teufel ist „Lemuria“?
Rika hat davon noch nie gehört, aber sie will die unbekannte Welt kennenlernen, wo doch zwei schräge Typen von dort auf der Suche nach Hilfe ausgerechnet in ihr Zimmer platzen. Umgehend packt sie und folgt ihnen, um diese fremde Welt „Lemuria“ zu retten.
Doch der anfangs quietschbunte Ausflug entpuppt sich schnell als Beginn einer lebensmüden Aktion. Bald schon steckt Rika bis zum Hals im Kampf gegen einen abtrünnigen Untoten, der ganz Lemuria in einen riesigen Friedhof verwandeln will.
Rika und ihre neuen Freunde nehmen einen schier aussichtslosen Kampf auf.
Wie gut, dass ihnen dabei wenigstens die Elemente zur Seite stehen …meistens.

Rezension:
Nach einem Streit mit ihrer Mutter, die ihr selbst in den Ferien verbietet, mit Freundinnen einen Ausflug zu unternehmen, bleibt die 16-jährige Rika frustriert alleine zuhause zurück. Als sie im Haus ein Geräusch hört, denkt sie zuerst an Einbrecher. Schnell stellt sie jedoch fest, dass es sich bei den beiden jungen Männern (oder Wesen?) anscheinend um Außerirdische handelt, die von einem magischen Gegenstand ohne ihre Absicht zur Erde gebracht wurden. Merkwürdigerweise sprechen die beiden Besucher fließend Deutsch – und laden Rika ein, mit ihnen nach Lemuria, ihrer Heimat, zu kommen. Der Planet wird von Naturkatastrophen heimgesucht, und die Besucher denken, dass das Artefakt sie deshalb zu Rika brachte, weil diese helfen kann. Nach kurzem Zögern stimmt Rika zu. Auf Lemuria angekommen, muss sie jedoch feststellen, dass ihr Ausflug lebensgefährlich werden könnte.
Mit Besuchern aus einer fremden Welt, die einen irdischen Teenager zum Besuch ebendieser Welt einladen, hat wohl jeder Urban-Fantasy-Fan schon Bekanntschaft gemacht. Ganz neu ist diese Grundidee nicht. Jenny Rubus gelingt es im Auftakt dieser neuen Reihe um Rika und ihre lemurianischen Freunde jedoch, diesem Setting durchaus neue Aspekte abzugewinnen. Dass die Protagonistin zumindest diesen Band überlebt, stellt wohl weder eine Überraschung noch einen wirklichen Spoiler dar. Schließlich wird sie ja noch für die Fortsetzungen gebraucht. Eine Erkenntnis gegen Ende des Buches dürfte für den Leser jedoch genauso überraschend wie für Rika selbst sein.
Stilistisch kann die Geschichte durchaus überzeugen. Leider bleiben die meisten Charaktere eher blass und ohne Hintergrund. Selbst Rika als Hauptperson bekommt erst im fortgeschrittenen Verlauf etwas Tiefe. Erst ganz am Ende deutet sich an, dass sich dies in den Fortsetzungen ändern könnte. Potenzial für Rikas kommende Abenteuer ist jedenfalls eindeutig erkennbar, sodass zu hoffen ist, bald neues aus Lemuria zu erfahren.

Fazit:
Dieses Urban-Fantasy-Abenteuer für junge und junggebliebene Leser verspricht auch für die kommenden Bände gute Unterhaltung.

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