Der Seelenfänger

Sandra Engler
Der Seelenfänger

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Mord auf offenem Feld

Klappentext:
In der Zeit des Bösen, der Ritter und des Christentums ereignete sich vor vielen hunderten von Jahren in Britannia eine unglaubliche Geschichte. Der zwölfjährige Jonathan begegnet eines Tages bei der Feldarbeit dem Teufel und seiner Gefolgschaft, die Tod und Verderben über das Land bringen. Gemeinsam mit seinem Freund Adam versucht er, vor dem Teufel zu fliehen. Gelingt es ihm noch rechtzeitig, seine Pflegemutter und das Dorf vor der Bedrohung zu warnen?
Diese Geschichte ist ab 12 Jahren geeignet.

Rezension:
Als Jonathan gerade zusammen mit seinem Stiefvater und anderen Dorfbewohnern auf dem Feld arbeitet, werden sie von unheimlichen Männern auf flammenden Pferden überfallen. Diese Männer, deren Anführer offenbar der Teufel höchstpersönlich ist, töten alle. Nur Jonathan und seinem Freund Adam gelingt die Flucht.
Sandra Englers Kurzgeschichte ist wirklich sehr kurz ausgefallen. Der Leser gewinnt dabei den Eindruck, dass es sich nur um den Epilog einer umfangreicheren Geschichte handelt. (Was insoweit stimmt, dass eine Fortsetzung angekündigt ist.) Leider kann die Geschichte jedoch auch sprachlich nicht überzeugen, wodurch die an sich brauchbare Grundidee verpufft.

Fazit:
Für sich genommen ist diese Kurzgeschichte nicht tragfähig. Eventuell könnte sie mit der kommenden Fortsetzung ein lesbares ganzes bilden.

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Fritzi Klitschmüller – 1 – Fritzi Klitschmüller

Britta Sabbag
Fritzi Klitschmüller – 1 – Fritzi Klitschmüller

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Rote-Beete-Alarm!

Klappentext:
„Das ist ja gar kein Skateboard!“ – Mehr bringt Fritzi nicht heraus, als sie ihr Geburtstagsgeschenk aus dem Papier wickelt. Statt des heiß ersehnten Skateboards hat Fritis Mama ausgerechnet ein Prinzessinnenkleid für sie genäht. Schnell steht fest:
Ein geheimer Skateboard-Beschaffungs-Plan muss her!
Gemeinsam mit ihrem Freund Thies wirbelt Fritzi durch die Nachbarschaft, um sich ihren Traum zu erfüllen. Gar nicht so einfach, denn obendrein müssen die beiden ihre Freundschaft vor Fritzis Vater geheim halten. Der kann die neuen Nachbarn aus dem Ärgerhäuschen nämlich überhaupt nicht leiden … Turbulente Ferien voll geheimer Heimlichkeiten und großer Abenteuer beginnen!

Rezension:
Endlich Ferien! Und auch noch Geburtstag! Was kann sich Fritzi noch mehr wünschen? Sie weiß auch schon, was sie geschenkt bekommt: ein feuerrotes Skateboard mit Sportrollen. Denkt sie zumindest. Doch statt des erwarteten Sportgerätes kommt beim Auspacken nur ein Prinzessinnenkleid zum Vorschein. Und der Familienurlaub fällt auch noch flach, denn ihre Mutter muss dringend zur Kur. Es kommt sogar noch schlimmer: Damit Fritizi und ihr kleiner Bruder während der Abwesenheit ihrer Mutter nicht nur von Pizza und Nudeln leben müssen – was beide übrigens überhaupt nicht stören würde –, kommt Tante Bolle zu Besuch, und die bringt zur Krönung des ganzen auch noch Fritzis gehasste Cousine Shakira mit. Da kann Fritzi sich doch nur mit dem neuen Nachbarsjungen Thies verbünden, um die freie Zeit zu verbringen – und dabei vielleicht doch noch einen Weg zum eigenen Skateboard zu finden.
Britta Sabbags Buch richtet sich primär an Kinder. Jeder Zweifel an diesem Punkt wird spätestens beim Anblick der auffällig großen Schrift sowie der zahlreichen Textillustrationen beseitigt. Trotzdem muteten Wortwahl und Schreibstil überraschen erwachsen an. Da darf Fritzis Papa auch mal „Himmelarschundzwirn!“ fluchen. Wieso das Buch allerdings (beispielsweise bei Amazon) als „Lustiges Mädchenbuch ab 8“ vermarktet wird, was auch das überwiegend in Pink gehaltene Cover unterstreicht, erscheint mir unverständlich. Typische ‚Mädchenthemen‘ kommen im ganzen Buch nicht vor. Sieht man einmal vom Prinzessinnenkleid ab, würde die Story unverändert auch mit einem Jungen als Protagonisten funktionieren. Wieso sollte das Buch also nicht auch für Jungen interessant sein?

Fazit:
Dieses lustige Ferien-Abenteuer kann jungen, aber durchaus auch etwas älteren Lesern empfohlen werden.

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Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Rainbow Rowell
Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Übersetzung: Brigitte Jakobeit

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Im Schatten des Magiers

Klappentext:
Simon Snow, der größte und mächtigste Zauberer, den es je gab, ist eigentlich eine Katastrophe. Ungeschickt bewegt es sich in der Zaubererwelt, die er doch eigentlich vor ihrem Untergang retten soll. So ist es jedenfalls prophezeit. Dabei kann er nicht mal seinen Zauberstab gerade halten.
Aber ein Talent hat Simon doch, nämlich das zur Freundschaft. Und hätte er seinen Kumpel Penelope, seine Dauerfreundin Agatha und seinen in herzlicher Abneigung zugewandten Zimmergenossen Baz nicht, hätte er die magische Welt schon längst in Schutt und Asche gelegt. Aber mit den dreien könnte es klappen, nicht nur den Mörder von Bazʼ Mutter zu entlarven, sondern auch die dunklen Mächte zu besiegen und die Welt zu retten.

Rezension:
Für Simon Snow beginnt sein letztes Jahr auf der magischen Schule Watford. Endlich kann er zum letzten Mal eines der Kinderheime verlassen, in welchen er in jedem Jahr die Sommerferien verbringen musste. Ob er sein letztes Schuljahr überleben wird, ist jedoch alles andere als sicher, versucht ‚der Schatten‘ doch schon, seit er erstmals nach Watford kam, ihn zu vernichten. Simons größtes Problem dabei: Niemand weiß, wer ‚der Schatten‘ ist, nicht mal ‚der Magier‘, Schuldirektor und ungekrönter Herrscher der magischen Welt Großbritanniens. Außerdem ist Simon zwar der mächtigste Zauberer aller Zeiten, er kann seine Kräfte aber nur äußerst unzureichend kontrollieren. Und obwohl ‚der Magier‘ ihn zu seinem Erben erklärt hat, ist er nur selten mal zu sprechen. Er muss schließlich ständig gegen ‚die Alten Familien‘ kämpfen, welche die alten Zustände aus der Zeit vor dem Aufstieg ‚des Magiers‘ wieder herstellen wollen.
Gibt es hier jemanden, der bei dieser Kurzbeschreibung nicht sofort an einen gewissen Harry Potter denkt? Wahrscheinlich nicht. Also schon wieder ein einfallsloser Harry-Potter-Clon? Nein, das kann man diesem Buch wirklich nicht vorwerfen, denn die Geschichte entwickelt sich nach anfängliche stark erscheinenden Parallelen in eine völlig andere – und überraschende – Richtung.
Doch bleiben wir zunächst beim Anfang. Der Leser lernt Simon kennen, als er das Kinderheim verlässt und sich auf die Fahrt nach Watford begibt. Währenddessen erinnert er sich ständig an diverse Vorfälle der vergangenen 7 Schuljahre zurück. Als Leser ist man hier ständig versucht, das Buch zur Seite zu legen und sich erst mal die vorhergehenden Bände zu besorgen. Die gibt es aber gar nicht! Simon Snow war eigentlich nur die literarische Lieblingsfigur der Protagonistin eines anderen Werkes der Autorin, „Fangirl“. Erst nach dem Erfolg dieses Buches entschloss sich Rainbow Rowell, Simon ein eigenes Buch zu gönnen. Für den Leser bleibt jedoch ein eigenartiges Gefühl, wenn ständig eine Vorgeschichte angedeutet wird, die es nie gab. (Nach Informationen von Lesern, die „Fangirl“ kennen, werden die genannten Ereignisse auch dort nicht thematisiert.)
Dass manches (ganz) anders ist, als es aus Simons Sicht wirkt, merkt der Leser spätestens, wenn spätere Kapitel aus der Sicht anderer beteiligter Personen geschildert werden. Dies ist allerdings ein Gestaltungsmittel, das auch verwirren kann, denn die Geschehnisse werden, egal aus wessen Blickwinkel sie gerade geschildert werden, immer in der Ich-Perspektive präsentiert. Das führt dazu, dass man sich an manchen Stellen nochmals schnell am Kapitelanfang informieren muss, wer da gerade „ich“ ist.
Ganz so humorvoll, wie der Klappen- (oder korrekter gesagt Rückseiten-)Text vermuten lässt, ist das Buch übrigens nicht. Im Gegenteil: Das Ende wirkt schon beinahe sentimental. Wem das nicht stört, erhält mit „Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow“ eine solide Urban Fantasy mit durchaus neuen Ideen und unerwarteten Plottwists.

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Fazit:
Ein überraschend anderer Zauberschüler in einer Welt, die sich als ganz anders herausstellt, als er (und auch der Leser) zunächst denkt.

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Ein MORDs-Team – 17 – Spiel mit dem Feuer

Andreas Suchanek
Ein MORDs-Team – 17 – Spiel mit dem Feuer

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Der Countdown

Klappentext:
Wer ist der Graf?
Seit Monaten versuchen die Freunde, die Identität des mächtigen Unterweltbosses aufzudecken. Billy scheint eine wichtige Spur entdeckt zu haben. Doch plötzlich ist er verschwunden.
Zur gleichen Zeit geben die Kandidatinnen für das Bürgermeisteramt noch einmal alles. Die Wahl steht kurz bevor.

Rezension:
Mason, Olivia, Randy und Danielle – kurz gesagt das MORDs-Team – beschließen, nach Danielles Befreiung ein ruhiges Wochenende einzulegen. Das wird natürlich nichts, denn Billy, einer der 84er, wird vom Grafen entführt, der damit verhindern will, dass ersterer weiter nach seiner Identität forscht. Doch bei der Suche nach Billy stoßen die Freunde überraschend auf ein noch viel größeres Geheimnis.
In meiner Rezension zum vorhergehenden Band, „Aus dem Schatten“, schrieb ich noch: „Auch in diesem mittlerweile bereits 16. Band der Reihe um das MORDs-Team hält Andreas Suchanek die Spannung wieder auf hohem Niveau.“ Wer hätte damals auch geahnt, dass der Autor die Spannungsschraube schon in Band 17 noch weiter anzieht? Wurden dort endlich Fragen geklärt, so werden hier gleich diverse neue aufgeworfen. Als Leser kann man sich nur fragen, ob in Barington Cove überhaupt irgend etwas so ist, wie es scheint. Dauerspannung ist garantiert. Und natürlich ist auch dieser Band wieder viel zu schnell zu Ende.

Fazit:
Neue Geheimnisse in Barington Cove! Auch nach 17 Bänden droht die „Ein MORDs-Team“-Reihe keinesfalls langweilig zu werden.

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Beginn eines Piratenlebens

Ann-Kathrin Speckmann
Beginn eines Piratenlebens

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Die Frau des Schiffsjungen

Klappentext:
Die fünfzehnjährige Anne verabscheut ihr Leben in South Carolina.
Bis vor wenigen Jahren hatte sie noch ein ganz anderes: In England hielten sie alle für einen Jungen. Sie vermisst die Freiheiten aus jener Zeit. Um ihren Pflichten zu entgehen, wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine Reise auf einem der vielen Schiffe, die täglich im Hafen Charleston anlegen.
Als sie mit ihrem Jugendfreund Michel verheiratet werden soll, verliert sie das letzte bisschen Zuneigung und Vertrauen zu ihren Eltern.
Zusammen mit dem jungen Matrosen James Bonny geht sie das Wagnis ein, und flieht in die aufregende Welt der Piraten.
Ein spannendes Abenteuerbuch über die berühmte Piratin Anne Bonny.

Rezension:
Als Tochter eines reichen Plantagenbesitzers fehlt es der 15-jährigen Anne eigentlich an nichts. Doch es gibt etwas, was sie sehr vermisst: Freiheit. Als sie noch klein war, wurde sie zur Tarnung als Junge ausgegeben und entsprechend erzogen. Jetzt muss sie jedoch die Tochter wohlhabender Eltern darstellen, dabei würde sie doch viel lieber durch die Gegend ziehen und Abenteuer erleben – was im South Carolina des frühen 18. Jahrhunderts dem Ansehen der Eltern sehr schaden würde. Nachdem sich Anne wiedermal in den Hafen geschlichen hatte, was prompt in einer handfesten Schlägerei endete, beschließen ihre Eltern, die widerspenstige Tochter schnellstmöglich zu verheiraten. Aber nicht mit Anne! Die läuft kurzerhand weg und beschließt, Piratin zu werden.
Bei der Beschreibung ihrer Protagonistin lehnt sich Ann-Kathrin Speckmann an das reale Vorbild, die (etwa) 1699 geborene Piratin Anne Bonny, an und bereitet die wenigen aus deren Jugend bekannten Fakten zu einer jugendgerechten Abenteuergeschichte auf. Wie nah sie den historischen Tatsachen dabei kommt, ist mangels verbürgter Informationen wohl kaum feststellbar. Wichtiger ist aber wohl ohnehin, dass ihr mit diesem Buch ein spannendes Jugendabenteuer gelungen ist, dessen Fortsetzung bereits in Vorbereitung ist.
Der Autorin gelingt es, Annes Gefühle und Gedanken, die schließlich zum völligen Bruch mit ihrem bisherigen Leben führen, glaubhaft einzufangen. Annes Abenteuer können dabei vom jungen Leser bis zum Erwachsenen alle Abenteuer- und Piratenbegeisterten überzeugen.
(Eine Vorgeschichte um die 12-jährige Anne ist als Kurzgeschichte unter dem Titel „Der Traum von New Providence“ verfügbar.)

Fazit:
Ein interessantes jugendgerechtes Piratenabenteuer mit einem in diesem Genre ungewöhnlichen Helden: einer Heldin.

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Curiosity Book – 1 – The Curious Tale of Gabrielle

Zachary Chopchinski
Curiosity Book – 1 – The Curious Tale of Gabrielle

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Abenteuer in Schottland

Klappentext:
Thirteen-year-old Gabrielle was given a mysterious bracelet for her birthday. She went to bed as a normal teen but woke up in another time, as another person.
When demons appear, Gabrielle’s dream adventure turns into a nightmare. But is a nightmare adventure better than just existing in your mundane life?
Gabrielle is driven by her will to explore and see new things. When she moves to the small town of Envisage, she is drawn to a hidden antique shop and its mysterious owner. When Gabrielle is given a strange gift, she suddenly finds herself in the middle of an epic battle between good and evil. Follow Gabrielle as she ventures through the lives of many with the experience of only her own. It’s a journey through history, life, and love unlike anything that could be imagined—except perhaps by a curious young girl.

Rezension:
Die 13-jährige Gabrielle lebt seit kurzem an einem neuen Wohnort. Seit dem Tod des Vaters muss die Mutter ständig Überstunden machen, um sich und ihre Tochter zu ernähren. Eines Tages, gerade an ihrem Geburtstag, beschließt Gabrielle, sich einen der letzten Läden der kleinen Stadt, den sie noch nicht kennt, anzusehen. In dem düsteren und etwas unheimlichen Antiquariat stehen so viele alte Sachen herum, dass man dazwischen kaum durchkommt. Erst nach einigem Herumstöbern trifft Gabrielle auf die alte Inhaberin des Ladens, welche sie sogar auf eine Tasse Tee einlädt. Weil sie ein Andenken an ihren Vater vergisst, kehrt Gabirelle gleich am nächsten Tag zurück – und findet die schon teilweise verweste Leiche der Eigentümerin. Laut Polizei muss sie schon einige Zeit tot sein. Aber Gabrielle hat doch erst gestern mit der alten Frau gesprochen! Noch dazu liegt ein Armreif, über den sie gestern sprachen, zusammen mit einem Brief bereit, in welchem die Tote Gabriell diesen Armreif schenkt. Als das Mädchen schließlich völlig verstört einschläft, wird es in einem schottischen Dorf längst vergangener Zeiten wach …
Ein Jugend-Zeitreise-Fantasy-Abenteuer mit Horrorelementen – so könnte man Zachary Chopchinskis Auftaktband der Reihe um Gabirells Abenteuer wohl am ehesten beschreiben. Im Gegensatz zu dem, was man nach Lesen des Klappentextes vermuten könnte, erwartet den Leser im diesem Band jedoch als einzige die Zeitreise ins alte Schottland. Weitere werden wohl erst in den kommenden Bänden folgen.
Auch wenn die Protagonistin erst 13 Jahre alt ist, dürfte die Handlung für Leser im gleichen Alter wohl noch etwas zu hart sein. Das beginnt mit dem Fund der Leiche und setzt sich über verschiedene Erlebnisse während der Zeitreise fort. Diejenigen, die sich auf das Buch einlassen, bekommen jedoch eine sehr spannende Story geboten, die so gekonnt in Szene gesetzt wurde, dass der Leser den nächsten Twist wohl nie vorausahnen wird.
Etwas verwundert war ich zunächst von den Fußnoten, deren Inhalt sich mir nicht erschloss. Erst nach mehreren kam die Erkenntnis, dass dies Anmerkungen des Lektors sind, die zu entfernen vergessen wurde, obwohl die darin enthaltenen Hinweise zumindest teilweise in den Text eingearbeitet zu sein scheinen. Man kann diese Fußnoten beim Lesen also getrost ignorieren.

Fazit:
Nicht ganz so jungen Lesern, die vor etwas Horror sowie teilweise grober Gewalt nicht zurückschrecken, kann dieses Buch empfohlen werden.

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12 – Die Akademie der Zeit

J. F. Sebastian
12 – Die Akademie der Zeit

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Flucht aus der 7

Klappentext:
„Du bist nicht hier geboren. Nicht hier in dieser Stadt, nicht hier in diesem Land, nicht hier in dieser Welt.“
Das musste Daniel erst einmal verdauen.
Von einer Sekunde auf die andere ändert sich das Leben des 13-jährigen Daniel. Er lernt ein Mädchen kennen, wird von einem mysteriösen Fremden verfolgt, erfährt ein unglaubliches Geheimnis über seine Familie und muss schmerzhaft feststellen, dass es mehr als nur eine Welt gibt.
Mit „12 – Die Akademie der Zeit“ liefert Autor J. F. Sebastian den Auftakt zu einer fantasievollen Jugendbuch-Trilogie rund um Familie, Freundschaft und die Zeit.

Rezension:
Seit dem Tod seiner Eltern, an die er sich kaum erinnern kann, lebt Daniel bei seinem Großvater. In der Schule ist er nicht sonderlich beliebt, und wirkliche Freunde hat er nicht. Um so überraschender ist es für ihn, als unerwartet ein Mädchen Kontakt zu ihm sucht. Noch während er mit diesem spricht, fällt ihm jedoch auf, dass ein mysteriöser Fremder ihn zu beobachten scheint. Auf dem Heimweg bestätigt sich diese Feststellung, denn der Fremde verfolgt ihn. Mit Mühe schafft er es zu seinem Großvater, aber was er dort erfährt, stellt alles, was Daniel bisher zu wissen glaubte, auf den Kopf. Sein Opa und er selbst stammen nicht von der Erde – und sie sind in ernster Gefahr. Daniel muss eilig von der Erde, der 7. der 12 bewohnten Welten, fliehen.
Fantasy oder eher SciFi – diese Frage ist bei J. F. Sebastians Jugend-Abenteuer nicht so leicht zu beantworten. Auch wenn das Reisen zwischen verschiedenen Planeten eher an SciFi erinnert und es auf Daniels Heimatwelt, der 12, dem Entwicklungsstand der Erde weit überlegene Energienutzungsformen gibt, steht zumindest in diesem Band doch das Fantasy-Element im Vordergrund. So reist man zwischen den Welten nicht etwa mit Raumschiffen oder anderer Technologie, sondern per Magie. Und genau diese soll auch Daniel an der Akademie der Zeit erlernen, denn er ist – wie er erst jetzt erfährt – der Nachkomme einer traditionellen Salier-Dynastie.
Der Autor kombiniert in diesem Jugend-Fantasy-Abenteuer verschiedene Elemente, die dem Genre-erfahrenem Leser in ähnlicher Form schon hier und da begegnet sind, geschickt zu einem überzeugenden neuen Mix. Zusammen mit dem Protagonisten muss der Leser die andere Welt und das Leben an der Akademie erst kennenlernen. Leider wird das Umfeld dabei etwas stiefmütterlich behandelt, lernt man außer Daniels neuem Freund Abay doch keinen einzigen seiner Mitschüler kennen. Trotz derartiger kleinerer Schwächen nimmt das Buch den Leser gefangen. Nach dem Cliffhanger am Ende kann man nur hoffen, bald zu erfahren, wie es weitergeht.

Fazit:
Dieses jugendliche Fantasy-Abenteuer mit SciFi-Touch eröffnet genügend Potential für den Rest der Trilogie.

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Tom Winter und der weiße Hirsch

Nicole Wagner
Tom Winter und der weiße Hirsch

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Des Nachbars Garten

Klappentext:
„Tom fehlten die Worte für das, was ihm in diesem Moment widerfuhr. Er fühlte sich nicht länger wie ein einziges, selbständiges Wesen, sondern als hätte man ihn in der Mitte zerteilt. Dieses zweite Geschöpf, das vor ihm in einem hellen gelben Licht erstrahlte, war genauso wichtig wie er selbst, ihre Leben miteinander verbunden.“
Hals über Kopf stürzt Tom sich ins Abenteuer, die Anderswelt vor Vampir Graf Skelardo zu retten. Dabei ist es nicht unbedingt von Vorteil, dass er bis eben noch geglaubt hatte, völlig normal zu sein. Zum Glück sind seine Freunde Charlie, Peer und Astos bei ihm, wenn es brenzlig wird …

Rezension:
Tom lebt mit seinem Vater in einem kleinen Vorstadthaus. Schon lange vermutet er, dass im Garten seines Nachbarn merkwürdige Dinge vor sich gehen, ohne das jedoch näher definieren zu können. Während sein Freund Peer von gegenüber ihm glaubt und hilft, der Sache auf den Grund zu gehen, will Charlie, die neben Peer wohnt, ihnen das ausreden. Doch eines Tages stolpern die Freunde mitten in die magische Welt, die ihr Nachbar zu verbergen versucht, hinein. Auf Tom warten zahlreiche Überraschungen, und schneller, als sie es sich versehen, müssen sich die Freunde auf eine Mission begeben, um die magische Welt zu retten.
Diese Grundidee einer jugendlichen Urban Fantasy wirkt nicht prinzipiell neu – und sie ist es auch nicht, auch wenn der Autorin Nicole Wagner durchaus ein paar neue Nuancen einfallen. Dass man schon andere Jugend-Fantasy-Abenteuer mit ähnlicher Ausgangslage gelesen hat, muss natürlich nicht unbedingt negativ sein, gibt es doch einige derartige Geschichten, die durchaus zu gefallen wissen. Das könnte auch hier der Fall sein, zumal die Autorin ein paar tragfähige Ideen entwickelt. Leider ist die Erzählstruktur dieses Werkes nicht besonders ausgefeilt. Auch mehrere Logik-Schnitzer trüben den Lesegenuss etwas. So beginnt Toms Abenteuer im Juli, doch nachdem nur wenige Tage vergangen sind, ist es plötzlich Mitte September. Auch scheint Peers Eltern, die im Gegensatz zu Charlies Eltern und Toms Vater nicht eingeweiht werden, die monatelange Abwesenheit ihres erst 13-jährigen Sohnes kaum zu verwundern. Alles in allem kann das Buch trotz eigentlich ganz brauchbarem Plot nicht restlos überzeugen.
„Tom Winter und der weiße Hirsch“ stellt eine in sich weitgehend abgeschlossene Handlung dar, auch wenn das Tor zu einer möglichen Fortsetzung am Ende weit aufgestoßen wird.

Fazit:
Ein Urban-Fantasy-Abenteuer für junge und junggebliebene Leser, dass leider einiges Potential verschenkt.

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Die Chroniken von Pathaar – 1 – Welt aus Sand

Martin P. Anderfeldt
Die Chroniken von Pathaar – 1 – Welt aus Sand

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Ynsekti-Probleme

Klappentext:
In einer Welt, die von riesigen, insektenähnlichen Wesen beherrscht wird, wächst Mira in relativer Sicherheit auf. Als Kronprinzessin von Bedivere, eines mächtigen Stadtstaats in der großen Ebene, lebt sie privilegiert, wenn auch in einem „goldenen Käfig“. Ihr sorgenfreies Leben findet ein jähes Ende, als ihre einzige Freundin durch eine Intrige unter Verdacht gerät und ihr die Todesstrafe droht. Wenn Mira sie retten will, muss sie selbst aktiv werden. Auf dem Spiel steht nicht nur das Schicksal der Prinzessin, sondern das der ganzen Menschheit.

Rezension:
Bedivere ist die einzige erhalten gebliebene Stadt weit und breit. Um sie herum gibt es nur Wüste, kleine, von ihr abhängige Dörfer und Nomaden. So sieht sich die Stadt als letzte Bastion der Kultur, doch die Herrschenden wissen längst, dass die Macht Bediveres am Sinken ist. Kronprinzessin Mira ahnt davon nichts – bis sie unvermittelt in die Machtspiele hineingerät.
Und dann gibt es noch Jupiter, die Stadt auf Rädern, die durch die Wüste fährt. Kato lebt dort als Mechanikus in Ausbildung, ein in dieser hoch technisierten Stadt, deren Bewohner Bedivere und erst recht die kleinen Dörfer für extrem rückständig halten, angesehener Beruf. Doch eines Tages nimmt seine Karriere eine unerwartete Wendung.
Martin P. Anderfeldts Fantasy-Roman über die beiden so verschiedenen Städte und 2 Jugendliche, deren Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird, bietet zahlreiche unerwartete Wendungen. Während Mira nicht einmal weiß, was in der Stadt außerhalb des Palastes vorgeht, hat Kato zu Beginn recht einseitige Ansichten. Schon bald müssen jedoch beide ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und stecken voneinander unabhängig in Abenteuern, die sie sich nie erträumt hätten. Die Ynsekti, riesenhafte Insekten verschiedener Art, sind dabei bei weitem nicht die einzige Gefahr.
Mit „Welt aus Sand“ legt der Autor ein genremäßig nicht ganz einfach einzuordnendes Werk vor. Auch wenn man es zunächst der Fantasy zuordnen möchte, stellt sich dann heraus, dass es auch dystropische Züge enthält. Ist die Welt, in der Kato und Mira leben, vielleicht unsere nach dem Untergang unserer Kultur? Eine eindeutige Antwort darauf gibt es (zumindest in diesem Band) nicht. Außerdem finden sich auch Steampunk-Elemente wie die wandernde Stadt Jupiter oder die Mima-Krieger und eine Prise SciFi. Wohin sich der Schwerpunkt in den folgenden Bänden verlagert, kann nur vermutet werden, denn dieser Band ist nicht in sich abgeschlossen, sondern endet mit einem Cliffhanger. Wie sich die Ereignisse für die verfeindeten Städte und ihre Bewohner weiterentwickeln, muss sich (hoffentlich bald) zeigen.
Mit der „Die Chroniken von Pathaar“-Reihe gelingt es Martin P. Anderfeldt, die Grundlage für ein gelungenes Jugendabenteuer zu legen, das sich als echter Pageturner erweist. Zu spannend sich Miras und Katos Abenteuer. Da will der Leser ständig wissen, wie es weitergeht. Durch die wechselnde Erzählperspektive wird die Geduld dabei manchmal auf eine recht harte Probe gestellt.
„Welt aus Sand“ erweist sich als ein auch sprachlich und stilistisch gelungenes Buch.

Fazit:
Ein gelungenes Fantasy-Jugendabenteuer mit Elementen diverser anderer Genres, das für thematisch Interessierte eine Leseempfehlung verdient.

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Das Alte Buch der Zauberer

Mario Röse
Das Alte Buch der Zauberer

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Flucht durchs Mittelalter

Klappentext:
Drei Teenager entdecken bei einem Ausflug in eine Burg in den Kellergewölben eine merkwürdige Steinplatte und ein Amulett. Ungewollt lösen sie einen Zauber aus und geraten so in das Mittelalter. Das bleibt vom finsteren Burgherrn Blackmore nicht unbemerkt. Der will sich schon seit vielen Jahren diesen Zauber zu Nutze machen und sieht in den Kindern seine Chance das Geheimnis zu lüften um England zu beherrschen.
Eine gefährliche Flucht beginnt. Aber Anny, Jack und Tom finden mutige und auch phantastische Freunde und stellen sich dem Kampf.

Rezension:
Eric, Tom und Anny treffen sich im Sommercamp, bei dem sie sich bereits im Vorjahr kennenlernten. Mittlerweile sind sie alle 13 und freuen sich auf die gemeinsamen Ferienwochen. An einem Tag findet eine Rätselwanderung statt, bei der die einzelnen Teams anhand verschiedener Hinweise das Ziel finden müssen, welches sich als Burgruine herausstellt. Als die Freunde zusammen die Ruine durchstreifen, finden sie in einem Kellerraum eine verschüttete Steinplatte und ein Amulett. Plötzlich verändert ich der Raum um sie herum, und sie stellen bald fest, dass sie im Mittelalter gelandet sind – einem Mittelalter, in dem außer Zauberern auch diverse unheimliche Tierwesen leben. Auf der Flucht vor dem äußerst unfreundlichem Burgherren verstecken die Freunde das Amulett. Doch wie sollen sie jetzt wieder an das Amulett und mit diesem zur Steinplatte zurückkommen, um in ihre eigene Zeit heimzukehren?
Mario Röses Jugend-Zeitreise-Fantasy gelingt es, einem gängigen Thema interessante neue Aspekte abzugewinnen. Die 3 Protagonisten haben jeweils einen individuellen, glaubhaften Charakter. Lediglich einige der im Mittelalter verwurzelten Charaktere wirken etwas (zu) naiv. Die Handlung nimmt den Leser schnell gefangen und bietet auch für die am Ende angedeutete Fortsetzung noch genügend Potential. So macht das Lesen Spaß.
Nach all diesem Lob für die Story an sich muss die handwerkliche Umsetzung jedoch erheblich kritisiert werden. Leider springt der Autor sinnlos zwischen den Zeitformen hin und her. Während das Abenteuer eigentlich im Präteritum erzählt wird, erscheinen Teilsätze, ganze Sätze und manchmal sogar ganze Absätze ohne inhaltliche Begründung plötzlich im Präsens. Hinzukommen zahlreiche Satzfehler. Beispielsweise wird der Apostroph (’) im ganzen Buch als Komma (,) dargestellt. Außerdem gibt es leider keine Kapiteleinteilung. All dies trübt den Gesamteindruck leider erheblich. Auch die Tatsache, dass Eric im ‚Klappentext‘ überraschenderweise Jack heißt, zeugt von mangelnder Sorgfalt. Dem Buch wäre in dieser Hinsicht eine gründliche Überarbeitung zu wünschen.

Fazit:
Ein interessantes phantastisches Zeitreise-Abenteuer mit jungen Helden, bei dessen Umsetzung leider handwerklich geschlampt wurde.

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