Volucer – 2 – Buch Rafael

Jenna Oellrich
Volucer – 2 – Buch Rafael

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Wiederauferstehung

Klappentext:
Nach den ersten turbulenten Monaten als Volucer, einem engelsähnlichen Wesen, scheint Helenas Leben wieder etwas ruhiger und harmonischer zu werden.
Ihr totgeglaubter Vater ist wieder aufgetaucht, ihre beste Freundin ist in Sicherheit und der Schmerz der vielen Verluste, die sie in ihrem ersten großen Kampf gegen die Nephilim erlitten hatte, ebbt ab. Ein kleine Wermutstropfen ist Helenas Position als Oberhaupt der Volucer, die sie vorübergehend übernommen hat, mit dessen Rolle sie sich jedoch nicht ganz anfreunden kann. Diese Rolle hält jedoch nur solange an, bis Tristans Kräfte wachsen und er eine kopflose Idee umsetzt, die Konsequenzen mit sich bringt, mit denen niemand gerechnet hat.

Rezension:
Die Schlacht gegen die Nephilim ist geschlagen, Helena zur Übergangs-Chefin der Volucer ernannt worden. Doch ist sie dem überhaupt gewachsen? Sie merkt selbst, dass ihr Überblick über die Situation noch arg begrenzt ist. Und obwohl Tristan nach Aufklärung der Wahrheit rehabilitiert ist, zieht er sich immer mehr zurück. Der Verlust seines besten Freundes Rafael belastet ihn noch sehr. Als er jedoch entdeckt, dass er die Vergangenheit verändern kann, entschließt er sich, Rafael von den Toten zurückzuholen. Doch das sorgt für einiges Durcheinander. Helena bleibt nichts anderes übrig, als ihre noch nicht vollständig beherrschten Kräfte zu nutzen, um die Sache in Ordnung zu bringen.
Wer erwartet hat, dass der Kampf gegen die Nephilim auch im 2. Band von Jenna Oellrichs Urban-Fantasy-Reihe im Mittelpunkt stehen würde, könnte sich wundern, dass diese nur selten und erst im Finale in stärkerem Maße in Erscheinung treten. Stattdessen dreht sich alles um einen eigentlich schon vor der Handlung des 1. Bandes gestorbenen Volucer, der durch eine Manipulation der Zeit wiedererweckt wird. Auch eine genauere Definition der Volucer, Nephilim und Constantia, die ich bereit bei meiner Rezension des 1. Bandes „Buch Helena“ vermisst habe, bleibt die Autorin weiterhin schuldig. Im Gegensatz zum Vorgänger bleibt das Liebesleben der Protagonistin diesmal erfreulicherweise weitgehend außen vor.
Auch weiterhin gelingt es der Autorin, ihre Geschichte in einem angenehm lesbaren Stil aus Sicht eines Beobachters zu präsentieren. Die zentrale Frage, ob der Wiedererweckte wirklich dauerhaft überlebensfähig ist, hält das Geschehen bis zum Ende spannend. Die Erwartungshaltung des Lesers wird durch neue Vorkommnisse immer wieder umgeworfen.
Eine Vorhersage, in welche Richtung sich die Geschichte im nächsten Band entwickeln könnte, ist praktisch unmöglich. Ob die handelnden Wesen dann (endlich) näher erklärt werden, bleibt abzuwarten.

Fazit:
Die Urban-Fantasy-Reihe um überirdische Wesen, die undercover in Deutschland (und anderswo) leben, bleibt weiterhin interessant.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Tony Ballard – 143 – Das Böse wohnt in Harkerville

A. F. Morland
Tony Ballard – 143 – Das Böse wohnt in Harkerville

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Probleme mit dem Teufelssohn

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner. Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Das Verwalter-Ehepaar einer Tennishalle hört zu später Stunde ungewöhnliche Geräusche aus der Halle. Als Quelle stellt sich ein unheimlicher Besucher heraus. Währenddessen haben 2 Landstreicher im Städtchen Harkerville eine unheilvolle Begegnung. Tony Ballard sucht unterdessen für seinen nicht einsatzfähigen Kampfgefährten Mr Silver ein sicheres Versteck. Schnell stellt sich ein Zusammenhang mit den Vorgängen in der Tennishalle heraus. Mr Silver muss dringend in Sicherheit gebracht werden, doch ob das abseits gelegene Harkerville dazu wirklich der geeignete Platz ist?
Das ständige Auf und Ab des Qualitätsniveaus der „Tony Ballard“-Reihe habe ich in der Vergangenheit schon mehrmals kommentiert. Dieser Band, wie immer aus der Feder von Friedrich Tenkrat aka A. F. Morland, gehört eindeutig zu den besseren. Die einzelnen Handlungsfäden werden geschickt verwoben, wobei sich am Schluss herausstellt, dass Band 143 der Auftakt eines Mehrteilers ist, er also kein eigentliches Ende aufweist.
Etwas unlogisch wirkt allerdings, dass der Protagonist einer Person, die im vorherigen Verlauf – von ihm unbemerkt – besessen war, nach einem erneuten Zwischenfall sofort (und zurecht) vertraut, dies nicht wieder zu sein. Viel logischer wäre an dieser Stelle doch ein Verdacht, es könnte erneut der Fall sein.
Im Gegensatz zu manch anderem Band dieser Reihe ist „Das Böse wohnt in Harkerville“ durchaus geeignet, Genre-Fans eine gute Unterhaltung zu bieten.

Fazit:
Auf der Qualitäts-Achterbahn der „Tony Ballard“-Reihe befindet sich der Wagen bei diesem Band auf einem Berg.

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Der Fluch der Goldenen Stadt

Sascha Rimpl
Der Fluch der Goldenen Stadt

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Die Liste der Opfer

Klappentext:
Yrrkand – die wimmelnde Megalopole, gigantisch wie ein Kontinent, Schmelztiegel der exotischsten Rassen …
Der draufgängerische Jandarm Simon da Laxo wird von einer Fremden angeheuert, fünf in Lebensgefahr schwebende Personen ausfindig zu machen. Seine Auftraggeberin verschwindet kurz darauf unter mysteriösen Umständen, und bereits am nächsten Tag findet man die erste Leiche.
Schnell wird Simon klar, dass er es nicht nur mit einem brutalen Mörder zu tun hat, denn die rätselhaften Hekaten tauchen aus der Versenkung auf. Zudem bekundet der Geheimdienst des Despoten Yrrkands Interesse an den laufenden Ermittlungen.
Simon gerät zwischen die Fronten und hat alle Hände voll zu tun, seine eigene Haut zu retten, als sich Stück für Stück etwas Uraltes und Dunkles offenbart.

Rezension:
Yrrkand ist ein Moloch. Die Stadt ist gigantisch, aber auch dystopisch. Nur der Herrscher und wenige Ratsmitglieder haben etwas zu sagen. In den Armutsvierteln herrscht vollkommene Anarchie, in die sich auch die Jandarmen nur ungern einmischen. Selbst sie haben kaum Durchblick, was wirklich in diesem Chaos vor sich geht. Einer von ihnen ist Simon, dem sein regelmäßiges Glas Gin wichtiger als eine Festnahme ist. Die sind ohnehin selten, denn im Zweifelsfall schießt er lieber, bevor er fragt. Sein Leben ändert sich allerdings, als ihn eine Unbekannte in einer Bar anspricht. Sie drückt ihm eine Liste mit 5 Namen in die Hand. Alle sollen angeblich ermordet werden, und Simon soll sie auffinden und beschützen. Als kleine Motivation steckt ihm die Frau noch ein Säckchen mit Geld zu – einen Betrag, der Simon schwindeln lässt. Kurz darauf wird die Fremde in seiner Gegenwart erschossen.
Bei Sascha Rimpls Buch ist es nicht einfach, es einem Genre zuzuordnen. Steampunk-Elemente paaren sich mit solchen, die eindeutig der Fantasy zuzuordnen sind. Menschen sind in dieser Welt nämlich bei weitem nicht die einzigen humanoiden Wesen. Dass das ganze Setting dystopisch wirkt, wurde ja schon erwähnt. Dazu kommt noch der Krimi-Aspekt, denn der Protagonist ist schließlich ein Jandarm – und nein, das ist kein Tippfehler. Wie dieser sich im Laufe der Handlung bei immer mehr Interessengruppen unbeliebt macht und auf deren Abschussliste gerät, lässt stellenweise schon fast Thriller-Gefühle aufkommen. Das alles ist in einer extrem komplexen Welt angesiedelt. So braucht man schon fast die Hälfte des mit fast 450 Seiten nicht gerade dünnen Buches, bis man die Strukturen der Stadt halbwegs verstanden hat. Wer eigentlich was erreichen will, wird erst ganz am Ende klar.
Der Autor überlässt es seinem Protagonisten, die Geschehnisse in der 1. Person zu erzählen. Trotz der mit dieser Erzählperspektive erzeugten Verbundenheit des Lesers mit dem Erzähler fällt es schwer, sonderlich viel Sympathie für diesen zu entwickeln. Der Stil ist durchaus gut lesbar, wenn auch diverse Wortschöpfungen (wie der bereits erwähnte Beruf des Jandarms) zu Beginn einige Aufmerksamkeit des Lesers erfordern. Dieses Buch passt in keine Schublade und wehrt sich erfolgreich gegen den Trend, immer wieder ähnliche Grundideen und Clichés in der 1000. Variante neu zu erzählen.

Fazit:
Ein dystopischer Steampunk-Fantasy-Krimi, der sich der Einordnung in starre Genre-Strukturen erfolgreich widersetzt.

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Die Gilde der Rose – 1 – Dämonenfessel

Talira Tal
Die Gilde der Rose – 1 – Dämonenfessel

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Dämonen versus Hexen

Klappentext:
Durch Intrigen eines abgewiesenen Verehrers wird Freyja Rose im Jahr des Herrn 1616 zum Tode verurteilt. Noch ahnt sie nicht, dass sie tatsächlich eine Hexe ist. In der Nacht zu ihrem achtzehnten Geburtstag träumt sie von ihrer verstorbenen Großmutter. Freyja erfährt, dass ein mächtiger Dämon, Zeratostus, ihre verschwundene Mutter entführt hat und diese nun auf Rettung hofft. Mit Hilfe ihrer beiden magischen Vögel Blitz und Donner und deren Eiern reist Freyja 400 Jahre in die Zukunft, um die Mutter zu retten. Im Kampf gegen den Dämon stehen ihr ein Werwolf, eine Medusa und viele andere Fabelwesen zur Seite.

Rezension:
1616 wird Freyja als Hexe zum Tod durch Verbrennen verurteilt. Ausgerechnet an ihrem 18. Geburtstag soll das Urteil vollstreckt werden. Ihre zahmen Vögel retten sie jedoch magisch ins Jahr 2016. An der Stelle, an der sich eben noch der Scheiterhaufen befand, befindet sich jetzt allerdings eine Straße, und so findet sich Freyja vor einem heranbrausenden LKW wieder. Zum Glück ist ein junger Mann geistesgegenwärtig genug, sie zu retten. Doch wurde Frayja nicht grundlos in diese Zeit gebracht. Ihre vor Jahren verschwundene Mutter wird hier von einem Dämon gefangengehalten.
Talira Tals Reihenauftakt gehört zweifellos in die Kategorie Urban Fantasy, wobei auch ein Romantasy-Aspekt nicht zu leugnen ist. Auch wenn explizite Szenen fehlen und es nicht über einen Kuss hinausgeht, spielt das Beziehungsgeflecht der Charaktere doch eine zentrale Rolle. Das fängt schon damit an, dass Frayja eine Hexe ist und Michael, der Mann, der sie vor dem LKW rettet, sich als Werwolf herausstellt. Natürlich entwickeln sich Gefühle zwischen beiden. Um Frayjas Mutter zu finden, braucht Michael jedoch die Hilfe seiner Exfreundin, einer Medusa, die Frayjas Mutter finden will, um die Konkurrentin schnellstmöglich wieder in ihre eigene Zeit zurückschicken zu können. Um das zu erreichen, sucht sie die Hilfe ihrer besten Freundin, einer Vampirin. Allerdings ist diese selbst in die Medusa verliebt und will folglich verhindern, dass diese wieder mit Michael zusammenkommt. Die einfachste Lösung dürfte sein, Freyjas Mutter nicht zu finden, damit diese weiterhin bei Michael bleibt. Alles klar? Dann dürften alle Fragen bezüglich des Niveaus der Romantasy-Anteile beantwortet sein.
Zum Glück erweist sich die eigentliche Fantasy-Handlung als deutlich hochwertiger. Der Handlungsstrang um Frayjas von einem Dämonen entführte Mutter ist durchaus interessant. Hier können Urban-Fantasy-Freunde auf ihre Kosten kommen. Ganz ohne Schwächen ist allerdings auch dieser Teil nicht. Das Genre Urban Fantasy lebt ja davon, dass der Real-World-Part glaubhaft ist und die in unserer realen Welt lebenden Normalos eben nichts von den übersinnlichen Wesen, die unter ihnen leben, mitbekommen. Wie soll es aber unauffällig sein, wenn der Dämon im von ihm betriebenen Zirkus echte Zentauren auftreten lässt, auf denen die (Menschen-)Kinder sogar reiten dürfen?
Im Gegensatz zu den inhaltlichen Schwächen ist der Autorin sprachlich/stilistisch nichts vorzuwerfen. Das Buch ist gut lesbar, wobei der Blickwinkel zwischen verschiedenen Charakteren wechselt. Während die Protagonistin dabei aus der Ich-Perspektive berichtet, werden alle anderen Blickwinkel aus der 3. Person erzählt.

Fazit:
Die an sich interessante Idee dieses Reihenauftakts wird durch die sehr seichte Handlung des Romantasy-Anteils leider teilweise ruiniert.

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Sommerferien! – 3 – Andi, Julia und der Keltenschatz

Eva-Maria Meschnark
Sommerferien! – 3 – Andi, Julia und der Keltenschatz

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Römer jenseits des Tunnels

Klappentext:
In ihrem Ferienort finden im umliegenden Wald Ausgrabungen statt. Archäologen sind dem legendären Keltenschatz auf der Spur.
Andi und Julia sind neugierig und entdecken in einer geheimen Höhle ein Zeitloch. Das katapultiert sie schlagartig zurück in das Jahr 200 vor Christus.
Plötzlich sind sie mitten in der Keltenzeit – im Königreich Noricum!

Rezension:
Endlich Sommerferien! Noch besser fühlt sich Andi, da er weiß, dass das ältere Paar im Nachbarhaus heute die Enkelin erwartet, denn mit der, Julia, hat er schon interessante Ferienerlebnisse gehabt. Das Mädchen wird nach seiner Ankunft sofort hellhörig, als es erfährt, dass ganz in der Nähe Archäologen an einer keltischen Ausgrabungsstätte forschen. Natürlich wollen sich die beiden das mal ansehen. Heimlich schleichen sie auf das Gelände und entdecken einen Zeittunnel. An dessen anderem Ende befinden sie sich plötzlich in der Zeit der Kelten und Römer.
Eva-Maria Meschnarks Urban-Fantasy-Abenteuer ist in mancher Hinsicht anzumerken, dass es sich primär an recht junge Leser richtet. Sprache, Erzählstruktur und die ziemlich geradlinige Handlung lassen da keinen Zweifel aufkommen. Auch die Frage, wieso die Archäologen den Zeittunnel nicht bemerken, bleibt unbeantwortet. Zumindest die ersteren Punkte sollen allerdings keine Kritik darstellen, sind sie doch auf das Zielpublikum abgestimmt. Die Frage, wieso die Wissenschaftler offensichtlich blind sind, könnte sich aber durchaus auch den jungen Lesern stellen. Wie alt die beiden Protagonisten sind, wird zumindest in diesem Band nicht geklärt. Gefühlsmäßig würde ich sie etwa im Bereich des 3. bis 5. Schuljahres einordnen.
Wie bereits erwähnt, richtet sich der Stil der Autorin erkennbar an ein junges Publikum. Erwachsene Leser könnten eine gewisse sprachliche Raffinesse vermissen, doch ist das natürlich der Zielgruppe geschuldet und kann daher nicht kritisiert werden. Auch die Länge des Buches orientiert sich eindeutig am Durchhaltevermögen der angepeilten Altersgruppe. Deren Gefallen dürfte es jedoch sicher finden – und kann so für den jungen Leser gegebenenfalls als ‚Einstiegsdroge‘ in die Welt der Urban Fantasy diesen.

Fazit:
Ein interessantes, altersgerechtes Urban-Fantasy-Abenteuer für junge Leser.

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Die Steine der Götter – 4 – Göttermagie

Julian Kappler
Die Steine der Götter – 4 – Göttermagie

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Die unvollständige Klinge

Klappentext:
Im letzten Teil der spannungsgeladenen High-Fantasy-Reihe »Die Steine der Götter« erwartet Gero und seine Gefährten ein fulminantes Finale.
Der geheimnisvolle Rat der Grauen hat es geschafft, den entscheidenden Stein der Götter, den Stein der Ysdariah, in seine Gewalt zu bringen. Und die Grauen haben noch weitere Pläne. Wird der Säbel der zehn Götter trotzdem in der großen Esse in Borburg neu geschmiedet werden können?
Der Dunkle Herrscher schickt seine Armeen gegen das hastig errichtete Bollwerk zum Schutz des Kaiserreichs. Die große Schlacht, in der sich Gero, Esme, Derio und Valentin beweisen müssen, ist unvermeidlich. Können die Gefährten zusammen mit der Kaiserlichen Nordarmee gegen Orks, Oger und leibhaftige Drachen bestehen?

Rezension:
Den Götterstein im ewigen Eis konnten sie nicht in ihren Besitz bringen. Um so überraschter sind die Gefährten nach ihrer Rückkehr, als die Mächtigen beschließen, öffentlich zu verkünden, alle 10 Steine wären vereint. Statt wie geplant aus allen 10 lassen sie nur aus den vorhandenen 9 Göttersteinen eine Klinge schmieden. Damit soll sich die Armee des Kaiserreiches der des Dunklen Herrschers stellen. Und Esme soll die Klinge führen! Ihre Gefährten werden ihr natürlich folgen. Der Rat der Grauen weiß allerdings auch noch nicht so recht, was er mit dem von ihm erbeuteten Stein anfangen soll.
Wer Julian Kappler über die „Götterpfade“ durch „Götterfeuer“ und „Götterfrost“ gefolgt ist, bekommt es im Abschluss seiner Tetralogie mit „Göttermagie“ zu tun. Leider muss ich allerdings feststellen, dass dieser 4. Band der schwächste der Reihe ist. Die Kriegshandlung nimmt einen sehr großen Teil des Buches ein, über längere Abschnitte sind die Protagonisten gar nicht am jeweiligen Handlungsort anwesend. Bisher nur am Rande erwähnte Nebenfiguren tragen die Handlung über längere Zeiträume. Auch die Rolle der Gefährten im Kampf bleibt schleierhaft. Einerseits werden sie als Volkshelden aufgebaut und dürfen den Beratungen im Königszelt beiwohnen, andererseits werden sie während der Kampfhandlungen von niederen Offizieren herumkommandiert. Da passt die Logik nicht so recht. Der Abenteuercharakter, der die bisherigen Bände prägte, bleibt weitgehend auf der Strecke. Das Handeln des Rates der Grauen wirkt dafür, dass er soviel Energie auf die Verhinderung der Wiederzusammenführung der Göttersteine investiert hat, ebenfalls planlos.
Am Stil des Autors gibt es auch hier wieder wenig zu bemängeln. Dieser Band ist durchaus lesbar und wäre für sich genommen kein schlechtes Buch. Nach dem Aufbau dieses (High-)Fantasy-Eposes über die Bände 1 bis 3 hinweg hatte ich allerdings deutlich höhere Erwartungen an das Finale. … das mich deshalb etwas enttäuscht zurücklässt.

Fazit:
Das Finale dieser High-Fantasy-Tetralogie kann die über 3 Bände aufgebauten Erwartungen leider nicht erfüllen.

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Keltâ – 2 – Diligentir

Yvonne Taddeo
Keltâ – 2 – Diligentir

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E.L.F.en und Latène

Klappentext:
Der zweite Band der Romanreihe Keltâ von Yvonne Taddeo bedeutet übersetzt „dass sie verbunden sind“. Lioba lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante im oberhessischen Ortenberg. Eigentlich wollte sie die Sommerferien nutzen, um die Spuren des sagenhaften Ganges vom Glauberg zum Kloster Konradsdorf zu finden, doch dann taucht ihre alte Freundin Aleke wieder auf.
Mit Alekes Hilfe bietet sich Lioba die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu erkennen und auszubauen. Auf der Suche nach den Hintergründen für ihre seltsamen Vorahnungen und Begabungen lernt sie Stück für Stück mehr über die Geschichte ihrer keltischen Vorfahren und wird dabei immer tiefer in eine uralte Fehde hineingezogen. In dieser turbulenten Zeit offenbart ihr Daniel ein Geheimnis, an dem ihre Liebe zu zerbrechen droht.
Die Autorin Yvonne Taddeo lebt, wie ihre Protagonistin Lioba, in Ortenberg. Sie verbindet das Alltagsleben in einer Kleinstadt der Gegenwart mit der Mystik des Glaubergs und seiner keltischen Vergangenheit.

Rezension:
Loiba ist eine E.L.F. und lebt im hessischen Ortenberg. Ihre Freunde ‚veredeln‘ die Abkürzung, die eigentlich für Erudite Living Form steht, meist zum Begriff Elfe. Das alles wäre kein Problem, wäre ihr Freund Daniel kein Latène, denn E.L.F.en und Latène sind seit Urzeiten verfeindet. Ihre Tante Ida, bei der Lioba seit dem Tod ihrer Eltern lebt, akzeptiert ihren Freund, doch dann taucht überraschend Liobas Freundin Aleke auf, die dem Rat der E.L.F.en angehört. Der ist Daniel jedoch ein Dorn im Auge. Dann scheint auch noch der Anführer der Latène Pläne mit Lioba zu haben.
Beim Lesen der Inhaltsangabe könnte man Yvonne Taddeos Urban Fantasy für eine Romeo-und-Juliet-Adaption halten. Ganz so ist es allerdings nicht. Auch wenn die Liebe zwischen den unterschiedlichen Teenagern viel Raum einnimmt, wird die Fantasy-Handlung davon nicht ‚erdrückt‘. Die Verknüpfung der Urban-Fantasy-Handlung mit der realen keltischen Geschichte des Handlungsortes stellt einen interessanten Ansatz dar.
Mein persönliches Problem mit diesem Buch besteht allerdings darin, dass ich Band 1 („Lubiias“) nicht kenne. Auch wenn ich mir beim Lesen manches erschließen konnte, fehlt mir beispielsweise eine genaue Erklärung, was exakt E.L.F.en oder Latène eigentlich sind oder woher die gegenseitige Abscheu stammt. Wie alt Loiba und Daniel konkret sind, erschließt sich in diesem Band auch nicht. Doch dafür kann man Buch und Autorin natürlich nicht verantwortlich machen.
Die Autorin überlässt es ihrer Protagonistin, das Geschehen selbst zu erzählen. Das Ende dieses Bandes verlangt regelrecht nach der Fortsetzung, doch werde ich persönlich mich wohl vorher der Vorgeschichte widmen müssen.

Fazit:
Diese Jugend-Urban-Fantasy weist interessante Verknüpfungen mit der realen Lokalgeschichte des Handlungsortes auf.

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Das Erbe der Macht – 19 – Blutzeit

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 19 – Blutzeit

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Das Erbe Camelots

Klappentext:
Die alte Ordnung liegt in Trümmern.
Während die Jagd nach den Überlebenden des Massakers beginnt, tauchen Jen, Alex und Kevin ein in eine längst vergangene Zeit. Bran, die alte Dame und der Verräter berichten von den tragischen Ereignissen aus den Dämmerungen des Anbeginns.

Rezension:
Nachdem Merlin vor ewigen Zeiten Arthur/Artus auf den Thron verholfen hatte, zeigten sich schnell Spannungen zwischen beiden. Die Folgen sind bis heute zu spüren. Selbst das Zweckbündnis zwischen Licht- und Schattenkämpfern kann der Bedrohung kaum wirksame Gegenwehr entgegensetzen. Zudem müssen Alex und Jen mit ihren Erkenntnissen aus Camelot klarkommen.
Nach dem ‚großen Knall‘ in Band 18 („Blutnacht“) widmet dieser der fernen Vergangenheit viel Raum. Einen erheblichen Anteil nehmen Rückblenden in die Zeit Camelots ein, die die Entstehung der Spannungen aufzeigen. Speziell die aktuellen Inkarnationen Guineveres und Lancelots müssen da einiges verarbeiten. Eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht. Stattdessen gibt es schon wieder neue Opfer. Ob alle von Bran angerichteten Schäden permanent sind oder manches noch rückgängig zu machen ist, bleibt abzuwarten.
Man kann es nicht leugnen; Andreas Suchaneks Urban-Fantasy-Reihe „Das Erbe der Macht“ bleibt nach wie vor spannend und hochinteressant. Trotzdem kann ich diesem Band erstmals seit Band 10 („Ascheatem“) trotz aller Begeisterung keine 5 Sterne zuerkennen. Vieles ist momentan einfach zu verwirrend. Mehrmals musste ich zurückblättern, weil ich den Überblick verloren hatte. Es passiert einfach zu vieles parallel. Die Rückblicke tun ein übriges, wobei der Leser hier noch zwischen ‚echten‘ Rückblicken und Erinnerungen der Charaktere an alte Inkarnationen unterscheiden muss. Da muss man hoffen, das das Geschehen bald wieder in erzähltechnisch etwas ruhigere Gewässer zurückkehrt.

Fazit:
Die Zustände unter der magischen Weltbevölkerung werden zunehmend chaotischer. Da fällt es dem Leser schwer, den Überblick zu behalten.

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Der Turm des Mardox

Karl Olsberg
Der Turm des Mardox

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Barden und Dämonen

Klappentext:
Als sich der mächtige Zauberer Mardox in ein junges Mädchen verliebt, von ihr jedoch zurückgewiesen wird, begeht er einen verhängnisvollen Fehler: Um ihre Liebe zu erzwingen, beschwört er einen mächtigen Dämon – und löst damit eine Katastrophe aus. Sein junger Gehilfe Wiggel macht sich auf den Weg in die ferne Stadt Zirandjar, um Hilfe beim Rat der Weisen zu suchen. Doch der Weg dorthin ist weit und voller Gefahren …
Zum Buch gehört ein kostenloser Skill für Amazon Echo (Alexa), mit dem man einen Teil der Geschichte als interaktives sprachgesteuertes Abenteuer erleben kann – allein oder als Brettspiel für bis zu sechs Spieler. Alles, was für das Solospiel benötigt wird, ist im Buch enthalten. Spielmaterial für mehrere Personen gibt es auf der Website von Karl Olsberg kostenlos zum Download. Der Roman ist aber auch ganz normal linear lesbar.

Rezension:
Als Gehilfe des Zauberers Mardox hat es Wiggel nicht leicht. Sein Chef macht ihn für alles verantwortlich, was ihm schiefgeht. Und das ist leider nicht wenig. Als Mardox eines Tages jedoch einen Bund mit Dämonen eingehen will, überschätzt er sich erheblich. Wiggel bleibt keine andere Wahl, als seinen bewusstlosen Chef zum Rat der Weisen zu bringen und den um Hilfe zu bitten. Hoffentlich kommt die rechtzeitig, bevor es den Dämonen gelingt, das Tor endgültig zu öffnen!
Auffällig an Karl Olsbergs Buch ist zunächst, dass es nicht ‚nur‘ ein Buch ist. Natürlich kann man das Fantasy-Abenteuer ganz normal lesen – wie auch ich es gemacht habe. Deshalb bezieht sich meine Meinung auch ausschließlich auf das Buch an sich, da ich den Spiele-Aspekt, der aus einem download- und ausdruckbarem Spielbrett und einem Alexa-Skill besteht, gar nicht ausprobiert habe. Der Spagat zwischen Buch und Spiel ist für den Leser daran zu erkennen, dass die Geschichte wie eine ‚normale‘ Fantasy-Story anfängt, nach erreichen des Ratssitzes allerdings eine Gruppe von Abenteurern ausgeschickt wird, das Problem zu lösen. Hier bekommt jeder der Abenteurer ein Kapitel, in dem erzählt wird, wieso er sich auf die gefährliche Mission einlässt. Wer die weitere Handlung spielen will, kann jetzt auswählen, welchen der Charaktere er im Spiel übernimmt. Wer dagegen beim Lesen bleibt, kann die folgenden Abenteuer in weiteren Solokapiteln lesen, bevor die Abenteurer wieder zusammenfinden, um sich gemeinsam dem Endkampf, bei dem noch eine Genre-untypische Überraschung auf den Leser wartet, zu stellen.
Die Geschichte selbst ist sehr humorvoll aufgebaut, wogegen der Abenteueraspekt eher zurückhaltend bleibt. Anspielungen auf das ‚reale Leben‘ folgen in kurzen Intervallen aufeinander. Wenn die Bardin beispielsweise ihre Reise unterbricht, um an „DKSDBB – Das Königreich sucht den besten Barden“ teilzunehmen, sind Ähnlichkeiten mit einer Fernsehshow namens DSDS garantiert nicht ganz zufällig. Aber nicht vergessen: Wir haben hier eine Heldin vor uns, die bereit ist, in den Kampf gegen Dämonen zu ziehen! Ob die wohl vor dem selbstverliebten Juror Diethard kuscht?
Dem unterhaltsamen Stil des Autors zu folgen, macht Spaß, wobei vor allem bei den Solokapiteln der einzelnen Kämpfer der Spielecharakter des Buches auch für den Nur-Leser deutlich erkennbar wird. Allen, die auf humorvolle bis satirische Fantasy-Abenteuer stehen, kann ich dieses Experiment nur empfehlen.

Fazit:
Das Gruseligste an diesem Fantasy-Abenteuer sind nicht die Dämonen, sondern die Zwerchfell-Atacken.

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Nighthunter – 3 – Custers letzter Ritt

Anton Serkalow
Nighthunter – 3 – Custers letzter Ritt

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Die Kavallerie rückt an

Klappentext:
Kennen Sie Custer? Natürlich, den die Sioux und Cheyenne am Little Big Horn River vernichtend geschlagen haben. Ja. Doch das war George Armstrong Custer. Kennen Sie Neil Armstrong Custer?
Nein?
Kein Wunder, denn seine Geschichte ist eines der bestgehüteten Geheimnisse des amerikanischen Bürgerkrieges.
Bei ihrer Jagd auf den Pinkerton-Agenten Horace Whittmore, zwingt ein Blizzard die Nachtjäger, zu einem außerplanmäßigen Halt und bringt sie auf die Spur dieses Mysteriums:
Eine Kavallerie-Einheit der Nordstaaten-Armee, die vor Jahren einen grausigen Pakt mit einem finsteren Wesen einging und seitdem immer noch Krieg führt. Und sie besitzen eine Macht, die selbst den Vampir und den Gestaltwandler an ihre Grenzen bringt.

Rezension:
Montana, California, Louisiana – obwohl der Bürgerkrieg seit Ewigkeiten vorbei ist, tauchen bei ehemaligen Soldaten unerwartete Besucher auf, die ein Kriegsgericht abhalten wollen. Natürlich werden alle Besuchten zum Tod verurteilt, die Urteile sofort vollstreckt. Jegliche Gegenwehr bleibt erfolglos, denn der ‚Gerichtshof‘ besteht aus Geistern. Unterdessen wird irgendwo im Wilden Westen eine Postkutsche überfallen. Als die beiden Nighthunter vorbeikommen, können sie gerade noch den letzten Mord verhindern, doch dann taucht auch hier die Geisterarmee auf und erhebt Ansprüche an einem der Ganoven. Schnell wird den Nighthuntern ein Zusammenhang mit dem kalendarischen Datum klar.
Im nunmehr 3. Band seiner Western-Horror-Fantasy-Reihe um die „Nighthunter“ lässt Anton Serkalow seine Helden nach Ghulen (Band 1) und Zombies (Band 2) auf Geister treffen. Dass die Menschen, denen die Protagonisten zu Hilfe kommen, diesen nicht besonders viel Vertrauen entgegenbringen, ist der Leser mittlerweile schon gewohnt. Diesmal bietet der Autor allerdings auch erste Einblicke ins Vorleben der ungewöhnlichen Gefährten. Wie genau sie zu Vampir und Gestaltwandler wurden und wie sie zusammenfanden, bleibt vorläufig jedoch noch ein Rätsel.
Der gelungene, humorvolle Stil und der Genre-Mix machen diese gelungene Reihe weiterhin lesenswert.

Fazit:
Das Bild des von einem Vampir und einem Gestaltwandler beschützten Wilden Westens bildet zunehmend ein Ganzes.

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