Irren ist menschlich

Karin Kitsche
Irren ist menschlich

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Irrtum mit Personenschaden

Klappentext:
Ein peinlicher Irrtum
Hanna, Ehefrau von Erhard, ist eine selbstbewusste und zupackende Frau. An einem Samstagmorgen passiert ihr allerdings ein peinliches Missgeschick, an das sie noch lange zurückdenken wird.

Rezension:
Hanna ist sauer auf ihren Erhard. Wieso muss der auch immer so leicht bekleidet am Auto herumschrauben? Was da zu sehen ist, geht schließlich nur sie etwas an – ganz bestimmt nicht die Nachbarinnen und schon gar nicht die kichernden Kinder! Also beschließt Hanna, ihren Mann eigenhändig vernünftig zu ‚verhüllen‘.
Karin Kitsches bokksnack lebt ganz von der – wirklich überraschenden – Pointe. Da kann man nur bestätigen: In der Kürze liegt die Würze. Viel mehr kann man von dieser absolut gelungenen Kurzgeschichte leider nicht verraten, ohne damit zu viel vorwegzunehmen. Einfach selber lesen!

Fazit:
Humor in seiner besten Form! Was will der Leser mehr?

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Pommes! Porno! Popstar!

Thomas Kowa, Christian Purwien
Pommes! Porno! Popstar!

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Armes Ibiza!

Klappentext:
Kein Hit, zwei Musiker, drei Probleme. Und Ibiza.
Für alle Fans von Rocko Schamoni und Heinz Strunk
Millionen haben ihre Platten nicht gekauft, Hunderttausende ihre Konzerte niemals besucht und jeden Abend übernachteten dutzende Groupies weit entfernt von ihrem Hotelzimmer. Kurz und gut: Sie sind die unerfolgreichste Band der Popgeschichte. Und nun müssen sie innerhalb von nur einer Woche ein Hitalbum schreiben, denn sonst werden sie von den Hells Angels exekutiert und von der Deutschen Bank gevierteilt.
Die beiden fliegen nach Ibiza, nehmen in Rekordzeit eine CD auf und steigen der Vorzimmerdame des erfolgreichsten CEOs der Musikindustrie hinterher. Denn sie wollen einen Termin bei deren Boss. Doch sie haben nicht mit schwerhörigen deutschen Touristen, der Plattenfirmenputzfrau und Gott höchstpersönlich gerechnet, die alle ein Wörtchen mitreden wollen, was denn nun ein Hit ist und was nicht.

Rezension:
Was macht ein pleitegegangener Pommesbudenbesitzer, wenn sowohl die Deutsche Bank als auch die Hells Angels die Hände aufhalten, um Schulden einzutreiben? Und was macht der beste Freund dieses verhinderten Pommesbruzzlers, der für den Bankkredit gebürgt hat, aber selber pleite ist? Die Antwort ist klar: Geld muss her! Und da man sich der durch Talentlosigkeit verhinderten Musikkarriere entsinnt, ist der Notfallplan klar: Das minimalistische Equipment schnappen und ab nach Ibiza, um innerhalb von 7 Tagen ein Chart-reifes Abräumeralbum aufzunehmen. Dann muss das Geld doch fließen! Zum Glück kennt man ja ein paar alte Bekannte von einer lange vergangenen Pornoproduktion, die einem eventuell unter die Arme greifen könnten.
Das klingt abgefahren? Ist es auch. Was Thomas Kowa und Co-Autor Christian Purwien hier abliefern, ist eine geballte Ladung Brachialhumor. Praktisch jedes auch nur halbwegs bekannte Großunternehmen wird dabei verbal durch die Scheiße gezogen – die Kultur einer gewissen Alpenrepublik, welche mit „Ö“ beginnt und mit „reich“ endet, sowieso. Und die Insel Ibiza. Und … Wenn man aufzählt, wer und was hier nicht sein Fett abkriegt, wird die Liste wahrscheinlich erheblich kürzer.
Wer sich als Leser bis zum Ende des Buches noch nicht totgelacht hat, kann sich als abschließenden Härtetest auch noch die Musik, die die beiden Autoren tatsächlich aufgenommen haben, reinziehen.
Ob man ganz zum Schluss vorsichtshalber doch lieber anhand aktueller Satellitenbilder überprüfen sollte, ob sich Ibiza wirklich noch da befindet, wo es laut Atlas liegen sollte?

Fazit:
Lachmuskeltraining für Lachmuskel-Massochisten. Alle Daumen hoch!

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Das Erbe der Macht – 9 – Silberknochen

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 9 – Silberknochen

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Der Überläufer

Klappentext:
Die Suche beginnt. Die Lichtkämpfer setzen alles daran, vor der Schattenfrau die legendären Silberknochen zu finden, um Zugang zum Versteck des letzten Sigilsplitters zu erhalten. Doch was hat es mit den ominösen Knochen überhaupt auf sich?
Gleichzeitig glaubt Johanna, in Max die Waffe erkannt zu haben, die die Schattenkrieger haben wollen. Sie ergreift Maßnahmen. Und setzt dabei eine Kette aus Ereignissen in Gang, die in eine Tragödie münden.
Machtvolle Zauber, gefährliche Artefakte, uralte Katakomben und geheime Archive. Die Lichtkämpfer und der Rat des Lichts – Johanna von Orleans, Leonardo da Vinci, und weitere Größen der Menschheitsgeschichte – stellen sich gegen das Böse.

Rezension:
Während die Unsterblichen das Team um Alex und Jen auf die Suche nach den Silberknochen schicken, gerät Max wegen seiner Treffen mit Marcus in den Verdacht, ein Verräter zu sein. Schneller als gedacht sitzt die Lichtkämpfergruppe schon wieder in einer tödlichen Falle. Werden sie sich befreien können, oder wird es diesmal Opfer geben? Max dagegen wird durch die ständigen Verdächtigungen immer mehr an die Wand gedrängt.
Wer „Das Erbe der Macht“ kennt, erwartet wohl nicht wirklich, dass es zur Abwechslung mal ruhig zugehen könnte. Natürlich gönnt Andreas Suchanek seinen Helden auch in diesem Band keine Ruhepause. Wie gewohnt erweist auch dieser sich wieder als Pageturner. Und viel zu schnell ist der Leser wieder am Ende angelangt: „Fortsetzung folgt.“ Die Spannung bleibt ständig auf Höchstniveau, und zudem erwartet (nicht nur) den Leser eine dicke Überraschung.

Fazit:
Diese Urban-Fantasy-Action-Reihe wird wohl nie langweilig. Kaum denkt man, ein Höhepunkt wäre erreicht, folgt auch schon der nächste.

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Drei Tage bis Vollmond

Hagen Haas
Drei Tage bis Vollmond

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Alles Gute kommt von unten

Klappentext:
Als der Kölner Student Emil eine mysteriöse schwarze Pyramide findet, ahnt er nicht, dass sein Schicksal damit unvermittelt eine dramatische Wendung nimmt. Zuerst klingelt ein bildhübscher Sukkubus namens Demmi an seiner Tür. Als Emil in die bergseeblauen Augen des Dämons blickt, ist es sofort um ihn geschehen und obwohl Demmi nicht gerade freundlich zu ihm ist, ein Loch in seine Küchentür schießt und ihm die Pyramide klaut, ist Emil nicht mehr davon abzubringen, dass er und Demmi füreinander bestimmt sind. Doch dann macht auch noch ein Unhold im Auftrag des Dämonenfürsten Asmodin Jagd auf Emil, Demmi und die Pyramide. Glücklicherweise ist der gewaltige Kampfdämon zwar eine muskelbepackte Mordmaschine, doch leider nicht sehr helle … Ein Fantasy-Roman voller Liebe und Tod, Helden und Schurken, Dämonen und Geheimagenten, Schwert- und Pistolenduellen, über- und unterirdischen Verfolgungsjagden und außerdem einigen ultrageheimen Geheimtipps für Köln-Touristen!

Rezension:
Emil und seine Freunde treffen sich an einem Freitagabend auf einer Rheinbrücke, um den Start ins Wochenende würdig zu begehen. Unerwartet zieht in Gewitter auf, und prompt schlägt der Blitz in einen der Brückenpfeiler ein. Der Stein splittert, zum Vorschein kommt eine kleine schwarze Pyramide, die ein eigenartiges blaues Leuchten von sich gibt. Bevor die Freunde sich endlich vor dem Unwetter in Sicherheit bringen, nimmt Emil diese an sich. Wenig später klingelt es an seiner Wohnungstür. Davor steht das hübscheste Mädchen, das Emil jemals gesehen hat. Dass sie Hörner und einen Schwanz hat, stört ihm da nur wenig. Doch auch sein Freund Wächter bekommt Besuch: eine zierliche Chinesin und ein um so stämmigerer Sioux, die sich als Dämonenjäger vorstellen. Während Emils Freunde zusammen mit den Dämonenjägern Jagd auf den Sukkubus machen, glaubt Emil an die Unschuld der Dämonin. Doch auch der Dämonenfürst und seine Helfer haben ein Hühnchen mit dieser zu rupfen.
Viele Urban-Fantasy-Geschichten handeln an mehr oder weniger exotischen Locations. Deutschland ist als Handlungsort selbst bei einheimischen Autoren eher unterrepräsentiert. Anders bei Hagen Haas. Der schickt seine mehr oder (meist) weniger hübschen Dämonen mitten ins rheinische Köln. Und die sorgen dort unter unfreiwilliger Mithilfe der Dämonenjäger für reichlich Chaos. Während die Polizei versucht, unerklärliche Vorgänge aufzuklären, ohne zu ahnen, wonach sie eigentlich sucht, versucht Demmi, wie der Sukkubus von Emil kurzerhand genannt wird, die Pyramide bis zur Vollmondnacht in ihrem Besitz zu behalten.
Der Humor nimmt bei all dem einen großen Stellenwert ein. Den Reiz der Handlung legt der Autor primär auf zahlreiche Missverständnisse, die die Entscheidungen der unterschiedlichen Parteien immer weiter komplizieren. Der flotte Schreibstil lässt den Leser dabei kaum zu Atem kommen, werden die Geschehnisse doch stellenweise richtig hektisch. Sehr zur Freude besagten Lesers, der wohl noch nicht allzu viele derart vergnügliche Dämonenjagden literarische miterlebt haben dürfte.

Fazit:
Für Freunde humorvoller Urban Fantasy verdient „Drei Tage bis Vollmond“ eine ausdrückliche Leseempfehlung!

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Ein MORDs-Team – 17 – Spiel mit dem Feuer

Andreas Suchanek
Ein MORDs-Team – 17 – Spiel mit dem Feuer

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Der Countdown

Klappentext:
Wer ist der Graf?
Seit Monaten versuchen die Freunde, die Identität des mächtigen Unterweltbosses aufzudecken. Billy scheint eine wichtige Spur entdeckt zu haben. Doch plötzlich ist er verschwunden.
Zur gleichen Zeit geben die Kandidatinnen für das Bürgermeisteramt noch einmal alles. Die Wahl steht kurz bevor.

Rezension:
Mason, Olivia, Randy und Danielle – kurz gesagt das MORDs-Team – beschließen, nach Danielles Befreiung ein ruhiges Wochenende einzulegen. Das wird natürlich nichts, denn Billy, einer der 84er, wird vom Grafen entführt, der damit verhindern will, dass ersterer weiter nach seiner Identität forscht. Doch bei der Suche nach Billy stoßen die Freunde überraschend auf ein noch viel größeres Geheimnis.
In meiner Rezension zum vorhergehenden Band, „Aus dem Schatten“, schrieb ich noch: „Auch in diesem mittlerweile bereits 16. Band der Reihe um das MORDs-Team hält Andreas Suchanek die Spannung wieder auf hohem Niveau.“ Wer hätte damals auch geahnt, dass der Autor die Spannungsschraube schon in Band 17 noch weiter anzieht? Wurden dort endlich Fragen geklärt, so werden hier gleich diverse neue aufgeworfen. Als Leser kann man sich nur fragen, ob in Barington Cove überhaupt irgend etwas so ist, wie es scheint. Dauerspannung ist garantiert. Und natürlich ist auch dieser Band wieder viel zu schnell zu Ende.

Fazit:
Neue Geheimnisse in Barington Cove! Auch nach 17 Bänden droht die „Ein MORDs-Team“-Reihe keinesfalls langweilig zu werden.

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Im Land der Mafiosi

Thomas Kowa
Im Land der Mafiosi

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Betrüger unter sich

Klappentext:
Ein humorvoller Kurzkrimi
Eine Kreuzfahrt in italienischen Gefilden, ein Heiratsschwindler auf der Suche nach einem letzten großen Coup und zwei Frauen. Die eine schön, aber arm, die andere unermesslich reich. Wie wird er sich entscheiden? Und kann er das überhaupt noch?

Rezension:
Er macht eine Mittelmeer-Kreuzfahrt, doch für ihn ist das kein Urlaub. Als Heiratsschwindler muss man schließlich auch sein Geld verdienen. Das ist schwer genug, denn das Opfer seiner Wahl ist natürlich die ältliche Reiche, auch wenn die junge Frau natürlich erheblich mehr Spaß verspräche. Für Landgänge bleibt da keine Zeit, aber die wären im Land der Mafiosi ohnehin viel zu gefährlich. Denn er ist schließlich vorsichtig, sonst wäre er nie dahin gekommen, wo er jetzt ist.
Die Abenteuer eines Heiratsschwindlers, serviert von Thomas Kowa – muss man mehr sagen? Wer die Kurzgeschichten des Autors kennt, wird natürlich sofort ahnen, dass da manches ganz anders ist, als es zunächst scheint. Selbstverständlich bleibt Kowa auch in diesem ‚Krimi‘ seinem Stil treu. Seinen Fans kann es nur recht sein.

Fazit:
Ein Heiratsschwindler und eine schwere Entscheidung. Für den Leser ist die Entscheidung um so einfacher: Kaufen!

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Der Puma mit den drei Streifen

Thomas Kowa
Der Puma mit den drei Streifen

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Turnschuhe und richtige Tiere

Klappentext:
Ein spannender Kurzkrimi für Zwischendurch
Herzogenaurach, ein beschauliches Städtchen in Franken, Heimat von Adidas, Puma und Lothar Matthäus. Doch plötzlich geschieht eine Entführung und ein fränkischer Kommissar liefert sich einen Wettstreit mit der Tochter des LKA-Präsidenten aus München, wer den Fall als erstes klärt

Rezension:
Wenige Wochen vor seiner Pensionierung bekommt ein namenloser Kommissar aus dem verschlafenen Herzogenaurach eine LKA-Beamtin aufs Auge gedrückt. Schlimmer noch: Es ist die Tochter des LKA-Präsidenten höchstpersönlich. Und gerade jetzt passiert hier wirklich mal etwas. Die junge Apotheken-Aushilfskraft wird entführt. Seit wann gibt es in Herzogenaurach denn so etwas? Und natürlich will diese LKA-Tussi sofort mitmischen.
Thomas Kowa ist bekannt für seinen manchmal etwas eigenartigen Humor. Und mit dieser Kurzgeschichte hat er wieder einen Volltreffer gelandet! Alleine die Gedanken, die sich unser Kommissar über sein Heimatstädtchen, die Polizeiarbeit und die Welt im Allgemeinen macht, sind zum Totlachen. Sprüche wie den, dass ein Verdächtiger, Hristo Prsvlyczakov, „aus einem Land, in dem offensichtlich ausgeprägte Vokalknappheit herrschte“, stammt, wird der Leser wohl nicht so schnell vergessen. Wer erfahren möchte, ob der Kommissar, die LKA-Frau oder sogar beide zusammen die Entführte retten können, wird sein Zwerchfell allerdings selbst strapazieren müssen.

Fazit:
Vorsicht! Dieser Kurzkrimi ist gefährlich, denn man könnte sich glatt totlachen.

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Noras Welten – 1 – Durch den Nimbus

Madeleine Puljic
Noras Welten – 1 – Durch den Nimbus

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Held und Bösewicht

Klappentext:
»Ich bin eine Gefangene der Geschichte. Etwas, das dort nicht hingehört.«
Nora Winter hat Angst vor Büchern, und das aus gutem Grund: Was sie liest, muss sie am eigenen Leib erleben. Mit Hilfe eines Hypnosetherapeuten will sie das Problem in den Griff bekommen, doch damit beginnen ihre Schwierigkeiten erst recht.
Gegen ihren Willen landen die beiden in einer Welt, die eigentlich nicht existieren dürfte – zwischen Rittern, Magiern, Drachen und Intrigen. Es gibt nur einen Weg zurück: Sie müssen die Geschichte bis zum Ende durchstehen.

Rezension:
Bill ist Psychologe und staunt nicht schlecht, als bei ihm eine neue Patientin, Nora, auftaucht und möchte, dass er sie per Hypnose zur Analphabetin macht. Als Begründung behauptet sie, beim Lesen würde sie immer körperlich in die Geschichten hineingezogen. Natürlich glaubt er ihr nicht, doch bei einer Demonstration kann er es selbst miterleben. Und plötzlich befindet er sich zusammen mit seiner Patientin mitten in der Welt einer mittelalterlichen Fantasygeschichte. Wie sollen sie jetzt zurück in die reale Welt kommen? Aus Erfahrung meint Nora, das Wichtigste wäre, die Handlung der Geschichte so wenig wir möglich zu verändern. Leichter gesagt als getan, wenn man keine Ahnung hat, wie das Buch, in das man gefallen ist, endet.
Abenteuer, in denen es die Helden in fremde Realitäten verschlägt, gibt es wohl schon, seit das Fantasy-Genre erfunden wurde. Wenn es sich dabei um einen männlichen Protagonisten und eine weibliche Protagonistin handelt, liegt der Verdacht, die ‚Reise‘ könnte romantische Folgen für beide haben, erfahrungsgemäß nahe. So viel sei jedoch verraten: Nein, es funkt nicht zwischen Nora und Ben. Zumindest nicht auf romantische Art – auch wenn das Cover diese Vermutung nahelegen könnte.
Madeleine Puljic führt ihre Leser in Noras und Bens Abenteuer in eine mittelalterlich geprägte Fantasy-Welt, die zwar durchaus dem Genre-typischen Mittelalter-Cliché entspricht, deren Realitätsferne in Gesprächen zwischen den beiden Reisenden jedoch wiederholt thematisiert wird. Auch sonst werden gewohnheitsgemäße Erwartungen immer wieder enttäuscht. Ist der Held der Geschichte wirklich so heldenhaft? Ist der böse Zauberer so abgrundtief böse? Gerade die Tatsache, dass manches anders als erwartet läuft, macht die Handlung immer wieder interessant. Da auch der Schreibstil überzeugen kann, steht einem (hin und wieder mit einem Augenzwinkern garnierten) Fantasy-Reise nichts im Wege. Und wie der Titel schon andeutet, wird dies wohl nicht Noras letzte Reise bleiben.

Fazit:
Diese Fantasy-Weltenreise ohne übertriebene Romanze kann gefallen. Auch für die kommende(n) Fortsetzung(en) bietet die Idee noch Potential.

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Im Zeichen des Lotus – 4 – Die ungleichen Zwei

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 4 – Die ungleichen Zwei

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Die Geschichte des Lügners

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Penelope musste nicht lange überlegen, als sie Oz auf der Straße fand. Sie nahm ihn mit nach Hause, gewillt ihn zu pflegen, bis es ihm besser ginge, bis er gehen konnte.
Vielleicht erhält sie nun Antworten auf ihre Fragen.
Vielleicht hat sie sich aber auch ihren Untergang in ihr Haus geladen.
Ihr neues Leben ist zerbrechlich. So einfach zu stören.

Rezension:
Nach einem Kampf gegen zahlenmäßig überlegene Nim ist der Solani Oz verletzt und erschöpft. Penelope nimmt den Bewusstlosen mit zu sich und pflegt ihn gesund. Endlich erfährt sie etwas über die Hintergründe der Solani und Nim – wenn auch nur in sagenhafter Form. Ozʼ Mitkämpfer machen sich unterdessen Sorgen um ihn und starten eine groß angelegte Suche.
Im mittlerweile 4. Band der Reihe gewährt Valerie Loe ihren Lesern erstmals etwas weitergehende Einblicke in das Geheimnis der magischen Wesen. Auch wenn die Hauptprotagonistin weiterhin nichts über ihre eigenen Hintergründe erfährt, gewinnt sie – und mit ihr der Leser – endlich ein paar grundlegende Informationen über den Kampf, in dem sie mittendrin steckt. Doch leider sind selbst diese stark Legenden-behaftet und nicht zwangsläufig korrekt. Auch die einzelnen Solani lernt der Leser jetzt etwas näher kennen und damit verstehen. Durch die damit zunehmende Komplexität des Geschehens wird die Story noch interessanter, als sie es bisher bereits war.
Was bisher noch völlig im Dunkel liegt, ist allerdings der Titel der Reihe, denn ein ‚Zeichen des Lotus‘ trat bisher noch gar nicht in Erscheinung.

Fazit:
Im bisher besten Band der Reihe liegt der Schwerpunkt weniger auf neuen Kämpfen als vielmehr auf Hintergrundinfos.

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Der Hexenjäger

Michael Sullivan
Der Hexenjäger

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Die Hexen müssen weg – koste es, was es wolle

Klappentext:
Werden Sie von Hexen verflucht, von Vampiren, Werwölfen, Zombies oder anderem üblen Gelichter geplagt? Schreiben Sie an Sepp O’Brien, postlagernd. Der Hexenjäger rückt mit detaillierten Beschreibungen aller existierenden Ungeheuer der Welt sowie ihrer Stärken und Schwächen an und hat die nötigen Mittel, diesen Störenfrieden den Garaus zu machen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Kollateralschäden sind bei seinen Einsätzen eher die Regel als die Ausnahme!
Die Figur des Hexenjägers Sepp O’Brien, basierend auf einem Onkel des Autors, trieb in einem Roman und vier Kurzgeschichten noch vor den ungleich berühmteren Ghostbusters ihr Unwesen. Die Texte liegen mit einer eigens für diese Gelegenheit geschriebenen Einführung hier erstmals gesammelt vor.

Rezension:
Der irischstämmige Bayer Sepp OʼBrien hat einen nicht ganz alltäglichen Beruf; er ist Hexenjäger. Andere übernatürliche Schädlinge entsorgt er bei Bedarf aber auch. Das Problem für seine Auftraggeber besteht nur darin, dass so ein heimgesuchtes Schloss danach zwar mit Sicherheit frei von Geistern und anderen ungebetenen Mitbewohnern, eventuell aber auch für die menschlichen Besitzer nicht mehr bewohnbar ist. Höflichkeit und gute Umgangsformen sind auch nicht seine Stärke. Obwohl Sepps Auftragslage nicht schlecht ist – schließlich gibt es in dem Job nicht allzu viel Konkurrenz –, wird er mit seiner Arbeit deshalb auch nicht reich.
Der Autor Michael Sullivan (eigentlich Klaus-Michael Vent) veröffentlichte seine Kurzgeschichten um den Hexenjäger Sepp OʼBrien ursprünglich in der 70er und 80er Jahren in Fanmagazinen. Später kam auch ein ganzer Roman dazu. Mit der aufkommenden Möglichkeit des Selfpublishing entschied er sich schließlich, Sepps Abenteuer überarbeitet als Sammelband neu zu veröffentlichen. Die einzelnen Geschichten werden dabei von wechselnden Beobachtern erzählt, die im Laufe der Säuberungsaktion meist auch die eine oder andere Beule (oder schlimmeres) abbekommen. Mit seiner Dampfhammer-Mentalität sorgt der Hauptprotagonist dabei immer wieder für eine große Portion Humor. Für den Leser, versteht sich. Sepps Mitmenschen finden das alles wohl erheblich weniger lustig.
Magische ‚Schädlingsbekämpfer‘ trifft man in der (komischerweise meist Trivial-)Literatur ja relativ häufig an. Ein Mitglied dieser Zunft, das für so viel Chaos sorgt, ist mir aber bisher noch nicht untergekommen.

Fazit:
Diese humorvolle Hexenjagd kann Fantasy-Freunden mit einem Gespür für derben Humor sehr empfohlen werden.

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