Geheimnis der Götter – 3 – Feuer der Rebellion

Saskia Louis
Geheimnis der Götter – 3 – Feuer der Rebellion

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Probleme mit den Eltern

Klappentext:
Nym weiß, wer sie ist. Jetzt muss sie sich entscheiden, wer sie sein will.
Unter dem wachsamen Auge der Götter lernt sie Bistaye und die Garde neu kennen und muss schon bald eine Reihe an folgenschweren Entscheidungen treffen.
Während Levi von seiner Vergangenheit eingeholt wird und Vea ihre Zukunft bestimmen muss, kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass das Geheimnis der Götter nur an einem Ort zu finden ist: In den Tiefen der Kreisberge …

Rezension:
Nachdem Jeki seine Verlobte Salia ‚gerettet‘ hat, beginnt diese, sich langsam wieder an ihr altes Leben bei der Göttlichen Garde zu erinnern. Da sie allerdings weiter auch die Erinnerung an ihre Abenteuer als Nym in sich trägt, zweifelt sie an den Göttern. Unterdessen plant Levi die Befreiung seiner Nym. Dabei kommt ihm allerdings ein Kontaktaufnahmeversuch seines Vaters in die Quere. Obendrein scheinen sein Verbündeter Jaan und die Regierung seines Heimatlandes Asavez Pläne zu schmieden, von denen er nichts ahnt. Salias/Nyms Schwester Vea scheint in all dem eine Rolle zu spielen, von der sie selbst nichts weiß.
Auch diesmal wird die Handlung des vorhergehenden Bandes wieder nahtlos fortgesetzt. Wie ich bereits in meiner Rezension zu Band 2 vermutete, wird das Handlungsgeflecht mit jeder neugewonnenen Erkenntnis noch komplexer. Im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Fantasy-Geschichten stellt die Autorin Saskia Louis die abenteuerliche Handlung ins Zentrum des Geschehens, während die romantischen Interessen zwar immer im Hintergrund mitschwingen, jedoch nie Überhand nehmen. Oft diesen sie eher dazu, humorvolle Momente zu begründen. Mein Lieblingszitat in dieser Hinsicht ist eindeutig dieses:
Er würde Tujan nur allzu gerne in die Finger bekommen. Die Frage war nur: Würde Nym ein Problem damit haben, wenn er ihren Verlobten umbrachte?
Er selbst sah da nichts Schlechtes dran, aber Frauen hatten ja die verdrehtesten Gedankengänge. Sie könnte das falsch auffassen.
Trotz allem bleibt diese Reihe primär ein spannendes Fantasy-Abenteuer, das durch die geschickten Verkettungen der Handlungsstränge ständig spannend bleibt. Dass die Auflösung der Hintergründe im abschließenden 4. Band bestimmt die eine oder andere Überraschung bieten dürfte, ist kaum anzuzweifeln.

Fazit:
Der vorletzte Band der Reihe lässt für jedes gelöste zahlreiche neue Rätsel in Erscheinung treten und schürt so die Erwartungen fürs Finale.

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Die Darlington Road Kids – 2 – Der Schatz des Gehenkten

Henry A. Selkirk
Die Darlington Road Kids – 2 – Der Schatz des Gehenkten

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Das Priesterloch

Klappentext:
Weihnachten 1803.
Die Darlington Road Kids sollen als Hilfskräfte auf einem feudalen Landsitz bei Greenwich helfen, wo die Köchin verschwunden ist und eine Art Poltergeist umzugehen scheint.
Zwischen Staubwedel und Schrubber beginnen die DaRoKi Fragen zu stellen, zu lauschen und zu forschen und finden heraus, dass es in Middleton Hall einen Schatz geben soll. Doch die DaRoKi sind nicht die Einzigen auf der Suche nach diesem und ihre Gegner sind zu allem entschlossen. Erst in höchster Not finden die DaRoKi eine starke Verbündete.
Die Darlington Road Kids sind eine verschworene Gemeinschaft gerechtigkeitsliebender Jugendlicher. Aus ihrem Hauptquartier, dem Gasthof Farnsworth Inn in der Darlington Road, ermitteln sie in den gefährlichen Straßen Londons quer durch alle Schichten und führen uns an die geheimnisvollen und finsteren Orte des frühen 19. Jahrhunderts.

Rezension:
Eigentlich wollte Jo(sephine) mit ihrem Vater über Weihnachten zu ihren Großeltern fahren. Als der erfährt, dass diese an Grippe leiten, entschließt sich der Gastwirt Bill jedoch, seine Tochter zuhause zu lassen. Jos Hoffnung, sich während der unbeaufsichtigten Zeit zusammen mir dem Bodenjungen und ‚Mädchen für alles‘ Terry in den Straßen herumtreiben zu können, mach Ma Baker, Köchin des Gasthofs und Mutter von Jos bester Freundin, jedoch zunichte. Als die Köchin erfährt, dass auf einem Herrenhaus die Köchin spurlos verschwunden ist, entschließt sie sich, die Schließzeit des Gasthauses zu nutzen, um sich dort als Aushilfe zu verdingen. Ihre Tochter Alicia, Jo, Terry sowie deren Freunde René und Rufus nimmt sie kurzerhand als Aushilfskräfte mit. Obwohl der Butler des Herrenhauses die Freunde reichlich mit Arbeit eindeckt, setzen diese alles daran, das Rätsel der verschwundenen Köchin zu lösen. Schnell finden sie heraus, dass im Haus anscheinend die Beute eines Vorbesitzers, der einst als Straßenräuber hingerichtet wurde, versteckt ist – und wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Köchin steht.
In seiner Jugendkrimi-Reihe führt Henry A. Selkirk seine Leser ins London des Jahres 1803. Während Jo und der Rest der Freunde eher in der unteren Mittelschicht angesiedelt sind, was zu der damaligen Zeit keinem übermäßig komfortablen Leben entsprach, entstammt der ehemalige Straßenjunge und Dieb Terry der Unterschicht. Gerade dessen Erfahrungen erweisen sich bei der Lösung des Rätsels jedoch als äußerst hilfreich. Dem Autor gelingt es, die damaligen Verhältnisse glaubhaft darzustellen, auch wenn er seine Protagonisten in moderner Sprache sprechen lässt, was dem Lesefluss allerdings dienlich sein dürfte. Dabei bedient er sich eines angenehm lesbaren Stils. Die Freunde wirken dabei für ihr Alter (Jo und Terry sind 14, die anderen 13 beziehungsweise 12 Jahre alt) relativ reif, auch wenn speziell bei Jo auch deutliche pubertäre Verhaltensweisen zu beobachten sind. Insofern wirken die Charaktere durchaus glaubhaft.
Dass die beiden Rätsel um die verschwundene Köchin und den versteckten Schatz von den Freunden gelöst werden, stellt wohl keine große Überraschung dar. Trotzdem bleiben am Ende noch einige Fragen für zu erwartende Fortsetzungen offen. In diesem Zusammenhang sprach der Autor im Rahmen einer Leserunde sogar davon, dass eine dieser offenen Fragen erst in einem zukünftigen 5. Band in den Fokus geraden wird. Reichlich Lesenachschub um die Freunde aus der Darlingon Road dürfte also zu erwarten sein.

Fazit:
Dieses interessante Jugend-Krimi-Abenteuer vor historisch-britischer Kulisse dürfte allen Fans dieses Genres zusagen.

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Das Erbe der Macht – 12 – Allmacht

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 12 – Allmacht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Showdown in Iria Kon

Klappentext:
Das Finale ist da!
Max hat einen waghalsigen Plan gefasst. Zusammen mit seinen Freunden tritt er eine Reise an, um einen geheimnisvollen Plan auszuführen. Doch schon ein falscher Schritt kann das Ende bedeuten.
Unterdessen sammelt Johanna ihre Armee, um Iria Kon anzugreifen. Doch die Schattenfrau erwartet sie bereits.
Das Ende des ersten Zyklus wird alles verändern. Sei dabei, wenn Streitmacht und Allmacht aufeinander treffen und die Weichen für die Zukunft neu gestellt werden.

Rezension:
Nachdem die Schattenfrau alle 3 Sigilsplitter in ihren Besitz bekommen konnte, besitzt sie die magische Allmacht. Es gibt fast nichts, das ihrer Magie widerstehen könnte. Auch wenn die gesamte Kampfkraft der Lichtkämpfer zusammengezogen wird, um ihre Bastion im antiken Iria Kon anzugreifen, ist die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs eher gering einzuschätzen. Die einzige Hoffnung liegt auf Maxʼ geheimnisvollem Plan, den er zusammen mit seinen Freunden in Angriff nimmt. Doch dieser ist nicht nur gefährlich, sein Erfolg ist überdies äußerst zweifelhaft.
Im 12. Band seiner Urban-Fantasy-Reihe „Das Erbe der Macht“ bläst Andreas Suchanek zum großen Finale – und das sogar mit der doppelten Länge der bisherigen Bände. Aber keine Sorge; es ist nur ein Staffelfinale! Wie man es von ihm gewohnt ist, legt der Autor bei dieser Gelegenheit gleich wieder zahlreiche Spuren zu in den folgenden Bänden zu erwartenden Handlungssträngen. Trotzdem wird hier ein gewisser Schussstrich gezogen, genauer gesagt unter den die bisherige Handlung dominierenden Erzählstrang um die Schattenfrau.
Dem für seine unter Dauerspannung stehenden, extrem komplex aufgebauten Geschichten bekannten Autor ist mit diesem Band wieder ein Meisterwerk mit unzähligen Überraschungen gelungen. Allen Fans dieser Reihe werden beim Lesen wohl an manchen Stellen die Herzen beinahe stehenbleiben, so sehr wird die Spannung in die Höhe getrieben. Genau so müssen (elektronische) Heftromanreihen aussehen!

Fazit:
Dieses spannungsgeladene Staffelfinale mit einigen Überraschungen ist für alle Fans der „Das Erbe der Macht“-Reihe schlichtweg ein Muss!

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Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black – 5 – Anchtifis Papyrus

Graham Warren
Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black – 5 – Anchtifis Papyrus

Übersetzung: Renate Warren

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Das Rätsel um Sechmet

Klappentext:
Anchtifi ist im Jenseits ein lebenswichtiger Papyrus abhandengekommen. Er findet einen Weg, um Kate und ihre Freunde auf die Suche nach dem Dokument zu schicken. Während ihrer Suche erleben sie nicht nur das von Hungersnöten gebeutelte Ägypten seiner Zeit, sondern erfahren auch äußerst bedrohliche Tatsachen über die beiden Göttinnen Hathor und Sechmet.

Rezension:
Kate, Alex und Kairo leben zusammen mit Alexʼ Freundin Emmy in dem beinahe palastartigen Haus nahe Luxors, das ihnen ihre Verwandten aus der Vergangenheit am Ende des vorhergehenden Bandes „Pharaonengold“ geschenkt haben. Die relative Ruhe langweilt sie jedoch zunehmend, worauf besonders Kate gereizt reagiert. Aufgerüttelt werden die Freunde erst, als bekannt wird, dass 2 Touristinnen verschwunden sind, offenbar entführt wurden und anscheinend Leute aus dem Jenseits dahinterstecken. Die Überraschung ist groß, als sie erfahren, dass es sich bei den Verschwundenen um 13-jährige Mädchen handelt. Die Spur führt schnell zu Anchtifi, einem Pharao aus der 1. Zwischenzeit – gut 1000 Jahre vor ihrem Freund Ramses –, dem ein Papyrus gestohlen wurde, welcher ihm seine Macht im Jenseits garantiert. Anchtifi bittet die Freunde, die bei den Wiedergekehrten aus der ägyptischen Vergangenheit mittlerweile eine gewisse Berühmtheit erlangt haben, ihm bei der Wiederbeschaffung zu helfen. Doch vieles ist in Wirklichkeit ganz anders, als es vorerst scheint …
Wie schon bei den vorherigen Bänden der Reihe gelingt es Graham Warren auch hier wieder, unerwartete Wendungen gleich reihenweise einzubauen. Vieles, was dem aufmerksamen Leser zuerst als Plothole erscheint, stellt sich plötzlich als Denkfehler der Freunde heraus, durch den der Leser bewusst auf eine falsche Fährte geführt wurde. Ständig wechseln sich Spannung und Action mit humorvollen Momenten ab. Mit diesem Aufbau seiner Geschichte gelingt es dem Autor erneut, das Buch zu einem echten Pageturner zu machen, den man am liebsten ohne Unterbrechung bis zur letzten Seite lesen möchte.
„Die ägyptischen Abenteuer von Kathryn Black“ stellen ein außergewöhnliches Urban-Fantasy-Abenteuer mit (mittlerweile 16-jährigen) jugendlichen Helden dar, das sich sowohl von der Thematik als auch vom Stil äußerst positiv vom Genre-typischen abhebt.

Fazit:
Alle Daumen nach oben! Auch dieser Band verdient wieder eine absolute Leseempfehlung an alle Genre-Fans.

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Lulea – 3 – Lulea und die Magie der Kristalle

Felizitas Montforts
Lulea – 3 – Lulea und die Magie der Kristalle

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

In Vaters Turm

Klappentext:
»Sie spielte mit dem Feuer. Es war nur die Frage, wer die Flamme war und wer sich verbrennen würde …«
Lulea und ihren Freunden ist die Flucht aus der Hexenschule knapp gelungen. Der Gruppe bleibt jedoch keine Zeit, die Erlebnisse und Verluste zu verarbeiten, denn ein Verräter befindet sich unter ihnen.
In einem Turm, in dem nichts so ist, wie es den Anschein hat, muss Lulea sich ihrer größten Prüfung stellen, um nicht nur ihre Familie zu retten, sondern die gesamte magische Welt.
Im finalen Band der Lulea-Trilogie muss die junge Hexe erneut über sich selber hinauswachsen und erkennen, dass man auch in den schlimmsten Zeiten niemals die Hoffnung verlieren darf.
Es erwartet dich ein rasantes Abenteuer voller überraschender Wendungen, magischer Wesen und eine sympathische Heldin, die ihren Kopf durchzusetzen weiß.

Rezension:
Nachdem Lulea ihre Vertrauten wiedergefunden hat und mit ihnen und einem Teil der anderen Schüler aus der Schule der gestohlenen Magie fliehen konnte, könnte sie eigentlich aufatmen. Während sich die befreiten Schüler jedoch auf den Weg in die Hexenwelt begeben, will sie unbedingt ihren Vater finden, um ihre Mutter aus dessen Gefangenschaft zu befreien. Dass sie diesem damit geradewegs in die Falle läuft, ist ihr durchaus bewusst. Doch Gefahr droht auch von einer anderen Seite. Der Hexenrat will den Durchgang zur Menschenwelt wieder und diesmal endgültig versiegeln. Damit wäre Lulea der Rückweg in den Hexenwald versperrt – falls sie ihrem Vater überhaupt entkommen kann.
Dieser (wahrscheinlich) abschließende Band setzt die Handlung seines Vorgängers nahezu nahtlos fort. Wie schon bei diesem legt Felizitas Montforts den Schwerpunkt auch hier wieder auf das Abenteuer, das auf die Protagonistin wartet. Ob und wie Lulea ihrem Vater das Handwerk legen kann und ob sie es zurück in ihre Heimat schafft, bleibt lange offen und sorgt so für eine ständig anwachsende Spannung beim Lesen. Auch stilistisch geht die Autorin keine Experimente ein und bleibt dem bewährten Konzept des 1. und besonders des 2. Bandes treu.
Abschließend kann gesagt werden, dass Felizitas Montforts mit dieser Reihe ein Fantasy-Abenteuer um eine jugendliche Heldin gelungen ist, das durchaus auch erwachsene Leser begeistern und in seinen Bann ziehen kann.

Fazit:
Dieser Band bildet den gelungenen Abschluss der Abenteuer der jungen Hexe Lulea.

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Die Erben der alten Zeit – 1 – Das Amulett

Marita Sydow Hamann
Die Erben der alten Zeit – 1 – Das Amulett

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Der Weg durch den Nebel

Klappentext:
„Die Erben der alten Zeit – Das Amulett“ ist der erste Band einer Trilogie um „Die Erben der alten Zeit.“ Erzählt wird die Geschichte des Waisenkinds Charlotta Johansson ― genannt Charlie ―, das in den Besitz eines mysteriösen Amuletts gerät. Das Mädchen landet in einer fremden Welt, in der Magier, benannt nach nordischen Göttern, herrschen und in der sie sich gegen den grausamen Despoten Oden behaupten muss. Charlies Schicksal ist mit dem einer jungen Frau auf dem Planeten Euripides verschränkt. Doch was genau haben die beiden gemeinsam? Und welche Rolle spielt das Amulett dabei?
Das Buch erschien zunächst in Eigenregie und wurde als E-Book über Nacht zum Überraschungserfolg. Die aktuelle Ausgabe von Grassroots Edition ist inhaltlich und sprachlich vollkommen überarbeitet.

Rezension:
Als ein offenbar ausgesetztes, nur wenige Monate altes Baby unter äußerst mysteriösen Umständen aufgefunden wird, entschließen sich die schwedischen Behörden, genau diese Fundumstände geheimzuhalten. 14 Jahre später hat Charlotta, wie man das Kind nennt, mehrere Pflegeeltern hinter sich und lebt wieder mal im Kinderheim. Nach einem eigenartigen Vorfall entschließt sie sich, endlich die Identität ihrer wahren Eltern in Erfahrung zu bringen. Sie stiehlt im Jugendamt ihre Akte und flieht aus dem Heim. Eine versiegelte Seite dieser Akte verrät Charlotta die genauen Umstände ihres Auffindens. Außerdem liegt der Akte ein eigenartiges Medaillon bei, das damals bei ihr gefunden wurde. Doch während dem Mädchen noch nicht klar ist, wie und wo es mit der Suche nach seinen Eltern beginnen soll, findet es sich überraschend in einer anderen Welt wieder, die manche Züge mit der germanischen Mythologie gemein hat. Magie ist hier real! Auf Charlotta wartet ein Abenteuer, bei dem jede Information, die sie findet, nur um so mehr neue Fragen aufwirft.
Urban-Fantasy-Stories, in denen ein Protagonist meist unerwartet in eine Parallelwelt gerät, finden sich in großer Zahl. Ich kann nicht zählen, wie viele Rezensionen ich schon für derartige Bücher verfasst habe. Bei diesem recht umfangreichen Werk, das der Auftakt der „Die Erben der alten Zeit“-Trilogie ist, muss ich allerdings feststellen, dass es sich qualitativ deutlich von den meisten vergleichbaren Büchern abhebt. Die Welt – oder genauer gesagt sogar ein ganzes Weltengefüge – die Marita Sydow Hamann hier vor dem Leser entfaltet, ist ungeheuer komplex. Dabei nimmt die Autorin sowohl auf die nordische als auch die griechische Sagenwelt Bezug. Die Autorin führt ihre Leser gemeinsam mit Charlotta, die sich in dieser Welt als Junge ausgibt, immer tiefer in die mythologischen Grundlagen ein, wobei ihre Welt(en) dieses Buches durchaus in manchem von der der traditionellen Sagen abweicht. Verwoben wird der dominierende Handlungsstrang um Charlottas Abenteuer in einer mittelalterlich geprägten Umgebung mit einen in die ScienceFiction hinein tentierenden um eine junge Frau, die in einer weit fortgeschrittenen Kultur von Archäologen aufgefunden und aus einem 14.000-jährigen ‚Schlaf‘ geweckt wird. Urheber des Dauerschafs war anscheinend ein Medaillon, dass Charlottas sehr ähnelt. Dieses ganze Handlungsgeflecht wird in diesem Band systematisch und sehr vielversprechend aufgebaut, sodass die Erwartung an die beiden Fortsetzungen sehr hoch ausfallen. Es wird sich zeigen müssen, ob diese sich als gerechtfertigt erweisen werden.
Auch die sprachliche Gestaltung des Textes kann überzeugen. Ein paar kleinere, für die eigentliche Handlung jedoch unbedeutende Logikprobleme können den guten Eindruck nicht trüben.

Fazit:
Ein überzeugender Auftakt zu einer sehr komplexen Urban-Fantasy-Handlung mit interessanten Charakteren.

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Ein MORDs-Team – 19 – Der Preis der Macht

Andreas Suchanek
Ein MORDs-Team – 19 – Der Preis der Macht

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Die Dynastie der Grafen

Klappentext:
Die Wahllokale öffnen, doch die Zukunft für Mason, Olivia, Randy, Danielle, Alice, Martha, Cary und Shannon ist ungewisser denn je.
Im Refugium des Grafen liegt jemand sterbend am Boden, im Krankenhaus kämpfen die Ärzte um das Leben einer Bürgermeisterkandidatin, und auf der Baustelle kommt es zum großen Kampf gegen das Chamäleon.
Eines scheint gewiss: Dieser Wahltag wird alles verändern.

Rezension:
Die Situation ist nach wie vor vertrackt. Olivia hat den Grafen – oder besser gesagt die ganze Grafen-Dynastie – enttarnt und steht der versammelten kriminellen Energie gegenüber, Mason bekommt gerade ‚Betonschuhe‘ angepasst. Für beide dürfte es nicht leicht werden, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Und dabei sind sie nicht die einzigen, deren Leben in akuter Gefahr ist! Es erscheint fraglich, ob wirklich alle überleben werden, denn der Graf hat bestimmt noch ein paar Trümpfe in der Hinterhand.
Als geübter Leser der „Ein MORDs-Team“-Reihe geht man natürlich relativ optimistisch in den neuen Band, denn ein Überleben der 4 Hauptprotagonisten Mason, Olivia, Randy und Danielle erscheint zumindest wahrscheinlich. Bei den anderen Todeskandidaten muss man sich als erfahrener Andreas-Suchanek-Leser schon erheblich mehr Sorgen machen. Zumindest muss sich niemand sorgen, der Autor könnte den Spannungsbogen ausnahmsweise durchhängen lassen. Aber wer von den bereits erwähnten ‚erfahrenen Andreas-Suchanek-Lesern‘ käme überhaupt auf eine solche Idee? Und da sich der Autor auch bei seinem bewährten Stil keinen Durchhänger leistet, kann man als Leser und Rezensent der Reihe nur anhaltendes Suchtpotential bescheinigen.

Fazit:
Zeit zum Durchatmen? Die gibt es bei dieser Reihe natürlich nicht!

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Lulea – 2 – Lulea und die Schule der gestohlenen Magie

Felizitas Montforts
Lulea – 2 – Lulea und die Schule der gestohlenen Magie

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Flucht aus der Wünschestadt

Klappentext:
»Es roch nach verbranntem Holz, nach Magie, nach Angst …«
Luleas magisches Zuhause wurde entdeckt. Verwüstet und verlassen gibt es keine Spur von ihrer Familie. Nur der Hexenrat scheint mehr zu wissen …
Ein düsteres Geheimnis wirft seine Schatten auf den idyllischen Wunschelwald und führt die junge Hexe hinaus in die Welt der Menschen und in ein dunkles Gemäuer. Die Schule der gestohlenen Magie!
Noch spannender und temporeicher lässt das zweite Abenteuer der jungen Hexe einen kaum zu Atem kommen.
Frech, spritzig und unverkennbar Lulea!

Rezension:
Lulea ist spät dran. Um kein Donnerwetter zu riskieren, muss sie sich beeilen, pünktlich heim zu kommen. Dort angekommen muss sie jedoch feststellen, dass ihre Mutter und Oma verschwunden sind. Der Hexenbaum, in dem sie wohnen, ist völlig verwüstet. Der Hexenrat scheint allerdings nicht allzu verwundert zu sein. Dort liegt sogar ein Schreiben von Luleas Mutter vor, dass ihre Tochter bei ihrem eventuellen Verschwinden bei Tante Marbella in der Wünschestadt leben soll. Dort fühlt sich das freiheitsliebende Mädchen jedoch überhaupt nicht wohl. Als Lulea dann auch noch erfährt, dass der Hexenrat gar nicht plant, nach ihrer Mutter zu suchen, beschließt sie abzuhauen und die Such selbst in die Hände zu nehmen. Ihre beiden Vertrauten begleiten sie natürlich auf der abenteuerlichen Reise.
Nicht nur die junge Protagonistin ist seit dem 1. Band der Reihe etwas älter geworden – ungefähr 1 Jahr, um genau zu sein –, auch auf den Erzählstil trifft das zu. Kamen dort noch märchenhaft erscheinende Elemente vor, so liegt der Schwerpunkt diesmal eindeutig auf dem Abenteuer. Und das hat es in sich! Lulea und ihre beiden Begleiter geraten auf der Suche nach ihren Verwandten von einer kritischen Situation in die nächste. Dabei gelingt es Felizitas Montforts, für beständige Spannung zu sorgen. Wie bereits beim Vorgänger hält der mitreißende Schreibstil den Leser gefangen. Im Gegensatz zu Band 1, der ein abgeschlossenes Ende vorzuweisen hat und eventuell ursprünglich als Einzelband konzipiert war, gibt es diesmal ein „Fortsetzung folgt!“ statt eines handlungsmäßigen Abschlusses. Der bereits erhältliche 3. Band „Lulea und die Magie der Kristalle“ dürfte das Abenteuer Luleas wahrscheinlich nahezu nahtlos fortsetzen.
Aufgelockert wird der Text durch einige Illustrationen.

Fazit:
Eine Fantasy-Geschichte für Jung und Alt: Die spannenden Abenteuer der jungen Hexe Lulea gehen in eine neue Runde.

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Lulea – 1 – Lulea und ihre Vertrauten

Felizitas Montforts
Lulea – 1 – Lulea und ihre Vertrauten

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Das Vater-Rätsel

Klappentext:
Es ist Luleas 13. Geburtstag. Ein magischer Tag, gäbe es da nicht ein Problem: Lulea hat noch keinen tierischen Vertrauten.
Ohne diesen Begleiter gibt es keinen Hexenbesen, so sind die Regeln.
Kurzerhand begibt sie sich auf die Suche, doch die Uhr tickt. Sie muss ihren Vertrauten bis Mitternacht gefunden haben.
Auf ihrer Reise begegnet sie einer gefräßigen Spinne, einem kidnappenden Feenvolk und einer diebischen Elster, die sich ihr in den Weg stellen. Als wäre das nicht schlimm genug, läuft sie einer frechen Fee über den Weg, deren missglückter Zauber die Hexe auf Mäusegröße schrumpfen lässt. Zum Glück gibt es aber Schru Schru, den besserwisserischen Sperlingskauz, der auf fast alles eine Antwort weiß. Ob Lulea ihren Vertrauten finden wird?

Rezension:
Die junge Hexe Lulea lebt mit Mutter und Großmutter mitten im Wald auf einer durch Zauber vor neugierigen Augen verborgenen Lichtung. Morgen wird sie 13 – und hat immer noch keinen tierischen Vertrauten gefunden. Langsam wird sie panisch, denn wenn sie bis zum Ende ihres Geburtstag-Tages keinen Vertrauten gefunden hat, darf sie keinen eigenen Besen bekommen und die Hexenschule nicht besuchen. Sie kann nicht ahnen, dass es einen Grund hat, wieso ihr nicht gelingt, was normalerweise jeder Hexe ihres Alters glückt. Ihre verzweifelte Suche nach einem Vertrauten führt Lulea direkt in ein aufregendes und nicht ungefährliches Abenteuer.
Diese abenteuerliche Fantasy-Geschichte für junge und junggebliebene Leser aus der Tastatur Felizitas Montfortsʼ kann sich durch zahlreiche neue Ideen aus der Masse ähnlich veranlagter Geschichten um junge Hexen und/oder Zauberer abheben. Dabei bedient sich die Autorin teilweise auch märchenhaft anmutender Elemente. Im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren Jugend-Fantasy-Abenteuern, in denen der Leser gewöhnlich weitgehend auf dem Kenntnisstand des jeweiligen Protagonisten beschränkt bleibt, erfährt er hier an einem recht frühen Punkt der Handlung den Grund für Luleas erfolglose Vertrauten-Suche. Was es mit dem der Protagonistin unbekannten Vater auf sich hat, bleibt jedoch auch dem Leser verborgen. Der Cliffhanger am Ende lässt jedoch vermuten, dass dieses Thema in den (bisher 2) Fortsetzungen noch eine Rolle spielen dürfte.
Die interessante Handlung und der überzeugende Stil der Autorin lassen dieses Buch aus der Vielzahl anderer Veröffentlichungen dieses Genres herausragen.

Fazit:
Ein interessantes, jugendliches Fantasy-Abenteuer mit neuen Ideen.

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Sternenfeuer

Alexandra Scherer
Sternenfeuer

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Der Glaube an den Apfel

Klappentext:
Per Arduum ad Astra
Was passiert, wenn Wissenschaftler auf die schriftlichen Überreste einer längst vergangenen Zivilisation stoßen und die Hinterlassenschaften als Heilsbotschaften interpretieren?

Rezension:
In einer post-apokalyptischen Welt finden Forscher Relikte der untergegangenen Kultur. Unverfälschte menschliche DNA wird dringend benötigt, und nach den aufgefundenen Aufzeichnungen könnte der Weg, diese zu finden, in den Weltraum führen …
Mit Alexandra Scherers „Sternenfeuer“ liegt wieder mal ein Highlight der booksnacks-Reihe vor. Nach dem (Beinahe-)Untergang der Menschheit scheinen endlich aufgefundene Daten die Erlösung zu versprechen. Und wo liegen diese ‚heiligen‘ Texte? Auf einem Artefakt, dass von einem angebissenen Apfel als heiligem Symbol geziert wird. Selten habe ich eine mit so viel Humor gewürzte Science-Fiction gelesen.

Fazit:
SciFi trifft Endzeit-Drama trifft Humor. Letzterer siegt!

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