Wildlife Photographer of the Year – Portfolio 29

Rosamund Kidman Cox (Hrsg.)
Wildlife Photographer of the Year – Portfolio 29

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Wenn dem Murmeltier die Haare zu Berge stehen

Klappentext:
Each year the Wildlife Photographer of the Year exhibition is seen by millions through a global tour and international media coverage. Portfolio 29 displays the full collection of 100 images awarded in the 2018 competition. Selected by an international jury for their artistic merit and originality from more than 40,000 entries, they represent the work of almost 100 nationalities. Displaying different styles, techniques, and ways of seeing, the collection is both a showcase for photographers who specialize in documenting the natural world and a celebration of nature.

Rezension:
Ist denn schon wieder Weihnachten? Noch nicht ganz, aber die Siegerbilder des jährlichen „Wildlife Photographer of the Year“-Wettbewerbs werden schließlich auch schon im jeweiligen Oktober bekanntgegeben. Nur wenig später erscheint dann der zugehörige Bildband (zumindest im englischen Original), sodass es schon zur Tradition geworden ist, zur Adventszeit die besten Wildlife-Bilder des Jahres anschauen zu können. Auch in diesem Jahr kann die Druck- und Verarbeitungsqualität des Bildbandes wieder rundum überzeugen – aber das ist man ja schon seit nunmehr 29 Jahren gewohnt, weshalb es wohl nur auffallen würde, sollte es irgendwann mal anders sein. Wieder wurde aus einer beinahe unendlichen Zahl an Einsendungen – 48130 waren es in diesem Jahr – die Sieger ausgewählt. Das Bild, das den Gesamtsieg erringen konnte, ist 2019 ein echter Hingucker. Ein chinesischer Fotograf hatte das Glück und Können, es aufzunehmen. Das zeigt natürlich auch, wie international der Wettbewerb mittlerweile geworden ist. Als 1991 das „Portfolio One“ erschien, waren es überwiegend (west-)europäische und nordamerikanische Fotografen, die es bis ins Buch schafften. Bei diesem Trend kann man wohl mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es auch im Jahr 2020 wieder einen beeindruckenden Bildband geben wird.

Fazit:
Auch 2019 darf der aktuelle „Wildlife Photographer of the Year“-Band im Regal keines an Naturfotografie Interessierten fehlen.

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Die Darlington Road Kids – 3 – Der Auftrag

Henry A. Selkirk
Die Darlington Road Kids – 3 – Der Auftrag

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In den Händen des Fitters

Klappentext:
London, Januar 1804
Jo, Alicia, Rufus, René und der Waisenjunge Terrence sind die Darlington Road Kids – auf der Straße genannt die DaRoKi. Sie sind neugierig und mutig. Viel zu mutig finden ihre Eltern und geben ihnen nach den letzten Ermittlungen einen Denkzettel: Hausarrest.
Als eine alte Freundin von Jos Vater, dem Gastwirt Little Bill, sich mit einem Hilfebrief an die DaRoKi wendet, den spurlos verschwundenen Studenten Ernest Peregine ausfindig zu machen, sieht Jo eine Chance. Sie handelt eine Wette mit den Eltern aus: Eine Woche Zeit, um Ernest zu finden. Bei Erfolg wird der Hausarrest erlassen, bei Misserfolg verdoppelt.
Little Bill besteht darauf, dass die Detektive nicht alleine ausziehen – und der verletzte Terrence vermittelt ihnen eine Schar Leibwächter: die Straßengang der Pavee und ihre Anführerin, Mara.
Bald aber merken die DaRoKi, dass man sie getäuscht hat. Der Brief war eine Fälschung. Mit Mara an ihrer Seite ermittelt Jo weiter. Niemand, schwört sich die Anführerin der Darlington Road Kids, führt sie ungestraft derartig vor. Indessen aber hütet auch der Waisenjunge Terrence ein dunkles Geheimnis …
Die Darlington Road Kids sind eine verschworene Gemeinschaft gerechtigkeitsliebender Jugendlicher. Aus ihrem Hauptquartier, dem Gasthof Farnsworth-Inn in der Darlington Road, ermitteln sie in den gefährlichen Straßen Londons quer durch alle Schichten und führen uns an geheimnisvolle Orte des frühen 19. Jahrhunderts.

Rezension:
Jo, Alicia, Rufus und René sind zu viele Risiken eingegangen. Da sind sich die Eltern einig. 4 Wochen Hausarrest lautet das Urteil, das natürlich auf wenig Gegenliebe stößt. Noch dazu sollen sie mehrmals wöchentlich im Waisenhaus aushelfen. Als ein verspätetes Weihnachtsgeschenk Lady Kates die DaRoKi erreicht, sieht Jo jedoch eine Chance. Die Lady bittet sie nämlich, einer alten Freundin zu helfen und deren verschwundenen Neffen zu finden. Ihr gelingt es, einen Handel mit den Eltern abzuschließen, um zu beweisen, dass sie verantwortungsvoll handeln können. Schnell müssen sie und ihre Freunde allerdings feststellen, dass der Brief eine Falle war. Und schon stecken sie wieder in jeder Menge Ärger. Gut nur, dass der verletzte Terry ihnen eine Leibwache durch eine befreundete Straßengang organisiert hat.
Kaum dass seine jungen Protagonisten ihre nicht ungefährlichen Abenteuer des 1. („Verrat in London“) und 2. („Der Schatz des Gehenkten“) Bandes überstanden haben, schickt Henry A. Selkirk sie auch schon ins nächste Abenteuer. Im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Jugend-Abenteuer-Reihen, deren Bände sich meist über längere Zeiträume hinziehen, wobei die jeweiligen Protagonisten entweder merklich altern oder gerade das Fehlen eines erkennbaren Älterwerdens auffällt, erleben seine Helden ihre Abenteuer in einem sehr überschaubaren Zeitrahmen. Die Handlung aller 3 bisherigen Bände nimmt zusammen nicht einmal 4 Wochen in Anspruch.
Diese zeitliche Nähe – zwischen dem Ende des 2. und dem Beginn des 3. Bandes sind schließlich nur wenige Tage vergangen – führt natürlich auch zu einer nahezu lückenlos weitergeführten Handlung. Aber schon innerhalb weniger Seiten schafft es der Autor, dass sich seinen Protagonisten und Lesern gleich eine ganze Reihe neuer Fragen auftun. So stellt Terrenceʼ Verstrickung ins Machtgefüge der Straßengangs nicht nur Josephine vor Rätsel. Während diese Rätsel im Laufe dieses Bandes allerdings weitgehend beantwortet werden, wird auch Jos eigene Familie und das Beziehungsgeflecht ihres Vaters langsam mysteriös. Auf die Beantwortung dieser Fragen muss der Leser allerdings auf einen der kommenden Bände warten.
Dass der Autor in die Dialoge jede Menge gälische, aber auch friesische und jiddische Begriffe einwebt, gibt der Geschichte ihre eigene Geschmacksnote, macht das Lesen aber auch nicht gerade einfacher. Auch wenn die meisten dieser Begriffe im Rahmen der Gespräche erklärt werden, sind sie dem Leser schon beim nächsten Auftauchen nicht mehr unbedingt im Gedächtnis. Gerade die zahlreichen, nach unseren Begriffen eher unhandlichen gälischen Vokabeln stellen das Gedächtnis oft auf die Probe. Ansonsten ist die aus Beobachtersicht erzählte und mit einigen Informationen zur realen Geschichte Londons beziehungsweise Großbritanniens angereicherte Story gut lesbar. Auffällig ist das Stilmittel, immer wieder die Gedanken Jos und Terrys einzuflechten.
Auch wenn dieser Band wieder einen relativen Abschluss aufweist, kann man es am Ende kaum erwarten, mit dem folgenden fortzufahren.

Fazit:
Das historische Jugend-Abenteuer im London des beginnenden 19. Jahrhunderts kann auch weiterhin Leser jeden Alters überzeugen.

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Nighthunter – 5 – Das Geheimnis von Bright Hope

Anton Serkalow
Nighthunter – 5 – Das Geheimnis von Bright Hope

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Das Ritual

Klappentext:
Auf seiner Jagd nach einer entflohenen Hexe kommt der Pinkerton-Agent Horace Whittmore mitten in den verschneiten Gegenden von Montana in die kleine Siedlung Bright Hope.
Und hier stößt er auf die Legende des Banditen Mel »Sixshot« Booker, der in Bright Hope für seine Verbrechen vor Jahren hingerichtet wurde.
Doch scheint Booker nicht tot zu sein und der Agent wird in dem kleinen Örtchen mit Ereignissen konfrontiert, die seinen Verstand an die Grenzen bringen.
Um dem Grauen dieses Ortes zu entkommen, ist er ausgerechnet auf die Hilfe seines Erzfeindes, dem Vampir Louis Royaume und dessen indianischen Gefährten Geistwolf angewiesen.

Rezension:
Ausnahmsweise ist der Pinkerton Whittmore nicht den Nighthuntern auf den Fersen, sondern verfolgt eine Frau quer durch den Wilden Westen. Wie kann es sein, dass eine Frau anscheinend weniger Probleme in der winterlichen Wildnis hat als er? Doch diese Frage muss er sich für später aufsparen, denn mittlerweile hat er andere Sorgen. Er kämpft ums blanke Überleben. Mit letzter Kraft erreicht er das Wild-West-Kaff Bright Hope, wo der Entkräftete freundlich aufgenommen wird. Kaum hat er sich etwas erholt, muss Whittmore allerdings feststellen, dass hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint. Das geht so weit, dass er schließlich froh ist, seine Erzfeinde Royaume und Geistwolf wiederzusehen.
Nachdem Anton Serkalow in Band 4 („Die Posaunen von Jericho“) einen Abstecher in die Vergangenheit seiner Protagonisten unternahm, bewegen wir uns in diesem Band wieder in der Zeit der Haupthandlung. Genau genommen nimmt der Verfolger der beiden Titelhelden diesmal die vorübergehende Rolle des Protagonisten ein, denn es ist Horace Whittmores Geschichte, um die es in diesem Band geht. Trotz aller Vorbehalte bleibt ihm kaum etwas anderes übrig, als die Existenz des Übernatürlichen langsam doch in Betracht zu ziehen. Ob sich mit dem erneuten Aufeinandertreffen der Reihen-Protagonisten mit ihrem bisherigen Antagonisten eine längerfristige Annäherung beider Parteien anbahnt, bleibt natürlich abzuwarten. Immerhin wird die Liste der übersinnlichen Gefahren immer umfangreicher, denn auch in diesem Band tritt den Menschen des Westens wieder eine neue Bedrohung entgegen.
Mit der zunehmenden Komplexität wird die Geschichte immer besser. Ein Grund könnte darin liegen, dass sich der Autor selbst immer besser in seine Welt des von übernatürlichen Wesen bedrohten Wilden Wesens ‚einlebt‘.

Fazit:
Der außergewöhnliche Genre-Mix aus Fantasy, Horror und Western, wie immer garniert mit etwas Humor, kann auch im 5. Band wieder überzeugen.

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Die Bibliothekare – 5 – Das tödliche Wort

Genevieve Cogman
Die Bibliothekare – 5 – Das tödliche Wort

Übersetzung: Dr. Arno Hoven

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#DastödlicheWort #NetGalleyDE

Zwischen Äpfeln und Bomben

Klappentext:
Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, die jenseits von Raum und Zeit als Tor zwischen den Welten existiert. Seit undenklichen Zeiten werden diese Welten von einer erbitterten Feindschaft zwischen Drachen und Elfen erschüttert. Doch nun kommen beide Parteien im Paris des Fin de Siècle zusammen, um unter Führung der Bibliothek einen Friedensvertrag auszuhandeln. Es sieht nach einem Durchbruch aus, bis ein wichtiger Verhandlungsführer der Drachen ermordet wird. Der Täter muss schnellstens gefunden werden! Eine Abordnung – unter ihnen die Agentin Irene Winters – soll den Mörder aufspüren.

Rezension:
Kaum von ihrem Abenteuer bei den intriganten Drachen zurückgekehrt, erwartet Irene eine Überraschung. Unter größter Geheimhaltung wurden Verhandlungen zu einem Friedensvertrag zwischen Drachen und Elfen unter Beteiligung der Unsichtbaren Bibliothek angebahnt. Unter strengster Geheimhaltung, versteht sich, denn Störungen durch Gegner des geplanten Abkommens waren zu befürchten. Tatsächlich wird ein Mitglied der drachischen Delegation ermordet. Um die Verhandlungen zu retten, soll eine Kommission, bestehend aus jeweils 1 Angehörigen der Drachen, der Elfen und der Bibliothek, den Mord aufklären. Und ausgerechnet Irene soll die mitwirkende Bibliothekarin sein.
Die Handlung des 5. Bandes ihrer Fantasy-Reihe „Die Bibliothekare“ lässt Genevieve Cogman direkt an die des 4. („Das dunkle Archiv“) anschließen. Diesmal führt die Haupthandlung die Protagonistin in das Paris einer Welt, deren Entwicklungsstand etwa dem Ende des 19. Jahrhunderts in unserer entspricht. Die Grundidee dieser Parallelwelten, die unserer alle mehr oder weniger ähneln, sich jedoch in unterschiedlichen geschichtlichen Perioden befinden, kann überzeugen. Der Zwang der Anpassung der reisenden Bibliothekare an die jeweiligen Gegebenheiten macht einen erheblichen Anteil am Reiz dieser Geschichten aus.
Auch in diesem Band geht es wieder um die Aufklärung verbrecherischer Aktivitäten, durch die die Unsichtbare Bibliothek Schaden nehmen könnte. Inoffizielle Unterstützung bekommt die Protagonistin diesmal von einem befreundeten Detektiv aus einer dem viktorianischem England ähnelnden Parallelwelt, dem erkennbar Sherlock Holmes als Vorbild diente. So gesehen handelt es sich also wieder um ein Fantasy-Krimi-Abenteuer. Nachdem dieses Buch mit einer kurzen Episode beginnt, in der Irene ein Buch aus einer mittelalterlich/früh-neuzeitlichen Welt ‚besorgen‘ muss, frage ich mich, ob nicht auch ein reiner Fantasy-Abenteuer-Band ohne Krimi-Elemente nach diesem Muster funktionieren würde.
Auch in diesem Band erzählt die Autorin Irenes verwicklungsreiche Erlebnisse wieder aus Beobachter-Perspektive. Insgesamt kann mich dieses Abenteuer sogar noch etwas besser als der Vorgänger überzeugen.

Fazit:
Drachen, Elfen und eine Weltenreise in ein historisches Paris – dieses bibliophile Fantasy-Abenteuer hat seinen ganz eigenen Reiz.

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Das Erbe der Macht – 21 – Schattentanz

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 21 – Schattentanz

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Im ewigen Eis

Klappentext:
Die Kämpfer Merlins nähern sich der Zuflucht, ihr Angriff steht kurz bevor. Während die Verteidiger sich vorbereiten, tritt ein Schläfer auf den Plan, der Chloe befreien soll.
Unterdessen ersinnt Alex einen Plan, der einen Ausweg bieten könnte. Um ihn umzusetzen, müssen die Freunde jedoch an einen Ort zurückkehren, der dunkle Erinnerungen bereit hält.

Rezension:
Die Geflohenen sind im alten Castillo nicht mehr sicher. Ein Verräter hat Merlin dessen Standort verraten. Doch wer ist es? Vorerst scheint ein gewagter Plan die einzige Möglichkeit zu sein, gegen Merlins Übermacht zu bestehen. Dazu wird allerdings Noxanith benötigt. In aller Eile wird eine Expedition nach Antarktika in der Hoffnung gestartet, dort welches finden zu können. Wird der Plan rechtzeitig gelingen?
Langsam bewegt sich die 2. Staffel von Andreas Suchaneks Urban-Fantasy-Reihe auf das Staffelfinale zu. In diesem Band beschränkt sich die Handlung mit dem alten Castillo und der Antarktis auf nur 2 Schauplätze. Trotzdem wird die Gesamtsituation zunehmend unübersichtlich. Immer wieder werden vergangene Ereignisse angesprochen, die der Leser kaum noch konkret im Gedächtnis hat. In dieser Hinsicht wäre es wünschenswert, wenn Teilhandlungen noch vor dem Staffelfinale abgeschlossen würden. Dies würde es sehr erleichtern, in der nach wie vor sehr spannenden und interessanten, aber auch sehr komplexen Handlung die Übersicht zu behalten. Erfahrungsgemäß ist aber damit zu rechnen, dass spätestens am Ende von Band 24 wieder eine überschaubare Situation vorliegt.
Stilistisch muss man zum Autor (incl. Co-Autorin) sowie der Reihe wohl nichts sagen. Wer mit diesem Band liebäugelt, dürfte beides ohnehin bekannt sein. Ein Neueinstieg an dieser Stelle der Handlung wäre keinesfalls zu empfehlen, da ein Neuleser definitiv nicht in das Geschehen hineinfinden würde. Neulingen wäre dringend ein Einstieg mit dem Beginn der Staffel in Band 13 oder noch besser mit Band 1 zu empfehlen.

Fazit:
Trotz der momentan etwas unübersichtlichen Situation behält die Reihe weiterhin Suchtpotenzial.

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OBJEKTIV!?: Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts

Wartburg-Stiftung, Grit Jakobs (Hrsg.)
OBJEKTIV!?: Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts

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Von fotografierenden Malern zu Fotografie-Übermalern

Klappentext:
Als der Wartburgkommandant Bernhard von Arnswald 1858 schwärmte „Die Photographie gehört zu den wenigen Erfindungen der Menschen, die dem Schaffen des Schöpfers nahekommen“, war die Burg bereits auf mehreren Fotografien zu bewundern. Im Jahr 1855 wurden die ersten bekannten Lichtbilder auf Geheiß Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach geschaffen, um den Stand der Wiederherstellung der Burg seiner Ahnen für die Nachwelt festzuhalten. Während einige von bemerkenswerter Qualität sind, haben beherzte Hände von Malern auf anderen frühe Formen der heute allgegenwärtigen Bildbearbeitung hinterlassen.
Diese bis zu 165 Jahre alten Aufnahmen sind Bestandteil der fotografischen Sammlung der Wartburg, aus der hier bislang kaum bekannte Schätze präsentiert werden. Mehr als 150 Zeugnisse aus den ersten 60 Jahren Wartburgfotografie berichten von der Entwicklung der Lichtbildnerei, vom Anspruch an „Wahrheit“ und Objektivität, der sich manches Mal dem idealen Eindruck des Motivs zu beugen hatte.
Stereoskopische Aufnahmen mit beeindruckenden räumlichen Effekten, Porträts in Form von Visitenkarten und die ersten Farbfotografien gewähren einen eindrucksvollen Blick auf die altehrwürdige Burg mit ihrer einstigen Architektur und Ausstattung. Die Fotografien der mit ihr verbundenen Menschen zeichnen zugleich ein sehr lebendiges Bild des früheren Burglebens, zeigen den Burgherrn Carl Alexander und seinen jährlichen Jagdgast Kaiser Wilhelm II. ebenso wie die Angestellten und Besucher und die illustren Kostümfeste, die Burghauptmann Hans Lucas von Cranach veranstaltete. Als der begabte Amateurfotograf zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Burg mit seinen Autochromen erstmals in natürlichen Farben erstrahlen ließ, sorgte das für Furore beim Publikum.
Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zu betrachten, verspricht einen besonderen Ausflug in ihre Vergangenheit. Geschichte und Geschichten, sonst in schriftlichen Quellen, Zeichnungen und Gemälden erzählt, werden um ganz eigene, oft ungewöhnliche Eindrücke bereichert.

Rezension:
Dass die Wartburg, so wie wir sie heute kennen, das Ergebnis der Restaurierungs-, Um- und Neubaumaßnahmen der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist, ist vielen ihrer Besucher gar nicht bewusst. Erst unter der Herrschaft des Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach entstand die Burganlage, die heute jedem zumindest von Bildern her vertraut ist. Speziell die 1850er und 1860er Jahre waren von einschneidenden Veränderung des Erscheinungsbildes geprägt. Gerade in diese Zeit fiel auch der Aufschwung der Fotografie von der Liebhaberei weniger Enthusiasten zum Massenmedium. Da der Großherzog selbst von der neuen Technik überzeugt war, wurden die Baumaßnahmen von Anfang an in seinem persönlichen Auftrag fotografisch dokumentiert. Von dieser Zeit bis etwas zum Beginn des 1. Weltkriegs reichen die Bilder aus dem Archiv der Wartburg-Stiftung, die in diesem Jahr (2019) erstmals öffentlich in einer Sonderausstellung auf der Wartburg präsentiert wurden. Als Begleitung dieser (mittlerweile beendeten) Ausstellung erschien dieser Bildband. In ihm ist nicht nur die Veränderung des Erscheinungsbildes der Burg zu verfolgen, sondern auch die rasante Entwicklung der Fototechnik. Wurden viele der Bilder aus den 1850ern noch deutlich erkennbar retuschiert, fertigte der damalige Wartburg-Hauptmann Hans Lucas von Cranach Anfang des 20. Jahrhunderts schon eigenhändig Farbaufnahmen an. Allerdings erschien auch zu dieser Zeit noch ein monumentaler Bildband der Wartburg, dessen Abbildungen von Retuscheuren so massiv ‚geschönt‘ worden waren, dass man im Vergleich mit dem jeweiligen Originalfoto kaum glauben kann, dass dieses der Ursprung des ‚fertigen‘ Bildes war. Selbst stereoskopische Bilder der Wartburg wurden im späten 19. Jahrhunderts bereits angefertigt und verkauft.
Dieser Bildband vereint rund 6 Jahrzehnte der Burggeschichte mit der der Fotografie dieser Zeit. Somit stellt er sowohl für Burgen-Fans (und ganz besonders solche der Wartburg) als auch für an der Entwicklung der Fotografie Interessierte ein interessantes Werk dar. Entsprechende Erläuterungen fehlen natürlich auch nicht.
Beeilen beim Kauf dürfte sich lohnen, da das Buch nach Ende der Ausstellung bestimmt nicht längerfristig im Handel bleibt.

Fazit:
Dieser Bildband sollte bei keinem an der Wartburg und/oder der Fotografiegeschichte Interessiertem im Regal fehlen.

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Kein Heldenleben

Nina Casement
Kein Heldenleben

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Ein hungriges Heldenleben

Klappentext:
Adelig hat ein Held zu sein, bescheiden trotz Klugheit und Bildung, stattlich, stark wie fünf Mann und obendrein schön.
Nun, Firm ist groß, wirft ein Schwein zehn Schritt, und alle Küchenmädchen kichern verliebt, wenn sie ihn beim Pinkeln auf dem Misthaufen erwischen. Wer wird es da mit dem Rest so genau nehmen? Ohnehin hat er nicht viel Wahl, wenn er abends satt aufs Lager sinken möchte. Ob unheimliche Festung, verfluchter Hügel, zwielichtiges Turnier oder schräger Magier: Firm von Finsterfeste besteht seine Abenteuer mit mehr Glück als Verstand, nicht immer siegreich, aber zumindest lebendig.
Eine Parodie auf Fantasy- und Rollenspielklischees in fünf tragisch angehauchten Episoden.

Rezension:
Firm ist ein richtiger Held. Zumindest fast. Und so ganz richtig adlig ist er auch nicht. Eigentlich übernimmt er die ihm übertragenen Heldentaten nur, um Geld für einen vollen Bauch und ausreichend Alkohol zu bekommen. Dafür wagt er sich schon mal in Troll-Unterkünfte und auf verfluchte Felder. Selbst liebeshungrigen Troll-Damen tritt er beherzt entgegen. Aber irgendwie gelingt es ihm immer wieder, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Bisher zumindest.
In ihrem kurzen Buch stellt Nina Casement ihren Lesern einen beinahe richtigen Fantasy-Helden vor, der – zumindest, wenn man es nicht ganz so genau nimmt – allen klassischen Clichés eines solchen entspricht. Genaugenommen macht sich die Geschichte genau über diese Clichés lustig. Der Protagonist tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Alles läuft prinzipiell anders, als es der Helden-erfahrene Fantasy-Leser erwartet. Trotzdem überlebt unser Held natürlich alle seine Abenteuer, selbst wenn er ein gefährliches Monster notfalls auch mal mit Honig bekämpfen muss.
Die Autorin erzählt Firms Abenteuer in einem sehr ruhigen, sachlichen Stil, der auf oberflächlichen Humor verzichtet. Gerade das lässt das skurrile und Gernre-untypische vieler Situationen besonders hervortreten. Fantasy-Fans, die auch mal augenzwinkernd auf die Genre-üblichen ‚Standards‘ blicken können, werden Firms gefährliche Erlebnisse bestimmt ein Zucken der Mundwinkel entlocken können. Mindestens.

Fazit:
Fantasy-Helden haben es auch nicht leicht – besonders, wenn sie eigentlich überhaupt nicht in diese Schublade passen.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
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Silberblut – 1 – Das Geheimnis der Sehenden

Robyn Lumen
Silberblut – 1 – Das Geheimnis der Sehenden

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Verrückte Abenteuer eines (vielleicht) Verrückten

Klappentext:
Es ist nicht lustig, Vampire zu sehen.
Vor allem, wenn nur du sie siehst – und niemand sonst.
Sie sind real.
Und tödlich.
Aber nur für dich.
Das Leben ist eine entspannte Angelegenheit, da kann sich der 17-Jährige Arjun sicher sein. Lässiger Job als Kellner in einem Wiener Innenstadtlokal, nette Wohngemeinschaft und viel Zeit, um einfach so rumzuhängen.
Bis das Mädchen Mia ihn davon überzeugen möchte, dass es Vampire gibt. Dass er der Auserwählte ist. Dass er in höchster Gefahr schwebt.
Arjun glaubt ihr nicht. Böser Fehler.
Eine fremde Macht scheint von ihm Besitz zu ergreifen. Es gibt einen mysteriösen Todesfall und Arjun steht nicht nur unter Mordverdacht, sondern bekommt auch eine psychiatrische Diagnose verpasst.
Eine traumartige Parallelwelt bricht über Arjun herein. Er gerät in einen Krieg zwischen bestialischen Vampiren, giftigen Elfen und liebestollen Todesengeln.
Kein Mensch ahnt etwas von dieser wahnwitzigen Welt, die nur Arjun sehen kann. Er ist ein klarer Fall für die Psychiatrie. Ein Ort, der vor Vampiren bekanntlich nicht schützt.
Ein spannender Urban-Fantasy-Roman für Jugendliche und junge Erwachsene, der voller überraschender Wendungen, interessanter Charaktere und schrägem Humor steckt.

Rezension:
Arjun ist 17 und lebt in Wien. Seit er als Kind beinahe ertrunken wäre, gilt er als selbstmordgefährdet und ist in regelmäßiger psychiatrischer Behandlung. Als ihn ein Mädchen davon überzeugen will, dass es Vampire wirklich gibt, fragt er sich allerdings, wer hier wirklich verrückt ist. Nachdem ihm dann aber Erinnerungen an kurze Zeitabschnitte fehlen und ihm berichtet wird, er hätte sich während dieser Zeit wie ein anderer Mensch verhalten, glaubt er zunächst, er wäre jetzt wirklich reif für die geschlossene Abteilung. Doch dann wird es noch verrückter …
Im Auftakt ihrer Urban-Fantasy-Reihe führt Robyn Lumen ihre Leser in ein Wien, dass ganz normal ist. Bei ihrem Protagonisten ist dies allerdings nicht so klar – auch diesem selbst nicht. Speziell nach seinem Kontakt mit Wesen, die doch eigentlich ins Reich der Mysterien gehören, zweifelt er zunehmend an seinem Verstand. Dabei ist er mit seinem Leben doch eigentlich zufrieden. Genau hier unterscheidet sich diese Geschichte grundlegend von dem verbreiteten Format, in dem junge Leute von einer den meisten anderen verborgenen magischen Welt erfahren. Arjun, Sohn einer österreichischen Mutter und eines ihm unbekannten indischen Vaters, versucht immer wieder, seine Erlebnisse als Produkte seines verrückten Verstandes zu erklären. Über lange Strecken wird der Leser immer wieder in Zweifel geführt, ob alles eventuell wirklich nur Wahnvorstellungen des Protagonisten sein könnten.
Gerade durch dieses Stilmittel gewinnt die vom Protagonisten in der Ich-Form erzählte Geschichte einen besonderen Reiz. Er selbst wirkt für den Leser ziemlich ‚schräg‘, doch speziell seine neuen Bekannten aus einer anderen Dimension können ihm in dieser Hinsicht problemlos das Wasser reichen. Besonders eine gewisse Yuja toppt das Ganze.
Man muss der Autorin zugestehen, eine äußerst humorvolle Urban-Fantasy-Welt geschaffen zu haben, wie ich sie bisher noch nicht kannte. Auf die Fortsetzungen darf man definitiv gespannt sein. Was werden der Autorin darin wieder für Verrücktheiten einfallen?

Fazit:
Wien ist ein gefährliches Pflaster. Besonders wenn man als einziger besondere Wesen sehen kann, die es auf einen abgesehen haben.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
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Verflixt und zugebissen – 4 – Alles, was Sie beißen, kann gegen Sie verwendet werden

Allyson Snow
Verflixt und zugebissen – 4 – Alles, was Sie beißen, kann gegen Sie verwendet werden

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Der Dachstuhl von Notre-Dаme

Klappentext:
„Männer kommen mir nur noch in die Tüte, wenn diese ein Leichensack ist!“
Auf Romantik und Liebe reagiert Helen höchstens mit Ausschlag, sicher nicht mit Herzchen in den Augen. Einen Mann nackt aus der Oper werfen zu lassen, ist hingegen amüsant – jedenfalls solange er sich davon in die Flucht schlagen lässt. Leider gibt es da einen Kerl, den schon Außerirdische entführen müssten, um ihn von Helens Spur abzubringen.
Endlich bearbeitet Robert einen Ermittlungsfall, der nichts mit fliegenden Pfannen, keifenden Frauen und doppelripptragenden Sexgöttern zu tun hat. Jedoch ist es leichter gesagt als getan, dem florierenden Handel mit neuen synthetischen Drogen auf die Spur zu kommen. Wenn er an den berüchtigten Jason Harris nicht herankommt, zieht er sich eben vor dessen Assistentin so lange aus, bis sie die Informationen freiwillig herausrückt.
Allerdings wird ihm bald klar, dass Helen ihm gefährlicher werden kann als die gesamte Pariser Mafia zusammen.

Rezension:
Polizist Robert hat es satt, ständig nur Bagatellen bearbeiten zu müssen. Es muss doch einen Weg geben, an den Mafiaboss Jason Harris heranzukommen, gegen den bisher nie stichhaltige Beweise aufzutreiben waren. Vielleicht bringt es ja etwas, sich an seine Assistentin Helen heranzumachen. Die muss doch belastende Details kennen! … wenn sie nicht sogar persönlich in Straftaten verwickelt ist. Dass diese Helen kein Vorzimmer-Dummchen ist, wird Robert jedoch schnell klar. Aber da häufen sich auch schon unerklärliche Vorfälle, die Robert an seinen Sinnen zweifeln lassen.
Mit diesem Buch ist Allyson Snows vampirisch-humorvolle Urban-Fantasy-Reihe rund um die Mafia-‚Firma‘ des Vampirs Harris schon bei ihrer 4. Blutmahlzeit angelangt. Im Mittelpunkt steht diesmal die Sekretärin/Assistentin Helen, die es endlich geschafft hat, einen Außeneinsatz anvertraut zu bekommen. Neu ist hingegen der Polizist Robert, dessen Erfahrungen mit langzähnigen Mitbürgern äußert gering sind. Bisher. Dass sich das schnell ändern wird, ist für Kenner der Reihe mit Sicherheit keine Überraschung. Beim ‚Endkampf‘ gibt es auch ein – leider nur sehr kurzes – Wiedersehen mit Linett und ihrer Kampf-Bratpfanne. Besagter Endkampf findet übrigens in der bekannten Kathedrale Notre-Dаme statt. War die nicht erst kürzlich wegen eines Großbrands in den Nachrichten? Genau! Und alle die, die Zweifel an der offiziell gemeldeten Brandursache haben, können hier erfahren, wie es wirklich dazu kam. Gewisse langzähnige Mitbürger könnten in diesem Zusammenhang durchaus eine Rolle spielen.
Die Autorin erzählt die gewohnt humorvolle Geschichte abwechselnd aus Roberts und Helens Perspektive. Lacher sind auch in diesem Band wieder garantiert. Die Weltsicht des Mit-Protagonisten Robert benötigt schließlich ein paar ‚kleine‘ Korrekturen.

Fazit:
Wie langweilig wäre Paris doch ohne seine vampirischen Einwohner? Auf zum Lachmuskeltraining! Verweigerer werden zur Blutverkostung gebeten.

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– Blick ins Buch –
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Werbung:

„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Schreiben ist das eine, aber das richtige Publizieren das andere

Edition.82
Schreiben ist das eine, aber das richtige Publizieren das andere

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Vom Manuskript zum Buch

Klappentext:
Über das Herausgeben und Verlegen im Self-Publishing!
Ein fehlerfreies, optisch ansprechendes, richtig gelayoutetes E-Book und einwandfrei gesetztes Druckwerk sind die Pfeiler, auf die jeder Schreibende seine Ansprüche setzen sollte.
Ihr Manuskript sollte vor der Veröffentlichung in Gestalt und Aufmachung so angepasst werden, dass es einem Verlagsbuch in nichts nachsteht.
Eine jede Autorin oder ein jeder Autor muss somit nicht nur schreiben können, sondern auch ein fähiger Herausgeber und Verleger sein.
Denn Ihr Werk soll die Leser finden, die es verdient hat!
Und hier setzt dieser Leitfaden an, denn er will Ihnen helfen, wie Sie von Ihrem fertig geschriebenen Manuskript zu einem Buch kommen.
Der Umfang reicht von der ordentlichen Überarbeitung Ihres Manuskripts, zu Veröffentlichungsmöglichkeiten, dem Erstellen eines Konzepts, Marketing, Layout und Buchsatz bis hin zu den ersten Schritten Richtung Hörbuch.
Das Herausgeben und Verlegen in seinen Einzelheiten und verständlich erklärt, denn Schreiben ist das eine, aber das richtige Publizieren das andere!

Rezension:
Schreibratgeber für (angehende) Autoren gibt es in größerer Zahl. Meist enden diese allerdings mit dem fertigen Manuskript. An genau dieser Stelle setzt nun dieser Ratgeber an. Wie wird aus diesem Manuskript im Selfpublishing ein fertiges eBook und/oder gedrucktes Buch? Was ist hier alles zu beachten, damit das fertige Werk überhaupt bei den Händlern gelistet wird und auch beim potenziellen Leser gegen die zahlreiche Konkurrenz bestehen kann. Bei all diesen Fragen geht der Ratgeber in die Tiefe und bringt dabei auch Themen an die Tagesordnung, an die viele zunächst gar nicht denken würden. Die Themenbreite reicht dabei vom Korrektorat und Lektorat über den Satz der Printausgabe beziehungsweise die Erzeugung des eBooks bis zur Wahl des Distributionsweges und begleitet den Selfpublisher weiter hin zu Werbe- und Marketingmaßnahmen und zur Organisation von Leserunden.
Natürlich lassen sich viele dieser Tipps auch im Web finden. Alles zusammenzutragen ist dabei allerdings ziemlich zeitaufwendig. Als besonderes Highlight betrachte ich die Zusammenstellung aller erwähnenswerten Distributionswege mit detaillierter Aufstellung der jeweiligen Vor- und Nachteile. Auch wird auf landesspezifische Besonderheiten für Autoren aus den verschiedenen deutschsprachigen Ländern hingewiesen. Das habe ich in dieser Form und Ausführlichkeit bisher noch nirgends gesehen. Bei anderen Punkten wie dem perfekten Buchsatz kann dieser Ratgeber naturgemäß nicht in die Tiefe gehen, lassen sich doch alleine mit diesem Fachgebiet ganze Lehrbücher füllen.
Einziger wirklicher Kritikpunkt ist für mich, dass ständig von „Autorinnen und Autoren“ gesprochen wird. Das macht den Text übermäßig schwerfällig und steif. Bei der schlichten Erwähnung von Autoren würde wohl jedem klar sein, dass darin auch die weiblichen Exemplare inbegriffen sind.

Fazit:
Dieser umfassende Ratgeber geht auf alles ein, was nötig ist, um aus einem Manuskript ein Buch zu machen.

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