Schutzkreis F44.81

Joshua Friedrichs, Axel Aldenhoven
Schutzkreis F44.81

Das Universal-Genie

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Klappentext:

Verschiedenste Subgenre geben sich die Hand:

2x Cyberpunk-Horror, Urban Fantasy-Horror, Urban Fantasy Mystery, Anti­helden-Super­helden-Story, Low-Boiled-Thriller, Weird Urban Fan­tasy, eine Ro­mance mit Scifi-Ele­menten und zu guter Letzt gibt es noch eine Über­ra­schung in Story Neun. Man könnte fast sagen, dass es ein Wieder­sehen mit alten Freunden wäre.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Joshua Friedrichs: Soziales Miteinander
Axel Aldenhoven: Zaubersprüche für Dummies
Joshua Friedrichs: Des einen Müll, ist des anderen Schatz
Axel Aldenhoven: Glimmerhoofs Rückkehr
Joshua Friedrichs: Es gibt immer einen Haken
Axel Aldenhoven: PEE-MAN
Joshua Friedrichs: Diese Liebe ist nicht von dieser Welt
Axel Aldenhoven: Deportron T-Rex 2503
Joshua Friedrichs: Faabi

Ein Polizist muss einen sehr blutigen Mord aufklären, der eine für ihn un­günstige Wendung nimmt. Ein Mann ent­deckt un­er­wartet seine ma­gischen Fähig­keiten. Dann wäre da noch ein Mann, der mys­teriöse Super­helden-Fähig­keiten ent­wickelt, und ein anderer, der Menschen zu Cyborgs um­baut. Viel­leicht kann auch ein Hobby-Exorzist weiter­helfen.

Was passiert, wenn sich 2 Autoren zusammentun, um einen Kurz­geschichten-Band zu ver­öffent­lichen? So etwas wäre ja nichts ganz Neues. Was Joshua Fried­richs und Axel Alden­hoven hier zu­sammen­gestellt haben, ist aber doch irgendwie anders. Fan­tasy, Science Fiction und Horror treffen hier auf­ein­ander. Das alles in schon eher ab­ge­drehten Vari­anten. Somit wäre dieses Buch also eine Phan­tastik-Antho­logie. Oder doch nicht? Viel­leicht sind diese voll­kommen unter­schied­lichen Kurz­ge­schichten doch nicht so ganz un­ab­hängig von­ein­ander? Die letzte Story der Sammlung lässt alle vor­herigen dann nämlich plötzlich in einem anderen Licht er­scheinen. Ge­hören die wirk­lich in die Phan­tastik? Oder ist alles, was wir hier ge­lesen haben, doch reiner Rea­lismus?

Die einzelnen Geschichten können (zumindest mich) in unterschiedlichem Maße be­geistern. Das kann na­türlich einer­seits am per­sön­lichen Ge­fallen an den unter­schied­lichen (Sub-)Genres liegen. Manche waren mir aber auch einfach zu ab­ge­dreht. Dann kommt je­doch die er­wähnte letzte Ge­schichte. Und diese stellt alles zuvor Ge­lesene auch inhaltlich auf den Kopf. Deut­licher kann ich hier nicht werden, um die Über­ra­schung nicht vor­weg­zu­nehmen. Man kann aber wirklich sagen, dass alle vor­herigen Stories erst nach Lesen von „Faabi“ richtig funktio­nieren, erst dann wirklich Sinn er­geben. Genau das ist es, was dieses Werk be­sonders macht.

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Fazit:

Besonders experimentierfreudige und -bereite Phantastik-Freunde werden dieses doch ziemlich spezielle Buch zu schätzen wissen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Die Geisterseher

Reinhard Klein-Arendt (Hrsg.)
Die Geisterseher

Rätsel im Dunkeln

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Klappentext:

Sorgfältig ausgesucht und übersetzt von Reinhard Klein-Arendt. Jeder Ge­schichte ist mit einer Ein­leitung von Rein­hard Klein-Arendt ver­sehen.

Geschichten aus der englischsprachigen Welt, die sich mit dem übersinnlichen Phä­nomen der Geister be­schäftigen.

Auftaktband der Reihe „Geisterseher“ als Zwielicht Sonderband mit Geschichten aus dem Zeit­raum 1895–1939.

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Rezension:

Thomas Burke: Johnson, blick dich nicht um!
Madeline Yale Wynne: Das kleine Zimmer
Henry Chapman Mercer: Das Schloss der Puppen
Ernest Favenc: Die Pest des Jahres 1905
Edward Frederic Benson: Die Schritte
Arabella Kenealy: Das heimgesuchte Kind
Ulric Daubeny: Der Elementar
Thomas Burke: Die Ahnentafeln des Hauses Li
Henry S. Whitehead: Die schwarze Bestie
James Edmond: Die schwindelerregende Geschichte vom hohen Berg und den drei Skeletten
Patrick Carleton: Die Residenz des Dr. Horder
Elinor Mordaunt: „Luz“
Herbert Russell Wakefield: Die erste Garbe
Wirt Gerrare: Die geheimnisvolle Maisie
Alice Perrin: Das Tiger-Amulett

Schritte verfolgen einen Mann, in einem ehrenwerten College in Cambridge gehen eigen­artige Sachen vor sich, ein Pfarrers­sohn wird mit mys­teriösen Praktiken der An­wohner kon­frontiert, bei einer Jagd in Britisch-Indien kommt es zu einem Zer­würfnis – diese und einige andere Be­geben­heiten lassen den Be­teiligten das Blut in den Adern ge­frieren.

Horror-Anthologien sind vielleicht nicht mehr so verbreitet, wie sie es vor einigen Jahren waren. Aus­ge­storben sind sie je­doch nicht. Auch die „Zwie­licht“-Reihe sorgt dafür, dass dieses Genre nicht in Ver­ges­senheit gerät. Die Bände dieser Reihe, die ich mir bisher an­ge­sehen habe (konkret die Aus­gaben 1 und 20), konnten mich von der The­men­auswahl aller­dings nicht gänzlich über­zeugen. Trotz­dem habe ich dieser Son­der­ausgabe, die sich klas­sischen Geis­ter­geschichten widmet, eine Chance ge­geben. Und das hat sich durch­aus ge­lohnt. Die Bei­träge sind alle am Ende des 19. und im frühen 20. Jahr­hundert ent­standen und werden hier in aktu­ellen deut­schen Über­setzungen prä­sentiert. Die Hand­lungs­orte kon­zen­trieren sich über­wiegend in Groß­britannien und dem da­maligen bri­tischen Welt­reich. Das The­men­spektrum reicht von Horror im engeren Sinn über Grusel bis zu Mystery. Viele der Stories bieten keine wirkliche Auf­lösung. Be­sonders her­vor­heben möchte ich Henry S. White­heads „Die schwarze Bestie“, eine Ge­schichte, die im Voodoo-Milieu der Karibik an­ge­siedelt ist, für mich ein­deutig der ge­lungenste Beitrag dieser lesens­werten Antho­logie.

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Fazit:

Wie bei Anthologien üblich, schwanken die Qualitäten der Beiträge, doch über­wiegen die ge­lungenen hier ein­deutig.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Im Auge des Sturms

Markus K. Korb
Im Auge des Sturms

Von alten Kellern bis zu fernen Planeten

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Klappentext:

Wenn in verfallenen Villen und venezianischen Weinkellern Geheimnisse lauern, die lieber un­ent­deckt ge­blieben wären … Wenn Liebe, Wahn­sinn und Wie­derkehr sich mischen – zwischen einer Frau im Meer, einem dä­mo­nischen Lächeln und den le­benden Toten an der Tank­stelle … … dann bist du mitten im Auge des Sturms! Zwanzig Er­zäh­lungen aus der Phan­tastik, mit kurzen Ein­lei­tungen des Autors.

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Rezension:

Ein Astronaut landet auf einem entfernten Kometen, ein Mädchen will das Ge­heimnis eines mys­teriösen Brunnens er­kunden, eine Res­tau­rateurin findet in einem Kloster ein Wand­gemälde, das mit ihr spricht, tief im Nir­gendwo gibt es ein Res­taurant, dessen Per­sonal sich auf­opferungs­voll um die Gäste kümmert, Ju­gendliche wollen in einer an­ge­sagten Party-Location die Sau raus­lassen – und sie alle be­kommen es mit Un­er­wartetem zu tun.

… und das sind nur 5 der 20 Geschichten, die uns Markus K. Korb in dieser per­sönlichen Antho­logie prä­sentiert. Sie ent­stammen allen Be­reichen der Phan­tastik, von Fan­tasy über Science Fic­tion und Mys­tery bis hin zu Grusel und echtem Horror. Als Prota­gonis­ten treten uralte Wesen ge­nau so auf wie ein Kind im Schul­alter. Nahezu alle Stories enden ganz anders, als man es an ihrem Anfang ver­muten würde. So unter­schiedlich wie die Themen sind aller­dings auch die ‚Be­frie­digungs­grade‘, die sie bei mir hinter­lassen haben. Manche konnten mich über­zeugen, andere ließen mich eher ratlos zu­rück. Fast alle haben ein (teil­weise sehr) offenes Ende, dass in manchen Fällen durchaus unter­schiedlich inter­pre­tierbar ist. Eine derartige Viel­falt macht es na­türlich nicht leicht, ein ab­schlie­ßendes Ur­teil über dieses Buch zu fällen. Im Rück­blick über­wiegen dann aber doch eher die posi­tiven Mo­mente und die über­ra­schenden Ein­fälle. Des­halb ver­zichte ich auch be­wusst darauf, hier auf ein­zelne Ge­schichten ein­zu­gehen. Bei diesem Buch sollte sich der Leser wirklich über­ra­schen lassen.

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Fazit:

Die 20 Geschichten dieses Buches vereinen alle Genre der Phantastik, sind dabei aber über­wiegend eher nach­denklich an­gelegt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Von Feuer und Dampf

Stefan Cernohuby (Hrsg.)
Von Feuer und Dampf

Zwischen Dampf- und Golem-Power

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Klappentext:

Was wäre wenn …

… die Welt im Jahre 1899 völlig anders wäre, als wir sie kennen?

… ein dampfbetriebener Golem Berlin unsicher macht?

… in Hamburg Schiffe und Zeppeline um die Vorherrschaft kämpfen

… das Münchner Oktoberfest bahnbrechende Erfindungen präsentiert?

… eine gewaltige Maschine unter Wien auf ihren Einsatz wartet?

Sechzehn Autorinnen und Autoren haben gemeinsam eine alternative Realität er­schaffen. Sie er­zählen kleine und große, je­doch stets mit­ein­ander ver­knüpfte Ge­schichten in den Städten Berlin, Wien, Ham­burg und München. Die Antho­logie­reihe ‚Spiegel­welten‘ prä­sentiert mit ‚Von Feuer und Dampf‘ das erste deutsch­sprachige Werk, das sich voll und ganz dem Thema Steam­punk widmet.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Prolog – Torsten Sträter
Saubere Arbeit – Charlotte Engmann
Mit Begleitung – Oliver Hohlstein
Der Rosenbaum-Golem – Gerd Scherm
Der Puppenspieler – Felix Woitkowski
Die Weltmaschine – Andreas Gruber
Die Sache mit Valentin – Claudia Hornung
Die neue Eiszeit – Nina Horvath
Das Dampftaxi – Stefan Cernohuby
Exotische Intrigen – Sylke Brandt
Kesselchen – Philipp Bobrowski
Die Luft der Freiheit – Chris Schlicht
Die letzte Fahrt der Prometheus – Stefan Cernohuby
Minimale Chancen – Michael Wozonig
Raketen und Revoluzzer – Damian Wolfe
Der Automaten-Imbiss – Marco Ansing
Das Trambahnritzenreinigungsweiberl – Simone Edelberg
Epilog – Torsten Sträter

Diese von Stefan Cernohuby herausgegebene Antho­logie fällt aus dem Rah­men, und das gleich in mehr­facher Hin­sicht. Dass die Antho­logie sich dem Thema Steam­punk ver­schriebt, ist zwar nicht so häufig zu beo­bachten, aber auch nicht als über­mäßig außer­ge­wöhnlich an­zu­sehen. Antho­logien gibt es schließ­lich zu bei­nahe jedem Thema oder Genre. Was für Antho­logien da­gegen wirklich a-typisch ist, ist das Zu­sammen­spiel der Ge­schichten. Meist werden schließ­lich Kurz­geschichten ver­schiedener Autoren zu­sammen­gefasst, die zwar alle eine ge­meinsame Grund­idee ver­folgen, diese aber un­ab­hängig von­ein­ander von ver­schiedenen Seiten an­gehen. Ge­nau das trifft bei „Von Feuer und Dampf“ aber nicht zu. Die ei­nzelnen Bei­träge ver­weisen immer wieder mehr oder weniger deutlich auf­ein­ander. Das zeigt sich zwar be­sonders inner­halb der ‚Städte­abschnitte‘, doch gibt es der­artige Über­schnei­dungen auch über diese hinaus. Bei­spiels­weise wird im Berlin-Ab­schnitt in der Ge­schichte „Mit Be­gleitung“ bei einem Ge­spräch bei­läufig er­wähnt, dass die Ein­weihung des Ele­fanten­tors kurz be­vor­steht. Der Prota­gonist der Kurz­geschichte „Der Rosen­baum-Golem“, ein Er­finder und Indus­trieller, wohnt dieser Ein­weihung dann bei, wäh­rend „Der Puppen­spieler“ das Er­eignis aus einer gänz­lich an­deren Sicht er­lebt. Ein ähn­liches In­ein­ander­greifen ist in diesem Buch immer wieder zu beo­bachten. Zwi­schen den be­teiligten Autoren muss es also um­fang­reichere Ab­sprachen ge­geben haben.

Inhaltlich steht natürlich Steampunkt im Fokus der grob um die Wende vom 19. zum 20. Jahr­hundert an­ge­siedelten Ge­schichten. Die Genre-typische Technik spielt na­türlich immer eine Rolle, doch spielt in manchen Bei­trägen wie „Der Rosen­baum-Golem“ auch die Mytho­logie eine Rolle. In anderen werden soziale Aspekte der Zeit ein­be­zogen oder in „Das Tram­bahn­ritzen­reinigungs­weiberl“ femi­nistische As­pekte the­matisiert. Auf­fällig ist, dass es eigent­lich keine nega­tiven Aus­rutscher wie in den meisten anderen Antho­logien gibt. Alle 15 Kurz­geschichten können über­zeugen, Pro­log und Epi­log, die hier im Grunde eigen­ständige Ge­schichten sind, eben­falls.

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Fazit:

Steampunk-Fans kann diese sowohl außergewöhnliche wie auch gelungene Antho­logie sehr empfohlen werden.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Das Böse vor deiner Tür

Wulf Dorn (Hrsg.), Iver Niklas Schwarz (Hrsg.)
Das Böse vor deiner Tür

Mit Horror durch die Zeiten

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Klappentext:

Das Grauen kommt nach Hause

16 einzigartige Horror-Kurzgeschichten von den besten deutschsprachigen Spannungs­autorinnen und -autoren

Ob am tosenden Meer oder in den zerklüfteten Bergen, ob hinter den Fassaden der Groß­stadt oder in einer kleinen Her­berge im Wald: Das Böse lauert über­all! Und in diesem Buch steht es direkt vor eurer Haus­tür.

16 bekannte Autorinnen und Autoren haben sich zusammengetan, um euch in Angst und Schre­cken zu ver­setzen. In bis­lang un­ver­öffent­lichten Ge­schichten bringen sie den Horror nach Hause.

Ihre Geschichten spielen in Berlin, Köln, Dresden, Leipzig, Ulm, in der Eifel, in Franken, in Nieder­sachsen, im Oden­wald, auf der Schwä­bischen Alb, an der Ost­see, am Ufer der Donau oder in den Schweizer Bergen. Dabei ziehen sie alle Register der Span­nung. Vom sich leise an­schlei­chenden psycho­logischen Horror über okkulte Be­schwörungs­zeremo­nien und Spuk­häuser bis hin zu aus­ge­wachsenen Mons­tern ist alles mit dabei.

Das perfekte Buch für alle Horror- und Thriller-Fans, denen es nicht spannend genug sein kann. Traust du dich?

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Andreas Gruber: Die Nacht unter der Teufelsbrücke
Iver Niklas Schwarz: Kilometer 267
Ivar Leon Menger: Eichendorf
Nina Blazon: Das Relikt
Markus Heitz: Convocantes
Sarah Bestgen: Schlaf, Mama, schlaf
Wulf Dorn: Nachtgänger
Vera Buck: Das engste Tal
Andreas Eschbach: Kalkmänner
Uwe Laub: Nebelgrollen
Annika Strauss: Matilda
Frank Goldammer: Der Fehler
Liza Grimm: Hägglmoo
Thomas Finn: Der Spiegel
Vincent Voss: Frau Tutas und die Hexen aus Wakendorf II
Kai Meyer: Kalvarienberg

Horrorautoren sitzen auf dem Weg zu einer Konferenz wegen eines Un­wetters in einem Gast­haus fest, eine Kranken­schwester taucht auf der Flucht in einem ver­lassenen Dorf unter, ein alternder Forscher will noch­mal die Ob­jekte seiner Doktor­arbeit auf­suchen, Urban Explorers wollen ein altes Haus er­kunden. Was diese und andere Helden ver­bindet, ist, dass ihnen schnell Angst und Bange wird. Und nicht alle werden von ihrem Aben­teuer zurück­kehren.

Mit diesem Buch legen Wulf Dorn und Iver Niklas Schwarz eine Horror-Antho­logie vor, die diesen Namen ver­dient. Sanfter Grusel ist etwas anderes. Bei bei­nahe allen Bei­trägen geht es recht heftig zu. Happy­end? Fehl­anzeige. Dabei reicht der zeit­liche Rahmen von 1824 bis in die Gegen­wart. Im Gegen­satz zu vielen anderen Antho­logien finden sich in der Autoren­liste einige wirklich be­kannte Autoren. Trotz­dem können natür­lich nicht alle Kurz­ge­schichten gleicher­maßen über­zeugen. Wie in meinen Antho­logie-Rezen­sionen üblich folgt hier des­halb ein Blick auf meine Favo­riten:

Andreas Gruber versammelt in „Die Nacht unter der Teufelsbrücke“ eine illustre Gesell­schaft in einem Gast­haus an der Donau. Mary Shelley, Charles Dickens, Andersen, Poe, Dumas und andere stecken auf dem Weg zu einem Kon­gress in Wien in einem Un­wetter fest. Dass es bald un­heim­lich wird, muss man da wohl kaum er­wähnen.

Ivar Leon Menger lässt eine Krankenschwester auf ihrer Flucht vor den Behörden im ver­lassenen Kaff „Eichen­dorf“ unter­tauchen. Hier lernt sie ein kleines Mädchen kennen – und fürchten.

In „Kalkmänner“ lässt uns Andreas Eschbach einen Sicherheits­inspektor an seine neue Arbeits­stätte in einem Kalk­werk be­gleiten. Hier gab es in der Ver­gangen­heit viele töd­liche Un­fälle. Aber das muss doch zu ver­meiden sein! Oder wird der Prota­gonist eines Besseren be­lehrt?

Insgesamt macht diese Anthologie einen runden Eindruck, zumal negative Aus­rutscher in den ent­haltenen Kurz­ge­schichten fehlen.

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Fazit:

Diese Horror-Anthologie verdient diesen Namen und hinterlässt mit ihren 16 Ge­schichten beim Leser einen runden Ein­druck.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Von Werwölfen, Vampiren und anderen Mitmenschen

Erik Hauser
Von Werwölfen, Vampiren und anderen Mitmenschen

Vampirfutter

Klappentext:

Sie leben unerkannt unter uns – unsere Nachbarn, Freunde, Mitmenschen. Doch wehe, wenn ihr wahres Wesen ans Licht kommt! In einem kleinen hessischen Dorf zur Zeit der Napoleonischen Kriege häufen sich seltsame Morde. Die Dorfbewohner glauben an einen Werwolf, und zwei Märchenforscher aus Kassel bestärken sie in diesem Verdacht. Doch ist der Schuldige wirklich der, für den sie ihn halten? („Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“) Eine Schulklasse macht sich auf die Jagd nach schwachen, verwirrten Vampiren, ausgemergelte Gestalten, die im hellen Tageslicht hilflos durch den Wald irren. Doch als ein Gewitter heraufzieht und die Nacht anbricht, ändert sich die Lage. („Die Jäger und die Gejagten“) Ein Junge findet in den Ruinen eines Gebäudes einen halbtoten Vampir und pflegt ihn – um sich mit seiner Hilfe an seinen sadistischen Schulkameraden zu rächen. („Sebastians Vampir“)

Rezension:

Enthaltene Kurzgeschichten:
Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Die Jäger und die Gejagten
Sebastians Vampir
Annabella

Die Grimms suchen nach Märchen, eine Schulklasse unter Anleitung des Pfarrers nach Vampiren. Beide Suchen laufen ganz anders als geplant ab. Dafür findet ein Junge unbeabsichtigt einen Vampir, und eine Gruppe Freunde findet in einem verlassenen Haus das Grauen.

Erik Hauser findet das Grauen an den unterschiedlichsten Orten und zu verschiedenen Zeiten. In den 4 Kurzgeschichten, die er in diesem Buch zusammengefasst hat, gibt es keine wirklichen Happyends. 2 der Geschichten sind in vergangenen Tagen angesiedelt, die anderen beiden in unserer Zeit. In gleich 3 der Geschichten sind die Protagonisten in jugendlichem Alter, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass der Autor im normalen Leben Lehrer ist. Eventuell hat er dem einen oder anderen seiner Schüler schon mal eine derartige Begegnung gewünscht. Oder die ihm …

In „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“ treffen Märchenforscher aus Kassel auf eine Bevölkerung, die ihre Forschungen etwas zu wörtlich nimmt. Der Name Grimm wird hier zwar nicht ausdrücklich genannt, da die Brüder aber Jakob und Wilhelm heißen und sich alles in der Zeit der napoleonischen Kriege abspielt, ist wohl auch so klar, wer gemeint ist.

Bei „Die Jäger und die Gejagten“ führt ein Pfarrer die Schuljungen seines Dorfes gegen die in den Wäldern lebenden Vampire an. An Ende stellt sich die Frage, wer Jäger und wer Gejagter ist.

„Sebastians Vampir“ handelt dagegen in modernen Zeiten. Diese aus der Sicht des Vaters erzählte Story konnte mich am wenigsten überzeugen.

Die letzte (und als einzige im Klappentext nicht erwähnte) Geschichte fällt vom Schema etwas aus den anderen heraus. Ein Junge will mit ein paar Freunden ein unheimliches, verlassenes Haus erkunden. Da er gerade heute auf seine kleine Schwester aufpassen muss, nimmt er die kurzerhand mit. Aus dem Abenteuer, mit dem er eigentlich nur eine Mitschülerin beeindrucken will, wird ein gefährlicher Ausflug. Wie auch bei den anderen Beiträgen bleibt am Ende einiges offen.

Zusammengenommen können alle 4 Geschichten gut unterhalten.

Fazit:

Diese Horror-/Grusel-/Mystery-Kurzgeschichtensammlung versammelt 4 für das Genre eher ungewöhnliche Vertreter.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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In Flammen

Alexander Lorenz Golling
In Flammen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das jährliche Opfer

Klappentext:

Eine Hexe kehrt Jahrhunderte nach ihrer Hinrichtung zurück, ein Wan­de­rer ver­irrt sich in einem un­heim­li­chen Wald, ein Mo­tor­rad­fah­rer wird Opfer einer Zeit­ver­schie­bung: In die­ser Kurz­ge­schich­ten­samm­lung von Alexan­der Lorenz Gol­ling geht es sehr mys­teriös und gru­se­lig zur Sache. Sie ist, wie auch schon der Vor­gänger „Cres­zen­tia“ schwer­punkt­mäßig im Donau­moos und der wei­te­ren Um­ge­bung an­ge­sie­delt; die Ge­schich­ten ba­sie­ren teil­weise auch auf lo­ka­len Sagen und Le­gen­den.

Gollings Stil orientiert sich an Klassikern wie Edgar Allan Poe, M.R. James, Stephen King und Alger­non Black­wood, ist aber eigen­stän­dig und un­ver­wech­sel­bar.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
In Flammen
Das Raunen der Wälder
Auf Abruf
Eine Familienangelegenheit
Der Kurschatten
Vergiss mein nicht
Noch ein Bier, bitte!
Abendrot der Ewigkeit
Moorläuten
Zeitfalle
Heimkehr

Ein Obdachloser bittet in einem abgelegenen Bauernhof um eine Unter­kunft, ein Kur­gast stößt auf einen alten Fried­hof, ein Junge er­lebt einen un­ver­gess­li­chen Adria-Ur­laub, und Ur­lau­ber be­sich­ti­gen ein stil­les Moor – das sind nur 4 der 11 Kurz­ge­schich­ten, die Alexan­der Lorenz Gol­ling in die­sem Buch zu­sam­men­ge­stellt hat. In allen wird es den je­wei­li­gen Prota­gonis­ten gru­se­lig, eine ganze Reihe von ihnen über­lebt das Aben­teuer nicht. Aber auch die, die über­leben, wer­den diese Er­eig­nisse nie ver­ges­sen.

Den Anspruch, Gruselgeschichten zu schreiben, hat der Autor in allen Fäl­len de­fi­ni­tiv er­füllt. Dabei ist die Grund­stim­mung der Ge­schich­ten zu­nächst nicht immer düs­ter. In man­chen Fäl­len kommt der Gru­sel­ef­fekt erst zu­letzt. Der Zeit­rah­men reicht dabei vom spä­ten 19. Jahr­hun­dert bis in die Ge­gen­wart, in einem Fall sogar bis in die Zu­kunft. Fast alle Kurz­ge­schich­ten kön­nen gut unter­hal­ten, die letzte, „Heim­kehr“, ist die ein­zige, der ich nichts ab­ge­win­nen konnte.

In „Eine Familienangelegenheit“ erleben wir, wie ein Obdachloser vor mehr als 100 Jah­ren in einem bei­nahe ver­las­se­nen Guts­hof um eine Unter­kunft bi­ttet. Erst nach und nach er­fährt er, wie­so der Guts­herr, der für jede Hilfe dank­bar ist, der ein­zige ver­blie­bene Be­woh­ner ist.

„Das Raunen der Wälder“ lässt den Protagonisten erschauern. Erst ganz am Ende wird beim Lesen klar, was es mit dem Mann auf sich hat. Hier funktio­niert der Über­ra­schungs­ef­fekt de­fi­ni­tiv!

Dass es auch ohne unmittelbare Gefahr mysteriös-gruselig werden kann, be­weist „Noch ein Bier, bitte!“, ob­wohl es für die Be­tei­lig­ten nie ums Leben geht. Hier han­delt es sich eher um ‚Soft-Gru­sel‘.

Fazit:

Dieses Buch bietet eine gelungene Zusammenstellung von Gru­sel- bis Hor­ror-Stories ganz unter­schied­li­cher An­satz­punkte.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Die gruseligsten Orte in Hamburg

Lutz Kreutzer (Hrsg.)
Die gruseligsten Orte in Hamburg

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Zwischen Störtebeker und Atombunker

Klappentext:

Grusel und Schauer in Hamburg

Zwölf gruselige Geschichten von zwölf Autoren über zwölf reale Orte in Ham­burg, an­ge­lehnt an Le­gen­den und Er­eig­nisse vom frü­hen Mit­tel­alter bis in die Ge­gen­wart: Wie die Wi­kinger die Hamma­burg über­fie­len und brand­schatz­ten. Warum der Teu­fel sich an der Teu­fels­brück kein Schnipp­chen schla­gen lässt und wie Stör­te­be­ker sei­nen Tod sühnte. Welche fins­te­ren Ge­heim­nisse der Klos­ter­stern in Har­veste­hude birgt und wel­che Ge­fah­ren in den Atom­bun­kern am Haupt­bahn­hof lau­ern.

Schaurig schön – Hamburg von seiner gruseligen Seite!

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Lutz Kreutzer – Der Untergang der Hammaburg
Christoph Ernst – Die Nonnen von Harvestehude
Alexa Stein – Teuflische List
Reimer Boy Eilers – Totenkopf, was glotzt du so?
Uwe Gardein – Der Feuersturm
Carola Christiansen – Der Axtmörder von Altona
Anja Marschall – Der Tote im Speicher
Roman Voosen – Der rote Tell
Kirsten Püttjer & Volker Bleeck – Büfett mit Sülze
Jürgen Ehlers – Ein Ehrentag
René Junge – Eine Nacht mit Maria
Regula Venske – Marthe Underground

Wikinger greifen die Hammaburg an, eine Schriftstellerin wird bei einer Be­sich­ti­gung des alten Atom­bun­kers ‚ver­ges­sen‘, eine nicht mehr ganz junge Jung­unter­neh­merin stößt gleich bei ihrem 1. Auf­trag auf mys­teri­öse Hin­der­nisse – so viel­fäl­tig sind die Er­leb­nisse, die die Prota­gonis­ten die­ser Antho­logie in Ham­burg er­le­ben.

Der Titel dieser Anthologie verspricht, die Leser an „Die gruseligs­ten Orte in Ham­burg“ zu füh­ren. Das weckt na­tür­lich die Er­war­tung, es hier mit Hor­ror-, Gru­sel- oder Mys­tery-Ge­schich­ten zu tun zu krie­gen. Das ist auch nicht falsch, aller­dings fal­len nicht alle Bei­träge in die­sen Genre-Be­reich. Gru­se­lig ist es bei wei­tem nicht immer. Der Zeit­rah­men reicht von 845 bis in die Ge­gen­wart. Teil­weise wur­den reale his­to­ri­sche Er­eig­nisse lite­ra­risch auf­ge­ar­bei­tet, in „Der Axt­mör­der von Al­tona“ be­gibt sich Carola Chris­tian­sen sogar in den Real-Crime-Be­reich. Der Groß­teil der Sto­ries kann in sei­ner Viel­falt gut unter­hal­ten.

Mein eindeutiges Highlight ist das „Büfett mit Sülze“, das Kirs­ten Pütt­jer und Vol­ker Bleeck ser­vie­ren. Eine Frau fin­det schon wäh­rend der Ge­wer­be­an­mel­dung im Ge­wer­be­amt ihren 1. lu­kra­ti­ven Kun­den. Die Um­ge­bung am Auf­trags­ort stellt ihr je­doch Hin­der­nisse in den Weg, die immer mys­teri­öser wer­den. Die ‚Auf­lö­sung‘ am Ende ver­dirbt die Ge­schichte aller­dings lei­der etwas.

Sehr gut gefiel mir auch Reimer Boy Eilers’ „Totenkopf, was glotzt du so?“, das zeit­lich rela­tiv kurz nach Stör­te­bekers Hin­rich­tung han­delt. Auch das ist eine über­zeu­gende Kurz­ge­schichte.

So bunt die Zusammenstellung ist, so ist es doch gelungen, eine unter­halt­same Ham­burg-Antho­lo­gie zu­sam­men­zu­stel­len.

Fazit:

Auch wenn es nicht immer so gruselig ist, wie der Titel vermuten lässt, kann diese Antho­logie gut unter­hal­ten.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Zwielicht – 20

Michael Schmidt (Hrsg.), Achim Hildebrand (Hrsg.)
Zwielicht – 20

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Zwischen Horror und Langeweile

Klappentext:

Die 20. Ausgabe des Magazins Zwielicht. Das Titelbild ist wie immer von Björn Ian Craig. Vor­be­stell­bar als E-Book. Mit Illus­tra­tio­nen von Frank G. Gerigk.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Julia A. Jorges – Zwschen zwölf und Mittag
Nele Sickel – Ein Mädchen in Gold mit Schuhen aus Glas
Silke Brandt – Die Burg über den Rheinwüsten
Ina Elbracht – Mein wunderschöner Supermarkt
Nikolaus Schwarz – Wer glaubt schon an Hexerei
Moritz Boltz – Der Tschonk
Maximilian Wust – Salz, Glas und Silber
Timothy Granville – Einige unlängst gestiftete Objekte
Christian Blum – Der Arhang
Lena Marlier – Schnee
Ansgar Sadeghi – Geliebte Schwester
Karin Reddemann – Roter Regen
John Martin Leahy – In Amundsens Zelt
Algernon Blackwood – Hass auf den ersten Blick
Max P. Becker – Die Hypnose
Arthur Machen – Die Geschichte des Sergt Richard Haughton und was ihm an der Somme wider­fuhr
Yvonne Tunnat – Der Hotelflur
Sascha Dinse – Lethe

Enthaltene Hintergrund-Beiträge:
Karin Reddemann – Märtyrer, Schlampertoni und der Heilige Bimbam
Michael Schmidt – Die Kurzgeschichten beim Vincent Preis

Angst, unklare, doch deutlich erahnbare Gefahren oder auch töd­liche Be­dro­hungen – alles das er­le­ben die Prota­gonis­ten die­ser Antho­logie. Und all das zwi­schen der Kai­ser­zeit und der fer­nen Zu­kunft.

„Zwielicht“ – lang ist es her, dass ich die 1. Ausgabe dieser sich selbst als Hor­ror­ma­ga­zin ver­ste­hen­den Antho­logie-Reihe ge­le­sen und re­zen­siert habe, 5½ Jahre um ge­nauer zu sein. „Wäh­rend die Hin­ter­grund-Bei­träge durch­weg interes­sant waren und mir eini­ges Neues ver­mit­teln konn­ten, konn­ten mich von den 15 Kurz­ge­schich­ten lei­der nur 2 über­zeu­gen, …“, schrieb ich damals. … und be­fasste mich nicht mehr mit die­ser Reihe. Mitt­ler­weile liegt schon Aus­gabe 20 vor, und als mir ein Re­zen­sions­exem­plar an­ge­bo­ten wurde, nahm ich die Ge­le­gen­heit wahr, heraus­zu­fin­den, wie sich das „Zwie­licht“ wei­ter­ent­wickelt hat. Lei­der muss ich meine Ein­schät­zung von da­mals wie­der­ho­len. Von den dies­mal sogar 18 Kurz­ge­schich­ten fand ich er­neut nur 2 über­zeu­gend. Die bei­den Hin­ter­grund-Bei­träge stie­ßen da­ge­gen nicht auf mein Inte­resse. So er­läu­tert Karin Redde­mann in „Mär­ty­rer, Schlam­per­toni und der Hei­lige Bim­bam“ die Be­deu­tung der di­ver­sen Schutz­hei­li­gen, ohne dass mir klar wird, wel­chen Zu­sam­men­hang das zur Hor­ror-The­ma­tik hat. Michael Schmidt lis­tet in „Die Kurz­ge­schich­ten beim Vin­cent Preis“ nur die no­mi­nier­ten Kurz­ge­schich­ten im Laufe der ver­gange­nen Jahre auf. Da kon­zen­triere ich mich lie­ber auf die bei­den Ge­schich­ten, die mich be­geis­tern konn­ten:

In Maximilian Wusts „Salz, Glas und Silber“ reisen wir gedanklich in die Kai­ser­zeit, in der sich ein Dä­mo­nen­jä­ger nach Rumä­nien be­gibt, um dort durch einen dunk­len Zau­berer er­weckte Wesen zu be­käm­pfen. Die Story er­in­nert stark an klas­si­sche Hor­ror-Ge­schich­ten und wirkt stim­mig. Für sich ge­nom­men wäre „Salz, Glas und Silber“ 5 Sterne wert!

In „Der Arhang“ von Christian Blum verliebt sich ein junger Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ter in eine tod­kranke Patien­tin. Im An­ge­sicht des Totes trifft diese eine ver­häng­nis­volle Ent­schei­dung. Auch diese in der heu­ti­gen Zeit an­ge­sie­delte Story funktio­niert und be­weist, dass das Hor­ror-Genre auch in einem aktu­el­len Set­ting stim­mig um­ge­setzt wer­den kann.

Einige der anderen Beiträge verwirren eher, als ein Grusel- oder Hor­ror-Ge­fühl her­vor­zu­ru­fen. Mei­nen Ge­schmack trifft die Aus­wahl also be­dauer­li­cher­weise nur ein­ge­schränkt.

Fazit:

Die wenigen gelungenen Geschichten gehen unter den weniger ge­lunge­nen lei­der bei­nahe unter.

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Sternenglut – Ein Raum voller Welten

Szosha Kramer (Hrsg.), Katharina Maier (Hrsg.)
Sternenglut – Ein Raum voller Welten

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Aus der U-Bahn in die Kutsche

Klappentext:

Wieso erwacht Ellen in einer fremden Galaxie und heißt jetzt Sara? Wird eine Wespe zur letz­ten Hoff­nung der Mensch­heit? Ist der schönste Mann des Uni­ver­sums auch der ge­fähr­lichste? Und kön­nen künst­liche Intelli­gen­zen vor Lange­weile den Ver­stand ver­lie­ren? In Band 3 der Best­seller-Reihe er­zäh­len die 8 Stamm-Mit­glie­der der „Ster­nen­glut-Crew“ und ein ameri­ka­ni­scher Gast­autor wie­der span­nende Space-Opera-Ge­schich­ten und las­sen euch neue Uni­ver­sen ent­decken. Dabei er­for­schen sie zeit­ge­nös­si­sche Fra­gen nach Iden­ti­tät, Zu­kunfts­angst und den Gren­zen zwi­schen Mensch und Ma­schine. Kommt mit auf eine fan­tas­ti­sche Reise in einen Raum vol­ler ge­heim­nis­vol­ler Wel­ten! Er­kun­det mit uns, was es heißt, Mensch zu sein. Heute und in Zu­kunft.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Das Raumschiff, das von Liebe träumte – Mary Stormhouse
Die Sonde – Aybiline I. Dahlson
Die Zeitenblase – Szosha Kramer
Zwanzig weiße Fahnen – Matilda Best
Eine Begegnung der dritten Art – Bob Blanton
Die Entdeckung von Guang Yu – Katharina Maier
Wessen Logik? – O. E. Wendt
Das Schicksal steht auf keiner Ladeliste – R. M. Amerein
Offenbarungen eines Reisenden – Alexander Lenz

Schon zum mittlerweile 3. Mal legen Szosha Kramer und Katharina Maier eine „Ster­nen­glut“-An­tho­lo­gie vol­ler Science-Fic­tion-Kurz­ge­schich­ten vor. Nach der „Gala­xie der Aben­teuer“ und den „Rei­sen ins Gren­zen­lose“ wird dies­mal ein „Ein Raum vol­ler Wel­ten“ ge­füllt. Die be­tei­lig­ten Au­to­ren blei­ben – bis auf den Gast­autor Bob Blan­ton – ver­glichen mit dem letz­ten Jahr un­ver­än­dert. Ganz so enthus­ias­tisch wie im Vor­jahr fällt mein Ur­teil dies­mal aller­dings lei­der nicht aus, sind es in die­sem Jahr doch meh­rere der Sto­ries, die mich nicht ganz be­geis­tern konn­ten. Auf­fal­lend finde ich, dass sich gleich meh­rere Bei­träge der KI-The­ma­tik wid­men. Aber wid­men wir uns – wie ge­wohnt – mei­nen Favo­ri­ten:

In „Die Sonde“ lässt uns Aybiline I. Dahlson ein Experiment Außerir­di­scher beo­bach­ten. Um zu er­for­schen, ob die Kul­tu­ren auf meh­re­ren unter Beo­bach­tung ste­hen­den Pla­ne­ten sich wirk­lich unter­schei­den, ‚ret­ten‘ sie die kurz vor einem Un­fall ste­hende Ellen von der Erde und ver­pflan­zen ihr Be­wusst­sein in den Kör­per der kürz­lich ver­gif­te­ten Prin­zes­sin Sara auf einem ande­ren Pla­ne­ten. Bei den Aben­teu­ern, die Ellen/­Sara hier be­ste­hen muss, ver­mischt sie SciFi mit Fan­tasy. Das funktio­niert sehr gut, und wie die Auto­rin be­kannt gab, soll diese Kurz­ge­schichte zu einer gan­zen Reihe weiter­ent­wickelt wer­den.

Szosha Kramers „Die Zeitenblase“ erinnert vom Stil her sehr an Star Trek. Ein Raum­schiff folgt einem Hilfe­ruf und gerät dabei be­sagte Zeit­blase. Aus die­ser kann es sich nur durch die Zu­sam­men­ar­beit mit einem eben­falls dort ge­fangenen Rebel­len­schiff be­freien. Lei­der bie­tet die Länge einer Kurz­ge­schichte kei­nen Raum, die Moti­vati­onen der Re­bel­len näher zu be­leuch­ten.

„Eine Begegnung der dritten Art“ beschert Bob Blanton seinem Prota­gonis­ten. Bei einem Tauch­gang stößt er auf ein außer­irdi­sches Raum­schiff, das aus sei­nem Unter­was­ser-Ver­steck die Mensch­heit beo­bach­tet. Nach dem Tod des Kom­man­dan­ten sucht die Bord-KI nach einem bio­lo­gi­schen Nach­fol­ger. Könnte das eine Lebens­auf­gabe für Marc wer­den?

Auch wenn mich nicht jede der Geschichten so wie die Genannten anspricht, bie­tet doch auch die 3. „Ster­nen­glut“ wie­der gute Unter­hal­tung für am Genre Interes­sierte.

Fazit:

Auch Nummer 3 der „Sternenglut“-Anthologien bietet wieder eine große Band­breite sehr unter­schied­licher Science-Fic­tion-Kurz­ge­schich­ten.

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