Zurück

Zurück

Von Vampir bis Raumfahrt

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Klappentext:

„Zurück“ – für die einen ist es eine Heimkehr, für die anderen ein Comeback, die Sehn­sucht nach der guten alten Zeit oder der Druck auf den Reset-Knopf. Acht Auto­rinnen, die für diese Antho­logie zur Feder griffen, füllten dieses „Zurück“ auf ihre eigene Art mit Leben. Wie eine ge­fangene We­berin sich ihr altes Leben zu­rück­wünscht, ein mys­tisches Schiff über Leben und Tod ent­scheidet oder ein Kak­tus­mädchen sich immer wieder ver­wandelt und dabei doch das­selbe bleibt – da­von er­zählen nur einige der Ge­schichten in diesem Buch. An­sonsten gibt es noch ma­gische Spiel­uhren, einen ganz be­son­deren Kuss, töd­liche Kämpfe, un­er­wartete Ver­wand­lungen, pene­trante Geister, schwer­mütige Vampire und vieles mehr. Mit viel Phantasie und Herz­blut er­zählen Alexandra Balzer, Gabriele Behrend, Linda Budinger, Petra Hart­mann, Ulrike Reineke, Christel Scheja, Fabienne Sieg­mund und Andrea Till­manns ihre hu­mor­vollen, span­nenden oder auch düs­teren Ge­schichten aus den ver­schie­densten Be­reichen der Fantasy und Phan­tastik.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Linda Budinger – Im Reich der Bilder
Ulrike Reineke – Rückkehr eines Vampirs
Andrea Tillmanns – Von Lehm zu Lehm
Gabriele Behrend – Susi Stichling auf der Suche nach sich selbst
Petra Hartmann – Der blutrote Möwenschild
Christel Scheja – Die Schatten alter Zeit
Andrea Tillmanns – Großmutters Spieluhr
Linda Budinger – Mönchsborn
Alexandra Balzer – Im Nebel
Gabriele Behrend – Der Kuss
Andrea Tillmanns – Fernreiseabkommen
Fabienne Siegmund – Das Lied der Black Raven

Ein Vampir wird nach jahrhundertelangem Schlaf von einer Filmcrew auf­ge­weckt, ein Golem ent­wickelt Ge­fühle, eine Stu­dentin kehrt in ihre Hei­matstadt zurück und be­sucht heimlich das alte Frei­bad, ein Mädchen findet den Schuppen auf dem Grund­stück ihres Groß­vaters mys­teriös. Das alles und noch viel mehr ereilt die je­weiligen Prota­gonis­ten in dieser Antho­logie.

Diese von Petra Hartmann und Andrea Tillmanns herausgegebene Anthologie deckt so ziemliche alle Be­reiche der Phan­tastik ab. Von Fan­tasy über Science Fiction bis zu Horror ist ei­gentlich alles ver­treten, was unter den Begriff fällt. Zeitlich reicht das Spektrum von der fernen Ver­gangenheit bis in die Zu­kunft inter­stellarer Raum­fahrt, räumlich von der Erde über nicht ge­nauer de­finier­bare Hand­lungs­welten bis zu fernen Planeten. Eine Be­son­derheit dieser Antho­logie ist, dass aus­schließ­lich weib­liche Autoren (und Heraus­geber) be­teiligt sind. Typisch für Antho­logien ist da­gegen, dass nicht alle Beiträge (mich) glei­cher­maßen über­zeugen können. Deshalb möchte ich mich auf die Ge­schichten kon­zen­trieren, dich mir be­sonders ge­fielen:

In Andrea Tillmanns’ „Fernreiseabkommen“ üben die Jugendlichen einer Band im Keller des Opas eines der Mädchen. Den Zutritt zu seinem Schuppen ver­wehrt er den Teen­agern da­gegen. … was die Enkelin und ihre Freunde na­türlich zu Nach­for­schungen mit einer über­ra­schenden Ent­deckung animiert. Diese hu­mor­volle SciFi-Story punktet mit ihrer wirklich nicht vor­her­sehbaren Auf­lösung.

Christel Scheja lässt dagegen „Die Schatten alter Zeit“ auf eine Familie fallen, die auf ein altes Gehöft zieht, wo ihr kleiner Sohn ein Geister-Mädchen als Spiel­kameradin findet. Das be­ein­flusst den Jungen bis weit ins Er­wach­senenalter. Diese Ge­schichte ist ganz anders ver­anlagt und trägt teil­weise bei­nahe philo­sophische Züge.

Ein Mädchen an der Grenze zum Erwachsenwerden lebt in einem Dorf einer an dru­idische Zeiten an­ge­lehnten Ge­sellschaft. Mit den ein­tönigen Pflichten, die sie er­warten, kann sie ich nicht an­freun­den. Alexandra Balzer lässt ihre Prota­gonis­tin „Im Nebel“ einen anderen Lebens­zweck finden.

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Fazit:

Eine abwechslungsreiche Phantastik-Anthologie, die mit der Vielfalt überwiegend ge­lungener Bei­träge über­zeugen kann.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Zwielicht – 23

Michael Schmidt (Hrsg.), Achim Hildebrand (Hrsg.)
Zwielicht – 23

Mit Horror durch Zeiten und Länder

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Klappentext:

Horror in all seinen Facetten. Kurzgeschichten, Übersetzungen und Artikel des Genres Horror und Un­heimliche Phan­tastik. Und das schon zum 23. Mal.

Das Titelbild ist wie immer von Björn Ian Craig. Illustrationen sind von Adrian van Schwamen.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Thorsten Küper – Vom tiefen Meer unter der Treppe
Jerk Götterwind – Der schwarze Gast
Fergus Hume – Der Sandwanderer
Lena Marlier – Der Geräuchesammler
Sebastian Weber – Hühnersuppe
Thomas Grüter – Gambolto
Michael Tillmann – Beten Gespenster in ihrer Verzweiflung zu Gott um ihre Erlösung?
Jasper Nicolaisen – Andere spielen Golf
Kerstin Wandtke – Kara-Lynn
Malte S. Sembten – Die Seance der Schmerzen
Harold Lawlor – Urbane Legende
Uwe Durst – Im Krankenzimmer
Edward Frederic Benson – Die Hinrichtung des Alfred Wadham
Karin Reddemann – So eine wunderwunderschöne Pflanze
Algernon Blackwood – Der Dachboden
Maximilian Wust – Holz, Harz und Herzen

Enthaltene Hintergrund-Beiträge:
Achim Hildebrand – Legenden des Kannibalismus – Swift Runner
Michael Schmidt – Catriona Ward
Michael Schmidt – Die drei Stigmata oder ein Zukunftsroman zwischen Glauben und Wirk­lichkeiten
Karin Reddemann – Fatty Arbuckle: Als in Hollywood das große Lachen starb
Karin Reddemann – Vampire im Visier

Ein Mann erkennt die Gründe für die fragwürdigen Erziehungsmethoden seines Vaters erst nach dessen Tot, ein Pfarrer ver­weigert einem Hin­richtungs-Kan­didaten die Hilfe, ein anderer Pfarrer findet im Gäs­tebuch seiner Kirche einen Eintrag, der sein Weltbild er­schüttert, einen preu­ßischen Rei­senden ver­schlägt es nach Sibirien, eine Mana­gerin muss die Ver­ant­wortung für die Ent­wicklung eines neuen Computer­spiels über­nehmen – und sie alle erleben Trau­matisches.

Nach der „Zwielicht“-Ausgabe 20, die mich nicht überzeugen konnte, hatte ich die fol­genden Bände ge­mieden. Zu Ausgabe 23 des Hor­ror­magazins habe ich mich jetzt trotzdem zu einem neuen Ver­such über­zeugen lassen. Und um es gleich vor­weg­zu­nehmen: Die dies­malige Zu­sam­men­stellung der Kurz­geschichten konnte mich er­heblich besser über­zeugen. Bei den 16 Stories ist kein Total­versager dabei. Wie bei Antho­logien aller Art üblich, können (mich) na­türlich nicht alle im gleichen Maße be­geistern, doch waren auch richtig gute zu finden.

Vor allem „Holz, Harz und Herzen“ von Maximilian Wust trifft meinen Ge­schmack. Einen Mann, über den der Leser vorerst wenig mehr, als dass er aus Preußen stammt, er­fährt, ver­schlägt es an die pazi­fische Küste Si­biriens. Seine Hin­ter­gründe und, was das mit dem Horror-Genre zu tun hat, er­fährt man erst nach und nach. Diese ist einer der längeren Bei­träge, und er hätte für mich sogar gerne noch wei­ter­gehen können. Mein ein­deutiges High­light dieses Buches, das in dieser Aus­gabe durchaus lesens­wert ist.

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Fazit:

In der Ausgabe 23 des „Zwielicht“-Magazins erweist sich die Auswahl der Bei­träge als ge­lungen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Die besten Computer-Krimis

Isaac Asimov (Hrsg.)
Die besten Computer-Krimis

Ein Computer, der sich Sorgen macht

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Klappentext:

Isaac Asimov, der Meister spannender Unterhaltung, stellt hier die fes­selndsten Computer-Krimis vor. Vorbei sind die Zeiten, in denen Pferde­diebstahl mit dem Tod be­straft wurde – und wer heute ein Auto klaut, steht nicht mit einem Bein im Grab. Aber das Ver­brechen der Zu­kunft wird darin be­stehen, Computer durch frisierte Daten und ge­fälschte Codes dazu zu bringen, Geld in die fal­schen Hände geraden zu lassen. Und die Zu­kunft hat schon be­gonnen.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Joe Gores: Darl ich liebe dich
Stan Dryer: Nieder mit dem Spinat!
Gordon R. Dickson: Computer streiten nicht
Edward Wellen: Goldgrube
Edward D. Hoch: Computer Cops
Poul Anderson: Sam Hall
J. T. McIntosh: Sand im Getriebe
Edward D. Wellen: Sie können drauf warten
Robert Silverberg: Grenzgänge
Isaac Asimov: Alle Sorgen dieser Welt

Ein Junge nutzt den Zugang seines Vaters heimlich, um den Spinat-Anbau zu sabo­tieren, ein all­wis­sender Computer gibt plötzlich sinnlose Ant­worten, ein harmloser Buch-Käufer wird zum Tode ver­urteilt und ein junger Offizier zu einer Einheit straf­versetzt, die es gar nicht gibt. Überall haben Computer und die, die da­hinter sitzen, ihre Finger im Spiel.

Eine Anthologie mit Computer-Krimis, herausgegeben von Isaac Asimov – da ist na­türlich sofort klar, dass das Buch nicht ganz neu sein kann. Richtig, die deutsche Über­setzung er­schien bereits 1985, das Er­schei­nungsjahr des Originals konnte ich nicht heraus­finden. Ent­halten sind Kurz­ge­schichten be­ziehungs­weise No­vellen, bei denen Straf­taten in Zu­sam­menhang mit Computern im Mittel­punkt stehen. Krimis im eigent­lichen Sinn sind die wenigsten. Die kürzeste Story bringt es gerade mal auf 9 Seiten, die längste aus 110. Auch wenn man das Er­schei­nungsjahr be­rück­sichtigt – Mitte der 1980er hatten wohl die wenigsten Autoren nen­nens­werte eigene Er­fah­rungen mit Computern –, fällt auf, wie eigen­artig sich die meisten ab­ge­druckten Autoren Computer vor­ge­stellt hatten. Etliches davon ent­sprach auch zu dieser Zeit nicht mehr der All­gemein­bildung. Die Er­klärung findet sich erst im Anhang des Buches. Die ent­haltenen Ge­schichten wurden nämlich nicht für diese Antho­logie ge­schrieben. Sie er­schienen schon zuvor, und zwar zwi­schen 1953 (!) und 1981. Das erklärt einige uns heute bei­nahe ver­rückt wirkende Vor­stel­lungen von Computern. Trotzdem sind einige der Beiträge wirklich unter­haltsam. Speziell die längste Story, „Gold­grube“ von Edward Wellen, konnte mich über­zeugen. Gerade hier spielen Computer aber nur eine kleine Rolle in Hin­ter­grund, sind für das Funktio­nieren aber trotzdem wichtig.

Dieses Buch ist natürlich nicht mehr im Buchhandel erhältlich. Eine Suche in (on- und offline) Anti­quariaten könnte sich aber lohnen.

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Fazit:

Diese Anthologie spricht weniger Krimi-Fans als vielmehr an his­torischer (und fik­tiver) Computer-Technik Interes­sierte an.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Schutzkreis F44.81

Joshua Friedrichs, Axel Aldenhoven
Schutzkreis F44.81

Das Universal-Genie

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Klappentext:

Verschiedenste Subgenre geben sich die Hand:

2x Cyberpunk-Horror, Urban Fantasy-Horror, Urban Fantasy Mystery, Anti­helden-Super­helden-Story, Low-Boiled-Thriller, Weird Urban Fan­tasy, eine Ro­mance mit Scifi-Ele­menten und zu guter Letzt gibt es noch eine Über­ra­schung in Story Neun. Man könnte fast sagen, dass es ein Wieder­sehen mit alten Freunden wäre.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Joshua Friedrichs: Soziales Miteinander
Axel Aldenhoven: Zaubersprüche für Dummies
Joshua Friedrichs: Des einen Müll, ist des anderen Schatz
Axel Aldenhoven: Glimmerhoofs Rückkehr
Joshua Friedrichs: Es gibt immer einen Haken
Axel Aldenhoven: PEE-MAN
Joshua Friedrichs: Diese Liebe ist nicht von dieser Welt
Axel Aldenhoven: Deportron T-Rex 2503
Joshua Friedrichs: Faabi

Ein Polizist muss einen sehr blutigen Mord aufklären, der eine für ihn un­günstige Wendung nimmt. Ein Mann ent­deckt un­er­wartet seine ma­gischen Fähig­keiten. Dann wäre da noch ein Mann, der mys­teriöse Super­helden-Fähig­keiten ent­wickelt, und ein anderer, der Menschen zu Cyborgs um­baut. Viel­leicht kann auch ein Hobby-Exorzist weiter­helfen.

Was passiert, wenn sich 2 Autoren zusammentun, um einen Kurz­geschichten-Band zu ver­öffent­lichen? So etwas wäre ja nichts ganz Neues. Was Joshua Fried­richs und Axel Alden­hoven hier zu­sammen­gestellt haben, ist aber doch irgendwie anders. Fan­tasy, Science Fiction und Horror treffen hier auf­ein­ander. Das alles in schon eher ab­ge­drehten Vari­anten. Somit wäre dieses Buch also eine Phan­tastik-Antho­logie. Oder doch nicht? Viel­leicht sind diese voll­kommen unter­schied­lichen Kurz­ge­schichten doch nicht so ganz un­ab­hängig von­ein­ander? Die letzte Story der Sammlung lässt alle vor­herigen dann nämlich plötzlich in einem anderen Licht er­scheinen. Ge­hören die wirk­lich in die Phan­tastik? Oder ist alles, was wir hier ge­lesen haben, doch reiner Rea­lismus?

Die einzelnen Geschichten können (zumindest mich) in unterschiedlichem Maße be­geistern. Das kann na­türlich einer­seits am per­sön­lichen Ge­fallen an den unter­schied­lichen (Sub-)Genres liegen. Manche waren mir aber auch einfach zu ab­ge­dreht. Dann kommt je­doch die er­wähnte letzte Ge­schichte. Und diese stellt alles zuvor Ge­lesene auch inhaltlich auf den Kopf. Deut­licher kann ich hier nicht werden, um die Über­ra­schung nicht vor­weg­zu­nehmen. Man kann aber wirklich sagen, dass alle vor­herigen Stories erst nach Lesen von „Faabi“ richtig funktio­nieren, erst dann wirklich Sinn er­geben. Genau das ist es, was dieses Werk be­sonders macht.

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Fazit:

Besonders experimentierfreudige und -bereite Phantastik-Freunde werden dieses doch ziemlich spezielle Buch zu schätzen wissen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Geisterseher

Reinhard Klein-Arendt (Hrsg.)
Die Geisterseher

Rätsel im Dunkeln

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Klappentext:

Sorgfältig ausgesucht und übersetzt von Reinhard Klein-Arendt. Jeder Ge­schichte ist mit einer Ein­leitung von Rein­hard Klein-Arendt ver­sehen.

Geschichten aus der englischsprachigen Welt, die sich mit dem übersinnlichen Phä­nomen der Geister be­schäftigen.

Auftaktband der Reihe „Geisterseher“ als Zwielicht Sonderband mit Geschichten aus dem Zeit­raum 1895–1939.

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Rezension:

Thomas Burke: Johnson, blick dich nicht um!
Madeline Yale Wynne: Das kleine Zimmer
Henry Chapman Mercer: Das Schloss der Puppen
Ernest Favenc: Die Pest des Jahres 1905
Edward Frederic Benson: Die Schritte
Arabella Kenealy: Das heimgesuchte Kind
Ulric Daubeny: Der Elementar
Thomas Burke: Die Ahnentafeln des Hauses Li
Henry S. Whitehead: Die schwarze Bestie
James Edmond: Die schwindelerregende Geschichte vom hohen Berg und den drei Skeletten
Patrick Carleton: Die Residenz des Dr. Horder
Elinor Mordaunt: „Luz“
Herbert Russell Wakefield: Die erste Garbe
Wirt Gerrare: Die geheimnisvolle Maisie
Alice Perrin: Das Tiger-Amulett

Schritte verfolgen einen Mann, in einem ehrenwerten College in Cambridge gehen eigen­artige Sachen vor sich, ein Pfarrers­sohn wird mit mys­teriösen Praktiken der An­wohner kon­frontiert, bei einer Jagd in Britisch-Indien kommt es zu einem Zer­würfnis – diese und einige andere Be­geben­heiten lassen den Be­teiligten das Blut in den Adern ge­frieren.

Horror-Anthologien sind vielleicht nicht mehr so verbreitet, wie sie es vor einigen Jahren waren. Aus­ge­storben sind sie je­doch nicht. Auch die „Zwie­licht“-Reihe sorgt dafür, dass dieses Genre nicht in Ver­ges­senheit gerät. Die Bände dieser Reihe, die ich mir bisher an­ge­sehen habe (konkret die Aus­gaben 1 und 20), konnten mich von der The­men­auswahl aller­dings nicht gänzlich über­zeugen. Trotz­dem habe ich dieser Son­der­ausgabe, die sich klas­sischen Geis­ter­geschichten widmet, eine Chance ge­geben. Und das hat sich durch­aus ge­lohnt. Die Bei­träge sind alle am Ende des 19. und im frühen 20. Jahr­hundert ent­standen und werden hier in aktu­ellen deut­schen Über­setzungen prä­sentiert. Die Hand­lungs­orte kon­zen­trieren sich über­wiegend in Groß­britannien und dem da­maligen bri­tischen Welt­reich. Das The­men­spektrum reicht von Horror im engeren Sinn über Grusel bis zu Mystery. Viele der Stories bieten keine wirkliche Auf­lösung. Be­sonders her­vor­heben möchte ich Henry S. White­heads „Die schwarze Bestie“, eine Ge­schichte, die im Voodoo-Milieu der Karibik an­ge­siedelt ist, für mich ein­deutig der ge­lungenste Beitrag dieser lesens­werten Antho­logie.

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Fazit:

Wie bei Anthologien üblich, schwanken die Qualitäten der Beiträge, doch über­wiegen die ge­lungenen hier ein­deutig.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Im Auge des Sturms

Markus K. Korb
Im Auge des Sturms

Von alten Kellern bis zu fernen Planeten

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Klappentext:

Wenn in verfallenen Villen und venezianischen Weinkellern Geheimnisse lauern, die lieber un­ent­deckt ge­blieben wären … Wenn Liebe, Wahn­sinn und Wie­derkehr sich mischen – zwischen einer Frau im Meer, einem dä­mo­nischen Lächeln und den le­benden Toten an der Tank­stelle … … dann bist du mitten im Auge des Sturms! Zwanzig Er­zäh­lungen aus der Phan­tastik, mit kurzen Ein­lei­tungen des Autors.

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Rezension:

Ein Astronaut landet auf einem entfernten Kometen, ein Mädchen will das Ge­heimnis eines mys­teriösen Brunnens er­kunden, eine Res­tau­rateurin findet in einem Kloster ein Wand­gemälde, das mit ihr spricht, tief im Nir­gendwo gibt es ein Res­taurant, dessen Per­sonal sich auf­opferungs­voll um die Gäste kümmert, Ju­gendliche wollen in einer an­ge­sagten Party-Location die Sau raus­lassen – und sie alle be­kommen es mit Un­er­wartetem zu tun.

… und das sind nur 5 der 20 Geschichten, die uns Markus K. Korb in dieser per­sönlichen Antho­logie prä­sentiert. Sie ent­stammen allen Be­reichen der Phan­tastik, von Fan­tasy über Science Fic­tion und Mys­tery bis hin zu Grusel und echtem Horror. Als Prota­gonis­ten treten uralte Wesen ge­nau so auf wie ein Kind im Schul­alter. Nahezu alle Stories enden ganz anders, als man es an ihrem Anfang ver­muten würde. So unter­schiedlich wie die Themen sind aller­dings auch die ‚Be­frie­digungs­grade‘, die sie bei mir hinter­lassen haben. Manche konnten mich über­zeugen, andere ließen mich eher ratlos zu­rück. Fast alle haben ein (teil­weise sehr) offenes Ende, dass in manchen Fällen durchaus unter­schiedlich inter­pre­tierbar ist. Eine derartige Viel­falt macht es na­türlich nicht leicht, ein ab­schlie­ßendes Ur­teil über dieses Buch zu fällen. Im Rück­blick über­wiegen dann aber doch eher die posi­tiven Mo­mente und die über­ra­schenden Ein­fälle. Des­halb ver­zichte ich auch be­wusst darauf, hier auf ein­zelne Ge­schichten ein­zu­gehen. Bei diesem Buch sollte sich der Leser wirklich über­ra­schen lassen.

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Fazit:

Die 20 Geschichten dieses Buches vereinen alle Genre der Phantastik, sind dabei aber über­wiegend eher nach­denklich an­gelegt.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

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Von Feuer und Dampf

Stefan Cernohuby (Hrsg.)
Von Feuer und Dampf

Zwischen Dampf- und Golem-Power

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Klappentext:

Was wäre wenn …

… die Welt im Jahre 1899 völlig anders wäre, als wir sie kennen?

… ein dampfbetriebener Golem Berlin unsicher macht?

… in Hamburg Schiffe und Zeppeline um die Vorherrschaft kämpfen

… das Münchner Oktoberfest bahnbrechende Erfindungen präsentiert?

… eine gewaltige Maschine unter Wien auf ihren Einsatz wartet?

Sechzehn Autorinnen und Autoren haben gemeinsam eine alternative Realität er­schaffen. Sie er­zählen kleine und große, je­doch stets mit­ein­ander ver­knüpfte Ge­schichten in den Städten Berlin, Wien, Ham­burg und München. Die Antho­logie­reihe ‚Spiegel­welten‘ prä­sentiert mit ‚Von Feuer und Dampf‘ das erste deutsch­sprachige Werk, das sich voll und ganz dem Thema Steam­punk widmet.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Prolog – Torsten Sträter
Saubere Arbeit – Charlotte Engmann
Mit Begleitung – Oliver Hohlstein
Der Rosenbaum-Golem – Gerd Scherm
Der Puppenspieler – Felix Woitkowski
Die Weltmaschine – Andreas Gruber
Die Sache mit Valentin – Claudia Hornung
Die neue Eiszeit – Nina Horvath
Das Dampftaxi – Stefan Cernohuby
Exotische Intrigen – Sylke Brandt
Kesselchen – Philipp Bobrowski
Die Luft der Freiheit – Chris Schlicht
Die letzte Fahrt der Prometheus – Stefan Cernohuby
Minimale Chancen – Michael Wozonig
Raketen und Revoluzzer – Damian Wolfe
Der Automaten-Imbiss – Marco Ansing
Das Trambahnritzenreinigungsweiberl – Simone Edelberg
Epilog – Torsten Sträter

Diese von Stefan Cernohuby herausgegebene Antho­logie fällt aus dem Rah­men, und das gleich in mehr­facher Hin­sicht. Dass die Antho­logie sich dem Thema Steam­punk ver­schriebt, ist zwar nicht so häufig zu beo­bachten, aber auch nicht als über­mäßig außer­ge­wöhnlich an­zu­sehen. Antho­logien gibt es schließ­lich zu bei­nahe jedem Thema oder Genre. Was für Antho­logien da­gegen wirklich a-typisch ist, ist das Zu­sammen­spiel der Ge­schichten. Meist werden schließ­lich Kurz­geschichten ver­schiedener Autoren zu­sammen­gefasst, die zwar alle eine ge­meinsame Grund­idee ver­folgen, diese aber un­ab­hängig von­ein­ander von ver­schiedenen Seiten an­gehen. Ge­nau das trifft bei „Von Feuer und Dampf“ aber nicht zu. Die ei­nzelnen Bei­träge ver­weisen immer wieder mehr oder weniger deutlich auf­ein­ander. Das zeigt sich zwar be­sonders inner­halb der ‚Städte­abschnitte‘, doch gibt es der­artige Über­schnei­dungen auch über diese hinaus. Bei­spiels­weise wird im Berlin-Ab­schnitt in der Ge­schichte „Mit Be­gleitung“ bei einem Ge­spräch bei­läufig er­wähnt, dass die Ein­weihung des Ele­fanten­tors kurz be­vor­steht. Der Prota­gonist der Kurz­geschichte „Der Rosen­baum-Golem“, ein Er­finder und Indus­trieller, wohnt dieser Ein­weihung dann bei, wäh­rend „Der Puppen­spieler“ das Er­eignis aus einer gänz­lich an­deren Sicht er­lebt. Ein ähn­liches In­ein­ander­greifen ist in diesem Buch immer wieder zu beo­bachten. Zwi­schen den be­teiligten Autoren muss es also um­fang­reichere Ab­sprachen ge­geben haben.

Inhaltlich steht natürlich Steampunkt im Fokus der grob um die Wende vom 19. zum 20. Jahr­hundert an­ge­siedelten Ge­schichten. Die Genre-typische Technik spielt na­türlich immer eine Rolle, doch spielt in manchen Bei­trägen wie „Der Rosen­baum-Golem“ auch die Mytho­logie eine Rolle. In anderen werden soziale Aspekte der Zeit ein­be­zogen oder in „Das Tram­bahn­ritzen­reinigungs­weiberl“ femi­nistische As­pekte the­matisiert. Auf­fällig ist, dass es eigent­lich keine nega­tiven Aus­rutscher wie in den meisten anderen Antho­logien gibt. Alle 15 Kurz­geschichten können über­zeugen, Pro­log und Epi­log, die hier im Grunde eigen­ständige Ge­schichten sind, eben­falls.

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Fazit:

Steampunk-Fans kann diese sowohl außergewöhnliche wie auch gelungene Antho­logie sehr empfohlen werden.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

LBG Banner Sommerferien
Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Das Böse vor deiner Tür

Wulf Dorn (Hrsg.), Iver Niklas Schwarz (Hrsg.)
Das Böse vor deiner Tür

Mit Horror durch die Zeiten

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Klappentext:

Das Grauen kommt nach Hause

16 einzigartige Horror-Kurzgeschichten von den besten deutschsprachigen Spannungs­autorinnen und -autoren

Ob am tosenden Meer oder in den zerklüfteten Bergen, ob hinter den Fassaden der Groß­stadt oder in einer kleinen Her­berge im Wald: Das Böse lauert über­all! Und in diesem Buch steht es direkt vor eurer Haus­tür.

16 bekannte Autorinnen und Autoren haben sich zusammengetan, um euch in Angst und Schre­cken zu ver­setzen. In bis­lang un­ver­öffent­lichten Ge­schichten bringen sie den Horror nach Hause.

Ihre Geschichten spielen in Berlin, Köln, Dresden, Leipzig, Ulm, in der Eifel, in Franken, in Nieder­sachsen, im Oden­wald, auf der Schwä­bischen Alb, an der Ost­see, am Ufer der Donau oder in den Schweizer Bergen. Dabei ziehen sie alle Register der Span­nung. Vom sich leise an­schlei­chenden psycho­logischen Horror über okkulte Be­schwörungs­zeremo­nien und Spuk­häuser bis hin zu aus­ge­wachsenen Mons­tern ist alles mit dabei.

Das perfekte Buch für alle Horror- und Thriller-Fans, denen es nicht spannend genug sein kann. Traust du dich?

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Andreas Gruber: Die Nacht unter der Teufelsbrücke
Iver Niklas Schwarz: Kilometer 267
Ivar Leon Menger: Eichendorf
Nina Blazon: Das Relikt
Markus Heitz: Convocantes
Sarah Bestgen: Schlaf, Mama, schlaf
Wulf Dorn: Nachtgänger
Vera Buck: Das engste Tal
Andreas Eschbach: Kalkmänner
Uwe Laub: Nebelgrollen
Annika Strauss: Matilda
Frank Goldammer: Der Fehler
Liza Grimm: Hägglmoo
Thomas Finn: Der Spiegel
Vincent Voss: Frau Tutas und die Hexen aus Wakendorf II
Kai Meyer: Kalvarienberg

Horrorautoren sitzen auf dem Weg zu einer Konferenz wegen eines Un­wetters in einem Gast­haus fest, eine Kranken­schwester taucht auf der Flucht in einem ver­lassenen Dorf unter, ein alternder Forscher will noch­mal die Ob­jekte seiner Doktor­arbeit auf­suchen, Urban Explorers wollen ein altes Haus er­kunden. Was diese und andere Helden ver­bindet, ist, dass ihnen schnell Angst und Bange wird. Und nicht alle werden von ihrem Aben­teuer zurück­kehren.

Mit diesem Buch legen Wulf Dorn und Iver Niklas Schwarz eine Horror-Antho­logie vor, die diesen Namen ver­dient. Sanfter Grusel ist etwas anderes. Bei bei­nahe allen Bei­trägen geht es recht heftig zu. Happy­end? Fehl­anzeige. Dabei reicht der zeit­liche Rahmen von 1824 bis in die Gegen­wart. Im Gegen­satz zu vielen anderen Antho­logien finden sich in der Autoren­liste einige wirklich be­kannte Autoren. Trotz­dem können natür­lich nicht alle Kurz­ge­schichten gleicher­maßen über­zeugen. Wie in meinen Antho­logie-Rezen­sionen üblich folgt hier des­halb ein Blick auf meine Favo­riten:

Andreas Gruber versammelt in „Die Nacht unter der Teufelsbrücke“ eine illustre Gesell­schaft in einem Gast­haus an der Donau. Mary Shelley, Charles Dickens, Andersen, Poe, Dumas und andere stecken auf dem Weg zu einem Kon­gress in Wien in einem Un­wetter fest. Dass es bald un­heim­lich wird, muss man da wohl kaum er­wähnen.

Ivar Leon Menger lässt eine Krankenschwester auf ihrer Flucht vor den Behörden im ver­lassenen Kaff „Eichen­dorf“ unter­tauchen. Hier lernt sie ein kleines Mädchen kennen – und fürchten.

In „Kalkmänner“ lässt uns Andreas Eschbach einen Sicherheits­inspektor an seine neue Arbeits­stätte in einem Kalk­werk be­gleiten. Hier gab es in der Ver­gangen­heit viele töd­liche Un­fälle. Aber das muss doch zu ver­meiden sein! Oder wird der Prota­gonist eines Besseren be­lehrt?

Insgesamt macht diese Anthologie einen runden Eindruck, zumal negative Aus­rutscher in den ent­haltenen Kurz­ge­schichten fehlen.

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Fazit:

Diese Horror-Anthologie verdient diesen Namen und hinterlässt mit ihren 16 Ge­schichten beim Leser einen runden Ein­druck.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Von Werwölfen, Vampiren und anderen Mitmenschen

Erik Hauser
Von Werwölfen, Vampiren und anderen Mitmenschen

Vampirfutter

Klappentext:

Sie leben unerkannt unter uns – unsere Nachbarn, Freunde, Mitmenschen. Doch wehe, wenn ihr wahres Wesen ans Licht kommt! In einem kleinen hessischen Dorf zur Zeit der Napoleonischen Kriege häufen sich seltsame Morde. Die Dorfbewohner glauben an einen Werwolf, und zwei Märchenforscher aus Kassel bestärken sie in diesem Verdacht. Doch ist der Schuldige wirklich der, für den sie ihn halten? („Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“) Eine Schulklasse macht sich auf die Jagd nach schwachen, verwirrten Vampiren, ausgemergelte Gestalten, die im hellen Tageslicht hilflos durch den Wald irren. Doch als ein Gewitter heraufzieht und die Nacht anbricht, ändert sich die Lage. („Die Jäger und die Gejagten“) Ein Junge findet in den Ruinen eines Gebäudes einen halbtoten Vampir und pflegt ihn – um sich mit seiner Hilfe an seinen sadistischen Schulkameraden zu rächen. („Sebastians Vampir“)

Rezension:

Enthaltene Kurzgeschichten:
Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Die Jäger und die Gejagten
Sebastians Vampir
Annabella

Die Grimms suchen nach Märchen, eine Schulklasse unter Anleitung des Pfarrers nach Vampiren. Beide Suchen laufen ganz anders als geplant ab. Dafür findet ein Junge unbeabsichtigt einen Vampir, und eine Gruppe Freunde findet in einem verlassenen Haus das Grauen.

Erik Hauser findet das Grauen an den unterschiedlichsten Orten und zu verschiedenen Zeiten. In den 4 Kurzgeschichten, die er in diesem Buch zusammengefasst hat, gibt es keine wirklichen Happyends. 2 der Geschichten sind in vergangenen Tagen angesiedelt, die anderen beiden in unserer Zeit. In gleich 3 der Geschichten sind die Protagonisten in jugendlichem Alter, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass der Autor im normalen Leben Lehrer ist. Eventuell hat er dem einen oder anderen seiner Schüler schon mal eine derartige Begegnung gewünscht. Oder die ihm …

In „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“ treffen Märchenforscher aus Kassel auf eine Bevölkerung, die ihre Forschungen etwas zu wörtlich nimmt. Der Name Grimm wird hier zwar nicht ausdrücklich genannt, da die Brüder aber Jakob und Wilhelm heißen und sich alles in der Zeit der napoleonischen Kriege abspielt, ist wohl auch so klar, wer gemeint ist.

Bei „Die Jäger und die Gejagten“ führt ein Pfarrer die Schuljungen seines Dorfes gegen die in den Wäldern lebenden Vampire an. An Ende stellt sich die Frage, wer Jäger und wer Gejagter ist.

„Sebastians Vampir“ handelt dagegen in modernen Zeiten. Diese aus der Sicht des Vaters erzählte Story konnte mich am wenigsten überzeugen.

Die letzte (und als einzige im Klappentext nicht erwähnte) Geschichte fällt vom Schema etwas aus den anderen heraus. Ein Junge will mit ein paar Freunden ein unheimliches, verlassenes Haus erkunden. Da er gerade heute auf seine kleine Schwester aufpassen muss, nimmt er die kurzerhand mit. Aus dem Abenteuer, mit dem er eigentlich nur eine Mitschülerin beeindrucken will, wird ein gefährlicher Ausflug. Wie auch bei den anderen Beiträgen bleibt am Ende einiges offen.

Zusammengenommen können alle 4 Geschichten gut unterhalten.

Fazit:

Diese Horror-/Grusel-/Mystery-Kurzgeschichtensammlung versammelt 4 für das Genre eher ungewöhnliche Vertreter.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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In Flammen

Alexander Lorenz Golling
In Flammen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das jährliche Opfer

Klappentext:

Eine Hexe kehrt Jahrhunderte nach ihrer Hinrichtung zurück, ein Wan­de­rer ver­irrt sich in einem un­heim­li­chen Wald, ein Mo­tor­rad­fah­rer wird Opfer einer Zeit­ver­schie­bung: In die­ser Kurz­ge­schich­ten­samm­lung von Alexan­der Lorenz Gol­ling geht es sehr mys­teriös und gru­se­lig zur Sache. Sie ist, wie auch schon der Vor­gänger „Cres­zen­tia“ schwer­punkt­mäßig im Donau­moos und der wei­te­ren Um­ge­bung an­ge­sie­delt; die Ge­schich­ten ba­sie­ren teil­weise auch auf lo­ka­len Sagen und Le­gen­den.

Gollings Stil orientiert sich an Klassikern wie Edgar Allan Poe, M.R. James, Stephen King und Alger­non Black­wood, ist aber eigen­stän­dig und un­ver­wech­sel­bar.

Rezension:

Enthaltene Geschichten:
In Flammen
Das Raunen der Wälder
Auf Abruf
Eine Familienangelegenheit
Der Kurschatten
Vergiss mein nicht
Noch ein Bier, bitte!
Abendrot der Ewigkeit
Moorläuten
Zeitfalle
Heimkehr

Ein Obdachloser bittet in einem abgelegenen Bauernhof um eine Unter­kunft, ein Kur­gast stößt auf einen alten Fried­hof, ein Junge er­lebt einen un­ver­gess­li­chen Adria-Ur­laub, und Ur­lau­ber be­sich­ti­gen ein stil­les Moor – das sind nur 4 der 11 Kurz­ge­schich­ten, die Alexan­der Lorenz Gol­ling in die­sem Buch zu­sam­men­ge­stellt hat. In allen wird es den je­wei­li­gen Prota­gonis­ten gru­se­lig, eine ganze Reihe von ihnen über­lebt das Aben­teuer nicht. Aber auch die, die über­leben, wer­den diese Er­eig­nisse nie ver­ges­sen.

Den Anspruch, Gruselgeschichten zu schreiben, hat der Autor in allen Fäl­len de­fi­ni­tiv er­füllt. Dabei ist die Grund­stim­mung der Ge­schich­ten zu­nächst nicht immer düs­ter. In man­chen Fäl­len kommt der Gru­sel­ef­fekt erst zu­letzt. Der Zeit­rah­men reicht dabei vom spä­ten 19. Jahr­hun­dert bis in die Ge­gen­wart, in einem Fall sogar bis in die Zu­kunft. Fast alle Kurz­ge­schich­ten kön­nen gut unter­hal­ten, die letzte, „Heim­kehr“, ist die ein­zige, der ich nichts ab­ge­win­nen konnte.

In „Eine Familienangelegenheit“ erleben wir, wie ein Obdachloser vor mehr als 100 Jah­ren in einem bei­nahe ver­las­se­nen Guts­hof um eine Unter­kunft bi­ttet. Erst nach und nach er­fährt er, wie­so der Guts­herr, der für jede Hilfe dank­bar ist, der ein­zige ver­blie­bene Be­woh­ner ist.

„Das Raunen der Wälder“ lässt den Protagonisten erschauern. Erst ganz am Ende wird beim Lesen klar, was es mit dem Mann auf sich hat. Hier funktio­niert der Über­ra­schungs­ef­fekt de­fi­ni­tiv!

Dass es auch ohne unmittelbare Gefahr mysteriös-gruselig werden kann, be­weist „Noch ein Bier, bitte!“, ob­wohl es für die Be­tei­lig­ten nie ums Leben geht. Hier han­delt es sich eher um ‚Soft-Gru­sel‘.

Fazit:

Dieses Buch bietet eine gelungene Zusammenstellung von Gru­sel- bis Hor­ror-Stories ganz unter­schied­li­cher An­satz­punkte.

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