Chroniken der Schatteninsel – 1 – Das Licht der Dunkelheit

Julia de Lanier
Chroniken der Schatteninsel – 1 – Das Licht der Dunkelheit

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Die Portale der Dämonen

Klappentext:
Als Liv an ihrem Geburtstag eine mysteriöse Einladung erhält, verändert sich ihr Leben schlagartig. Offensichtlich ist sie nichtmehr das normale Mädchen von nebenan, sondern eine Halbdämonin und soll die Akademie der Nacht auf der Schatteninsel besuchen. Neben geheim verborgenen Fähigkeiten und unergründlichen Geheimnissen findet sie neue Freunde und Isaak, der ihr von Anfang an den Kopf verdreht. Doch schnell wird ihr klar, dass es nicht leicht für sie werden wird und dann ist da noch die dunkle Bedrohung, die im Schatten auf sie lauert….

Rezension:
Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Livia bei ihrem Onkel und dessen Sohn. Über ihren Vater hat ihre Mutter nie gesprochen, weshalb Liv absolut nichts über ihn weiß. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie allerdings eigenartige Post, die sie zuerst für einen Streich ihres Cousins hält. Doch dann taucht unerwartet ein fremder Junge auf, der ihr offenbart, sie sei eine Halbdämonin und müsse deshalb in Zukunft die Akademie der Nacht besuchen, die sich auf einer magisch verborgenen Insel befindet. Und dieser Junge weiß sogar, wer ihr Vater ist.
Schon die kurze Inhaltsangabe verrät zweifelsfrei, dass man hier eine typische Jugend-Urban-Fantasy-Geschichte vor sich hat. Auch wenn das bekannte Muster, nach dem ein Jugendlicher überraschend von seiner übernatürlichen Abstammung erfährt und in Zukunft in einer magischen, vor ‚normalen‘ Augen verborgenen Welt leben soll, wirklich nicht neu ist, muss das nicht zwangsläufig auf mangelnde Qualität der Geschichte hindeuten. Das wäre im vorliegenden Fall nämlich eine eindeutig falsche Annahme. Dieser Auftaktband der „Chroniken der Schatteninsel“ kann durchaus gefallen. Dass sich die Protagonistin gleich in 2 Mitschüler verliebt, die beide ihre Geheimnisse vor ihr zu haben scheinen, ist dann allerdings doch schon ziemlich clichéhaft.
Erst im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass die Autorin den Begriff „Dämon“ in einer ungewohnten Art definiert. Dämonen sind in dieser Geschichte alle menschenähnlichen Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Nur wenige von ihnen, die ihre Kräfte nicht unter Kontrolle haben, haben diesen Wesen den negativen Ruf unter den Menschen eingebracht.
… was erklärt, wieso wir in diesem Buch auf Teenager mit den ganz normalen Problemen treffen. Zumindest wenn man davon absieht, dass in emotional aufgewühlten Situationen statt Fäusten schon mal Feuerbälle durch die Luft fliegen.
Da es sich bei diesem Buch um den 1. einer unbekannten Anzahl von Bänden handelt, verwundert es nicht sehr, dass diese von der Autorin aus Beobachtersicht erzählte Story in einem Cliffhanger endet.

Fazit:
Der Autorin dieser Urban Fantasy um junge Charaktere gelingt es, der altbekannten Ausgangssituation teilweise neue Aspekte abzugewinnen.

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Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Patricia Vanhelsing – Das Spukhaus

Alfred Bekker (Sidney Gardner)
Patricia Vanhelsing – Das Spukhaus

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Die rätselhafte Stimme

Klappentext:
Mein Name ist Patricia Vanhelsing und – ja, ich bin tatsächlich mit dem berühmten Vampirjäger gleichen Namens verwandt. Weshalb unser Zweig der Familie seine Schreibweise von „van Helsing“ in „Vanhelsing“ änderte, kann ich Ihnen allerdings auch nicht genau sagen. Es existieren da innerhalb meiner Verwandtschaft die unterschiedlichsten Theorien. Um ehrlich zu sein, besonders einleuchtend erscheint mir keine davon. Aber muss es nicht auch Geheimnisse geben, die sich letztlich nicht erklären lassen? Eins können Sie mir jedenfalls glauben: Das Übernatürliche spielte bei uns schon immer eine besondere Rolle.
In meinem Fall war es Fluch und Gabe zugleich.

Rezension:
Was übernatürliche Dinge angeht, ist Patricia Vanhelsing erblich vorbelastet. Trotzdem hat sie sich für den Beruf einer Journalistin entschieden. Als ihr Chef von mysteriösen Vorfällen erfährt, bei denen ein komplettes Fernsehteam spurlos verschwunden ist, hält er sie trotzdem für die Richtige. Zusammen mit einem Fotografen schickt er Patricia in die USA, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Bei Alfred Bekkers „Patricia Vanhelsing“-Geschichten ist es schwer, den Überblick zu behalten. Eine Reihenfolge der einzelnen Bände ist nirgends zu finden, eine Nummerierung fehlt. Vom Inhalt scheint „Das Spukhaus“ eher am Anfang der Reihe zu stehen. Zumindest sind die persönlichen Erfahrungen der Protagonistin mit einschlägigen Vorfällen noch gering. Eventuell könnte es sich sogar um Band 1 handeln. Für diese Theorie würde jedenfalls sprechen, dass es sich bei der vorliegenden Story im Grunde um einen Kriminalfall handelt und die aufgefundene mysteriöse Spur kaum zur Haupthandlung beiträgt und auch nicht weiter verfolgt wird. Es ist zu vermuten, dass dieser offene Handlungsfaden im nächsten oder einem späteren Band wieder aufgegriffen wird.
Dass der Autor zu den Vielschreibern gehört, kann man seinem routinierten Stil anmerken. Dabei bedient er sich überwiegend der Ich-Perspektive seiner Protagonistin. Nur in wenigen Szenen, in denen diese nicht anwesend ist, ändert sich das kurzzeitig. Dafür, dass es sich bei diesem eBook ursprünglich um einen Heftroman handelte, kann man das Niveau als überraschend hoch einschätzen. Bei Gelegenheit sollte ich mir durchaus weitere Bände ansehen. Einen, der dem Anschein nach deutlich später handelt, habe ich allerdings schon vor einiger Zeit gelesen, allerdings deutlich schwächer bewertet, den Band „Höllensumpf“.

Fazit:
Das ‚Groschenheft‘-Recycling in eBook-Form bringt in diesem Fall eine durchaus gelungene Horror-Krimi-Story zum Vorschein.

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Hexenarche – 2 – Die Rückkehr der schwarzen Hexe

Lady Grimoire
Hexenarche – 2 – Die Rückkehr der schwarzen Hexe

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Rattenprobleme

Klappentext:
Der zweite Band der zauberhaften Buchserie „Hexenarche“.
Das Hexenmädchen Tara wurde, ohne es zu wissen, von der mächtigen Hexe Onyxia dazu benutzt, ihr die Rückkehr in die Jetztzeit zu ermöglichen. Da für die Hexe Jahrhunderte vergangen sind, ist die moderne Welt neu und fremdartig für sie. Onyxia setzt Tara unter Druck, sie in die Geheimnisse der heutigen Zeit einzuweihen. Während sich Taras Mutter mit einem missglückten Zauber durch Zyklopennasenhaare auseinandersetzen muss und ihr die Zeit davonläuft, einen Gegenzauber zu finden, da sie sonst ihre neue Tätigkeit beim Hexenrat verlieren wird, hat Tara ganz andere Probleme. Die Junghexe versucht verzweifelt mit ihren Freunden herauszufinden, was Onyxia in dieser Welt vorhat. Sie stoßen auf äußerst dunkle Absichten, die die „schwarze Hexe“, wie sie einst in Salem von ihren Gegnern gefürchtet genannt wurde, hegt. Onyxia stellt fest, dass die modernen Hexen im Gegensatz zu alten Zeiten ihren Glauben und ihre Fähigkeiten freier ausleben können und dass sie selbst eigentlich der Auslöser für diese befreiende Entwicklung war. Nun will sie Anerkennung und Respekt dafür. Und sie wird jedes Mittel einsetzen, selbst wenn sie dazu das dunkelste Wesen aller Zeiten beschwören muss: den Schattenfresser!

Rezension:
Jede Junghexe lernt von Kindheit an, dass es vor Jahrhunderten eine abgrundtief böse Hexe namens Onyxia gab. Und gerade die hat Tara gleich an ihrem 1. Tag auf der Hexenarche, einer Schule für junge Hexen, unbeabsichtigt wieder ins Leben geholt. Es kommt noch schlimmer: Als Onyxia bemerkt, dass sie viele Dinge des modernen Lebens nicht versteht, erpresst sie Tara, sie in die magische und auch nicht-magische Technik der heutigen Zeit einzuweisen.
Band 2 der „Hexenarche“, einer Fantasy-Reihe um die 13-jährige Hexe Tara, schließt handlungsmäßig unmittelbar an das Ende des 1. Bandes („Bestimmung“) an. Handlungsort ist ein London, in dem normale Menschen und Hexen friedlich zusammenleben. Die Handlung dieses Bandes umfasst lediglich einen Zeitraum von wenig mehr als 24 Stunden und endet wieder in einem Cliffhanger. Genau in diesem Punkt ergibt sich allerdings ein Problem. Die beiden Autoren, die sich hinter dem Pseudonym „Lady Grimoire“ verbergen (sich allerdings im Anhang namentlich zu erkennen geben), haben die eBooks der beiden bisherigen Bände derzeit aus dem Handel genommen. Von den Taschenbüchern gibt es nur noch Restbestände. Aus welchem Grund dies erfolgte und ob die Bücher (eventuell über einen Verlag) zurückkehren, ist mir nicht bekannt. Man muss jedenfalls befürchten, dass es vielleicht gar keine Fortsetzung geben wird.
Die Autoren erzählen die Abenteuer ihrer Protagonistin aus Beobachterperspektive. Der Stil wirkt gelungen und kann – obwohl als Jugendbuch konzipiert – auch ältere Leser überzeugen. Speziell einige ‚Seitenhiebe‘ auf die reale Welt richten sich wohl eher an erwachsene Fantasy-Freunde. So bleibt nur zu hoffen, dass Taras Abenteuer an dieser Stelle kein abruptes Ende finden.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung des Fantasy-Abenteuers einer jungen Hexe.

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Hexenarche – 1 – Bestimmung

Lady Grimoire
Hexenarche – 1 – Bestimmung

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(Dies ist wieder mal eine Rezension, die älter als dieser Blog ist. Da ich jetzt aber den 2. Band gelesen habe, soll die Rezension des 1. natürlich auch nicht fehlen.)

Unterwegs mit laufenden Besen

Klappentext:
Tara Silver wird bald eine richtige Hexe sein. Sie steht kurz vor ihrem Einschulungstag an einer der größten Hexenschulen, der sogenannten Hexenarche in London. Doch der erste Tag an der Hexenschule verläuft ganz anders, als Tara es sich in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnte. Die Junghexe entdeckt, dass sie sehr mächtige Fähigkeiten besitzt: die Magie der leeren Hand. Als ihre beste Freundin Sandra in Schwierigkeiten gerät, da sich ein Zauber ins genaue Gegenteil verkehrt, ist guter Rat teuer. Kann Tara ihr helfen? Und was hat es mit dem geheimnisvollen „Buch der Schatten“ auf sich, das Tara in der Hexenbibliothek entdeckt?

Rezension:
Endlich ist die junge Hexe Tara 13 geworden, endlich darf sie die Hexenarche besuchen., endlich darf sie ganz offiziell Zaubersprüche lernen. Nach einem etwas turbulenten Einkauf der Schulausrüstung kommt der Tag, an dem sie sich zusammen mit ihrer Freundin Sandra auf den Weg in die Hexenschule macht. Und natürlich passiert gleich an diesem Tag einiges an Unerwartetem.
Bücher, die an magischen Schulen handeln, haben seit Harry Potter Konjunktur. Ähnlich wie ein gewisser Junge mit einer auffälligen Narbe auf der Stirn lernt auch Tara schon beim Einkauf ihre zukünftige Hauptfeindin kennen. Doch keine Sorge; Tara ist kein weiblicher Harry, und bisher hat es auch noch niemand auf ihr Leben abgesehen. Wobei die Betonung auf „bisher“ liegt, denn dieses recht kurze (Hör-)Buch endet da, wo Taras Abenteuer eigentlich erst richtig beginnt. Somit ist nicht auszuschließen, dass dieses Element in den angekündigten Fortsetzungen noch kommt. Genau hier liegt auch der größte und eigentlich auch fast einzige Schwachpunkt des Buches: Es endet (viel) zu früh.
Auch wenn sich dieses Buch primär an junge Leser bzw. Hörer wendet, kann es durchaus auch erwachsenen Konsumenten gefallen – was auch durchaus eine Parallele zu den frühen Harry-Potter-Bänden darstellt. Die Charaktere des Buches wirken glaubhaft. Ihre Reaktionen in den verschiedenen Situationen würden – sofern man von den magischen Elementen absieht – auch in der realen Welt ähnlich auftreten können.

Fazit:
Für Fans von Abenteuern an magischer Schulen empfehlenswert.

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Das heilige Buch der Wagoner

Minea Brüno
Das heilige Buch der Wagoner

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Auf den Spuren des Urgroßvaters

Klappentext:
Ephrahim wollte doch nur die Ferien bei seinem Großvater in Bristol verbringen, doch alles kam anders als gedacht.… „Wer immer diese Kiste findet, darf sie in keine fremden Hände geben. Dieses Amulett, welches ihr in den Händen haltet, ist Teil eines großen Geheimnisses….“ Helft den Wagonern! So beginnt für Ephrahim und seine Freunde eine abenteuerliche und gefährliche Reise in eine fantastische Welt des Volkes der Wagoner.

Rezension:
Seit dem Tod seiner Eltern lebt Ephrahim bei seinem Großvater. Theoretisch zumindest, denn praktisch verbringt er den größten Teil des Jahres im Internat. Kurz vor den Ferien bekommt er noch eine neue Mitschülerin, Cloudine, die zufällig ganz in der Nähe seines Opas in Bristol wohnt. Kaum in den Ferien angekommen, trifft sich Ephrahim mit ein paar alten Freunden und Cloudine, um die Freizeit zu genießen. Dabei stoßen sie auf eine Höhle, die ein Portal in eine andere Welt verbirgt. Einmal durchschritten, erweist sich die Rückkehr allerdings als nicht ganz einfach.
In ihrem Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer schickt Minea Brüno ihren jungen Protagonisten auf eine von diesem unbeabsichtigte Weltenreise. Diese Idee ist natürlich nicht ganz neu, kann gut dargeboten aber immer wieder überzeugen. Soweit trifft das auch in diesem Fall zu. Der Protagonist Ephrahim und seine Freunde müssen in der fremden Welt diverse Abenteuer bestehen, denen durchaus interessante (und noch nicht abgenutzte) Ideen zugrundeliegen.
Leider gibt es allerdings auch eine Kehrseite. Die literarische Aufbereitung der Idee kann man bedauerlicherweise nur als mangelhaft bezeichnen. Hier sollte die Autorin (eventuell in Zusammenarbeit mit einem guten Lektor) dringend nachbessern. Ganze Seiten, auf denen die Sätze fast ausnahmslos mit der Konstruktion „[Name einer Person] Prädikat“ beginnen, kann man wohl kaum als gut geschriebenes Buch betrachten. In dieser Hinsicht gründlich überarbeitet würde dieses Buch sicher Freunde finden.

Fazit:
Die an sich gute Story wird leider durch eine mangelhafte sprachliche Darbietung stark in Mitleidenschaft gezogen.

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Die Handgranate Gottes

Malte S. Sembten
Die Handgranate Gottes

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Ein Porno-Jahrmarkt

Klappentext:
Murphy ist als „Handgranate Gottes“ unterwegs im Auftrag des Herrn. Er folgt der Spur eines gespenstischen Jahrmarkts, der von Ort zu Ort zieht und die Saat des Bösen ausbringt. Dabei wird der Dämonenjäger ungewollt zum Akteur in einem Schauspiel, das kein Geringerer als der berüchtigte Marquis de Sade im Dienst der „Dämonen der Dämmerung“ geschrieben und auf einer magischen Diskette abgespeichert hat.

Rezension:
Eine Stadt irgendwo im Westen der USA. Ein Jahrmarkt kommt und verspricht Abwechslung ins Einerlei zu bringen. Doch mit dem Eintreffen des Rummels treten auch merkwürdige Vorkommnisse in Erscheinung.
Als Horror wird dieser kurze Roman in den diversen eBook-Shops vermarktet. Und Horror ist es auch – und zwar für den Leser, der seine Zeit für diese völlig zusammenhanglose Geschichte opfert. Einen roten Faden habe ich nicht entdecken können, stattdessen fadenscheinige Handlungen, die alle nur das Ziel verfolgen, in die nächste explizite Sexszene zu münden. Die Grenze zur Pornografie wir dabei zumindest gestreift, eher schon überschritten. Zusätzlich beweist der Autor wiederholt, dass er auf Recherche gänzlich verzichtet hat. So kennt er beispielsweise nicht mal den Unterschied zwischen einem Sheriff und einem Marshal und wirft beide Begriffe wild durcheinander.
Unterm Strich kann ich dieses Buch nur mit meiner 1. 1-Sterne-Bewertung seit sage und schreibe 27 Monaten ‚auszeichnen‘.

Fazit:
Geschenkt ist für dieses eBook noch zu teuer!

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Die Totenbändiger – 4 – Feindschaften

Nadine Erdmann
Die Totenbändiger – 4 – Feindschaften

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Der Wiedergänger im Altersheim

Klappentext:
Topher sinnt auf Rache und auch sonst läuft für die Hunts in der Schule einiges mies. Gabriel, Sky und Connor werden unterdessen als Spuks in eine bewachte Wohnanlage gerufen. Eigentlich klingt alles nach einem Routineeinsatz. Eigentlich. Doch was lauert wirklich in den Häusern?

Rezension:
Während die jüngeren Hunts in der Schule immer mehr Reibereien mit ihren Mitschülern ausgesetzt sind, bekommen die Angehörigen der Spuk Squad mit dem Näherrücken der Unheiligen Nacht immer mehr Arbeit und Stress. Ein Wiedergänger in einer Wohnanlage für alte Menschen ist da nur die Spitze des Eisbergs. Allerdings erscheint hier einiges unstimmig …
Nadine Erdmanns Fantasy-Reihe um „Die Totenbändiger“ ist zwar erst bei ihrem 4. Band angelangt, und doch stellt sich beim Leser schon ein gewisser Heimkehr-Effekt ein, wenn er den neuen Band in die Hände bekommt. Auch in diesem bekommen die Totenbändiger der Familie Hunt wieder Ärger an einigen Fronten. Während der Handlungsstrang um die Auseinandersetzungen mit den Klassenkameraden der jugendlichen Familienmitglieder für meinen Geschmack schon etwas zu ausführlich behandelt wird, dann aber doch zu einer überraschenden Entwicklung führt, kommt bei den älteren Geschwistern zunehmende Spannung auf. Das Wirken der geheimnisvollen ‚Organisation‘ wird immer interessanter, obwohl die Autorin ihre Leser hier informationsmäßig noch an der kurzen Leine hält. Auch im Hinblick auf die Akademie und deren Leiter bahnen sich neue Entwicklungen an, auch wenn dieses Thema in Band 4 nur eine Nebenrolle spielt.
Zum Stil gibt es nichts hinzuzusetzen, was nicht bei den Bänden 1 bis 3 bereits erwähnt wurde. Neueinsteiger kann ich ohnehin nur empfehlen, mit Band 1 („Unheilige Zeiten“) zu starten. Dass es in den kommenden Bänden langweilig wird, ist jedenfalls kaum zu befürchten.

Fazit:
Mit dem Herannahen der Unheiligen Nacht deuten sich immer dunklere Wolken am Horizont ab.

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Die Pläne der Trickster

Katharina Klinski
Die Pläne der Trickster

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Die Götter spinnen

Klappentext:
Zoe liebt Märchen und Sagen, und sie glaubt, der kaputte Traumfänger ist schuld an ihrem Albtraum. Ihr bester Freund Felix sucht lieber eine logische Erklärung. Von den seltsamen Wesen, die um sie herum ihr Unwesen treiben, ahnen die beiden zunächst nichts. Einige kommen ihnen gefährlich nah, allen voran die listigen Trickster. Sie sind auf der Jagd nach dem geheimnisvollen Aitialith, der Allwissenheit verleihen soll. Gelingt es Zoe und Felix, die dunklen Machenschaften um Macht, Rache und Betrug aufzudecken?

Rezension:
Weil ihre Mutter dringend dienstlich verreisen muss, ist die 13-jährige Zoe für 3 Wochen auf sich allein gestellt. Prompt hat sie einen Albtraum. Sie ist sich sicher, dass ihr Traumfänger defekt ist, doch ihr bester Freund Felix versucht sie zu überzeugen, dass das Quatsch ist. Schon bald häufen sich eigenartige Vorkommnisse, und Zoe sieht überall Spinnweben. Zunächst schenkt nicht mal Felix ihr Glauben. Ein zufällig belauschtes Gespräch macht alles noch mysteriöser. Was soll dieser Aitialith sein, und wieso suchen den alle ausgerechnet an ihrer Schule?
Bei Katharina Klinskis Geschichte handelt es sich um keine typische Urban Fantasy. Das fängt schon damit an, dass sich die Autorin bewusst vom (deutlich erkennbaren) Handlungsort Pforzheim löst, indem sie den alten römischen Namen „Porta“ benutzt. Zudem ist ein gewisses Maß an Magie in dieser Welt so normal, dass selbst die gänzlich unmagischen Mitschüler es als normal akzeptieren. So verwundert es den Leser anfangs etwas, dass die beiden Protagonisten vieles als selbstverständlich akzeptieren, während sie bei andern – eigentlich weniger anormalen – Ereignissen sofort feststellen, dass es das doch gar nicht geben kann.
Auf diese Weise schickt Katharina Klinski ihre Protagonisten in die Götterwelt verschiedener Kulturkreise und schafft es dabei, diese Sagenwelt mit naturwissenschaftlichen und philosophischen Gedanken zu verknüpfen. Was das ‚normale‘ Zusammenleben mit den Klassenkameraden betrifft, werden die für Jugendbücher üblichen Reibereien zwischen Teenagern thematisiert.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einem gut lesbaren Stil und bedient sich dabei einer Beobachterperspektive. Das Geschehen folgt überwiegend der Hauptprotagonistin Zoe, wechselt aber stellenweise immer wieder zu anderen Personen, sodass der Leser auch Ereignisse erfährt, von denen Zoe zu diesem Zeitpunkt nicht weiß. Obwohl die Geschichte abgeschlossen ist, bleibt eine Tür für eine Fortsetzung offen, die dem Vernehmen nach im Werden begriffen ist.

Fazit:
Diese Jugend-Urban-Fantasy verlässt einige fürs Genre typische Pfade und geht stattdessen eigene Wege.

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Milten & Percy – 2 – Der Tod des Florian C. Booktian

Florian C. Booktian
Milten & Percy – 2 – Der Tod des Florian C. Booktian

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Die Macht der Bäuchlinge

Klappentext:
Für die Detectives Milten und Percy sollte es ein Routineeinsatz sein: Verhindert den Diebstahl der neuen Booktian-Bücher. Doch es kommt zu einer Schießerei, bei der eine Frau getötet wird. Am nächsten Tag taucht eine grotesk entstellte Leiche auf, die mehr Fragen beantwortet, als sie aufwirft. Als die beiden endlich auf Booktian persönlich treffen, stirbt der berühmte Autor und alle Anzeichen deuten auf die Frau, die Milten kurz zuvor erschossen hat. Aber wie ist so etwas überhaupt möglich? Wer steckt hinter dem Tod des berühmten Autors und warum musste er sterben?

Rezension:
Erdmännchen-Bulle Percy und sein menschlicher Partner Milten gehen eigentlich nur dem anonymen Tipp nach, in einem Lagerhaus würden noch nicht ausgelieferte Bücher des berühmten Autors Florian C. Booktian gestohlen werden. Sofort läuft alles aus dem Ruder, und Milten erschießt eine Diebin. Doch die Leiche verschwindet aus der Gerichtsmedizin und scheint plötzlich wieder ziemlich lebendig zu sein. Als die beiden Polizisten eine längere Reise auf sich nehmen, um mit dem berühmten Autor zu sprechen, wird dieser vor ihren Augen ermordet. Was geht hier vor sich?
Florian C. Booktians Fantasy-Krimi-Reihe kam schon im 1. Band („Das Schloss der Skelette“) reichlich skurril daher. Diesmal setzt er noch einen drauf und lässt seine beiden Detectives im Fall seines eigenen Todes ermitteln. Was er dabei wieder für verrückte Ideen entwickelt, ist bemerkenswert. Dass nur symbiotische Lebensformen mit 2 Gehirnen auf solche Einfälle kommen können, verwundert da kaum noch, dass Milten und Percy, die in Band 1 noch in der London-Kopie der Galaxie #590B lebten, plötzlich in einer anderen Stadt ihrer Tätigkeit nachgehen, schon eher. Neu in der Geschichte ist auch Percys Oma, die sich zum Verdruss ihres Enkels ein Maschinengewehr besorgt hat, um sich und ihre ganz besonderen Kekse zu verteidigen. Für ein paar Stunden guter Unterhaltung sollte also gesorgt sein. Trotz aller Skurrilität stehen in diesem Band die Ermittlungen der beiden Protagonisten stärker im Fokus als im letzten.
Im Gegensatz zum linear erzählten Vorgänger bedient sich der Autor diesmal Zeitebenen. In die Ermittlungen sind immer wieder Rückblicke eingestreut, die erzählen, wie die erfolglose Autorin Sonia zu dem wurde, was sie aktuell ist.
Um eventuell aufkommender Panik des Lesers vorzubeugen, es könnte ein Abschied für immer von Milten und Percy sein, wird am Ende schon der nächste Band angekündigt.

Fazit:
Bäuchlinge, Vielschreiberlinge und einige Mordopfer – aber keine Sorge: Erdmännchen-Detektive Percy wird das schon klären.

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„Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898“
Dieser interessante historische Stadtführer steht jetzt als Reprint zur Verfügung. Lernt ein Eisenach kennen, das es so nicht mehr gibt! Staunt über Informationen, die für uns heute kaum noch vorstellbar sind.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2019/11/12/eisenach-und-umgebung-ein-stadtfuehrer-aus-dem-jahr-1898/

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Keltâ – 1 – Lubiias

Yvonne Taddeo
Keltâ – 1 – Lubiias

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Das Geheimnis des Keltengrabes

Klappentext:
Dies ist der erste Band einer Romanreihe Keltâ und bedeutet übersetzt „die du liebst“. Darin verbindet Yvonne Taddeo das Alltagsleben in einer Kleinstadt der Gegenwart mit der Mystik des Glaubergs und seiner keltischen Vergangenheit.
Lioba, die Hauptperson der Geschichte, lebt bei ihrer Tante Ida im oberhessischen Ortenberg. Als sie eines Tages mit ihren Freunden Cathérine und Magnus den Kalten Markt besucht, trifft sie einen Fremden, der sie gleichzeitig magisch anzieht und in Todesangst versetzt.
Lioba gerät in eine uralte Fehde, die mit ihrer eigenen Herkunft zu tun hat. Doch die Menschen, die ihr Auskunft über ihre besondere Gabe geben könnten, bleiben stumm. So begibt sie sich auf die Suche nach Antworten und merkt schnell, dass sie sich auf eine lebensgefährliche Mission eingelassen hat.

Rezension:
Seit dem Tod ihrer Eltern lebt die 16-jährige Loiba bei ihrer Tante in Hessen. Auf einem Volksfest lernt sie einen mysteriösen Jungen kennen. Kurz zuvor wurde sie von ihrer Tante jedoch vor einer ‚gefährlichen Gang‘ gewarnt, die sich in der Gegend aufhalten soll. Irgendwie hat sie den Verdacht, der Unbekannte könnte mit dieser zu tun haben. Trotzdem legt Loiba es bewusst darauf an, den Jungen wiederzusehen. Ihre Tante versucht alles, das zu verhindern. Außer undurchschaubaren Andeutungen nennt sie allerdings keinen nachvollziehbaren Grund. Auch Daniel, wie der Fremde heißt, lenkt bei Nachfragen stets von Thema ab.
Ganz unbekannt war mir Yvonne Taddeos im hessischen Ortenberg verortete Urban Fantasy nicht, als ich dieses Buch in die Hand nahm. Den 2. Band der „Keltâ“-Reihe („Diligentir“) las ich schon vor einiger Zeit und bedauerte dabei bei der damaligen Rezension, dass mir einiges an Vorwissen fehlte. Die Antwort auf meine damals gestellte Frage, was E.L.F.en oder Latène eigentlich genau sind, bleibt allerdings auch Band 1 schuldig. Das erfährt der Leser anscheinend erst in einem späteren Band der Tetralogie. Zumindest das in Band 2 nicht erwähnte Alter der Protagonistin ist mir jetzt aber bekannt: x=16. Wenn ich dort allerdings feststellen konnte, dass „die Liebe zwischen den … Teenagern … die Fantasy-Handlung … nicht ‚erdrückt‘“, muss ich das für diesen Band relativieren. Band 1 tendiert schon deutlich zur Romantasy.
Die Autorin erzählt die Geschichte in der 1. Person ihrer Protagonistin. Der Stil kann durchaus gefallen, wobei mir – wie erwähnt – die Romantasy-Tendenz nicht so gut gefällt. Allerdings weiß ich ja schon, dass sich das im folgenden Band bessert. Etwas merkwürdig kommt mir allerdings vor, dass eine 16-jährige ihren nur wenig älteren Freund wiederholt als Mann statt als Jungen bezeichnet. Das empfinde ich als wenig glaubwürdig. Trotzdem machen die mir bisher bekannten 2 Bände definitiv Lust auf die weitere Entwicklung.

Fazit:
Urban Fantasy in der deutschen Provinz ist eine seltene Pflanze. Diese Reihe beweist aber, dass das funktionieren kann.

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