Im Zeichen des Lotus – 16 – Untergrund

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 16 – Untergrund

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Die rätselhaften Geschwister

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Drei Fremde betreten den Unterschlupf der Silver. Sie werden den Untergrund verlassen, um an einem anderen Ort einen Neuanfang zu wagen. Wenn die Geschichten von einst nicht mehr zählen und die Heldentaten längst nur noch geflüsterte Mythen sind, dann wird es Zeit, ein neues Kapitel zu beginnen. Doch sind die Geschwister nun ein gutes Omen für diesen Plan oder kündigen sie den Untergang an?

Rezension:
Während Titus und Nell auf dem Rückweg nach Irland sind und sich Oz nach wie vor nicht frei bewegen kann, erreichen die tschechischen Solani das Hauptquartier, wo sie den Silver beitreten wollen. In London sind sich der König und seine Schwester jedoch nicht einig, was ihr nächster Schritt sein soll. Sollen sie sofort nach Irland weiterreisen oder zuerst nach Oz suchen? Auch wenn sie es nicht wissen können, könnte der durchaus Hilfe gebrauchen.
Wie schon der Vorgänger konzentriert sich auch dieser Band darauf, (wahrscheinliche) zukünftige Handlungen vorzubereiten. Einzig in der Geschichte um Oz gibt es eine wirkliche Entwicklung, bei der aber noch nicht abzusehen ist, wohin sie führt. Erst am Ende des Bandes deuten sich bedeutende neue Schauplätze an. Auch das Geheimnis um die tschechischen Solani-Geschwister, zu dem es bisher nur Andeutungen gibt, verspricht interessant zu werden. So ist es wohl nicht abwegig, vorherzusagen, dass es „Im Zeichen des Lotus“ bald wieder ‚rund geht‘.

Fazit:
Noch ist Durchatmen angesagt, aber neue Action deutet sich am Horizont an.

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Guntrans Vermächtnis – 1 – Die Vinderfestung

Frank Beyer
Guntrans Vermächtnis – 1 – Die Vinderfestung

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Das Tor zur Unterwelt

Klappentext:
Was macht eine junge Bauerstochter, wenn ihr Leben trist und langweilig ist?
Richtig, sie hilft einem durchreisenden Fremden, sein Ziel zu erreichen: Die geheimnisvolle Vinderfestung. Dort soll der Fremde bei dem alternden Erzmagier Guntran seine Lehre als Zauberer beenden. Für Tellana bietet sich die einmalige Chance, ihrem bisherigen Leben zu entkommen.
Selbst wenn sie die Vinderfestung nur von Erzählungen kennt und der Fremde ein überheblicher Rüpel ist. Damit beginnt erst das eigentliche Abenteuer, denn nicht alles ist so, wie es zu sein scheint . . .

Rezension:
In der Festung auf dem Vinderberg befindet sich das versiegelte Tor, das die Dämonen davon abhält, die Welt zu betreten. Doch Erzmagier Guntran, der dieses bewacht, ist nicht mehr der Jüngste. Deshalb soll ein Adept in die Festung kommen, den er als seinen Nachfolger ausbilden will. Als dieser, geführt von einem Mädchen aus dem nahegelegenen Dorf, endlich eintrifft, stellt er sich jedoch als extrem hochnäsig und ziemlich unfähig heraus. Dem Mädchen gestattet der Erzmagier, als Dienerin in der Festung zu bleiben. Tellana, wie dieses Mädchen heißt, nimmt das Angebot dankend an, denn es bietet ihr endlich Gelegenheit, dem Einfluss ihres ungeliebten Vaters zu entkommen.
Bei diesem recht kurzen eBook handelt es sich um den Auftakt einer Reihe um den Erzmagier Guntran, der selbst zusammen mit seinem Adepten Isidor und Tellana wohl den ‚Main Cast‘ dieser Reihe bilden dürfte. Erwartungsgemäß steht in diesem Band das Kennenlernen der Akteure sowie der magischen Umgebung im Vordergrund. Auch wenn Sprache und Erzählstil recht einfach gehalten sind, könnte sich diese Geschichte eventuell zu einem interessanten Fantasy-Abenteuer entwickeln.

Fazit:
Dieser Reihen-Auftakt lässt noch nicht sicher erkennen, wie sich die Geschichte in ihrem weiteren Verlauf qualitativ entwickeln wird.

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Der Steinwächter

Julia Lalena Stöcken
Der Steinwächter

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Das Spiel

Klappentext:
Können dich die Steinwächter beschützen?
In den Überresten eines verlassenen Dorfes leben zwei Kinder wie eine Familie zusammen – vollkommen unbehelligt – bis ein Fremder in ihre friedliche Welt eindringt. Aus dem anfangs harmlosen Spiel wird bald bitterer Ernst …

Rezension:
Culann und Mur sind Waisen. Sowohl seine als auch ihre Eltern starben in der großen Hungersnot, die Irland im 19. Jahrhundert heimsuchte. Als die Überlebenden des Dorfes jedoch beschlossen, wie viele andere Iren nach Amerika auszuwandern, wollten sie nicht mit. Sie versteckten sich einfach, bis die Erwachsenen das Warten aufgaben und einfach fortgingen. Seitdem wohnen sie zusammen in einer der verlassenen Hütten des ansonsten menschenleeren Dorfes. Eines Tages taucht jedoch ein Mann auf, der in dem verlassenen Dorf anscheinend nach zurückgelassenen Gegenständen sucht. Als er auf die Kinder stößt, kommt es zum Konflikt.
Julia Lalena Stöckens in einer realen historischen Kulisse angesiedelte Kurzgeschichte spielt mit der Erwartungshaltung der Leser. Will der fremde Mann die Kinder nur vertreiben, um das Dorf als seine alleinige Beute betrachten zu können? Will er sie ausnutzen oder sich eventuell sogar an Mur vergehen? Die Vermutungen des Lesers werden im Laufe dieser kurzen Geschichte immer wieder in eine andere Richtung gelenkt. Diese Richtungswechsel erfolgen öfter als in manchem langen Roman. Das Ende fällt dann überraschend aus. Da es der Autorin dabei auch noch gelingt, ihre Geschichte in einer angenehm lesbaren Sprache darzubieten, dürfte diese Kurzgeschichte aus der bokksnacks-Reihe bei Lesern historischer Romane Gefallen finden.

Fazit:
Ein abenteuerliches Kinderschicksal im Irland des 19. Jahrhunderts.

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Saramee – Sammelband 1 – Kronn und der Atem des Todes

Markus K. Korb, Martin Hoyer
Saramee – Sammelband 1 – Kronn und der Atem des Todes

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Das Ränkespiel der Räte

Klappentext:
Die Stadt Saramee – ein Schmelztiegel von Abenteurern, Glücksrittern, Vertriebenen und verlorenen Existenzen auf der Suche nach einem neuen Weg zum Leben, Ruhm, Reichtum und einen Neuanfang. Doch werden sie ihr Glück in Saramee finden?
Sein Name ist Kronn und für einen anständigen Sold erledigt er die gefährlichsten Aufträge.
Doch der finstere Schatten, der sich über die freie Handelsstadt Saramee legt, fordert nicht nur einen starken Arm sondern auch Gerissenheit und Intelligenz. Seine Gegner sind nicht nur Piraten, uralte Monster, fanatische Wesen – auch die Politiker Saramees gehen für den Erhalt ihrer Macht über Leichen.
Kann der stolze Krieger das Geheimnis des Roten Todes trotz aller Widrigkeiten lösen?

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Markus K. Korb: Turm der Fallen
Markus K. Korb: Die Sekte der Gottlosen
Markus K. Korb: Der vergessene Friedhof
Martin Hoyer: Nachtleben

In Saramee leben Menschen und verschiedene menschenähnliche Wesen mehr oder weniger friedlich zusammen. Meist bestimmt der Unterschied zwischen Arm und Reich, zwischen einflussreich und unbedeutend das Leben stärker als die Zugehörigkeit zu einer bestimmten humanoiden Art. In dieser Stadt versucht auch Kronn über die Runden zu kommen. Meist verdingt er sich als Söldner, doch auch als Glücksjäger und Schatzsucher versucht er sich immer wieder. Dabei gerät er auch ins Blickfeld der Einflussreichen. Doch bietet sich ihm hier eine Chance, oder soll er nur ausgenutzt werden? Da Kronn jedoch gerade nichts besseres vorhat, beschließt er, es herauszufinden.
Saramee – hört sich der Name der Stadt nicht irgendwie orientalisch an? Mag sein, doch die titelgebende Stadt dieser Kurzgeschichtenreihe liegt in einer Fantasywelt, die keine deutlichen Anleihen an irgendeiner realen Weltgegend nimmt. Hier gibt es außer Menschen zwar auch diverse andere intelligente Wesen, jedoch weder Zauberei noch ‚die üblichen Verdächtigen‘ wie Kobolde, Vampire oder Werwesen.
Dieser Sammelband, der meinen (Beinahe-)Erstkontakt zur Welt von Saramee darstellt, bündelt die Geschichten, in denen der Charakter Kronn die Hauptrolle spielt. Die Reihenfolge, in der die einzelnen Beiträge im Buch erscheinen, ist die der chronologischen Ereignisse, aber anscheinend nicht die, in der die Kurzgeschichten ursprünglich veröffentlicht wurden. Während sich die 3 Stories aus der Feder Markus K. Korbs fast gänzlich auf den Hauptprotagonisten konzentrieren, nehmen in Martin Hoyers Beitrag zu dieser Sammlung auch andere Personen eine handlungstragende Rolle ein. Speziell Ralec könnte in seinem neuen Amt für einiges Durcheinander sorgen, aber auch Amata dürfte sich, falls sie in weiteren Geschichten vorkommt, zu einer interessanten Persönlichkeit entwickeln. Vielleicht liegt es genau in diesen interessanten ‚Nebenfiguren‘ begründet, dass „Nachtleben“ mich am meisten für sich gewinnen konnte.
Aufgelockert wird der Text durch ein paar Zeichnungen von Chris Schlicht. Allerdings sieht sein Kronn deutlich anders aus als der, den ich mir beim Lesen vorstelle.
Insgesamt betrachtet machen die hier zusammengestellten Geschichten Lust auf weitere Abenteuer aus Saramee. Speziell Ralec und Amata würde ich gerne wiedersehen beziehungsweise wiederlesen.

Fazit:
Dieser Schnupper-Tauchkurs in die Welt Saramees weckt das Interesse an den restlichen Kurzgeschichten aus dieser Welt.

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Eibe und das Buch der Schatten

Liliana Wildling
Eibe und das Buch der Schatten

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Dämonen gegen ‚Recht und Ordnung‘

Klappentext:
Eibe ist sechzehn. Quirlig, naiv und … eine Hexe.
Als ihr Meister Magnus einen weiteren Lehrling aufnimmt, wird Eibes bisheriges Leben völlig aus der Bahn geworfen. Was hat es mit diesem seltsamen jungen Mann auf sich? Und was ist das für ein ungewöhnliches Tier, das urplötzlich in einem ihrer Experimente auftaucht? Welche Verbindung besteht zu dem legendären Buch der Hexen?
Zusammen mit ihren Freunden kommt sie einem düsteren Geheimnis auf die Spur und sieht sich grausamen, dämonischen Wesen gegenüber, die ihr nach dem Leben trachten.

Rezension:
Seit ihre Eltern bei einem Autounfall starben, lebt Eibe bei Magnus, der sie aufzog und in der Nutzung der Magie ausbildete. Als bei Magnus ein neuer Schüler auftaucht, führt das schnell zu Chaos und lebensgefährlichen Zwischenfällen. Wer ist dieser Lumen wirklich? Wessen Zielen dient er? Und steht ‚der Rat‘, für den Magnus früher arbeitete, wirklich auf ihrer Seite?
Wer auf der Suche nach Rezensionen dieses Buches ist, könnte eventuell darüber stolpern, dass ich vor rund 1½ Jahren schon eine Rezension dazu verfasst habe. Damals ‚gönnte‘ ich ihm nur 3 Sterne, diesmal sind es plötzlich 4. Wie kann das sein? Keine Sorge, mein Geschmack hat sich nicht plötzlich verändert. Beim vorliegenden Buch gleichen Titels handelt es sich um eine überarbeitete und erheblich erweiterte Version. Die damals angekündigte Fortsetzung wurde hier bereits in das Buch integriert, sodass es jetzt eine abgeschlossene Handlung bietet. Auch einige der von mir damals genannten Kritikpunkte wurden von der Autorin nachgebessert. So wird Eibes Art jetzt nicht mehr als chaotisch definiert, sondern nur noch als quirlig, was dazu führt, dass ihr (nur) zu Beginn aus Hast einige Zauber misslingen.
Die Story um das verwickelte magische Mächtespiel um Magnus, Eibe und ihre Mitbewohner birgt durchaus Potenzial. Dem Leser offenbart sich das Interessengeflecht der verschiedenen Parteien erst nach und nach. Dabei gelingt es der Autorin, eine spannende Handlung um die Machtspiele in der magischen Welt aufzubauen, die man stellenweise schon beinahe als magischen Thriller bezeichnen könnte.
Aufgelockert wird der gut lesbare Text durch Illustrationen, die die wichtigsten Charaktere sowie anderes zeigen.

Fazit:
In der vorliegenden überarbeiteten Fassung dürfte diese Urban Fantasy viele Genre-Fans begeistern können.

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Kysano – 1 – Erde, Licht und Dunkel

Beatrice Hiu
Kysano – 1 – Erde, Licht und Dunkel

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In der Welt der Geheimnisse

Klappentext:
Außergewöhnliche Fantasy in einer magischen Welt voller Illusionen.
• Ein Artefakt, das nicht gefunden werden soll
• Eine Prophezeiung, die den Untergang oder die Rettung bringt
• Ein Mädchen, das nicht ist, wofür es gehalten wird
• Freundschaften, die allen Widrigkeiten trotzen
• Bündnisse, die tödlich enden können
Aus heiterem Himmel wird Leeza aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen und findet sich in einer ihr völlig fremden Welt voller Magie, Illusionen, Geheimnissen und Gefahren wieder. Während sie noch daran arbeitet, sich in Kysano einzuleben und mit Hilfe ihrer neuen Verbündeten auf die Mission vorzubereiten, überschlagen sich die Ereignisse, und die Suche nach dem ersten Schlüssel beginnt.

Rezension:
Ohne jede Vorbereitung erfährt die 16-jährige Leeza eines Tages, dass sie und ihre Mutter nicht aus dieser Welt stammen, dass die laut einer Prophezeiung die Retterin ihrer Heimatwelt Kysano sein wird und ihre Mutter sie deshalb hierher in Sicherheit brachte. Noch dazu soll sie jetzt, und zwar noch am selben Tag, mit einer guten Freundin ihrer Mutter, die Leeza bisher gar nicht kannte, und noch dazu ohne ihre Mutter nach Kysano zurückkehren. Eine wirkliche Wahl wird Leeza nicht gelassen. Doch auch nach ihrer Ankunft in ihrer fremden Heimatwelt und dort in der Schule der Lichtmagier will ihr niemand wirklich etwas erklären. Die Kriese zwischen hellen und dunklen Magiern spitzt sich jedoch schnell drastisch zu, sodass Leeza keine Wahl bleibt, als mitzuspielen.
Ein für dieses Genre schon als klassisch zu bezeichnendes Setting bildet den Einstieg zu diesem Jugend-Fantasy-Mehrteiler. Auch die weitere Handlung fällt Genre-typisch aus, wird dabei aber durchaus interessant und in einem angenehm lesbarem Stil erzählt.
Weniger gelungen wirken die doch etwas unglaubwürdigen Charaktere, allen voran die Protagonistin Leeza. Dass diese sich immer wieder – und zwar bis zum Ende dieses Bandes – damit abspeisen lässt, dass sie die Antworten auf ihre endlos vielen Fragen „jetzt noch nicht“ erhalten könne, wirkt völlig unverständlich und unglaubwürdig. Das trifft umso mehr zu, da es in der Handlung immer wieder Szenen gibt, wo sie ‚freiwillig‘ bei irgendetwas mitwirken muss und somit Gelegenheit hätte, als Bedingung auf Antworten zu bestehen. Allerdings zieht sich diese Geheimniskrämerei auch Abseits der Hauptfigur durchs ganze Buch. Jeder enthält hier jedem Informationen vor. Natürlich ist klar, dass dieses Mittel auch dazu dient, den Leser unwissend zu halten, aber die Handelnden, und da wie gesagt in besonderem Maße die Hauptprotagonistin, erscheinen dadurch nicht wie reale Menschen.
Wie bereits erwähnt, kann die spannende Handlung diese Schwäche jedoch zumindest teilweise ausgleichen, was auch zu meiner trotz der Kritik doch recht positiven Gesamtbewertung führt. Somit bleibt zu hoffen, dass die Autorin in den Fortsetzungen die Charakterzeichnung noch deutlich verbessert. Lust auf den Fortgang der Handlung kann die Geschichte jedenfalls wecken.

Fazit:
Eine interessante Parallelwelt-Fantasy, die leider durch teilweise etwas unglaubwürdige Charakter geschwächt wird.

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Ostereier mit Schuss

Sabine Bürger
Ostereier mit Schuss

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Die Füllung macht den Unterschied

Klappentext:
Eine gefährliche Osterüberraschung
Ostern ist das Fest der Auferstehung und des Neuanfangs. Cornelia nimmt das wörtlich. Sie will ihrer falschen Freundin Gundula einen Denkzettel verpassen. Denn Rache ist süß – oder?

Rezension:
Cornelia ist nicht mehr ganz jung – und trotzdem frisch verliebt. Doch dann sieht sie ihre beste Freundin Gundula mit ihrem Günter. Das schreit natürlich nach Rache. Und was würde sich gerade zu Ostern besser dazu eignen als gefüllte Schokoladeneier. Die Füllung macht den Unterschied! Deshalb ‚würzt‘ Cornelia Gundulas Eier persönlich mit etwas Rauschgift nach. Doch die wirkliche Osterüberraschung wartet noch auf sie …
Die im Rahmen der booksnacks-Reihe erscheinenden Kurzgeschichten variieren sowohl im Genre als auch in der Qualität stark. Dieser humoristische Kurzkrimi gehört qualitätsmäßig zweifellos zu den besseren Ausgaben der Reihe. Sabine Bürger gelingt es, die Rachegedanken ihrer Protagonistin nachvollziehbar und in einem gut lesbaren Stil darzustellen. Wie sich die Story um die ‚getunten‘ Eier weiterentwickelt, soll hier natürlich nicht verraten werden.

Fazit:
Eine spannend-humorvolle Osterfeier, die für kurzweilige Unterhaltung sorgt.

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Deutschlandreise

Diverse
Deutschlandreise

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Neuigkeiten aus alten Tagen

Klappentext:
Diese Deutschlandreise bietet Ansichten aus längst vergangenen Tagen. Manche Erkenntnis trägt zum Verstehen der heutigen Welt bei, anderes mag „bloß“ erheitern und unterhalten. Dabei sorgt der Blick von außen zuweilen für Erstaunen: Michel de Montaigne beschreibt seine Erlebnisse in Süddeutschland aus französischer Sicht und lobt – ausgerechnet – das deutsche Essen. Germaine de Staël hingegen schätzt besonders die deutschen Schriftsteller. Der Amerikaner Mark Twain begibt sich auf eine fußschonende Wanderung durch das Neckartal – und erlebt eine Kuriosität nach der anderen. Mit der Harzreise und Auszügen aus den Wanderungen durch die Mark Brandenburg sind auch zwei Innenschauen aus der Feder Heinrich Heines und Theodor Fontanes dabei. Johann Wolfgang von Goethe und Georg Forster widmen sich religiösen Bräuchen, der eine wohlwollend, der andere eher kritisch beobachtend.

Rezension:
Von Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ hat wohl jeder zumindest schon mal gehört, von Heines „Reisebilder“ vielleicht schon weniger. Wer unseren ‚Nationalhelden‘ Goethe und seinen „Faust“ nicht kennt, wird wahrscheinlich sofort ausgebürgert. Aber wer hat schon von seinem „Sankt-Rochus-Fest in Bingen“ gehört? Im Gegensatz zu Goethe werden viele Mark Twains Bücher wahrscheinlich sogar freiwillig gelesen haben, doch wie viele davon wissen, dass er auf seiner Europareise eine Neckarwanderung unternommen und literarisch verarbeitet hat? Leute wie Michel de Montaigne, Germaine de Staël oder Otto J. Bierbaum dürften der Mehrheit wohl nicht mal dem Namen nach ein Begriff sein. Aber auch sie und noch mehrere nicht genannte haben Reisenotizen aus Deutschland zu Papier und Buch gebracht. Allen diesen Reiseberichten gemein ist, dass die beschriebenen Reisen vor mehr als 100 Jahren, teilweise deutlich über 400 Jahren stattfanden. In diesem fast 10-stündigen Hörbuch werden diese literarisch mehr oder weniger verfremdeten Berichte (meist auszugsweise) von bekannten Sprechern vorgetragen.
Während Twains Geschichte – der genau wie Heines – ganze 2 CDs gegönnt werden, durch seinen teilweise ironischen Stil begeistern kann, ist es bei Bierbaum das technische Abenteuer, das Interesse weckt. Leider sind auch schwächere Berichte dabei. Germaine de Staëls belehrender Stil weckt genauso wenig Begeisterung wie Goethes tagebuchartiger Bericht. Bei letzterem erinnert man sich sofort wieder daran, wieso man den sogenannten Dichterfürsten schon zu Schulzeiten nicht mochte. Selbst erheblich ältere Beiträge anderer Autoren wirken sprachlich moderner als sein Stil.
Interessant sind jedoch bei allen enthaltenen Reiseberichten, ob man den Stil des jeweiligen Autors nun mag oder nicht, die Beschreibungen eines längst vergangenen Deutschlands. Über manches kann man sich heute nur noch wundern, anderes erkennt man zumindest ansatzweise noch wieder. Wer sich für diesen Gesichtspunkt interessiert, wird mit dieser Hörbuch-Anthologie bestimmt zufrieden sein.

Fazit:
Reiseberichte aus längst vergangener Zeit, gelesen von bekannten Sprechern – ein außergewöhnliches und gerade deshalb interessantes Projekt.

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Geheimnis der Götter – 4 – Asche des Krieges

Saskia Louis
Geheimnis der Götter – 4 – Asche des Krieges

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Dunkle Geheimnisse

Klappentext:
Nym weiß nichts mehr.
Auf der Suche nach Antworten begibt sie sich in die Tiefen der Kreisberge und muss schon bald erkennen, dass in einer Welt aus Lügen nichts ist wie es scheint. Und je mehr sie sich in die Geheimnisse der Götter verstrickt, desto deutlicher wird, dass sie die Macht von verlorenen Erinnerungen unterschätzt hat.
Während Vea eine Rebellion lostritt und in Bistaye erbitterte Machtkämpfe ausbrechen, ist nur eines gewiss: Im Krieg gegen die Götter kann es keine Gewinner geben …

Rezension:
Gegen Provodes ausdrücklichen Willen wollen Nym, Levi und Jeki versuchen, das Kreisvolk in den Kreisbergen zu erreichen, denn angeblich soll dieses wissen, wie die Götter zu besiegen sind. Aus diesem Grund versuchen natürlich auch letztere, den Erfolg der Expedition zu verhindern. Doch wird das Kreisvolk überhaupt gewillt sein, sich in die Angelegenheiten der verfeindeten Länder einzumischen? Und wird es den nicht ganz freiwilligen Kampfgefährten gelingen, aus den eventuell erhaltenen Informationen Nutzen zu ziehen?
Mit diesem Band endet Saskia Louisʼ Tetralogie um die verfeindeten Reiche Bistaye und Asavez, um Levi und Jeki und die zwischen ihnen und ihren Ländern stehende Hauptprodagonistin der Geschichte, Nym. Die bisherigen 3 Bände (von mir ausnahmslos mit 5 Sternen bewertet) deuteten auf ein fulminantes Finale hin. Die zahlreichen offenen Fragen und Geheimnisse, die noch der Auflösung harrten, versprachen einen spannenden Abschlussband. Um es vorwegzunehmen: Die Fragen wurden alle beantwortet, die Rätsel gelöst. Trotzdem kann dieser Band die in ihn gesetzten Erwartungen nicht vollends erfüllen. Der eigentliche Endkampf an sich fällt leider enttäuschend unspektakulär aus. Und auch wenn es beim Kampf auf Leben und Tod natürlich recht ernst zugeht, vermisst man über den größten Teil dieses Buches doch den locker-humorvollen Ton der Vorgänger. Der Erzählstil der Autorin bleibt dabei natürlich trotzdem unverändert. Trotz der erwähnten kleinen Einschränkungen wird wohl kein Leser, der Nyms Abenteuer bisher verfolgt hat, auf dieses Finale verzichten wollen.
Auch wenn die „Geheimnis der Götter“-Reihe hier ihren Abschluss findet, wird in einer kurzen Szene am Ende die Tür zu einer möglichen Fortsetzung geöffnet.

Fazit:
Das große Finale der Tetralogie beantwortet alle Fragen und stellt trotzdem den relativ schwächsten Band der Reihe dar.

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Du bist so alt wie … Technikwissen für Geburtstagskinder 1978

Boris Hänßler
Du bist so alt wie … Technikwissen für Geburtstagskinder 1978

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Im Banne der Diskette

Klappentext:
»Du bist so alt wie…« – die Geschenkbuch-Reihe für alle »Technikfans«! Jeder Band stellt kurzweilig die technischen Errungenschaften, Highlights und Flops eines bestimmten Jahres vor. Eine spannende Zeitreise für alle, die schon immer einmal wissen wollten, was in ihrem Geburtsjahr los war.
1978 war aus technischer Sicht ein besonderes Jahr. Der Angriff der Space Invaders begeisterte die Spielefans und die Zeitansage war die beliebteste Telefonnummer in Deutschland. Und während ein alter Mann mit einer Schubkarre 14.000 Kilometer durch Australien lief, besiegte ein Computer erstmals einen Schachgroßmeister. Entdecken Sie die technischen Highlights dieses außergewöhnlichen Jahrgangs.
Was ist alles passiert?
• Der VW Käfer geht in Rente
• Krieg der Formate: VHS vs. Beta
• Erfindung der Spam-Mail
• Die erste Erotik-Hotline
• Und viele spannende Ereignisse mehr!

Rezension:
Nicht nur im jeweiligen Jahr Geborene dürften sich hin und wieder dafür interessieren, welche technischen Geräte im Jahr x gerade neu und aktuell waren. Genau diese Frage will diese Reihe für das jeweilige Jahr beantworten, wobei x im vorliegenden Fall gleich 1978 ist. Ein paar Beispiele nennt schon der Klappentext. Überraschenderweise wurde aber beispielsweise auch die 5¼-Zoll-Diskette bereits 1978 eingeführt. Außer den technischen Neuheiten werden auch einige nicht-technische Ereignisse des Jahres erwähnt.
Bücher dieser Reihe liegen bisher für die Jahre 1958, 1968, 1978 und 1988 vor.
Auch wenn das Buch leider ein paar Ungenauigkeiten aufweist, die durch gründlichere Recherche hätten vermieden werden können, birgt es doch viele Informationen die der technikgeschichtlich Interessierte – egal wann er geboren wurde – ansonsten kaum in dieser kompakten Form finden dürfte.

Fazit:
Eine technikgeschichtliche Zeitreise ins Jahr 1978.

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