12 – Die Akademie der Zeit

J. F. Sebastian
12 – Die Akademie der Zeit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Flucht aus der 7

Klappentext:
„Du bist nicht hier geboren. Nicht hier in dieser Stadt, nicht hier in diesem Land, nicht hier in dieser Welt.“
Das musste Daniel erst einmal verdauen.
Von einer Sekunde auf die andere ändert sich das Leben des 13-jährigen Daniel. Er lernt ein Mädchen kennen, wird von einem mysteriösen Fremden verfolgt, erfährt ein unglaubliches Geheimnis über seine Familie und muss schmerzhaft feststellen, dass es mehr als nur eine Welt gibt.
Mit „12 – Die Akademie der Zeit“ liefert Autor J. F. Sebastian den Auftakt zu einer fantasievollen Jugendbuch-Trilogie rund um Familie, Freundschaft und die Zeit.

Rezension:
Seit dem Tod seiner Eltern, an die er sich kaum erinnern kann, lebt Daniel bei seinem Großvater. In der Schule ist er nicht sonderlich beliebt, und wirkliche Freunde hat er nicht. Um so überraschender ist es für ihn, als unerwartet ein Mädchen Kontakt zu ihm sucht. Noch während er mit diesem spricht, fällt ihm jedoch auf, dass ein mysteriöser Fremder ihn zu beobachten scheint. Auf dem Heimweg bestätigt sich diese Feststellung, denn der Fremde verfolgt ihn. Mit Mühe schafft er es zu seinem Großvater, aber was er dort erfährt, stellt alles, was Daniel bisher zu wissen glaubte, auf den Kopf. Sein Opa und er selbst stammen nicht von der Erde – und sie sind in ernster Gefahr. Daniel muss eilig von der Erde, der 7. der 12 bewohnten Welten, fliehen.
Fantasy oder eher SciFi – diese Frage ist bei J. F. Sebastians Jugend-Abenteuer nicht so leicht zu beantworten. Auch wenn das Reisen zwischen verschiedenen Planeten eher an SciFi erinnert und es auf Daniels Heimatwelt, der 12, dem Entwicklungsstand der Erde weit überlegene Energienutzungsformen gibt, steht zumindest in diesem Band doch das Fantasy-Element im Vordergrund. So reist man zwischen den Welten nicht etwa mit Raumschiffen oder anderer Technologie, sondern per Magie. Und genau diese soll auch Daniel an der Akademie der Zeit erlernen, denn er ist – wie er erst jetzt erfährt – der Nachkomme einer traditionellen Salier-Dynastie.
Der Autor kombiniert in diesem Jugend-Fantasy-Abenteuer verschiedene Elemente, die dem Genre-erfahrenem Leser in ähnlicher Form schon hier und da begegnet sind, geschickt zu einem überzeugenden neuen Mix. Zusammen mit dem Protagonisten muss der Leser die andere Welt und das Leben an der Akademie erst kennenlernen. Leider wird das Umfeld dabei etwas stiefmütterlich behandelt, lernt man außer Daniels neuem Freund Abay doch keinen einzigen seiner Mitschüler kennen. Trotz derartiger kleinerer Schwächen nimmt das Buch den Leser gefangen. Nach dem Cliffhanger am Ende kann man nur hoffen, bald zu erfahren, wie es weitergeht.

Fazit:
Dieses jugendliche Fantasy-Abenteuer mit SciFi-Touch eröffnet genügend Potential für den Rest der Trilogie.

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Tom Winter und der weiße Hirsch

Nicole Wagner
Tom Winter und der weiße Hirsch

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Des Nachbars Garten

Klappentext:
„Tom fehlten die Worte für das, was ihm in diesem Moment widerfuhr. Er fühlte sich nicht länger wie ein einziges, selbständiges Wesen, sondern als hätte man ihn in der Mitte zerteilt. Dieses zweite Geschöpf, das vor ihm in einem hellen gelben Licht erstrahlte, war genauso wichtig wie er selbst, ihre Leben miteinander verbunden.“
Hals über Kopf stürzt Tom sich ins Abenteuer, die Anderswelt vor Vampir Graf Skelardo zu retten. Dabei ist es nicht unbedingt von Vorteil, dass er bis eben noch geglaubt hatte, völlig normal zu sein. Zum Glück sind seine Freunde Charlie, Peer und Astos bei ihm, wenn es brenzlig wird …

Rezension:
Tom lebt mit seinem Vater in einem kleinen Vorstadthaus. Schon lange vermutet er, dass im Garten seines Nachbarn merkwürdige Dinge vor sich gehen, ohne das jedoch näher definieren zu können. Während sein Freund Peer von gegenüber ihm glaubt und hilft, der Sache auf den Grund zu gehen, will Charlie, die neben Peer wohnt, ihnen das ausreden. Doch eines Tages stolpern die Freunde mitten in die magische Welt, die ihr Nachbar zu verbergen versucht, hinein. Auf Tom warten zahlreiche Überraschungen, und schneller, als sie es sich versehen, müssen sich die Freunde auf eine Mission begeben, um die magische Welt zu retten.
Diese Grundidee einer jugendlichen Urban Fantasy wirkt nicht prinzipiell neu – und sie ist es auch nicht, auch wenn der Autorin Nicole Wagner durchaus ein paar neue Nuancen einfallen. Dass man schon andere Jugend-Fantasy-Abenteuer mit ähnlicher Ausgangslage gelesen hat, muss natürlich nicht unbedingt negativ sein, gibt es doch einige derartige Geschichten, die durchaus zu gefallen wissen. Das könnte auch hier der Fall sein, zumal die Autorin ein paar tragfähige Ideen entwickelt. Leider ist die Erzählstruktur dieses Werkes nicht besonders ausgefeilt. Auch mehrere Logik-Schnitzer trüben den Lesegenuss etwas. So beginnt Toms Abenteuer im Juli, doch nachdem nur wenige Tage vergangen sind, ist es plötzlich Mitte September. Auch scheint Peers Eltern, die im Gegensatz zu Charlies Eltern und Toms Vater nicht eingeweiht werden, die monatelange Abwesenheit ihres erst 13-jährigen Sohnes kaum zu verwundern. Alles in allem kann das Buch trotz eigentlich ganz brauchbarem Plot nicht restlos überzeugen.
„Tom Winter und der weiße Hirsch“ stellt eine in sich weitgehend abgeschlossene Handlung dar, auch wenn das Tor zu einer möglichen Fortsetzung am Ende weit aufgestoßen wird.

Fazit:
Ein Urban-Fantasy-Abenteuer für junge und junggebliebene Leser, dass leider einiges Potential verschenkt.

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Ein (fast) perfekter Muttertag

Bettina Wagner
Ein (fast) perfekter Muttertag

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Heute kochen andere

Klappentext:
Gibt es etwas Schöneres, als den Muttertag einmal so richtig zu genießen und sich von allen Seiten verwöhnen zu lassen? Jedenfalls denkt Sybille das zu Beginn auch …

Rezension:
Als Sybille am Muttertag aufwacht, stehen Mann und Kinder bereits in der Küche und bereiten das Mittagessen vor. Da kann sie die Gelegenheit doch nutzen, mal einen kleinen Entspannungsspaziergang zu machen. Dumm nur, dass keine ihrer Freundinnen Zeit hat. Und als sie zurückkommt, erkennt sie die Küche und ihre Lieben kaum wieder.
Bettina Wagner beweist in dieser Kurzgeschichte wiedermal ihr Gespür für den leisen Humor. Damit ist dieses eBüchlein genau das Richtige für eine kurze Entspannung zwischendurch.

Fazit:
Eine Kurzgeschichte für ein kleines Schmunzeln in der Pause.

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Die Novae Experimente – Elmsfire

Adrian MB
Die Novae Experimente – Elmsfire

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die andere Art

Klappentext:
Als die Studentin Clarra eines Nachts eine Begegnung mit einem übernatürlichen Wesen hat, gerät sie in ein schier unglaubliches Abenteuer der ganz besonderen Art.

Rezension:
Als in den Medien Berichte vom Überfall anscheinend übernatürlicher Wesen auftauchen, hält Clarra das zunächst für Blödsinn. Als sie sich jedoch entschließt, noch einen abendlichen Spaziergang durch den Uni-Campus zu unternehmen, trifft sie auf einen Mann, den irgendetwas unnatürliches umgibt. Kurz darauf wird er von Kämpfern in schwarzer Tarnkleidung angegriffen. Bevor er stirbt, kann er Clarra noch eine Akte übergeben, mit der es dieser gelingt zu fliehen. Wie sich herausstellt, hat die US-Regierung diese Wesen mit besonderen Fähigkeiten einst gentechnisch geschaffen und versucht nun alles, die Kontrolle über ihre Schöpfung zu erlangen. Und Clarra mit der Akte, in der sich vermutlich die Regierung belastendes Material befindet, steht ganz weit oben auf der Abschussliste.
Mit diesem Buch ist dem Autor, der sich hinter dem Pseudonym Adrian MB verbirgt, ein von Anfang bis Ende fesselnder Fantasy-Thriller gelungen. Aus der wechselnden Sicht Clarras, des Chefs der CNA, der eilig zur Überwachung der Novae, wie diese Wesen genannt werden, geschaffenen Regierungsbehörde, einer Polizistin sowie verschiedener Novae verfolgt der Roman die sich überstürzenden Ereignisse über einen lediglich einige Tage umfassenden Zeitraum. Schnell wird klar, dass die Novae trotz ihrer sehr verschiedenen ‚übermenschlichen‘ Fähigkeiten charakterlich genau so unterschiedlich wie die Menschen sind. Wird es Clarra gelingen, den Skandal öffentlich zu machen? Kann sie den Novae, die sich ihr offenbaren, mehr trauen als der CNA?
Leider gibt es an diesem hochspannenden Buch auch Schattenseiten, wobei dieser nicht inhaltlicher, sondern handwerklicher Art sind. Die Kommata hat der Autor anscheinend nach dem Zufallsprinzip im Text verteilt. Dazu kommen zahlreiche Absatzumbrüche mitten im Satz, manchmal sogar mitten in einem Wort. Es ist schade, dass dieses ansonsten sehr gelungene Werk durch derartige Nachlässigkeiten verschandelt wird. Vielleicht kann sie der Autor ja zu einer entsprechenden Nachbesserung überwinden?

Fazit:
Höchst interessanter Fantasy-Thriller, der alle Fans der X-Files und ähnlichem begeistern dürfte – jedoch handwerklich verbesserungswürdig.

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Das Erbe der Macht – 8 – Opfergang

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 8 – Opfergang

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Kleopatras Falle

Klappentext:
Die Lichtkämpfer lecken ihre Wunden. Viel Zeit bleibt jedoch nicht. Leonardo befindet sich in Gefangenschaft, Marks Unterlagen bleiben verschwunden und die Jagd nach dem dritten Sigilsplitter geht weiter.
Als sich Nostradamus mit einer wichtigen Information meldet, müssen die Lichtkämpfer reagieren, um Schlimmeres zu verhindern. Denn die Schattenkrieger sinnen auf Rache.

Rezension:
Die Schlacht ist beendet, doch obwohl die Lichtkämpfer siegreich aus dieser hervorgingen, haben sie kaum Grund zum Feiern. Leonardo ist in der Gewalt der Gegner, viele ihrer noch unerfahrenen Mitlieder sind noch im Bernstein eingeschlossen und können derzeit nicht befreit werden. So müssen sich die einsatzfähigen Teams aufteilen, um an möglichst vielen Stellen weiterarbeiten zu können. Zum einen muss die Suche nach dem noch fehlenden Sigilsplitter weitergehen, zum anderen muss überprüft werden, ob die Erben des letzten Sehers noch Unterlagen in ihrem Besitz haben.
Wer nach dem vorhergehenden Band dachte, jetzt würde es im Castillo vorübergehend etwas ruhiger zugehen, hat sich getäuscht. Aber wer von den Fans dieser Reihe oder allgemein ihres Autors Andreas Suchanek wäre schon auf diese Idee gekommen? Die wissen schließlich, dass eine Ruhepause nicht zu erwarten ist. Gewohnt gekonnt treibt der Autor die Handlung voran. Und über seinen Stil und seine Konstruktionskünste muss beim mittlerweile 8. Band wohl nichts mehr gesagt werden.

Fazit:
Die Schlacht ist gewonnen – auf in die nächste! Aufregend geht es weiter.

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Der Galgen von Tyburn

Ben Aaronovitch
Der Galgen von Tyburn

Übersetzung: Christine Blum

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Die Spur des toten Mädchens

Klappentext:
Wie man einem gesichtslosen Magier zu Leibe rückt, was die Bewohner von Londons teuerster Immobilie so treiben und wie ungünstig es sein kann, wenn man Lady Tyburn einen Gefallen schuldet – diese und noch mehr erfreuliche Erkenntnisse warten bei seinem neuen Fall auf Police Constable Peter Grant. Einen Einblick ins Leben der Reichen und Schönen von London gibt es gratis dazu. Und die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechterhalten sollte er bei all dem möglichst auch noch.
In seinem sechsten Fall muss der Londoner Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant …

  • ein verschollenes Buch finden,
  • einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären,
  • versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Tyburn zu verscherzen,
  • vermeiden, vom gesichtslosen Magier ins Jenseits befördert zu werden,
  • sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.

Und Lesley ist zurück.
Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neuer Feinde zu machen. Immer vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.

Rezension:
Peter Grant ist wieder da! Doch kaum liegt er mit Beverley im Bett, bekommt er einen Anruf von deren Schwester Ty. Bei einer Drogenparty von Jugendlichen gab es einen Todesfall. Unter den Festgenommenen ist auch Tys Tochter – und Peter soll diese möglichst unauffällig ʼraushauen. Das erweist sich als nahezu unmöglich, denn plötzlich ist Tys Tochter sogar die Hauptverdächtige. Und bei der Obduktion des Opfers finden sich Spuren von Magie! Spätestens das macht die Sache auch in rein dienstlicher Hinsicht für Peter und seinen Chef Nightingale interessant. Auch der Gesichtslose scheint in den Zwischenfall verwickelt zu sein, und der hat eine neue Assistentin. Dass auch noch schießwütige amerikanische Magie-Ermittler auftauchen, verkompliziert die Ermittlungen noch weiter. Lady Ty ist höchst sauer auf Peter.
Zum Stil von Ben Aaronovitchs „Peter Grant“-Reihe muss man wohl nicht mehr viel sagen. Allen Fans der Reihe ist es ohnehin bekannt – und Neueinsteiger sollten diese lieber von Anfang an lesen, statt mit diesem Band einzusteigen. Auch diesmal gibt es natürlich wieder zahlreiche Reminiszenzen auf Popkultur, Architektur und Polizeiarbeit. Dass Peter allen Widrigkeiten zum Trotz auch dieses Abenteuer überlebt, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Schließlich wird er ja noch gebraucht. Diese herrlich schräge Fantasy-Krimi-Reihe macht auch im mittlerweile 6. Band Spaß. Und vielleicht gelingt es Peter ja sogar, endlich die Identität des gesichtslosen Magiers zu lüften. Und den Fall ins Trockene zu bringen, ohne von Ty ersäuft zu werden.
Die einzigen nicht ganz so positiven Punkte, die hier erwähnt werden müssen, betreffen die deutsche Übersetzung. Im Original heißt dieser Band „The Hanging Tree“. Das lässt sich natürlich nicht wörtlich übersetzen. Die sinngemäße Übersetzung wäre wohl „Der Galgenbaum“. Beim titelgebenden „Hanging Tree“ handelt es sich allerdings um einen Pub, der in der Geschichte eine Rolle spielt. Und der befindet sich weder im ehemaligen Dorf Tyburn, noch gehört er Lady Tyburn oder liegt am gleichnamigen Fluss. Da ist der deutsche Titel wohl nicht ganz glücklich gewählt. Und dann die lieben Hausnummern … Im ganzen Buch wird immer wieder die Adresse des Tatortes mit „Hyde Park Nummer Eins“ genannt, was im Original sicher „Number One, Hyde Park“ hieß. Sorry, aber in meinen Augen ist diese Anpassung an hiesige Gepflogenheiten eine üble Eindeutschung und fällt nicht unter den Begriff Übersetzung. Eine Hausnummer in Großbritannien gehört auch in deutscher Sprache vor den Straßennamen.

Fazit:
Eine neuer Peter Grant, wie jeder Leser und Fan es sich wünscht: humorvoll, spannend und einfach magisch.

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Fantasy-Lesebuch 4

Ingrid Pointecker (Hrsg.)
Fantasy-Lesebuch 4

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Gute Stories – wenig Fantasy

Klappentext:
Was passiert, wenn sich eine Spinne für Mythologie interessiert?
Wie sicher kann man sich auf einem vermeintlich unbewohnten Planeten fühlen?
Wo verläuft die Grenze zwischen Vorsicht und Moral bei der Eindämmung eines Virus?
Warum beginnen manche Kämpfe erst nach dem Ende einer großen Schlacht?
Wie können 13 Briefe mehr als nur ein Leben verändern?
Die Antworten auf diese Fragen finden sich in dieser Anthologie. Klassische Fantasy, Science-Fiction, Dystopisches und Gänsehautmomente laden zum Schnuppern in unterschiedliche Subgenres ein – zum Lesen, Vorlesen und Nacherzählen. Fünf AutorInnen, fünf Geschichten und eine gewagte Mischung, die viel zu schade für die Schublade wäre.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Im Netz – Andrea Bannert
Die singenden Bäume – Corinna Schattauer
Typ B – Mia Neubert
Die letzte Aufgabe – Jacqueline Mayerhofer
Die 13 Briefe des Paulus Marinus – Fabian Dombrowski
Eine Spinne als Heldin, Gestrandete Raumfahrer, ein grassierender Zombie-Virus, ein Machtkampf zwischen Brüdern und Geisterforschung – so bunt ist die Mischung der mittlerweile 4. Ausgabe des Fantasy-Lesebuchs. Gemeinsam ist allen 5 Kurzgeschichten, dass sie stilistisch als durchaus gelungen eingeschätzt werden müssen. Doch damit enden die Gemeinsamkeiten auch schon.
Während „Im Netz“, eine Geschichte aus der Perspektive einer intelligenten Spinne, und „Die 13 Briefe des Paulus Marinus“, wo die Ergebnisse ‚übernatürlicher Forschung‘ ausschließlich anhand von Briefen rekonstruiert werden, als Fantasy im eigentlichen Sinn aufgefasst werden können, trifft das auf die restlichen Geschichten weniger bis gar nicht zu. Bei „Die singenden Bäume“, einer SciFi-Geschichte um auf einem fremden Planeten gestrandete Raumfahrer, kann man die Entdeckung der Protagonisten eventuell noch als Fantasy einstufen, bei „Typ B“, einer Apokalypse nach Ausbruch eines Zombie-Viruses, tue ich mich allerdings schwer, dies noch als Fantasy zu betrachten. Spätestens bei „Die letzte Aufgabe“, einem historischem Abenteuer um verfeindete Brüder, ist jedoch keine Spur des Fantasy-Genres mehr zu entdecken. Im Gegensatz zu den anderen Beiträgen, die man zumindest noch unter Phantastik verbuchen kann, trifft selbst dies hier nicht zu. Auch wenn im Klappentext von „klassische Fantasy, Science-Fiction, Dystopisches und Gänsehautmomente“ gesprochen wird, passt diese Mischung nicht wirklich zum Titel „Fantasy-Lesebuch“.
Um nicht missverstanden zu werden: Die einzelnen Kurzgeschichten sind für sich genommen ausnahmslos gelungen und gut zu lesen. Meine Kritik bezieht sich ausschließlich auf die durch den Titel suggerierte Genre-Zuordnung. Unter einem solchen Titel sollten Herausgeberin und Verlag bei einer eventuellen nächsten Ausgabe doch etwas mehr auf zum Genre passende Beiträge achten.

Fazit:
Eine Anthologie mit gelungenen Beiträgen – doch Fantasy sind diese leider nur zum (kleinen) Teil.

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Gewinnspiel

Gewinnspiel „Kaspar – Das Geheimnis von Eduan“

Zur Abwechslung gibt es im Eisenacher Rezi-Center mal etwas zu gewinnen, und zwar das Buch „Kaspar – Das Geheimnis von Eduan“ von Dan Gronie. Verlag und Autor haben mich in diesem Fall versehentlich mehrfach mit Rezensionsexemplaren versorgt, und deshalb verlose ich 1 Exemplar des Buches noch original verschweißt.

Alle, die wissen möchten, worum es in diesem Buch geht, können hier einen Blick in meine Rezension dazu werfen.

Was müsst ihr tun, um im Lostopf zu landen? Ganz einfach: Abonniert das Eisenacher Rezi-Center entweder direkt im Blog (https://rezicenter.blog) oder auf Facebook (https://www.facebook.com/Eisenacher-Rezi-Center-1801735800077581) und teilt diesen Beitrag zum Gewinnspiel. Das Gewinnspiel läuft bis Pfingstmontag (05.06.2017) 23:59. Danach werde ich das Buch unter allen Teilnehmern verlosen und dem Gewinner per Post zu zusenden.

(Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.)

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Die Chroniken von Pathaar – 1 – Welt aus Sand

Martin P. Anderfeldt
Die Chroniken von Pathaar – 1 – Welt aus Sand

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Ynsekti-Probleme

Klappentext:
In einer Welt, die von riesigen, insektenähnlichen Wesen beherrscht wird, wächst Mira in relativer Sicherheit auf. Als Kronprinzessin von Bedivere, eines mächtigen Stadtstaats in der großen Ebene, lebt sie privilegiert, wenn auch in einem „goldenen Käfig“. Ihr sorgenfreies Leben findet ein jähes Ende, als ihre einzige Freundin durch eine Intrige unter Verdacht gerät und ihr die Todesstrafe droht. Wenn Mira sie retten will, muss sie selbst aktiv werden. Auf dem Spiel steht nicht nur das Schicksal der Prinzessin, sondern das der ganzen Menschheit.

Rezension:
Bedivere ist die einzige erhalten gebliebene Stadt weit und breit. Um sie herum gibt es nur Wüste, kleine, von ihr abhängige Dörfer und Nomaden. So sieht sich die Stadt als letzte Bastion der Kultur, doch die Herrschenden wissen längst, dass die Macht Bediveres am Sinken ist. Kronprinzessin Mira ahnt davon nichts – bis sie unvermittelt in die Machtspiele hineingerät.
Und dann gibt es noch Jupiter, die Stadt auf Rädern, die durch die Wüste fährt. Kato lebt dort als Mechanikus in Ausbildung, ein in dieser hoch technisierten Stadt, deren Bewohner Bedivere und erst recht die kleinen Dörfer für extrem rückständig halten, angesehener Beruf. Doch eines Tages nimmt seine Karriere eine unerwartete Wendung.
Martin P. Anderfeldts Fantasy-Roman über die beiden so verschiedenen Städte und 2 Jugendliche, deren Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird, bietet zahlreiche unerwartete Wendungen. Während Mira nicht einmal weiß, was in der Stadt außerhalb des Palastes vorgeht, hat Kato zu Beginn recht einseitige Ansichten. Schon bald müssen jedoch beide ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und stecken voneinander unabhängig in Abenteuern, die sie sich nie erträumt hätten. Die Ynsekti, riesenhafte Insekten verschiedener Art, sind dabei bei weitem nicht die einzige Gefahr.
Mit „Welt aus Sand“ legt der Autor ein genremäßig nicht ganz einfach einzuordnendes Werk vor. Auch wenn man es zunächst der Fantasy zuordnen möchte, stellt sich dann heraus, dass es auch dystropische Züge enthält. Ist die Welt, in der Kato und Mira leben, vielleicht unsere nach dem Untergang unserer Kultur? Eine eindeutige Antwort darauf gibt es (zumindest in diesem Band) nicht. Außerdem finden sich auch Steampunk-Elemente wie die wandernde Stadt Jupiter oder die Mima-Krieger und eine Prise SciFi. Wohin sich der Schwerpunkt in den folgenden Bänden verlagert, kann nur vermutet werden, denn dieser Band ist nicht in sich abgeschlossen, sondern endet mit einem Cliffhanger. Wie sich die Ereignisse für die verfeindeten Städte und ihre Bewohner weiterentwickeln, muss sich (hoffentlich bald) zeigen.
Mit der „Die Chroniken von Pathaar“-Reihe gelingt es Martin P. Anderfeldt, die Grundlage für ein gelungenes Jugendabenteuer zu legen, das sich als echter Pageturner erweist. Zu spannend sich Miras und Katos Abenteuer. Da will der Leser ständig wissen, wie es weitergeht. Durch die wechselnde Erzählperspektive wird die Geduld dabei manchmal auf eine recht harte Probe gestellt.
„Welt aus Sand“ erweist sich als ein auch sprachlich und stilistisch gelungenes Buch.

Fazit:
Ein gelungenes Fantasy-Jugendabenteuer mit Elementen diverser anderer Genres, das für thematisch Interessierte eine Leseempfehlung verdient.

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Alltagswahnsinn

Britta Meyer
Alltagswahnsinn

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Die Tücken des Alltags

Klappentext:
„Warum sind die Tomaten so teuer? Sind die zwischen den Brüsten römischer Jungfrauen gereift? Verfeinerten Ozelotpupse den Düngungsprozess? Hat der Dalai Lama an die Stauden gepinkelt?“
Ganz ehrlich, wer braucht schon ein Dschungelcamp? Der Alltag selbst ist die größte Herausforderung, findet Frau Meyer. Im Stil der Online-Omi Renate Bergmann bringt sie so manche Alltagssituation gelungen auf den Punkt und lässt uns über das Leben im Allgemeinen schmunzeln. In ihren Geschichten erzählt sie, wie sie die Welt sieht. Augenzwinkernd, warmherzig, nachdenklich, humorvoll und immer mit einer Portion Selbstironie.

Rezension:
Überteuerte Tomaten, nicht zu merkende Computer-Passwörter, nervende Kundenkarten, abgehobene Küchenmaschinen – die alltäglichen Probleme und Problemchen gehen Frau Meyer gehörig auf die Nerven. Doch was kann man schon dagegen machen?
Ungewöhnlich für die booksnack-Reihe sind in dieser Ausgabe gleich 3 Kurzgeschichten enthalten. In allen muss sich Frau Meyer mit den Tücken des Alltags auseinandersetzen. Und es sind Tücken, die wohl jeder Leser aus dem eigenen Leben kennt. Um es vorweg zu nehmen: Die Lösung dieser Probleme wird er auch nach der Lektüre dieser Kurzgeschichten nicht wissen – aber zumindest wird er beim nächsten Mal, das ihn selbst trifft, ein Lächeln auf den Lippen haben.
(Nebenbei bemerkt existiert die im Text genannte Internetseite wirklich.)

Fazit:
Die Problemchen des Alltags humorvoll genommen – nach dieser ‚Schock-Therapie‘ sind sie doch nur noch halb so schlimm.

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