Die 12 Häuser der Magie – 1 – Schicksalswächter

#Die12hÄuserDerMagie #NetGalleyDE

Andreas Suchanek
Die 12 Häuser der Magie – 1 – Schicksalswächter

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Das 13. Haus

Klappentext:
Das Schicksal kennt kein Erbarmen!
Nicholas Ashton weiß ziemlich genau, was er will. Schicksalswächter werden gehört nicht dazu! Trotzdem wählt ihn das Orakel der 12 Häuser für die Rolle eines dieser besonderen Magier aus.
Er wird mit uralten Mächten, dem geheimnisvollen schwarzen Glas, einem verlassenen magischen Haus und feindlichen Magiern konfrontiert und vielen Fragen.
Was hat es mit dem verschwundenen Egmont Chavale auf sich? Und was ist mit dem geheimen Sanktum und der mysteriösen Frau, die in einem steinernen Sarg schläft?
Gemeinsam mit seinen Freunden Matt und Jane geht Nic den Geheimnissen auf den Grund und stellt sich der Gefahr.
Mit allen Konsequenzen!

Rezension:
Nic hat seine schulische Ausbildung beendet. Wie alle Magier muss er sich nun der magischen Zeremonie stellen, in der er entsprechend seiner Gaben einem der 12 Häuser der Magie zugeteilt wird. Keines dieser Häuser erkennt ihn allerdings als ihm zugehörig. Daraufhin wird die Prüfung für das mystische 13. Haus, das viele für eine Legende halten, wiederholt. Zu aller Überraschung erkennt das Haus der Schicksalswächter Nic als ihm zugehörig an. Schnell stellt sich heraus, dass nicht nur das Haus an sich geheimnisvoll ist. Nic stößt auf Vorgänge, die die Sicherheit der magischen Gemeinschaft bedrohen. Zum Glück kann er sich auf seine beiden Freunde, die anderen Häusern zugeteilt wurden, verlassen.
Nach der Krimireihe „Ein MORDs-Team“, der SciFi-Reihe „Heliosphere 2265“ und der Urban-Fantasy-Reihe „Das Erbe der Macht“ bringt Andreas Suchanek mit seiner 4. parallel laufenden Reihe „Die 12 Häuser der Magie“ eine weitere Urban-Fantasy-Reihe an den Start. Speziell bei den beiden Urban-Fantasy-Themen stellt sich natürlich die Frage, ob diese sich deutlich genug voneinander abheben. Zumindest für diesen Auftaktband kann man attestieren, dass ausreichend Unterschiede vorhanden sind, um sich nicht zu überschneiden oder eine Verwechslungsgefahr heraufzubeschwören. Trotzdem bleibt der Autor seinem Grundmuster treu, eine Gruppe junger Protagonisten ins Rennen zu schicken. Im Gegensatz zu „Das Erbe der Macht“ und „Ein MORDs-Team“ („Heliosphere 2265“ kenne ich persönlich nicht), wo die verschiedenen Gruppenmitglieder weitgehend gleichwertige Protagonisten sind, scheint Nic hier allerdings als der alleinige Protagonist zu dienen. Seine Freunde Matt und Jane stellen zumindest bisher eher seine Sidekicks dar. Die Freunde kommen in diesem Band dabei in die Situation, dass sie fälschlicherweise für die Hauptfeinde der magischen Ordnung gehalten und entsprechend verfolgt werden. Ob diese Situation die Grundstruktur der gesamten Reihe bilden oder ihre Unschuld relativ schnell erkannt wird, ist bisher natürlich nicht abzusehen. Allerdings erreicht die neue Reihe (noch) nicht den Suchtfaktor, den der Leser bei „Das Erbe der Macht“ oder „Ein MORDs-Team“ gewohnt ist. Ob das an der anderen Handlungsstruktur oder nur daran, dass einem die neuen Helden noch nicht so vertraut sind, liegt, kann ich noch nicht beurteilen.
Über den Stil des Autors muss man wohl nicht viele Worte verlieren. Wie von den anderen Reihen gewohnt, schafft er es auch hier wieder, die Spannung schnell aufzubauen und dann ständig hochzuhalten. Die sich unterscheidende Handlungsstruktur bedingt allerdings, dass der Erzählfokus hier nicht zwischen verschiedenen Charakteren wechselt, sondern (fast) ständig beim alleinigen Protagonisten Matt verbleibt. In den weiteren Bänden muss sich zeigen, ob diese Geschichte das Potenzial bietet, die Leser so sehr in ihren Bann zu ziehen, wie es bei anderen Reihen des Autors der Fall ist.

Fazit:
Der Staatsfeind Nummer 1 der magischen Welt stellt sich in dieser neuen Urban-Fantasy-Reihe seinem Abenteuer.

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Märchenfluch – 1 – Das letzte Dornröschen

Claudia Siegmann
Märchenfluch – 1 – Das letzte Dornröschen

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Feensorgen

Klappentext:
Flora Anthea Allenstein, genannt Flo, fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie die Nachfahrin von Dornröschen ist – und dass sie einen wichtigen Auftrag erfüllen muss: Zusammen mit anderen Märchenfiguren, wie der zickigen Neva aus dem Schneewittchen-Clan, soll sie die Menschheit vor gefährlicher Magie beschützen. Keine leichte Aufgabe, denn zum einen spielen Flos Gefühle verrückt, wenn sie in der Nähe eines gewissen Märchenprinzen ist. Und zum anderen spürt sie, dass in ihr selbst eine dunkle Magie erwacht …

Rezension:
Als Flora aus heiterem Himmel einen Brief bekommt, der sie auffordert sich zur Ableistung ihrer Pflichtjahre zu melden, denkt sie zunächst an einen blöden Scherz oder eine Verwechslung. Und was für Pflichtjahre sollen das überhaupt sein? Sie hatte noch nie gehört, dass man mit 16 irgendwelche Pflichtjahre absolvieren muss. Als sie zur angegebenen Adresse geht, um das klarzustellen, denkt sie erst recht an eine Verarsche. Nachkommen der in Wirklichkeit realen Märchenfiguren, die das M-Gen tragen, müssen sich in diesen Jahren für die magische Gemeinschaft nützlich machen. Und sie selbst soll die letzte Nachfahrin Dornröschens sein! Schon bald lernt Flo(ra) allerdings andere kennen, denen es ähnlich geht.
Jugendliche erfahren völlig überraschend, ein magisches Erbe in sich zu tragen – so fangen (mindestens seit Harry Potter) zahlreiche Urban-Fantasy-Geschichten mit jungen Protagonisten an. Auch Claudia Siegmann bedient sich in ihrer neuen „Märchenfluch“-Reihe dieser Ausgangssituation. Funktioniert diese, so oft sie auch schon benutzt wurde, doch immer wieder. Und das kann man auch hier wieder bestätigen. Im Gegensatz zu vielen im Grunde ähnlichen Werken muss die Protagonistin hier allerdings nicht auf eine spezielle Schule wechseln. Stattdessen kann beziehungsweise muss Flo ihre magischen Erfahrungen beim Ableisten der Pflichtjahre in ihrer Freizeit sammeln, während der normale Schulstress ‚nebenbei‘ weitergeht.
Die Autorin erzählt ihre Story aus Sicht ihrer Protagonistin, die dem Leser alles in der 1. Person berichtet. Im Gegensatz zu vielen anderen Urban-Fantasy-Stories mit weiblichen Protagonisten dieses Alters verzichtet Claudia Siegmann erfreulicherweise auf eine vordergründige Romanze. Auf die Fortsetzungen – die Bände 2 und 3 sind für Februar beziehungsweise November 2020 angekündigt – darf man gespannt sein.

Fazit:
Auch die Erben der alten Märchenfiguren haben (zumindest in dieser Jugend-Urban-Fantasy) ihre Probleme.

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Nighthunter – 4 – Die Posaunen von Jericho

Anton Serkalow
Nighthunter – 4 – Die Posaunen von Jericho

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Der blaue Stein

Klappentext:
Die Stadt Jericho am östlichen Ausläufer der Sierra Nevada ist eine moderne Stadt. Die Häuser sind aus Stein, es gibt Anschluss an die Eisenbahn. Vermögende Holzunternehmen, Minengesellschaften und Viehbarone prägen das Erscheinungsbild. Hier gibt es keinen Platz für Geistergeschichten … Bis mehrere Funde von seltsam entstellten Leichen nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden können und Horace Whittmore auf den Plan rufen. Der Pinkerton-Agent gilt als Experte für Übersinnliches. Doch auch die Nachtjäger ziehen die Ereignisse nach Jericho.
Offenbar ist eine seit Jahrhunderten als besiegt geglaubte Macht wieder erstanden und Whittmore glaubt den Vampir Louis Royaume dafür verantwortlich, den er seit 10 Jahren jagt.
Diese Geschichte spielt ein Jahr vor Beginn der Serie und schildert das apokalyptische Aufeinandertreffen der beiden Erzfeinde, bei dem Louis nicht nur den Mondstein verliert …

Rezension:
Jericho ist im Jahr 1880 – zumindest nach den Maßstäben des Wilden Westens – eine moderne Stadt. Den Bürgern geht es hier gut. Das trifft zumindest auf die ‚normalen‘ weißen Amerikaner zu. Iren und Schwarze sind weitaus weniger geschätzt. Als in einer Mine jedoch entstellte Leichen auftauchen und sich die überwiegend schwarzen und irischen Bergmänner weigern, den Schacht zu betreten, sorgt das für Unmut. Die fortschrittlichen Bürger glauben diesen Schauergeschichten natürlich nicht. Anders der Agent der Pinkerton-Agentur Whittmore. Der weiß, dass es übernatürliche Wesen gibt, die den Menschen gefährlich werden können. Eventuell steckt sogar sein alter Feind, der Vampir Royaume, hinter den geschundenen Leichen. Als genau dieser mit seinem indianischen Freund kurz darauf auch eintrifft, müssen beide sich einem Kampf an 2 Fronten stellen.
Im 4. Band seiner „Nighthunter“-Reihe um übernatürliche Vorfälle im wilden Westen greift Anton Serkalow in die Vergangenheit der bisherigen Bände zurück. Diesmal müssen sich unsere beiden Protagonisten mit Nirumbee auseinandersetzen, die die Menschen als Nahrungsquelle betrachten. Somit bleibt der Autor bisher dem Prinzip treu, in jedem Band neue Wesen als Gegner zu benutzen. Der Rückblick auf eine Zeitebene, die ungefähr 1 Jahr vor Band 1 angesiedelt ist, ermöglicht es dem Leser aber auch, weitere Einblicke in die Beziehungen zwischen den Charakteren zu gewinnen. Sowohl die Freundschaft zwischen den beiden Nighthuntern als auch Louisʼ Feindschaft mit dem Pinkerton werden näher beleuchtet.
Die Mischung aus Fantasy, Western und Horror funktioniert – nicht zuletzt wegen des Stils, der zwischendurch auch für ein Augenzwinkern zu haben ist – weiterhin. Mit ihrem Komplexerwerden gewinnt die Welt auch an Tiefe und Stimmigkeit, sodass die Geschichten sogar immer besser werden.

Fazit:
Horror, Fantasy, Western und eine Prise Humor – 4 Wünsche auf einmal. … und man kann sie alle gleichzeitig erfüllt bekommen.

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Pfad des Schicksals – 2 – Wille des Orakels II

Brienne Brahm
Pfad des Schicksals – 2 – Wille des Orakels II

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Die Macht der Meerhexen

Klappentext:
Verfolgt von unheilvollen Schatten, trifft Saphina eine Entscheidung, die alles verändert. Irays verstörende Träume ergeben endlich einen Sinn, doch wird er sein Wissen richtig einsetzen? Versteckte Zeichen weisen auf neue Gefahren und die ihm sonst wohlgesonnene Natur stellt sich zum ersten Mal gegen ihn. Kann das Geheimnis des unerschrockenen Saphirs der Wüste ihn schützen oder sind Iray und seine Weggefährten dem Untergang geweiht?

Rezension:
Für Iray und Saphina wird es ernst, die Reise beginnt. Doch noch vor dem Aufbruch erhält Iray Gewissheit: Das Sehen ist seine Gabe. Das Unwetter, das das Schiff unterwegs in Gefahr bringt, kann er trotzdem nicht vorhersehen. Unterdessen scheinen sich in seinem Heimatdorf Intrigen anzubahnen.
Die Haupthandlung über die Reise des Protagonisten steht im 2. Band von Brienne Brahms Fantasy-Reihe „Pfad des Schicksals“ eindeutig im Vordergrund. Hier werden langsam auch ein paar Hintergründe erkennbar. Mit jetzt auftretenden Schwierigkeiten wird die Geschichte zunehmend spannend. Auch lernt der Leser die Hauptfiguren besser kennen. Auch die Nebenhandlung im Heimatdorf des Protagonisten bietet interessante Informationen. So bekommt der Leser nähere Einblicke in das Wesen des Zusammenlebens mit den tierischen Begleitern. In diesem Handlungsstrang stellen die handelnden Personen allerdings nach wie vor ein Problem dar. Viele Charaktere mit kryptischen Namen machen es dem Leser weiterhin schwer, das Zusammenspiel dieser zu verstehen.
Der Schreibstil und die Art, wie die Autorin Irays Abenteuer erzählt, können den Leser überzeugen. Der Handlungsbogen in der Heimat des Helden stellt allerdings weiterhin einen gewissen Schwachpunkt dar, während die Quest selbst interessant zu werden verspricht. Mittlerweile kommen Rätsel auf, die ihrer Beantwortung harren.

Fazit:
Nach den leichten Startschwierigkeiten in Band 1 läuft sich die Quest des Protagonisten langsam warm.

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Eine Tobi-Winter-Story – 1 – Der Oktobermann

Ben Aaronovitch
Eine Tobi-Winter-Story – 1 – Der Oktobermann

Übersetzung: Christine Blum

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Wein, Göttinnen und Magie

Klappentext:

Die Flüsse von London‹ fließen nach Deutschland …
Denn – niemanden, der sich ein bisschen mit Magie auskennt, dürfte es überraschen – auch hierzulande gibt es magische Vorkommnisse. Das deutsch Pendant zum Londoner Zauberlehrling Peter Grant heißt Tobi Winter und arbeitet beim BKA (Abteilung für komplexe und diffuse Angelegenheiten). Tobi bekommt es mit seltsamen Bräuchen in den Weinbergen rund um Trier zu tun – und mit einem übernatürlichen Rätsel, das schon hunderte von Jahren alt ist …

Rezension:
Eigentlich wollte Tobias Winter von der Abteilung für komplexe und diffuse Angelegenheiten des BKA ein paar freie Tage bei seinen Eltern verbringen. Ein Anruf seiner Chefin überzeugt ihn jedoch vom Gegenteil. Am Fuße eines Weinbergs in Trier wurde eine verschimmelte Leiche gefunden, über und über von Edelschimmel bedeckt. Der wächst allerdings normalerweise nur auf Weintrauben. Tobis Chefin meint, das riecht nach Magie. Und so steckt Kommissar Winter schon bald zusammen mit Kommissarin Sommer, die ihm vom hiesigen Kommissariat zur Seite gestellt wurde, in Ermittlungen, die sich von Weinanbau über Flussgöttinnen bis hin zu jahrhundertealten Racheplänen erstrecken.
An was denkt der geübte Urban-Fantasy-Leser beim Namen Ben Aaronovitch? Sehr wahrscheinlich an Police Constable Peter Grant und „Die Flüsse von London“. Wurde dort nicht sogar erwähnt, dass wichtige magische Forschungen in Deutschland erfolgten und Peter deshalb Deutsch lernen musste, um die alten Bücher lesen zu können? Richtig. Nur über die aktuellen magischen Verhältnisse in Deutschland ist Peter kaum informiert. Aber auch hier gibt es natürlich Spezialisten für magische Straftaten. In Deutschland ist die Abteilung für komplexe und diffuse Angelegenheiten des BKA zuständig. Auch diese Abteilung ist ähnlich unterbesetzt wie die in London. Allerdings halten Kommissar Tobi(as) Winter und seine Chefin nicht viel von den britischen Kollegen. Dass „die Nachtigall“ einen Lehrling hat, hat der BND allerdings schon in Erfahrung gebracht.
Stilistisch bleibt sich Ben Aaronovitch treu. Genau wie in den Peter-Grant-Geschichten überlässt er es auch hier dem Protagonisten, die Ermittlungen in der 1. Person zu erzählen. Während der Leser Peters Weg in die Magie jedoch in den Büchern mitverfolgen konnte, arbeitet der neue Protagonist schon seit 3 Jahren in der Sonderabteilung und bekommt seitdem Zauberunterricht. Fiel in London und Umgebung immer die detaillierte geografische Darstellung der Handlungsorte auf, verwundert es den deutschen Leser doch, dass dies an der Mosel genauso ist. Hier muss der Autor intensives Quellenstudium betrieben haben, denn auch andere Details wurden dem neuen Handlungsort perfekt angepasst. So verpackt Tobi seine Ausrüstungsgegenstände schon mal in alte ALDI-Tüten. Und wie von der Peter-Grant-Reihe gewohnt, erläutert der Autor auch hier am Ende, in welchen Punkten er bewusst von den realen örtlichen Gegebenheiten abgewichen ist.
Auch das deutsche Spin-off der magischen Polizeigeschichten macht einen rundum gelungenen Eindruck. Man kann nur hoffen, dass Tobi noch weitere Fälle auf den Schreibtisch bekommt.

Fazit:
Dieses Spin-off der Urban-Fantasy-Krimi-Reihe „Eine Peter-Grant-Story“ verspricht genauso viel Lesevergnügen wie die Mutter-Reihe.

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Das Erbe der Macht – 20 – Seelensplitter

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 20 – Seelensplitter

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Mohars Macht

Klappentext:
Immer mehr Verfolgte erreichen die Zuflucht.
Alex, Jen und Max suchen nach einem Weg, in das Reich der Aquarianer vorzudringen, um ihre Freunde zu retten. Gleichzeitig müssen sie den Schmerz über den Verlust eines der ihren bewältigen.
Unterdessen kann Grace Humiston dem Untergang des Archivs entgehen, findet sich aber in einem albtraumhaften Splitterreich wieder. Handelt es sich um einen letzten Hinweis der Archivarin?

Rezension:
Während Grace versucht, dem Rätsel des Archivs und der verschwundenen Archivarin auf die Spur zu kommen und dabei auf die magisch gefangengehaltenenen Clara und Leonardo stößt, versuchen die Freunde Alex, Max und Jen, der Nautilus und den im Unterwasser-Splitterreich Eingeschlossenen zu Hilfe zu kommen. An beiden Fronten ergeben sich unerwartete Schwierigkeiten.
Hatte ich in meiner Rezension des vorhergeheden Bandes („Blutzeit“) aus Andreas Suchaneks Urban-Fantasy-Reihe „Das Erbe der Macht“ bemängelt, dass die Handlung zu unübersichtlich ausfällt, kehrt die Reihe in diesem 20. Band wieder zu ihren Stärken zurück. Alles konzentriert sich an 2 Handlungsorten und verzichtet – abgesehen von wenigen Erinnerungen – auf unterscheidliche Zeitebenen. Trozdrm bleibt die Handlung gewohnt komplex. Während sich an manchen Stellen Hoffnungsschimmer für die Protagonisten erkennen lassen, türmen sich an anderen neue Gefahren auf. Wie man es von Andreas Suchanek gewohnt ist, werden auch (schon) wieder neue Elemente eingeführt, deren Bedeutung noch nicht zu erahnen ist. Bei all dem Chaos, das schon an allen Fronten herrscht, darf man natürlich nicht vergessen, das bis zum Staffelfinale in Band 24 noch 4 Bände fehlen. Da kann noch viel passieren – und Kennern der Reihe und des Autors dürfte klat sein, dass bis dahin noch einiges passieren dürfte.

Fazit:
Auch in Band 20 warten wieder zahlreiche Überraschungen auf die Fans der Reihe.

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Beast Changers – 1 – Im Bann der Eiswölfe

Amie Kaufman
Beast Changers – 1 – Im Bann der Eiswölfe

Übersetzung: Britta Keil

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Das Versteck der Drachen

Klappentext:
Als sich die 12-jährige Rayna umzingelt von Eiswölfen in einen Feuerdrachen verwandelt, muss sie auf ihren neuen mächtigen Drachenschwingen fliehen – schließlich sind Wölfe und Drachen seit jeher erbitterte Feinde. Was Rayna nicht ahnt: In den Adern ihres Zwillingsbruders Anders fließt das Blut eines Eiswolfs. Undenkbar in der Welt der Tierwandler! Während Anders von nun an bei den Eiswölfen dazu ausgebildet wird, Feuerdrachen zu jagen, hat er in Wahrheit ein ganz anderes Ziel vor Augen: die uralte Feindschaft zwischen Wölfen und Drachen zu brechen – und seine Schwester zu retten …

Rezension:
Seit sie mit 6 Jahren aus dem Waisenhaus ausgerissen sind, schlagen sich die 12-jährigen Zwillinge Anders und Rayna mit Taschendiebstählen durchs Leben. Die monatliche Bewerbungszeremonie, in der sich andere ihres Alters um die Aufnahme in die Garde der Eiswölfe bewerben, bietet da immer gute Gelegenheiten. Wer sich bei dieser Zeremonie durch Berührung eines magischen Stabes in einen Eiswolf verwandelt, steigt automatisch zu den Angesehenen der Stadt auf. Eine kleine Panne zwingt die Zwillinge dazu, sich dem Test zu unterziehen. Da aber jeder weiß, dass die Gabe vererbt wird, haben sie sowieso keine Chance – denken sie zumindest. Als Rayna allerdings den Stab anfasst, verwandelt sie sich vor aller Augen in einen Feuerdrachen, den schlimmsten Feind der Eisdrachen. Sofort greifen alle den Drachen an. Um seiner Schwester zu helfen, greift Anders den magischen Stab, um ihn als Waffe zu verwenden – und wird zum Eiswolf. Offiziell müssten sie jetzt erbitterte Gegner sein.
Auf Gestaltwandler trifft man in der Fantasy immer wieder. Amie Kaufman gelingt es trotzdem, dem Thema in ihrer neuen Jugend-Fantasy-Reihe neue Aspekte abzugewinnen. Dass enge Verwandte sich in unterschiedliche Wesen verwandeln können, sollte in dieser Fantasywelt eigentlich unmöglich sein. Dass beide Wandlerspezis seit einem großen Krieg Erzfeinde sind, bildet die Grundlage der Handlung. Damit ist das Konfliktpotential begründet, mit dem sich die beiden jungen Protagonisten auseinandersetzen müssen. Dabei folgt der Erzählfokus zumindest in diesem 1. Band Andres, der fortan an der Akademie der Eiswölfe ausgebildet wird und über das Schicksal seiner Schwester lange im Dunklen bleibt. Natürlich findet er dort neue Freunde, die teilweise aus erheblich besseren Verhältnissen stammen. Damit bildet sich allerdings die Frage, inwieweit er diesen bei allem, was im Zusammenhang mit seiner Drachenschwester steht, trauen kann, zu einem 2. Handlungsschwerpunkt heraus.
Die Autorin weiß mit einem angenehm lesbaren Stil zu überzeugen. Dabei wird der Leser ohne größere Abschweifungen durch die Handlung geführt.
Im vorliegenden Hörbuch wird die Geschichte vom Schauspieler Julian Greis vorgetragen, dessen jung wirkende Stimme gut zu den überwiegend jungen Charakteren passt. Seine Sprechweise konnte mich im Gegensatz dazu jedoch nicht gänzlich überzeugen. Ob es sich um eine ungekürzte Lesung handelt, ist dem CD-Pack leider nicht zu entnehmen, das sich in dieser Hinsicht keine Informationen finden lassen. Zumindest die im Buch vorhandene Danksagung der Autorin fehlt jedenfalls.
Eine Information am Rande: Obwohl der deutsche Reihentitel „Beast Changers“ wirkt, als wäre er 1 : 1 vom englischen Original übernommen worden, ist dem nicht so. Im Original heißt die Reihe nämlich „Elementars“ und dieser Band schlicht „Ice Wolves“.
Dieser Auftakt der „Beast Changers“-Reihe kann überzeugen. Band 1 bildet einen in sich abgeschlossenen (Teil-)Handlungsbogen und macht dennoch Lust auf den weiteren Fortgang der Handlung um die beiden ungleichen Zwillinge.

Fazit:
Ein überzeugender Start in eine neue Fantasywelt.

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Adels Gärten

Astrid Gräfin Matuschka, René Antonoff
Adels Gärten

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Gedüngt mit blauem Blut

Klappentext:
Astrid Gräfin Matuschka und René Antonoff reisen durch Deutschland und öffnen die Pforten zu acht feudalen Privatparks und ihren adeligen Besitzerinnen. Im Zentrum jedes Kapitels steht eine dieser Parkfrauen, ihre persönlich gestaltete Gartenanlage und ihre Gartenphilosophie. Die Autorin beschreibt den Charakter jedes Parks und zeichnet informative Porträts von allen Anlagen. Die passionierten Gärtnerinnen erzählen über die Besonderheiten ihres Landschaftsgartens, seine Bepflanzung und Nutzung. Die wunderbaren Fotografien fangen den eigentümlichen Zauber jedes Gartens in vielfältigen Lichtstimmungen ein.

Rezension:
Zu Schlössern gehören oft repräsentative Gärten und Parks. Während sich bei solchen, die heute in öffentlichem Besitz sind, meist irgendwelche Ämter um die gärtnerischen Anlagen kümmern, fühlen sich bei solchen, die noch in Adelshand sind, oft die Besitzer persönlich für die Ausgestaltung verantwortlich. Die Autorin Astrid Gräfin Matuschka und der Fotograf René Antonoff stellen hier 8 Schloss- beziehungsweise Burggärten oder -parks vor, bei denen in 7 Fällen hauptsächlich die Frauen die Verantwortung für die Erhaltung, Rekonstruktion oder Neugestaltung der Gartenanlagen übernehmen. Während die Texte die Geschichte der Grünanlagen und der zugehörigen Herrensitze relativ kurz zusammenfassen, den aktuellen Zustand beschreiben und die dahinterstehenden Personen vorstellen, sind es die Bilder, die diesem Buch das wirkliche Leben verleihen. Sehr gut aufgenommene Ansichten werden hier in hervorragender Qualität auf Hochglanzpapier wiedergegeben. Ich muss zugeben, dass ich bisher kein einziges der vorgestellten Objekte auch nur dem Namen nach kannte. Dabei sind diese Parks und Gärten fast alle öffentlich zugänglich.
Leider ist dieses 2014 erschienene Buch nur noch gebraucht erhältlich. Für Liebhaber schöner Parks ist es aber trotzdem lohnend, danach Ausschau zu halten.

Fazit:
Dieser hochqualitative Bildband präsentiert herrliche Schlossparks und -gärten.

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Das flüssige Land

Raphaela Edelbauer
Das flüssige Land

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Eine löchrige Story

Klappentext:
Ein Ort, der nicht gefunden werden will. Eine österreichische Gräfin, die über die Erinnerungen einer ganzen Gemeinde regiert. Ein Loch im Erdreich, das die Bewohner in die Tiefe zu reißen droht. In ihrem schwindelerregenden Debütroman geht Raphaela Edelbauer der verdrängten Geschichte auf den Grund.
Der Unfalltod ihrer Eltern stellt die Wiener Physikerin Ruth vor ein nahezu unlösbares Paradox. Ihre Eltern haben verfügt, im Ort ihrer Kindheit begraben zu werden, doch Groß-Einland verbirgt sich beharrlich vor den Blicken Fremder. Als Ruth endlich dort eintrifft, macht sie eine erstaunliche Entdeckung. Unter dem Ort erstreckt sich ein riesiger Hohlraum, der das Leben der Bewohner von Groß-Einland auf merkwürdige Weise zu bestimmen scheint. Überall finden sich versteckte Hinweise auf das Loch und seine wechselhafte Historie, doch keiner will darüber sprechen. Nicht einmal, als klar ist, dass die Statik des gesamten Ortes bedroht ist.
Wird das Schweigen von der einflussreichen Gräfin der Gemeinde gesteuert? Und welche Rolle spielt eigentlich Ruths eigene Familiengeschichte? Je stärker sie in die Verwicklungen Groß-Einlands zur Zeit des Nationalsozialismus dringt, desto vehementer bekommt Ruth den Widerstand der Bewohner zu spüren. Doch sie gräbt tiefer und ahnt bald, dass die geheimnisvollen Strukturen im Ort ohne die Geschichte des Loches nicht zu entschlüsseln sind.

Rezension:
Ruth, die gerade an ihrer Habilitation schreibt, bekommt die Mitteilung, dass ihre Eltern bei einem Autounfall starben. Natürlich ist sie geschockt. Als sie allerdings erfährt, dass beide in ihrem Heimatort Groß-Einland bestattet werden wollten, fangen Ruths Probleme an. Ihre Eltern haben so gut wie nie über diesen Ort geredet, sie wusste gerade so, dass sie von dort stammten. Und Groß-Einland ist auf keiner Karte zu finden. Selbst ein Anruf bei der Niederösterreichischen Landesregierung bringt Ruth nicht weiter. Als sie – mehr durch Zufall – den Ort doch erreicht, ist alles anders. Eine Gräfin hat hier die beinahe absolute Herrschaft, Mitten im Ort gibt es ein riesiges, sich immer weiter ausdehnendes Loch, und obendrein scheinen sich in der Ortsgeschichte so einige Geheimnisse zu verbergen.
Der Roman der Österreicherin Raphaela Edelbauer ist sowohl für den Österreichischen Buchpreis 2019 als auch für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert. Das macht natürlich neugierig. Wenn man dann als Fantasy-Fan noch den Klappentext liest, wird man neugierig. Der klingt doch gleich nach Phantastik, wahrscheinlich Urban Fantasy. Dieser Verdacht ist allerdings leider nicht das Einzige, was beim Lesen enttäuscht wird. Nicht nur der Boden unter Groß-Einland ist nämlich extrem löchrig, die Story ist es auch – und das gleich in vielfacher Hinsicht.
Aber der Reihe nach: Natürlich ist es bei einem Buch (egal welches Genres) nichts Negatives, wenn sich am Anfang viele Fragen stellen. Hier ist es allerdings so, dass es bis zum Ende immer mehr offene Fragen werden, von denen fast alle am Ende unbeantwortet bleiben. Das ganze Buch bleibt irgendwie inhaltlich nicht greifbar. Was will die Autorin damit eigentlich aussagen? Wie bereits angedeutet stellt dieses Buch definitiv keine Urban Fantasy dar. Mystery würde schon etwas besser passen, denn mysteriös ist hier einiges, doch ist diese Geschichte auch wieder eindeutig nicht das, was man sich unter diesem Genre vorstellt. Soll es eine Parabel auf gesellschaftliche Zu- und Missstände sein? Soll es den Drogentraum der eindeutig medikamentenabhängigen Protagonistin darstellen? Zu letzterem würde zumindest passen, dass in Groß-Eindorf so vieles völlig unlogisch ist. Beispielsweise ist der Ort offiziell nicht existent, außer den Einwohnern weiß fast niemand, dass es Groß-Eindorf überhaupt gibt. Trotzdem ist der Ort mit dem öffentlichen Telefonnetz verbunden. Im Ort arbeiten Ausländer, von denen manche sogar täglich bis heim nach Slowenien pendeln. Dann sollen, um Geld in den Ort zu bringen, busladungsweise Touristen angelockt werden. In einen Ort, von dem niemand etwas erfahren soll? Da passt einfach nichts. In der Jurybegründung des Rauriser Literaturpreises (zu dem das Buch anscheinend auch nominiert ist) heißt es: „Raphaela Edelbauer überschreitet Grenzen und rückt in unerforschte Gebiete der Literatur vor.“ Auf diese ‚Erforschung‘ der organisierten Unlogik kann ich – offen gesagt – verzichten.
Den Stil der Autorin, die die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin erzählt, halte ich auch für zumindest gewöhnungsbedürftig. Als Beistiel soll hier nur der 1. Satz des Buches dienen: „In den frühen Morgenstunden des 21. September 2007 verschüttete ich rund 200 ml Kaffee über meinem penetrant klingelnden Handy, das mich, von einer unterdrückten Nummer zutiefst erschüttert, so plötzlich zum Abheben aufforderte, dass ich keine Zeit hatte, die Tasse abzustellen.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass dieses anscheinend von einigen ‚Sachverständigen‘ als auszeichnungswert eingestufte Buch meine Vorstellung von unterhaltsamer Literatur definitiv nicht trifft.

Fazit:
Die Story dieses Buches ist leider so löchrig wie der Untergrund des Handlungsortes. Es bleibt völlig unklar, was die Autorin sagen will.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
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Emily Pitkin – 1 – Der Ring des Magiers

Michael Derbort
Emily Pitkin – 1 – Der Ring des Magiers

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Ein Punk unter Dämonen

Klappentext:
Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Eltern steht Emily Pitkins Leben auf dem Kopf. Die Jugendfürsorge schickt die 16-jährige kurzerhand zu ihrem Onkel Nathaniel, den sie kaum kennt. Das erste Aufeinandertreffen fällt auch wenig vielversprechend aus. Erst so nach und nach gewöhnen sich beide aneinander.
Bereits nach kurzer Zeit wird Emily von intensiven Albträumen heimgesucht. Gleichzeitig offenbart sich, dass Emily besondere Fähigkeiten hat. Etwas unfassbar Böses plant indessen seine Niederkunft auf die Erde und ob Emily will oder nicht, muss sie selbst mit den neu entdeckten Kräften den Kampf dagegen aufnehmen …

Rezension:
Emily ist zwar nicht gerade die Mustertochter, als ihre Eltern bei einem Unfall sterben, ist sie aber dennoch geschockt. Da sie erst 16 ist, wird sie vor die Wahl gestellt, die kommenden beiden Jahre entweder in einem Heim oder bei ihrem Onkel, den sie gar nicht kennt, zu verbringen. Da ist der Onkel natürlich das kleinere Übel, doch wohnt der im tiefsten Schottland. Allein das ist für die Punkerin aus dem Weichbild Londons schon eine große Umstellung. Was sie dort allerdings erfährt, bringt ihr Weltbild völlig durcheinander. Schon bald muss Emily sich mit Dämonen herumschlagen.
Die Ausgangssituation in Michael Derborts neuer Jugend-Urban-Fantasy-Reihe ähnelt dem im Genre Üblichen. Eine jugendliche Protagonistin muss sich überraschend in ein neues Leben einfügen und erfährt in diesem Zusammenhang Dinge, die jenseits der allgemein akzeptierten Naturgesetze liegen. Dieses schon oft gelesene Grundmuster funktioniert immer wieder, so auch hier. Neben Geheimnissen ihrer Familiengeschichte muss sich die Protagonistin mit einem magischen Erbe auseinandersetzen, das sie zur Dämonenjägerin macht. Diese Story-Idee weckt das Interesse von Genre-Fans. An dieser Stelle kommt allerdings ein großes Aber. So gut die Idee ist, so suboptimal ist leider die Umsetzung gelungen. Weder die Protagonistin noch irgendein anderer Charakter besitzt eine für den Leser erkennbare Persönlichkeit. Emily soll eine unangepasste Jugendliche sein, das ‚Schlimmste‘, was man davon liest, ist aber das Wort „Scheißgefühl“, auf das ihr ‚Onkel‘ empfindlich reagiert. (Wieso ich „Onkel“ in Anführungszeichen setze, hat seinen Grund, der sich beim Lesen offenbart und den ich nicht vorwegnehmen will.) Diese fehlende Persönlichkeit führt leider dazu, dass man sich als Leser mit keinem der Charaktere irgendwie verbunden fühlt und die Story nicht lebendig wirkt.
Natürlich handelt es sich hier um den 1. Band einer Reihe, sodass der Autor durchaus die Möglichkeit hat, in dieser Hinsicht in den kommenden Bänden ‚nachzubessern‘. Die Storyidee erscheint nämlich durchaus tragfähig, und es wäre sicher schade, sie durch eine schwache Ausarbeitung der Handelnden in den Sand zu setzen.

Fazit:
Die interessante Idee hinter dieser Urban Fantasy mit junger Protagonistin leidet leider an einer schwachen Ausarbeitung der Charaktere.

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