Ormog

Thomas Engel
Ormog

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Allein gegen alle

Klappentext:
Auf dem Planeten Magnus leben Menschen zusammen mit anderen vernunftbegabten Wesen. Magische Kräfte sind allgegenwärtig. Zwischen den Mitgliedern des Weißen Ordens und den abtrünnigen Gorgulzauberern entspinnt sich ein Machtkampf, der das einst blühende Reich von Kamal zu zerreißen droht. Im Konflikt auf Leben und Tod versuchen der Weißmagier Ormog und seine Gefährten zu verhindern, dass der Dunkle Meister der Gorgul sein Ziel erreicht: die unumschränkte Herrschaft des Bösen. Das Blatt wendet sich, als Ormog sich mit seiner gefährlichsten Gegnerin verbündet. Vatya, die Elitekämpferin der Gorgul, wechselt die Seiten. Können sie und Ormog ihre Zivilisation vor dem Untergang bewahren?

Rezension:
Zwischen den Zauberern des Weißen Ordens und denen der Gorgul herrscht Krieg. Leider muss auch die nichtmagische Bevölkerung darunter leiden, weshalb die Magier bei dieser nicht gerade beliebt sind. Dessen ist sich Ormog, Mitglied der Führungsriege des Weißen Ordens, durchaus bewusst. Doch das Blatt wendet sich ohnehin. Durch einem geschickten Schachzug der Gorgul wird der gesamte Weiße Orden ausgerottet. Ormog ist dessen einziges Mitglied, das überlebt. Allerdings verliert er sein Gedächtnis. Als er dieses schließlich wiedergewinnt, nimmt er den Kampf gegen die Gorgul auf, wobei er sich nur auf sehr wenige, noch dazu magielose Helfer stützen kann. Wie soll diese kleine Gruppe im Kampf gegen die Übermacht der Gorgul – allen voran die erfahrene Kämpferin Vatya – eine Chance haben?
Der Leser lernt Ormog kennen, während der keine Erinnerung an die Vergangenheit hat. Zusammen mit dessen wiederkehrender Erinnerung erhält er das Wissen um die Vorgeschichte, um dann gemeinsam mit dem Helden in den Kampf gegen die Gorgul zu ziehen. Dabei wechselt der Blickwinkel der Erzählung öfters zwischen den diversen beteiligten Personen hin und her. Während der Leser jedoch über die Hintergründe anderer Personen teilweise relativ umfassend informiert wird, bleibt gerade Ormogs Vergangenheit weitgehend unbekannt. Leider lässt der im letzten Kapitel ausgesprochene Fluch das Werk, das sich ansonsten durchaus ernst nimmt, beinahe in eine Parodie unserer Welt abgleiten. Dies betrifft allerdings nur wenige kurze Szenen, und diese Tatsache ist auch fast das einzige Negative, was über dieses Buch gesagt werden kann.
Der laut Verlagsinformationen erst 16-jährige Autor liefert mit „Ormog“ ein überraschend rundes und sprachgewaltiges Erstlingswerk ab, dass man einem so jungen Schreiber kaum zutrauen würde.
Das Buch wird in einer außergewöhnlich hochwertigen Ausstattung geliefert. Das fängt mit einem Vorsatz im Metallic-Look an, setzt sich mit einem eingefärbten Buchschnitt fort und reicht bis zu einem nur noch selten anzutreffenden Leseband. Hier muss man dem Fabulus-Verlag Anerkennung zollen, zumal sich der Verkaufspreis trotz dieser Luxusausführung im normalen Rahmen hält.

Fazit:
Diesem Erstlingswerk eines noch sehr jungen Autors sollten fantasy-begeisterte Leser unbedingt einen Blick gönnen!

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Tom Tumbler und die eisernen Monster

Marcus Kaspar
Tom Tumbler und die eisernen Monster

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Macht des iPhones

Klappentext:
»Manche Helden ahnen noch nicht, dass sie welche sind.«
Zack! Der Schlag landet direkt auf Tom’s Nase. Sehr lästig, wenn der gemeinste Typ der Schule es auf einen abgesehen hat. Und alles nur, weil Tom etwas anders ist und orthopädische Beinschienen tragen muss – was natürlich nicht gerade cool aussieht. Und das mit 14! Sehr peinlich.
Mitten bei einer dieser Raufereien wird Tom überraschend in eine magische Welt geschleudert, in der alles möglich ist. Ardesia, wo Hexen gegen Helden kämpfen, sich Kobolde mit Dieben verbünden und Drachen Briefe ausfliegen. Schlagartig ist für Tom alles anders. Seine Beinschienen, die ihm das Leben zu Hause so schwer machen, verleihen ihm dort ungeahnte Fähigkeiten. Dank ihnen kann er nun schneller laufen, als jedes andere Lebewesen. Mit diesen ungewohnten Kräften ausgestattet, stürzt er sich mit drei Gefährten in das Abenteuer seines Lebens, auf der Suche nach dem mächtigen Herzstück, das über Ardesia’s Schicksal entscheidet. Und Tom muss schnell lernen, dass er auch mit Superbeinschienen nicht vor dem Bösen davonlaufen kann, das in dieser Welt auf ihn lauert.
Eine fantastische Geschichte in einer faszinierenden Welt voller wundersamer Technik und Magie. Finde heraus ob es Tom gelingt, den Gefahren Ardesias zu trotzen und seine Bestimmung zu finden. Das Abenteuer beginnt jetzt.

Rezension:
Tom leidet unter Morbus Perthes. Deshalb muss er ständig mit Beinschienen herumlaufen, was ihm unter 14-jährigen garantiert keinen Platz in den In-Kiliquen einbringt. Besonders für die Gang um Marvin ist er ein beliebter Opfer. Doch gerade als Marvin besonders wütend auf ihn ist und Tom panische Angst bekommt, ist Marvin plötzlich verschwunden. Ein genauerer Blick verrät Tom jedoch, dass nicht Marvin, sondern er selbst an einen fremden Ort versetzt wurde. Er befindet sich in Ardesia. Und kaum angekommen wird ihm von einem Mädchen auch noch sein iPhone geklaut. Überhaupt scheinen sich hier alle brennend für das Smartphone und dessen ‚magische‘ Kräfte zu interessieren. Als Tom dann auch noch den Gestaltwandler Akimo kennenlernt, wird er tief in die Machtkämpfe Ardesias verstrickt. Schnell muss Tom jedoch feststellen, dass das Hin- und Herwechseln zwischen beiden Welten alles andere als einfach und definitiv nicht schmerzfrei ist.
Nein, das ist kein Werbespot von Apple. Was uns Marcus Kaspar hier präsentiert, ist eine interessante Fantasy-Geschichte, gewürzt mit einer großen Prise Steam Punk. Während der Anfang des Buches mit Toms Bedrohung durch Marvin kurz an ein Mobbing-Drama erinnert, wird es für den Fantasy-Fan mit Toms Wechsel nach Ardesia interessant. Hier präsentiert der Autor eine Fantasy-Welt, die zu Toms Überraschung eine große geographische Ähnlichkeit mit seiner Heimat besitzt. Dem Leser wird diese Welt sprachlich geschickt vermittelt, ohne dass die Ortsbeschreibungen dabei lexikalisch wirken, wie es bei ähnlichen Werken leider vorkommt. Manches, das zuerst wie ein Logikfehler wirkt, wird im Lauf der Handlung plausibel erklärt, sodass am Ende in dieser Hinsicht nur wenige Fragen offen bleiben. Speziell der Epilog macht hier trotz seiner Kürze noch einiges klar.
Auch wenn „Tom Tumbler und die eisernen Monster“ eine in sich weitgehend angeschlossene Geschichte darstellt, stehen die Tore für eine zu erwartende Fortsetzung weit offen.

Fazit:
Wer die Verbindung von Fantasy und Steam Punk mit jugendlichen Helden mag, wird von diesem Buch nicht enttäuscht werden.

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Neuer Lesestoff: „Harry Potter and the Cursed Child“

„Harry Potter and the Cursed Child“ kommt

Für Harry-Potter-Fans wie mich naht einer der Höhepunkte des Jahres. Nachdem vor wenigen Wochen das Theaterstück „Harry Potter and the Cursed Child“ in London Premiere hatte, folgt am 31.07.2016 das dazugehörige Buch – zumindest in der englischen Originalausgabe. Wer es auf Deutsch lesen will, muss noch ein paar Wochen länger bis zum 24.09.2016 warten. Da ich soviel Geduld nicht habe, werde ich mir natürlich das Original besorgen. … und dann natürlich auch hier rezensieren.

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Unnatural History (Pax Britannia 1)

Jonathan Green
Unnatural History (Pax Britannia 1)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

De-Evolution

Klappentext:
Es ist das Ende des 20. Jahrhunderts und Queen Victoria regiert das Reich noch immer an oberster Stelle, gewartet von einer Babbage-esken Lebenserhaltungsmaschine. Aufwiegelungen und Unzufriedenheit wachsen so stetig in Magna Britannia, wie das ständige Streben von Schattenwesen nach Macht und Einfluss. Alles, was Sie in den viktorianischen Gothic-Novellen gelesen haben, ist wahr: Menschen können vom Tod wiederauferstehen, Dinosaurier leben noch immer in abgelegenen Bereichen der Welt (und im Londoner Zoo!), und auch Darwins Evolutionstheorie wurde korrekt nachgewiesen. Aristokratische Stammbaumhalter der Vampire setzen sich in Osteuropa durch und graben ihre Klauen in die königliche russische Familie, Dampf- und Uhrwerkbetriebene Robotersklaven arbeiten neben den Ärmsten der Gesellschaft, während logisch denkende Maschinen der Führungsschicht helfen, ihren Machtanspruch in dieser überbevölkerten Welt aufrecht zu erhalten. In diese Kulisse setzen wir nun den höflichen Dandy und Galgenvogel Ulysses Lucian Quicksilver, gelegentlicher Abenteurer und Agent im Dienste des Thrones, der für schattenhafte Herren arbeitet, welche verzweifelt ein Regime zu erhalten versuchen, das seit 150 Jahren andauert und nun von innen einzustürzen droht also keineswegs mehr das ist, was es zu sein scheint. Er bekämpft schnauzbärtige Schurken in den zylindrischen Gewölben der Unterwelt mit raffinierter Eleganz und modischer Stilsicherheit. Unterstützung findet er dabei in seinem unerschütterlichen Hausdiener Nimrod, während die Uhr des Big Bens das Jahr 2000 ankündigt und damit das Ende der Welt.

Rezension:
Nachdem Ulysses Lucian Quicksilver bei einer Expedition in den Himalaya verschwunden und seit längerem kein Lebenszeichen von ihm auffindbar ist, will sein Bruder ihn für tot erklären lassen. Doch gerade als die entsprechenden Dokumente unterzeichnet werden sollen, platzt ein höchst lebendiger Ulysses zur Tür herein. Viel Zeit, sich wieder einzuleben, bekommt er jedoch nicht. Nach einem nächtlichen Einbruch ins Natural History Museum, bei dem der Nachtwächter getötet wurde, beauftragt ein hochrangiger Politiker Ulysses Quicksilver mit der inoffiziellen Untersuchung des Falls. Schnell muss er feststellen, dass der Einbruch Teil einer großangelegten Verschwörung ist, in die Leute, von denen er es nicht erwartet, verwickelt sind. Kurz vor Queen Victorias 160. Thronjubiläum könnte dies ganz Magna Britannia, den Nachfolger des British Empire, der sich mittlerweile bis auf den Mond und den Mars erstreckt, ins Verderben stürzen.
Steam Punk im viktorianischen Zeitalter ist nichts Neues. Die Idee, dieses Zeitalter und mit ihm den Steam Punk bis zur Wende ins 21. Jahrhundert auszudehnen, dagegen schon. Für die Handlung spielt das jedoch kaum eine Rolle, könnte diese doch genauso gut 100 Jahre früher stattfinden, denn es tauchen eigentlich keine Elemente auf, die es nicht ähnlich auch in anderen Werken des Genres gäbe.
Wenn man den Klappentext betrachtet, muss gesagt werden, dass einige der darin genannten Elemente im Buch nicht oder nur ganz am Rande auftauchen. Wahrscheinlich ist es erst für spätere Bände der Reihe vorgesehen, diese zu benutzen. Es stellt sich lediglich die Frage, wieso diese Handlungselemente (wie zum Beispiel die Vampire) dann hier überhaupt schon erwähnt werden.
Konkret auf den vorliegenden Band bezogen liefert Jonathan Green jedoch ein lesenswertes und fesselndes Steam-Pank-Abenteuer mit einigen Fantasy-Elementen ab. Sein Schreibstil schafft es, den Leser schnell in den Bann zu ziehen, wozu wohl besonders der Einfallsreichtum des Autors beiträgt, der seinem Leser immer wieder selbst in diesem Genre unerwartete Geschöpfe präsentiert. Eine kleine Unstimmigkeit, die man aber wohl eher der Übersetzerin anlasten muss, soll jedoch nicht unerwähnt bleiben: Bei der Benennung der Monarchin wird immer wieder zwischen dem Original „Queen“ und der Übersetzung „Königin“ hin und her gewechselt.

Fazit:
Für Steam-Punk-Fans ist „Unnatural History“ zweifellos einen Blick wert, denn die „Pax Britannia“-Reihe könnte interessant werden.

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Adairas Erbe (Sheanthee 3)

Amber Blake
Adairas Erbe (Sheanthee 3)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Kampf ums Portal

Klappentext:
Überall im Land tobt der Krieg zwischen den Fae Abkömmlingen. Cayas Großmutter hat das Anwesen in eine Festung verwandelt und auch Sheanthee ist kein sicherer Ort für die Schüler mehr. Caya selbst ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Aufgabe als Wächterin und der Notwendigkeit das Portal zu öffnen. Entscheidungen müssen getroffen werden und Freude und Leid liegen dicht nebeneinander.

Rezension:
Nachdem es Caya und ihren Freunden im vorhergehenden Band der „Sheanthee“-Reihe gelungen ist, den sagenhaften Tobar und mit ihm das Portal zur Welt der Fae zu finden, spitzt sich der Konflikt zwischen den menschlichen Fae-Abkömmlingen zu. Während die sich selbst als Krieger bezeichnende Gruppe das Portal schnellstmöglich öffnen will, um wieder mehr Magie in unsere Welt zu lassen, wollen die Wächter genau das verhindern, weil sie das Ende der Welt, so wie wir sie kennen, befürchten. Was soll Caya jetzt tun? Da sie als einziger aller lebenden Fae-Abkömmlinge alle 4 Elemente beherrscht, ist sie auch die einzige, die das Portal öffnen könnte. Obwohl sie sich überzeugungsmäßig eher der Seite der Wächter verbunden fühlt, währen gerade diese es, denen es nützen würde, Caya zu beseitigen, denn damit wäre es bis auf weiteres unmöglich, das Portal zu öffnen.
In diesem abschließenden Band der Trilogie erreicht Cayas Abenteuer erwartungsgemäß seinen Höhepunkt. Amber Blake schafft es erneut, den Leser in das spannende Abenteuer ihrer unfreiwilligen Heldin hineinzuziehen. War diese bei der Auffindung des Tobars noch die Heldin der Schule und der gesamten magischen Welt, sitzt sie jetzt zwischen den Stühlen und weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Wie schon bei den bisherigen Bänden der Reihe schafft es die Autorin auch hier wieder, ihre Leser durch einen interessanten Schreibstil und gekonnten Spannungsaufbau zu fesseln.
Leider muss man allerdings auch bei diesem Band feststellen, dass die Interpunktion chaotisch und die Schreibung speziell der selbst geschaffenen Begriffe gewöhnungsbedürftig ist. Eine diesbezügliche Überarbeitung würde der gesamten Reihe sehr zugutekommen.
Zusammenfassend muss man feststellen, dass Amber Blake mit den Abenteuern um die Magieschülerin Caya Cunningham eine magische Internatsgeschichte geschaffen hat, die unter Urban-Fantasy-Fans durchaus mehr Beachtung verdienen würde. Trotz unbestreitbarer Parallelen zu Harry Potter hat die Autorin mit „Sheanthee“ eine völlig eigenständige Welt erschaffen, der alle Interessierten einen Blick gönnen sollten.

Fazit:
Allen, die Harry Potter mögen, kann man dieses Buch und die komplette „Sheanthee“-Reihe von ganzem Herzen empfehlen.

eBook

Mira Magica – Böse und Gut

Jannes C. Cramer
Mira Magica – Böse und Gut

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Weißer Zirkel oder Bruderschaft?

Klappentext:
Mira ist ein ganz normaler Teenager mit ganz normalen Problemen. Zumindest bis sie auf ein Wesen von seltsamer Gestalt trifft. Vigil, der schon viele Jahre nach ihr sucht, zeigt Mira eine magische Welt, die ohne ihr Wissen bereits Teil ihres Lebens ist.
Doch Vigil ist nicht der Einzige, der auf das Mädchen aufmerksam geworden ist. So werden die Sorgen und Pflichten ihres Teenagerdaseins bald zu Miras geringstem Problem und sie erlebt Dinge, die sich oft nur schwer mit ihrem bisherigen Alltag vereinbaren lassen.
Schon bald lernt Mira die junge Magierin Luisa kennen und glaubt, in ihr eine Freundin und Weggefährtin gefunden zu haben …
„Mira Magica – Böse und Gut” ist ein Urban Fantasy Roman.
Die Handlung spielt in der heutigen Zeit in einem deutschen (Fantasie-)Ort namens Dorwingen.
Auch wenn es sich beim Roman im Kern um ein Jugendbuch handelt, ist es durchaus für Erwachsene geeignet, die sich für spannende Bücher dieses Genres interessieren.

Rezension:
Mira ist eine 16-jährige Schülerin, die ihre Freizeit meist mit ihren beiden Freundinnen verbringt. Zumindest bis sie ‚zufällig‘ ein kleines Kätzchen findet. Sobald die beiden alleine sind, beginnt das Kätzchen plötzlich mit menschlicher Stimme zu sprechen, nur um sich kurz darauf in ein eigenartiges Wesen mit 3 Augen zu verwandeln, welches sich Mira als ihr Wächter Vigil vorstellt. Er eröffnet ihr, dass sie eine Magierin ist und er sie ausbilden wird. Ähnlich erging es vor wenigen Jahren Luisa, nur dass ihr Wächter ein alter Mann war. Natürlich treffen die beiden jungen Magierinnen bald aufeinander – und wecken das Interesse 2er magischer Gemeinschaften, des Weißen Zirkels und der Bruderschaft. Schnell weiß Mira nicht mehr, wer es gut und wer es böse mit ihr meint.
Wie viele Urban-Fantasy-Werke es gibt, an deren Anfang Mädchen oder Jungen in jugendlichem Alter überraschend erfahren, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügen, kann wohl niemand zählen. Und trotzdem funktioniert dieses Schema immer wieder, wie auch dieses Buch erneut beweist.
Nachdem die Handlung zu Beginn etwas steif und fast schon steril wirkt, kommt spätestens mit Luisas Geschichte Spannung auf, welche sich im weiteren Verlauf des Buches immer weiter steigert. Miras Schwierigkeiten, ihren Freundinnen und Eltern gegenüber möglichst unverändert zu erscheinen, werden dabei vom Autor immer wieder in den Mittelpunkt der Handlung gerückt. Ihr Erfolg, Familie und Freundeskreis vorzuspielen, mit ihr hätte sich nicht wirklich etwas verändert, wirken allerdings teilweise nicht sehr glaubhaft. Auch die dazu im Rahmen der Handlung gegebene Begründung erscheint wenig überzeugend. Überhaupt werden die Menschen aus Miras bisherigem Umfeld recht oberflächlich dargestellt. Im Gegensatz dazu werden die Zerwürfnisse in der Mira zunächst noch fremden magischen Welt intensiver beleuchtet. Hier gibt es, wie die junge Magierin schnell feststellen muss, nicht nur Schwarz und Weiß,. Auch alle möglichen dazwischenliegenden Grautöne sind vertreten. Und genau hier erreicht die Handlung ihren spannenden Höhepunkt. Lange ist weder der Heldin noch dem Leser klar, welche Kräfte welche Ziele verfolgen, wer Mira helfen oder wer ihre Fähigkeiten nur ausnutzen will.
Auch wenn am Schluss des Buches – was wohl niemanden wirklich überraschen wird – zumindest die unmittelbaren Gefahren vorläufig neutralisiert sind, erscheint das Ende irgendwie offen. Der Leser hat den Eindruck, dass Miras Geschichte hier noch nicht zu ende sein kann. Allerdings findet sich weder im Buch selbst noch in der Webpräsenz des Autors irgendeinen Hinweis auf eine geplante Fortsetzung.

Fazit:
Eine Urban Fantasy, deren magischer Anteil (im Gegensatz zum real-menschlichen Umfeld) durchaus überzeugen kann.

Taschenbuch
eBook

Tobar (Sheanthee 2)

Amber Blake
Tobar (Sheanthee 2)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Das magische Herz von Sheanthee

Klappentext:
Caya Cunningham ist die beste Magie-Schülerin der Insel. Nicht alle finden diese Tatsache erfreulich. Der Fae Rat ruft einen Wettbewerb aus, um die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler zu testen. Die magische Quelle der Insel, das Zentrum der Kraft von Sheanthee soll gefunden werden. In mehr als tausend Jahren ist dies niemandem gelungen. Zusammen mit ihrer besten Freundin DeeDee und den beiden Gargoyles nimmt Caya die Herausforderung an. Die Dinge, die sie im Laufe ihrer Suche entdecken, lassen das anfängliche Abenteuer allmählich zu einem Alptraum werden…
Für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene.

Rezension:
Die 16-jährige Caya ist eine Ausnahmeschülerin an ihrer Schule, dem Internat für magisch begabte Fae-Abkömmlinge auf der irischen Insel Sheanthee. Im vergangenen Schuljahr konnte sie ihre Befähigung in allen 4 Formen der Elementemagie nachweisen – etwas, was seit sehr langer Zeit keinem Schüler mehr gelungen ist. Doch damit ist sie auch ins Visier der ‚Krieger‘ geraten, einer extremen Gruppierung der Fae-Abkömmlinge, die das seit langem versiegelte Portal zur Welt der Fae wieder öffnen wollen. Doch die Mehrheit der in unserer Welt lebenden Fae-Abkömmlinge ist der Meinung, dass damit das Ende unserer Zivilisation eingeleitet würde. Zum Glück ist diese Meinungsverschiedenheit vorläufig rein akademisch, da niemand weiß, wo dieses Portal verborgen ist. Sollte Caya wirklich die Fähigkeit haben, das zu ändern?
Wenn man (wie der Rezensent) versehentlich mit diesem 2. Band der Reihe beginnt, erscheinen einem zu Beginn natürlich einige Sachen fremd. Trotzdem kommt man auch ohne Kenntnis des Vorgängers schnell in die Geschichte hinein. Die Autorin führt den Leser in ein magisches Internat, was natürlich kein gänzlich neuer Einfall ist. Trotzdem schafft sie es, eine interessante, gänzlich eigenständige Welt zu erschaffen, die wahrscheinlich den Geschmack vielen Harry-Potter-Fans treffen dürfte, jedoch keinesfalls wie ein Harry-Potter-Klon wirkt. Die Charaktere wirken glaubhaft, und das Buch macht durchaus Lust auf mehr. Durchaus positiv sei auch angemerkt, dass die Autorin auf eine große Lovestory verzichtet.
Leider gibt es jedoch auch negatives zu vermerken. Auf ein Lektorat wurde offensichtlich komplett verzichtet, was sich im Besonderen an der Interpunktion bemerkbar macht. Die Kommata wurden anscheinend nach dem Zufallsprinzip im Text verteilt. An Stellen, wo kein Komma etwas verloren hat, tummeln sie sich gleich scharenweise herum, dafür fehlen sie an anderen Stellen, wo sie für den Textfluss dringend benötigt würden. Dafür verdient das Buch einen deutlichen Abzug in der B-Note!

Fazit:
Wer Harry Potter gut findet dürfte auch an diesem Buch Gefallen finden.

eBook

Sheanthee

Amber Blake
Sheanthee

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Macht der Elemente

Klappentext:
Caya Cunningham ist ein ganz normaler Teenager,- oder fast normal. Sie entstammt dem alten, magischen Volk der Fae,- nicht, dass sie das weiter interessiert. Der häusliche „Hokus Pokus“ geht ihr eher auf die Nerven und sie möchte mit dem ganzen „Magie Quatsch“ eigentlich nichts zu tun haben. Ihre Vorstellung von einem tollen Leben gipfelt in einem Studium des Modedesigns in London, wenn sie die Schule fertig hat.
Unglücklicherweise erwachen bei den Fae Abkömmlingen die magischen Kräfte, wenn sie das fünfzehnte Lebensjahr erreicht haben.
Zahlreiche Unfälle passieren und als sie im Zorn, einen Feuerhydranten in die Luft jagt, verfrachten sie ihre Eltern, gegen ihren Willen, auf die magische Insel Sheanthee, wo sie lernen soll ihre Kräfte zu kontrollieren.
In Begleitung eines schlagfertigen Gargoyles, tritt sie eine Reise an, die ihr Leben auf den Kopf stellen wird.
Das Buch ist konzipiert für jugendliche Leser und junggebliebene Erwachsene.

Rezension:
Caya soll gegen ihren Willen auf das Fae-Internat auf der abgelegenen Insel Sheanthee gehen. Dabei zieht sie doch viel lieber nach Unterrichtsschluss mit ihrer besten Freundin, die ein ‚normaler‘ Mensch ist und nichts von Cayas magischer Abstammung weiß, durch die örtlichen Boutiquen. Dazu kommt noch, dass jeder Schüler des Internats einen magischen Begleiter braucht, und als solchen erbt sie den vorlauten Gargoyle Bronc, der schon der Begleiter ihrer verstorbenen Urgroßmutter, einer berühmten Magierin, war. Um ihre Fae-Magie kontrollieren zu lernen, bleibt ihr jedoch nichts anderes übrig, als zu gehen. Schließlich soll sich während ihrer Ausbildung auch herausstellen, welche der verschiedenen Magieformen der Fae ihr zu eigen sind.
Amber Blake, hinter deren Pseudonym sich wahrscheinlich eine deutschsprachige Autorin (oder Autor?) verbirgt, führt den Leser schnell in die Handlung hinein. Die Hintergründe werden dem Leser eher nebenbei im Laufe der Geschichte nahegebracht. Cayas Erlebnisse können den Leser fesseln, wobei manches ruhig etwas ausführlicher erzählt sein könnte. Dabei ist der Text gut lesbar verfasst. Leider kann man das von der Interpunktion nicht sagen. Die Interpunktion, insbesondere die Kommasetzung, ist chaotisch. Auch die Rechtschreibung – besonders die der selbst geschaffenen Begriffe – ist teilweise etwas gewöhnungsbedürftig.
Trotz der genannten ‚Mängel‘ dürfte sich die Lektüre der „Sheanthee“-Reihe für Freunde junger Urban Fantasy lohnen, denn die Autorin schafft es darinnen, durchaus neue, noch nicht anderweitig abgenutzte Ideen einzubringen.

Fazit:
Alle, die sich für das Leben an magischen Internaten begeistern können, sollten „Sheanthee“ einen Blick gönnen.

eBook

Voodoo Girl

Roxanne Rivington
Voodoo Girl

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Voodoo und 3 Elternpaare für Zoé

Klappentext:
Düstere Träume und eine unbekannte Vergangenheit geben der 16-jährigen Zoé Rätsel auf. Ihre Eltern hat sie nie kennengelernt, und Tante Megan, bei der sie aufgewachsen ist, verschweigt ihr etwas. Gibt es ein Geheimnis um ihre Geburt? Um Klarheit zu gewinnen reist Zoé nach Haiti, wo sie geboren wurde – ein Land, in dem Voodoozauber, Geister und Dämonen zum Alltag gehören. Doch wer sind die unheimlichen Männer, die sie verfolgen? Stecken Mächte dahinter, die nicht von dieser Welt sind? Zoé gerät in einen Konflikt zwischen Glauben und Wissen. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit wird sie immer tiefer in die Mysterien des Voodoo hineingezogen … Roxanne Rivingtons Debüt »Voodoo Girl« erschien erstmals auf der kanadischen Schreibplattform Wattpad, wo die Geschichte tausende Leser begeisterte und 2014 einen Wattys Award gewann.

Rezension:
1790 wird der junge afrikanische Häuptlingssohn Mokabi auf einem Sklaventransporter in die Karibik verschleppt, wo er bald darauf in die Wirren des haitianischen Sklavenaufstandes von 1791 gerät.
Zoé wächst bei ihrer Stieftante Megan, genannt Meg im England unserer Tage auf. Megs Bruder und dessen Frau hatten Zoé als Kleinkind aus einem Waisenhaus in Haiti adoptiert, waren kurz darauf jedoch gestorben. So weiß die 16-jährige nur wenig über ihre eigentlichen Stief- und nicht das geringste über ihre leiblichen Eltern. Als eine Wahrsagerin auf dem Jahrmarkt sie auffordert, mehr über ihre Wurzeln zu erfahren, fasst Zoé den Entschluss nach Haiti zu reisen und ihre Herkunft zu erforschen. Nach anfänglichen Zögern stimmt Tante Meg zu, den nächsten Urlaub gemeinsam dort zu verbringen. In der Karibik angekommen, muss Zoé jedoch schnell feststellen, dass mysteriöse Leute an ihr interessiert sind.
Roxanne Rivington präsentiert mit diesem Buch ein fesselndes, tief in die haitianische Geschichte eingebettetes Abenteuer. Viele der gut konstruierten Zusammenhänge erschließen sich dem Leser (und Zoé) erst nach und nach. Dabei werden geschickt zahlreiche hierzulande wenig bekannte Informationen aus der realen Historie Haitis sowie dem dort nicht wegzudenkenden Voodoo-Kult eingebaut. Die Autorin schafft es, den Leser mit ihrem Schreibstil und dem gut durchdachten Handlungsaufbau schnell in den Bann ihres Romans zu ziehen, welchen sie selbst ins Mystery-Genre einordnet.
In die Haupthandlung um Zoé sind immer wieder historische Kapitel um Mokabis Geschichte eingeschoben. Leider erfährt der Leser bis zum Schluss nicht, wie genau die beiden Handlungsfäden aus dem 18. und dem 21. Jahrhundert miteinander verwoben sind. Auch Zoés Schicksal bleibt ungeklärt, denn das Buch endet abrupt an der spannendsten Stelle. Erst hier wird dem Leser bewusst, dass es sich bei „Voodoo Girl“ um den 1. Band eines Mehrteilers handelt. Leider ist das Erscheinungsdatum der Fortsetzung, die wohl jeder Leser am Ende dieses Buches ungeduldig herbeisehnt, noch ungewiss.

Fazit:
„Voodoo Girl“ entführt den Leser in ein spannendes und ungemein interessantes Abenteuer nach Haiti.

eBook

In den Tiefen der Ewigkeit

Isa Day
In den Tiefen der Ewigkeit (Der Weg des Heilers 2)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Suche nach dem Drachen

Klappentext:
Jahrelang strich die Magie der Geister durch die weiten Wälder Erriadas und liess die Herzen der jungen Menschen vor Furcht erstarren – bis Joshi die Wahrheit erkannte.
Die Kinder der Arrya haben sich in ihren Feinden getäuscht und bitter für diesen Irrtum bezahlt. Joshi und sein Bruder Marcin brechen auf zur Burg der Geister, um das Schicksal ihres Volkes in die Hände der fremdartigen Wesen zu legen und vielleicht ihre Heimat vor dem Untergang zu bewahren. Dabei ist beiden klar, dass sie eher den Tod als Vergebung finden werden.
Für den siebzehnjährigen Joshi ist es eine Entscheidung zwischen früher und später. Die schwere Krankheit, gegen die er schon so lange kämpft, hat gesiegt und wie seiner Heimat bleibt ihm nur wenig Zeit. Doch das dem Untergang geweihte Land verbirgt noch viele Geheimnisse und auch Joshis Schicksal ist längst nicht so klar, wie es zunächst scheint.
Selbst als schon der Feuerregen die einst prachtvollen Wälder brennen lässt, verfolgt er weiter sein Ziel, die Heimat zu retten – wenn es sein muss bis in die Tiefen der Ewigkeit, wo die Schöpfer Erriadas noch immer schlafen sollen. Hoffnung gibt ihm, dass der Feind seine böse Macht nun auf ihn konzentriert, nachdem sein Einfluss über die meisten anderen Jugendlichen gebrochen ist. Und selbst todkrank ist Joshi durch seine einzigartige Magie alles andere als hilflos.
Doch vielleicht ist genau diese Magie der Grund für den furchtbaren Konflikt, der in einer fernen Vergangenheit weit ausserhalb Erriadas begann und Joshis Lebensweg mit der Zukunft des gesamten Weltengefüges verknüpft.

Rezension:
Nach den Vorkommnissen im vorhergehenden Band „Der verletzte Himmel“ brechen Joshi und Marcin auf, um mit den ‚Geistern‘, einem Volk mit auffällig heller Haut, zu verhandeln. Doch die sind über den Besuch zunächst nicht besonders erfreut – was nicht verwundert, geben sich beide Seiten doch gegenseitig die Schuld an den Zwischenfällen. Als der Riss im Himmel jedoch immer größer wird und die vollständige Zerstörung der Welt droht, sehen alle ein, dass sie die verschwindend kleine Chance auf eine Rettung nur gemeinsam ergreifen können. Doch dazu müssen sie den uralten Drachen, der Legenden zufolge tief unter dem Gebirge schläft, wecken. Aber wie wird der auf die Störung reagieren – falls er überhaupt wirklich existiert.
Mit der Handlung dieses 2. Bandes ihrer „Der Weg des Heilers“-Reihe schließt die Autorin Isa Day nahtlos an den Vorgänger an, weshalb es durchaus zu empfehlen ist, beide Bücher am Stück zu lesen. Nahezu alles in der Rezension des Vorgängers gesagte trifft auch hier zu. Die wirklich außergewöhnliche Welt dieser Buchreihe wird noch weiter ausgebaut und dabei um einige Details erweitert. Der Sprachstil kann überzeugen, wobei auch bei diesem Band wieder darauf hingewiesen werden muss, dass er in der Schweiz verlegt wurde und deshalb durchgängig „ss“ statt „ß“ verwendet. Leider erfolgte auch hier wieder kein besonders gründliches Lektorat, weshalb sich noch einige Flüchtigkeitsfehler im Text finden, die den Lesefluss jedoch nicht nennenswert stören.
Wie schon bei Band 1 gibt es auf der Homepage der Autorin ein download- und ausdruckbaren Personen- und Stichwortregister. Auch ein „geheimer Epilog“ ist dort zu finden.
Im Gegensatz zum offenen Ende des vorherigen Bandes, das direkt in diesen überleitete, ist die Handlung von „In den Tiefen der Ewigkeit“ in sich abgeschlossen. Dessen ungeachtet ist ein weiterer Band jedoch bereits angekündigt.

Fazit:
„In den Tiefen der Ewigkeit“ stellt eine würdige Fortsetzung der Reihe dar, die die Handlung zu einem (relativen) Abschluss bringt.

Taschenbuch
eBook