Adele feiert Begräbnis

Daniela Noitz
Adele feiert Begräbnis

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Einmal eine schöne Leiche sein

Klappentext:
Eine Kurzgeschichte für Freunde des schwarzen Humors
Das Wichtigste für Adele ist, dass ihr Auftritt immer und überall tadellos ist. Eines Tages entdeckt sie, dass es einen einzigen gibt, den sie nicht beeinflussen kann – ihr Begräbnis! Entsetzt und verzweifelt sucht sie nach einem Ausweg. Was läge da näher, als zum 50. Geburtstag ihren eigenen Tod zu zelebrieren …

Rezension:
Die snobistische Adele ist entsetzt, erschien ihr die Beerdigung einer guten Freundin doch nicht ganz standesgemäß. Dabei kann man für eine Lappalie wie 20.000 € doch schon ein ordentliches Begräbnis bekommen. Also beschließt sie, sich zu ihrem baldigen 50. Geburtstag ein niveauvolles Fake-Begräbnis schenken zu lassen. Sie hofft, dass alle ihre Freunde sie auf diese Weise als schöne, würdevolle Leiche im Gedächtnis behalten, egal wie ihr echtes Begräbnis später einmal ausfallen würde.
Auf eine derartige Handlungsidee muss man erst mal kommen! Daniela Noitz lässt in ihrer Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe den (schwarzen) Humor in Strömen fließen. Dass das Ende dann doch ganz anders aussieht, als Adele es plant, versteht sich bei einer derartigen Geschichte wohl von selbst. Das ist eine Kurzstory, wie der Leser sie sich wünscht – zum Totlachen und dann doch noch mit einer überraschenden Wendung! Solche rundum gelungenen Ideen, die auch noch überzeugend umgesetzt sind, findet man leider nur selten.

Fazit:
Ein wahrer Diamant des schwarzen Humors. Diese Idee ist einfach genial!

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Halifax

J. Monika Walther
Halifax

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Reise ins Nichts

Klappentext:
Ein verhängnisvolles Verwirrspiel
Alice wünscht sich voller Sehnsucht in die Fremde. Sie fliegt nach Halifax zu Max, ihrer großen Liebe. Aber eine Tote am Strand und Geld – viel Geld – verändern all ihre Pläne und Hoffnungen …

Rezension:
Seit ihr Freund Max nach Kanada gezogen ist, hat Alice ihn nicht mehr persönlich gesehen. Das soll sich ändern, und so fliegt sie selbst dorthin. Doch Max erwartet sie nicht am Flughafen. Auf der Suche nach ihm wird Alice in kriminelle Machenschaften hineingezogen.
Was zuerst wie eine Lovestory wirken könnte, entpuppt sich schnell als handfester Krimi. Die Protagonistin muss schnell erkennen, dass ihr (Ex-)Freund tief in undurchschaubare Handlungen verstrickt ist – ob als Opfer oder als Täter ist dabei zunächst nicht ersichtlich. Das hört sich nach einer interessanten Handlung an, doch leider wirkt J. Monika Walthers Kurzgeschichte viel zu konstruiert, um auch nur ansatzweise glaubhaft zu sein. Immer trifft Alice rein zufällig auf genau die richtigen Leute, die sich ausnahmslos als Teil des Puzzles herausstellen. Und ohne dass auch nur die kleinsten Skrupel erkennbar wären oder sie auch nur kurz erkennbar nachdenken müsste, will sie teilhaben. Die Beweggründe oder Gedanken der Frau bleiben komplett im Dunkeln. Das kann leider auch als Kurzgeschichte nicht überzeugen. Das unaufgeklärte Ende tut ein übriges.

Fazit:
Ein interessanter Ansatz dessen Umsetzung leider nicht überzeugen kann.

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Induratio p. plastica

Thomas Kowa
Induratio p. plastica

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Der Whiskey als Zeuge

Klappentext:
Ein Fall für Polanski
Kommissar Zbiegniew Polanski – achtfach geschieden und mehrfach von den Ärzten abgeschrieben – ermittelt bei einem Mordfall auf einem Poetry Slam. Bevor er den Täter überführen kann, muss er sich jedoch einer Flasche Whiskey und seinen eigenen Vorurteilen stellen.

Rezension:
Auf einem Poetry Slam wurden sämtliche Preisrichter ermordet. Als Kommissar Polanski am Tatort eintrifft, steht er vor dem Problem, dass der Tätet maskiert war. Alle Teilnehmer kommen als Täter in Betracht.
Thomas Kowa hat sein Talent für urkomische Kurzgeschichten bereits wiederholt unter Beweis gestellt. Leider gehört diese nicht zu seinen Meisterwerken. Ein Kommissar, der mehr über seine diversen Krankheiten – der Titel nennt übrigens eine von ihnen – nachdenkt als über den Fall, ist nur eingeschränkt amüsant. Die Pointe ist wohl nur für Kenner der Poetry-Slam-Szene lustig. Damit Poetry-Slam-Laien die Auflösung überhaupt verstehen können, wurde extra eine Erklärung hinzugefügt. Da ist man vom Autor besseres gewohnt.

Fazit:
Auch gute Autoren greifen leider mal daneben. Dieser booksnack ist weder richtig lustig noch richtig spannend.

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Schleich Dich, Gift!

Miriam Rademacher
Schleich Dich, Gift!

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Der Knoblauch-Effekt

Klappentext:
Eine tödliche Seuche rafft die Vampire Mittelenglands dahin und zwingt die bissige Gesellschaft dazu, ungewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen. So werden der Detektiv McMallory und sein unheimlicher Gefährte Stephenson damit beauftragt, den um sich greifenden Todesfällen ein Ende zu machen, egal auf welche Weise.
Schnell wird auch die durch und durch menschliche Ärztin Clara Boyd Teil des Ermittlerteams, und dass sie ihr Herz an einen Blutsauger verschenkt, macht die Dinge nicht leichter.
Fieberhaft wird nach der Ursache geforscht, doch handelt es sich wirklich um eine Seuche? Gibt es den Erreger, der das nahezu Unsterbliche tötet? Oder steckt doch etwas völlig Anderes hinter den Vorfällen, etwa ein Anderer?
Gemeinsam trampeln McMallory und sein Team durch ein Abenteuer, das jedem von ihnen zum Verhängnis werden könnte…

Rezension:
Unter den Vampiren Englands geht die Angst um. Immer wieder fallen welche von ihnen ins Koma und zerfallen anschließend einfach zu Staub. Als es Lady Huntington gerade während Sir Hustings Party erwischt, beauftragt dieser McMallory, den einzigen Detektiv unter den Vampiren, die Hintergründe aufzuklären. Dessen Freund Stephenson, ein nicht übermäßig erfolgreicher vampirischer Wissenschaftler, bezweifelt jedoch, dass ein Virus die Ursache der Todesfälle ist. Als die beiden die Wohnungen der bisherigen Opfer untersuchen, fällt ihnen eine auffallende Gemeinsamkeit ins Auge.
Am treffendsten kann man Miriam Rademachers Buch wohl als humoristische Vampir-Detektiv-Story bezeichnen, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf dem Humor liegt. Die einzigen, für die es hier gruselig wird, sind die Vampire. Dabei gelingt es der Autorin, nach all den verrückten Einfällen noch eine unerwartete Auflösung zu präsentieren. Die Handlung kann – im Gegensatz zum etwas unglücklich gewählten Titel – vollkommen überzeugen. Von diesen Vampiren könnte man durchaus mehr noch mehr vertragen.

Fazit:
Eine rundum gelungene Vampir-Detektiv-Geschichte mit einem großen Schuss Humor.

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Baker Street Tales – 6 – Sherlock Holmes und die Ruinen von Rougemont

Barbara Büchner
Baker Street Tales – 6 – Sherlock Holmes und die Ruinen von Rougemont

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Rätsel im Glashaus

Klappentext:
Spurlos verschwinden der Reihe nach neun Menschen in einem verfallenen Glashaus nahe den Klippen von Calais. Die Leute von Rougemont schreiben die Ereignisse dem bösartigen Geist des früheren Besitzers zu, während Doktor Watson einen Botaniker zum Seelenleben der Pflanzen befragt und Sherlock Holmes zur allgemeinen Überraschung einen Geisterbeschwörer engagiert. Eine körperlose Stimme verrät die Lösung…

Rezension:
Nahe der Kanalküste nehmen merkwürdige Ereignisse ihren Lauf. Nachdem ein Adliger seine ganze Familie und zum Schluss sich selbst umgebracht und dabei sein Anwesen restlos niedergebrannt hat, verschwinden im Glashaus, dem einzigen übriggebliebenen Gebäude, reihenweise Menschen. Die Dorfbewohner sind überzeugt, dass dort der Geist des einstigen Besitzers sein Unwesen treibt. Sherlock Holmes will von diesem Unfug nichts wissen, doch Mrs Hudson, deren Verwandte dort leben, kann ihn dann doch überzeugen, den Fall anzunehmen.
Wie bereits der 2. Band der „Baker Street Tales“, „Sherlock Holmes und der geheimnisvolle Mister Scrabb“, wurde auch dieser Band von Barbara Büchner verfasst. Dabei bleibt die Autorin ihrer Eigenart, Fantasy-Elemente in die Detektiv-Geschichte zu integrieren, treu. Obwohl dies natürlich nicht der Machart der klassischen Vorbilder entspricht, kann diese Kurzgeschichte doch mit der originalgetreuen Charakterisierung des Meisterdetektivs punkten. Auch der Schreibstil kommt Doyles Original nahe, sodass sich der Sherlock-Holmes-Fan zuhause fühlt.

Fazit:
Eine beinahe klassisch wirkende Sherlock-Holmes-Story mit Fantasy-Touch.

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Camillas Kräutersuppe

Monika Detering
Camillas Kräutersuppe

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Auf die Zutaten kommt es an

Klappentext:
Eine skurrile Krimikomödie inklusive Kräuersuppen-Rezept
Camilla träumt von einem Clooney-Verschnitt. Nur ist sie nicht die Schönste. Das macht aber Gottlieb nichts aus. Er liebt sie. So hütet sie nahe des großes Moores Haus und Garten, bis sie die Einsamkeit erdrückt. Sie braucht Auszeit in der Stadt. Das gefällt Gottlieb nicht. Da er im Samenhandel tätig ist, bringt er eine Menge zum Aussäen mit. „Damit du ein Hobby hast!“ Camilla sät, Camilla erntet, Camilla entdeckt in der Stadt ein anderes Leben. Seitdem gefällt ihr der kleingewachsene Gottlieb nicht mehr. Er nervt sie mit seiner Bitte, ihm nun regelmäßig zur Stärkung seiner Gesundheit nach seinen Vorgaben Kräutersuppe zu kochen. Camilla ergänzt diese Vorgaben auf ihre Weise und siehe da …

Rezension:
Eigentlich ist Camilla mit ihrem Mann ganz zufrieden. Was ihr weniger gefällt, ist, dass er es nicht gerne sieht, wenn sie auch mal in die Stadt fahren will. Um sie ans Haus zu binden, überzeugt er sie, einen Kräutergarten anzulegen. Und da er an die therapeutischen Eigenschaften frischer Kräutersuppe glaubt, lässt er sich von seiner Frau regelmäßig eine solche aus eigenem Anbau zubereiten.
Ein Hausmütterchen wider eigenem Willen und Kräuter aller Art – das kann doch nur in eine Richtung laufen. Richtig geraten! Wohin sich Monika Deterings Story entwickelt, wird wohl keinen geübten Krimi-Leser wirklich überraschen. Leider fehlen dieser Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe jedoch Wendungen, die dieser Suppe eine interessante Geschmacksnote mitgeben würden. So fehlt ihr leider das gewisse Quäntchen Pfeffer.
Das mitgelieferte Kräutersuppen-Rezept kommt natürlich ohne Camillas ‚Sonderzutaten‘ aus.

Fazit:
Ein Kurzkrimi ohne große Überraschungen – nicht mehr und nicht weniger. Gegen die Langeweile zwischendurch eventuell ganz brauchbar.

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Baker Street Tales – 4 – Sherlock Holmes und der Fall 666

Marion Minks
Baker Street Tales – 4 – Sherlock Holmes und der Fall 666

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Sein letzter Fall

Klappentext:
August 1914
Zum ersten Mal begegnet der Psychoanalytiker Sherrinford seinem berühmten Verwandten Sherlock Holmes. Als der Meisterdetektiv den jungen Sherrinford zu einem seiner Klienten begleitet, erwartet die beiden eine Überraschung: Der Mann, der vor wenigen Stunden noch um Hilfe ersuchte, ist tot.
Doch warum wurde er ermordet? Und was hatte der „Böseste Mann der Welt“, der Magier Aleister Crowley am Tatort zu suchen?
Die Lösung des Rätsels offenbart einen Skandal, der bis ins Oberhaus reicht. Am Ende droht Sherlock Holmes selbst zum Opfer zu werden.

Rezension:
Sherlock Holmes hat einen Halbbruder. Nein, nicht Mycroft ist gemeint. Nach dem Tod seiner Mutter hatte sein Vater noch einen Sohn mit einer anderen Frau. Und genau dieser Sherrinford lernt seinen 30 Jahre älteren Halbbruder, der sich längst zur Ruhe gesetzt hat, endlich persönlich kennen. Als es darum geht, einen von Sherrinfords Patienten, der sich im Umkreis des Okkultisten Aleister Crowley bewegt, zu helfen, stimmt Sherlock natürlich zu. Beim Eintreffen finden die beiden Halbbrüder den Hilfesuchenden jedoch erhängt vor. Sherlock ist sich sofort sicher, dass es kein Selbstmord war.
Eine Sherlock-Holmes-Geschichte, die von seinem erheblich jüngerem Halbbruder erzählt wird, Dr. Watson kommt nur ganz am Rande vor. Der Zweck dieses Konstruktes erschließt sich dem Leser leider nicht so recht, erscheint Sherrinford in seiner Denk- und Handlungsweise sowie seiner Bewunderung für den berühmten Detektiv doch fast wie eine Kopie Dr. Watsons. Die Story an sich hätte von diesem erzählt genauso funktioniert. Dabei trifft Marion Minks den Erzählstil des Originals sogar recht gut, was in diesem speziellen Fall aber eher irritiert, da es sich ja um einen ganz anderen fiktiven Erzähler handelt. Trotzdem der eigentliche Fall interessant und gut durchdacht ist, hinterlässt diese Kurzgeschichte ihre Leser deshalb mit gemischten Gefühlen. Wegen des gewöhnungsbedürftigen Settings und (mit Einschränkungen) des Endes erscheint sie nicht wie ein ‚richtiger‘ Sherlock Holmes.
Nachdem der vorhergehende Band „Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe“ eindeutig den bisherigen Höhepunkt der Reihe darstellte, fällt dieser Band leider wieder in die Mittelmäßigkeit ab.

Fazit:
Kein Highlight für Sherlock-Holmes-Freunde, aber trotzdem eine durchaus lesbare Detektivgeschichte.

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Baker Street Tales – 3 – Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe

Sophie Oliver
Baker Street Tales – 3 – Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe

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Ein wahrer Holmes

Klappentext:
Ein junger Mann bittet Sherlock Holmes um Hilfe: Jemand trachtet ihm nach dem Leben. Vermeintliche Routine für den berühmten Detektiv. Doch sein Auftraggeber ist ein Kleinwüchsiger, das Corpus Delicti eine Narrenkappe und das letztendliche Todesopfer ein Zimmermädchen. Holmes und Watson ermitteln im winterkalten Oxfordshire und merken bald, dass an diesem Fall nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Rezension:
Holmes langweilt sich, und aus Erfahrung weiß Watson, dass das nicht lange gutgehen kann. Doch zum Glück meldet sich gerade jetzt ein neuer Klient. Tobias Ervinson ist überzeugt, dass ihm jemand nach dem Leben trachtet. Und das, wo er demnächst zu heiraten beabsichtigt. Wieso ihm jedoch eine tote Amsel in einer Narrenkappe als Drohung zustellt wird, ist rätselhaft. Und was könnte überhaupt jemand gegen ihn und seine bevorstehende Hochzeit einzuwenden haben? Oder ist alles ganz anders, als es den Anschein erweckt?
Der von Sophie Oliver verfasste 3. Band der „Baker Street Tales“ erweist sich als eine Shrlock-Holmes-Story im klassischen Stil. Hier ist alles so, wie es der Leser aus den Originalgeschichten gewohnt ist. Dr. Watson berichtet über den von seinem alten Kameraden Holmes auf gewohnt geniale Weise gelösten Fall, der es an Verzwicktheit mit Arthur Conan Doyles Ideen aufnehmen kann. Auch ansonsten stimmt hier alles; die Charaktere und die Chemie zwischen ihnen genauso wie das viktorianische Feeling. Die einzige kleine Ungenauigkeit ist wohl die Bezeichnung des Klienten als kleinwüchsig, die nicht so richtig in die geschichtliche Epoche passt.

Fazit:
Daumen hoch! Dieser Neo-Holmes ist so, wie man es von einer richtigen Sherlock-Holmes-Geschichte erwartet.

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Baker Street Tales – 2 – Sherlock Holmes und der geheimnisvolle Mister Scrabb

Barbara Büchner
Baker Street Tales – 2 – Sherlock Holmes und der geheimnisvolle Mister Scrabb

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Das Rätsel der Spanier

Klappentext:
Grässliches ereignet sich rund um das längst verlassene Mädcheninternat Glencreacht. Sind die Unfälle und Morde das Werk des dämonischen „Mister Scrabb“?
Sherlock Holmes und Doktor Watson müssen tief in der Vergangenheit graben, ehe sie den Schlüssel finden – einen erotischen Skandal am Hof von Maria Tudor, genannt „Bloody Mary“.

Rezension:
Die Zeitung berichtet von rätselhaften Vorkommnissen in einem abseits gelegenen Haus. Dort sollen mysteriöse Dinge vor sich gehen. Im Gegensatz zu seinem alten Gefährten Sherlock Holmes glaubt Dr. Watson an Übernatürliches. Und er kennt das fragliche Gebäude sogar. Ein alter Kriegskamerad ist seit längerem Hausmeister des ansonsten verlassenen Grundstücks. Spontan entschließt sich Watson, diesem mal wieder einen Besuch abzustatten. Doch zunächst ist dort nichts Ungewöhnliches festzustellen.
Nachdem der 1. Band der „Baker Street Tales“, „Sherlock Holmes und das Phantom von Charing Cross“, das typische Sherlock-Holmes-Feeling leider nicht annähernd einfangen konnte, gelingt dies Barbara Büchner im vorliegenden 2. Band erheblich besser. Auch wenn Watson merklich selbstständiger als in Arthur Conan Doyles Original-Abenteuern agiert, stimmt hier die Chemie des Detektivgespanns. Auch stilistisch schafft es die Autorin, dem Vorbild gerecht zu werden. Natürlich braucht es schließlich doch einen Sherlock Holmes, um die wahren Zusammenhänge enträtseln zu können. Ob man mit der Auflösung wirklich glücklich wird, ist dann freilich doch etwas Geschmackssache.

Fazit:
Dieser Neo-Holmes dürfte den Geschmack treuer Sherlock-Holmes-Fans durchaus treffen.

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Porca Miseria

Jennifer Wellen
Porca Miseria

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Auf den Hund gekommen

Klappentext:
Bellende Hunde beißen nicht
Mafiosi Rico soll im Auftrag seines Chefs den Laden der Familie Calussi mal ordentlich aufmischen. Zusammen mit El Diablo, einem Hund, der den Bastarden das Fleisch aus den knochigen Hintern beißen soll. Undbei Wel da fängt Ricos Problem an. Der Dobermann ist nämlich alles andere als ein Teufel. Eher ein gutmütiges Schaf, das sich bei jeder Kleinigkeit gleich ins Hundefell macht. Somit bleiben Rico vierundwanzig Stunden, um aus dem Schisser eine reißende Bestie zu machen und den Auftrag durchzuführen. Andernfalls endet Rico womöglich selbst mit Bleifüßen im East River!

Rezension:
Rico soll die konkurrierende Maffia-Sippe aufmischen, und Dobermann El Diablo soll ihm auf Anweisung seines Bosses dabei helfen. Dumm nur, dass El Diablo alles andere als ein Kampfhund ist. Schlimmer noch: Plötzlich sind die Waffen der Konkurrenz auf Rico gerichtet!
Die Idee zu Jennifer Wellens Kurzgeschichte hört sich interessant an – und könnte durchaus funktionieren. Nur was ist „Porca Miseria“? Für einen Krimi fehlt die Spannung, für ein humorvolles Buch (wie es vom Verlag eingestuft wird) der richtige Humor. Letzterer reicht gerade einmal für ein leichtes Lächeln. Für die leichte Zwischendurchunterhaltung ist die Story wegen des guten Schreibstils der Autorin aber durchaus brauchbar.

Fazit:
Ein lustiger Krimi, der beides nicht so ganz ist.

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