Der Seelenfänger

Sandra Engler
Der Seelenfänger

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Mord auf offenem Feld

Klappentext:
In der Zeit des Bösen, der Ritter und des Christentums ereignete sich vor vielen hunderten von Jahren in Britannia eine unglaubliche Geschichte. Der zwölfjährige Jonathan begegnet eines Tages bei der Feldarbeit dem Teufel und seiner Gefolgschaft, die Tod und Verderben über das Land bringen. Gemeinsam mit seinem Freund Adam versucht er, vor dem Teufel zu fliehen. Gelingt es ihm noch rechtzeitig, seine Pflegemutter und das Dorf vor der Bedrohung zu warnen?
Diese Geschichte ist ab 12 Jahren geeignet.

Rezension:
Als Jonathan gerade zusammen mit seinem Stiefvater und anderen Dorfbewohnern auf dem Feld arbeitet, werden sie von unheimlichen Männern auf flammenden Pferden überfallen. Diese Männer, deren Anführer offenbar der Teufel höchstpersönlich ist, töten alle. Nur Jonathan und seinem Freund Adam gelingt die Flucht.
Sandra Englers Kurzgeschichte ist wirklich sehr kurz ausgefallen. Der Leser gewinnt dabei den Eindruck, dass es sich nur um den Epilog einer umfangreicheren Geschichte handelt. (Was insoweit stimmt, dass eine Fortsetzung angekündigt ist.) Leider kann die Geschichte jedoch auch sprachlich nicht überzeugen, wodurch die an sich brauchbare Grundidee verpufft.

Fazit:
Für sich genommen ist diese Kurzgeschichte nicht tragfähig. Eventuell könnte sie mit der kommenden Fortsetzung ein lesbares ganzes bilden.

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An Tagen wie diesen

Nadin Hardwiger
An Tagen wie diesen

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Die Ereignisse des Tages

Klappentext:
Wenn euch das Glück auf die Schulter tippt
Liebe Mütter, kennt auch ihr diese ganz speziellen Tage, an denen das Glück euch nicht einfach nur so auf die Schulter tippt, sondern euch nach allen Regeln der Kunst umarmt?

Rezension:
1 Frau, 2 kleine Kinder, Mann auf Reise – so kann man diese Kurzgeschichte zusammenfassen. Und außer dass die Geschehnisse eines Tages (der zufällig der Muttertag ist) in mehreren kurzen Schnipseln aus wechselnder Perspektive erzählt werden, passiert eigentlich nichts. Wenn man die überwiegend belanglosen Vorkommnisse, wie sie beim Aufwachsen kleiner Kinder wohl an der Tagesordnung sind, betrachtet, fragt man sich als Leser, wieso sich die Frau am Ende der Geschichte als vom Glück umarmt vorkommt. Nur weil ihre beiden Kinder mal gerade ein paar Minuten friedlich im Gras liegen?
Nadin Hardwigers Kurzgeschichte aus der booksnack-Reihe ist vom handwerklichen Aspekt her zwar solide verfasst, irgendwie fehlt mir aber eine Aussage irgendeiner Art. Eine Auflistung belangloser Alltagsepisoden ist mir auch für eine Kurzgeschichte zu wenig. Schade, denn von den booksnacks bin ich eigentlich mehr gewohnt.

Fazit:
Alltagserlebnisse einer Mutter kleiner Kinder – nicht mehr und nicht weniger bietet diese Episoden-Kurzgeschichte.

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Berlin entspannt entdecken

Rebecca Haertel
Berlin entspannt entdecken

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Nichts Neues

Klappentext:
Sie wollen nach Berlin fahren und sich entspannen? Das ist doch unmöglich bei der Hektik, die in Berlin herrscht! Nichts ist unmöglich. Ob mit Bus, Dampfer oder Bett (ja Sie haben richtig gelesen), Berlin können Sie wirklich ohne viel Stress und Anstrengung erkunden. Da locken unter anderem idyllische Gewässer, Kirchen, Wälder, Parks und Gärten. Dieses E-Book ist für alle, die sich während ihres Berlin-Aufenthalts auch erholen möchten.

Rezension:
Rebecca Haertel stellt in diesem kleinen Berlin-Führer die Seiten der Hauptstadt vor, die für eher ruhiger veranlagte Besucher von Interesse sein könnten. Diese Idee ist sicher nicht uninteressant, doch wirklich Neues, was nicht auch in den üblichen Standard-Reiseführern zu finden wäre, wird der Leser auch hier nicht finden. Manche Tipps, wie beispielsweise der 100er Bus, wurden sogar im TV schon breitgetreten. Trotzdem wäre eine solche gezielte Zusammenstellung sicher interessant, wären die einzelnen Einträge nicht ziemlich lieblos und ohne tiefer gehende Infos aufgelistet worden. So fehlt diesem Führer leider der Mehrwert für den Berlinbesucher.

Fazit:
Ein Spezialführer für ruhesuchende Berlinbesucher, dessen Tipps sich jedoch auch in den üblichen Touristenführern finden.

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Hahnentirili

Monika Detering
Hahnentirili

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Die Kohlrouladen-Krise

Klappentext:
Wenn die Mutter mit dem Sohne …
Rainer hat eine besondere Beziehung zu seiner Mutter. Und sie zu ihm. Seine Frau, die Elsa, mag er auch sehr gern. Und er hat nichts dagegen, dass sie sich auf seiner alten Kinderdecke lieben bevor Mutter zum Essen kommt. Mutter bringt Kohlrouladen mit. Für ihren Jungen, den sie zu dünn findet. Elsa brät Hühnchen. Kohlrouladen gegen Hühnchen. Verzückt isst Rainer das Mitgebrachte und Elsa entscheidet sich …

Rezension:
Elsa erwartet Rainers Mutter zu Besuch. Deshalb bereitet sie extra ein Hähnchen-Rezept zu, doch als Rainers Mutter Kohlroulade mitbringt, ist dieser liebe die.
Viel mehr kann man zum Inhalt dieser Kurzgeschichte eigentlich nicht schreiben, denn mehr passiert – abgesehen von ein paar für die Handlung eher unwichtiger Details – nicht. Und genau das ist auch der Schwachpunkt der Story. Selbst für eine Kurzgeschichte ist das dann doch etwas zu wenig. Die Tatsache, dass die Autorin diesen booksnack in einem gut lesbaren Schreibstil darbietet, genügt für sich alleine leider nicht, um die Geschichte zu retten. Schade, denn mit einer wirklichen Pointe hätte die Idee einen brauchbaren Pausenfüller abgeben können.

Fazit:
Dieser Kurzgeschichte, die in kein Genre wirklich passt, fehlt leider das gewisse etwas.

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Das 7-Tage-Business

Thomas Dahlmann
Das 7-Tage-Business: In 7 Tagen online Geld verdienen

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Der Countdown läuft

Klappentext:
Im Buch das 7-Tage-Business lernst du wie du innerhalb von 7 Tagen dein eigenes profitables Online-Business aufbaust und Geld online verdienst. In einem klaren 7-Schritte Fahrplan geht das Buch mit dir alle wichtigen Schritte durch. Zusätzlich erhältst du wertvolle Tipps zur richtigen geistigen Haltung und lernst aus Beispielen anderer erfolgreicher Gründer.

Rezension:
Ein Online-Business in nur 7 Tage aufbauen – und das soll funktionieren? Zumindest verspricht das der Autor, doch auch nach dem Lesen dieses Buches bleiben mir da erhebliche Zweifel. Der eigentliche Aufbau des Geschäfts mag in dieser Zeit zwar realisierbar sein, die Geschäftsidee sollte vorher aber schon ziemlich konkret vorhanden sein. Außerdem gibt der Autor Tipps, die ich (als juristischer Laie) für ziemlich bedenklich, zumindest aber moralisch fragwürdig halte (z.B. den Preis mal schnell um 20 % hochsetzen, um dann 20 % Rabatt anzubieten, Fake-Accounts anlegen, um sich selbst Referenzen zu geben). Das Interessanteste sind wohl die im Anhang aufgelisteten Erfolgsgeschichten (mehr oder weniger) bekannter Internetfirmen. Diesen Erfolg nachzuahmen erscheint allerdings unrealistisch.

Fazit:
Diese ‚Anleitung zum Geldverdienen‘ dürfte für die meisten Interessenten wohl reichlich unrealistisch sein.

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Tony Ballard #81: Die Falle des Zyklopen

A. F. Morland
Tony Ballard #81: Die Falle des Zyklopen

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Gefahr aus dem Moor

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner.
Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Vor langer Zeit lebte in einem abgelegenen englischen Moor ein Zyklop und brachte Unglück über das nahegelegene Dorf. Doch irgendwann verschwand er. Heute halten die meisten Einwohner die Geschichten nur noch für Märchen. Eine kleine Gruppe bekennt sich jedoch zum Dunkel und betet nachts im Moor den Teufel an. Eines Nachts erhört er sie – und erschafft einen neuen Zyklopen, dem seine Anbeter in Zukunft dienen dürfen. Seine Nahrung sind Menschen, und er stattet seine Diener mit der Fähigkeit aus, körperlos zu töten. Zum Glück verschlägt es den Dämonenjäger Tony Ballerd gerade jetzt in dieses Dorf.
Tony Ballards Abenteuer erschienen ursprünglich als Heftromanreihe, jetzt werden sie in eBook-Form recycelt. Das Niveau (zumindest dieses Bandes) entspricht jedoch dem ‚Groschenheft‘-Image, das man dieser Art von Veröffentlichungen – wie sich hier zeigt – nicht zu unrecht nachsagt. Der Autor Friedrich Tenkrat, der hier unter dem Pseudonym A. F. Morland veröffentlicht, entwirft eine 08/15-Geschichte mit Protagonisten ohne jeglichen Hintergrund. Der Held, der einen Großteil der Geschichte in der Ich-Form erzählt, ist fehler- und makellos. Natürlich kann er jeden noch so starken Gegner besiegen. Das einzig Positive, das man über diese Story berichten kann, ist eigentlich, dass der Autor nicht dem Stereotyp erliegt, die böse Jungfrau (falls sie das noch ist) am Ende zu retten und als Opfer zu präsentieren. Sie bleibt die menschliche Haupt-Böse.
Obwohl die „Tony Ballard“-Serie noch gar nicht so besonders alt ist (Start der Heftroman-Reihe 1982), wirkt sie von den Charakteren und der Handlung her eher, als würde sie den 50er Jahren entstammen.

Fazit:
Im Bereich der Dämonen-Geschichten gibt es erheblich besseren Stoff als diesen lustlosen Heldenepos nach Schema F.

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The Case of the Exploding Speakeasy

David E. Fessenden
The Case of the Exploding Speakeasy

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Sherlocks Patensohn

Klappentext:
Seeking to get out from under the shadow of his famous father, Dr. John Watson, and his father’s even more famous friend, Sherlock Holmes, young Thomas Watson signs on as a newspaper reporter in Philadelphia — a city that rivals Al Capone’s Chicago for its crime and corruption. Now Thomas suddenly finds himself caught up in the biggest story of his career: a suspicious explosion at a speakeasy, which kills the owner and his card-playing buddies.
From the scanty clues that Thomas compiles, he and Sherlock’s older brother, Mycroft, set out to solve the case. But can the pair uncover the truth and reveal the killer before one or both become the next victim?

Rezension:
Thomas Watson, der Sohn von Sherlock Holmesʼ berühmten Gefährten John Watson, ist nach Amerika ausgewandert und arbeitet dort als Journalist. Seine Arbeit besteht überwiegend darin, Nachrufe zu verfassen. So bekommt er eines Tages auch die Todesmeldung seines eigenen Vaters auf den Schreibtisch. Später auf dem Heimweg wird er Zeuge einer Explosion in einer Bar – einer illegalen Bar, denn wir befinden uns im Amerika der Prohibitionszeit. Und als er schließlich in seiner kleinen Wohnung ankommt, erwartet ihn auch noch ein unerwarteter Gast: der alternde Mycroft Holmes.
Jeder Leser des Klappentextes dürfte in diesem Buch wohl eine Detektivgeschichte nach dem Muster von Arthur Conan Doyles Sherlock-Holmes-Abenteuern erwarten. Leider führt diese Erwartungshaltung ins Leere. Dieses Buch beschreibt beinahe ausschließlich Thomas Watsons Leben als relativ erfolgloser Reporter. Die Aufklärung der Explosion kann man dabei fast nur als Nebenhandlung bezeichnen.
Was kann man zu diesem Buch ansonsten sagen? Sicher ist es stilistisch nicht schlecht geschrieben, wirkliche Spannung kommt allerdings kaum auf. Leider wird der Leser durch die Verwendung der Namen Doyles berühmter Helden in eine völlig falsche Erwartungshaltung versetzt, die dieses Buch nicht einmal ansatzweise erfüllen kann.

Fazit:
Vorsicht Mogelpackung! Mit Abenteuern à la Sherlock Holmes hat der Inhalt dieses Buches nur sehr wenig Ähnlichkeit.

Taschenbuch
eBook
Hörbuch

Harry Potter and the Cursed Child

J.K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne
Harry Potter and the Cursed Child – Parts I & II

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Papa Voldemort

Klappentext:
Based on an original new story by J.K. Rowling, John Tiffany and Jack Thorne, a new play by Jack Thorne, Harry Potter and the Cursed Child is the eighth story in the Harry Potter series and the first official Harry Potter story to be presented on stage. The play will receive its world premiere in London’s West End on 30th July 2016.
It was always difficult being Harry Potter and it isn’t much easier now that he is an overworked employee of the Ministry of Magic, a husband, and father of three school-age children. While Harry grapples with a past that refuses to stay where it belongs, his youngest son Albus must struggle with the weight of a family legacy he never wanted. As past and present fuse ominously, both father and son learn the uncomfortable truth: sometimes, darkness comes from unexpected places. This Special Rehearsal Edition will be available to purchase until early 2017, after which a Definitive Edition of the script will go on sale.

Rezension:
Albus Severus Potter hat es nie gefallen, ständig an seinem berühmten Vater gemessen zu werden. Als er dann endlich nach Hogwarts kommt, freundet er sich gleich im Hogwarts-Express mit Scorpius Malfoy an – und landet selbst in Slytherin. Doch dort bleiben beide Außenseiter, die keine anderen Freunde finden, zumal in der magischen Welt das Gerücht umgeht, Voldemort persönlich wäre Scorpiusʼ wahrer Vater. Als Albus schließlich belauscht, wie Amos Diggery Harry Potter anfleht, seinen Sohn Cedric unter Benutzung eines kürzlich aufgefundenen Zeitumkehrers zu retten, Harry jedoch entschieden ablehnt, beschließt er, diesen Zeitumkehrer zusammen mit Scorpius zu entwenden und selbst in die Zeit des Trimagischen Turniers zu reisen. Doch damit bringen die beiden Freunde die geschichtlichen Abläufe gründlich durcheinander.
Obwohl es eigentlich nur das Script eines Theaterstücks ist, war dieses Buch für alle Harry-Potter-Fans wohl das am sehnlichsten erwartete dieses Jahres. Trotz – oder sogar wegen – der eher durchwachsenen Kritiken der Probeaufführungen des Stücks, waren die Erwartungen hoch, stellt „Harry Potter and the Cursed Child“ doch die 1. offizielle Erweiterung des Canons der HP-Reihe seit Band 7 dar. Leider liegt genau hier das Problem. Elemente wie „Albus kommt nach Slytherin“, „Albus und Scorpius werden beste Freunde“ oder „Scorpius verliebt sich in Rose“ kennt der Fan mittlerweile aus unzähligen Next-Generation-FanFictions. Diese nun als offiziellen Bestandteil der HP-Geschichte wiederzufinden, dürfte viele Fans verwirren. Erheblich schlimmer erscheinen allerdings die massiven inhaltlichen Widersprüche zu diversen in den bisherigen 7 Büchern enthaltenen Details. Um nicht übermäßig zu spoilern, sei hier als Beispiel nur genannt, dass laut diesem Script am Tag von Voldemorts Angriff auf Harrys Elternhaus kein Fidelius auf diesem liegt und Harrys Eltern nur Stunden vor dem Angriff offenbar völlig unbesorgt einen Dorfspaziergang mit Harry unternehmen. Das widerspricht allem, was der Fan bisher als gesichert voraussetzen konnte. Wenn das jetzt offiziell zum Canon gehört – sind die 7 Bücher der Reihe dann jetzt kein Canon mehr?

Fazit:
Eine lange erwartete Fortsetzung der Geschichte um Harry Potter, die leider alles, was der Fan bisher wusste, auf den Kopf stellt.

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Hexenstein

Bianca Bolduan
Hexenstein

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Ein Jahrhunderte altes Grauen

Klappentext:
Ein Ort in Thüringen, ein scheinbar unauffälliger Hinkelstein in einem Garten und Frauen, die den Verstand verlieren; auch im zweiten Band der „Darcer“-Reihe geht es um einen realen Platz mit starken energetischen Belastungen.
Was dort im Jahre 1710 geschah, führte zu einem der letzten Hexenprozesse dieser Gegend. Doch bis in die Gegenwart hinein ranken sich um den „Hexenstein“ Gerüchte, denn all jene, die ihn fortbewegen wollen, sterben. Geologische Untersuchungen ergeben nichts und jährlich pilgern Hunderte Schaulustige zu diesem Ort, an dem einst Furchtbares geschah und bis heute keine Ruhe einkehren kann.
Um die Bewohner des Ortes vor noch mehr Schaulustigen zu schützen, wird der Standort verschleiert. Auch die Namen wurden geändert. Die Geschichte nicht!

Rezension:
1711 in einem kleinen Dorf in Thüringen. Der älteste Sohn des örtlichen Großbauern verliebt sich in die Tochter der im Wald lebenden Kräuterfrau. Doch diese Verbindung ist unvorstellbar. Schließlich hat der Bauer schon lange mit dem Schmied geklärt, dass ihre Kinder einmal heiraten sollen, und Kräuterfrauen gelten in der Gemeinschaft eher als notwendiges Übel und werden generell ihrer Nähe zur Hexerei verdächtigt. So nimmt das Unheil seinen Lauf.
2011 im selben Dorf. Eine Familie kauft ein seit einiger Zeit leerstehendes Haus. Der Vater ist lungenkrank und muss dringend in eine Umgebung mit besserer Luft ziehen. Der Tochter der Familie fallen jedoch schnell unheimliche Vorgänge auf.
Selbstverständlich sind die Vorgänge trotz des zeitlichen Abstands von 300 Jahren miteinander verwoben. Während die historische Geschichte jedoch interessant und spannend zu lesen ist, driftet die aktuelle Handlung schnell in eine vorhersehbare Geisterstory mit noch vorhersehbarerem Ausgang ab. Hinzukommt, dass die Autorin sowohl im Klappentext als auch im Buch selbst versucht, das Geschehen als reale Handlung zu verkaufen. Obwohl das Buch in einem gut lesbarem Sprachstil verfasst ist, kann man es aus den genannten Gründen höchstens für esoterisch Interessierte empfehlen.

Fazit:
Eine vorhersehbare Fantasy-Story, die als reale Geschichte ausgegeben wird.

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