Das Erbe der Macht – 11 – Zwillingsfluch

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 11 – Zwillingsfluch

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Voll gesuchanekt

Klappentext:
Mithilfe der Archivarin wollen die Lichtkämpfer eine Möglichkeit finden, die Verschmelzung der Sigilsplitter zur Allmacht aufzuhalten. Tief in den Katakomben, verborgen in uralten Büchern, könnte sich der Schlüssel dazu verbergen, die Schattenfrau noch aufzuhalten. Doch finden sie ihn noch rechtzeitig?
Unterdessen machen sich Jen und Alex daran, Marks Schatulle zu bergen, um endlich die Wahrheit über das wilde Sigil und die Zwillinge zu erfahren.

Rezension:
Das Geheimnis, das die Besonderheiten um die Zwillinge Kevin und Chris umgibt, muss gelöst werden! Das Interesse der Schattenfrau an diesem Punkt lässt darauf schließen, dass sich hier eine ernste Gefahr verbergen könnte. So versuchen die Lichtkämpfer an allen Fronten, dieses Rätsel zu lösen. Doch ihre Gegnerin wird auch aktiv.
Während Andreas Suchanek den Handlungsstrang um Alex und Jen vorerst nutzt, um die Geschichte humorvoll aufzulockern, geht es an den anderen Handlungsplätzen von Anfang an zur Sache. Natürlich stellt sich auch diesmal wieder heraus, dass vieles ganz anders ist, als sowohl die Protagonisten als auch die Leser es bisher vermutet haben. Am Ende des Bandes mündet die Handlung (natürlich) wieder in einem gigantischen Cliffhanger. In Fan-Kreisen hat sich für diesen Stil schon der Begriff „gesuchanekt“ eingebürgert, der wohl auf keinen der bisherigen Bände so gut gepasst hat wie hier. Mit seinem gelungenen Schreibstil und den genannten Elementen schafft es der Autor immer wieder, seine Leser Haare-raufend auf den nächsten Band warten zu lassen.

Fazit:
Mit Band 11 läuft die Reihe fulminant auf einen Höhepunkt zu. Das Ende ist Spannung pur.

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Dämonengrab

Jörg Benne
Dämonengrab

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Das Grauen im Tempel

Klappentext:
Es will deine Seele…
Seit Generationen suchen Abenteurer in der Nähe des Dorfes Brensacker nach einer verschütteten Tempelanlage und deren legendärem Schatz. Als zwei Jungen zufällig einen verborgenen Eingang entdecken und einer der beiden unter mysteriösen Umständen verschwindet, schließen sich dem Suchtrupp auch einige Schatzsucher an. Doch auf das, was in den finsteren Gängen der Ruine auf sie lauert, ist keiner von ihnen vorbereitet…

Rezension:
Ordo träumt schon lange davon, ein Held zu sein. Als sich nach einem Sturm in der Nähe seines Heimatdorfes der Zugang zu einem legendären Tempel öffnet, beschließt er, diesen mit seinem Freund Varjan zu untersuchen. Doch bevor es dazu kommt, verschwindet Varjan mit seinen Eltern unter mysteriösen Umständen im alten Tempel. Zusammen mit Gardisten aus der nahegelegenen Stadt und Schatzsuchern, die im Tempel auf sagenhafte Schätze hoffen, macht sich Ordo auf die Suche. Im alten Tempel erwartet die Expedition jedoch das Grauen.
Zunächst könnte man Jörg Bennes „Dämonengrab“ für Fantasy, beim Klappentext eventuell sogar für Urban Fantasy halten. Zumindest erstere Vermutung kann man nicht ganz von der Hand weisen, denn diverse Fantasy-Wesen spielen im Buch eine Rolle. Insgesamt fällt dieses Werk jedoch eindeutig ins Horror-Genre. Inspiriert wurde der Autor dabei nach eigenen Angaben von einem Rollenspiel.
Erzählt werden die Ereignisse aus wechselnder Perspektive. Außer aus Ordos verfolgt der Leser das Geschehen über größere Zeiträume auch aus der Perspektive der Gardistin Nilra. Der durchaus gelungene Schreibstil des Autors kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die eigentliche Handlung überwiegend aus dem Dahinsterben der verschiedenen Protagonisten besteht. Erklärungen für die einzelnen Ereignisse bleiben leider Mangelware. So bleibt der Leser am Ende großteils ratlos zurück, was hier eigentlich wieso passiert ist.

Fazit:
Für Horror-Fans ist dieses Buch durchaus einen Blick wert, für Liebhaber klassischer Fantasy eher weniger.

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Schattenkrieger – Hüter des Steinernen Tors

Pia Guttenson
Schattenkrieger – Hüter des Steinernen Tors

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Die Suche nach dem Wolf

Klappentext:
Während eines Kampfes auf Leben und Tod, fällt der Formwandler Nikoma durch den Gezeitennebel der schottischen Parallelwelt Fenmar, und landet ausgerechnet im heutigen Schottland, unweit der Insel Skye.
Verletzt und vom Blutdurst halb wahnsinnig, hat er nur ein Ziel: Die Rückkehr in seine Welt. Einzige Hoffnung ist das Steinerne Tor, ein Portal zwischen den beiden Welten und die Hilfe der jungen Schottin Càtroina. Das Steinerne Tor weist ihn jedoch ab, bestimmt ihn stattdessen zu seinem Beschützer.
Denn mit ihm ist ein dunkleres, gefährlicheres Wesen durch den Gezeitennebel in die Welt der Menschen eingedrungen. Ein tödlicher Schatten, der in Gestalt einer betörenden Frau, Verderben und Tod in Edinburghs Gassen trägt. Nikoma setzt alles daran, die Welt der Menschen zu retten, doch seine inneren Dämonen sind stark und lassen seine dunkle, finstere Seite immer mächtiger werden. Càtroina ist die Einzige, die zwischen ihm und den Schatten steht.

Rezension:
Davon, dass das Steinerne Tor seine Welt mit unserer verbindet, weiß Nikoma, Formwandler, Krieger, Prinz seiner Heimat und nahezu unsterblich, schon immer. Besucht hat er unsere, ihm fremde Welt jedoch noch nie. Das ändert sich, als er schwer verletzt in den Gezeitennebel fällt und nahezu geheilt in unserer Welt, genauer gesagt auf der schottischen Insel Skye, erwacht. Dort findet ihn die 25-jährige Schottin Càtroina und nimmt sich seiner an. Die Rückkehr in seine eigene Welt stellt sich als problematisch heraus. Schon bald erfährt Nikoma jedoch, dass auch eine mächtige und skrupellose Gegenspielerin in unserer Welt gestrandet ist. Und die setzt alles daran, ihn endgültig zu vernichten.
Pia Guttenson setzt in ihrem Fantasy-Werk, dass stark in Richtung Romantasy tentiert, vordergründig auf die sich entwickelnde Beziehung zwischen dem vampirischen Formwandler und der der Gothic-Szene angehörigen jungen Schottin. Nikoma könnte manchen Lesern dabei bereits aus der „Das Steinerne Tor“-Trilogie (die ich jedoch nicht kenne) bekannt sein. Wenn man vom romantischen Aspekt absieht, liegt der Schwerpunkt der Handlung auf dem Zurechtfinden Nikomas in unserer Welt und der Suche nach einer Rückkehrmöglichkeit. Seine wahre Identität geheim zu halten, stellt sich dabei natürlich als zunehmend schwierig heraus. So ist es naturgemäß nur eine Frage der Zeit, bis zumindest Cat etwas auffällt.
Die Autorin benutzt einen gut und flüssig lesbaren Stil, der das Geschehen am Leser vorbeigleiten lässt. Schottisches Lokalkolorit tritt dabei immer wieder in den Vordergrund, sodass das Buch auch Freunden des Landes ohne ausgesprochener Fantasy-Affinität gefallen könnte. Auch der eigentliche Fantasy-Plot ist gelungen. Etwas störend sind in meinen Augen lediglich die Textabschnitte – teilweise ganze Kapitel –, die sich auf die erotische Annäherung zwischen den beiden Protagonisten konzentrieren.

Fazit:
Ein (fast) unsterblicher Vampir-Krieger aus einer anderen Welt trifft auf schottischen Grufti, Fantasy trifft auf Romance.

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Wildlife Photographer of the Year – Portfolio 27

Rosamund Kidman Cox (Hrsg.)
Wildlife Photographer of the Year – Portfolio 27

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Auf Kurs in Richtung Journalismus

Klappentext:
For more than 50 years, the Wildlife Photographer of the Year competition has championed honest and ethical wildlife photography, while pushing the boundaries of artistic freedom, technical skill, and narrative excellence. This powerful collection of pictures features all the winning photographs from the 2016 competition. The collection represents the work of many international photographers, both professionals and amateurs. The photographs are chosen by an international jury for their artistic merit and originality, from categories that together represent a diversity of natural subjects. The range of styles is also diverse, as is the genre of photography, including action, macro, underwater, landscape, or environmental reportage. Together this outstanding collection is a reminder of the splendor, drama, and variety of life on Earth. Each stunning photograph is accompanied by an extended caption and there is an introduction by one of the world’s most respected

Rezension:
Seit mehr als ½ Jahrhundert gibt es den jährlichen „Wildlife Photographer of the Year“-Wettbewerb jetzt schon. Es gibt wohl kaum einen bekannten Tier- oder Naturfotografen dieses Zeitraums, der nicht (meist sogar wiederholt) unter den Teilnehmern vertreten war. Zum mittlerweile 27. Mal erscheinen die prämierten Bilder in Form eines repräsentativen Bildbandes als leinengebundenes Buch mit Schutzumschlag, gedruckt auf hochwertigem Hochglanzpapier. Um seine Wirkung entfalten zu können, steht jedem einzelnen Bild mindestens eine ganze Seite, meist sogar eine Doppelseite zur Verfügung.
100 abgedruckte Bilder aus rund 49000 Einsendungen – das alleine sagt wohl schon viel über das Niveau des Wettbewerbes aus. Die Ansprüche, die ein Bild erfüllen muss, um ausgezeichnet und in den Bildband aufgenommen zu werden, sind extrem hoch. Im aktuellen Jahr hat die Jury allerdings auffällig viele Bilder ausgewählt, die Themen wie Naturschutz und Wilderei dokumentieren. Ob dies den Wettbewerb voranbringt oder es besser wäre, mehr ‚schöne‘ Bilder zu präsentieren, kann man natürlich unterschiedlich beurteilen. Beeindruckend sind die Bilder jedoch in beiden Fällen.

Fazit:
Natur- und Tierfotografie auf höchstem Niveau, das ist es, was in diesem Buch zu finden ist.

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Gruselmeer

Tinka Beere (Hrsg.)
Gruselmeer

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Gruslige Besucher

Klappentext:
Wenn die Abende dunkel werden und die Nächte kalt, ist die Zeit der Geister und Nachtmahre gekommen. Genau richtig, um sich mit einem guten Buch in finstere Welten entführen zu lassen. Mit unseren schaurig-schönen Geschichten taucht ihr mit uns ins Gruselmeer ein.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Klänge aus der Anderswelt – Anki
Die Brandruine – Myna Kaltschnee
Das Amulett von Whitby – Sabi Lianne
Das Haus in Athens – Florian Waldner
Am Salzmarkt – Katrin Scheiding
Der Ring des Raxoth – Madita Sternberg
Carnivorenexpress – Marija Kraujas
Ein Traum – Katherina Ushachov
Die steinerne Frau – Jill Noll
Wie man es bei Anthologien gewohnt ist, sind auch bei „Gruselmeer“ Geschichten unterschiedlicher Qualität und Herangehensweise ans Thema vereint. Wirklich gruslig im eigentlichen Sinn sind dabei die wenigsten. Die Bandbreite reicht von Jugendlichen, die in eine Brandruine einbrechen („Die Brandruine“), über eine beinahe klassische Geisteraustreibung mit humorvollem Unterton („Das Haus in Athens“) und einen verfluchten Gegenstand („Der Ring des Raxoth“) bis hin zu schon fast weltanschaulichen Themen („Die steinerne Frau“). Leider finden sich in dieser Sammlung auch Beiträge, bei denen sich der Leser mangels Aufklärung am Ende fragt, was der Autor eigentlich im Sinn hatte. Doch auch diesen Kritikpunkt teilt diese Anthologie mit vielen anderen.
Den qualitativen Höhepunkt bildet in meinen Augen eindeutig Florian Waldners „Das Haus in Athens“, in dem augenzwinkernd die Brücke zwischen falschem und echtem Spuk geschlagen wird. Auch „Das Amulett von Whitby“ von Sabi Lianne und „Am Salzmarkt“ von Katrin Scheiding können jedoch in ihrer jeweils eigenen Art überzeugen. Diesen herausgehobenen, gut und fesselnd geschriebenen Kurzgeschichten ist gemein, dass sie ein ‚echtes‘ Ende aufweisen.

Fazit:
Diese Anthologie vereint gruslige Kurzgeschichten, nach denen wohl jeder Leser noch gut schlafen kann.

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Lilly Flunker und der Heroldstab

Kristina Tiemann
Lilly Flunker und der Heroldstab

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Die Wahrheit hinter Klostermauern

Klappentext:
Lillys Welt liegt in Trümmern: ihre Eltern sind tot, die fremden Nonnen garstig und sie ist vollkommen allein. Bis sie eine neue verzauberte Welt entdeckt …
Lilly Flunker muss nach dem Tod ihrer Elter in die abgeschiedene Klosterschule „Auf der Tann“. Das sommersprossige elfjährige Mädchen mit dem feuerroten Haar ist tieftraurig und will eigentlich nur ihre Ruhe haben. Bis sie auf Victor trifft …
Zusammen mit ihrem neuen Freund entdeckt sie ein unglaubliches Geheimnis: Sie selbst ist im Besitz magischer Fähigkeiten und ihre Welt ist nicht die einzige. Es gibt noch viele andere Welten, bevölkert von fantastischen Wesen und Geschöpfen, die in Harmonie miteinander leben.
Doch der Frieden ist in Gefahr. Der böse Druide Severus verfolgt finstere Pläne und versucht mithilfe des Heroldstabs die Herrschaft über alle Völker an sich zu reißen. Fast hat er sein Ziel erreicht und die Zeit drängt. Nur Lilly und ihre Freunde können ihn jetzt noch aufhalten – wenn es nicht bereits zu spät ist …

Rezension:
Seit dem Unfalltod ihrer Eltern lebt Lilly in einem Klosterinternat. Gefallen tut es ihr dort nicht, denn das Leben der Schüler besteht außer dem Unterricht fast nur aus Pflichten. Die Nonnen sind streng, wirkliche Freundschaften konnte Lilly bisher nicht schließen. Das ändert sich erst, als Victor, ebenfalls frisch verwaist, ins Kloster kommt. Mit ihm freundet sie sich schnell an. Doch bald ändert sich noch viel mehr. Lilly muss feststellen, dass sich hinter den Klostermauern auch eine andere Welt verbirgt. Die Äbtissin ist eine der letzten Druidinnen, Elfen, Feen und Zwerge gehen hier ein und aus. Lilly erfährt, dass sie selbst druidischer Abstammung ist und durchaus noch lebende Verwandte hat. Und plötzlich liegt es in ihrer Hand, die traditionelle Welt der Druiden und Feen zu retten.
Eine Urban Fantasy, in der ein 11-jähriges Kind auf ein Internat und in eine magische Welt kommt – wen erinnert das nicht an Harry Potter? Trotz einiger Parallelen ist Kristina Tiemanns Werk jedoch keinesfalls als Harry-Potter-Klon zu verstehen. Lillys und Harrys Abenteuer haben bis auf die genannten Ähnlichkeiten kaum Gemeinsamkeiten vorzuweisen.
Die Autorin rückt im Anfangsteil ihres Buches die psychischen Probleme des Mädchens, dass unlängst ihre Eltern verloren hat, in den Vordergrund. Wirkliche Zuwendung findet es im Kloster nicht. Erst mir Victors Auftauchen, dem es ähnlich erging, findet Lilly einen Seelenverwandten und Freund. Viel Raum wird natürlich auch der magischen Parallelwelt, in die sie bald darauf eintaucht, gewidmet. Im Gegensatz zu vielen anderen Urban-Fantasy-Werken wird hier allerdings nicht von der Protagonistin gefordert, alle Geheimnisse vor ihrem Freund zu verbergen. So kann auch Victor mit ihr in das magische Abenteuer eintauchen. Während jedoch über weite Teile des Buchs Lillys und Victors Abenteuer im Focus der Handlung stehen, ändert sich das leider zum Finale hin. Hier wandert der Focus an den Königshof des Feenreichs, und die beiden Kinder spielen nur noch eine Nebenrolle. Dies finde ich bedauerlich.
Neben dem angenehm lesbaren Stil müssen unbedingt die gelungenen Illustrationen positiv erwähnt werden. Aufgelockert wird die Handlung immer wieder von Victors verdrehen Sprichwörtern. „Der Glaube versetzt Zwerge“, ist dabei wohl eines derer, die dem Leser bestimmt längerfristig im Gedächtnis bleiben werden.
Eine Fortsetzung unter dem Titel „Lilly Flunker – Victor und das Kristallherz“ ist bereits verfügbar, Band 3 in Vorbereitung.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt einer Urban-Fantasy-Reihe (auch) für junge Leser.

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Der Traummann

Bettina Wagner
Der Traummann

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Liebe per Inserat

Klappentext:
Traummann gesucht
Ab dreißig beginnt jeder Single unter einer gewissen Torschlusspanik zu leiden. Doch sind Kontaktanzeigen wirklich die Lösung?

Rezension:
Sabine sucht einen Mann. Nachdem sie in ihrem Bekanntenkreis einfach nicht fündig wird, beschließt sie, es per Kontaktanzeige zu versuchen. Leider entpuppen sich die wohlklingenden Zuschriften alle als Nieten.
Viel mehr als diese wenigen Sätze kann man zum Inhalt dieser Kurzgeschichte aus der Feder (bzw. Tastatur) Bettina Wagners nicht sagen, denn viel mehr passiert in diesem booksnack einfach nicht. Sabines Begegnungen mit den potenziellen Freunden weisen zwar die eine oder andere wirklich komische Episode auf, für eine in sich runde Geschichte reicht das aber leider nicht ganz aus.

Fazit:
Trotz einiger humorvoller Momente fehlt dieser Kurzgeschichte das gewisse Etwas, um wirklich stimmig zu sein.

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Räbeliechtli

Thomas Kowa
Räbeliechtli

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Polizeigriffe

Klappentext:
Kommissar Erik Lindberg steht vor einer ganz besonderen Herausforderung
Erik Lindberg zeigt sich von seiner privaten Seite – nicht als Ermittler in Gefahr, sondern als Mensch. Denn er weiß noch zu gut, wie es war, als Kind gehänselt zu werden. Er hatte in seiner Schulzeit nur ein paarmal die falschen Klamotten angehabt, schon war er zum Abschuss freigegeben worden. Als Leon, der Sohn seiner Nachbarin Isabel, mit einem Problem zu ihm kommt, ist Lindberg klar, dass er handeln muss.

Rezension:
Auch ein Kriminalpolizist hat sein Privatleben abseits von Mord und Totschlag. Dass die beiden Kinder seiner Nachbarin ihn als eine Art Helden sehen, stört Kommissar Lindberg dabei nicht. Als der 7-jährige Leon Ärger mit einem Klassenkameraden hat, zeigt er ihm den Polizeigriff. Dessen 8-jährige Schwester will ihrem kleinen Bruder natürlich nicht nachstehen und fordert, auch in Selbstverteidigung unterrichtet zu werden. Wenige Tage später sind beide Geschwister in eine Prügelei verwickelt, nach der ein Mitschüler Leons sogar ins Krankenhaus eingeliefert wird. Lindberg hat plötzlich alle gegen sich; Tante und Oma der Kinder und natürlich die Eltern des verletzen Jungen.
Bei dieser Kurzgeschichte handelt es sich um eine Nebenstory zu Thomas Kowas Thrillern um Kommissar Lindberg. Im Gegensatz zu diesen Thrillern (die ich nicht kenne) handelt es sich hier jedoch um eine eher ruhige Geschichte um menschliche Umgangsformen und das tägliche, mehr oder weniger friedliche Zusammenleben mit den ‚lieben‘ Mitmenschen. Man könnte das Ganze beinahe als Gesellschaftsroman in Ultra-Kurzform definieren.
Auch wenn es sich hier nicht um eine der üblichen Humor-Kurzgeschichten des Autors handelt, ist sein Stil doch unverkennbar.

Fazit:
Eine eher nachdenkliche Kurzgeschichte um das menschliche Zusammenleben.

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Die Wattwanderung

Kristin Lange
Die Wattwanderung

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Die Gefahr in der Boje

Klappentext:
Eine skurril-fröhliche kleine Krimiparodie
Blauer Himmel, weiße Möwen und die gute, klare Nordseeluft – ein Tag, so recht geschaffen für eine Wattwanderung mit dem liebsten aller Ehemänner. Doch Vorsicht: Wenn man sich im Fernsehen zu viele Morde anschaut und die Fantasie Kapriolen schlägt, dann wird aus dem friedlichen Spaziergang schnell ein Szenario des Schreckens!

Rezension:
Eine Wattwanderung bei gutem Wetter kann entspannend sein. Dass man das Watt rechtzeitig vor der Flut wieder verlassen muss, sollte man dabei natürlich nie vergessen. Aber was soll ein Mann schon machen, wenn ihm seine Frau während der zweisamen Wanderung vom letzten Fernsehkrimi erzählt, in dem ein Mann ermordet wurde, indem seine Hand in einer Boje verklemmt wurde, sodass er bei auflaufender Flut ertrank? ‚Natürlich‘ steckt er seine Hand als Mutprobe in die Öffnung der nächstbesten Boje.
Schon bei dieser Kurzzusammenfassung von Kristin Langes Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe wird sich wohl jeder fragen, wie viele Personen lebendig von dieser Wattwanderung zurückkehren werden. Eine Antwort auf diese Frage wird es in dieser Rezension natürlich nicht geben. Die in einem angenehm flüssigen Schreibstil verfasste Geschichte lebt von der latenten Unsicherheit, ob die Frau ihren Mann mit ihrer Erzählung eventuell mutwillig in die Falle gelockt hat.

Fazit:
Freunden guten Humors kann diese Kurzgeschichte empfohlen werden.

 

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Anderswelt – 1 – Schattensuche

Evelyne Aschwanden
Anderswelt – 1 – Schattensuche

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Die Welt der Hüter

Klappentext:
»Ich habe keine Angst vor dem Tod. Vielmehr fürchte ich mich vor dem, was danach kommt. Sterben ist nicht schwer. Tot zu bleiben hingegen – das ist eine ganz andere Geschichte…«
Nach dem unerklärlichen Verschwinden ihres Bruders Viktor versucht die 15-jährige Maret, auszubildende Hüterin des Übernatürlichen, in ein normales Leben zurückzufinden. Doch mit einem Vater, der in seinem Labor Dämonen beschwört, einem Halbvampir zum Cousin und einer besten Freundin, die von all dem Wahnsinn um sie herum nichts ahnt, scheint so etwas wie Normalität unerreichbar. Als Maret beinahe schon die Hoffnung aufgegeben hat, ihren Bruder je wiederzusehen, trifft sie auf Yannik. Ausgerechnet der Neue, den alle in der Klasse nur als »Freak« bezeichnen, ist Marets Schlüssel zu Viktors Aufenthaltsort. Der jungen Hüterin bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zusammenzuarbeiten – auch wenn sie weiß, dass er etwas vor ihr verschweigt. Gemeinsam verstricken sich die beiden Jugendlichen in ein Geheimnis, das tief mit ihrer eigenen Vergangenheit verbunden ist und Dinge zum Vorschein bringt, die besser in den Schatten geblieben wären…

Rezension:
Maret ist 15 und besucht eine ganz normale Schule. Was jedoch keiner ihrer Klassenkameraden ahnt, wovon selbst ihre beste Freundin nichts weiß, ist, dass sie aus einer alteingesessenen Hüterfamilie stammt. Hauptaufgabe aller Familienmitglieder ist es, die normalen Menschen vor Dämonen und anderen übernatürlichen Wesen zu beschützen. Auch Maret wird im Geheimen zur Hüterin ausgebildet. Die Prüfung dazu versemmelt sie jedoch, denn seit dem Verschwinden ihres älteren Bruders ist Maret geistig nicht mehr wirklich am ‚Familen-Buisness‘ interessiert. Doch dann überschlagen sich die Dinge; ihr neuer Mitschüler Yannik weiß über ihr Hüterdasein Bescheid, und in der eigenen Familie scheint es einen Verräter zu geben, der mit den Dämonen zusammenarbeitet.
Schon bei der Ausgangssituation ihrer Jugend-Urban-Fantasy-Geschichte weicht Evelyne Aschwanden vom genretypischen ‚Schema F‘ ab. Sind es üblicherweise Nichtsahnende, die für sie völlig überraschend von der Existenz einer magischen Parallelwelt erfahren, begegnet der Leser hier einer Protagonistin, die von Kindheit an in diese übernatürlichen Vorgänge und deren Geheimhaltung involviert ist. Genau diese junge Hauptperson ist alles andere als von ihrer Rolle überzeugt und wünscht sich oft, ein normaler Mensch, ein ‚Nichtsehender‘, zu sein. Dass gerade sie und ein paar Verwandte und Freunde ähnlichen Alters es sind, die die Probleme letztendlich klären müssen, ist dann natürlich weit weniger überraschend.
Aus dieser Ausgangslage gelingt es der Autorin, glaubwürdige Charaktere zu erschaffen, deren Intentionen nachvollziehbar erscheinen. Auch sprachlich kann das von der Protagonistin Maret in der 1. Person erzählte Abenteuer überzeugen.
Obwohl „Anderswelt – Schattensuche“ dem Leser als in sich abgeschlossene Handlung erscheint, ist für das Frühjahr 2018 ein weiterer Band der Reihe angekündigt. Falls dieser qualitativ an diesen Reihenauftakt heranreicht, hat die „Anderswelt“-Reihe das Potenzial zum Dauerbrenner.

Fazit:
Ein überzeugender Auftakt einer neuen, jugendlichen Urban-Fantasy-Reihe mit einer deutschen Kleinstadt als Handlungsort.

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