Diana & Julius und das Buch der Katastrophen – 1 – Die Wasserhexe

Daniela Muthreich
Diana & Julius und das Buch der Katastrophen – 1 – Die Wasserhexe

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Das vergessliche Skelett

Klappentext:
Diana konnte nicht ahnen, dass sie die Geschichte, die sie im Buch ihrer Freundin gelesen hatte, selbst erleben würde. Auch war ihr nicht klar, dass sie in diesem Moment den Zugang zu einer geheimen Verbindung in die Zwischenwelt öffnete und damit die Geister der Katastrophen weckte. Ihr bisheriges Leben veränderte sich vollkommen. Bei der Suche nach den Ursachen für eine Katastrophe, die ihr Dorf heimsuchte, erlebt sie mit ihrem Freund Julius eine unglaubliche Geschichte, welche die beiden ins Mittelalter zurückführt. Sie treffen auf magische Wesen, kämpfen gegen Verbündete des Bösen und schließen Freundschaften mit fabelhaften Geistern. Ihre Aufgabe ist es, mithilfe von Zauber-Rätseln eine längst vergangene Katastrophe zu verhindern, um das gegenwärtige Schicksal ihres Dorfes umzukehren. Doch können sie es schaffen, sich und ihre Freunde und Verwandten zu retten?
Dank seiner Zauberkräfte ist es Ascaiton, dem Herrscher der hellen Geister gelungen, eine Formel zu entwickeln, die Menschen den Zutritt zur Zwischenwelt ermöglicht. Ihm steht sein treuer Katastrophen-Verhinderer Maquafi zur Seite. Beide setzen sich für das Gute ein und wollen Elend von den Menschen fernhalten. Ihre Gegenspieler sind Rachsascan, der Herrscher der dunklen Geister, und dessen ergebenen Katastrophen-Stratege Zöbögress. Diese versuchen in den Besitz der Zauberformel zu kommen, damit niemand ihre Zwischenwelt erreicht und sie die Vorherrschaft auf der Erde übernehmen können. Katastrophen, Pech und Unglück sind ihnen bei der Verwirklichung ihre Ziele willkommen.
Helle und dunkle Geister versuchen in dieser Fantasy-Geschichte, Diana und Julius‘ Pläne entweder zu unterstützen oder sie zu vereiteln.
Ihr erstes Abenteuer führt Diana und Julius in die Zeit des Mittelalters. Hinter den Mauern eines Klosters spielen sich seltsame Dinge ab, denen die beiden auf die Spur kommen müssen, um eine Katastrophe zu verhindern. Schon bald stellen sie fest, dass das Kloster zur Gefahr wird …

Rezension:
Diana und Julius leben 1950 in den schweizer Bergen. Beide sind befreundet und verbringen gerne Zeit miteinander, doch über allzu viel Freizeit verfügen sie nicht, da sie im Haushalt beziehungsweise der Landwirtschaft mithelfen müssen. Zufällig gerät die 14-jährige Diana an ein mysteriöses Buch, das sie und ihren Freund in eine magische Parallelwelt bringt, in der sie im Jahr 1515 eine Katastrophe verhindern müssen, die auch Auswirkungen auf die Gegenwart hätte, falls sie stattfindet. Im Mittelpunkt des gefährlichen Geschehens scheinen ein Kloster und sein Prior zu stehen.
Im Auftakt ihrer Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer-Reihe schickt Daniela Muthreich ihre beiden jungen Protagonisten über den Umweg einer magischen Dimension auf eine Zeitreise. Am Ziel treffen sie auf eine Welt, in der unterschiedlichste magische Kräfte wirken. Auf Genre-typische Fantasy-Wesen wird allerdings vollständig verzichtet. Um die drohende Katastrophe zu verhindern (und überhaupt erst herauszufinden, welcher Natur diese wäre), müssen die Protagonisten einige Rätsel lösen, wobei sie auf die Geister verschiedener historischer Personen treffen, von denen sie Hinweise erhalten. Die Zusammenhänge der Bedrohung sind relativ komplex angelegt und auch für den Leser erst nach und nach zu durchschauen. Jedes Kapitel der Geschichte wird von Konferenzen der dunklen und der hellen Seite eingeleitet. Im Gegensatz zum eigentlichen Abenteuer sind diese Szenen in einer Art abstrusen Humor gehalten, der Geschmackssache ist. Er dürfte wohl eher jüngere Leser ansprechen, während er auf die meisten Leser in Dianas Alter (14 Jahre) oder Erwachsene etwas albern wirken dürfte. Das Abenteuer an sich ist dagegen mehr auf Spannung ausgelegt.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus dem Blickwinkel eines auktorialen Erzählers. Die Haupthandlung folgt dabei wechselweise der beiden Protagonisten Diana und Julius. Einzelne Abschnitte begleiten allerdings auch andere Charakter. Hinzu kommen die bereits erwähnten ‚Konferenz-Berichte‘ an den Anfängen der Kapitel.
Am Ende wird eindeutig klargestellt, dass die beiden Hauptpersonen in folgenden Bänden noch weitere Katastrophen verhindern sollen. Zu welchen Örtlichkeiten und Zeiten sie du diesem Zweck reisen werden, darf man gespannt sein.

Fazit:
Dieses Zeitreise-Abenteuer mit Fantasy-Elementen lässt seine jungen Protagonisten zahlreiche Rätsel lösen.

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Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Gräfin Anna – 1 – Gräfin Anna und die Rache der Verdammten

Anke Dietrich
Gräfin Anna – 1 – Gräfin Anna und die Rache der Verdammten

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Das Rätsel der leeren Kanopen

Klappentext:
Der Start der neuen Buchreihe. Im ersten Teil trifft Abenteuerlust auf Archäologie und Mythen – mit einer Prise Fantasy.
Ägypten, Dezember 1912
Der Hinweis auf einem antiken Papyrusfetzen führt Anna und Karl Friedrich von Erlebach nach Mittelägypten. Zusammen mit Lord Rutherford, einem befreundeten Engländer, wollen sie ein Pharaonengrab aufspüren. Doch in Amarna graben bereits die Deutschen. Die Ägyptologen pochen auf ihre Rechte und wollen die abenteuerlustigen Aristokraten zwingen, die Schlucht zu verlassen. Dann finden sie durch Zufall das Grab und erwecken damit das Grauen in der Schlucht. Was vor Jahrtausenden prophezeit wurde, erfüllt sich nun, und niemand kann seinem Schicksalsspruch entfliehen.
Jedes Buch ist in sich abgeschlossen und stellt ein neues Abenteuer dar, das die Welt des beginnenden 20. Jahrhunderts mit Elementen aus den Bereichen des Übernatürlichen und der Mythen vergangener Epochen verwebt.

Rezension:
Wegen dessen Lungenleidens verbringt Gräfin Anna die Winter stets mit ihrem Mann in Ägypten. Eines Abends taucht ein Fellache im Nobelhotel auf und übergibt ihr einen alten Papyrus. Auf diesem ist angeblich ein antikes Grab verzeichnet. Zusammen mit dem befreundeten britischen Lord Rutherford gelingt es Anna, ihren Mann zu einer Expedition zu überreden. Am auf dem Papyrus bezeichnetem Ort angekommen, versuchen allerdings in der Nähe tätige Archäologen und ein ägyptischer Beamter die Erforschung des dort tatsächlich vorgefundenen Grabes zu verhindern. Doch dann kommt es du Todesfällen, bei denen den Opfern Organe entnommen werden.
Im 1. Band ihres historischen Fantasy-Archäologie-Abenteuers um die junge Gräfin Anna schickt Anke Dietrich diese zusammen mit den Lesern in die Welt der ägyptischen Mythologie. Dabei bettet sie die Handlung in die reale Geschichte der Ägyptologie des frühen 20. Jahrhunderts ein. Über längere Handlungsabschnitte bewegt sich die Story sogar deutlich in Richtung eines Grusel- beziehungsweise Horror-Abenteuers. Die Titelfigur Anna erweist sich dabei als für eine Frau dieser Zeit außergewöhnlich wissenschaftlich interessiert und tatkräftig. Trotzdem führt der Titel der Reihe und dieses Bandes etwas in die Irre. Gräfin Anna ist zwar in die Angelegenheit verwickelt und durchaus aktiv beteiligt, sie ist aber keineswegs ‚die‘ zentrale Person des Buches, wie es der Titel suggeriert. Genaugenommen gibt es eine solche eigentlich gar nicht. Ein größerer Personenkreis wirkt in dieser Hinsicht praktisch gleichwertig.
Am Ende dieses Bandes lässt sich kaum absehen, in welche Richtung sich die Reihe entwickeln wird. Dass Gräfin Anna dem Leser als Titelfigur weiterhin erhalten bleibt, kann natürlich vorausgesetzt werden. Wer von den anderen Charakteren einem wiederbegegnen wird, kann man allerdings kaum vorhersagen. Zumindest ihr Mann dürfte in diesem Punkt aber zu den heißen Kandidaten gehören.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus Beobachterperspektive. Der Stil ist dabei gut lesbar und bleibt auch in den kritischen Situationen unaufgeregt. Die Hauptzielgruppe zumindest dieses Bandes dürften Fans von Archäologie-Abenteuern sein, wobei die Handlung natürlich auch Fantasy-Fans bedient.

Fazit:
Dieses Archäologie-Abenteuer aus dem frühen 20. Jahrhunderts stößt mit Fantasy- und Grusel-Elementen in die altägyptische Mythologie vor.

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Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898

Frank W. Werneburg (Hrsg.)
Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898

Eisenach_und_Umgebung

Heute kann ich etwas ganz Besonderes präsentieren: einen historischen Stadtführer meiner Heimatstadt Eisenach aus dem Jahr 1898. Ich selbst habe ihn in Form eines Reprints neu aufgelegt, weil ich fand, dass es dieses Stück Heimatgeschichte wert ist, nicht vergessen zu werden:

Im Jahr 1898 erschien ein Stadtführer
„Eisenach und Umgebung“,
herausgegeben vom bekannten Verleger Philipp Kühner. Für die damalige Zeit war dieser außergewöhnlich gut bebildert.
Viel hat sich in den seit damals vergangenen mehr als 120 Jahren geändert. Die enthaltenen Fotos zeigen teilweise Ansichten, die heute nicht mehr zu finden oder kaum noch wiederzuerkennen sind. Aber gerade das macht den historischen Führer auch für heutige Leser – egal ob Einheimischer oder Besucher der Stadt – interessant. Und genau deshalb liegt dieser interessante Stadtführer jetzt in einem aufwändigen Reprint vor.
Lernen Sie ein Eisenach kennen, das es so nicht mehr gibt! Staunen Sie über Informationen, die für uns heute kaum noch vorstellbar sind.

 

Um es kurz zu machen, folgt hier das Vorwort aus dem Reprint:

Manchmal führt eins zum andern, ohne dass man es zuerst auch nur erahnen wür­de. So war es auch bei diesem Buch. Am Anfang stand ein Besuch auf einem Floh­markt, auf dem mir ein Exemplar eines alten Stadtführers in die Hände viel: „Eisenach und Umgebung“ aus dem Jahr 1898. Soweit kein großes Wunder. Eisenach hatte zu dieser Zeit schon einen regen Fremdenverkehr aufzuweisen, weshalb derartige Bücher auch damals keine besondere Seltenheit darstellten und auch heute öfters antiquarisch zu finden sind. Hier treffen allerdings mehrere Besonderheiten aufeinander. Zum einen ist dieser Führer für die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert außergewöhnlich umfangreich bebildert, anderer­seits wies das Exemplar einen für sein Alter von immerhin mehr als 120 Jahren über­raschend guten Erhaltungszustand auf. Abnutzungsspuren sind fast nur am Ein­band vorhanden. Eine Freude für jeden Liebhaber alter Bücher – insbe­sondere, wenn diese auch noch die eigene Heimatstadt behandeln! Zudem zeigen die enthaltenen Fotografien nicht nur die damals wie heute immer wieder abge­bildeten ‚Pflichtmotive‘ eines Stadtführers, die in den letzten Jahrzehnten schon in diverse Sammlungen alter Stadtansichten abgedruckt wurden, sondern auch Motive, von denen wenige bis gar keine alten Bilder in Umlauf sind. Nachdem ich ein paar meiner Ansicht nach besonders bemerkenswerte Abbildungen in den sozialen Medien gezeigt hatte, führten diese zu großem Interesse und teilweise umfangreichen Diskussionen. Und das führte wiederum dazu, das ich begann, über ein Reprint nachzudenken. Die Urheberrechte des Originals sind schließ­lich längst abgelaufen.
So kam es zum vorliegenden Buch. Aus einem alten Buch ein neues zu machen, erfordert allerdings trotz des guten Erhaltungszustandes einiges an Arbeit. Viele Entscheidungen sind zu treffen. Soll versucht werden, die kleineren Schäden wie beispielsweise leichte Flecken auszubessern? Oder sollten die sichtbar bleiben? Soll die Neuauflage neu gesetzt und dabei heutigen Gepflogenheiten angepasst wer­den? Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile fiel die Entscheidung, den alten Stadtführer in Faksimile-Form zu veröffentlichen, damit alle zeit­genös­si­schen Eigenheiten erhalten bleiben. Das bedeutet natürlich, dass auch die origi­nale Rechtschreibung erhalten bleibt. Mache Schreibweise wirkt also etwas antiquiert, liegen zwischen Erscheinen dieses Buches und heute doch (je nach Sichtweise) 2 oder sogar 3 Rechtschreibreformen.
Auch wenn ich anfangs erwähnte, dass „Eisenach und Umgebung“ für seine Zeit außergewöhnlich umfangreich bebildert ist, hält es Vergleichen mit modernen Stadtführern in dieser Hinsicht natürlich nicht stand. Ist es der moderne Tourist gewohnt, praktisch auf jeder Seite farbige Fotos vorzufinden, sind es in diesem histo­rischen Führer ‚nur‘ 33 – selbstredend in schwarz/weiß. Von den auf der Titel­seite genannten 2 Karten war in dem auf dem Flohmarkt erworbenen Exem­plar leider nur die der Villenkolonie „Marienhöhe“ enthalten, die hier auf den Sei­ten 12/13 wiedergegeben wird. (Die leichte Unschärfe von Teilen der Karte ist auch im Original enthalten und wahrscheinlich dem damaligen Stand der Farb­drucktechnik geschuldet.) Was die andre Karte zeigte, ist leider nicht ersicht­lich.
Auch inhaltlich gibt es deutliche Unterschiede. Moderne Führer konzentrieren sich normalerweise auf die Geschichte des Ortes und dessen Sehenswürdigkeiten sowie Unterkunftsmöglichkeiten. Damals wurde der Bogen deutlich weiter ge­spannt. Beispielsweise enthält dieses Buch ein komplettes Verzeichnis aller Schulen inklusive der jeweiligen Schulgebühren. Die Beschaffenheit der Wasser­versorgung wird ebenfalls einschließlich der Wasserpreise erläutert. Auch das, was wir heute als Behördenwegweiser bezeichnen würden, ist integriert. Sogar Klimadaten werden aufgelistet. Ein Vergleich mit den heutigen Werten wäre sicher interessant.
Manches, was hier vom Ende des 19. Jahrhunderts berichtet wird, wirkt heute beinahe unglaublich. So wird aufgelistet, welche Speisefische in Hörsel und Nesse vorkommen. Und wenn aus dem (damals schon historischem) Jahr 1843 berichtet wird, dass es in Eisenach 68 Straßenlaternen gab, „womit wir nicht allein jeden Winkel der Stadt, sondern auch die Vorstädte bis an die letzten Häuser vollkommen erleuchten“, dürfte das – auch wenn man die damals noch deutlich geringere Ausdehnung berücksichtigt – den heutigen Vorstellungen einer be­leuch­teten Straße nicht einmal annähernd nahekommen.
Auf der letzten Seite des Originals (hier Seite 186) finden sich übrigens einige Druck­fehlerkorrekturen. Das war bei der damaligen Technik anscheinend ein­facher, als die Fehler auf den fertig gesetzten Seiten zu korrigieren.

Erhältlich ist dieser historische Stadtführer direkt beim Verlag oder bei Amazon, bei Hugendubel, anderen Online-Buchhändlern und natürlich in jeder gut sortierten Buchhandlung. Sollte er nicht vorrätig sein, kann er vom Buchhandel unter der ISBN 9783750403611 bestellt werden. (Das Buch ist im „Verzeichnis lieferbarer Bücher“ gelistet. – Jeder Buchhändler kann mit diesem Hinweis etwas anfangen.)

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Hexenrot

Maria Röhreich
Hexenrot

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Im Blutrausch

Klappentext:
Alice ist eine Hexe. Lange Zeit wusste die Sechzehnjährige nichts von ihren Kräften, doch nun ist sie voller Wissbegier und Eifer. Trotz aller Warnungen gibt sie sich mit Leib und Seele der Magie hin. Dabei vertraut sie auf den Schutz eines silbernen Armbandes und auf die Fähigkeiten ihrer Meisterin Luna.
Ihr neues Leben verspricht perfekt zu sein. Doch die Macht hat ihren Preis. Freundschaften zerbrechen, Feindschaften entstehen und Misstrauen wächst. Alice muss erkennen, dass sie mehr und mehr die Kontrolle verliert. Schon bald kämpft sie nicht nur mit Verrat, Intrigen und einem Hexenmörder, sondern vor allem mit den düsteren Tiefen ihres eigenen Verstandes.
Wie weit kann sie gehen, bevor sie alles verliert?
Eine spannende und außergewöhnliche Fantasygeschichte mit einem Hauch von Romantik, in der nicht nur Hexen eine Rolle spielen …

Rezension:
Eigentlich hat Alice alles, was sie sich wünscht: eine eingeschworene Freundesgruppe, eine nette Familie, Erfolg in der Schule. Doch dann geschieht in ihrer Umgebung Merkwürdiges. Von ihrer Großmutter erfährt Alice, dass sie – genau wie diese – eine Hexe ist. Allerdings hat ihre Oma der Zauberei schon seit langem abgeschworen. Und sie empfiehlt der Enkelin, das auch zu tun und sich von Magie fernzuhalten. Trotzdem übergibt sie Alice eine Truhe mit einem geheimnisvollen Buch. Natürlich dauert es nicht lange, bis Alice mit anderen Hexen in Kontakt kommt und sich doch ausbilden lässt. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf, und sie gerät zwischen die Fronten von schwarzer Magie, Wächtern, Vampiren und Werwölfen.
Ein Teenager erfährt von seinem magischen Erbe, von dem er bisher nichts ahnte. So wie viele Jugend-Urban-Fantasy-Stories beginnt auch Maria Röhreichs Buch. Allerdings kommt die Protagonistin hier überraschend schnell mit der dunklen Seite in Kontakt. … und in deren Bann. Damit, dass sie ihre Heldin zumindest über Teile der Handlung fast in Richtung Antagonistin verschiebt, unterscheidet die Autorin sie von den Hauptpersonen ähnlicher Romane. Auffallend ist auch, dass sich die beiden (in diesem Band enthaltenen) Teile deutlich unterscheiden. Dabei hier näher auf den 2. Teil und seine Unterschiede zum 1. einzugehen, würde allerdings zu viel vom Fortgang der Handlung verraten.
Natürlich ist es bei einer Protagonistin dieses Alters – Alice ist zu Beginn 16 – nicht verwunderlich, dass auch ganz unmagische Hormone eine Rolle spielen. Die Handlung driftet dabei aber nie in Richtung Romantasy ab.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte überwiegend aus der Sicht der Protagonistin, die dabei in der 1. Person erzählt. Unterbrochen wird das von einzelnen Kapiteln, deren Fokus auf anderen Charakteren liegen und in denen das Geschehen in der 3. Personen erzählt wird. Der Handlungsaufbau ist recht geradlinig. Darauf, die Leser in die Irre zu führen, wird verzichtet.
Insgesamt kann dieses Hexen-Abenteuer, dessen Schwerpunkt auf der Selbstfindung der Protagonistin liegt, gefallen.

Fazit:
Abenteuer einer Junghexe, die Gefahr läuft, auf die falsche Seite zu geraten.

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Kein Heldenleben

Nina Casement
Kein Heldenleben

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Ein hungriges Heldenleben

Klappentext:
Adelig hat ein Held zu sein, bescheiden trotz Klugheit und Bildung, stattlich, stark wie fünf Mann und obendrein schön.
Nun, Firm ist groß, wirft ein Schwein zehn Schritt, und alle Küchenmädchen kichern verliebt, wenn sie ihn beim Pinkeln auf dem Misthaufen erwischen. Wer wird es da mit dem Rest so genau nehmen? Ohnehin hat er nicht viel Wahl, wenn er abends satt aufs Lager sinken möchte. Ob unheimliche Festung, verfluchter Hügel, zwielichtiges Turnier oder schräger Magier: Firm von Finsterfeste besteht seine Abenteuer mit mehr Glück als Verstand, nicht immer siegreich, aber zumindest lebendig.
Eine Parodie auf Fantasy- und Rollenspielklischees in fünf tragisch angehauchten Episoden.

Rezension:
Firm ist ein richtiger Held. Zumindest fast. Und so ganz richtig adlig ist er auch nicht. Eigentlich übernimmt er die ihm übertragenen Heldentaten nur, um Geld für einen vollen Bauch und ausreichend Alkohol zu bekommen. Dafür wagt er sich schon mal in Troll-Unterkünfte und auf verfluchte Felder. Selbst liebeshungrigen Troll-Damen tritt er beherzt entgegen. Aber irgendwie gelingt es ihm immer wieder, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Bisher zumindest.
In ihrem kurzen Buch stellt Nina Casement ihren Lesern einen beinahe richtigen Fantasy-Helden vor, der – zumindest, wenn man es nicht ganz so genau nimmt – allen klassischen Clichés eines solchen entspricht. Genaugenommen macht sich die Geschichte genau über diese Clichés lustig. Der Protagonist tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Alles läuft prinzipiell anders, als es der Helden-erfahrene Fantasy-Leser erwartet. Trotzdem überlebt unser Held natürlich alle seine Abenteuer, selbst wenn er ein gefährliches Monster notfalls auch mal mit Honig bekämpfen muss.
Die Autorin erzählt Firms Abenteuer in einem sehr ruhigen, sachlichen Stil, der auf oberflächlichen Humor verzichtet. Gerade das lässt das skurrile und Gernre-untypische vieler Situationen besonders hervortreten. Fantasy-Fans, die auch mal augenzwinkernd auf die Genre-üblichen ‚Standards‘ blicken können, werden Firms gefährliche Erlebnisse bestimmt ein Zucken der Mundwinkel entlocken können. Mindestens.

Fazit:
Fantasy-Helden haben es auch nicht leicht – besonders, wenn sie eigentlich überhaupt nicht in diese Schublade passen.

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Traumzeichen – 1 – Wer träumt mit mir?

Lara Kessing
Traumzeichen – 1 – Wer träumt mit mir?

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Traum-Realitäten

Klappentext:
Der Kurzroman als Einführung in die Traumzeichen-Reihe über das Klarträumen. Inspiriert von den Klarträumen der Autorin. Inkl. 2 Klarträume aus ihrem persönlichen Traumtagebuch.
Wer sind eigentlich die Leute, von denen wir träumen, obwohl wir sie nicht kennen? Als Lina durch Zufall in ihrem Traum bewusst wird, dass sie träumt, nutzt sie die Chance, um genau das herauszufinden. So erfährt sie von den Klarträumern, die die Nächte dazu nutzen, Abenteuer zu erleben und ihre Träume bewusst zu steuern. Kaum in dieser Welt angekommen, merkt sie schnell, dass es auch in der Traumwelt Schatten gibt und nicht jeder sie willkommen heißt. Andererseits gibt es da noch diese mysteriöse Einladung, sich mit jemandem in der Traumwelt zu treffen, die sie in ihrem Briefkasten findet.
Auch Diana wird durch eine zufällige Begegnung mit einer Künstlerin in die Welt des bewussten Träumens eingeführt. Völlig fasziniert von den Möglichkeiten, die einem das bewusste Träumen bietet, nimmt sie alles auf, was man ihr beibringt. Als sie auf einen geheimnisvollen Fremden trifft, fühlt sie sich erschlagen von den Emotionen, die sein Anblick in ihr auslöst. Allerdings warnt man sie vor ihm, weil genau er dafür sorgen könnte, dass sie die Welt des bewussten Träumens verlassen muss. Er soll einer der Traumwächter sein. Diese Gegner der Klarträumer wollen das bewusste Träumen verhindern.
Für welche Seite werden sich Diana und Lina entscheiden?

Rezension:
Lina ist Verkäuferin bei einer Modekette, Diana arbeitet in einem Büro. Beide habe ihre täglichen Problemchen des Arbeitsalltags. Doch nachts entdecken beide zufällig das lucide Träumen. Unabhängig stellen sie fest, dass auch die Traumwelt nicht frei von Problemen ist. Unterschiedliche Parteien wollen die Traumwelt nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten – und die beiden Neuträumerinnen geraden mitten in diese Auseinandersetzung hinein.
Nach dem Vorwort der Autorin und mehreren am Anfang in die Handlung eingebetteten Erklärungen könnte man als Leser zunächst auf den Gedanken kommen, bei Lara Kessings Buch würde es sich um eine als Roman verpackte Anleitung zum luciden Träumen handeln. Mit dem weiteren Fortschreiten der Geschichte entwickelt diese sich jedoch zu einer in der Traumwelt angesiedelte Fantasy-Story. In dieser schließen die beiden Protagonistinnen sogar Bekanntschaften mit anderen realen Menschen, die in ihren eigenen Träumen auch diese Welt besuchen.
Die Autorin erzählt ihre außergewöhnliche (Traum-)Fantasy nicht nur abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonistinnen, sondern wechselt zusätzlich zwischen Traum- und realer Welt. Dabei belässt sie es jedoch in allen Fällen bei der Perspektive eines Beobachters.
Wie sich diese Geschichte entwickelt, ist noch kaum absehbar, denn dieses kurze eBook, das noch fast als Kurzgeschichte durchgehen könnte, stellt nicht viel mehr als den Einstieg in Linas und Dianas Abenteuer dar. Mittlerweile sind schon die Bände 2 bis 4 verfügbar, die vom Umfang her deutlich umfangreicher ausfallen. Es ist also davon auszugehen, dass es in dieser Traumwelt noch diverse Verwicklungen geben dürfte. Dieser relativ kurze Einstieg in die Reihe weckt jedenfalls das Interesse an dieser ungewöhnlichen Geschichte.

Fazit:
Wer möchte sich nicht gezielt in seine eigene Fantasy-Welt träumen? Den beiden Protagonistinnen dieser Reihe gelingt genau das.

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Silberblut – 1 – Das Geheimnis der Sehenden

Robyn Lumen
Silberblut – 1 – Das Geheimnis der Sehenden

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Verrückte Abenteuer eines (vielleicht) Verrückten

Klappentext:
Es ist nicht lustig, Vampire zu sehen.
Vor allem, wenn nur du sie siehst – und niemand sonst.
Sie sind real.
Und tödlich.
Aber nur für dich.
Das Leben ist eine entspannte Angelegenheit, da kann sich der 17-Jährige Arjun sicher sein. Lässiger Job als Kellner in einem Wiener Innenstadtlokal, nette Wohngemeinschaft und viel Zeit, um einfach so rumzuhängen.
Bis das Mädchen Mia ihn davon überzeugen möchte, dass es Vampire gibt. Dass er der Auserwählte ist. Dass er in höchster Gefahr schwebt.
Arjun glaubt ihr nicht. Böser Fehler.
Eine fremde Macht scheint von ihm Besitz zu ergreifen. Es gibt einen mysteriösen Todesfall und Arjun steht nicht nur unter Mordverdacht, sondern bekommt auch eine psychiatrische Diagnose verpasst.
Eine traumartige Parallelwelt bricht über Arjun herein. Er gerät in einen Krieg zwischen bestialischen Vampiren, giftigen Elfen und liebestollen Todesengeln.
Kein Mensch ahnt etwas von dieser wahnwitzigen Welt, die nur Arjun sehen kann. Er ist ein klarer Fall für die Psychiatrie. Ein Ort, der vor Vampiren bekanntlich nicht schützt.
Ein spannender Urban-Fantasy-Roman für Jugendliche und junge Erwachsene, der voller überraschender Wendungen, interessanter Charaktere und schrägem Humor steckt.

Rezension:
Arjun ist 17 und lebt in Wien. Seit er als Kind beinahe ertrunken wäre, gilt er als selbstmordgefährdet und ist in regelmäßiger psychiatrischer Behandlung. Als ihn ein Mädchen davon überzeugen will, dass es Vampire wirklich gibt, fragt er sich allerdings, wer hier wirklich verrückt ist. Nachdem ihm dann aber Erinnerungen an kurze Zeitabschnitte fehlen und ihm berichtet wird, er hätte sich während dieser Zeit wie ein anderer Mensch verhalten, glaubt er zunächst, er wäre jetzt wirklich reif für die geschlossene Abteilung. Doch dann wird es noch verrückter …
Im Auftakt ihrer Urban-Fantasy-Reihe führt Robyn Lumen ihre Leser in ein Wien, dass ganz normal ist. Bei ihrem Protagonisten ist dies allerdings nicht so klar – auch diesem selbst nicht. Speziell nach seinem Kontakt mit Wesen, die doch eigentlich ins Reich der Mysterien gehören, zweifelt er zunehmend an seinem Verstand. Dabei ist er mit seinem Leben doch eigentlich zufrieden. Genau hier unterscheidet sich diese Geschichte grundlegend von dem verbreiteten Format, in dem junge Leute von einer den meisten anderen verborgenen magischen Welt erfahren. Arjun, Sohn einer österreichischen Mutter und eines ihm unbekannten indischen Vaters, versucht immer wieder, seine Erlebnisse als Produkte seines verrückten Verstandes zu erklären. Über lange Strecken wird der Leser immer wieder in Zweifel geführt, ob alles eventuell wirklich nur Wahnvorstellungen des Protagonisten sein könnten.
Gerade durch dieses Stilmittel gewinnt die vom Protagonisten in der Ich-Form erzählte Geschichte einen besonderen Reiz. Er selbst wirkt für den Leser ziemlich ‚schräg‘, doch speziell seine neuen Bekannten aus einer anderen Dimension können ihm in dieser Hinsicht problemlos das Wasser reichen. Besonders eine gewisse Yuja toppt das Ganze.
Man muss der Autorin zugestehen, eine äußerst humorvolle Urban-Fantasy-Welt geschaffen zu haben, wie ich sie bisher noch nicht kannte. Auf die Fortsetzungen darf man definitiv gespannt sein. Was werden der Autorin darin wieder für Verrücktheiten einfallen?

Fazit:
Wien ist ein gefährliches Pflaster. Besonders wenn man als einziger besondere Wesen sehen kann, die es auf einen abgesehen haben.

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Weder süß noch sauer: Halloween-Storys

Gaby Hoffmann (Hrsg.)
Weder süß noch sauer: Halloween-Storys

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Abenteuer einer Nacht

Klappentext:
Es ist angerichtet: Genießen Sie unser ganz eigenes Halloween-Menü garniert mit Grusel, Blut, Liebe, Humor und Spannung. Als Appetizer treiben Hexen, Dämonen, Untote, Stalker, Zootiere und jede Menge angeblich Normalsterbliche ihr Unwesen. 18 köstliche Halloween-Storys, verfasst von Bloggern nach einem Schreibaufruf der Media-Agentur Gaby Hoffmann, schmecken nicht nur zu Halloween. Perfekte Lektüre für dunkle Herbstabende im Kerzenschein.

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Alice Wakenfield: Hexensabbat
Claudia Jacobs: Auf der Suche nach Mr. Right
Matthias Freier: Der Dämon aus dem Feuer
Gaby Hoffmann: Weder süß noch sauer
Christiane Ginster: Ein Ende, ein Anfang
Susanne Sommerfeld: Blind Date auf dem Jahrmarkt
Marina Pappas: Halloween-Horrorsitting
Alice Wakenfield: Dunkles Erbe
Cedric Looks: Halloween im Zoo
Corly G.: Die besondere Halloween-Party
Manuela Murauer: Samhain unter dem Blutmond
Susanne Sommerfeld: Das verbotene Buch
Katharina Kanzan: Maria
Christiane Ginster: Leichenball
Divina Michaelis: Für immer mein!
Gaby Hoffmann: Der Unsichtbare
Claudia Jacobs: Ich bin ein Halloween-Opfer
René Staffeldt: Viva Halloween. Und andere Umstände …
Halloween – die Nacht der Nächte. Eigenartige Dinge gehen vor sich. Hexen, magische Gegenstände – und auch ganz normale Menschen gehen um. Letztere vorzugsweise im Miniformat und auf der Suche nach Süßigkeiten.
Die Herausgeberin Gaby Hoffmann hat 18 Kurzgeschichten aus diesem Umfeld zusammengestellt, die nach ihrem Aufruf von Bloggern verfasst wurden. Grusel im Sinn klassischer Halloween-Stories ist dabei eher die Ausnahme. Überwiegend behandeln die enthaltenen Geschichten die Abenteuer ganz normaler Menschen in dieser speziellen Nacht – und das gänzlich ohne übernatürliche Einflüsse. Hier geht es eher um die Kultur dieser Nacht. Mit „Halloween im Zoo“ ist auch ein Beitrag dabei, der ganz aus der Reihe fällt und in Form einer Fabel von Zootieren berichtet, die auch mal Halloween nach Menschenart feiern wollen. „Hexensabbat“ erzählt dagegen von einer Hexe, deren Schwester Appetit auf Menschenfleisch bekommt. Da gilt es natürlich, eine Katastrophe zu verhindern.
Wie man es von Anthologien gewohnt ist, können die hier zusammengestellten Geschichten natürlich nicht alle gleichermaßen zu überzeugen. Gerade die, die nicht ins klassische Muster dieses Genres passen, können mit ihren überraschenden Einsichten meist besonders begeistern. Und alle 18 Kurzgeschichten kann man ohne Schlafstörungen auch im Dunkeln lesen.

Fazit:
Diese Anthologie versammelt Halloween-Geschichten, die das Thema meist augenzwinkernd betrachten.
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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Kleine Iris – 2 – Der Riss im Spiegel des Himmels

David Grund
Kleine Iris – 2 – Der Riss im Spiegel des Himmels

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Bürgerkrieg

Klappentext:
»Es gibt verschiedene Arten von Rätsel. Manche will man gerne lösen. Andere sollten besser ein Rätsel bleiben.«
Angekommen in der Höhle des Löwen, droht Iris großes Versteckspiel jeden Augenblick aufzufliegen. Während ihre Freunde weit weg von ihr um ihr eigenes Leben fürchten müssen, zieht sich eine Schlinge von Tag zu Tag enger um das Schicksal aller Menschen zusammen.
Der zweite Teil der Geschichte über das Mädchen, das sich an fast alles erinnern kann – nur nicht an die schönen Momente in ihrem Leben.

Rezension:
Fern ihrer Heimatinsel sind die Freunde in der Hauptstadt des Reichs gelandet, wo sie sich verstecken müssen. Mehrere von ihnen wurden schon am Tor gefangengenommen. Schnell stellt sich heraus, dass sie unbeabsichtigt zwischen die Fronten verfeindeter Parteien geraten sind. Speziell Iris scheint in diesem Konflikt eine zentrale Rolle zuzukommen.
Mir diesem 2. Band schließt David Grund die Geschichte um die „Kleine Iris“ anscheinend ab. Für den Leser ist es überraschend, dass dieser Band einen grundsätzlich anderen Charakter als sein Vorgänger aufweist. Ging es in Band 1 („Die letzte Traumkarawane“) eher um die Abenteuer der Kinder und die Uneinigkeit zwischen den Inselbewohnern, stehen jetzt politische Rangeleien in einem Reich im Zentrum. Hielt ich schon den 1. Band keinesfalls für ein Jugend- oder sogar Kinderbuch, so besteht hier kein Zweifel mehr, dass es beides mit Sicherheit nicht ist. Insgesamt wirkt die Geschichte jetzt erheblich runder. Das Geschehen ist durchaus interessant. Auch werden einige Rätsel des Vorgängers aufgelöst. Trotzdem bleiben Widersprüche. So erklärt Iris ihren Freunden, sie hätte ihre Magie in Band 1 nur vorgetäuscht. Allerdings konnte der Leser das Zusammentreffen mit dem rätselhaften Fremden dort ja ‚live‘ miterleben. Weiterhin erschwert das unbekannte Alter der anderen Kinder oder Jugendlichen das Verständnis erheblich. Iris erscheint für ihr Alter oft viel zu vernünftig. Obendrein muss ich zugeben, dass ich die Erklärung, wieso Iris gesucht wird und die mit gestohlenen Träumen im Zusammenhang steht, schlichtweg nicht begriffen habe.
Trotz dieser Einschränkungen muss ich sagen, dass sich dieser Band gut lesen lässt und den Leser erheblich besser als Band 1 fesseln kann. Genau wie dort wechselt der Autor auch diesmal wieder zwischen den Perspektiven verschiedener Beteiligter hin und her. Ein paar Erklärungen mehr würden dem Verständnis aber zugutekommen. Gibt es in Irisʼ Welt nun Magie?

Fazit:
Band 2 macht einen erheblich gelungeneren Eindruck, als Band 1 es tat. Die Handlung wird jetzt ziemlich komplex.

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Das Hirsch-Erbe – 1 – Unsterbliches Vermächtnis

Amanda Godebronn
Das Hirsch-Erbe – 1 – Unsterbliches Vermächtnis

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Hannovers Mysterien

Klappentext:
Das unbeschwerte Teenagerleben der siebzehnjährigen Liz nimmt eine dramatische Wendung, als sie das alte Familienanwesen erbt, wo sich ihr ein ungeheuerliches Geheimnis um ihre Abstammung aus der Familie Hirsch enthüllt. Inmitten der alltäglichen modernen Welt begegnet sie Wesen wie aus fantastischen Legenden und wird in eine uralte Fehde rivalisierender Sippen von Vampiren und Werwölfen verstrickt. Eine rätselhafte Prophezeiung aus grauer Vorzeit weist ihr den Weg zu ihrer besonderen Bestimmung, die sich als Vermächtnis und als Fluch zugleich entpuppt. Es scheint, als besitze sie, ohne es zu wissen, den Schlüssel zum endgültigen Sieg über ihre Feinde. Bald schon entwickelt sich Liz zu einer entschlossenen Kämpferin und gerät in höchste Gefahr. Wird sie das schreckliche Schicksal, das ihr droht, noch abwenden können?
»Unsterbliches Vermächtnis« ist der Auftakt zu der spannenden Trilogie »Das Hirsch-Erbe«, einer abgründigen Geschichte um Magie und Blutsbande, Liebe und Verrat, Mord und Rache.

Rezension:
Seit dem Tod ihrer Eltern lebt die mittlerweile 17-jährige Liz bei ihrer Tante und deren Mann in England. Ihr Abschlussjahr an der Schule steht kurz bevor. Als sie von ihrer kürzlich gestorbenen Großmutter ein Haus in Hannover erbt, beschließt sie, nach Deutschland zurückzukehren. Tante und Onkel unterstützen sie dabei. Beim Ausräumen der Hinterlassenschaften findet Liz jedoch Unterlagen ihres Vaters und erfährt Überraschendes. Ihre Eltern waren Vampirjäger – und selbst Werwölfe, was sie natürlich geerbt hat. Schon bald steckt sie in einem uralten Kampf, dessen Regeln sie noch nicht versteht.
Die Ausgangslage in Amanda Godebronns Trilogie-Auftakt kommt dem erfahrenen Fantasy-Leser natürlich bekannt vor: Ein junger Mensch erfährt überraschend von seinem übernatürlichen Erbe. Sooft man Geschichten dieser Machart schon gelesen hat, sooft können sie auch immer wieder überzeugend funktionieren. Dieses grundlegende Setting birgt genug Potenzial, um auch in der x‑ten Variante noch Neues bieten zu können. Da wundert es nicht, dass auch diese Idee vielversprechend klingt. Leider kann die Umsetzung nicht ganz mithalten. Die Autorin verliert sich immer wieder in Nebensächlichkeiten. So wird an fast jedem Handlungstag ausführlich geschildert, welche Kleidung die Protagonistin heute trägt und wie sie sich heute schminkt. Ein Kinobesuch mit Freunden (bei dem nichts Handlungsrelevantes passiert) wird detailliert erzählt, was so weit geht, dass sogar die Kleidung der Kartenverkäuferin beschrieben wird. Gerade beim eigentlichen Fantasy-Geschehen sieht es dagegen geradezu entgegengesetzt aus. Treffen mit anderen Werwölfen oder das Enträtseln der elterlichen Hinterlassenschaften werden in wenigen Sätzen abgehandelt, ohne ins Detail zu gehen. Dieser Widerspruch fällt besonders stark ins Auge, da die Geschichte von der Protagonistin selbst in der 1. Person erzählt wird. Selbst ihre doch anzunehmende Verwunderung über das überraschend Erfahrene wird kaum erwähnt. Der Leser bekommt dabei natürlich den Eindruck, Liz wäre ihr Aussehen erheblich wichtiger als der doch eigentlich im Zentrum stehende Krieg gegen die Vampire oder das sonstige magische Geschehen. Ich bin mir allerdings sicher, dass das von der Autorin nicht so gemeint ist. Eine grünliche Überarbeitung in Zusammenhang mit einem guten Lektorat würde bei diesem Buch sicher Wunder bewirken – und das ganz ohne Magie.

Fazit:
Gute Idee, mäßige Umsetzung – so kann man dieses Buch wohl treffend beschreiben.

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