Planspiel Beta-Atlantis – 2 – Quicksilver

Hedy Loewe
Planspiel Beta-Atlantis – 2 – Quicksilver

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Beziehungsgeflechte

Klappentext:

Drei mächtige Intriganten – gesteuert von Habgier und Ehrgeiz – über­ziehen die Welt der Wasser­wesen auf Beta-Atlantis mit Gewalt, Betrug und Mord. Gehen die rätsel­haften Stürme, die einer der großen Unter­wasser­städte der Wasser­wesen Tod und Ver­derben brach­ten, auch auf ihre Rech­nung? Wäh­rend Viverrin bei seinem Volk in arge Bedräng­nis gerät, weil er Juniya ein großes Geheim­nis offen­bart hat, ent­kommt Captain Skye nur knapp den nieder­trächti­gen Plänen des Gene­rals. Als Frei­beuter auf sich allein gestellt, macht er sich auf die Suche nach Juniya. Sie ist dem berüch­tigten Händ­ler­könig Vadim Smalov in die Hände gefal­len und kämpft um ihr Über­leben. Unter­stüt­zung bekom­men die beiden von einer uner­warte­ten Allianz, doch die Hilfe fordert ihren Preis … Ent­fesselte Natur­gewal­ten und eine neue, fantas­tische Unter­wasser­welt bilden das Setting für dieses span­nende und mehr als unge­wöhnliche Aben­teuer.

Rezension:

Während Skye und seine Crew zu Piraten werden, kristal­lisie­ren sich mehrere Par­teien heraus, die ihre eigenen Ziele ver­folgen. Diese betrach­ten das Ganze nicht mehr als Rollen­spiel. Alles scheint aus dem Ruder zu laufen, zumal es immer mehr reale Opfer gibt. Kön­nen sich heraus­bil­dende Allian­zen auf pri­vater Ebene das Schlimmste ver­hindern?

Im 2. Band seiner Trilogie, die sich einer Einordnung in klas­sische Genres ent­zieht, geht Hedy Loewe stärker auf die Charak­tere ein. Kriti­sierte ich in meiner Rezen­sion zu Band 1 („Die Jagd beginnt“) noch, dass dort im Klappen­text Ver­gangen­heiten der beiden Prota­gonis­ten Skye und Juniya erwähnt werden (Wissen­schaft­lerin und Ex-Soldat), von denen im Buch selbst keine Rede war, werden genau diese Aspekte der Per­sönlich­keiten jetzt näher, wenn auch weiter­hin eher am Rande the­mati­siert.

Auch wenn der Leser mittlerweile einen viel weitergehen­den Ein­blick in die Zusam­men­hänge bekommt, bleiben die Moti­vationen ver­schie­dener ‚Stören­friede‘ weiter­hin unklar. Der Action-Level steigt deut­lich an. Von einem klas­sischen ruhigen Mittel­teil einer Tri­logie kann man also defini­tiv nicht sprechen. Die Rich­tung, in der sich die Geschichte weiter­ent­wickelt, ist auch am Ende dieses Bandes noch nicht abzu­sehen.

Die Anzahl der Charaktere, zwischen denen die Autorin den Erzähl­fokus hin und her wech­seln lässt, nimmt sogar noch zu. So wird der Leser immer tiefer in die kom­plexe Hand­lung hinein­ge­zogen. Auf den Abschluss der Tri­logie, der hoffent­lich alle Fragen beant­worten wird, darf man sehr gespannt sein.

Fazit:

Die ungewöhnliche Kombination aus Seefahrerabenteuer, Fantasy und SciFi ent­wickelt sich im Mittel­teil der Tri­logie immer interes­santer.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Die Phönix Initiative – 1 – Das Synonym der Zeit

Till Martin
Die Phönix Initiative – 1 – Das Synonym der Zeit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Das Wissen der Götter

Klappentext:

„Die Rettung der Zukunft liegt in der Veränderung der Vergangen­heit.“

Sci-Fi meets History – Ein packendes Zeitreiseabenteuer mit Span­nung und Tief­gang.

Ein Asteroid von der Größe des Mondes rast auf die Erde zu. Doch selbst im 22. Jahr­hun­dert fehlen der Mensch­heit die Mittel, ihn aufzu­halten. Eilig ent­wickelt die neu gegrün­dete Phönix Initia­tive einen Plan zur Ret­tung des Planeten. Sechs Auser­wählte sollen in der Zeit zurück­reisen, um die Ver­gangen­heit zu ändern und den tech­nolo­gischen Fort­schritt zu beschleu­nigen. Eine von ihnen ist Mia, die in die Rolle der antiken Göttin Diana schlüpft. Gemein­sam mit ihren Mit­strei­tern muss sie die Herr­schaft im Römi­schen Reich über­nehmen. Hin und her gerissen zwischen dem not­wendi­gen Stre­ben nach Macht und ihren mora­lischen Grund­sätzen kämpft Mia ent­schlos­sen für die Rettung der Erde. Doch so­wohl in der Ver­gangen­heit als auch in der Zu­kunft bedro­hen Verrat und Sabo­tage die Mission …

„Das Synonym der Zeit“ ist ein fantastischer Genre­mix von Science-Fiction, Thriller und his­tori­schem Roman für Jung und Alt.

Humor, Hightech und Haltung bewahren Mia und ihr Götter­team in vielen brenz­ligen Situ­ationen vor dem Ver­zwei­feln. Vor allem Mias nütz­liche Gadgets und ihre schlag­fertige KI „Cassan­dra“ retten ihr ein ums andere Mal das Leben.

Dabei erschafft der Autor nicht nur eine lebensechte antike Welt voller Farben und Gerüche, son­dern kon­fron­tiert seine Prota­gonis­ten auch mit zahl­reichen Auf­gaben und interes­santen Fragen. Der Zeit­reise-Roman aus dem Sub­genre des „histori­cal fiction“ ver­bindet auf ein­malige Weise deutsche Si-Fi mit der span­nen­den Geschichte der Römer, vor dem Hinter­grund einer bedroh­lichen Dysto­pie.

Springen Sie mit Mia durch die Zeit – hinein in den ersten Band der Phönix-Tri­logie.

Rezension:

Am 27. Oktober 2134 wird ein Asteroid von der Größe des Mondes die Erde zer­stören. Dem hat die Mensch­heit nichts ent­gegen­zu­setzen. Doch einigen Visio­nären kommt ein kühner Plan. Wenn es gelingt, einige ‚Bot­schafter‘ in der Zeit zurück­zu­schicken, könnten die die tech­nische Ent­wick­lung so weit beschleu­nigen, dass die benö­tigte Tech­no­logie recht­zeitig zur Ver­fügung steht. Also werden welt­weit Kinder aus­gesucht, die nach ent­sprech­end spezia­lisierter Schul­bildung zu Zeit­reisen­den werden und als junge Erwach­sene ins Römi­sche Reich des Jahres 160 geschickt werden sollen. Ins­beson­dere religiöse Kreise stören sich aller­dings daran, dass die Zeit­reisen­den sich im alten Rom als Götter aus­geben sollen. Aller­orts ver­suchen Sabo­teure, das Vor­haben zu ver­hindern.

Dystopische Science Fiction trifft auf Zeitreise-Fantasy – so kann man Till Martins Werk wohl am tref­fends­ten beschrei­ben. In dieser auf 2 Zeit­ebenen erzähl­ten Geschichte muss man hand­lungs­tech­nisch die Ver­gangen­heit im alten Rom als erzäh­lerische Gegen­wart und das Gesche­hen im 22. Jahr­hundert als Ver­gangen­heit auf­fassen. Wäh­rend die Erleb­nisse der Zeit­reisen­den erzählt wer­den, bekommt der Leser die Geschichte, wie es dazu kam, näm­lich paral­lel erzählt. So lernt der Leser die Haupt­prota­gonis­tin Mia als kleines Kind kennen, dessen Eltern sich in Anbe­tracht des sich nähern­den Astero­iden schon aufge­geben haben. In immer wieder einge­streu­ten ‚Rück­blicken‘ wird Mia über ihre Auf­nahme­prüfung bei der Phönix Initia­tive und die Schwierig­keiten der Schul­zeit bis zu ihrer Aus­wahl ins ‚Götter‘-Team beglei­tet, wäh­rend man im histo­rischen Haupt­hand­lungs­strang ihre Ankunft in der Antike ver­folgt, wo sie als die Göttin Diana auf­tritt. Die Tat­sache, dass auch Mit­arbei­ter und Schüler der Initia­tive zu Grup­pierungen gehören, die den Erfolg der Zeit­reise ver­hindern wollen, schwingt auch für den Leser immer das Miss­trauen mit, wer zu ‚den Bösen‘ gehört. Wäh­rend die Geschichte im 2. Jahr­hun­dert über­wiegend aus Mias Sicht erzählt wird, werden die Ereig­nisse des 22. Jahr­hun­derts meist aus der Per­spek­tive des Sport­lehrers Henry wieder­gegeben. Doch gibt es immer wieder Kapitel, die auch aus Sicht anderer Charak­tere erzählt werden. Gerade der Wechsel zwi­schen den Zeiten und den in beiden Hand­lungs­strängen immer wieder thema­tisierten Sabo­tagen hält die Span­nung bestän­dig auf einem hohen Level. Da die zeit­reisen­den Charak­tere sich gegen­seitig nur mit ihren Götter­namen anreden, wird erst lang­sam deut­lich, welcher der Jugend­lichen aus der Zeit der Aus­bil­dung zu wel­chem Gott gewor­den ist. Auch wenn die größ­ten Zweifel am Ende dieses Bandes ausge­räumt zu sein schei­nen, bleibt der eigent­liche Erfolg der Mission noch offen.

Dem Autor gelingt es mit dieser auch stilistisch über­zeugen­den Geschichte, so­wohl der dysto­pischen Science Fiction als auch dem Genre der Zeit­reise-Fan­tasy neue Aspekte abzu­ge­winnen. Auf die Fort­setz­ung(en) darf man defin­itiv gespannt sein!

Fazit:

Vom 22. Jahrhundert ins alte Rom – ein spannendes Zeit­reisea­ben­teuer mit zahl­reichen Ver­schwörungs­elementen und über­zeugen­den Charak­teren.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Der dreizehnte Paladin – 1 – Ahren (Hörbuch)

Torsten Weitze
Der dreizehnte Paladin – 1 – Ahren (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
Sprecher: Günter Merlau

Von Dunkelwesen verfolgt

Klappentext:

Von seinem trunksüchtigen Vater verprügelt und von der Dorf­jugend schika­niert, kann der heran­wach­sende Ahren sein Glück kaum fassen, als er bei der all­jähr­lichen Eignungs­prüfung von Falk, dem Wald­läufer als Lehr­ling auser­wählt wird.

Bei ihm lernt er das Bogenschießen und den Kampf gegen Dunkel­wesen, bis am Tag der Früh­lings­zere­monie etwas Uner­wartetes geschieht: Als Ahren den Götter­stein berührt, beginnt dieser zum ersten Mal über­haupt zu leuch­ten. Kurze Zeit später taucht ein mür­rischer Magier auf und treibt Falk und Ahren zur Eile an, denn etwas Böses ist dabei, zu erwachen.

Gemeinsam mit seinen ungleichen Gefährten begibt sich der junge Wald­läufer auf eine gefahr­volle Reise zum Immer­grün, dem Reich der Elfen, um deren Hilfe zu erbitten. Doch die Zeit ist knapp, denn ER, DER ZWINGT hat es auf Ahren abge­sehen und ER setzt alles daran, ihn zu ver­nich­ten.

Lassen Sie sich mit „Ahren (Der dreizehnte Paladin 1)“ in die fantas­tische Welt Joraths ent­führen. Für alle Fans von J. R. R. Tol­kiens „Der Herr der Ringe“ und David Eddings „Belga­riad-Saga“. Ein Roman vom Best­seller-Autoren Torsten Weitze, gelesen von Günter Merlau.

Rezension:

Mit seinem alkoholsüchtigen Vater hat Ahren keine leichte Jugend. Als er im Alter von 13 Jahren an der Lehr­lings­wahl teil­nehmen kann, hofft er auf Bes­serung, doch seine Chancen stehen nicht gut. 4 Jungen des Alters stehen nur 3 Meister gegen­über, die einen Lehr­ling suchen. Bei 2 davon steht prak­tisch schon fest, dass das ihre eigenen Söhne werden. Zur all­gemeinen Über­raschung sucht jedoch uner­wartet auch der Wald­läufer einen Lehr­ling – und wählt Ahren. Wie sehr sich sein Leben damit ändert, ahnt er noch nicht. Der gut­mütige Wald­läufer Falk ist mehr, als alle ahnen – und das trifft auch auf Ahren zu.

Bei der Fantasy-Reihe „Der dreizehnte Paladin“ (in der Print-Aus­gabe „Der 13. Pala­din“ geschrie­ben) von Torsten Weitze handelt es sich zweifel­los um ein Werk von epischen Aus­maßen. Alleine dieser 1. Band umfasst in der Taschen­buch­ausgabe 440 Seiten beziehungs­weise knapp 14 Stunden Lauf­zeit beim Hör­buch – und mittler­weile sind schon 10 Bände liefer­bar. Genre-typisch siedelt der Autor seine aben­teuer­liche Geschichte in einer mittel­alter­lich gepräg­ten Welt an. Mit dem zu Hand­lungs­beginn 13-jährigen Prota­gonisten mutet die Geschichte zunächst zwar wie ein Jugend­buch an, doch ist wohl zu erwar­ten, dass dessen Leben in (min­des­tens) 10 Bänden bis weit ins Erwachsenen­alter begleitet wird. Schon dieser Band deckt gut 2 Jahre ab. Die Aus­führ­lich­keit der Erzähl­weise weist aller­dings den Neben­effekt auf, dass man als Leser manch­mal das Gefühl hat, etwas Straf­fung würde stellen­weise nicht schaden. Trotz dieser kleinen Ein­schränkung weckt dieser Band defini­tiv die Lust auf den Fort­gang der Reihe.

Der Autor erzählt das Geschehen wechselweise aus Ahrens Perspek­tive und der seines Lehr­meis­ters Falk. Der Stil nimmt den Leser schnell mit. In der Hör­buch-Ver­sion wird das durch die Vor­trags­weise des Sprechers Günter Merlau unter­stützt, der bei den Ver­tonungen aus dem Hause LAUSCH medien oft zum Einsatz kommt und mich schon bei anderen Hör­büchern (z. B. „Nebula Con­victo – 1– Gray­son Steel und der Ver­hangene Rat von Lon­don“) über­zeu­gen konnte.

Fazit:

Trotz des nicht gerade geringen Umfangs bekommt man das Gefühl, dass dieser Band nur die Vor­geschichte des epischen Fantasy-Aben­teuers ist.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Krycal-Saga – 1 – Tochter der Freiheit

Dominic Spinner
Die Krycal-Saga – 1 – Tochter der Freiheit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Aufstand der Prinzessinnen

Klappentext:

Vier junge Frauen in ihrem Kampf für das Gute – in einer Welt, in der kein Platz für sie ist. Zwan­zig Jahre sind ver­gangen, seit Wallor der Eroberer die Herr­schaft über den Konti­nent Krycal einge­nom­men hat. Dunkle Zeiten sind über die Königs­lande einge­brochen. Doch nicht alle Ecken des Landes stehen unter seinem Regime. Und wäh­rend junge Mäd­chen im ganzen Land ermor­det wer­den und Elben vor der Ver­folgung fliehen, bege­hren vier junge Frauen gegen ihr Schick­sal auf: die Toch­ter eines Fürs­ten, die vor ihrer Hoch­zeit flieht, eine Gefan­gene, die im höchs­ten Turm der Haupt­stadt ihre magi­schen Fähig­keiten ent­deckt, eine Prinzes­sin, die gegen die Machen­schaf­ten ihres Onkels an­kämpft. Und ein Bauern­mäd­chen, das aus seiner Heimat fliehen muss, um sie alle vor dem Unter­gang zu retten… Der Auf­takt der großen Fantasy-Saga!

Rezension:

In einem abgelegenen Dorf wächst Elaina bei ihrem Onkel auf. Eines Tages tauchen jedoch Fremde auf, die alle jungen Frauen um die 20 Jahre im Auf­trag des Königs der Königs­lande töten sollen. Ihr ‚Onkel‘ flieht mit Elaina und offen­bart ihr, dass sie die recht­mäßige Prinzes­sin ist, wegen der der Dunkle König alle ihre Alters­genos­sinnen töten lässt. Shanna ist die Prinzes­sin der Nord­lande und begehrt gegen ihren Onkel auf, der in Ab­wesen­heit ihres Vaters brutal regiert. Melodia soll von ihrem Vater, einem Fürs­ten, gegen ihren Willen ver­heiratet werden. Des­halb schließt sie sich dem Mann, den sie liebt, heim­lich auf dessen Geheim­mission an. Doch bald steht sie ganz alleine einer feind­lichen Welt gegen­über. Und dann ist da noch Rilyra. Sie ist die Tochter des Dunk­len Königs und wird seit ihrer Kind­heit von allen Men­schen abge­schottet im Turm gefangen­gehalten. Sie alle begehren gegen das ihnen zuge­dachte Schick­sal auf.

Dominic Spinners Buch ist mir gut 800 Seiten nicht gerade dünn – und doch ist es nur der 1. Band einer High-Fantasy-Reihe. Von der Reihe als Ganzes muss man da wohl epische Aus­maße erwar­ten. Zu den bisher ohne direkte Berührungs­punkte neben­einander­her laufen­den Hand­lungs­bögen um die 4 Prinzes­sinnen kommen noch mehrere andere, was dazu führt, dass die Gesamt­hand­lung bisher recht unüber­sicht­lich wirkt. Bei der Viel­zahl han­deln­der Charak­tere fällt es schwer, den Über­blick zu behal­ten und die einzel­nen Perso­nen bei ihrem nächs­ten Vor­kom­men wieder richtig einzu­ordnen. Obwohl die Hand­lung als Ganzes durch­aus gefallen kann, wäre an mancher Stelle weniger viel­leicht mehr gewe­sen. So bleibt trotz des sehr opu­lenten Gesche­hens manche Figur etwas blass in der Zeich­nung.

Der zentrale Fokus der Geschichte liegt auf den 4 Mädchen beziehungs­weise jungen Frauen, die sich gegen das ihnen zuge­dachte Schick­sal wehren. Sie alle zeigen auf ihre jewei­lige Art Stärke. Manche Ent­wick­lungen kom­men dem Leser jedoch unrea­listisch schnell vor. Bei­spiels­weise akzep­tiert die als angeb­liche Bauern­toch­ter aufge­wachsene Elaina ihre Rolle als Prinzes­sin und Symbol­figur des Wider­stands gegen den Dunk­len König sofort. Die ver­wöhnte und anfangs etwas hoch­näsige Melodia schließt sich inner­halb weni­ger Tage einem Natur­volk an und akzep­tiert dessen Werte. Der­artige Ent­wick­lungen wirken nicht wirk­lich glaub­haft. Trotz aller dieser Kritik­punkte nimmt der Roman seine Leser aber schnell gefan­gen. Vor allem bei den Prinzes­sinnen möchte man unbe­dingt wissen, wie es weiter­geht. Ob die ande­ren Hand­lungs­bögen in den Fort­setzungen noch an Bedeu­tung gewin­nen, kann man natür­lich nicht vor­hersagen.

Der Autor erzählt seine Geschichte aus Sicht eines auktori­alen Erzäh­lers. Die jeweils im Fokus stehen­den Prota­gonisten wechseln dabei kapitel­weise. Am Anfang jedes Kapitels wird dabei der aktuelle Hand­lungs­ort, nicht jedoch die aktuelle Haupt­person genannt. Da fast alle Prota­gonisten zumin­dest zeit­weise auf Reisen sind, bracht man beim Lesen manch­mal einige Zeilen oder auch Seiten, bis man wieder in den jewei­ligen Hand­lungs­bogen hinein­findet und den aktu­ellen Prota­gonisten zuord­nen kann.

Fazit:

Der Auftakt einer interessanten, epischen und fesseln­den Fantasy-Story, der eine gewisse Straf­fung stellen­weise aber zugute kom­men würde.

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– Blick ins Buch –

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Kompendium

H. J. Mayfield
Kompendium

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Irenaeus’ Turm

Klappentext:

Ein Alchemist auf der Flucht vor den Dämonen seiner Ver­gangen­heit. Ein Adels­fräulein, dessen Welt um sie herum zusam­men­bricht. Und ein infamer Mord, der beide zusam­men­schweißt.

Walther war einer der vielversprechendsten Alche­misten seiner Gene­ration. Doch eine töd­liche Seuche suchte seine Heimat heim und er scheiterte beim Versuch, seine Familie vor dem Tod zu bewah­ren. Seit­her zieht er heimat­los durch die Lande, um sein Ver­sagen zu sühnen.

Laila lebt auf dem abgeschiedenen Landgut ihres Vaters, gelang­weilt von der behä­bigen Idylle des Land­lebens und den ersticken­den Pflich­ten einer jungen Frau von Adel. Doch dann geschieht ein Mord, der ihr alles nimmt, was ihr lieb und teuer war und sie in ein Aben­teuer stürzt, das alles bereit­hält, was sie sich immer gewünscht hat. Liebe, präch­tige Feste, Fürsten­höfe, tapfere Ritter und finstere Schurken. Doch sie muss erkennen, dass die Wirk­lichkeit nicht so ist, wie in den Geschich­ten. Denn der Mörder scheint auch hinter ihr her zu sein und so muss sie sich mit Walther ver­bünden um seine Un­schuld zu beweisen und den wahren Mörder zur Strecke zu bringen, bevor er sein blutiges Werk voll­enden kann.

Rezension:

Walther ist ein fähiger Alchemist, und doch tingelt er von Dorf zu Dorf, um den Leuten seine Dienste anzu­bieten. Viele hoffen auf seine Hilfe, doch viele begeg­nen ihm auch mit Miss­trauen. So geht es ihm auch, als er nach Buchen­hain kommt. Auch Lan­dogar, der Lehns­herr des Ortes, ist miss­trauisch. Was ihm aus dem Dorf zu Ohren kommt, führt jedoch dazu, dass er den Alche­misten doch um Hilfe bittet. Sehr zum Miss­fallen seiner Tochter, die Walther für einen Betrü­ger hält. Doch die Um­stände zwingen sie schon bald, sich mit dem Alche­misten zu ver­bünden.

In der „Der Herr von Buchenhain“-Trilogie („Der geflü­gelte Dolch“, „Der trot­zige Fuchs“, „Der rasende Sper­ber“) ver­folgte H. J. May­field das Leben des nie­deren Adligen Lan­dogar. Dieses Buch setzt die Trilogie mit ein paar Jahren zeit­lichem Abstand fort. Im Mittel­punkt stehen diesmal Lan­dogars puber­tierende Tochter Laila und der Alche­mist Walther. Auch wenn der Fokus dieses Buches im Gegen­satz zur Trilogie weit weniger auf Kämpfen liegt, geht es doch wieder aben­teuer­lich und lebens­gefähr­lich zu. Bei weitem nicht alle Charak­tere über­leben. Auch hier bilden Zwiste zwi­schen Adels­familien und Ränke­spiele wieder den Hinter­grund des Gesche­hens. Dass es hier keine Krieger sind, die die Prota­gonisten­rolle ein­nehmen, ver­schafft dem Leser aber einen neuen Blick auf die mittel­alter­lich geprägte Welt der Geschichte, die sich weit ab aller Ritter- und Burg­fräu­lein-Roman­tik bewegt. Beson­ders der Gegen­satz zwischen dem zeit­gemäß nicht fürs Kämpfen erzo­genen Mäd­chen und dem Alche­misten, der noch weit weniger Ahnung von Waffen hat, macht den Reiz der Geschichte aus. Das Ende dieses Buches ruft dann geradezu nach einer weiteren Fort­setzung.

Stilistisch bleibt der Autor dem von der Trilogie Gewohn­ten treu. Der Fokus der aus Beobach­ter­sicht beschrie­benen Geschichte wech­selt dabei zwi­schen den beiden Prota­gonisten.

Fazit:

Dieser erneute Abstecher in die Welt des Herrn von Buchen­hain kann mit seinem neuen Blick­winkel fast noch mehr als die Tri­logie über­zeugen.

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Planspiel Beta-Atlantis – 1 – Die Jagd beginnt

Hedy Loewe
Planspiel Beta-Atlantis – 1 – Die Jagd beginnt

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Frau an Bord!

Klappentext:

Juniya erwacht scheinbar in der Vergangenheit. Mühsam findet sie heraus, dass sie im größ­ten Rollen­spiel des Jahr­tausends gelandet ist. For­scher und Aben­teurer nutzen den Ozean­planeten Beta-Atlantis für ein gigan­tisches Rollen­spiel in einer See­fahrer­welt des 18. Jahr­hunderts. Was in fried­licher Absicht beginnt, ufert in ein töd­liches Macht­spiel aus, bei dem die Wissen­schaft­lerin Juniya und der Ex-Soldat Skye zwi­schen alle Fronten geraten. In seiner Rolle als Flotten­kapitän nimmt Skye Collins als einer der Ersten die Ver­änder­ungen wahr, die in diesem Spiel vor sich gehen. Die Begeg­nung mit Juniya macht nicht nur seine Vor­sätze in Sachen Frauen zunichte. Sie scheint auch die Einzige zu sein, die die wahn­witzige Ent­gleisung des Rollen­spiels stoppen könnte. Wenn sie über­lebt. Denn die Welt der ein­heimi­schen Ichtyos ent­puppt sich als weit­aus gefähr­licher als ange­nommen, und in die Idee des harm­losen Projekts hat sich ein Mann einge­schaltet, der mit perfi­den Mitteln die fried­liche Mission tor­pediert. Hedy Loewe hat nach ihrer Erfolgs­serie Dignity Rising mit Plan­spiel Beta-Atlantis eine neue, fantas­tische Serie gestar­tet und ent­führt ihre Leser in eine aben­teuer­liche Welt über und unter Wasser.

Rezension:

Ein ferner Planet. Um sich den Einwohnern nicht als Raum­fahrer zu erken­nen zu geben, tarnen sich die Men­schen als See­fahrer von einem anderen Konti­nent. Das ganze ist als großes Rollen­spiel auf­gezogen, bei dem sich die mensch­lichen Mit­wirken­den als Händ­ler und Sol­daten im Stil Groß­britan­niens des 18. Jahr­hun­derts aus­geben. Doch hinter den Kulissen ver­suchen einfluss­reiche Kräfte, das Gesche­hen nach eigenen Wün­schen zu beein­flussen. Und die Urein­wohner des Pla­neten sind bei­weitem nicht so unwis­send, wie die Men­schen glauben …

Bei Hedy Loewes Buch ist es nicht ganz so einfach, es in ein Genre einzu­reihen. ‚Raum­fahrende Men­schen‘ schreit natür­lich nach Science Fiction, doch in der Hand­lung spielt diese prak­tisch keine Rolle. Als klas­sischen Aben­teuer­roman kann man das Werk auch nicht ein­stufen. Da Gedanken­lesen eine Rolle spielt, kommt auch ein Fantasy-Aspekt zum tragen.

An dieser Stelle muss ich speziell auf den Klappen­text ein­gehen. Wenn ich den so lese, habe ich den Ein­druck, er müsse sich auf ein anderes Buch, als das, das ich gelesen habe, bezie­hen. Davon, dass Juniya eine Wissen­schaft­lerin ist, wird darin nämlich nichts erwähnt. Auch dass sie über­raschend in dieser Welt erwacht, kommt im Buch nicht vor. Statt­dessen lernt der Leser sie kennen, als sie vor Ver­folgern fliehen muss, aber bereits voll­kommen von der Welt und dem Rollen­spiel unter­richtet ist. Dass der andere Prota­gonist, Skye, im echten Leben zuvor Soldat war, wird im Buch auch nie ange­deutet. Könnte es sein, dass sich der Klappen­text auf eine über­holte Ver­sion bezieht?

Auch wenn man von Anfang an weiß, worum es grund­legend geht, braucht man doch etwas Zeit, in diese unge­wohnte Hand­lungs-Kompo­sition hinein­zufinden. Viele Zusam­men­hänge werden erst nach und nach ver­ständ­lich. Und manche bis zum Ende des Buches nicht, denn es handelt sich bei diesem um den 1. Teil einer Trilogie. Wer von den Hinter­männern welche wirk­lichen Ziele ver­folgt, kann der Leser genauso wenig erken­nen wie die Prota­gonis­ten. Hinzu kommt, das die Men­schen sich genauso uneinig sind, wie es auch bei den Ein­heimi­schen, die von den Men­schen Ichtyos genannt werden, der Fall ist. Am Ende dieses Bandes begin­nen Koali­tionen gerade erst sich heraus­zubilden. Auf die Fort­setzung wird da wohl kein Leser ver­zichten wollen.

Der Autor lässt den Erzählfokus in seinem gut lesbar geschrie­benen Werk sowohl zwischen den beiden Prota­gonisten als auch anderen Charak­teren hin und her pendeln.

Fazit:

Diese ungewöhnliche Kombination aus Seefahrer­aben­teuer, Fantasy und SciFi kann einen nach etwas Einge­wöhnungs­zeit in ihren Bann ziehen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Die Wächter von Magow – 6 – Fataler Familienausflug

Regina Mars
Die Wächter von Magow – 6 – Fataler Familienausflug

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Das alte Gefängnis

Klappentext:

Endlich hat Sofie die Spur ihrer verschollenen Mutter gefunden. Sie ver­folgt sie zusam­men mit Nat, Vivi, Isa und Jean, der den Aus­flug schnell bereut. Die Fahrt ist lang und Isas Vor­rat an Flach­witzen unend­lich. Als sie mitten in Bran­den­burg von Harpyien ange­griffen werden, wird klar, dass etwas nicht stimmt. Was ist damals gesche­hen, als Sofies Mutter ihren Tod vor­täuschte? Wo ver­birgt sie sich? Und warum?

Enthält: einen Familienausflug, französische Minotauren und das töd­lichste Geheim­nis von ganz Magow.

Rezension:

Um einer Spur zu Sofies Mutter zu folgen, wagen sich die Großs­tadt­pflanzen der ‚Putz­truppe‘ ins tiefste Bran­den­burg. Statt auf die Gesuchte treffen sie jedoch erst mal auf Harpyien – die sie zum Fressen gern­haben. Denen kaum ent­kom­men, müssen sie fest­stellen, dass sich hier auch noch fran­zösische Mino­tauren herum­treiben. Was hat es damit auf sich? Keiner hätte der­artige Bedro­hungen im fried­lichen Bran­den­burg erwartet.

Nachdem Regina Mars den Vorstellungsreigen der Haupt­charak­tere ihrer Urban-Fantasy-Reihe „Die Wächter von Magow“ mit Band 5 („Incu­bussi“) abge­schlossen hat, ist jetzt Zeit, Sofies persön­liche Hinter­gründe genauer unter die Lupe zu nehmen. Nach­dem der Leser die Prota­gonisten bisher haupt­sächlich im dienst­lichen Umfeld beo­bachten durfte, dür­fen diese dies­mal ver­stärkt ihre pri­vaten Seiten zeigen. Dass natür­lich (!) wieder alles ganz anders als erwar­tet kommt, versteht sich in dieser humor­vollen Reihe von selbst. Aller­dings lässt die Autorin diesen Band mit einer Wen­dung enden, bei der der Fan nur hoffen kann, dass sich auch hier alles als anders erweist, als es schient. Nach­dem die bis­herigen Bände jeweils mit einem relativ abge­schlos­senen Aben­teuer endeten, bleibt der aktu­elle Aus­flug mit einem Cliff­hanger weit offen. Da kann man nur hoffen, dass Band 7 nicht lange auf sich warten lässt – und eine posi­tive Auf­lösung mit­bringt.

Fazit:

Auch abseits des Großstadtdschungels gibt es für die Chaoten der magi­schen Putz­truppe keine Tiefen­ent­span­nung.

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Henry Voigt Abenteuerreihe – 3 – Das Geheimnis des Bussards

David Reimer
Henry Voigt Abenteuerreihe – 3 – Das Geheimnis des Bussards

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Piraten und Phantome

Klappentext:

Das neue gefährliche Abenteuer der erfolgreiche Henry Voigt Abenteuer­reihe.

Der angesehene Archäologe Henry Voigt und seine Freunde nehmen an der Ein­weihungs­feier eines neuen Muse­ums in Uganda teil, in dem der Dolch des Mondes aus­gestellt wird, als ihn ein mysteri­öser Anruf erreicht: Er soll auf einer Auktion in London ein altes Buch erstei­gern. Doch hinter diesem Auftrag scheint viel mehr zu stecken. Hin­weise auf einen uralten Geheim­bund tauchen auf und scheinen auf die Spur zu einem gewal­tigen Schatz zu führen. Dann erfährt Henry, dass sein alter Freund Frank ent­führt wurde und nur im Tausch gegen das Buch frei­ge­lassen wird.

Jetzt müssen Henry und seine Freunde alles daransetzen, hinter das Geheim­nis des Buches zu kom­men, um Frank zu retten.

Rezension:

Gerade als Henry für seinen letzten großen Erfolg gefeiert wird, erhält er einen mys­teri­ösen Anruf. Er soll nach London fliegen und dort ein altes Buch erstei­gern. Viel mehr erfährt er nicht. Noch mys­teri­öser wird es auf der Auktion, denn hier scheint vieles anders als normal zu sein. Kurz darauf sind Henry und seine Gefähr­ten in eine Schatz­suche ver­wickelt, die sie wieder mal um den halben Globus führt. Wer oder was dahinter steckt, ist min­destens genauso rätsel­haft, wie das Rätsel, dass sie lösen müssen.

„Das Geheimnis des Bussards“ ist schon das 3. Aben­teuer, in das David Reimer seinen Prota­gonisten, den Archäo­logen Henry Voigt, schickt. Nach­dem Band 1 („Salo­mons Geheim­nis“) noch deut­liche Schwächen in Form einer sprung­haften und hek­tischen Hand­lung aufwies und sich das bei Band 2 („Das Geheim­nis der Mond­berge“) schon deut­lich gebes­sert hatte, wirkt der Hand­lungs­ablauf jetzt rund und im zeit­lichen Ablauf nach­voll­ziehbar. Ob die Reise­zeiten bei der von äußeren Um­ständen getrie­benen Reise des Prota­gonisten an zahl­reiche Hand­lungs­orte realis­tisch sind, kann ich nicht ganz ein­schätzen. Manche Reise­zeiten erschei­nen mir rein gefühls­mäßig jeden­falls etwas optimis­tisch. Aller­dings kann man gewisse Frei­heiten in dieser Hin­sicht (sowohl in Buch als auch Film) durch­aus als Genre-typisch bezeich­nen. Die Ver­flech­tung des fiktiven Aben­teuers mit realen histor­ischen Begeben­heiten ver­leiht der Story einen beson­deren Reiz, weckt dieses Element doch den Wunsch, den sicher interes­santen realen Vor­komm­nissen nach­zu­for­schen.

Stilistisch bleibt der Autor natürlich beim aus den bisherigen Bänden Gewohn­ten, wozu auch das Erzählen aus der Perspek­tive eines Beobach­ters gehört.

Fazit:

Die actionreichen Abenteuer des Archäologen Henry Voigt im Indiana-Jones-Stil wirken von Band zu Band immer gelun­gener und runder.

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Stadt ohne Nacht

Silke Katharina Weiler
Stadt ohne Nacht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Faaraahs Licht

Klappentext:

»Solltest du je versuchen, nach Hause zurückzukehren, wird es dein Tod sein … Wie eine gif­tige Schlange kroch der Satz durch mei­nen Kopf.« Ala hat seit fast fünf­zehn Jahren keinen Fuß mehr in ihre Heimat­stadt Real­taris gesetzt und das aus gutem Grund – bis sie an den abge­halfter­ten Dex­ter gerät, der sie genau dort­hin ver­schleppt. Mit ihrer Hilfe hofft er, die Frau, die er liebt, zu retten. Nach anfäng­lichem Wider­stand sichert Ala ihm ihre Unter­stüt­zung zu. Dadurch erregt sie die Auf­merk­sam­keit des fana­tischen Ordens, der in der „Stadt ohne Nacht“ die Fäden zieht. Denn Ala ist kein gewöhn­licher Mensch und schon bald in großer Gefahr.

Rezension:

Aufgewachsen in einem Waisenhaus arbeitet die mittler­weile 19-jährige Ala schon seit Jahren in der Küche eines Berg­werks. Als der Berg­werks­eigen­tümer ihr näher­kommen will, ergreift sie die Flucht. Doch in der öden Umge­bung hat sie kaum eine Über­lebens­chance. Zum Glück trifft sie auf Dex­ter, der eine Art Lauf­bursche für einen religi­ösen Orden ist. Als der bemerkt, dass Ala die Fähig­keit zu heilen hat, nimmt er sie gegen ihren Willen mit nach Real­taris, um dort seine Freun­din zu heilen. Doch Real­taris ist Alas Heimat­stadt, in die sie nie zurück­kehren wollte.

Silke Katharina Weilers Fantasy-Story wendet sich vom Schema F des Genres ab. Aben­teurer, eine Quest oder ähn­liches sucht der Leser hier ver­geb­lich. Auch die klassi­schen Fantasy-Wesen fehlen gänz­lich. Hier gibt es nur ‚normale‘ Men­schen und solche mit einer beson­deren Fähig­keit. Letz­tere werden aller­dings gemie­den und vom Orden ver­folgt – und getötet. Dabei meidet die Autorin auch expli­zite Gewalt­szenen nicht. Bis auf die Szenen im Berg­werk und dessen Umge­bung zu Beginn findet die gesamte Hand­lung in der vom Orden beherrsch­ten Stadt Real­taris statt. Außer dieser und derer wei­teren Umge­bung wird dem Leser die Welt der Geschichte nicht näher­gebracht. Ob es andere Städte gibt oder wie die Verhält­nisse dort sind, wird nicht ein­mal am Rande ange­deutet. Erfreu­licher­weise wird auch auf eine Love­story zwi­schen den beiden Prota­gonisten ver­zichtet. Das eigent­liche Thema des Buches sind die ‚von links Bedach­ten‘ mit ihren Fähig­keiten und Pro­blemen mit dem Orden.

Die Autorin erzählt das Geschehen wechselweise aus Alas und Dexters Sicht. Dabei ver­zichtet sie auf ein Ende, das eine Fort­setzung nahe­legen würde. Ihre Prota­gonisten, speziell Dexter, sind keine strah­lenden Helden, sondern haben auch ihre Schatten­seiten.

Fazit:

Diese Fantasy-Geschichte hebt sich deutlich von der Masse des Genres ab und legt Wert auf die Wesens­züge der Prota­gonisten.

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Andor – 3 – Gestrandet auf Pelos

Dan Gronie
Andor – 3 – Gestrandet auf Pelos

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der rätselhafte Bolop

Klappentext:

Nachdem Bill Clayton alias Andor das Weltentor auf der Erde ver­nichtet hat, ist er auf dem Plane­ten Pelos gestran­det. Bill ist im Besitz eines Super­virus, mit dem alle Energie­ver­sorgungs­anlagen der Palets abge­schaltet wer­den kön­nen. Der Kopf­geld­jäger Horyet wechselt die Seiten und soll Bill bei seiner Mission unter­stützen, diesen Super­virus in die feind­liche Haupt­basis einzu­schleu­sen. Kann Bill ihm wirk­lich ver­trauen?

Rezension:

Mit der Hilfe seiner Kollegin Jennifer Parker und des MAD-Mit­arbeiters Hel­mut Berger ist es Andor, auf der Erde bekannt als Bill Clay­ton, gelun­gen, das Welten­tor in München zu schlie­ßen. Das sich auf­lösende Tor nahm sie dabei aller­dings mit und setzte sie auf dem Plane­ten Pelos ab. Hier befindet sich eine wich­tige Basis der feind­lichen Palets. Wird es ihnen gelin­gen, von hier zu fliehen und auf Andors Heimat­welt zu gelan­gen? Und wie sollen Jennifer und Helmut von dort wieder zur Erde zurück­kehren?

Nachdem Dan Gronie die Bände 1 und 2 seiner Science-Fiction-Trilogie „Andor“ kom­plett auf der Erde han­deln ließ, lässt er seine Prota­gonis­ten im finalen Band in den Tiefen des Welt­alls agieren. Nach­dem den Fein­den, den Palets, der Zugang zur Erde ver­wehrt wurde, konzen­triert sich die Hand­lung jetzt auf die Feind­schaft zwischen diesen und Andors Heimat­welt. Kam Band 1 („Rätsel der Ver­gangen­heit“) noch eher mys­tisch daher, weil der Protagonist nichts mehr über seine Her­kunft wusste, und wirkte Band 2 („Reise durch das Welten­tor“) fast wie ein Spio­nage-Thriller, steht dies­mal der SciFi-Charak­ter der Reihe ein­deutig im Mittel­punkt. Dabei werden auch die Hinter­gründe erkenn­bar. Dass sich ein bekann­ter Cha­rakter plötz­lich in einem ganz anderen Licht zeigt, sorgt für zusätz­liche Unsicher­heit.

Natürlich lässt der Autor seinen Protagonisten weiter­hin als Ich-Erzähler agieren. Der Prolog stellt dabei eine Aus­nahme dar. Wer der Junge, über dessen Kind­heit hier erzählt wird, ist, stellt sich erst später heraus – und erklärt dann eine wich­tige Wen­dung.

Insgesamt stellt dieser Band einen würdigen Abschluss der Tri­logie dar. Die einzel­nen Bände mit ihrem jeweils eigenen Charak­ter werden zu einer stim­migen Geschichte vereint.

Fazit:

Der Abschluss dieser Science-Fiction-Trilogie wirkt stimmig und klärt eine Reihe bisher offen geblie­bener Fragen auf.

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