Lost God

Gregor Spörri
Lost God

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Zwischen Macht und Theorien

Klappentext:
Ein lastwagengroßes UFO erscheint über der Erde. Auf seiner Hülle prangt ein sichelförmiges Zeichen. Ein Imam deutet das Zeichen als Symbol des Islam und behauptet mit Bezug auf den Koran, das Objekt stamme von einer Schwesterwelt der Erde. Eine islamische Terrororganisation ruft daraufhin zum globalen Heiligen Krieg auf.
Alien-Forscher Erich von Däniken entdeckt das gleiche Zeichen auf einem jahrtausendealten sumerischen Rollsiegel und prophezeit der Welt einen Götterschock ganz anderer Art. Sowohl Russland als auch China planen das mysteriöse Objekt zu untersuchen, doch US-Präsident Donald Trump will den beiden Ostmächten um jeden Preis zuvorkommen – eine verheerende Entscheidung.
Während Terroristen Europa ins Chaos zu stürzen versuchen, hebt in Cape Canaveral eine reaktiierte Raumfähre ab. Die Besatzung soll das von den Islamisten zum göttlichen Zeichen erhobene UFO bergen und zur Erde bringen. Mit an Bord sind der verwegene Navy-Flieger Tom Taylor, die junge Wissenschaftsjournalistin und Querdenkerin Sally Brown, sowie der deutsche Raketeningenieur Gunther Wolf, der mehr über das UFO und seine Herkunft zu wissen scheint, als er zuzugeben bereit ist. Doch kaum ist die alte Fähre gestartet, gerät die Welt in einen Strudel apokalyptischer Ereignisse unvorstellbaren Ausmaßes.

Rezension:
Als überraschend ein UFO im Erdorbit auftaucht, prallen die verrücktesten Theorien aufeinander. Verschiedene Interessengruppen möchten den Vorfall zum eigenen Machtausbau nutzen. Dabei deutet vorerst nichts auf feindliche Absichten der Besucher hin. Das ändert sich allerdings drastisch. Während am Boden noch verschiedene Weltsichten aufeinanderprallen, nimmt das Chaos seinen apokalyptischen Lauf.
In seinem Science-Fiction-Thriller verbindet der Schweizer Gregor Spörri SciFi mit Mystery und einem nicht gerade kleinen Hauch Politik- beziehungsweise Gesellschaftsparodie. Als Grundlage kombiniert er reale wissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien mit den Vermutungen eines Erich von Däniken, den aktuellen Stand der Raumfahrt mit religiösen Themen. Außergewöhnlich ist auch, dass reale Personen wie Donald Trump und Erich von Däniken in der fiktiven Handlung auftreten – und dabei durchaus ‚echt‘ wirken. Wie man dem Vorwort entnehmen kann, scheint der Autor Ancient-Aliens-Theorien im realen Leben übrigens nahezustehen und mit von Däniken Kontakt zu unterhalten.
Wirkt die Handlung mit ihren vielen Schauplätzen und Charakteren zu Beginn etwas verwirrend, greifen die diversen Elemente schnell wie Zahnräder ineinander. Einen dieser Charakter als ‚den‘ Protagonisten zu definieren, erweist sich als unmöglich. Zwischen den Schauplätzen findet ein teilweise rasander Wechsel statt.
Den Stil des Autors zu beurteilen, fällt nicht leicht. In die gut lesbare Handlung sind immer wieder sprachlich sehr nüchterne Erklärungen eingeschoben, die in einem Roman fehl am Platze wirken. So werden bei den Space-Shuttle-Szenen immer wieder die ausgeschriebenen Bedeutungen der als feststehende Abkürzungen benutzen Ausrüstungsteile in Klammern hinzugefügt oder technische Komponenten über ganze Absätze in einem Lexikon-Stil erklärt, statt das ins Gespräch zwischen den beteiligten Personen einzubetten. Die eigentliche Handlung ist allerdings gelungen.
Die heiße Phase des Weltuntergangs findet übrigens im September 2019 statt, genau an den Tagen, an denen ich dieses Buch gelesen habe. Und ich habe nichts davon mitbekommen …

Fazit:
Dieser SciFi-Mystery-Thriller könnte durch eine stilistische Überarbeitung noch deutlich aufgewertet werden.

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Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Die Saga von Eldrid – 1 – Der Spiegelwächter

Annina Safran
Die Saga von Eldrid – 1 – Der Spiegelwächter

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Ärger mit dem Spiegelbild

Klappentext:
Die Saga von Eldrid beginnt
Fünf Spiegel, fünf Häuser, fünf Spiegelwächter, eine magische Welt: Eldrid.
Die Spiegelwächter versuchen das wertvolle Licht von Eldrid zu bewahren, aber sie kämpfen gegen Godal, den übermächtigen Schatten, und Zamir, den Schöpfer der Dunkelheit. Ludmilla wird zu Hilfe gerufen, um Godal einzufangen. Doch Zamir durchkreuzt die Pläne der Spiegelwächter und beschwört ein Unheil in Eldrid hervor. Der Kampf gegen die Dunkelheit beginnt. Wird Ludmilla ihre Mission durchführen können?

Rezension:
Da ihre Eltern ständig auf Reisen sind, lebt die 15-jährige Ludmilla bei ihrer Großmutter. Hier gefällt es ihr auch erheblich besser als bei ihren Eltern, denn Oma Mina lässt ihr einige Freiheiten. Nur Internet ist im Haus tabu – genau wie ein Zimmer, das Ludmilla versprechen musste, nie zu betreten. Aber sie ist neugierig. Eines Tages ‚leiht‘ sie sich den Schlüssel und untersucht das Zimmer. Außer einem komischen Standspiegel findet sie aber nichts Beachtenswertes. Nach einer Berührung beginnt der Spiegel plötzlich zu leuchten. Ludmilla findet heraus, dass sie diesen durchqueren kann und so in einer anderen Welt landet. Einer durch und durch magischen Welt, in der sie auf den Wächter des Spiegels trifft. Doch diese Welt hat ein Problem, welches ihre Oma in ihrer Jugend heraufbeschworen hat.
In ihrem Urban-Fantasy-Abenteuer geht Annina Safran von der nicht ganz neuen Ausgangslage aus, dass ein junger Protagonist auf ein magisches Familiengeheimnis stößt. Anders als in vielen ähnlichen Büchern gehört ihre Protagonistin allerdings zur Kategorie „aufmüpfiger Teenager, definitiv nicht pflegeleicht“. Ein ausdrückliches Verbot ihrer Oma, die andere Welt namens Eldrid jemals wieder zu besuchen, ignoriert sie natürlich umgehend. Damit stürzt sich die Protagonistin in ein gefährliches Abenteuer – und ihre Großmutter in Schwierigkeiten, als Tochter und Schwiegersohn nach einer längeren Geschäftsreise ihre Tochter besuchen wollen.
Die meisten Leser werden beim Vornamen Ludmilla natürlich zunächst an Russland oder zumindest Osteuropa denken. Der Name der Großmutter (Mina) lässt daran natürlich schon Zweifel aufkommen. Spätestens bei der Erwähnung von Ludmillas Familiennamen Scathan muss man jedoch an einen ganz anderen Kulturkreis denken. Eine Erklärung dieses gewissen Widerspruchs bleibt allerdings zumindest in diesem Band aus.
Die fremde Welt und deren Geheimnisse sind natürlich ein zentrales Element der Geschichte, doch wird auch Wert auf die Charaktere gelegt. Während die Protagonistin überraschend bereit ist, Verantwortung für von ihr nicht verschuldete Entwicklungen zu übernehmen, muss sich ihre Großmutter mit ihrer Schuld und deren Folgen, die jetzt die geliebte Enkelin in Gefahr bringen, auseinandersetzen. Etwas überraschend kommt dann das Ende des Buches mitten in der Handlung. Dass es sich um den 1. Band eines Mehrteilers handelt, ist zunächst nämlich nicht erkennbar. Der Reihentitel wird auf dem Cover gar nicht erwähnt. Allerdings ist Band 2 mit dem Titel „Die Suche nach dem Schattendorf“ bereits verfügbar.
Zu Beginn wirkte der Stil der Autorin auf mich etwas gewöhnungsbedürftig, ohne dass ich das näher begründen kann. Allerdings fand ich dann überraschend schnell hinein, woraufhin er sich als angenehm lesbar erwies. Nach dem abrupten Ende bleibt einem fast keine andere Wahl, als sich in die Fortsetzung zu stürzen.

Fazit:
In dieser Urban Fantasy muss sich ein Teenager mit den Problemen einer Parallelwelt auseinandersetzen.

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Danas Abenteuer – 1 – Dana und das Geheimnis des magischen Kristalls

Thomas L. Hunter
Danas Abenteuer – 1 – Dana und das Geheimnis des magischen Kristalls

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Im Labyrinth der Höhlen

Klappentext:
Vor langer Zeit ist ein magisches Experiment schiefgegangen. Ein uraltes Volk, das es durchgeführt hatte, musste die Konsequenzen tragen. Die magische Explosion hat alle aus ihrer Zeit gerissen. Dana wurde als Baby dann von Zwergen gefunden und aufgezogen. Dort erfährt sie an ihrem zehnten Geburtstag von ihrer Herkunft und der ihres Volkes, das nicht nur sehr alt wurde, sondern auch außergewöhnliche Fähigkeiten besaß. Neugierig und voller Begeisterung versucht sie nun, mehr über sich und ihr Volk zu herauszubekommen. Während der Suche nach ihrer Vergangenheit trifft sie auf einen Geist. Dieser ist aus ihrem Volk, der sie anleitet und ihre Ausbildung zur Magierin überwacht. Sie lernt die alten Bücher zu lesen und wie sie Magie einsetzen kann. Er erzählt ihr, was damals passiert ist und sie möchte natürlich nach ihren Eltern und ihrem Volk suchen – selbst wenn sie die Zeit überlisten muss. Natürlich lernt sie auch, das Leben zu achten. Während der Ausbildung bekommt sie vom König der Zwerge den Auftrag, ihnen bei einem Problem im Gebirge zu helfen. Nach einer Katastrophe vor über einhundert Jahren kann keiner den Berg verlassen. Jeder, der sich damit beschäftigt hatte, war daran gescheitert. Die Zwerge hoffen nun, dass sie mit ihren magischen Fähigkeiten dieses Problem beheben könnte. Bei der Suche nach einer Lösung und nach ihrer Vergangenheit muss sie viele Abenteuer überstehen. Sie erfährt immer mehr von ihrer Herkunft und lernt bei ihren Nachforschungen immer mehr Charaktere kennen, die Kontakt zu ihrem Volk hatten und sie bei ihren Aufgaben mit Rat und Tat unterstützen. Zum Glück ist sie nicht alleine. Shari, ihre kleine Fee, und Gomek, der Zwergenjunge, begleiten und unterstützen sie tatkräftig. Ist diese Aufgabe überhaupt von einer Zehnjährigen und ihren jungen Freunden zu schaffen? Sie lassen sich jedenfalls nicht abschrecken und versuchen alles, um ihr Ziel zu erreichen.

Rezension:
Dana ist als Findelkind bei den Zwergen aufgewachsen. Über das Volk, dem sie eigentlich angehört, weiß sie so gut wie nichts. Als jedoch in einer entfernten Höhle etwas gefunden wird, was mit Danas Volk im Zusammenhang stehen könnte, nimmt ihr Vater sie mit. Vielleicht kann seine Ziehtochter irgendwie helfen, dabei ist an dem Tag doch gerade erst ihr 10. Geburts- beziehungsweise Auffindetag. Was sie sieht, weckt Danas Interesse, und so geraden sie und ihre
Freunde schon bald von einem Abenteuer ins nächste.
Wenn man das Alter der Protagonistin betrachtet, ist natürlich anzunehmen, dass sich Thomas L. Hunters Fantasy-Reihe auch primär an jüngere Leser wendet. Selbst in Jugend-Fantasy-Werken sind die Protagonisten schließlich meist etwas älter als Dana. Genau dieser Punkt ist allerdings etwas problematisch. Während man ganz am Anfang noch glauben könnte, das Buch wäre für Leser im Alter der Protagonistin geeignet, ändert sich das im Verlauf der Handlung deutlich. Sprachlich dürften die meisten Kinder dieses Alters wohl etwas überfordert sein. Auch wirkt Danas Sprech- und teilweise auch Handlungsweise auf mich nicht zu ihrem Alter von 10 Jahren passend. Ihre Formulierungen wirken – zumindest auf mich – oft viel zu erwachsen.
Wenn man allerdings bereit ist, diese Altersprobleme auszuklammern, bekommt man ein durchaus interessantes Fantasy-Abenteuer geboten. Die Zwerge, die seit einem magischen ‚Unfall‘ in ihrer unterirdischen Welt eingeschlossen sind, schöpfen aufgrund des jüngsten Fundes nämlich Hoffnung, ihr Pflegling könnte trotz des geringen Alters über die Fähigkeiten verfügen, ihnen ihre Freiheit wiederzugeben. Deshalb hindern sie die Protagonistin auch nicht daran, sich auf nicht ungefährliche Abenteuer einzulassen. Im Unterschied zu anderen Fantasy-Abenteuern mit jungen Helden, liefert die Story hier also einen nachvollziehbaren Grund, wieso einem sehr jungen Protagonisten gestattet wird, sich auf Gefahren einzulassen. Natürlich findet Dana im Laufe der Geschichte tatsächlich etwas über ihr Volk heraus. Wenn es nicht so wäre, würde das den Leser wohl auch verwundern.
Die Welt, in der Danas Abenteuer spielt, ist anders, als man es aus ähnlichen Büchern kennt, leben die Zwerge doch in einem gigantischen System von Höhlen. Allerdings stellt gerade das das Vorstellungsvermögen des Lesers teilweise auf die Probe. Sich alles, was man zusammen mit der Protagonistin erlebt und sieht, in Höhlen vorzustellen, fällt teilweise nicht leicht.
Der Stil des Autors ist gut lesbar, was allerdings – wie bereits erwähnt – weniger auf Leser im Alter der Protagonistin zutreffen dürfte, für die sowohl Satzbau als auch benutzte Begriffe eventuell etwas zu anspruchsvoll seien dürften. Da es sich um den 1. von unbekannt vielen Bänden handelt, bleibt das Ende natürlich relativ offen und harrt der Fortsetzung.

Fazit:
Dieses Fantasy-Abenteuer um eine sehr junge Protagonistin eignet sich eher für Leser, die merklich älter als diese sind.

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Das Erbe des Hexenjägers

Matthias J. Diaz
Das Erbe des Hexenjägers

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Showdown unterm Humboldhain

Klappentext:
Die Hexen sind nicht ausgestorben. Sie haben nur gewartet …
Berlin 2019. Der Student Robert Terwin staunt nicht schlecht, als sein entfremdeter Onkel Alois unter ungeklärten Umständen verstirbt und ihm seine Villa im schicken Stadtteil Zehlendorf vermacht. Einzige Bedingung: Er muss die Nacht vor Allerheiligen darin verbringen.
Was nach schnellem Reichtum klingt, stellt sich bald als unerwünschtes Eintauchen in die Phantasiewelt eines Wahnsinnigen heraus. Nicht nur behauptet Alois in seinen Aufzeichnungen, Hexenjäger aus einem Geschlecht von Hexenjägern zu sein, das zurückreicht bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Auch Robert selbst soll als jüngstem Spross einer gesegneten Blutlinie eine besondere Rolle im Kampf gegen die Hexen zukommen.
Das Ganze klingt nach Hirngespinsten, bis dunkle Mächte aus dem Reich des Aberglaubens höchstpersönlich vor der Haustür stehen und ein ziemlich eigenwilliges Team von Hexenjägern aus aller Welt auf den Plan tritt. Mit einem Mal geht es darum, die Vollendung eines Rituals zu verhindern, für das die Mongolenangriffe des 13. Jahrhunderts und die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nur die Vorbereitung waren …

Rezension:
Als der Politikstudent Robert erfährt, dass sein Onkel ihm eine Villa im noblen Berliner Stadtteil Zehlendorf vererbt hat, wundert er sich. Schließlich hat er diesen Onkel nie kennengelernt, spricht sein Vater doch nie über seine Familie. Etwas verwundert ist er nur über die Bedingung, dass er die Halloween-Nacht in der Villa verbringen muss – und zwar alleine. Diese Nacht ist schon heute. In der Villa findet Robert heraus, dass die jeweils erstgeborenen Söhne seiner Familie seit Jahrhunderten Hexenjäger sind. Diesen Job hat er jetzt zusammen mit dem Haus geerbt. War sein Onkel verrückt? Eine dunkle Kreatur, die ihn durch einen Trick dazu bringt, sie einzulassen, überzeugt Robert schnell vom Gegenteil. Zum Glück melden sich schnell andere Hexenjäger bei ihm, um zu helfen und ihn auszubilden. Schnell stellt Robert fest, dass die Hexenjäger ein sehr bunter Haufen sind. Von einem russischen Mönch über einem Argentinier bis zu einer israelischen Soldatin findet sich so ziemlich alles in der Gruppe.
Geschichten über Hexen und auch Hexenjäger finden sich in der Urban Fantasy relativ häufig. Dass solche Abenteuer im heutigen Deutschland angesiedelt sind, ist schon seltener der Fall. Matthias J. Diaz siedelt sein Buch nun mitten in Berlin (und dessen näherer Umgebung) an. Da müssen schon mal bekannte Örtlichkeiten wie Schloss Charlottenburg oder der Bunker im Humboldhain als Schau- und Kampfplätze herhalten. Aber gerade das macht einen Teil des Reizes dieses Buches aus. Auch die sehr durchmischte Gemeinschaft der Hexenjäger hebt es von ähnlichen Werken ab. Um die Aufzeichnungen des gerade nicht greifbaren russischen Mönches zu übersetzen, muss da der beim Geheimdienst tätige Vater der Israeli schon mal den Kontakt zu einem Ex-NVA-General herstellen.
Damit wären wir allerdings bei einem Problem, das (wie auch in vielen anderen Büchern mit einer ähnlich bunten Protagonisten-Truppe) nicht thematisiert wird. Alle Beteiligten unterhalten sich völlig problemlos über alles Mögliche. In welcher Sprache sie dies tun, wird zwar nicht ausdrücklich gesagt, da aber auch alte Beschriftungen gelesen werden, dürfte es sich um Deutsch handeln. Woher können die Hexenjäger aus allen Winkeln der Welt alle fließendes Deutsch?
Interessante Einfälle abseits des in der Urban Fantasy Gewohnten und ein gelungener Stil mit augenzwinkerndem Unterton prägen das Buch. An manchen Stellen musste ich sogar laut lachen. Zitat gefällig?
„Muss echt sein“, erklärte sie. „Rate mal die E-Mail Endung.“
Er überlegte kurz. Deutscher. Im Ruhestand. „Aol.com?“
„Bingo! Kriegt man doch dazu, wenn man Rentenzahlungen beantragt, oder?“
(aus Kapitel 16 – Geheimnis)
Allen, die sich für nicht ganz bierernste Urban Fantasy mit Berliner Lokalkolorit begeistern können, kann dieses Buch nur empfohlen werden.

Fazit:
Hexenjäger, die sich außer mit Hexen auch mit der deutschen Realität abplagen müssen, sollen die Welt retten. Ob Berlin das überlebt?

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Schiff der Spione

Michael Schmidt (Hrsg.)
Schiff der Spione

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Quer durch die Phantastik

Klappentext:
Fantasyguide präsentiert: Schiff der Spione
Der fünfte Band der Anthologiereihe

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Mystery:
G. V. Anderson – Das Steingeschöpf
Merlin Thomas – Lesereise
Ellen Norten – Der Gipskopf von Pestum
Fantasy:
Nina Teller – Shinrais Gebet
Christel Scheja – Hedrels Fluch
Achim Hildebrand – Der Kopfgeldjäger
Michael Schmidt – Das Mädchen Jolanda
Galax Acheronian – Dunkelheit
Steampunk:
Torsten Scheib – Schiff der Spione
Andreas Flögel – Büro für Dämonenangelegenheiten – Sektion Berlin
Science Fiction:
Diane Dirt – Die Sitzung
Frederic Brake – Alte Spuren
Uwe Hermann – Der Aushilfswächter
Mack Reynolds – Er wusste Bescheid
Von einem Meuchelsänger, der sich schon wieder vor Verfolgern retten muss, von einer heiligen Hüterin eines magischen Artefakts, von einem Dämonenjäger in kaiserlichem Auftrag, von einer Welt, in der Lesen lebensgefährlich sein kann, und noch manch anderem handeln die Geschichten dieser Anthologie. Die Bandbreite erstreckt sich dabei von Mystery und Fantasy über Steampunk bis zu SciFi. Unter den Autoren begegneten mir gute Bekannte wie auch solche, von denen ich zuvor nie gehört hatte. Wie bei Anthologien gewohnt, gefallen einem natürlich nicht alle Beiträge gleichermaßen gut. Da es den Rahmen dieser Rezension sprengen würde, auf alle 14 enthaltene Kurzgeschichten einzeln einzugehen, picke ich hier nur die heraus, die mich besonders überzeugen konnten.
In „Der Kopfgeldjäger“ von Achim Hildebrand begegnet einem ein schon aus diversen Geschichten bekannter Protagonist wieder, der Meuchelsänger Niddel. Diesmal muss er sich vor einem Kopfgeldjäger in Sicherheit bringen. Dass die Stadt gerade von einem gegnerischen Heer belagert wird, was ihn daran hindert, diese einfach zu verlassen, macht das Unterfangen nicht einfacher. Wie gewohnt werden alle Niddel-Fans in dieser kurzen Fantasy-Story wieder gut unterhalten.
Christel Scheja erzählt in „Hedrels Fluch“ die Geschichte eines Mädchens, dass schon im Baby-Alter in einen von der Außenwelt isolierten Tempel gebracht wurde. Dort wuchs es auf, um zur Hüterin eines magischen Schwerts zu werden. Doch schon als Kind kommen Hedrel Zweifel an der Sache. Als sie erkennt, welche Bewandtnis es mit ihrem ‚Schützling‘ wirklich hat, ändert sich ihr Leben grundlegend.
Das „Büro für Dämonenangelegenheiten“ ist im kaiserlichen Deutschland für eben diese Wesen zuständig. Andreas Flögel erzählt uns vom Agenten Müller, der aus der Provinz ins Büro Berlin versetzt wird, wo sein Verständnis seiner Aufgaben mit einer unerwarteten Herausforderung konfrontiert wird. Auch wenn diese Kurzgeschichte hier unter der Kategorie „Steampunk“ aufgelistet wird, fällt sie wohl eher unter Fantasy.
Nicht vergessen werden soll natürlich auch Michael Schmidts „Das Mädchen Jolanda“, das dem Leser ein Wiedersehen mit der Fantasy-Welt Saramee bietet.
Allerdings muss ich auch die Geschichte erwähnen, die nach meiner Meinung den Tiefpunkt dieser Anthologie darstellt. Damit meine ich „Das Steingeschöpf“ von G. V. Anderson. In der Kurzgeschichte wird von einem jungen Bildhauer erzählt, der sich um belebte Steinfiguren kümmert. Nebenbei bekommt der Protagonist Schwierigkeiten mit den Nazis, beginnt die Geschichte doch im Deutschland des Jahres 1928. Dabei muss ich jedoch feststellen, dass ich weder den Fantasy-Part noch dessen Zusammenhang mit dem politischen Thema wirklich verstehe. Aber solche Schwachpunkte finden sich ja in beinahe jeder Anthologie.
Insgesamt muss hier aber wieder festgestellt werden, dass auch in der mittlerweile 5. Anthologie des Fantasyguide wohl jeder Fan phantastischer Geschichten für ihn passenden Lesestoff finden dürfte.

Fazit:
In dieser Anthologie, die auf ein spezielles Überthema verzichtet, versammeln sich Kurzgeschichten aller phantastischer (Sub-)Genres.

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Die Bibliothekare – 4 – Das dunkle Archiv

Genevieve Cogman
Die Bibliothekare – 4 – Das dunkle Archiv

 Übersetzung: André Taggeselle

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Die Minister-Kandidaten

Klappentext:
Irene Winters hat durch ihre Arbeit als Agentin der unsichtbaren Bibliothek schon einige Abenteuer erlebt. Nun bekommt sie einen brisanten Auftrag: Eine Drachin will, dass Irene ein wertvolles Buch für sie findet. Doch Irene weigert sich, denn die Bibliothek muss neutral agieren. Damit kein anderer Bibliothekar in Versuchung gerät, mit der Drachin zusammenzuarbeiten, machen sich Irene und ihr Lehrling Kai auf die Suche nach dem Buch. Eine rasante Jagd im Amerika der 1920er-Jahre beginnt!

Rezension:
Bibliothekarin Irene ist nicht gerade glücklich, dass sie statt neuer Bücher einen Kollegen, der die Statuten der Unsichtbaren Bibliothek verletzt hat, ausfindig machen soll. Doch dann wird sie unerwartet von einer Drachin kontaktiert, die sie überzeugen will, ihr ein seltenes Buch zu besorgen. Plötzlich sind Irene und ihr drachischer Assistent in interne Probleme der Drachen verwickelt. Genau da dürfen sich die Mitarbeiter der stets neutralen Unsichtbaren Bibliothek allerdings keinesfalls einmischen. Doch für ein Zurück ist es zu spät.
Genevieve Cogmans Fantasy-Reihe „Die Bibliothekare“ führt den Leser in die Welt der Unsichtbaren Bibliothek, deren Mitarbeiter durch Portale in Parallelwelten reisen, um dort rare Bücher zu besorgen. Andere würden diese Tätigkeit auch als Stehlen bezeichnen. Was mir allerdings nicht bewusst war, als ich mich in dieses Buch stürzte, war, dass es sich um den 4. Band der Reihe handelt. Das erleichtert den Einstieg in diese Welt natürlich nicht gerade. Manches ergibt sich natürlich aus der Handlung, wie zum Beispiel die Existenz von Drachen, die sich auch in menschlicher Gestalt zeigen können. Selbst der Assistent der Protagonistin gehört zu denen. Auch Elfen werden erwähnt, kommen in diesem Band allerdings nicht persönlich vor. Auch dass die Bibliothekare durch Portale in andere Welten reisen, bleibt einem Neuleser natürlich nicht verborgen, findet der Großteil der Handlung dieses Bandes doch in einer Welt statt, die der der 1920er ähnelt. Der eigentliche Aufbau dieser Vielwelten-Welt bleibt dagegen verborgen. Wahrscheinlich wurde der zu Beginn der Reihe näher thematisiert. Obwohl die Drachen in diesem Band eine grundlegende Rolle spielen, bleiben einem ohne Vorkenntnisse auch die eigentlichen Zusammenhänge der drachischen und elfischen Welten mit denen der Menschen verborgen. Auch die Grundlagen der strikten Neutralität der Bibliothek werden im vorliegenden 4. Band nicht näher begründet. Allerdings kann man das dem Buch natürlich nicht anlasten. Neben den nichtmenschlichen Wesen spielt auch Magie, die von den Bibliothekaren durch Anwendung ‚der Sprache‘ gewirkt wird, eine erwähnenswerte Rolle.
Die Autorin erzählt das interessante und nie vorhersehbare Abenteuer ihrer Protagonistin in der 3. Person. Die Welt der Unsichtbaren Bibliothek wirkt sehr interessant und kann bestimmt noch einer ganzen Reihe von Fantasy-Abenteuern als Kulisse dienen. Der Reiz liegt dabei neben der interessanten Handlung auch in der Andersartigkeit der sich deutlich vom ‚Standart-Fantasy-Setting‘ unterscheidenden Welt.

Fazit:
Das Setting dieser Fantasy-Welt wird besonders bibliophil veranlagte Fantasy-Fans begeistern können.

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Waldlandchroniken – 1 – Im Schatten des Bannwalds

Peter Erikson
Waldlandchroniken – 1 – Im Schatten des Bannwalds

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Das Erbe des Lindirs

Klappentext:
Leanne ist aus dem Waldland von Andaryia geflohen, doch eine uralte Magie zieht sie zurück.
Visionen eines blutigen Krieges, den sie auslösen und der ihr Volk vernichten wird, verfolgen Leanne in ihren Träumen. In der Hoffnung, dieses Schicksal zu verhindern, flieht sie mit ihrer Freundin Ellin aus ihrer Heimat.
Tagsüber verdienen sich die beiden ihren Lebensunterhalt als fahrende Händlerinnen auf den Märkten der Königreiche von Hamnar, nachts bricht Leanne in die Burgen ein und stiehlt Schmuckstücke, die die Grenzbarone auf ihren Raubzügen ins Waldland erbeutet haben. Der letzte Einbruch misslingt. Leanne und Ellin werden von einem sadistischen Adeligen gefangen genommen, der ihnen einen Handel anbietet. Ihr Leben gegen ein magisches Artefakt, das Leanne aus einer Festung im Waldland stehlen soll. Ist sie nicht innerhalb der gesetzten Frist zurück, wird ihre Freundin sterben.
Wenn Ellin nicht auf dem Scheiterhaufen brennen soll, muss Leanne die Auslöschung ihres Volkes riskieren.

Rezension:
Seit ihre Eltern ermordet wurden, zieht Leanne zusammen mit ihrer Freundin Ellin als Händlerin durch die Lande. Nur ihre Heimat, das Waldland, meidet sie, weil es ihr widerstrebt, das Erbe ihrer Mutter anzutreten. Trotzdem ist ihr ihre Heimat nicht egal. Wo immer sich eine Gelegenheit bietet, stiehlt sie den Adligen magische Gegenstände, die aus dem Waldland stammen. Als das schiefgeht und sie gefasst wird, wird ihr ein Handel angeboten: Ihre Freiheit gegen einen lebensgefährlichen Einbruch in eine Burg der Rotkutten, eines verhassten und gefährlichen Ordens. Dazu müsste sie allerdings tief ins Waldland vordringen und sich ihrem Erbe stellen.
Mit dem 1. Band der „Waldlandchroniken“ bringt Peter Erikson eine neue Fantasy-Reihe an den Start. In seiner Welt existieren zwar Magie, magische Gegenstände und Geisterwesen, auf die ‚üblichen Verdächtigen‘ wie Werwölfe, Zwerge, Feen und dergleichen wird zumindest bisher jedoch verzichtet. Der Fokus liegt dabei ganz auf der Protagonistin Leanne, deren Geheimnisse dem Leser erst nach und nach offenbart werden. Auch wenn ihr Abenteuer aus Sicht eines auktorialen Erzählers geschildert wird, folgt die Handlung stets ihr. Was an anderen Schauplätzen geschieht, erfährt man immer erst zusammen mit der Protagonistin.
Das Buch kann überzeugen. Einzig der Sinn einer Sexszene, die zur Handlung an sich nichts beiträgt, erschließt sich mir nicht. Das ist aber auch so ziemlich das einzige Negative, dass man über dieses Buch sagen kann.
Dem Autor gelingt es, seine Leser innerhalb weniger Seiten gefangenzunehmen. Der Wunsch, die Hintergründe der Protagonistin und ihrer Welt zu erfahren, fesselt schnell an das Buch. Die Geschichte ist dabei stimmig, die Akteure glaubwürdig und nicht vorhersehbar. So muss die Protagonistin erkennen, dass nicht alle, die sie für Feinde hält, wirklich ihre Gegner sind. Wie ihr weiterer Weg und damit der dieser Reihe verläuft, lässt sich am Ende des Bandes kaum vorausahnen.

Fazit:
Ein gelungener Einstieg in eine neue, teilweise geheimnisvolle Fantasy-Welt.

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Florence Fanning – 3 – Florence Fanning und die Totenarmee

Jo Romic
Florence Fanning – 3 – Florence Fanning und die Totenarmee

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Kopfgeldjäger und Skelette

Klappentext:
Florence, ihr Vater und Quinn konnten aus der Zwischenwelt fliehen und auch den übernatürlichen Kräften der Karrington-Brüder entkommen.
Doch die alte Monarchie Heavendawn ist alles andere als sicher und so suchen Tote, die von den Brüdern wiedererweckt und aus ihren Gräbern geholt werden, das Land heim.
Die einzige Chance, dem alten Reich wieder Frieden zu bringen, liegt in den Händen von Florence und Quinn. Sie müssen Flynns Bruder finden, den ehemaligen Herrscher von Heavendawn.
Ob er wohl noch lebt?

Rezension:
Zurück in unserer Welt müssen Florence, Quinn und Flynn einen Weg finden, die Karrington-Brüder aufzuhalten. Die erwecken mit ihren neuen Kräften Tote zum Leben, die von ihnen gesteuert Terror verbreiten. Florenceʼ Jugendfreund Sam hat sich schon den letzten Kräften der alten Monarchie angeschlossen, um seine Heimat zu verteidigen. Florence und ihre Begleiter werden bei den Streitkräften dagegen weniger herzlich aufgenommen. Sie können deren Anführer jedoch überzeugen, dass die einzige Chance darin besteht, Flynns Bruder, den verschwundenen Herrscher, zu finden. Florence macht sich auf die beinahe hoffnungslose Suche.
„Florence Fanning und die Totenarmee“ stellt den Abschluss von Jo Romics „Florence Fanning“-Trilogie dar. Wie bereits im 2. Band „Florence Fanning und die Zwischenwelt“ legt er den Fokus überwiegend auf das Fantasy-Abenteuer, während Steampunk-Elemente zwar eine nicht unwichtige Rolle spielen, aber nur selten handlungstragend in Erscheinung treten. Trotzdem fallen sie schon allein deshalb auf, weil die Kombination von Steampunk mit einer von unserer gänzlich unabhängigen Fantasy-Welt selten anzutreffen ist. Am Ende der Trilogie kann man allerdings feststellen, dass diese Welt funktioniert.
Dieser 3. Band stellt einen würdigen Abschluss der vom Autor komplett aus Sicht eines Beobachters erzählten Geschichte dar. Diesmal liegt der Erzählfokus bei einer Reihe von Kapiteln auf Sam, den der Leser gleich zu Beginn der Trilogie in „Florence Fanning und die Steampirates“ kennenlernte und der jetzt im Finale zum Co-Protagonisten aufsteigt.
Auffällig ist, dass Band 3 im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern im Flattersatz gedruckt ist, was beim Lesen etwas gewöhnungsbedürftig wirkt.

Fazit:
Die Trilogie endet, wo sie begann. Damit bildet dieser Band einen runden Abschluss.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
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Tommy Garcia – 4 – Seelenkerne

Micha Rau
Tommy Garcia – 4 – Seelenkerne

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Das Wissen der Welt

Klappentext:
Eigentlich wollten Tommy und seine Freunde nur ein altes Abrisshaus erkunden. Doch hinter seinen Mauern ruht das atemberaubende Geheimnis uralter Mächte. Die fantastische Welt birgt gefährliche Rätsel und unglaubliche Aufgaben. Nur für den, der diese Aufgaben löst, offenbaren sich fantastische Dinge … und dieses Mal ein magisches Zepter, in dem die Seelenkerne und das Wissen aller Verstorbenen ruhen.
Mit diesem Zepter müssen die Freunde Tommy, Joe, Sanne und Janine eine letzte Prüfung bestehen. Doch die Sache hat einen Haken, denn das Zepter muss zurückgegeben werden, bevor die Phase eines Mondes endet …

Rezension:
Fast 1 Jahr ist seit ihrem letzten Ausflug in das geheimnisvolle Haus vergangen. Doch plötzlich bringt dieses sich wieder in Erinnerung. Eine Öllampe, die die Freunde damals als Souvenir mitgebracht haben, entzündet sich von alleine. Und das, obwohl sich kein einziger Tropfen Öl darinnen befindet. Dabei hat momentan keiner von ihnen Schwierigkeiten, für die er magische Hilfe benötigen würde. Ob es einen Zusammenhang mit einem Jungen gibt, dem Janine seit einiger Zeit Nachhilfe erteilt? Joe, Sanne, Tommy und Janine entschließen sich, ‚ihrem‘ Haus wiedermal einen Besuch abzustatten.
Schon zum 4. Mal führt Micha Rau seine Leser in die Welt des geheimnisvollen Hauses am Waldrand, durch das sein Ich-Erzähler Joe und dessen Freunde schon wiederholt magische Reisen angetreten haben. Diesmal führt das Haus die Protagonisten ins moderne Ägypten und dort in ein finsteres Labyrinth. Mittlerweile müssten die Freunde 14 beziehungsweise 13 Jahre alt sein, auch wenn ihr Alter diesmal nicht ausdrücklich erwähnt wird. Zusätzlich zu den gewohnten Urban-Fantasy-Elementen kommt in diesem Band auch ein Hauch SciFi dazu. Allerdings kann ich darauf nicht näher eingehen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Die zu bestehenden Abenteuer an sich ähneln dem Muster der vorhergehenden Bände. Trotzdem gelingt es dem Autor auch diesmal wieder, ein interessantes und spannendes Urban-Fantasy-Abenteuer zu erzählen, das auch Leser, die deutlich älter als die jugendlichen Helden sind, begeistern kann. Wenn man meine Bewertungen aller bisher 4 Bände verfolgt, ist wohl unschwer zu erkennen, dass auch ich mich durchaus als Fan dieser Reihe bezeichnen kann. Ob noch weitere Bände um Joe und seine Freunde folgen werden, ist mir leider nicht bekannt.

Fazit:
Diese All-Age-Urban-Fantasy-Reihe kann auch in ihrem 4. Band rundum überzeugen.

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Im Blut der Dämonenjäger

Lucian Caligo
Im Blut der Dämonenjäger

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Die Macht des Mitgefühls

Klappentext:
Dämonenjäger gelten als unmenschlich und brutal.
Dennoch sind sie Godwanas einziger Schutz vor einem Feind, den normale Menschen nicht bekämpfen können. Wer als Dämonenjäger geboren wird hat keine Wahl, er muss seine Bestimmung erfüllen oder ist des Todes. So ergeht es auch der jungen Anjani. Weil sie ihre wahre Natur nicht ewig verbergen kann, entschließt sie sich schweren Herzens, ihre Familie zu verlassen und den Kampf aufzunehmen. Als Anjani ihre Ausbildung beginnt, erhebt sich inmitten des Konfliktes zwischen Jägern und Dämonen ein uraltes Übel.

Rezension:
Nachdem er einen Wehrhof von Dämonen befreit hat, nutzt ein Dämonenjäger die Chance, den Keim der Dämonenjäger-Begabung auf die hochschwangere Bäuerin zu übertragen. Kurz darauf bekommt diese eine Tochter, die das Blut der Dämonenjäger in sich trägt. Jahrelang gelingt es dem Bauern, seine Tochter vor ihrer Berufung zu verstecken. Als Anjari 15 ist, wird sie jedoch von Dämonenjägern entdeckt, die durch eine Berührung die Dämonenjäger-Instinkte in dem Mädchen wecken. Anjari bleibt nichts übrig, als sich den Dämonenjägern anzuschließen. Aber die Dämonenjagd ist nicht ungefährlich und oft auch unangenehm.
Lucian Caligo führt seine Leser in diesem Fantasy-Abenteuer in die Welt Godwana (nicht zu verwechseln mit dem Urkondinent Gondwana), in der er auch schon andere Bücher angesiedelt hat. Zusammenhänge speziell mit „Im Blut der Zwerge“ werden immer wieder erkennbar. Jedoch kenne ich weder letzteres Buch noch andere in dieser Welt handelnde. Allerdings ‚funktioniert‘ „Im Blut der Dämonenjäger“ auch ohne derartige Vorkenntnisse.
Was mir bei dieser Fantasy-Geschichte mit einer 15-jährigen Protagonistin besonders positiv auffällt, ist, dass der Autor darauf verzichtet, eine Lovestory einzubauen. Leider ist man es als Leser bei vergleichbaren Ausgangslagen gewohnt, dass romantische Aspekte zumindest in einer Nebenhandlung zum Tragen kommen. Wie gesagt wird hier darauf gänzlich verzichtet. Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf den Kampf gegen Dämonen und die Hintergründe der magisch erschaffenen Dämonenjäger. Auch moralische Fragen werden thematisiert – und zum Ende sogar handlungsentscheidend. Die Heldin des Buches hat in diesem Punkt einige Meinungsverschiedenheiten mit dem Anführer der Dämonenjäger auszufechten. Die Wendung, die sich im Kampf gegen einen übermächtigen Gegner als entscheidend herausstellt, kommt dann trotzdem vollkommen überraschend.
Der auktoriale Erzähler folgt weitestgehend Anjari, jedoch werden einzelne Handlungsabschnitte auch mit Fokus auf andere Charaktere erzählt. Dabei benutzt der Autor einen sehr angenehm lesbaren Stil. Auch wenn eine direkte Fortsetzung eher unwahrscheinlich erscheint, ist ein Wiedersehen mit Anjani und anderen Charakteren in weiteren in dieser Fantasy-Welt angesiedelten Büchern nicht unwahrscheinlich. Aber vielleicht sollte ich mich bei Gelegenheit erst mal den bereits erschienenen Büchern zuwenden.

Fazit:
Die Welt der Dämonenjäger steht im Zentrum dieses Fantasy-Abenteuers, das auf romantische Nebenhandlungen verzichtet.

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