Mythen der Geografie

Paul Richardson
Mythen der Geografie


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Übersetzung: Katja Hald

Was Geografie (nicht) ist

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Klappentext:

Dieses Buch zeigt eine Welt, in der geografische Fakten nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen: Wie viele Konti­nente gibt es eigent­lich – und welche? Wie de­finieren sich Natio­nen – und wo ver­laufen ihre Grenzen? Warum halten sich viele Kul­turen für das Zentrum der Welt?

Paul Richardson führt uns zu bemerkenswerten Orten: zu Islands Thing­vellir-Natio­nalpark, wo man zwi­schen zwei Kon­tinenten schwimmen kann, und zu Bir Tawil in Nord­afrika, einem der we­nigen Ge­biete der Welt, das von keinem Land be­an­sprucht wird. Wir folgen dem ersten Zug, der quer durch Eurasien von Yiwu in Ost­china nach Barking in Ost­london fuhr, und er­klimmen die US-mexi­kanische Grenz­mauer, um heraus­zu­finden, wa­rum solche Be­festi‑gungen nicht funktio­nieren.

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Rezension:

Nahezu jeder kann auf einer Weltkarte oder dem Globus die Kontinente auf­zeigen. Doch sind die eigent­lich so zwei­felsfrei identi­fizierbar? Oder können wir die Erd­teile nur zu­ordnen, weil es uns so an­er­zogen wurde? Der Autor dieses Buches will be­weisen, dass unser geo­grafisches Wissen oft nicht ratio­nell be­gründbar ist.

In Kapitel 1 geht Paul Richardson genau auf diese Kontinente-Problematik ein, und das liest sich durch­aus unter­halt­sam und interes­sant. Wenn man be­denkt, dass es für die Ab­gren­zung von Europa und Asien, aber auch von Afrika und Asien keine ein­deutigen natur­gemachten Grenz­linien gibt, wird es je­doch kom­pliziert. Leider ist dieses Kapitel aber auch schon das High­light des ganzen Buches.

In allen folgenden Kapiteln geht es nämlich eigentlich ausschließlich um Politik. Na­türlich kann die Geo­grafie nur die poli­tisch be­gründeten Zu­stände dar­stellen. Das ist in meinen Augen aber de­fi­nitiv kein geo­grafisches Pro­blem. Und was soll die Mess­barkeit des Wirt­schafts­wachs­tums über­haupt mit Geo­grafie zu tun haben? Das er­schließt sich mir (auch nach Lesen des ent­sprechen­den Ka­pitels) nicht.

Was der Autor hier präsentiert, ist in meinen Augen eine Abhandlung über Politik und Macht­ver­hältnisse. Mit Geo­grafie hat das aber – viel­leicht mit Aus­nahme von Kapitel 1 – so gut wie nichts zu tun. Für an all­ge­meiner Politik und polit­ischer Ge­schichte Interes­sierte mag dieses Buch even­tuell interes­sant sein, mit Geo­grafie hat das aber höchstens sehr ent­fernt zu tun.

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Fazit:

Der Begriff „Geografie“ ist hier eindeutig viel zu weit gefasst, denn dieses Buch be­fasst sich na­hezu aus­schließlich mit Politik.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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