Die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda – 1 – Ins Zwielicht

Thomas Pollan
Die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda – 1 – Ins Zwielicht

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Der Mann der Hüterin

Klappentext:
WER DIE WELT RETTEN WILL, MUSS SEINE FAMILIE RETTEN. DER BEGINN EINER FANTASTISCHEN FAMILIENSAGA: Die Schöpfung ist ein Kraftakt gewesen und jetzt hat sich Gott seinen Urlaub verdient. Doch leider sind ihm ein paar Fehler unterlaufen. So versinkt die Welt in Aufruhr, während er in der Ägäis den Nixen nachstellt. Charles Wilda hadert indessen mit seinem eigenen Schicksal. Eine Geschäftsreise nach Genf ist für ihn die letzte Hoffnung, seine gescheiterte Karriere wiederzubeleben. Er ahnt nicht, dass Dämonen ihm auf den Fersen sind und seine Frau in der Unterwelt gefangen ist. Als Charly endlich erkennt, in welcher Gefahr er, seine Familie und die Welt schweben, ist er schon in ein Abenteuer verstrickt, das ihn immer tiefer ins Zwielicht zieht. *** Lange schienen die Aufzeichnungen über diese Ereignisse, die unsere Welt prägen sollten, für immer verloren zu sein. Nun aber liegen die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda endlich in Buchform vor. Verschiedene Stimmen haben sich kritisch geäußert und angemerkt, dass dieses Material an einigen Stellen von der bekannten Erzählung abweicht. So behaupten einige, dass Gott niemals in der Ägäis Feste gefeiert und das Tanzbein geschwungen hat. Auch wird angezweifelt, dass Napoleon Bonaparte jemals seiner Gruft entstiegen sei. Einige Zweifler versteigen sich sogar in die Behauptung, die Folgen des Ereignisses, das wir heute als »Lazarus Ereignis« kennen, seien durch einen Chemieunfall oder eine galaktische Kollission hervorgerufen worden. Anstatt dem Leser eine Deutung der Ereignisse vorzuschreiben, wollen wir alle Materialen offenlegen und die Beurteilung seinem kritischen Geist überlassen. Nur eines steht sicherlich außer Frage. Seit langem hat nichts die Welt so sehr in Atem gehalten, wie die Abenteuer der außergewöhnlichen Familie Wilda.

Rezension:
Seit Charly seinen Job als Banker an den Nagel gehängt hat, um seinen Lebensunterhalt fortan als Schriftsteller zu verdienen, fühlt er sich in seinem Leben wohl. Dass er nicht sonderlich erfolgreich ist, stellt dabei kein prinzipielles Hindernis dar, schließlich ist er glücklich verheiratet und werdender Vater. Während er seinen Lesern jedoch Fantasy-Stoffe mit den üblichen Verdächtigen präsentiert, steht er im realen Leben fest auf dem Boden der Tatsachen. Denkt er zumindest. Auf der Rückreise von einem erfolgreichen Vertragsabschluss überstürzen sich plötzlich Ereignisse, für die es beim besten Willen keine natürlichen Erklärungen gibt. Erst gibt sich eine Frau als Schwester seiner Frau zu erkennen, die seines Wissens doch Einzelkind und Waise ist, und dann behauptet die Fremde auch noch, seine Frau würde im Koma liegen, weil ihre Seele von finsteren Mächten entführt wurde. Schließlich stellt sich noch heraus, dass Charlys Bruder, ein erfolgreicher Arzt, und sogar seine Mutter mehr wissen. Dass zwischen den Göttern gerade Kompetenzstreitigkeiten herrschen, erleichtert die Sache nicht gerade, ist unsere Erde, wie wir sie kennen, doch nur das Gesellenstück eines noch unerfahrenen Gottes.
Wow, diese Inhaltsbeschreibung, die eigentlich gerade mal die Einleitung dieses Fantasy-Abenteuers abdeckt, verrät wohl schon, dass es in Thomas Pollans Urban-Fantasy-Roman etwas ‚anders‘ zugeht. Auf diese Andersartigkeit muss sich der Leser einlassen, will er Gefallen an diesem Buch finden. Tut er dies, wird er jedoch ein Werk vorfinden, das sich weit abseits der üblichen ausgetretenen Pfade des Genres austobt. Etwas verwundern kann es dabei teilweise, dass die Erzählerperspektive vorgibt, über lange vergangene und beinahe vergessene Geschehnisse zu berichten, obwohl die Handlung eindeutig in unserer Gegenwart angesiedelt ist. Im Prinzip bekommt der Leser unsere heutige Zeit also aus dem Blickwinkel einer fernen Zukunft erzählt. Stellenweise werden am Rande sogar recht aktuelle politische Ereignisse angeschnitten. Dass der Hauptprotagonist Charly, der sich selbst überhaupt nicht als Held empfindet, der einzige ist, der in der Lage ist, die Welt zu retten, muss man bei alldem wohl nicht extra erwähnen. Wer sonst sollte das auch tun, denn Gott ist ja schließlich gerade anderweitig beschäftigt?
Die Titelgestaltung weist darauf hin, dass weitere Bände geplant sein könnten, jedoch lassen sich in dieser Hinsicht noch keine konkreten Angaben finden.

Fazit:
Dieses außergewöhnliche Urban-Fantasy-Abentuer ist einen Blick wert. Für religiöse Fanatiker ist es jedoch definitiv nicht geeignet.

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