Der Schlüssel von Alessa-Island – 1 – Öffne das Tor

Mirjam Sara Kopke
Der Schlüssel von Alessa-Island – 1 – Öffne das Tor

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Ins Reich der Toten

Klappentext:
Marie glaubte immer in einer normalen Familie aufzuwachsen. Am Sterbebett ihrer vermeintlichen Mutter erfährt sie allerdings ein folgenreiches Geheimnis. Sie wurde adoptiert und ihre wahre Familie ist irgendwo da draußen. Sie macht sich auf eine Reise zu ihren Wurzeln und glaubt, dass dies ihre Erfüllung ist, läuft jedoch geradewegs in eine Falle. Plötzlich sind finstere Mächte hinter ihr her, um ihre verborgene Gabe für sich zu beanspruchen. Nur die Liebe eines Unbekannten bewahrt sie vor einem Unglück und so führt ihr Weg unaufhaltsam nach Alessa-Island, einer magischen Welt voller Gefahren, Krieg und Hexerei.

Rezension:
Erst am Sterbebett ihrer Mutter erfährt Marie, dass sie einst adoptiert wurde. Entgegen dem Rat der Gestorbenen macht sie sich auf die Suche nach ihrer wahren Herkunft. Dabei erfährt Marie, dass sie alles andere als ein normaler Mensch ist. Nicht allen ist ihr Auftauchen jedoch recht.
Dass ein junger Mensch überraschend von seiner besonderen Herkunft erfährt, ist die Ausgangssituation vieler Urban-Fantasy-Romane. Viele Beispiele beweisen, dass diese Grundidee immer wieder funktionieren kann. Auch die Idee hinter Mirjam Sara Kopkes Geschichte wirkt brauchbar. Leider kann ich die Umsetzung nicht als wirklich gelungen bezeichnen. Zum einen wirkt die Handlung an vielen Stellen sprunghaft. Plötzlich ist die Protagonistin in einer anderen Situation, ohne dass der Leser nachvollziehen kann, wie sie von der vorherigen in die aktuelle gelangte. Öfters hat man Probleme, der Handlung zu folgen. Auch Maries Gefühle wechseln sehr schnell. Kaum ist sie in der Gewalt eines anderen Mannes, entdeckt sie auch schon Gefühle für diesen.
Die relativ ungewöhnliche Erzählweise im Präsens trägt ebenfalls nicht dazu bei, das Abenteuer der jungen Protagonistin angenehmer lesbar zu machen.
Besser aufbereitet könnte diese Geschichte sicher funktionieren, so hält sich meine Lust auf die Fortsetzung jedoch sehr in Grenzen.

Fazit:
Die Umsetzung dieser Urban-Fantasy-Story kann das Potenzial der zugrundeliegenden Idee leider nicht zum Leser transportieren.

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Bilder aus Altbayern

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Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Gewebewelten

Nicole Rensmann
Gewebewelten

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Teppich-Träume

Klappentext:
Zwei Mädchen, drei Jungs – fünf unterschiedlichste Charaktere und eine Aufgabe, die sie gemeinsam bewältigen müssen.
Bei der Aufräumaktion im Archiv finden sie einen Teppich, der sie zwingt die Wahrheit zu sagen und die Teenager in seine Welt zieht – eine Welt, die nur durch die eigenen Gedanken existieren kann. Das stellt sie vor eine Herausforderung, denn Timo ist ein arroganter Arsch, Lisa eine Zicke, Tobias isst unentwegt Süßigkeiten, René ist blind, und Jana hat Diabetes.
Niemand weiß, wie sie dieses Abenteuer lebend überstehen sollen.
Aber sie sind nicht allein, Mysterkilus Secritunum, ein alter weiser Mann, einst Hüter der Magie, lebt mit seinem Drachen Pedenius schon lange in der Teppichwelt. Doch seitdem die Teenager in seine Gedankenblase eingedrungen sind, ist nichts mehr wie es war. Und da sind noch die Handlanger des Todes, die Myst verfolgen, um seinen Lebensfaden zu durchtrennen.
Ein packendes Fantasy-Abenteuer mit überraschenden Wendungen und einem Drachen, der einst ein Kater war.
Für Leser ab 12 bis mindestens 101 Jahre.

Rezension:
5 Internatsschüler werden als Strafarbeit zum Aufräumen des Archivs verdonnert – 5 Schüler, die unterschiedlicher wohl kaum sein könnten: Jana, Timo, Toby, René und Lisa. Freunde sind sie definitiv nicht. Doch dann verschwindet Jana spurlos. Während die anderen 4 noch ratlos sind, finden sie sich plötzlich auch in einer sehr eigenartigen Umgebung wieder. Jana ist jedoch auch hier nicht auffindbar. Wie werden sie sich wiederfinden? Wie werden sie zurück an die Schule gelangen? Und welche Abenteuer werden sie unterwegs bestehen müssen? Unterwegs begegnen sie jedenfalls in paar eigenartige Gestalten.
Mit Protagonisten von (knapp) 18 Jahren Alter bewegt sich Nicole Rensmanns Urban-Fantasy-Abenteuer schon eher am oberen Rand des Genre-typischen. Mit einem Blinden und einer Diabetikerin in wichtigen Rollen könnten einem Leser zu Beginn schon fast Zweifel kommen, ob das Buch nicht eventuell einen stark moralisierenden Grundton aufweisen könnte. Diese Befürchtung erweist sich allerdings als unnötig. Diese beiden Krankheiten und die unterschiedlichen Charakterschwächen der anderen in eine Fantasy-Welt Verschlagenen bieten zwar das Grundgerüst der gegenseitigen Animositäten, werden jedoch stimmig in die Handlung integriert.
Genau wie die Protagonisten bleibt auch der Leser lange im Unklaren, was mit ersteren eigentlich geschieht. Nach einem relativ langen Zurechtfinden in der speziellen Welt wird die Geschichte immer interessanter und komplexer. Das Ende wirkt dann sogar etwas überhastet, bereitet jedoch auf mögliche Fortsetzungen vor. Das ‚normale‘ Leben der Protagonisten in der ‚normalen‘ Welt bleibt eher eine Randnotiz. Sogar der Grund, wieso die 5 Schüler überhaupt eine Strafarbeit ableisten sollten, bleibt unerwähnt.
Der Stil der Autorin erweist sich als angenehm lesbar. Trotz häufig zwischen den Protagonisten wechselndem Erzählfokus ist dem Leser stets klar, wo beziehungsweise bei wem er sich gerade befindet.
Auf eine weitere Erforschung der speziellen Welt(en) in eventuellen Fortsetzungen darf man gespannt sein. Alle Charaktere haben bereits jetzt eine merkliche Veränderung durchlebt.

Fazit:
Jugendliche geraten in eine andere Welt. Und das ganz anders, als man es bisher aus anderen Urban-Fantasy-Büchern gewohnt ist.

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Buchland

Markus Walther
Buchland

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Der Auktoral

Klappentext:
„Das Buchland im Keller unter uns ist unglaublich viel mehr, als diese Aneinanderreihung von gefüllten Regalen. Dort findet man billige Klischees, abgedroschene Fantasien und halbe Wahrheiten direkt neben den großen göttlichen Ideen, die die Welt veränderten. Die ganze Kreativität der Menschheit.“
Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden!
Das muss auch die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice feststellen, als sie notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana annimmt. Schnell merkt sie allerdings, dass dort so manches nicht mit rechten Dingen zugeht:
Wer verbirgt sich hinter den so antiquiert wirkenden Stammkunden „Eddie“ und „Wolfgang“? Und welche Rolle spielt Herr Plana selbst, dessen Beziehung zu seinen Büchern scheinbar jede epische Distanz überwindet?
Doch noch ehe Beatrice all diese Geheimnisse lüften kann, gerät ihr Mann Ingo in große Gefahr und Beatrice setzt alles daran, ihn zu retten. Zusammen mit Herrn Plana begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das mysteriöse Buchland. Dort treffen sie nicht nur blinde Buchbinder, griechische Göttinnen und die ein oder andere Leseratte, auch der Tod höchstpersönlich kreuzt ihren Weg.
Und schon bald steht fest: Es geht um viel mehr, als bloß darum, Ingo zu retten. Vielmehr gilt es, die Literatur selbst vor ihrem Untergang zu bewahren!
Markus Walther, der Autor der Kurzgeschichtensammlungen „EspressoProsa“ und „Kleine Scheißhausgeschichten“, entführt den Leser nun mit seinem ersten Roman in die phantastische Welt des Buchlandes. Ein Muss für jeden Bibliophilen!

Rezension:
Herr Plana führt ein Buchantiquariat. Als er Beatrice, deren eigene Buchhandlung pleitegegangen ist, einstellt, entdeckt sie die Geheimnisse des Kellers unter dem Antiquariat schneller, als ihm lieb ist. Und da gibt es so einige …
Markus Walther verlässt in seiner Urban Fantasy ausgetretene Wege. Das fängt schon damit an, dass nur schwer zu entscheiden ist, wer hier eigentlich der Protagonist ist; der Inhaber des Antiquariats, der als Ich-Erzähler auftritt, oder doch eher seine neue Angestellte. Dass der Ich-Erzähler gleichzeitig als auktorialer Erzähler auftritt, ist natürlich ein Widerspruch per Definition. Dessen ist sich der Autor allerdings bewusst und geht im Anhang explizit darauf ein. Die Idee des Buchlands im Keller ist durchaus interessant. Leider finde ich die Umsetzung nicht besonders gelungen. Es dauert viel zu lange, bis eine wirkliche Handlung in Gang kommt. Bis dahin kann man die Kapitel als schlichtweg langweilig beschreiben. Auch die Natur des ‚auktorialen Ich-Erzählers‘ bleibt ein weitgehend unverständliches Rätsel. Die Auflösung kann man nur sehr eingeschränkt als solche betrachten. Vielleicht sollte man das Buch eher als philosophisches Experiment betrachten, bei dem es der Autor (auch stilistisch) leider nicht schafft, den Leser ‚mitzunehmen‘. Auf die beiden Fortsetzungen werde ich jedenfalls mit Sicherheit verzichten.

Fazit:
Eine durchaus interessante Idee, deren Umsetzung leider nicht funktioniert.

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Waffenschwestern – 2 – Klingentänzer (Hörbuch)

Mark Lawrence
Waffenschwestern – 2 – Klingentänzer (Hörbuch)

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Übersetzung: Frank Böhmert
Sprecherin: Stephanie Preis

Schatten

Klappentext:
Als Novizin der Mystischen Klasse wird Nona in die tieferen Geheimnisse des Universums eingeweiht. Allerdings gelten im Konvent zur süßen Gnade harsche Regeln, und als dann auch noch die Inquisition den Arm nach dem Kloster ausstreckt, muss Nona fliehen. Ihr auf den Fersen sitzt nicht nur eine ehrgeizige Assassine, sondern obendrein der ebenso einflussreiche wie rachsüchtige Thuran Tacsis. Doch Nona wird in noch größere Konflikte hineingerissen: Während Sherzal, die rücksichtslose Schwester des Kaisers, nach der Macht greift, schmiedet Äbtissin Glas ihre eigenen Ränke, die das Reich in seinen Grundfesten erschüttern. Nonas gesamtes Wissen übers Kämpfen und über Klingen, über Schatten und Gifte ist gefragt, wenn sie ihren eigenen, blutigen Weg finden will.

Rezension:
Seit sie von einem Kinderhändler als kleines Mädchen ans „Konvent zur süßen Gnade“ verkauft wurde, lebt die mittlerweile 15-jährige Nona dort. Als Novizin muss sie die verschiedenen Fächer der Ausbildung durchlaufen, auch wenn sie kaum eine Chance hat, jemals ‚eine Graue‘ zu werden. Ihr fehlt ihr Schatten, und ohne diesen kann man sich nicht gut tarnen. Das Konvent ist nämlich ein Kampforden. Als sich die Äbtissin mit der Inquisition anlegt, der sie einst selbst angehörte, muss Nona fliehen. Damit geht ihr eigentliches Abenteuer erst richtig los.
„Klingentänzer“ stellt den 2. Band in Mark Lawrenceʼ „Waffenschwestern“-Trilogie dar. Diese High-Fantasy-Geschichte erzählt die Abenteuer des Mädchens Nona. Was mir zunächst nicht klar war, als ich mit dem Hören begann, war die Tatsache, dass es einen Vorgänger gibt, den ich nicht kenne. Obwohl es am Anfang dieses Bandes eine recht ausführliche Zusammenfassung der dortigen Geschehnisse gibt, hatte ich an manchen Stellen doch das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt. Aber das kann ich natürlich nicht dem Buch anlasten.
Die Protagonistin ist eine Kämpferin und fernab aller Mädchen-Clichés. Dem Autor ist positiv anzurechnen, dass er auf jegliche Verliebtheit, ohne die es in anderen Büchern mit weiblichen Helden meist nicht abgeht, komplett verzichtet. Nonas Erlebnisse konzentriert sich ganz auf das Abenteuer, bei dem sie auch körperlich stark gefordert wird.
Der Autor erzählt seine Geschichte in einem angenehmen Stil, bei dem der Fokus zwischen Nona und anderen Personen, insbesondere Äbtissin Glas wechselt. Leider konnte mich der Vortragsstil der Sprecherin nicht im gleichen Maße überzeugen. Vielleicht ist es auch eher die Stimmlage, die meiner Meinung nach nicht ganz zu einem derartigen Abenteuer passt, als das sprachliche Können.
Das Fantasy-Abenteuer an sich kann allerdings überzeugen – und weckt den Wunsch, die Fortsetzung, aber auch den Anfang der Geschichte gelegentlich kennenzulernen.

Fazit:
Ein sehr gelungenes Fantasy-Abenteuer um eine junge Protagonistin, bei dem die Hörbuchumsetzung nicht ganz das Niveau des Buches erreicht.

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Element High – Die Schule der magischen Kinder – 1 – Die Aufnahmeprüfung

Manuel Neff
Element High – Die Schule der magischen Kinder – 1 – Die Aufnahmeprüfung

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Das Labyrinth

Klappentext:
Element High – Die Schule der magischen Kinder
Eine Schule, an der neben Elementarmagie auch Fächer wie Untiere, Botanik, magische Sprachen und Glück unterrichtet werden. Im ersten Zauberjahr wird jedes Kind anhand seines Namens einem Element zugeordnet. Erde, Wasser, Feuer oder Luft. Danach beginnt die Ausbildung zum Magier.
Inhalt Band 1 von 4
Philip, ein magisches Kind aus Deutschland, muss seine persönliche Aufnahmeprüfung bestehen. Schon bald nachdem Philip mit seinem magischen Schlüssel die Schwelle zur Element High überschreitet, erfährt er, dass er besonders ist. Er ist ein Magier des sechsten Elements. Aufgrund seiner Gabe soll er dabei helfen, die seltsamen Vorfälle an der Schule aufzuklären. Als sich die Ereignisse plötzlich überschlagen, geraten Philip und seine Freunde in höchste Gefahr. Werden sie zusammen den Bösewicht entlarven und wird Philip seine persönliche Aufnahmeprüfung bestehen? Denn nur dann darf er an der Element High bleiben. Falls nicht, werden ihm alle Erinnerungen genommen und die Ausbildung zum Magier ist für immer und ewig beendet.

Rezension:
Als Philip auf dem Schulweg gemobbt wird, trifft er auf ein Mädchen, das ihm irgendwie seltsam vorkommt. Dann erzählt dieses ihm auch noch von einer magischen Schule. Und was ist das für eine komische Strafarbeit, die ihm der unbeliebteste aller seiner Lehrer aufbrummt? Und wieso ähnelt der Schlüssel zur magischen Schule namens Element High, den er bald darauf überreicht bekommt, so sehr dem des Schularchivs?
Wie viele ähnliche Bücher beginnt auch Manuel Neffs Jugend-Urban-Fantasy mit einem Kind, das überzeugt ist, ganz normal zu sein. Der Titel verrät natürlich schon, dass sich das als falsch herausstellen wird. Natürlich ist auch der junge Protagonist dieses Buches, das den Auftakt einer Tetralogie darstellt, magisch begabt. Und wie in zahlreichen Büchern ähnlicher Ausgangslage landet auch er an einer speziellen Schule. Spätestens hier hören die Parallelen aber weitgehend auf. Der Held dieser Geschichte und seine neuen Freunde (und Nichtfreunde) verbleiben nämlich in ihren gewohnten Umgebungen. Darauf, wie das funktioniert, soll hier nicht näher eingegangen werden.
Der Autor erzählt seine Geschichte in einem gut lesbaren Stil in der 3. Person. Sachen und Situationen, die dem Leser zunächst unlogisch erscheinen, klären sich größtenteils im weiteren Verlauf der Handlung auf. Allerdings folgt diese recht strikt der Haupthandlung. Elemente, die zu letzterer nicht unbedingt nötig sind, werden fast gänzlich ignoriert. Dadurch bleibt Philips Leben, soweit es nicht das eigentliche Abenteuer betrifft, weitestgehend ausgespart. Ein paar entsprechende Nebenhandlungen würden das Bild durchaus positiv abrunden. Es bleibt abzuwarten, ob die weiteren Bände der Tetralogie in diesem Punkt noch etwas nachbessern werden.

Fazit:
Ein interessantes Abenteuer an einer magischen Schule. Im Storytelling besteht für die Fortsetzungen noch Potenzial.

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Barbartos – 1 – Der Kult – Band 2

Nicole Kohlstock
Barbartos – 1 – Der Kult – Band 2

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Geweihter Schrot

Klappentext:
Zweites Buch der Trilogie in vier Bänden
Lueg, September 1987
Karl ist weg. Alle Pläne, die der satanische Dorfkult geschmiedet hat, sind damit dahin. Matt kann endlich seine Mutti umbringen. Barbartos freut sich auf seine baldige Heimkehr. Und Karl … bleibt Karl.
Happy End?
Pustekuchen!
Denn dann gäb’s diese Fortsetzung nicht. Wir könnten nicht dabei sein, wenn Barbartos gerupft und gehaarsprayt wird. Nicht erfahren, welche Schrecken der Puppenmacher auf seinem Dachboden für besondere Gäste bereithält. Und schon gar nicht könnten wir miterleben, wie Karls feuchte Träume endlich war werden.

Rezension:
Als Karl das Dorf verlassen hat, kommt in Lueg Panik auf. Viktoria sucht einen Schuldigen. Doch das ist natürlich noch nicht das Ende. Denn Karl kehrt zurück. Und das sogar freiwillig. Doch die Zeiten ändern sich überraschend schnell, und Viktoria will ihn plötzlich loswerden. Jetzt will Karl das Dorf aber gar nicht mehr verlassen …
Das ist er also: der 2. Band des 1. Teils aus Nicole Kohlstocks „Barbartos“-Trilogie. Dass dieser unmittelbar anschließt, ist natürlich keine Überraschung. Zunächst bleibt es auch bei der von mir in meiner Rezension zu Band 1 kritisierten zu epischen Darbietung des Stoffs. Im weiteren Fortschreiten dieses Bandes wird die Handlung allerdings deutlich straffer und damit mitreißender. Speziell der Showdown kann überzeugen. Damit scheint der Lueg-Plot dann auch abgeschlossen zu sein. Das Ende lässt allerdings Spekulationen zu, wie es dem Titelhelden weiter ergehen könnte. Und daran ist der menschliche Protagonist Karl nicht ganz unbeteiligt. Ob sich diese Spekulationen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, um nicht zu spoilern, als richtig erweisen, kann natürlich nur Teil 2 verraten.
Die von der Autorin in der 3. Person Präsens erzählte Urban-Fantasy-Geschichte gewinnt mit der zunehmenden Straffung auch zunehmend an Reiz. Es ist zu hoffen, dass es in den beiden folgenden Teilen bei dem zügigeren Erzähltempo bleibt, denn die außergewöhnlichen, teilweise schon fast verrückten Ideen verleihen dieser Dämonen-Geschichte inhaltlich ihren eigenen Reiz.

Fazit:
Das Abenteuer um den gutmütigen Dämonen und den abtrünnigen Mönch gewinnt in Teil 1 Band 2 an Tempo.

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Teuflischer wirdʼs nicht – 1 – Teufel gesucht, Katastrophe vorhanden

Allyson Snow
Teuflischer wirdʼs nicht – 1 – Teufel gesucht, Katastrophe vorhanden

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Der komplizierte Weg zur Hölle

Klappentext:
Die Hölle macht keine halben Sachen. Sie vermasselt es komplett!
Davine hat die Nase voll von ihrem Leben – kein Mann, keine Freunde und viel schlimmer: kein Job! Eingestellt wird nämlich nicht nach Intelligenz, sondern nach Ego-Größe. Das geht ihr gewaltig gegen den Strich. Gebete nützen nichts, das Karma hat auch Besseres zu tun, also kann nur noch die Hölle helfen.
Eine Teufelsanbetung später hat sie mehr Hilfe, als ihr lieb ist. Denn Merdian ist wild entschlossen, einen Pakt mit ihr zu schließen und ihre Seele der Hölle zu verschreiben. Ihre Probleme lösen? Für Merdian ein Kinderspiel. Doch seine unorthodoxen Mittel und Wege stoßen sie von einer Misere in die nächste und Davine muss feststellen: Von hilfreich war eben nie die Rede, aber der Teufel ist schon ganz schön heiß …

Rezension:
Davine hat ein Problem. In der Anwaltskanzlei, in der sie ein Praktikum absolviert hat, hat sie kaum Chancen, fest eingestellt zu werden. Sie ist nämlich eine ‚graue Maus‘. Da helfen ihr ihre Fähigkeiten wenig. Sich den Chef der Kanzlei an Land zu ziehen, stehen ihre Chancen sogar noch schlechter. Ihre einzige Chance sieht Davine in einer Teufelsanrufung. Dass auch Teufel ihren regelmäßigen Schönheitsschlaf brauchen, vergisst sie dabei. So ist Merdian, der ‚Teufel vom Dienst‘, sauer, von Davines Ritual geweckt zu werden. Im Streit mit seinen beiden Brüdern beschließt er aber doch, persönlich bei der Bittstellerin vorzusprechen, um ihre Seele für die Hölle zu sichern. Davine erweist sich allerdings als schwierige Verhandlungspartnerin. Und dann hat auch noch ihr Schutzengel etwas gegen das Abkommen einzuwenden …
Allyson Snow ist ja mittlerweile dafür bekannt, mythischen Wesen andere Seiten abzugewinnen. Waren es in der genialen „Verflixt und zugebissen“-Reihe Vampire und im doch sehr Romantasy-lastigen „Geist – ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken“ Geister, die sich mit Menschen – vorwiegend weiblichen Geschlechts – herumschlagen müssen, trifft es diesmal einen Teufel. Ein Romantasy-Aspekt bleibt auch da nicht aus, doch können zahlreiche saukomische Szenen auch Fantasy-Fans, die dem ‚Love Interest‘ weniger abgewinnen können, überzeugen. Die Story lebt dabei von den abwechselnd geschilderten Sichtweisen der jungen Frau und des Teufels, die gegenseitig versuchen, sich auszutricksen und sich dabei natürlich auch (Überraschung!) näherkommen. Doch auch die Versuche des Schutzengels, genau das und natürlich die Verpfändung der Seele zu verhindern, sorgen für lustige Einlagen.
Das alles bringt die Autorin in ihrem gewohnt humorvollen Stil an den Leser. Der Epilog stellt dann sogar noch eine Querverbindung zum zu verschenkenden Geist dar. Und der Titel lässt natürlich vermuten, dass es ein Wiedersehen mit der teuflischen Familie geben wird.

Fazit:
So ein Teufel hat es auch nicht leicht! Können diese Menschen ihre Seelen denn nicht mal ohne Gegenleistung übereignen?

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Das Blätterrauschen der Magie

Sarah König
Das Blätterrauschen der Magie

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Dämonenärger und Wasserglas

Klappentext:
Vier magische Kurzgeschichten
Ob eine alte Eiche ihren Zauber verschenkt, Dämonen Krisensitzungen abhalten, Aliens ohne Navi durch die Galaxis steuern oder ein Mann seiner verflossenen Liebe gedenkt – alle Kurzgeschichten der Autorin Sarah König haben ihre eigene Magie. Lassen Sie sich von dieser Magie verzaubern!

Rezension:
Enthaltene Geschichten:
Das Blätterrauschen der Magie
Weltenforscher
Dämonenstolz
Was einst gewesen …
Bäume, Außerirdische, Dämonen und Menschen – in den Kurzgeschichten dieses Büchleins treffen wir sie alle. Dabei ist diese Anthologie ungewöhnlich. Statt wie üblich Kurzgeschichten zu vereinen, die eine Grundidee, ein Thema von unterschiedlichen Gesichtspunkten beleuchten, ist die einzige Gemeinsamkeit hier, dass sie alle von einer Autorin, von Sarah König stammen. Ansonsten ist kein gemeinsamer Nenner zu entdecken.
Gleich die 1. Story, „Das Blätterrauschen der Magie“, um einen alten Baum, der seinen Dienst als Schutzgeist des Waldes aufgibt, erscheint mir als die gelungenste. Leider gefällt mir nicht, dass sie einen eher traurigen Grundton hat. Aber das ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks.
In „Weltenforscher“ treffen wir auf außerirdische Reisende, die in einer sehr wässrigen Umgebung landen. Hier geht es eher humorvoll-sarkastisch zu. Leider habe ich aber das Gefühl, dass der Geschichte irgendetwas fehlt.
Dann werden Dämonen zu einer Krisensitzung zusammengerufen, um über ihr weiteres Zusammenleben mit den Menschen zu beraten. Ihr „Dämonenstolz“ spielt dabei natürlich eine Rolle. Leider wirkt auch diese Story trotz der interessanten Idee nicht wirklich rund.
Zum Abschluss denkt ein alter Mann darüber nach, „Was einst gewesen …“ ist. Dabei geht es natürlich wieder eher melancholisch zu. Leider fehlen viele Informationen, die nötig wären, um diese Geschichte zu verstehen. (Wieso hat der Mann das Grab seiner jung gestorbenen Frau 50 Jahre lang nicht besucht, macht es aber jetzt? Was für ein Wesen ist es überhaupt, das ihm dort erscheint?)
Vom sprachlichen Standpunkt können die Kurzgeschichten durchaus überzeugen. Die Probleme liegen viel mehr darin, dass 3 der 4 Beiträgen das gewisse Etwas fehlt, um rund zu erscheinen.

Fazit:
4 sehr unterschiedliche Kurzgeschichten, denen interessante Ideen zugrunde liegen, die aber leider nicht perfekt sind.

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Zane gegen die Götter – 1 – Sturmläufer

J. C. Cervantes
Zane gegen die Götter – 1 – Sturmläufer

Übersetzung: Katharina Orgaß

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Schlangenbein und Falkenmädchen

Klappentext:
Persönlich empfohlen von „Percy Jackson“-Autor Rick Riordan!
Achtung! Wer meine Geschichte lesen will, muss sich zu völligem Stillschweigen verpflichten. Das meine ich ernst! Oder möchtest du, dass die Götter ihre Wie-räche-ich-mich-möglichst-grausam-an-einem-Teenager-Skills an mir ausprobieren? Wenn die rausfinden, dass ich den Todesgott befreit und auf die Welt losgelassen habe … Dann geht’s mir so was von an den Kragen! Also: Wenn du dieses Buch aufschlägst, hängst du mit drin. Ich habe dich gewarnt!
Band 1 des humorvollen Fantasy-Abenteuers

Rezension:
Der 13-jährige Zane lebt mit seiner Mutter in New Mexico. Von seinem Vater weiß er nur, dass er das Produkt eines Urlaubsflirts seiner Mutter in Mexiko ist. Von Gleichaltrigen hält er sich fern, weil die sowieso nur Witze über ihn machen, denn Zane humpelt. Eines seiner Beine ist kürzer. Der wirkliche Ärger beginnt aber, als er eines Tages ein Flugzeug in den Krater des nahegelegenen Vulkans stürzen sieht. Zane ist sich sicher, dass der Pilot kein Mensch war. Und dann taucht auch noch Brooks auf. Doch niemand scheint das Mädchen zu kennen …
Dass der Protagonist es mit Göttern zu tun bekommt, verrät natürlich schon der Titel. Im Zusammenhang mit Mexiko ist es auch nicht verwunderlich, dass es sich um die der Maya handelt. Da liegt natürlich der Verdacht nahe, dass Zane Obispo eine Art Percy Jackson mit Maya-Gottheiten statt der der alten Griechen ist. Schließlich hat Percy-Jackson-Autor Rick Riordan sogar das Vorwort verfasst. Und soviel kann ich wohl verraten: Alle diese Vermutungen stellen sich als korrekt heraus.
Man kann J. C. Cervantesʼ Jugend-Urban-Fantasy-Reihe „Zane gegen die Götter“ mit gutem Recht als einen Percy-Jackson-Klon ansehen. Das Abenteuer des jungen Protagonisten ist allerdings eigenständig und weist keine nennenswerten Parallelen zum offensichtlichen Vorbild auf. Das Vorwort beweist ja auch, dass Rick Riordan die neue, von seinem eigenen Werk inspirierte Reihe durchaus akzeptiert und sogar empfiehlt. Der Leser bekommt es in dieser mit einer aberwitzigen Story zu tun, in der es die verrückten Abenteuer des Helden locker mit dem Vorbild aufnehmen. Es aber – soviel sei schon verraten – (zumindest in diesem 1. Band) nicht ganz erreichen.
Für die meisten Leser (egal welches Alters) dürfte diese Götterwelt recht fremd sein. Grundkenntnisse der Maya-Mythologie werden allerdings im Text ganz nebenbei vermittelt. So wird auch die Nummer des jeweiligen Kapitels sowohl in den uns vertrauten arabischen, wie auch in Maya-Zahlen angegeben. Auch ein Glossar bietet Hintergrundinformationen. Welche der vorkommenden mythischen Wesen auf den Maya-Mythen basieren und welche eine Erfindung der Autorin sind, würde sich bestimmt zu erforschen lohnen.
Die Autorin erzählt Zanes Geschichte aus der Ich-Perspektive seines Protagonisten. Das Buch ist sprachlich gelungen und gut lesbar. Nach der relativ abgeschlossenen Story darf man auf den nächsten Band gespannt sein.

Fazit:
Diese Percy-Jackson-Variante mit Maya-Göttern kann gefallen, erreicht das Vorbild aber nicht ganz.

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Bilder aus Altbayern

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Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Bilder aus Altbayern

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Das heilige Buch der Wagoner – 2 – Sakragirobia

Minea Brüno
Das heilige Buch der Wagoner – 2 – Sakragirobia

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Auf den Schwingen der Schneevögel

Klappentext:
Das Abenteuer von Ephrahim, seinen Freunden und dem Wagoner Jerbo gehen weiter.
Ihr Weg führt sie in die gefährliche Welt Sakragirobias. Hier herrscht der mächtige und skrupellose Magier und Tyrann Sobian.
Was hat es mit dem alten Turm auf sich?
Werden sie dem Geheimnis des Bundes der alten Magier auf die Spur kommen?
Eine spannende und gefährliche Reise ins Ungewisse liegt vor Ihnen.
Die Fortsetzung vom Heiligen Buch der Wagoner verspricht Spannung, Magie und viele Schmunzelmomente.

Rezension:
Ephrahim und Cloudine sind längst wieder im Internat. Ausgerechnet an dem Tag, an dem ein Schulwettkampf stattfinden soll, bei dem sich Ephrahim Chancen ausrechnet, taucht ein Besucher aus der anderen Welt, die sie gemeinsam mit anderen Freunden in den Ferien besucht hatten, auf. Dort gibt es Probleme, bei denen die Freunde helfen sollen. Ephrahim und Cloudine zögern nicht lange, und auch die anderen Freunde warten schon. Werden sie den Wagonern helfen können?
Seit dem 1 Band des Jugend-Urban-Fantasy-Abenteuer „Das heilige Buch der Wagoner“ sind handlungsmäßig einige Monate vergangen, wenn Minea Brüno ihre Protagonisten wieder auf eine erneute Weltenreise schickt. Lesern wie Protagonisten ist jetzt vieles schon bekannt, sodass der Schwerpunkt diesmal stärker auf dem Abenteuer-Aspekt liegt. Natürlich gibt es aber auch wieder neue Fantasy-Elemente zu entdecken. Das Ende dieses Bandes ist so gestaltet, dass es eine weitere Fortsetzung unwahrscheinlich erscheinen lässt.
Etwas ungewöhnlich für das Genre erscheint, dass die Autorin die Geschichte im Präsens erzählt. Die von mir bei Band 1 kritisierten sprachlichen Mängel konnte die Autorin in diesem Band allerdings weitestgehend vermeiden, sodass er sich deutlich angenehmer liest. Dadurch wirkt das gesamte Buch runder. Neulesern würde ich trotzdem empfehlen, zuerst den 1. Band zu lesen, da im vorliegenden sonst wichtige Grundlagen zum Verständnis fehlen.

Fazit:
Der 2. Band des Urban-Fantasy-Abenteuers mit jungen Protagonisten wirkt sprachlich deutlich besser gelungen als der Vorgänger.

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