Schattenkrieger – Hüter des Steinernen Tors

Pia Guttenson
Schattenkrieger – Hüter des Steinernen Tors

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Die Suche nach dem Wolf

Klappentext:
Während eines Kampfes auf Leben und Tod, fällt der Formwandler Nikoma durch den Gezeitennebel der schottischen Parallelwelt Fenmar, und landet ausgerechnet im heutigen Schottland, unweit der Insel Skye.
Verletzt und vom Blutdurst halb wahnsinnig, hat er nur ein Ziel: Die Rückkehr in seine Welt. Einzige Hoffnung ist das Steinerne Tor, ein Portal zwischen den beiden Welten und die Hilfe der jungen Schottin Càtroina. Das Steinerne Tor weist ihn jedoch ab, bestimmt ihn stattdessen zu seinem Beschützer.
Denn mit ihm ist ein dunkleres, gefährlicheres Wesen durch den Gezeitennebel in die Welt der Menschen eingedrungen. Ein tödlicher Schatten, der in Gestalt einer betörenden Frau, Verderben und Tod in Edinburghs Gassen trägt. Nikoma setzt alles daran, die Welt der Menschen zu retten, doch seine inneren Dämonen sind stark und lassen seine dunkle, finstere Seite immer mächtiger werden. Càtroina ist die Einzige, die zwischen ihm und den Schatten steht.

Rezension:
Davon, dass das Steinerne Tor seine Welt mit unserer verbindet, weiß Nikoma, Formwandler, Krieger, Prinz seiner Heimat und nahezu unsterblich, schon immer. Besucht hat er unsere, ihm fremde Welt jedoch noch nie. Das ändert sich, als er schwer verletzt in den Gezeitennebel fällt und nahezu geheilt in unserer Welt, genauer gesagt auf der schottischen Insel Skye, erwacht. Dort findet ihn die 25-jährige Schottin Càtroina und nimmt sich seiner an. Die Rückkehr in seine eigene Welt stellt sich als problematisch heraus. Schon bald erfährt Nikoma jedoch, dass auch eine mächtige und skrupellose Gegenspielerin in unserer Welt gestrandet ist. Und die setzt alles daran, ihn endgültig zu vernichten.
Pia Guttenson setzt in ihrem Fantasy-Werk, dass stark in Richtung Romantasy tentiert, vordergründig auf die sich entwickelnde Beziehung zwischen dem vampirischen Formwandler und der der Gothic-Szene angehörigen jungen Schottin. Nikoma könnte manchen Lesern dabei bereits aus der „Das Steinerne Tor“-Trilogie (die ich jedoch nicht kenne) bekannt sein. Wenn man vom romantischen Aspekt absieht, liegt der Schwerpunkt der Handlung auf dem Zurechtfinden Nikomas in unserer Welt und der Suche nach einer Rückkehrmöglichkeit. Seine wahre Identität geheim zu halten, stellt sich dabei natürlich als zunehmend schwierig heraus. So ist es naturgemäß nur eine Frage der Zeit, bis zumindest Cat etwas auffällt.
Die Autorin benutzt einen gut und flüssig lesbaren Stil, der das Geschehen am Leser vorbeigleiten lässt. Schottisches Lokalkolorit tritt dabei immer wieder in den Vordergrund, sodass das Buch auch Freunden des Landes ohne ausgesprochener Fantasy-Affinität gefallen könnte. Auch der eigentliche Fantasy-Plot ist gelungen. Etwas störend sind in meinen Augen lediglich die Textabschnitte – teilweise ganze Kapitel –, die sich auf die erotische Annäherung zwischen den beiden Protagonisten konzentrieren.

Fazit:
Ein (fast) unsterblicher Vampir-Krieger aus einer anderen Welt trifft auf schottischen Grufti, Fantasy trifft auf Romance.

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