Wüstungen im Hainichgebiet

Rainer Lämmerhirt, Paul Botzum
Wüstungen im Hainichgebiet

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Verschwundene Dörfer

Klappentext:
94 Seiten mit 50 Abbildungen, darunter 34 schwarz-weiß und 3 farbige Fotos, 11 Karten und 2 Zeichnungen. Der HAINICH ist vom Thüringer Landtag im Dezember 1997 zum Nationalpark und am 25. Juni 2011 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden. Das Buch beschreibt die Wüstungen in dieser Region.

Rezension:
Überall in der besiedelten Welt entstanden im Laufe der Jahrtausende zahllose menschliche Ansiedlungen. Manche blieben kleine Dörfer, andere wuchsen zu Städten, manche zu Metropolen heran. Wieder andere wurden jedoch aus den verschiedensten Gründen wieder aufgegeben und mehr oder weniger vergessen. Sofern dies im Zeitraum vom Mittelalter bis in die Neuzeit geschah, überlebten meist zumindest Erwähnungen in Urkunden. In unseren dicht besiedelten Landschaften sind es sogar überraschend viele Siedlungen, die in den letzten rund 1000 Jahren verschwanden. Genau diese sind das Thema dieses schmalen Büchleins.
Gleich vorab sei gesagt, dass der (nach Amazon zitierte) Klappentext, der auf dem Buch selbst überhaupt nicht vorhanden ist, etwas in die Irre führt. Auf dem Gebiet des heutigen Nationalparks, der unter anderem deshalb naturnah erhalten ist, weil er sich für die menschliche Ansiedlung nie gut eignete, lagen nämlich nur sehr wenige der beschriebenen ehemaligen Dorfstellen, was auch aus der Entstehungsgeschichte des Werkes zu erklären ist. Ursprünglich wurde es nämlich vom Ortschronisten der Gemeinde Mihla, Paul Botzum, erstellt, der darin die Wüstungen aus der Umgebung seiner Heimatgemeinde detailliert darstellte. Dabei ging er bei jeder einzelnen auf die Urkundenlage und örtliche Überlieferungen ein. Nach seinem Tod wurde die Übersicht von Rainer Lämmerhirt, in der Region bekannt für zahlreiche regional-geschichtliche Veröffentlichungen, um Wüstungen im restlichen Hainichgebiet ergänzt. Die Beschreibung dieser Wüstungen erfolgt jedoch nicht annähernd so tiefgehend wie bei ersteren. Wüstungen im nordwestlichen Teil des Hainichs, der weit über das Gebiet des Nationalparks hinausreicht, werden auch in der vorliegenden 3. (und leider bisher letzten) Auflage überhaupt nicht behandelt. Insofern ist der Titel etwas irreführend. Für am Gebiet um Mihla und die Werraschleife Interessierte ist das Büchlein jedoch sehr empfehlenswert.

Fazit:
Diese Broschüre bietet einen sehr interessanten Einblick in die Geschichte des Gebietes vor allem zwischen Werra und Hainich.

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