Die besten Computer-Krimis

Isaac Asimov (Hrsg.)
Die besten Computer-Krimis

Ein Computer, der sich Sorgen macht

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Klappentext:

Isaac Asimov, der Meister spannender Unterhaltung, stellt hier die fes­selndsten Computer-Krimis vor. Vorbei sind die Zeiten, in denen Pferde­diebstahl mit dem Tod be­straft wurde – und wer heute ein Auto klaut, steht nicht mit einem Bein im Grab. Aber das Ver­brechen der Zu­kunft wird darin be­stehen, Computer durch frisierte Daten und ge­fälschte Codes dazu zu bringen, Geld in die fal­schen Hände geraden zu lassen. Und die Zu­kunft hat schon be­gonnen.

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Rezension:

Enthaltene Geschichten:
Joe Gores: Darl ich liebe dich
Stan Dryer: Nieder mit dem Spinat!
Gordon R. Dickson: Computer streiten nicht
Edward Wellen: Goldgrube
Edward D. Hoch: Computer Cops
Poul Anderson: Sam Hall
J. T. McIntosh: Sand im Getriebe
Edward D. Wellen: Sie können drauf warten
Robert Silverberg: Grenzgänge
Isaac Asimov: Alle Sorgen dieser Welt

Ein Junge nutzt den Zugang seines Vaters heimlich, um den Spinat-Anbau zu sabo­tieren, ein all­wis­sender Computer gibt plötzlich sinnlose Ant­worten, ein harmloser Buch-Käufer wird zum Tode ver­urteilt und ein junger Offizier zu einer Einheit straf­versetzt, die es gar nicht gibt. Überall haben Computer und die, die da­hinter sitzen, ihre Finger im Spiel.

Eine Anthologie mit Computer-Krimis, herausgegeben von Isaac Asimov – da ist na­türlich sofort klar, dass das Buch nicht ganz neu sein kann. Richtig, die deutsche Über­setzung er­schien bereits 1985, das Er­schei­nungsjahr des Originals konnte ich nicht heraus­finden. Ent­halten sind Kurz­ge­schichten be­ziehungs­weise No­vellen, bei denen Straf­taten in Zu­sam­menhang mit Computern im Mittel­punkt stehen. Krimis im eigent­lichen Sinn sind die wenigsten. Die kürzeste Story bringt es gerade mal auf 9 Seiten, die längste aus 110. Auch wenn man das Er­schei­nungsjahr be­rück­sichtigt – Mitte der 1980er hatten wohl die wenigsten Autoren nen­nens­werte eigene Er­fah­rungen mit Computern –, fällt auf, wie eigen­artig sich die meisten ab­ge­druckten Autoren Computer vor­ge­stellt hatten. Etliches davon ent­sprach auch zu dieser Zeit nicht mehr der All­gemein­bildung. Die Er­klärung findet sich erst im Anhang des Buches. Die ent­haltenen Ge­schichten wurden nämlich nicht für diese Antho­logie ge­schrieben. Sie er­schienen schon zuvor, und zwar zwi­schen 1953 (!) und 1981. Das erklärt einige uns heute bei­nahe ver­rückt wirkende Vor­stel­lungen von Computern. Trotzdem sind einige der Beiträge wirklich unter­haltsam. Speziell die längste Story, „Gold­grube“ von Edward Wellen, konnte mich über­zeugen. Gerade hier spielen Computer aber nur eine kleine Rolle in Hin­ter­grund, sind für das Funktio­nieren aber trotzdem wichtig.

Dieses Buch ist natürlich nicht mehr im Buchhandel erhältlich. Eine Suche in (on- und offline) Anti­quariaten könnte sich aber lohnen.

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Fazit:

Diese Anthologie spricht weniger Krimi-Fans als vielmehr an his­torischer (und fik­tiver) Computer-Technik Interes­sierte an.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Ein Fall für Dr Lewis & Inspector Tennant – 1 – Der Mörder von Whitechapel

Patrice McDonough
Ein Fall für Dr Lewis & Inspector Tennant – 1 – Der Mörder von Whitechapel


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Übersetzung: Jeanette Mey

Der Briefeschreiber

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Klappentext:

Eine Mordserie erschüttert das viktorianische London – und der Täter scheint Scot­land Yard stets einen Schritt voraus zu sein – Der Auf­takt der span­nenden Krimi Reihe im his­torischen England

London, November 1866. Als die verstümmelte Leiche des beliebten Geist­lichen Tobias Atwater auf einer Baustelle im East End ge­funden wird, scheint nichts auf ein Motiv für die grausame Tat hin­zu­weisen. Doch der Mord bleibt nicht der einzige. Schon bald er­schüttert eine Serie von Ver­brechen die Stadt und jedes neue Opfer scheint auf rät­sel­hafte Weise mit den anderen ver­bunden zu sein.

Die junge Ärztin Dr. Julia Lewis übernimmt die Untersuchung der Leichen und arbeitet wi­der­willig mit Inspector Richard Tennant von Scot­land Yard zu­sammen. Während die beiden den Spuren des Mörders folgen, stoßen sie auf ein Netz aus alten Ge­heim­nissen, ver­tuschten Ver­brechen und dunklen Erin­nerungen, das bis in die Ar­men­häuser und Kranken­stationen des Lon­doner East Ends zu­rück­reicht.

Gleichzeitig verhöhnt der Täter die Polizei mit mysteriösen Botschaften und scheint jeden Schritt der Er­mittler voraus­zuahnen. Während die Zahl der Toten steigt, müssen Julia Lewis und Richard Tennant die Wahrheit auf­decken, bevor der Mörder erneut zu­schlägt.

Ein fesselnder viktorianischer Kriminalroman über Mord, Rache und die Schatten der Ver­gangen­heit. Perfekt für Leser:innen, die komplexe Cha­raktere, his­torische Details und span­nende Serien­killer­fälle lieben.

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Rezension:

Als Inspector Tennant Ende 1866 zu einer übel zugerichteten Leihe gerufen wird, schickt er nach einem Arzt. Da dieser jedoch ver­hindert ist, er­scheint statt­dessen dessen Enkelin, die sich tat­säch­lich als zu­ge­lassene Ärztin heraus­stellt. Sie er­weist sich zu seiner Über­ra­schung sogar als fähig. Schnell stellt sich der Mord als tat eines Serien­mörders heraus, und Dr. Julia Lewis gerät immer tiefer in die Er­mitt­lungen hinein.

Die meisten viktorianischen Krimis, die ich kenne, gehören eher in den Bereich des Cosy Crime. Das ist bei der mit diesem Band be­gin­nenden Reihe von Patrice McDonough de­finitiv nicht der Fall. Cosy geht es hier de­finitiv nicht zu. Wie der männ­liche Teil des Prota­gonis­ten-Duos fragt sich auch der Leser na­türlich sofort, ob eine Frau als zu­ge­lassene Ärztin im England des Jahres 1866 über­haupt denkbar ist be­ziehungs­weise war. In der Hand­lung gibt es dazu zwar eine Er­klärung, ob diese zur da­maligen Zeit rea­listisch möglich ge­wesen wäre, habe ich jedoch nicht über­prüft. Nehmen wir es mal als ge­geben hin. Der Fall, der in diesem Band ge­klärt werden muss, er­weist sich als er­staunlich hart und tief­gründig. Dass sich erste Ver­dachts­momente schließlich als falsch heraus­stellen, gehört na­türlich zu den Grund­lagen fast jeden guten Krimis, mit dem wahren Täter hätte ich aller­dings nie ge­rechnet. Und doch sind dessen Be­weg­gründe am Ende sogar nach­voll­ziehbar. Zum über­zeu­genden Ge­samt­eindruck dieses Buches trägt aber auch bei, dass die beiden Prota­gonis­ten einen für der­artige Krimis über­ra­schend tiefen Hin­ter­grund be­kommen, der be­greifbar macht, wieso beide genau so handeln. Die Reihe ver­spricht, auch länger­fristig interes­sant zu werden.

Die Autorin erzählt aus den wechselnden Perspektiven der beiden Prota­gonis­ten sowie zwi­schen­zeitlich auch der des Täters.

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Fazit:

Für Liebhaber viktorianischer Krimis, die es auch mal etwas härter mögen, dürfte diese Reihe genau richtig sein.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
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Geheimnisse von Kurland St. Mary – 1 – Miss Harrington und die verschwundenen Dienstmädchen

Catherine Lloyd
Geheimnisse von Kurland St. Mary – 1 – Miss Harrington und die verschwundenen Dienstmädchen

Verschmähte Liebe

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Klappentext:

Ein verborgenes Verbrechen erschüttert ein friedliches Dorf. Und nur zwei un­ge­wöhnliche Er­mittler er­kennen die Gefahr, bevor es zu spät ist.

Der fesselnde Auftakt einer historischen Cosy Krimi Reihe voller Geheimnisse, char­manter Er­mitt­lungen und Regency-Flair.

Nach den Schrecken von Waterloo kehrt Major Robert Kurland in sein Heimat­dorf zu­rück, ent­schlossen, Ruhe und Heilung zu finden. Doch als er eines Abends aus seinem Fenster eine ver­stö­rende Beo­bach­tung macht, gerät sein be­schau­liches Leben erneut ins Wanken. Da ihn eine schwere Ver­letzung an eigenen Nach­for­schungen hindert, bittet er seine lang­jährige Freundin Lucy Har­rington um Hilfe. Die kluge Pfar­rers­tochter besitzt einen scharfen Ver­stand und be­ginnt im Dorf Fragen zu stellen. Was zu­nächst wie eine Reihe harm­loser Dieb­stähle er­scheint, ent­wickelt sich schnell zu einem rät­sel­haften Ver­miss­tenfall, als zwei Dienst­mädchen spurlos ver­schwin­den. Lucy und Kurland wird klar, dass sie einem skru­pel­losen Täter auf der Spur sind. Mit jeder neuen Ent­deckung wächst die Gefahr – und der Mörder ist näher, als sie ahnen …

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Rezension:

Major Robert Kurland ist erheblich verletzt aus dem Krieg zurückgekehrt. Seinen Frust, vor­läufig auf Hilfe an­ge­wiesen zu sein, lässt er an allen aus, die sich ihm nähern. Selbst der ört­liche Pfarrer ver­meidet es, ihn zu be­suchen. Das überlässt er seiner Tochter Lucy. Als der Major ihr be­richtet, nachts Ver­dächtiges beo­bachtet zu haben und kurz darauf 2 Dienst­mädchen im Dorf ver­misst werden, be­ginnt sie zu er­mitteln.

Catherine Lloyd siedelt ihre historische Cosy-Crime-Reihe im England des frühen 19. Jahr­hun­derts an. Konkret be­ginnt die Handlung dieses Bandes im Februar 1816. Im Fokus stehen die Pfar­rers­tochter Lucy Har­rington und der noch relativ junge Major Robert Kur­land. Auch wenn sie sich vorerst ge­gen­seitig wenig sym­pathisch finden, deutet sich ein be­gin­nender Ro­mantik-Aspekt für die kom­menden Bände an. In diesem Auf­takt­band steht das rät­sel­hafte Ver­schwinden von 2 Dienst­mädchen, von denen eines im Pfarr­haus tätig und Lucy gut be­kannt war, im Mittel­punkt. Nach den Genre-ty­pischen falschen Spuren kommt es zum Finale hin sogar zu für dieses Genre recht dra­matischen Szenen. Auf­fällig finde ich aller­dings, dass sich Lucy als Pfar­rers­tochter selbst als Lady be­trachtet. War die Stellung eines Dorf­pfarrers im da­maligen England wirklich so ge­hoben? Im­merhin ver­fügt der Haushalt über mehrere Be­dienstete und sogar einen Pri­vat­lehrer für den Sohn des Pfarrers. Das er­scheint mir etwas un­glaub­würdig. Die At­mosphäre wirkt merklich anders, als man es von Cosy-Crime-Stories vom Ende des 19. Jahr­hun­derts ge­wohnt ist. Das Setting könnte jedoch durchaus Raum für eine Reihe an Kri­minal­fällen bieten.

Die Autorin erzählt wechselweise aus den Erlebnissen der beiden Prota­gonis­ten.

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Fazit:

Das Außergewöhnlich an dieser Cosy-Crime-Reihe ist insbesondere ihre a-typische Ver­ankerung in der Regency-Epoche.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

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Weltenweiser – 1 – Salvarina und das Lächeln des Mantikor

Bernd E. Ochs:
Weltenweiser – 1 – Salvarina und das Lächeln des Mantikor

Der Rücken des Mädchens

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Klappentext:

Ein Mädchen, das nicht existieren dürfte. Eine Kirche, die ihre eigene Finsternis fürchtet. Ein Ge­heimnis, älter als der Glaube selbst. Italien, 1487. Ein ma­gisches Zeit­alter dämmert. Hinter kalten Klos­ter­mauern ist die elf­jährige Sal­varina ein Schatten – ver­steckt und ver­leugnet vor der In­qui­sition. Sie trägt ein Zeichen auf der Haut, das in den Augen der Kirche den Tod be­deutet. An der Seite des jungen Ge­lehrten Lo­renzo kommt sie einer dä­mo­nischen Intrige auf die Spur, die in die in­nersten Kreise der Kirche reicht. Ver­folgt von einem ur­alten Orden und beo­bachtet von einem Wesen, das die Welt längst ver­gessen hat, muss Sal­varina ent­scheiden: Bleibt sie ein hei­matloses Kind oder wird sie zur Vor­botin einer neuen Zeit? Ein atmos­phä­rischer His­torical Fan­tasy Roman über die Macht der Identität, den Preis der Wahr­heit und ein ma­gisches Erbe, das die Welt in den Ab­grund stürzen könnte.

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Rezension:

1487. Seit Jahren wurde Lorenzo von seinem Meister Borromäus in den Wis­sen­schaften aus­ge­bildet. Doch aus­ge­rechnet an seinem 18. Ge­burtstag stirbt dieser. Da er keine Erben hin­terlässt, fällt das ganze An­wesen mit allen Instru­menten und der Bib­lio­thek an Lo­renzo. Aber ist er jetzt selbst ein Meister? Er hat nie eine Prü­fung ab­ge­legt. Trotz­dem über­zeugt ihn der Abt eines nahe­ge­legenen Klosters, eine Schülerin auf­zu­nehmen, so wie es zuvor mit Borro­mäus ver­einbart war. Die 11-jährige Sal­varina trägt ein großes Hexen­mal, und tat­sächlich scheint sie über eigen­artige Fä­hig­keiten zu ver­fügen. Und in der Biblio­thek seines toten Meisters findet Lo­renzo eine ver­steckte Ab­teilung mit ma­gischen Büchern …

Was Bernd E. Ochs: hier vorlegt, kann man wohl am besten als his­torische Urban Fan­tasy be­schrei­ben. Die Hand­lungs­welt ähnelt nämlich nicht nur unserer Welt in frü­heren Jahr­hun­derten, sondern es ist das Italien des 15. Jahr­hun­derts. Auch reale Per­sonen dieser Zeit spielen eine Rolle – was mir aller­dings erst durch die Er­wähnung im Nach­wort be­wusst wurde. Dass ein Ju­gend­licher und seine Schülerin sich beide langsam ihrer ma­gischen Fä­hig­keiten be­wusst werden, schreit vor den Augen der In­qui­sition na­türlich nach Ärger. Womit wir mitten in der Hand­lung an­ge­kommen sind. Diese unter­scheidet sich damit deutlich von dem, das der Genre-affine Leser aus mo­derner Urban Fan­tasy oder Fan­tasy-Aben­teuern in rein fik­tiven Welten ge­wohnt ist. Spe­ziell das (ihr selbst un­be­kannte) Rätsel um Sal­varina birgt Über­ra­schungen. Das Buch kann mit seiner Anders­artigkeit über­zeugen, wobei mir am Ende nicht ganz klar ist, ob das wirklich das Ende ist oder doch eine Ver­längerung ge­plant ist.

Der Autor erzählt wechselweise aus den Perspektiven unterschiedlicher Cha­raktere, wobei auch Ab­stecher in andere Zeit­ebenen er­folgen.

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Fazit:

Urban Fantasy zu Zeiten der Renaissance ist zumindest für mich etwas ganz Neues. Magie zwischen Inqui­sition und Aufstieg der Wissen­schaft.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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TERRA GANOVA – 1 – Die Kinder des verlorenen Fischers

Foe de Mar
TERRA GANOVA – 1 – Die Kinder des verlorenen Fischers

Flucht durchs Mittelmeer

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Klappentext:

Aufs Meer. Ausgerechnet.

Mitten in der Nacht fliehen die fünfzehnjährige Lean und ihr Bruder Hals über Kopf aus ihrem El­tern­haus. Wer da hinter ihnen her ist, wissen sie nicht. Nur welcher Aus­weg ihnen noch bleibt. Dabei hat ihnen das ver­dammte Meer doch schon genug ge­nommen. Sie landen in einer Stadt, in die sie nicht ge­hören. Alle hier reden nur von dieser Bluts­meile. Dazu die zwei rät­sel­haften Todes­fälle. Und ein Skla­ven­mädchen, das in der Arena für Ent­setzen sorgt.

Als die Geschwister erfahren, wer ihnen auf den Fersen ist und warum, ergibt auf einmal alles einen Sinn. Und plötzlich geht es um Leben und Tod.

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Rezension:

TeDie 15-jährige Lean und ihr kleiner Bruder Willin sind es gewohnt, allein zu sein, wenn ihr Vater als Fischer auf See ist. Doch jetzt ist er seit 12 Tagen über­fällig. Aus­ge­rechnet jetzt tauchen mitten in der Nacht Ein­brecher auf. Beiden bleibt nur die Flucht. Als sie be­lauschen, dass die Ein­dring­liche sie in ihre Hände be­kommen wollen, müssen sie sogar ihre Hei­mat­insel ver­lassen. Ihre Flucht führt bis nach Nord­afrika.

Diese historische Jugend-Abenteuer-Reihe von Foe de Mar kann trotz einer prin­zi­piellen Schwäche schon in diesem 1. Band über­zeugen. Diese Schwäche ist die Hand­lungs­zeit. Während die Hand­lungs­orte mit einer kleinen ita­lienischen Insel unweit Siziliens sowie Tunis recht de­tail­liert de­finiert sind, bleibt die Zeit der Hand­lung voll­kommen wider­sprüch­lich. Im Vor­word schreibt der Autor „Dafür habe ich einiges auf die Bühne ge­beten und ge­schleppt, das tat­sächlich in jene Zeit gehört. Bis auf eine Hand­voll Aus­nahmen habe ich sogar nur Worte be­nutzt, die damals schon be­kannt waren.“ Aber wann ist „damals“? Ver­schie­dene Hand­lungs-Ele­mente lassen eine etwaige zeitliche Ein­ord­nung zu, nur wider­sprechen sich diese voll­kommen. Ein paar Bei­spiele? Lean trägt ganz selbst­ver­ständlich Hosen, und nie­mand em­pfindet das als eigenartig. Das würde auf die 2. Hälfte des 20. Jahr­hunderts deuten. Fort­be­wegungs­mittel sind aber aus­schließlich Reit- und Zug­tiere sowie Segel­schiffe. Das würde eher für das 19. Jahr­hundert oder früher passen. In Tunis herrscht eine isla­mische Kultur. Der Islam ist im 7. Jahr­hundert ent­standen und kam erst später nach Nord­afrika. Aller­dings gibt es noch eine Arena, in der Gla­diatoren­kämpfe statt­finden. Die dürften mit dem Ende des Rö­mischen Reichs wohl aus­ge­storben sein. Anderer­seits wird er­zählt, dass die Zeit der Ritter­tourniere vorbei ist. Und es wird ein Buch er­wähnt, dass 1653 er­schienen ist. Eine Zeit, in der alle diese Sachen zu­sammen­passen, existiert schlicht nicht. Wenn man diese Un­stim­migkeit außer Acht lässt, bietet diese Ge­schichte je­doch eine wirklich ge­lungene Unter­haltung, die auch Lust auf die Fort­set­zung(en) weckt. Die Prota­gonis­ten-Ge­schwister sind nämlich sym­pathisch und glaub­haft ge­zeichnet, ihre Aben­teuer interes­sant und das Rätsel hinter den Vor­komm­nissen span­nend.

Der Autor (Geschlecht unbekannt) erzählt aus Erzählerperspektive und lässt dabei den Fokus zwischen eine An­zahl an Cha­rakteren pendeln.

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Fazit:

Dieses interessante Jugend-Abenteuer lässt sich chronologisch nicht einordnen, nimmt den Leser aber trotzdem schnell ge­fangen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Der neue Richter Di Kanon – 3 – Der Fächer aus roter Seide

Adrian Vogler
Der neue Richter Di Kanon – 3 – Der Fächer aus roter Seide

Der fehlende Kopf

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Klappentext:

Ein Krimi aus dem alten China der Tang-Dynastie

Richter Di reist im Herbst des Jahres 669 in die vom Regen geplagte Kanal­stadt Liu-tschou, um dort für dreißig Tage als kai­ser­licher Ver­weser das Amt des un­er­wartet ver­storbenen Ma­gistrats Pan zu über­nehmen. Die Stadt droht im Chaos zu ver­sinken: Sie wird von den Gilden, ins­be­sondere der mächtigen Sei­dengilde unter Meister Choo, kont­rolliert, dessen be­waffnete „Rote Schärpen“ die Straßen be­herr­schen und un­recht­mäßig Zölle er­heben.

Getreu der klassischen Tradition chinesischer Kriminalromane von Robert van Gulik wird Richter Di mit drei raf­finiert ver­floch­tenen Fällen kon­frontiert.

Ein Fischer zieht eine kopflose Leiche in kostbarer Seidenrobe aus dem Kaiser­kanal – ist es der ver­misste Gilde­meister Wang? Zur gleichen Zeit stirbt ein stadt­be­kannter Wucherer unter mys­teriösen Um­ständen in den Armen seiner jungen Kon­kubine, und ein le­gen­däres Puzzle-Kästchen gibt Rätsel auf. Als wäre das nicht genug, ver­setzt ein ver­meint­licher Dämon den ört­lichen Tempel in Angst und Schrecken, indem er stiehlt und auf un­er­klärliche Weise Gold zu­rücklässt.

Während Di und seine getreuen Gefährten Ma Joong, Chiao Tai und Tao Gan ver­suchen, Licht in das Dunkel zu bringen, stoßen sie auf eine Spur, die alle Fälle ver­bindet: Ein Fächer aus roter Seide, der den Weg in einen Sumpf aus Gier, ver­botener Liebe und töd­lichen In­trigen weist. Ein klas­sischer Kri­minal­roman im Gong’an-Stil, der den Leser mit Atmos­phäre, Span­nung und his­torischer De­tailtreue in das China der Tang-Dynastie ent­führt.

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Rezension:

Als der Magistrat von Liu-tschou stirbt, steht auf die Schnelle kein Nach­folger bereit. Des­halb be­kommt Richter Di das Amt kom­mis­sarisch für 30 Tage über­tragen. Kaum ein­ge­troffen be­kommt der es mit mehreren Kri­minal­fällen zu tun. Morde und eine Ein­bruch­serie sind auf­zu­klären, um dem neuen Ma­gistrat ge­ordnete Ver­hältnisse zu über­geben.

Was Adrian Vogler hier präsentiert, könnte man zunächst als historischen Krimi be­zeichnen, der im alten China des Jahres 669 an­ge­siedelt ist. Die Hin­ter­gründe dieses Kri­minal­romans sind je­doch er­heblich um­fang­reicher. Zum einen gab es einen Richter dieses Namens wirklich. Er taucht in alten Chro­niken auf. Ein nie­der­län­discher Dip­lomat des frühen bis mittleren 20. Jahr­hun­derts hat auf dieser Grund­lage eine Reihe von Richter-Di-Ro­manen ver­öffentlicht, und genau auf diesen bauen die Ge­schichten Adrian Voglers auf. Von eben diesen haben wir hier den 3. Band vor uns, wobei ich die beiden Vor­gänger nicht kenne.

Der Leser wird zunächst (zumindest wenn er die Bände 1 und 2 nicht kennt) recht abrupt in die Welt dieser Zeit hinein­gestoßen. Einige Be­griffe dürften den meisten euro­päischen Lesern fremd sein. Die er­zählten Kri­minal­fälle er­weisen sich als recht komplex und zu­mindest teil­weise auch mit­ein­ander ver­woben. Die Auf­merk­samkeit des Lesers wird also ge­fordert. Dass der Prota­gonist am Ende alle Fälle auf­klärt, ver­steht sich bei der­artigen Ge­schichten na­türlich fast von selbst. Die unter­schied­liche Härte der ver­hängten Strafen wirkt aus heutiger Sicht etwas ver­wun­derlich, könnte aber in den zu­grunde­liegenden his­torischen Ver­hältnissen be­gründet sein. Mit diesem Buch (und wahr­scheinlich auch den anderen der Reihe) be­kommt man einen sicher un­ge­wöhn­lichen his­torischen Krimi, wie ihn viele be­stimmt noch nicht ge­lesen haben. Gerade das macht ihn aber zu einem un­ge­wöhn­lichen Lese­erlebnis.

Der Autor erzählt wechselweise aus der Sicht einer ganzen Reihe von Cha­rakteren.

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Fazit:

Kriminalfälle im China des 7. Jahrhunderts sind selbst für Gewohnheits­leser his­torischer Krimis ein sicher außer­ge­wöhn­licher Lesestoff.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Ein Fall für Wrexford and Sloane – 5 – Mord in den Royal Botanic Gardens

Andrea Penrose
Ein Fall für Wrexford and Sloane – 5 – Mord in den Royal Botanic Gardens


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Übersetzung: Tobias Eckerlein

Naturmedizin

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Klappentext:

In den Schatten Londons finden sich dunkle Geheimnisse …

Die Ermittlungen im historischen England gehen düster und spannend weiter!

Der Vorteil, wenn man im Strudel von Kleideranproben und Hochzeits­vor­bereitungen ge­fangen ist: Charlotte Sloane hat kaum Zeit für irgend­welche Be­denken. Ihre Liebe zu Wrexford steht außer Frage, aber wird es ihr als Ehefrau – und als Gräfin – schwer fallen, ihre Un­ab­hängigkeit zu wahren? Ganz zu schweigen von ihrer ge­heimen Identität als be­rühmte Sati­rikerin A.J. Quill. Als bei einem Sym­posium in den Royal Botanic Gardens ein Bo­taniker zu­sam­menbricht, haben Sloane und Wrexford je­doch ganz andere Sorgen. Denn die Spuren von weißem Pulver in der Nähe des Mundes offen­baren die dunkle Wahrheit – der Bo­taniker wurde er­mordet. Sloane und Wrexford werden in die Er­mitt­lungen hinein­gezogen und er­fahren, dass das Opfer an einer be­deu­tenden medi­zinischen Ent­deckung be­teiligt war. Da neben Ruhm auch ein ge­wisses Ver­mögen auf dem Spiel steht, mangelt es nicht an Ver­dächtigen. Doch weder Charlotte noch ihr zu­künftiger Ehe­mann ahnen, wie nah die Gefahr ist – oder wie weit der Mörder bereit ist zu gehen …

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Rezension:

Eigentlich dreht sich für Charlotte Sloane und Lord Wrexford derzeit alles um die Hoch­zeits­vor­bereitungen. Für einen Besuch einer Bio­logen-Tagung in den Royal Botanic Gardens bleibt aber dennoch Zeit. Immerhin ge­hört der wis­sen­schaft­lich interes­sierte Wrexford der Royal Society an. Als dort ein Gast­redner tot zu­sam­men­bricht, wird ihr Interesse aber doch ge­weckt, zumal An­zeichen auf einen Gift­mord hin­deuten. Doch wer er­mordet einen Wis­sen­schaftler?

Im Band 5 ihrer historischen Cosy-Crime-Reihe lässt Andrea Penrose ihre beiden Prota­gonis­ten auf ihre Hochzeit zu­steuern. Dass auch dabei wider ein Mordfall da­zwi­schen kommt, war na­türlich ab­zu­sehen. Wie bereits in Band 4 („Die dunklen Gassen von Mayfair“) ist die Tat auch dies­mal wieder im wis­sen­schaftlich ge­prägten Milieu an­ge­siedelt, wobei es in diesem Fall ins Gebiet der Bio­logie geht. Dass so­wohl das Opfer als auch der sich recht schnell heraus­kristal­lisierende Haupt­ver­dächtige US-Ameri­kaner sind, ver­komp­liziert die An­ge­legenheit. Immerhin be­wegen wir uns im frühen 19. Jahr­hundert, als Groß­bri­tannien die Staaten der jungen USA noch als ab­trünnige Kolonien an­sieht. Aber was wäre das schon für eine Story, wenn es nicht über­ra­schende Wen­dungen gäbe? Bis der Täter über­führt werden kann, kommen auf das Prota­gonis­ten-Duo nicht ganz un­ge­fährliche Er­mitt­lungen zu. Na­türlich be­kommen auch die üb­lichen Neben­figuren wie bei­spiels­weise Lord Wrexfords Diener oder die beiden von Charlotte adop­tieren Stra­ßen­jungen wieder ihre ge­büh­renden Auf­tritte. Am Ende ist es der Autorin er­neut ge­lungen, einen Kri­minal­fall zu kon­stru­ieren, der alle Fans dieser Reihe zu­frieden­stellen dürfte.

Stilistisch belässt die Autorin erwartungsgemäß alles beim Gewohnten.

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Fazit:

Auch im mittlerweile 5. Fall kann diese Cosy-Crime-Reihe Fans historischer Kri­minal­fälle im alten London wieder über­zeugen.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nun unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Tipps für preisgünstigen Lesestoff

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Sherlock Holmes • Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs – 6 – Blutiger Schnee in Bloomsbury Hill

Marc Gruppe, Stephan Bosenius
Sherlock Holmes • Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs – 6 – Blutiger Schnee in Bloomsbury Hill

Von Hof zu Hof

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Klappentext:

Ein Überfall. Zwei Vermisste. Ein Fall für Sherlock Holmes.

Mrs. Hudson bittet den Meisterdetektiv um Hilfe: Ihre Cousine Mar­gery Mapleton ist ver­schwunden. Kurz zuvor wurde deren Arbeit­geber, ein an­ge­sehener Archäo­loge, über­fallen. Seit­dem fehlt von ihm und einer er­heb­lichen Geld­summe jede Spur – und der Ver­dacht fällt aus­ge­rechnet auf Miss Mapleton.

Holmes und Dr. Watson reisen nach Bloomsbury Hill, um den Fall zu unter­suchen. Hin­weise auf Ver­bin­dungen zur Camorra ver­dichten sich – doch dann wird in ihrem Hotel ein Gast be­stohlen, und alle bis­herigen Er­gebnisse weisen scheinbar in die falsche Richtung …

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Rezension:

Als Mrs. Hudsons Holmes informiert, dass ihre Cousine Margery verschwunden ist, zeigt der sich zu­nächst nur mäßig interessiert. Seine Er­in­nerungen an diese Frau sind nicht die besten. Erst als er er­fährt, dass Mar­gery Mapletons Ver­schwinden im Zu­sam­menhang mit dem eines be­kannten Archäo­logen steht, sieht er sich den Fall näher an.

Auch der 6. Fall der Print- und eBook-Ausgabe aus der Reihe „Die ge­heimen Fälle des Meis­ter­detektivs“ wurde zuvor in der gleich­namigen Hör­spiel-Reihe ver­öffent­licht. Dort er­schien er aller­dings er­heblich später, nämlich erst als Folge 68. Waren es bisher jedoch Fälle, die mich schon als Hör­buch über­zeugen konnten, handelt es sich in diesem Band um einen Fall, bei dem ich be­reits in meiner Re­zension des Hör­spiels fest­stellen musste, dass mir hier die ty­pischen Sherlock-Holmes-Vibes, die in vielen Fällen dieser Reihe Arthur Conan Doyles Original nahe kommen, etwas fehlen. An­sonsten ist der Fall durchaus Genre-typisch, scheint zu­nächst doch nichts zu­sam­men­zupassen. Dass Holmes den Fall schluss­endlich doch löst, dürfte kaum über­ra­schen. Alles in allem bietet auch dieser Band wieder eine solide Sherlock-Holmes-Unter­haltung, auch wenn er viel­leicht nicht ganz an andere Bände dieser Reihe heran­reicht.

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Fazit:

Auch der 6. Band der eBook-/Print-Ausgabe dieser Neo-Holmes-Reihe bietet Holmes und Watson wieder ein interes­santes Be­täti­gungsfeld.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Baker Street Bibliothek – 3 – Der blaue Pomander

Sophie Oliver
Baker Street Bibliothek – 3 – Der blaue Pomander

Die Spur der vermissten Kinder

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Klappentext:

London 1896: Eine berüchtigte Mörderin soll hingerichtet werden. Kurz vor ihrem Tod er­zählt sie den Gent­lemen vom Se­bastian Club von einem antiken Duft­behälter, dem le­gendäre Heil­kräfte nach­gesagt werden. Gibt es ihn wirklich? Oder ist der blaue Pomander nur das Hirn­gespinst einer Geis­tes­kranken? Um der Sache auf den Grund zu gehen, reisen die Er­mittler nach Salz­burg, ins Kai­ser­reich Öster­reich-Ungarn. Sie stellen rasch fest, dass sie auf der Suche nach der Kost­barkeit nicht allein sind, sondern von einem Kon­kur­renten ver­folgt werden, der auch vor Mord nicht zu­rück­schreckt. Als ihnen der ge­heim­nisvolle Un­be­kannte immer näher kommt, wird die Lage brenzlig.

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Rezension:

Der Sebastian Club ist einer der bekannten Londoner Gentlemen-Clubs. Seine Be­son­derheit be­steht darin, dass sich viele der Mit­glieder gerne de­tek­tivisch be­tätigen. Und darin, dass eines der Mit­glieder gar kein Gent­leman ist. Freddie West­brook ist eine junge Frau in Män­ner­kleidung. Nur wenige der Mit­glieder kennen dieses Ge­heimnis. Als eine über­führte Massen­mör­derin dem Vor­sitzenden ein Ge­heimnis an­bietet, wenn er sie vor der Hin­richtung be­wahrt, wird es unter den Ama­teur-De­tektiven hektisch. Na­türlich wollen sie das Ge­heimnis um den an­geblich alle Leiden hei­lenden blauen Po­mander lösen – aber ohne die Mörderin vor ihrer Strafe zu be­wahren.

Diese historische Detektiv-Geschichte erscheint in der Reihe „Baker Street Bib­liothek“, auch wenn er trotz dieses Reihen-Titels keine er­kenn­baren Zu­sam­men­hänge zum Sherlock-Holmes-Franchais auf­weist. Die Bände 1 bis 4 scheinen sich auf die Mit­glieder des Se­bastian Club zu kon­zen­trieren, während im ein­zigen Band dieser Reihe, den ich bisher kannte, Band 8 „In­spector Swanson und das Ge­heimnis der zwei Gräber“, eben jener In­spector Swanson im Mit­tel­punkt steht. Im vor­lie­genden Fall kon­zentriert sich die Autorin Sophie Oliver auf Fre­derique West­brook, die über­wiegend unter ihrem männ­lichen Alter Ego Freddie auf­tritt. Das Rätsel (oder besser gesagt: eine ganze Reihe an Rätseln) bietet Genre-ty­pische, gute Unter­haltung, wobei sich die Er­mitt­lungen vom üb­lichen Schema ab­heben. Auch das Am­biente am aus­ge­henden 19. Jahr­hundert wirkt stim­mig, sodass es sich durchaus lohnen könnte, auch anderen Bänden dieser Reihe einen Blick zu gönnen.

Die Autorin folgt erzählerisch wechselnden Charakteren. Dabei steht Freddie / Fre­derique je­doch über­wiegend im Fokus.

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Fazit:

Diese Geschichte bietet ein überraschend anderes viktorianisches Detektiv-Aben­teuer mit a-ty­pischem Ende.

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Die Geisterseher

Reinhard Klein-Arendt (Hrsg.)
Die Geisterseher

Rätsel im Dunkeln

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Klappentext:

Sorgfältig ausgesucht und übersetzt von Reinhard Klein-Arendt. Jeder Ge­schichte ist mit einer Ein­leitung von Rein­hard Klein-Arendt ver­sehen.

Geschichten aus der englischsprachigen Welt, die sich mit dem übersinnlichen Phä­nomen der Geister be­schäftigen.

Auftaktband der Reihe „Geisterseher“ als Zwielicht Sonderband mit Geschichten aus dem Zeit­raum 1895–1939.

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Rezension:

Thomas Burke: Johnson, blick dich nicht um!
Madeline Yale Wynne: Das kleine Zimmer
Henry Chapman Mercer: Das Schloss der Puppen
Ernest Favenc: Die Pest des Jahres 1905
Edward Frederic Benson: Die Schritte
Arabella Kenealy: Das heimgesuchte Kind
Ulric Daubeny: Der Elementar
Thomas Burke: Die Ahnentafeln des Hauses Li
Henry S. Whitehead: Die schwarze Bestie
James Edmond: Die schwindelerregende Geschichte vom hohen Berg und den drei Skeletten
Patrick Carleton: Die Residenz des Dr. Horder
Elinor Mordaunt: „Luz“
Herbert Russell Wakefield: Die erste Garbe
Wirt Gerrare: Die geheimnisvolle Maisie
Alice Perrin: Das Tiger-Amulett

Schritte verfolgen einen Mann, in einem ehrenwerten College in Cambridge gehen eigen­artige Sachen vor sich, ein Pfarrers­sohn wird mit mys­teriösen Praktiken der An­wohner kon­frontiert, bei einer Jagd in Britisch-Indien kommt es zu einem Zer­würfnis – diese und einige andere Be­geben­heiten lassen den Be­teiligten das Blut in den Adern ge­frieren.

Horror-Anthologien sind vielleicht nicht mehr so verbreitet, wie sie es vor einigen Jahren waren. Aus­ge­storben sind sie je­doch nicht. Auch die „Zwie­licht“-Reihe sorgt dafür, dass dieses Genre nicht in Ver­ges­senheit gerät. Die Bände dieser Reihe, die ich mir bisher an­ge­sehen habe (konkret die Aus­gaben 1 und 20), konnten mich von der The­men­auswahl aller­dings nicht gänzlich über­zeugen. Trotz­dem habe ich dieser Son­der­ausgabe, die sich klas­sischen Geis­ter­geschichten widmet, eine Chance ge­geben. Und das hat sich durch­aus ge­lohnt. Die Bei­träge sind alle am Ende des 19. und im frühen 20. Jahr­hundert ent­standen und werden hier in aktu­ellen deut­schen Über­setzungen prä­sentiert. Die Hand­lungs­orte kon­zen­trieren sich über­wiegend in Groß­britannien und dem da­maligen bri­tischen Welt­reich. Das The­men­spektrum reicht von Horror im engeren Sinn über Grusel bis zu Mystery. Viele der Stories bieten keine wirkliche Auf­lösung. Be­sonders her­vor­heben möchte ich Henry S. White­heads „Die schwarze Bestie“, eine Ge­schichte, die im Voodoo-Milieu der Karibik an­ge­siedelt ist, für mich ein­deutig der ge­lungenste Beitrag dieser lesens­werten Antho­logie.

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Fazit:

Wie bei Anthologien üblich, schwanken die Qualitäten der Beiträge, doch über­wiegen die ge­lungenen hier ein­deutig.

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