Die Hüter von Destia – 1 – Der Lastdrache

Ava Richardson
Die Hüter von Destia – 1 – Der Lastdrache

Die Visionen der Drachenpflegerin

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Klappentext:

Sie war nie dazu bestimmt, Magie zu wirken. Ihr Drache war nie dazu be­stimmt, zu kämpfen. Zu­sammen werden sie alles ver­ändern.

Der Krieg hat Destia heimgesucht und selbst die abgelegenen Farmgebiete erreicht, in denen Eva Thirsk für eine Familie schuftet, die sie nie wirklich ge­wollt hat. Als Armee-An­werber auf­tauchen, er­greift Eva die Chance, ihrem Leben dort zu ent­kommen und viel­leicht auch heraus­zu­finden, was mit ihren seit Langem ver­schollenen Eltern ge­schehen ist.

Eva wird den einfachen Versorgungstruppen zugeteilt und trifft dort auf Perrell, eine er­schöpfte Last­drachin. Sie wurde ge­züchtet, um Aus­rüstung und Vor­räte zu trans­portieren und nicht, um wie die le­gen­dären Kriegs­drachen in die Schlacht zu ziehen. Doch als eine Nach­schub­mission ka­tas­trophal schief­geht, bricht Eva ver­sehentlich ein ur­altes Siegel und be­freit damit den Venis­trare-War­lock – ein Wesen der Zer­störung, das lange Zeit ge­fangen ge­halten wurde.

Im darauffolgenden Chaos erwacht etwas zwischen dem Mädchen und der Drachin – seltsame Visio­nen, Kraft­schübe und eine Ver­bindung, zu der kein Last­drache fähig sein sollte. Um Destia zu retten, müssen sie über das hinaus­wachsen, was die Welt in ihnen sieht: ein Nie­mand und ein Last­tier. Denn selbst der niederste Drache kann das Ge­wicht des Schicksals tragen … und selbst der kleinste Funke kann einen Krieg ent­fachen.

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Rezension:

Eva Thirsk wuchs bei einer Bauernfamilie auf, seit sie ihre wahren Eltern im Alter von 5 Jahren aus­ge­setzt hatten. Jetzt ist sie 16 und fühlt sich nach dem Tod ihres Pflege­vaters bei ihren Ge­schwis­tern un­ge­liebt. Als Werber auf­tauchen, be­schließt sie, zur Armee zu gehen. Hier wird sie Dra­chen­pflegerin und schließlich einem Last­drachen zu­ge­teilt. Als Magie in Eva er­wacht, be­kommen beide eine Chance.

Ava Richardson und Drachen-Trilogien – das gehört einfach zusammen. Dass die Drachen­reiter an­fangs Teenager sind, ist für ihre Ge­schichten ty­pisch. Aller­dings haben sich die je­weiligen Prota­gonis­ten in den Büchern, an die ich mich er­innern kann, ge­wöhnlich schnell mit Kampf­drachen ver­bunden und ge­hörten damit zur Elite. Das ‚Fuß­volk‘ wurde dort nie weiter the­matisiert. Die Prota­gonis­tin dieser Story steht genau wie der titel­gebende Last­drache zu­nächst jedoch am unteren Ende der Hack­ordnung. Da­durch wirkt das Setting auch mili­tärischer als bei den Ge­schichten, in denen die Elite im Fokus steht. So dauert es auch etwas, bevor die Hand­lung wirklich interes­sant wird. Dann er­reicht sie aber recht schnell das von der Autorin ge­wohnte Niveau. Am Ende deutet sich dann an – so viel kann ich wohl vor­weg­nehmen –, dass sich das Ge­schehen in den beiden weiteren Bänden dieser Tri­logie eher an das Ge­wohnte an­nähern dürfte. Auch ein sich ent­wickelnder Ro­mantasy-Part ist schon im Ent­stehen. Wie nicht selten im Fan­tasy-Genre spielt auch ein Rätsel um die eigenen Hinter­gründe der Prota­gonis­tin eine Rolle. Re­lativ ge­heim­nisvolle An­deu­tungen lassen da schon eine Ver­mutung zu. Auch diese Tri­logie ver­spricht also wieder, interes­sant zu werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ava-Richardson-Drachen-Trilogien ruht der er­zäh­lerische Fokus hier ganz auf der Prota­gonis­tin.

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Fazit:

In der neuen Drachen-Trilogie Ava Richardsons stehen zunächst nicht die Drachen­reiter, sondern deren Boden­truppen im Fokus.

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