Juli Gold – Wächterin der Zeit

Christine Weißenborn
Juli Gold – Wächterin der Zeit

Die über die Zeit wachen

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Klappentext:

Juli Gold lebt in New York und fühlt sich fehl am Platz. Niemand um sie herum hat mehr Zeit. Alle starren ständig auf Bild­schirme. Nur in der ver­wun­schenen Gärtnerei ihrer Groß­mutter findet Juli, was sie ver­misst – ein ein­faches Leben in der Natur. An ihrem 13. Ge­burts­tag be­kommt sie ein ma­gisches Zelt ge­schenkt. Darin fällt Juli ge­meinsam mit dem Bäcker­lehrling Janko aus ihrer Zeit und mitten hinein in eine idyl­lische Welt voller wilder Wälder und span­nender Aben­teuer. Doch schon bald müssen die beiden er­kennen, dass der zau­berhafte Schein trügt. Ein über­mäch­tiger Gegner droht, die Zeit aller Welten zu ver­schlingen! Wird es Juli und Janko ge­lingen, die Zeit zu­sammen mit ihren Ver­bündeten zu retten?

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Rezension:

Juli ist recht einsam. Freunde hat sie nicht, ihre Mutter verschwand letztes Jahr spur­los, und ihr Vater hat kaum Zeit für sie. Selbst an ihrem 13. Ge­burts­tag ist sie alleine. Doch dann schenkt ihr ihre Oma ein Zelt. Als Juli es hin­term Haus mit Janko, den sie kaum kennt, aus­probiert, trans­portiert es beide in eine andere Welt. Ob­wohl die zu­nächst als märchenhaft schön er­scheint und speziell Janko gar nicht zu­rückwill, lernt Juli bald auch ihre Schatten­seiten kennen.

Wie es im Rahmen des Jugend-Urban-Fantasy-Genres recht üblich ist, lässt auch Christine Wei­ßen­born ihre junge Prota­gonis­tin für diese un­er­wartet in ma­gische Er­eignisse ge­raten. Hier ist es aller­dings keine spezielle Schule, die 13-jährige Juli Gold zu­künftig be­suchen soll. Statt­dessen schickt die Autorin sie auf eine Wel­ten­reise. Statt eines für der­artige Reisen ty­pischen Portals ist es hier ein ma­gisches Artefakt, genau ge­sagt ein Zelt, dass dem Wel­ten­wechsel dient. Mit dem zu­fälligen Reise­gefährten Janko kommt auch eine sich an­bah­nende Ver­liebt­heit ins Spiel, wie es in Ge­schichten um Prota­gonis­tinnen dieses Alters ty­pisch ist. Diese bleibt aller­dings sehr dezent und stört nicht. Dass auch Julis Fa­milien­geschichte eine Rolle spielt, ist kaum über­ra­schend. Im Ge­gen­satz zum im Genre Ge­wohnten scheint es sich hier um ein Einzel­werk zu handeln. Zu­mindest sind keinerlei Hin­weise auf eine ge­plante Fort­setzung zu finden. Das soll aller­dings kein Kritik­punkt sein, denn die Story funktio­niert als ju­gend­liches Fan­tasy-Aben­teuer.

Die Autorin folgt stets ihrer Protagonistin. Leider bringen einen an diversen Stellen un­nötige Gender-Auf­zählungen aus dem Lese­fluss. Das Ge­schlecht der Touristen auf einer Fähre ist für die Hand­lung bei­spiels­weise völlig be­langlos, und dass es auf einem be­suchten Markt auch weibliche Kunden gibt, wird wenige Sätze später ohne­hin klar.

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Fazit:

Diese Urban-Fantasy-Weltenreise führt ein Mädchen und einen Jungen in eine Welt, die nicht so ideal ist, wie es zu­nächst scheint.

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