Helisee – 3 – Das Lied des Mondvogels

Andreas Sommer
Helisee – 3 – Das Lied des Mondvogels

Das Wiesel des Prinzen

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Klappentext:

Die Handlung knüpft direkt an die Ereignisse von „Der Fluch des Druden­berges“ (Helisee, Band II) an. Ernestus begibt sich mit seinem Vater Durestân, dem Sil­bernen Ritter der Feen­königin, an den kö­niglichen Hoftag nach Saladûris. Dort wird er auf­grund von auf­sehen­erregenden Wun­dertaten, die seiner Ver­bindung mit den Feen von Nuithônia zu­ge­schrieben werden, in das per­sönliche Gefolge der Königin Bertha be­rufen. Als sich das ver­sammelte Heer des Kö­nig­reiches in Marsch setzt, um gegen die Mauren ins Feld zu ziehen, ist der Platz des jungen Faïons an der Seite seiner neuen Dienst­herrin. Am Berg Nemêtum droht eine furcht­bare Schlacht gegen die Ein­dring­linge aus dem Süden, welche nicht nur mit her­kömm­lichen Mitteln aus­ge­tragen wird. Ernestus ist dem Lied des ge­heim­nisvollen Mond­vogels auf der Spur und ver­sucht mit allen Mitteln, eine Katas­trophe zu ver­hindern… Anathêna reist der­weil durch Nuithônia und sucht überall nach den Spuren ihres ver­schol­lenen Liebsten. Am Druden­berg zeichnet sich die Wieder­kehr einer macht­vollen Herr­scherin aus my­thischer Zeit immer deut­licher ab. Ver­wirrende Nebel voller heu­lender schwarzer Hunde kriechen durch die Wälder und ein un­säglich harter Winter kündigt sich an. Da wird Anathêna von ihrer Mutter vor eine ver­häng­nisvolle Ent­scheidung gestellt. Zahl­reiche Motive aus der Schweizer Sagen­welt und aus der kel­tisch-ger­manischen Über­lieferung ver­spinnen sich zu einer mär­chen­haften Er­zählung um einen ur­alten Bund zwischen Menschen und Feen. Ein far­ben­prächtiger Reigen innerer Mythen­bilder und sagen­hafter Ge­stalten. Fan­tasy mit tiefen Wurzeln in realer His­torie, Mytho­logie und Land­schaft.

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Rezension:

Ernestus wurden magisch alle Erinnerungen an Anathêna genommen. Zu­nächst scheint sein Leben jetzt aber in nor­malere Bahnen zu kommen. Zu­sammen mit seinem Vater be­sucht er einen Hoftag des Königs. Hier stoßen die neue Religion und das Wissen um die alten Mächte aber un­ver­einbar auf­ein­ander. Der König und zahl­reiche seiner ein­fluss­reichen An­hänger wollen nichts von den Mächten Nui­thônias wissen. Ernestus wird je­doch ins Gefolge der Königin auf­ge­nommen, die diesem Thema an­scheinend offener gegen­über­steht.

Erneut lässt Andreas Sommer den mittlerweile 3. Band seiner historischen Fan­tasy-Reihe wieder bei­nahe lückenlos an seinen Vor­gänger („Der Fluch des Dru­den­berges“) an­schließen. Vom Um­fang her über­trifft er diesen sogar noch. Ver­fügte Band 2 schon über 852 Seiten, bringt es dieser 3. Band sogar auf 928. Und die sind mit reichlich Hand­lung ge­füllt, in deren Fokus diesmal über­wiegend Ernestus steht. Die di­versen Hand­lungs­fäden um andere Cha­raktere nehmen diesmal deutlich we­niger Raum als in den vor­herigen Bänden ein. Einige Teil­hand­lungen laufen jetzt auch zu­sammen und geben dem Leser ein kom­plexeres Bild dieser Welt und ihrer Zu­sam­menhänge. Den Hin­ter­grund bildet na­türlich wei­terhin die viel­fältige Sa­gen­welt der Schweiz und an­gren­zender Gebiete, wo die Ge­schichte geo­grafisch zu ver­orten ist. Genau wie im vor­her­gehenden Band dürften wir in der Handlung immer noch im Jahr 936 sein. Wie im Nach­wort zu er­fahren ist, ent­sprechen einige der Cha­raktere realen Vor­bildern dieser Zeit. Ein um­fang­reicher Anhang hilft dabei, sich in der Viel­zahl an Cha­rakteren und Hand­lungs­orten nicht zu ver­irren.

Stilistisch sind keine Veränderungen festzustellen. Um die Handlung zu ver­stehen, sollte man ohnehin un­be­dingt mit Band 1 be­ginnen. Dann dürfte die äußerst kom­plexe Hand­lung jeden Genre-Fan über­zeugen.

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Fazit:

Diese komplexe Fantasy-Geschichte aus dem Raum der heutigen Schweiz führt ihre Leser ins 10. Jahr­hundert.

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