Namor – Das Siegel von Lynos

Mark W. Forster
Namor – Das Siegel von Lynos

Der Wille des Erbauers

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Klappentext:

Eigentlich leben im Land Namor Elfen, Zwerge und Menschen friedlich vor sich hin. Selbst das Böse hat es sich hinter einer ma­gischen Barriere ge­mütlich ge­macht. Fast 50 Jahre sind seit dem letzten großen Krieg ver­gangen und ginge es nach den Ein­wohnern, könnte gerne alles so bleiben.

Leider haben alle ihre Rechnung ohne den Erbauer gemacht. Und der Erbauer … bin ich! Es tut mir wirklich leid, ich wollte doch nur ein Buch schreiben!

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Rezension:

Die Akademie der Zauberer schickt ihre 2 ihrer Dekane zusammen mit einem Neffen des Königs auf eine heikle Mission. Unter­wegs schließen sich ihnen Elfen und Zwerge an. In­wie­weit der ‚Er­bauer‘ ihr Leben be­ein­flusst, sind sie sich un­eins. Die Mission stößt auf unter­schied­lichste Hin­der­nisse, und irgendwie scheint sich ihre eigene Ge­schichte zu immer wieder zu ver­ändern.

Dass Mark W. Forsters Fantasy-Werk irgendwie anders ist, deutet natürlich schon der Klap­pentext an. Gleich beim Prolog fragt man sich als Leser, ob dieser nicht eher ein Vor­wort ist. Was da­nach folgt, scheint jedoch zu­nächst eine ty­pische Fan­tasy-Story mit einer Quest, auf die sich die Prota­gonis­ten be­geben, zu sein. Die wie­derholt auf­kom­mende Frage, wie der Er­bauer das Leben be­ein­flusst, lässt dabei an eine religiöse Schöpfer­figur denken. Was jetzt folgt, wäre ein Spoiler, wenn es nicht schon im Klap­pen­text an­ge­deutet würde: Der Er­bauer ist der Autor, der wegen unter­schied­licher Ein­flüsse, die auch immer wieder in Ab­schnitten aus der Sicht des Autors er­zählt werden, auch schon er­zählte Ge­schehnisse nach­träglich ab­ändert. Das führt zu Über­ra­schungen für die Prota­gonis­ten, wenn sie er­kennen, dass ihre Erin­nerungen nicht mehr stimmen. Trotzdem kommt eine funktio­nierende Fan­tasy-Hand­lung zu­stande, bei der man am Ende jedoch nicht mehr genau weiß, was davon ei­gentlich wirklich noch passiert und was aus der Ge­schichte ge­strichen ist,

Diese Erzählweise stellt ein interessantes Experiment dar. Was man davon hält, muss wohl jeder für sich ent­scheiden, wobei ich mir bei­spiels­weise selbst in der ab­schlie­ßenden Be­ur­teilung noch nicht wirklich sicher bin. Das Fan­tasy-Aben­teuer an sich erfüllt jeden­falls die Er­war­tungen von Genre-Fans.

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Fazit:

Diese experimentelle Fantasy überrascht mit ihrer grundsätzlichen Idee, wirft damit aber auch Fragen auf.

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