Veyron Swift Shorts – 1 – Veyron Swift und die drei Dolche

Tobias Fischer
Veyron Swift Shorts – 1 – Veyron Swift und die drei Dolche

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Rache auf kleinen Füßen

Klappentext:
Veyron Swift wird von der Polizei zur Hilfe gerufen, nachdem ein mysteriöser Mord geschehen ist. Als Täter kommen eine misshandelte Ehefrau, ein eifersüchtiger Bediensteter oder eine Schar Kleinkinder in Frage. Zurückgelassen haben die Mörder einen gelochten Dolch – einen von dreien, die überall im Land gefunden wurden. Für Veyron steht fest: Mächte aus einer anderen Welt stecken hinter diesem Verbrechen. Er braucht all seine Tricks, um die wirklichen Mörder zu überführen und die Hintergründe der Tat aufzudecken…

Rezension:
Mitten in der Nacht wird Veyron Swift von einem Fremden in Begleitung seiner Frau und eines Chauffeurs aufgesucht. Dieser Mr Pureberry behauptet, von Kobolden belästigt zu werden. Veyron lehnt jedoch ab, den Fall zu übernehmen. Er ist sich sicher, dass der Mann ihm etwas verschweigt. Doch wenige Tage später taucht Detective-Constable Willkins auf. Eben jener Mr Pureberry ist unter mysteriösen Umständen ermordet worden. Verdächtig sind seine Frau, der Chauffeur – oder eine Gruppe unbekannter kleiner Kinder. Sollten da wirklich Kobolde ihre Hände im Spiel haben?
Nach „Veyron Swift und das Juwel des Feuers“ und mehreren Folgeromanen startet der Autor Tobi(as) Fischer jetzt eine Reihe von Kurzgeschichten um den ‚Sherlock Holmes fürs Übernatürliche‘ Veyron Swift und seinen Patensohn Tom, aus dessen Perspektive die kriminalistischen Urban-Fantasy-Geschichten erzählt werden. Auch hier werden Elemente der klassischen Detektivgeschichte mit solchen der Urban Fantasy verwoben, was ein überraschend stimmiges Gesamtbild ergibt. Durch die sich auf Tom konzentrierende Erzählperspektive fließen aber auch in gewissem Maße Jugendbuchelemente ein, auch wenn Tom selbst ein eher stiller Beobachter bleibt und so gewissermaßen die Rolle eines Dr Watson einnimmt.
Obwohl es – zumindest für Kenner des Helden Veyron Swift – natürlich von Anfang an klar ist, dass der Täter nicht in den Reihen der Menschen zu finden ist, überrascht es den Leser doch, was sich wirklich hinter dem mysteriösen Geschehen verbirgt. Selbst die Rollenverteilung zwischen Täter und Opfer ist erheblich komplizierter, als es zunächst scheint. Freunde derartiger Genre-Mixe werden von dieser – teilweise etwas dialoglastigen – kurzen Geschichte bestimmt nicht enttäuscht werden.

Fazit:
Eine Urban-Fantasy-Detektivgeschichte in modernen London – da werden Fans unterschiedlicher Vorlieben vereint.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Meisterdetektive – 8 – Sherlock Holmes und das Geheimnis der Mrs Hudson

J. J. Preyer
Meisterdetektive – 8 – Sherlock Holmes und das Geheimnis der Mrs Hudson

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Das Gasthaus an der Themse

Klappentext:
Etwas stimmt nicht mit Mrs Hudson, der Hauswirtin von Sherlock Holmes und Dr. Watson. Sie verbrennt den Frühstücksspeck, versalzt das Essen und – ja, so peinlich es ist, es zu erwähnen – sie trinkt heimlich. Holmes muss das Geheimnis um Mrs Hudson lösen, das mit einem Giftmord, einem pornographischen Buch und einem mysteriösen Gasthaus an der Themse zu tun hat, unterstützt von seinem treuen Freund Watson.

Rezension:
Seit Dr. Watson verheiratet ist und eine eigene Praxis betreibt, besucht er seinen alten Freund nur noch selten. Bei einem dieser Besuche fällt ihm allerdings sofort ins Auge (und die Nase), dass die Hauswirtin Mrs Hudson anscheinend nachlässig geworden ist. Holmes kann das nur bestätigen. Er denkt sogar darüber nach, sich eine neue Wohnung zu suchen. Schließlich kann sich die Frau aber dazu durchringen, die beiden Männer in ihre Probleme einzuweihen. Ihre Schwester ist kürzlich gestorben. Dabei erwies sich jedoch, dass deren Lebenswandel nicht ganz ‚gesellschaftsfähig‘ war. Das zeigt sich auch an Mrs Hudsons Erbe – das allerdings nicht gerade klein ausfällt. Holmes vermutet sofort, dass der Tod kein natürlicher war, und nimmt die Spur auf.
J. J. Preyers Buch aus der „Meisterdetektive“-Reihe des Fabylon Verlags reiht sich zweifellos – das macht schon der Titel deutlich – in die zahlreichen Neo-Holmes der vergangenen Jahre ein. Dass hier die stets präsente, gewöhnlich aber nur ein Statisten-Dasein führende Hauswirtin in den Fokus gerät, ist genauso zweifellos ein Alleinstellungsmerkmal dieses Romans. Untypisch ist auch, dass Dr. Watson hier nicht als Erzähler auftritt. Stattdessen überlässt der Autor diese Rolle einem auktorialen Erzähler. Ganz dem Schema vieler moderner Sherlock-Holmes-Autoren folgend ist es allerdings, dass der Doktor deutlich selbstbewusster auftritt und Holmes auch sehr viel kritischer hinterfragt, als dies in Arthur Conan Doyles Originalen der Fall ist. Trotzdem wirken beide Protagonisten authentisch, wobei die atypische Erzählperspektive allerdings einen Teil des gewohnten Sherlock-Holmes-Feelings vermissen lässt.
Die Geschichte stellt einen gut durchdachten Kriminalfall dar, in dem allerdings das damals als moralisch verwerflich Geltende für das puristische viktorianische Zeitalter von den meisten Beteiligten fast zu leicht akzeptiert wird. Auch wenn dem Leser relativ früh ein Verdacht kommt, sind die Hintergründe und Zusammenhänge doch nicht vorherzusehen. Holmes-Freunde, die sich an der ungewohnten Erzählperspektive nicht stören, dürften durchaus Gefallen an diesem Buch finden.

Fazit:
Ein Neo-Holmes unter vielen, der allerdings durch den gut durchdachten Kriminalfall aus der Masse hervorsticht.

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Ein Fall für Wells & Wong – 6 – Tödliches Spiel in Hongkong

Robin Stevens
Ein Fall für Wells & Wong – 6 – Tödliches Spiel in Hongkong

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Das Rätsel der Jadenadel

Klappentext:
Als Hazels geliebter Großvater stirbt und sie nach Hause reisen muss, begleitet Daisy sie gern ins ferne Hongkong. Doch als sie bei Hazels Familie eintreffen, entdecken sie zu ihrer Überraschung ein neues Familienmitglied: Baby Teddy. Als wäre das noch nicht genug der Aufregung, ereignen sich gleich zwei Tragödien in der Wong-Familie: Ein Mord und eine Entführung halten alle in Atem und niemand ist vor Verdächtigungen sicher … nicht einmal Hazel.
Die Mädchen müssen besser denn je zusammenarbeiten, sich geheimnisvollen Verdächtigen und fadenscheinigen Detektiven stellen, um den Fall aufzuklären – bevor es zu spät ist …

Rezension:
Kaum sind die Weihnachtsferien mit den Mordfällen in Cambridge zu Ende, erhält Hazel einen Anruf ihres Vaters aus Hongkong. Ihr Opa ist gestorben, und auch wenn sie es natürlich nicht bis zur Beerdigung schaffen kann, soll sie die Trauerzeit bei ihrer Familie verbringen, um den Opa traditionell zu ehren. Als Hazel darauf besteht, Daisy mitzubringen, stimmt ihr Vater nach kurzem Zögern zu. Daisy ist natürlich begeistert. Zusätzlich zur Trauer um ihren geliebten Opa warten auf Hazel jedoch weitere unangenehme Überraschungen. Sie hat einen Halbbruder bekommen, der als Erbe der neue Liebling ihres Vaters ist. Seine Töchter sind diesem anscheinend nicht mehr ganz so wichtig. Kurz darauf wird auch noch Hazels ehemalige persönliche Dienerin ermordet. Und durch die Umstände könnte Hazel sogar auf die Liste der Verdächtigen geraten …
Nach dem Intermezzo des Fan-Bandes „Mordfälle und Sahnetörtchen“ schließt Robin Stevens in diesem 6. regulären Band ihrer „Ein Fall für Wells & Wong“-Reihe beinahe direkt an die Ereignisse in Band 5 „Mord unterm Mistelzweig“ an. Mit der Verlagerung der Handlung nach Hongkong ändert sich für die beiden jungen Hobbydetektivinnen manches. War in England Daisy stets die unbestrittene Anführerin des Duos, muss sie die Kontrolle hier zunehmend an Hazel abtreten, die die hiesige Kultur im Gegensatz zu ihr kennt und versteht. Der Autorin gelingt es, Daisys innere Zerrissenheit zwischen ihrem Willen, stets die Kontrolle zu behalten, und ihrer Erkenntnis, in vielen Situationen ohne Hazels Kenntnisse hilflos zu sein, glaubhaft darzustellen. Das zeigt sich schon, wenn sich die Dienerschaft der Wongs mit Hazel natürlich auf Kantonesische unterhält – und Daisy kein Wort versteht. Auch muss die auf ihre Herkunft bedachte ‚ehrenhafte Daisy Wells‘ erkennen, dass die Verhältnisse ihrer Familie im Vergleich zu den Wongs schon fast als ärmlich erscheinen. Hier hat jedes Familienmitglied seine eigene private Dienerin und seinen eigenen Chauffeur – auch Hazel. Genau hier tritt übrigens auch ein kleiner Logikfehler zutage, der für die eigentliche Handlung allerdings unbedeutend ist. Dass Hazels Chauffeur, Wo On, diese und Daysi fährt, ist natürlich logisch. Aber wieso fährt Wo On auch, wenn Hazel mit ihren Eltern unterwegs ist? Da wäre der Chauffeur ihres Vaters doch logischer.
Der Autorin gelingt es auch in diesem Band wieder, eine überzeugende Detektivgeschichte klassischer Machart ganz im Stil der Miss-Marple-Romane, nur mit erheblich jüngeren Protagonistinnen, abzuliefern.
Was allerdings auch hier wieder ins Auge fällt, sind die erheblich unterschiedlichen Altersempfehlungen des deutschen Verlags (Knesebeck) und des Verlags des englischen Originals (Puffin). Der deutschen Empfehlung für Leser von 12 bis 15 kann ich zustimmen und ergänzen, dass sich dieses wie auch die anderen Bücher der Reihe auch sehr gut für erwachsene Fans solcher Detektivgeschichten eignet. Die englische Altersempfehlung für Leser zwischen 9 und 11 Jahren kann ich dagegen nicht annähernd nachvollziehen. Für so junge Leser dürfte diese Reihe definitiv ungeeignet sein.

Fazit:
Auch Hazels und Daisys 6. Abenteuer kann Leser jeden Alters wieder rundum überzeugen.

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Running Girl

Simon Mason
Running Girl

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Übersetzung: Karsten Singelmann

Eine Frage der Schuhe

Klappentext:
Geh chillen, Sherlock – hier kommt Garvie Smith
Garvie Smith ist 16, sieht hammer aus, hat ein fotografisches Gedächtnis und den höchsten IQ, den es je an der Schule gegeben hat – plus die miesesten Noten. Wozu auch der Stress? Das Leben nervt total. Nie passiert irgendwas Spannendes … Bis eines Tages die Leiche von Garvies Ex-Freundin Chloe aus dem Teich gefischt wird. Und der junge Kommissar Singh sich bei seinen Ermittlungen einfach zu dämlich anstellt. Jetzt muss Garvie wohl oder übel eingreifen. Langeweile? Endlich mal keine. Schule? Muss halt warten.

Rezension:
Garvie hat Null Bock auf Nichts. Obwohl er hochintelligent ist und nur aus Langeweile über komplexe Zahlen nachsinnt, ödet ihn die Schule nur an. Lieber hängt er mit seinen Freunden rum, raucht Joints und konsumiert Alkohol. Als jedoch seine Klassenkameradin Chloe erst vermisst und schließlich ermordet aufgefunden wird, erwacht sein Interesse. Er will den Mörder entlarven und dem zuständigen Kommissar beweisen, dass er besser als die Polizei ist.
Simon Masons jugendlichen Kriminalroman zu beurteilen, fällt nicht leicht. Einerseits ist da der Mordfall, der sich im Laufe des Buches interessant entwickelt und zum Ende hin wirklich spannend wird. Andererseits schlägt ein Protagonist zu Buche, der am Anfang nicht gerade sympathisch erscheint und auch im Verlauf der Handlung nicht allzu viele Sympathiepunkte dazugewinnt. Eine Identifikationsfigur ist Garvie sicher nicht. Zumindest für niemanden, der solche Bücher liest.
Auch der Stil des Autors ist teilweise äußerst gewöhnungsbedürftig. Ganze Kapitel werden dem Leser in Form eines Verhörprotokolls präsentiert, beispielsweise wenn der 16-jährige Protagonist einen Klassenkameraden befragt. Das liest sich dann so (Zitat vom Anfang des 18. Kapitels):
Ort: Elendsquartier; Zimmer im Obergeschoss; Einrichtung heruntergekommen; Geruch nach Kreide und Urin.
Erscheinung des Befragenden: lässig; gewinnend; schwarze, zerknitterte Schuluniform der Marsh Academy.
Erscheinung des Befragten: angespannt, schweißglänzendes Gesicht; bekleidet mit weißer Weste und Sporthose.
DI Garvie Smith: Also. Du hast sie belästigt.
Alex Robinson: Fick dich!
DI Garvie Smith: Hast sie angerufen, sie mit Nachrichten zugeballert, bist ihr gefolgt.
Alex Robinson: Das weißt du doch. (Raucht, reicht ihm Joint hinüber) Jeder weiß das. Also was soll’s?
DI Garvie Smith: Was ist passiert?
Alex Robinson: Nichts ist passiert. …
(„Befragender“ ist Garvie selbst, „Befragter“ sein Kumpel Alex, der von zuhause abgehauen ist.) Unter einem Roman stelle ich mir eigentlich etwas anderes vor.
Leider gibt es auch ein paar Logikschwächen. So fällt dem Protagonisten beispielsweise beim Foto des Mordopfers sofort auf, dass die Sportschuhe farblich nicht zum Jogginganzug passen und das extrem auf Mode bedachte und etwas eingebildete Mädchen nie so auf die Straße gegangen wäre. (VORSICHT, es folgt ein geringfügiger Spoiler!) Es stellt sich heraus, dass dem Opfer am Tag zuvor die Sportschuhe gestohlen worden waren und der Täter schnell neue kaufte, um es wie einen Mord während des Joggings aussehen zu lassen. Ein so auf sein Aussehen bedachtes und nicht in Armut lebendes Mädchen, das täglich joggte, soll kein 2. Paar Sportschuhe besessen haben?
Der (abgesehen von den Protokoll-Kapiteln) angenehm lesbare Schreibstil des Autors sowie der spannende Fall mit diversen falschen Fährten können leider nicht über die Mängel hinwegtrösten, sodass insgesamt gesehen nur eine mittelmäßige Gesamtbeurteilung dieses Buches herauskommen kann.

Fazit:
Der an sich interessante Mordfall wird leider von einem unsympathischen Helden und stilistischen Schwächen getrübt.

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Penny Küfer ermittelt – 3 – 20.000 Morde unter dem Meer

Alex Wagner
Penny Küfer ermittelt – 3 – 20.000 Morde unter dem Meer

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Eine Frage der Dosis

Klappentext:
Axel Sandorf, Wirtschaftsmagnat und Visionär, hat erreicht, wovon andere nur zu träumen wagten: An Bord der größten privaten Unterseeyacht, die die Welt je gesehen hat, durchkreuzt er die Ozeane. Penny kann ihr Glück nicht fassen, als ausgerechnet sie eine Einladung des menschenscheuen Milliardärs ergattert. Eine Vergnügungskreuzfahrt unter dem Meer soll es werden – doch wo Penny ist, da lässt der erste Mordanschlag nicht lange auf sich warten. Anstelle exotischer Fische jagt die ambitionierte Jungdetektivin bald einen Giftmischer, der ihr in jeder Hinsicht überlegen scheint …

Rezension:
Kaum hat sie ihre Detektivprüfung bestanden, erhält Penny überraschend eine Einladung auf das private U-Boot des berühmten Milliardärs Sandorf. Wieso gerade sie? Ihre bisherigen detektivischen Erfolge sind in der Öffentlichkeit schließlich unbekannt geblieben. Doch dieses Rätsel lässt sich schnell lösen. Dass auf dem Schiff gleich reihenweise Giftanschläge geschehen, stellt schon ein erheblich größeres Problem dar. Wird es Penny diesmal vielleicht sogar gelingen, einen Mord zu verhindern?
Auch im mittlerweile 3. Abenteuer ihrer angehenden Privatdetektivinnen Penny Küfer schickt Alex Wagner ihre Protagonistin in der Tradition klassischer Detektivgeschichten wieder an einen abgeschiedenen Ort, an dem die Anzahl Verdächtiger stark eingeschränkt ist. Diesmal dient die luxuriöse Unterseeyacht eines Superreichen als Handlungs- und Tatort. Dass ihr Gastgeber eigentlich in ganz anderer Hinsicht an Penny interessiert ist, macht dieser das Leben nicht leichter. Ein Tatort in internationalen Gewässern erschwert es zusätzlich, Hilfe von außen zu bekommen.
Sowohl die Autorin als auch ihre Protagonistin gewinnen zunehmend Routine. Trotzdem wirkt dieser Fall auf mich nicht ganz so überzeugend wie der im 2. Band dieser Reihe. Manches erscheint hier etwas verwirrend, da (auch im Nachhinein) nur teilweise erkennbar wird, wie die Heldin des Buches zu ihren Schlussfolgerungen gelangt. Trotzdem dürfte sich jeder Anhänger klassischer Detektivgeschichten auch mit diesem Abenteuer der unerfahrenen Detektivin wieder gut unterhalten fühlen.

Fazit:
Penny Küfers 3. Fall führt den Krimi-Fan wieder in die Welt der Superreichen und ihrer Probleme.

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Ein Enola-Holmes-Krimi – 1 – Der Fall des verschwundenen Lords

Nancy Springer
Ein Enola-Holmes-Krimi – 1 – Der Fall des verschwundenen Lords

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Die junge Witwe

Klappentext:
Anders als ihre berühmten älteren Brüder Sherlock und Mycroft führt Enola Holmes ein freies aber abgeschiedenes Leben auf dem Land – bis eines Tages ihre Mutter verschwindet und ihr neben versteckten Banknoten auch einige verschlüsselte Hinweise hinterlässt. Heimlich macht sich Enola auf den Weg ins düstere viktorianische London, um ihre Mutter zu suchen. Doch dort wird sie in die Entführung eines jungen Lords verwickelt und muss in zwielichtigen Gegenden vor mörderischen Gaunern fliehen – immer auf der Hut vor ihren scharfsinnigen Brüdern, die sie zur Erziehung in ein Internat stecken wollen. Wird sie es zwischen all dem Chaos schaffen, die Hinweise zu entschlüsseln und gleichzeitig dem Internat zu entkommen? Der erste Band einer rasant spannenden Buch-Serie über die sympathische kleine Schwester von Meisterdetektiv Sherlock Holmes.

Rezension:
Sherlock Holmes hat einen Bruder, Mycroft. Das ist allgemein bekannt, denn John Watson erwähnte es wiederholt. Dass er auch eine deutlich jüngere Schwester hat, ist dagegen kaum bekannt. Da diese und die gemeinsame Mutter als Schande der Familie gelten, ist die Nichterwähnung nicht allzu verwunderlich. Als die Mutter jedoch plötzlich verschwindet, entschließt sich die 14-jährige Enola, ihren erwachsenen Brüdern zu telegrafieren. Worauf hin beide eiligst auf dem Landsitz der Familie Holmes erscheinen. Beide sind entsetzt. Nicht nur, dass ihre Mutter, die sich skandalöser Weise für das Frauenwahlrecht einsetzt, ihre Söhne jahrelang über den Zustand des Familiensitzes im unklaren ließ, hat sie auch die Erziehung der kleinen Schwester sehr vernachlässigt. Diese verhält sich keinesfalls wie eine junge Dame aus angesehenem Haus und hat nicht mal eine Gouvernante. Das Mädchen besitzt sogar kein einziges Korsett, läuft stattdessen gelegentlich sogar in Hosen herum und benutzt ein Fahrrad! Das muss sich dringend ändern und ist sogar erheblich dringender, als die Mutter aufzufinden. Bevor sie sich jedoch in unbequeme Kleidung stecken und auf ein Internat schicken lässt, ergreift Enola die Flucht. Da sie die Methoden ihres großen Bruders kennt, gelingt es ihr erfolgreich, keine verfolgbaren Spuren zu hinterlassen. Als sie unterwegs von einem entführten Jungen erfährt, schlagen jedoch Enolas Holmes-Gene durch, und sie nimmt eigene Ermittlungen auf.
Neue Sherlock-Holmes-Stories sind seit dem Auslaufen der Urheberrechte am Original keine Seltenheit im Bücherregal. Eine unbekannte Schwester im Teenageralter hat meines Wissens bisher allerdings noch kein Autor ‚enthüllt‘. Die US-amerikanische Autorin Nancy Springer holt dies in ihrer viktorianischen All-Age-Krimireihe nach. Im Original hat dieses Buch schon einige Jahre auf dem Buckel (Erstveröffentlichung 2006), erscheint jedoch erst jetzt in deutscher Übersetzung.
Im Gegensatz zu ihrem Bruder benötigt Enola keinen Biografen. Sie erzählt ihre Abenteuer selbst in der 1. Person. Dabei legt die Autorin neben der Auflösung des nicht wirklich spektakulären Falls viel Wert auf das Frauenbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts, in dem selbstständig handelnde Frauen und Mädchen wie Fremdkörper wirken. So liegt auch der Schwerpunkt dieses 1. Bandes auf der Vorstellung der Protagonistin und ihrer Umwelt. Die Auffindung des verschwundenen 12-jährigen Lords (im Original Maquis) ist eher eine Nebenhandlung. Es ist allerdings anzunehmen, dass sich der Schwerpunkt in den späteren Bänden (im Original bisher 6) in Richtung der Kriminalfälle verlagert. Der Autorin gelingt es, die viktorianische Atmosphäre, das typische Sherlock-Holmes-Feeling und die junge Protagonistin erfolgreich unter einen Hut zu bringen und zu einem harmonischen Ganzen zu kombinieren. Auf die weitere Entwicklung der Reihe darf man gespannt sein.

Fazit:
Sherlock Holmesʼ kleine Schwester rockt das viktorianische England in diesem Krimi.

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Die deutsche Ausgabe ist erst ab 20.03.2019 lieferbar!
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Ein Fall für Wells & Wong – Mordfälle und Sahnetörtchen

Robin Stevens
Ein Fall für Wells & Wong – Mordfälle und Sahnetörtchen

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Übersetzung: Nadine Mannchen

Das Detektivdasein und andere Sorgen

Klappentext:
Mord ist nichts für junge Damen, Teestunde mit Todesfall, Mord erster Klasse, Feuerwerk mit Todesfolge, Mord unterm Mistelzweig – Daisy Wells und Hazel Wong sind berühmt für die Mordfälle, die sie gelöst haben! Für alle, die nicht genug bekommen können von den spannenden Detektivgeschichten, gibt es nun den ultimativen Fanband!
In diesem Buch lüften Daisy und Hazel ihre bestgehütetsten Geheimnisse und erklären, wie ein guter Detektiv Fälle löst, wie man selbst eine Detektei gründet oder einen Code knackt. Sie erzählen von berüchtigten historischen Spionen wie Mata Hari, echten ungelösten Mordfällen wie den Verbrechen von Jack the Ripper und den großen Detektiven der Literaturgeschichte wie Hercule Poirot, Miss Marple und natürlich Sherlock Holmes.
Außerdem öffnen Hazel und Daisy ihr Fallbuch mit weiteren mysteriösen Rätseln aus dem Internat Deepdean, vor allem ihrem ersten Fall: Lavinias verschwundene Krawatte. Die beiden verraten ihre besten Rezepte für süßes Gebäck, und auch die Autorin Robin Steven selbst kommt zu Wort und offenbart, welche berühmten Detektive sie zu den Abenteuern von Daisy und Hazel inspiriert haben.
Voller genialer Mini-Rätsel, mit weiteren brandneuen und nie veröffentlichten Geschichten und gewürzt mit Daisys und Hazels eigenen Tipps, Tricks und Fakten ist dieses Buch perfekt für alle Fans der preisgekrönten Well & Wong-Reihe.

Rezension:
Eine Krawatte verschwindet, der Freund einer älteren Mitschülerin behauptet in der Antwort auf ihren Brief, sie gar nicht zu kennen, und eine neue Schülerin der Deepdean-Schule soll angeblich eine Vampirin sein. Hazel und Daisy erzählen von ihren weniger spektakulären Fällen, in denen es keinen Mord gab. Auch Alexander und George steuern eines ihrer kriminellen Erlebnisse bei, und sogar Küken und Kitty haben von unheimlichen Ferienerlebnissen zu berichten. Ergänzt wird das ganze von Fakten zur Geschichte des Kriminalromans sowie echter Mordfälle. Und Robin Stevens höchstpersönlich gibt Einblicke hinter die Kulissen der Buchreihe.
Schon der Klappentext dieses Buches verrät, dass dies nicht der 6. Band der „Ein Fall für Wells & Wong“-Reihe, sondern ein Fan-Band außerhalb der eigentlichen Reihe ist. Während die enthaltenen kurzen Fälle dem entsprechen, was der Fan der Reihe erwartet, kommen die Hintergrund-Beiträge prinzipiell anders daher. Robin Stevens gelingt es dabei gut, den individuellen Erzählstil des jeweils Erzählenden zum Charakter passend zu treffen.
Wie ich in den Rezensionen zu den bisherigen 5 Bänden wiederholt erwähnte, können die Detektivgeschichten, die von deutschen Verlag (Knesebeck) für Leser zwischen 12 und 15 (bei „Teestunde mit Todesfall“ komischerweise 10 bis 12) empfohlen werden, auch erwachsenen Lesern gefallen. Trotz des jungen Alters der beiden Hobby-Schnüfflerinnen erinnern sie sehr an die „Miss Marple“-Geschichten Agatha Christies (worauf in diesem Fan-Band auch eingegangen wird). Da verwundert es doch etwas, wenn die Autorin bei den enthaltenen Rezepten für in den Büchern erwähnte Backwaren die Leser wiederholt darauf hinweist, bei kochendem Wasser oder heißen Backöfen unbedingt die Hilfe Erwachsener hinzuzuziehen. Selbst bei der Benutzung eines Handrührgerätes empfiehlt sie, dies nur in Anwesenheit Erwachsener zu tun. Da fragt man sich natürlich, in welchem Alter Robin Stevens ihre Leser einordnet. Für 12- bis 15-Jährige erscheinen diese Warnungen doch etwas übertrieben. Beim Blick auf die englischsprachigen Originale der Bücher fällt dann auch auf, dass der dortige Verlag (Puffin) die Bücher für Leser ab 9 empfiehlt. Das erklärt natürlich die Warnungen, passt meiner Meinung nach aber nicht wirklich zum Inhalt der Bücher. Da kommt mir die deutsche Altersempfehlung doch deutlich realistischer vor. Das führt dazu, dass ich die hier enthaltenen Fälle genau wie die Romane als auch für Erwachsene geeignete Jugendliteratur einschätze, während die ‚Hintergrundberichte‘ inhaltlich teilweise doch eher Kinderbuchcharakter aufweisen. Trotzdem könnte auch für ältere Leser manches neu sein.
In eines von Hazels Rätseln ist übrigens ein kleiner Hinweis auf den für März (deutsche Ausgabe) angekündigten 6. Band der Reihe versteckt.

Fazit:
Fans der Detektiv-Abenteuer-Reihe mit den beiden jungen Protagonistinnen sollten auf diesen Fan-Band nicht verzichten.

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Ein Fall für Wells & Wong – 5 – Mord unterm Mistelzweig

Robin Stevens
Ein Fall für Wells & Wong – 5 – Mord unterm Mistelzweig

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Übersetzung: Nadine Mannchen

Kampf ums Erbe

Klappentext:
Hazel und Daisy verbringen die Weihnachtsferien in Cambridge, wo Daisys Bruder Bertie studiert. Obwohl sie Hazels Vater versprochen haben, dass sie dieses Mal in keinen Mordfall verwickelt werden, gehen auch im weihnachtlichen Cambridge dubiose Machenschaften vor sich: Kurz vor Weihnachten ereignet sich ein ungeheuerlicher Unfall auf der dunklen Treppe des Maudlin College, bei dem ein Freund von Bertie stirbt. Hazel und Daisy ahnen sofort, dass es sich hier nur um einen Mord handeln kann.
Eine Spurensuche beginnt, bei der die Detektivinnen sogar selbst ins Visir* des Mörders geraten …
Der fünfte Band der charmant-witzigen Detektivreihe um das Internat für junge Damen im England der 1930er Jahre.
(*Der Rechtschreibfehler wurde originalgetreu vom Buchrücken übernommen.)

Rezension:
Der Mord an der Schulsprecherin in der Guy-Fawkes-Nacht ist erst wenige Wochen her, als sich Daisy zusammen mit ihrer Freundin Hazel aufmacht, während der Weihnachtsferien ihren Bruder Berti zu besuchen, der mittlerweile in Cambridge studiert. Dort lernen die beiden Amateurdetektivinnen die Mellin-Brüder kennen, die wegen einer in Kürze bevorstehenden Erbschaft uneins sind. Hazel und Daisy wollen einen sich abzeichnenden Mord verhindern. Als einer der Brüder jedoch schon in der folgenden Nacht bei einem verdächtigen ‚Unfall‘ stirbt, sind sich die Freundinnen sofort sicher, dass das ein Mord war. Allerdings gehört auch Bertie zum Kreis der Verdächtigen, dessen Auswahl sehr überschaubar ist. Außerdem sind auch die ‚Junior-Pinkertons‘ Alexander und George vor Ort, und beide Hobby-Detekteien wollen sich gegenseitig beweisen, wer besser ist.
Nachdem Band 4 („Feuerwerk mit Todesfolge“) den Leser erstmals nach Band 1 („Mord ist nichts für junge Damen“) wieder an das Deepdean-Internat für junge Damen führte, stoßen die beiden Jungdetektivinnen diesmal wieder in den Ferien auf ihren nächsten Fall. Schauplatz des aktuellen Mordes ist ein elitäres College in Cambridge. Da es zu dieser Zeit natürlich unvorstellbar ist, als Mädchen in einem Männer-College zu übernachten – selbst wenn der Gastgeber der eigene Bruder wäre –, kommen Daisy und Hazel während ihres Besuches in einem (weit weniger elitären) Frauen-College unter, das von Daisys Großtante geleitet wird. Dass diese darauf besteht, die beiden Mädchen nur in Begleitung einer ‚Anstandsdame‘ aus dem Haus zu lassen, stellt für deren Forscherdrang natürlich ein ernsthaftes Hindernis dar. Dieses Problem lässt sich mit Berties Hilfe allerdings schnell klären.
Robin Stevens schafft es auch im mittlerweile 5. Band der „Ein Fall für Wells & Wong“-Reihe, einen spannenden Fall in der Tradition der klassischen englischen Detektivgeschichten zu konzipieren, der es schafft, den Leser auf gleich mehrere falsche Spuren zu führen. Dass sich die zunächst offensichtliche Spur als falsch herausstellt, muss man da wohl kaum betonen. Wie von den vorhergehenden Bänden gewohnt, vermittelt auch dieser Roman wieder viel Lokal- und Zeitkolorit. Bei vielen Situationen und Moralvorstellungen kann sich der heutige Leser kaum vorstellen, dass sie vor deutlich weniger als 100 Jahren tatsächlich noch der Wirklichkeit entsprachen. Auch wenn die beiden Detektivinnen (und wohl auch die Autorin) einen möglichen Tathergang übersehen und deshalb gar nicht in Erwägung ziehen*, ist auch dieses neue Abenteuer Daisys und Hazels ein rundum gelungener Detektiv-Krimi, der allen Fans solcher Geschichten ungeachtet des jungen Alters der Protagonistinnen sehr empfohlen werden kann.
*Welche Möglichkeit das ist, kann ich nicht verraten, ohne zu viel vom Inhalt preiszugeben. Wenn jemand nicht selbst darauf kommt und es unbedingt wissen will, werde ich es in den Kommentaren verraten. Für diese gilt dann natürlich: Spoileralarm!

Fazit:
Man kann diese Reihe ohne Übertreibung als Kult bezeichnen. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Miss-Marble- und Sherlock-Holmes-Fans!

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Das Ministerium der Welten – 1 – Der Riss

Luzia Pfyl
Das Ministerium der Welten – 1 – Der Riss

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Die Spur des Shifters

Klappentext:
Die Welt wird von Geistern und Monstern überrannt. Es gibt nur eine Organisation, die sich ihnen entgegenstellt: das Ministerium der Welten.
London, 1925: Die junge Detective Melody Hampton wird zu einem Tatort gerufen. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, wenn da nicht die äußerst merkwürdige Leiche wäre. Für Melody, die noch nie mit Geistern zu tun hatte, ist klar: Der Fall gehört in die Hände des Ministeriums. Ihr werden River Fields und Norrick Lynch zur Seite gestellt, die beiden besten Jäger des Ministeriums. Gemeinsam versuchen sie, dem unmenschlichen Mörder auf die Spur zu kommen, bevor er außer Kontrolle gerät.
Doch Melody muss bald erkennen, dass das Ministerium mit ganz eigenen Regeln spielt.

Rezension:
Als Tochter des Polizeichefs hat Detective Melody Hampton gewisse Privilegien, andererseits sind manche ihrer Kollegen der Meinung, sie hätte ihre Erfolge nur ihren Beziehungen zu verdanken. Ein außergewöhnlicher Mord, der zweifellos von keinem menschlichen Täter verübt wurde, kommt ihr gerade recht, um sich zu beweisen. Allerdings ist ihr klar, dass sie hier spezialisierte Hilfe benötigt, Hilfe vom Ministerium der Welten, das ganz auf die Bekämpfung von Geister und ähnlichen unerwünschten Mitbewohnern spezialisiert ist. Doch dessen „Jäger“ genannten Agenten wollen den Fall ganz an sich reißen und die Polizei herausdrängen. Aber da haben sie sich in Melody getäuscht.
Nach „Frost & Payne“ legt Luzia Pfyl mit „Das Ministerium der Welten“ eine neue eHeftroman-Reihe vor. Auch diese handelt wieder in London, wenn auch zeitlich etwas später. Obwohl der Schwerpunkt diesmal auf Urban Fantasy liegt, deuten sich auch hier wieder Steampunk-Elemente an. Allerdings wirkt die Geschichte zumindest in diesem 1. Band noch nicht ganz rund. Möglicherweise liegt das daran, dass das Geschehen aus den wechselnden Perspektiven zu vieler Protagonisten erzählt wird. Das macht es dem Leser schwer, eine Bindung zu einem dieser Charaktere aufzubauen. Melody Hampton kommt einem nicht wie der wirkliche Mittelpunkt der Handlung vor. Unter diesen Gesichtspunkten muss sich erst noch erweisen, ob es der Reihe gelingen kann, die Leser längerfristig zu binden.

Fazit:
Diese Urban-Fantasy- und wohl auch Steampunk-Reihe kann in ihrem Auftaktband noch nicht ganz überzeugen, obwohl die Idee interessant klingt.

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Penny Küfer ermittelt – 1 – Mord im Okzident Express

Alex Wagner
Penny Küfer ermittelt – 1 – Mord im Okzident Express

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Heiße Spuren auf kalten Gleisen

Klappentext:
Das erste Abenteuer der neuen Krimi-Heldin aus Österreich!
Frech, furchtlos und noch ziemlich grün hinter den Ohren: Penny Küfer, Privatdetektivin.
Also eigentlich: angehende Privatdetektivin.
Streng genommen hat Penny gerade einmal die erste Ausbildungswoche an der Detektiv-Akademie hinter sich, wurde soeben von ihrer Mutter enterbt und von ihrem Verlobten verlassen. Da bleibt nur noch ein Trost: die lang erträumte Reise im Okzident Express, dem luxuriösesten Zug, der je über Europas Schienen rollte. Dumm nur, dass der ambitionierten Jungschnüfflerin noch vor dem ersten Glas Champagner eine Leiche vor die Füße fällt … und das ausgerechnet in ihrem eigenen Abteil.
Für die Fans von Agatha Christie, M.C. Beaton und Cherringham, für die Liebhaber von Detektivromanen und Cosy Crime: Lesen Sie jetzt den Auftakt zur neuen Kurzkrimi-Serie! Penny Küfers Abenteuer sind jeweils in sich abgeschlossen, lassen sich an ein bis zwei Abenden verschlingen, und bieten knifflige Krimiunterhaltung für alle Hobbydetektive.

Rezension:
Von der Mutter enterbt, vom Freund verlassen will Penny ihren Frust auf einem luxuriösen Trip im Okzident-Express verdauen. Dieser war schon lange gebucht und sollte eigentlich zusammen mit ihrem mittlerweile Ex-Verlobten erfolgen. Genau wie die Mutter will der jedoch nicht verstehen, dass Penny alles hingeschmissen hat, um Privatdetektivin zu werden. Zu Pennys Überraschung nehmen sogar die schwerreiche Eigentümerin des Zuges und deren Söhne an der Reise teil. Als jedoch einer dieser Söhne und Milliardenerben tot in ihrem eigenen Abteil liegt, sieht Penny ihre Chance, sich als Detektivin zu beweisen.
Jeder dürfte bei „Mord im Okzident Express“ natürlich sofort an ein ähnliches Vorkommnis im Orient-Express denken – und diese Assoziation ist von der Autorin natürlich mit Sicherheit beabsichtigt. Allerdings verlegt Alex Wagner die Handlung ihrer Detektivgeschichte auf den Spuren Miss Marples ins Österreich aktueller Zeiten. Auch wenn moderne Technik im Geschehen eine Rolle spielt, folgt die Machart dem immer wieder bewährten Muster klassischer Detektivgeschichten. Das auch hier wieder funktioniert. Wie ihre großen Vorbilder muss auch Penny den Fall weitestgehend auf sich allein gestellt lösen, wobei die Autorin einen schweren Schneesturm ‚engagiert‘, um das zeitnahe Eintreffen der Polizei zu verhindern.
Mit diesem Reihen-Auftakt beweist Alex Wagner, dass derartige Detektivgeschichten klassischer Machart auch in einem modernen Setting überzeugen können. Auch wenn die Protagonistin in diesem Band noch nicht ganz das Charisma einer Miss Marple oder eines Sherlock Holmes erreichen kann, dürfte es sich lohnen, den Fortgang dieser Reihe im Blick zu behalten.

Fazit:
Klassische Detektivstory trifft moderne Welt – Freunde dieser Erzählart sollten dieser Reihe einen Blick gönnen.

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