Die Geister von La Spezia

Oliver Plaschka
Die Geister von La Spezia

Der echte und der falsche Shelley

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Klappentext:

Mary Shelley auf der Suche nach den Geistern ihrer Vergangenheit

Italien 1822. Mary Shelley, Autorin von Frankenstein, trauert um ihren Mann, der im Golf von La Spezia er­trank. Aber war es wirklich nur ein Un­glück, oder steckt mehr da­hinter? Die ex­zent­rische Er­mittlerin Pat hat den Auf­trag, die Um­stände seines Todes auf­zu­klären. Mit­hilfe fan­tas­tischer Tech­nologie führt sie Mary zu den Schau­plätzen ihrer Ver­gangen­heit zu­rück. Ge­meinsam stellen sie sich den Geistern von La Spezia …

Die berühmt-berüchtigte Autorin Mary Shelley ist im Winter 1822 im italie­nischen Exil ge­strandet. Ihr Mann, der Dichter Percy Bysshe Shelley, er­trank bei einem Segel­unglück. Doch gibt es Zweifel, ob bei seinem Tod alles mit rechten Dingen zu­ging: Schon länger wurde er von Geis­tern und Visio­nen heim­gesucht. Welche fan­tas­tischen Kräfte wurden ihm aber zum Ver­hängnis? Mittels der visio­nären Kunst der Er­innerungs­reise führt die wag­halsige Spezial­agentin Pat Colom­bari Mary Shelley zu­rück zum Golf von La Spezia, wo die Ge­setze von Zeit und Raum ihre Gül­tigkeit ver­loren haben. Sie lernt den skan­dal­um­witterten Lord Byron kennen, dessen Keller ein dunkles Ge­heimnis birgt. Und sie wird Zeugin un­er­klärlicher Ge­schehnisse, die ihren An­fang in jener stür­mischen Nacht am Genfer See nahmen, in denen die Shelleys sich mit Mächten jen­seits ihrer Welt ein­ließen.

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Rezension:

Mary Shelleys Mann ist ertrunken. Dessen Vater hegt jedoch Zweifel, ob es wirklich ein Un­fall war. Deshalb be­auf­tragt er Pat Colom­bari, mit einer neu­artigen Tech­nologie Marys Er­in­nerungen zu durch­suchen. Doch die ge­mein­same Reise in die Er­in­nerungen ver­ändert diese, und so wird das Ge­wirr immer un­durch­dring­licher.

Das Buch, das der Autor Oliver Plaschka hier vorlegt, ist kompliziert. Was zu­nächst wie ein his­torischer Roman rund um eine Gruppe realer Per­sonen wirkt, rückt mit einer Technik, die es er­laubt, je­manden in dessen Er­in­nerungen zu be­gleiten, schnell in Richtung Retro-Science-Fiction. Schließ­lich ver­schiebt sich der Schwer­punkt aller­dings deutlich in den Fan­tasy-Be­reich. Die Idee, ge­meinsam mit dieser die Er­in­nerungen einer an­deren Person zu be­reisen, wirkt zu­nächst interes­sant. Die Um­setzung er­weist sich zu Be­ginn je­doch als re­lativ lang­weilig. Erst als sich heraus­stellt, dass die mit­reisende Be­sucherin die Er­in­nerungen mit ihrer An­wesen­heit auch ver­ändert, wird es deut­lich interes­santer. Aller­dings auch er­heblich ver­wirrender. Leider blickt der Leser schließlich auch kaum noch durch, was ver­änderte Er­in­nerungen und was die (im Rah­men der Ge­schichte) re­alen Er­eig­nisse sind. Als zu­sätzliche Ebene kommt hinzu, das un­klar bleibt, was da­von von den den Figuren zu­grunde­liegenden realen Per­sonen wirklich er­lebt wurde. So er­gibt dieses Werk ein Puzzle, durch­aus interes­santer Story-Details, die schluss­endlich aber eher ver­wirren als zu über­zeugen. Dazu kommt, dass die (realen oder ver­änderten?) Er­in­nerungs­stücke nicht chro­nologisch be­sucht werden. Die kurze Auf­stellung der be­nutzten realen Men­schen im An­hang bringt da nur be­dingt Auf­klärung.

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Fazit:

Die Umsetzung dieser an sich guten Idee um Reisen in fremde Er­in­nerungen kann so, wie hier um­ge­setzt, leider nicht ganz über­zeugen.

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