Paris abseits der Pfade Jumboband

Georg Renöckl
Paris abseits der Pfade Jumboband

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Im großen Bogen um den Eiffelturm

Klappentext:
Brechen Sie mit dem Autor zu einer urbanen Wanderung durch Paris auf. Im einst proletarischen Osten lädt die Grande Dame des französischen Krimis zum Spaziergang rund um ein altes Hafenbecken ein und erzählt von den dunklen Geheimnissen verborgener Dörfer im Häusermeer. Die Pinselstriche eines der Gründerväter der französischen Streetart werden zu Wegmarkierungen in den einstigen Arbeitervorstädten Belleville und Ménilmontant. Generationen von Studenten, Künstlern und Intellektuellen prägten den Süden, legendäre Warenhäuser und Kulturtanker den goldenen Westen der Stadt. Doch Paris ist nie museal – die Weltstadt begreift sich heute als Labor für die Zukunft des urbanen Lebens.

Rezension:
Paris. Dass die französische Hauptstadt eine Weltstadt ist, wird wohl niemand bezweifeln. Für so manchen ist es sicher die Traumstadt schlechthin, für andere die Stadt der Liebe. Doch fast alle denken dabei wohl an das Paris, das man aus TV-Reportagen und Spielfilmen kennt, an die diversen Sehenswürdigkeiten, allen voran den Eiffelturm. Wie schon in seinem Wien-Führer „Wien abseits der Pfade“ berührt Georg Renöckl derartige touristische Hotspots jedoch höchstens am Rande. Seine Ziele sind die eher unspektakulären Ecken der Stadt, die Einblicke in ihre Seele gewähren. Verträumte Parks besucht er, den üblichen Touristen unbekannte Stadtteile und auf offiziellen Wegen kaum zugängliche Ecken. Dabei kommt Überraschendes zutage, das man in einer Stadt, die mitten in der EU liegt, kaum erwarten würde.
Leider werden die französischen Namen von Straßen, Plätzen oder Geschäften nur in Ausnahmefällen übersetzt, weshalb der Sprache Unkundigen (wie mir) wohl einige darin verborgene Informationen entgehen dürften.
Georg Renöckl beschreibt die einzelnen Spaziergänge in einem lockerem Plauderton. Wie schon beim Wien-Führer sind die zahlreichen Abbildungen im Text leider nur in schwarz/weiß und kleinformatig wiedergegeben, was aus preislichen Gründen wohl nicht zu vermeiden war. Wünschenswert wäre es allerdings, zumindest die Stadtplanausschnitte größer abzudrucken, da sie kaum zu entziffern sind.

Fazit:
Ein Führer für Paris-Besucher, die der Stadt hinter die touristische Hochglanzfassade blicken wollen.

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„Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898“
Dieser interessante historische Stadtführer steht jetzt als Reprint zur Verfügung. Lernt ein Eisenach kennen, das es so nicht mehr gibt! Staunt über Informationen, die für uns heute kaum noch vorstellbar sind.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2019/11/12/eisenach-und-umgebung-ein-stadtfuehrer-aus-dem-jahr-1898/

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Ost Places

Andreas Metz
Ost Places

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Die Reste der DDR

Klappentext:
Drei Jahrzehnte nach der Wende ist Andreas Metz im Osten Deutschlands auf Motivsuche gegangen: Was ist noch zu finden aus den vierzig Jahren Lebens- und Alltagskultur? Was an DDR-Architektur wurde erhalten, was dem endgültigen Verfall preisgegeben? Wo gab es Denkmalstürmerei, wo gibt es Denkmalpflege? Was fand selbstverständlichen Eingang in die gelebte Gegenwart? Die Bilder fangen Geschichte eines verschwundenen Landes ein und erzählen Geschichten von heute.

Rezension:
40 Jahre existierte ein Land namens DDR. Auf dem Papier waren es sogar beinahe 41 Jahre, doch das letzte Jahr hatte mit der DDR im eigentlichen Sinn nicht mehr viel gemein. Und all das ist jetzt auch schon wieder 30 Jahre her. Man kann sich manchmal kaum vorstellen, dass alle, die heute 35 und jünger sind – also längst erwachsene Leute –, keine bewussten Erinnerungen an die DDR haben können. Immer mehr, was früher typisch DDR war, ist nach und nach aus der Umgebung verschwunden. Selbst wenn man im Osten lebt, ist einem das langsame Verschwinden der DDR-Relikte kaum bewusst aufgefallen. Und genau deshalb ging Andreas Metz, der ursprünglich aus dem Westen stammt, mit der Kamera auf Spurensuche. Überraschend viel konnte er noch finden und für diesen Bildband abbilden. Der Bogen spannt sich dabei von auffälliger Architektur, die auch heute noch ganze Städte prägt, und typischer DDR-Kunst über die damals allgegenwärtigen Parolen und Propaganda-Manifestationen bis hin zu Objekten, die auch damals der Allgemeinheit eher unbekannt waren. Manches war damals auch schlichtweg so normal, dass es einem überhaupt nicht bewusst aufgefallen ist. Die bilingual deutschen und englischen Bildtexte beschränken sich dabei auf ein Minimum, bergen aber doch manch aufschlussreiche Information.
Darüber, was man für abbildens- und erhaltenswert einstuft, kann man sicher in manchen Fällen diskutieren. So hat es mich beim Betrachten dieses Buches bei manchen Bildern schon gewundert, dass sie als zeigenswert eingestuft wurden. Das kann aber natürlich auch mit persönlichen (Des-)Interessen im Zusammenhang stehen. Bei anderem ist es überraschend, dass es überhaupt noch erhalten ist.
Für alle, die DDR-Erinnerungen auffrischen wollen oder in Ermangelung solcher einen Einblick in die damalige Ästhetik (wahlweise mit oder ohne Anführungszeichen) gewinnen wollen, kann dieses für einen Bildband dieses Formats überraschend preiswerte Buch empfohlen werden.

Fazit:
Eine optische Reise in ein untergegangenes Land.

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Eisenach und Umgebung – Leseprobe

Frank W. Werneburg (Hrsg.)
Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898

Eisenach und Umgebung - Leseprobe_Page_1

Dass es wegen der Feiertage Lieferschwierigkeiten des historischen Stadtführers gibt, ist natürlich bedauerlich. Ich gehe aber davon aus, dass sich das Problem nach dem Jahreswechsel in Luft auflöst. Gegenwärtig ist das Buch leider nur über den Onlineshop des Verlags erhältlich. Bei Amazon ist es aber zumindest bestellbar und wird dann nach Wareneingang geliefert.

Um euch die Wartezeit zu verkürzen, habe ich als Weihnachtsgeschenk eine kleine kostenlose Leseprobe zusammengestellt. Diese findet ihr hier zum Download: Eisenach und Umgebung – Leseprobe. Die meisten der beschriebenen „Spaziergänge unmittelbar an der Stadt“ dürften sich auch heute noch zumindest annähernd durchführen lassen.
Details zum Buch findet ihr hier.

Frohe Weihnachten!

santa

Fake News von Gestern

Ralf Grabuschnig
Fake News von Gestern: Irre Verschwörungstheorien aus der Geschichte

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297 Jahre, in denen Alchemisten die flache Erde mit Hexen bevölkerten

Klappentext:
Wo kam eigentlich dieser Begriff Fake News so plötzlich her? Vor wenigen Jahren hat da doch noch niemand darüber gesprochen und jetzt ist das Wort plötzlich in aller Munde (und nicht nur in dem des amerikanischen Präsidenten). Wenn du dir jetzt denkst, das Ganze kann es doch nicht erst seit gestern geben, dann hast du vollkommen recht! In der Geschichte gab es zu jeder Zeit Mythen,

Rezension:
Gut, ich gebe zu, dass der Titel meiner Rezension etwas übertrieben sein könnte. Und keine Angst: Das kommt so im Buch nicht vor. Stattdessen stellt Ralf Grabuschnig in seinem eBook Verschwörungstheorien und geschichtliche Mythen vor, diskutiert deren Wahrheitsgehalt (der bei allen gegen 0 tentiert) und geht deren Entstehungsgeschichte nach. Sind 297 Jahre unserer Geschichte frei erfunden? Ist die Erde in Wirklichkeit doch eine Scheibe? Wieso glaubten die Mächtigen Jahrhunderte lang den Alchemisten, obwohl diese keine Erfolge vorweisen konnten? Wie konnte der Hexenglauben ganze Landstriche befallen? Die letzten beiden Fragen stellen natürlich keine Verschwörungstheorien im eigentlichen Sinn dar. Aber auch diesen wird in diesem Buch genau wie diversen anderen nachgegangen.
Während manche der vorgestellten Verschwörungstheorien so offensichtlich Quatsch sind, dass sich jeder normaldenkende Mensch nur fragen kann, wie irgendjemand ernsthaft daran glauben kann, klingen andere, wenn sie gut vorgetragen werden, zunächst recht glaubhaft. Teilweise wirken die Argumente sogar ziemlich überzeugend, und man muss den Fehler in der ‚Beweiskette‘ erst auffinden.
Nicht ganz so glücklich ist vielleicht der Titel des Buches „Fake News von Gestern“. An der Bekanntheit des Begriffs „Fake News“ ist ein gewisser Donald, der mit Nachnamen nicht Duck heißt, wohl nicht ganz unschuldig. Allerdings drückt dieser Begriff in meinem Sprachverständnis doch etwas eindeutig anderes als das aus, worum es hier geht. Während es bei Fake News um bewusst gefälschte Fakten geht, dürften die In-Umlauf-Bringer der Verschwörungstheorien im Normalfall wirklich von diesen überzeugt (gewesen) sein.
Insgesamt ist diese Auseinandersetzung mit der ‚falschen Wissenschaft‘ recht interessant und unterhaltsam. Eine Fortsetzung wäre bestimmt eine gute Idee, denn in diesem kurzen Buch werden längst nicht alle (mehr oder weniger populären) Verschwörungstheorien abgehandelt.

Fazit:
Verschwörungstheorien von lächerlich bis kompliziert zu widerlegen – hier wird ihrem Wahrheitsgehalt nachgespürt.

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– Blick ins Buch –
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OBJEKTIV!?: Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts

Wartburg-Stiftung, Grit Jakobs (Hrsg.)
OBJEKTIV!?: Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts

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Von fotografierenden Malern zu Fotografie-Übermalern

Klappentext:
Als der Wartburgkommandant Bernhard von Arnswald 1858 schwärmte „Die Photographie gehört zu den wenigen Erfindungen der Menschen, die dem Schaffen des Schöpfers nahekommen“, war die Burg bereits auf mehreren Fotografien zu bewundern. Im Jahr 1855 wurden die ersten bekannten Lichtbilder auf Geheiß Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach geschaffen, um den Stand der Wiederherstellung der Burg seiner Ahnen für die Nachwelt festzuhalten. Während einige von bemerkenswerter Qualität sind, haben beherzte Hände von Malern auf anderen frühe Formen der heute allgegenwärtigen Bildbearbeitung hinterlassen.
Diese bis zu 165 Jahre alten Aufnahmen sind Bestandteil der fotografischen Sammlung der Wartburg, aus der hier bislang kaum bekannte Schätze präsentiert werden. Mehr als 150 Zeugnisse aus den ersten 60 Jahren Wartburgfotografie berichten von der Entwicklung der Lichtbildnerei, vom Anspruch an „Wahrheit“ und Objektivität, der sich manches Mal dem idealen Eindruck des Motivs zu beugen hatte.
Stereoskopische Aufnahmen mit beeindruckenden räumlichen Effekten, Porträts in Form von Visitenkarten und die ersten Farbfotografien gewähren einen eindrucksvollen Blick auf die altehrwürdige Burg mit ihrer einstigen Architektur und Ausstattung. Die Fotografien der mit ihr verbundenen Menschen zeichnen zugleich ein sehr lebendiges Bild des früheren Burglebens, zeigen den Burgherrn Carl Alexander und seinen jährlichen Jagdgast Kaiser Wilhelm II. ebenso wie die Angestellten und Besucher und die illustren Kostümfeste, die Burghauptmann Hans Lucas von Cranach veranstaltete. Als der begabte Amateurfotograf zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Burg mit seinen Autochromen erstmals in natürlichen Farben erstrahlen ließ, sorgte das für Furore beim Publikum.
Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zu betrachten, verspricht einen besonderen Ausflug in ihre Vergangenheit. Geschichte und Geschichten, sonst in schriftlichen Quellen, Zeichnungen und Gemälden erzählt, werden um ganz eigene, oft ungewöhnliche Eindrücke bereichert.

Rezension:
Dass die Wartburg, so wie wir sie heute kennen, das Ergebnis der Restaurierungs-, Um- und Neubaumaßnahmen der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist, ist vielen ihrer Besucher gar nicht bewusst. Erst unter der Herrschaft des Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach entstand die Burganlage, die heute jedem zumindest von Bildern her vertraut ist. Speziell die 1850er und 1860er Jahre waren von einschneidenden Veränderung des Erscheinungsbildes geprägt. Gerade in diese Zeit fiel auch der Aufschwung der Fotografie von der Liebhaberei weniger Enthusiasten zum Massenmedium. Da der Großherzog selbst von der neuen Technik überzeugt war, wurden die Baumaßnahmen von Anfang an in seinem persönlichen Auftrag fotografisch dokumentiert. Von dieser Zeit bis etwas zum Beginn des 1. Weltkriegs reichen die Bilder aus dem Archiv der Wartburg-Stiftung, die in diesem Jahr (2019) erstmals öffentlich in einer Sonderausstellung auf der Wartburg präsentiert wurden. Als Begleitung dieser (mittlerweile beendeten) Ausstellung erschien dieser Bildband. In ihm ist nicht nur die Veränderung des Erscheinungsbildes der Burg zu verfolgen, sondern auch die rasante Entwicklung der Fototechnik. Wurden viele der Bilder aus den 1850ern noch deutlich erkennbar retuschiert, fertigte der damalige Wartburg-Hauptmann Hans Lucas von Cranach Anfang des 20. Jahrhunderts schon eigenhändig Farbaufnahmen an. Allerdings erschien auch zu dieser Zeit noch ein monumentaler Bildband der Wartburg, dessen Abbildungen von Retuscheuren so massiv ‚geschönt‘ worden waren, dass man im Vergleich mit dem jeweiligen Originalfoto kaum glauben kann, dass dieses der Ursprung des ‚fertigen‘ Bildes war. Selbst stereoskopische Bilder der Wartburg wurden im späten 19. Jahrhunderts bereits angefertigt und verkauft.
Dieser Bildband vereint rund 6 Jahrzehnte der Burggeschichte mit der der Fotografie dieser Zeit. Somit stellt er sowohl für Burgen-Fans (und ganz besonders solche der Wartburg) als auch für an der Entwicklung der Fotografie Interessierte ein interessantes Werk dar. Entsprechende Erläuterungen fehlen natürlich auch nicht.
Beeilen beim Kauf dürfte sich lohnen, da das Buch nach Ende der Ausstellung bestimmt nicht längerfristig im Handel bleibt.

Fazit:
Dieser Bildband sollte bei keinem an der Wartburg und/oder der Fotografiegeschichte Interessiertem im Regal fehlen.

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„Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898“
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Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898

Frank W. Werneburg (Hrsg.)
Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898

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Heute kann ich etwas ganz Besonderes präsentieren: einen historischen Stadtführer meiner Heimatstadt Eisenach aus dem Jahr 1898. Ich selbst habe ihn in Form eines Reprints neu aufgelegt, weil ich fand, dass es dieses Stück Heimatgeschichte wert ist, nicht vergessen zu werden:

Im Jahr 1898 erschien ein Stadtführer
„Eisenach und Umgebung“,
herausgegeben vom bekannten Verleger Philipp Kühner. Für die damalige Zeit war dieser außergewöhnlich gut bebildert.
Viel hat sich in den seit damals vergangenen mehr als 120 Jahren geändert. Die enthaltenen Fotos zeigen teilweise Ansichten, die heute nicht mehr zu finden oder kaum noch wiederzuerkennen sind. Aber gerade das macht den historischen Führer auch für heutige Leser – egal ob Einheimischer oder Besucher der Stadt – interessant. Und genau deshalb liegt dieser interessante Stadtführer jetzt in einem aufwändigen Reprint vor.
Lernen Sie ein Eisenach kennen, das es so nicht mehr gibt! Staunen Sie über Informationen, die für uns heute kaum noch vorstellbar sind.

 

Eine Leseprobe als PDF gibt es hier:
Eisenach und Umgebung – Leseprobe

 

Zusätzliche Informationen finden sich auch in diesem PDF:
Eisenach und Umgebung – Marketing

 

Um es kurz zu machen, folgt hier das Vorwort aus dem Reprint:

Manchmal führt eins zum andern, ohne dass man es zuerst auch nur erahnen wür­de. So war es auch bei diesem Buch. Am Anfang stand ein Besuch auf einem Floh­markt, auf dem mir ein Exemplar eines alten Stadtführers in die Hände viel: „Eisenach und Umgebung“ aus dem Jahr 1898. Soweit kein großes Wunder. Eisenach hatte zu dieser Zeit schon einen regen Fremdenverkehr aufzuweisen, weshalb derartige Bücher auch damals keine besondere Seltenheit darstellten und auch heute öfters antiquarisch zu finden sind. Hier treffen allerdings mehrere Besonderheiten aufeinander. Zum einen ist dieser Führer für die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert außergewöhnlich umfangreich bebildert, anderer­seits wies das Exemplar einen für sein Alter von immerhin mehr als 120 Jahren über­raschend guten Erhaltungszustand auf. Abnutzungsspuren sind fast nur am Ein­band vorhanden. Eine Freude für jeden Liebhaber alter Bücher – insbe­sondere, wenn diese auch noch die eigene Heimatstadt behandeln! Zudem zeigen die enthaltenen Fotografien nicht nur die damals wie heute immer wieder abge­bildeten ‚Pflichtmotive‘ eines Stadtführers, die in den letzten Jahrzehnten schon in diverse Sammlungen alter Stadtansichten abgedruckt wurden, sondern auch Motive, von denen wenige bis gar keine alten Bilder in Umlauf sind. Nachdem ich ein paar meiner Ansicht nach besonders bemerkenswerte Abbildungen in den sozialen Medien gezeigt hatte, führten diese zu großem Interesse und teilweise umfangreichen Diskussionen. Und das führte wiederum dazu, das ich begann, über ein Reprint nachzudenken. Die Urheberrechte des Originals sind schließ­lich längst abgelaufen.
So kam es zum vorliegenden Buch. Aus einem alten Buch ein neues zu machen, erfordert allerdings trotz des guten Erhaltungszustandes einiges an Arbeit. Viele Entscheidungen sind zu treffen. Soll versucht werden, die kleineren Schäden wie beispielsweise leichte Flecken auszubessern? Oder sollten die sichtbar bleiben? Soll die Neuauflage neu gesetzt und dabei heutigen Gepflogenheiten angepasst wer­den? Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile fiel die Entscheidung, den alten Stadtführer in Faksimile-Form zu veröffentlichen, damit alle zeit­genös­si­schen Eigenheiten erhalten bleiben. Das bedeutet natürlich, dass auch die origi­nale Rechtschreibung erhalten bleibt. Mache Schreibweise wirkt also etwas antiquiert, liegen zwischen Erscheinen dieses Buches und heute doch (je nach Sichtweise) 2 oder sogar 3 Rechtschreibreformen.
Auch wenn ich anfangs erwähnte, dass „Eisenach und Umgebung“ für seine Zeit außergewöhnlich umfangreich bebildert ist, hält es Vergleichen mit modernen Stadtführern in dieser Hinsicht natürlich nicht stand. Ist es der moderne Tourist gewohnt, praktisch auf jeder Seite farbige Fotos vorzufinden, sind es in diesem histo­rischen Führer ‚nur‘ 33 – selbstredend in schwarz/weiß. Von den auf der Titel­seite genannten 2 Karten war in dem auf dem Flohmarkt erworbenen Exem­plar leider nur die der Villenkolonie „Marienhöhe“ enthalten, die hier auf den Sei­ten 12/13 wiedergegeben wird. (Die leichte Unschärfe von Teilen der Karte ist auch im Original enthalten und wahrscheinlich dem damaligen Stand der Farb­drucktechnik geschuldet.) Was die andre Karte zeigte, ist leider nicht ersicht­lich.
Auch inhaltlich gibt es deutliche Unterschiede. Moderne Führer konzentrieren sich normalerweise auf die Geschichte des Ortes und dessen Sehenswürdigkeiten sowie Unterkunftsmöglichkeiten. Damals wurde der Bogen deutlich weiter ge­spannt. Beispielsweise enthält dieses Buch ein komplettes Verzeichnis aller Schulen inklusive der jeweiligen Schulgebühren. Die Beschaffenheit der Wasser­versorgung wird ebenfalls einschließlich der Wasserpreise erläutert. Auch das, was wir heute als Behördenwegweiser bezeichnen würden, ist integriert. Sogar Klimadaten werden aufgelistet. Ein Vergleich mit den heutigen Werten wäre sicher interessant.
Manches, was hier vom Ende des 19. Jahrhunderts berichtet wird, wirkt heute beinahe unglaublich. So wird aufgelistet, welche Speisefische in Hörsel und Nesse vorkommen. Und wenn aus dem (damals schon historischem) Jahr 1843 berichtet wird, dass es in Eisenach 68 Straßenlaternen gab, „womit wir nicht allein jeden Winkel der Stadt, sondern auch die Vorstädte bis an die letzten Häuser vollkommen erleuchten“, dürfte das – auch wenn man die damals noch deutlich geringere Ausdehnung berücksichtigt – den heutigen Vorstellungen einer be­leuch­teten Straße nicht einmal annähernd nahekommen.
Auf der letzten Seite des Originals (hier Seite 186) finden sich übrigens einige Druck­fehlerkorrekturen. Das war bei der damaligen Technik anscheinend ein­facher, als die Fehler auf den fertig gesetzten Seiten zu korrigieren.

Erhältlich ist dieser historische Stadtführer direkt beim Verlag oder bei Amazon, bei Hugendubel, anderen Online-Buchhändlern und natürlich in jeder gut sortierten Buchhandlung. Sollte er nicht vorrätig sein, kann er vom Buchhandel unter der ISBN 9783750403611 bestellt werden. (Das Buch ist im „Verzeichnis lieferbarer Bücher“ gelistet. – Jeder Buchhändler kann mit diesem Hinweis etwas anfangen.)

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Askeria – 1 – Die letzte Generation

Juliet May
Askeria – 1 – Die letzte Generation

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Das gehörnte Mädchen

Klappentext:
Mit dem Brandmal einer verstoßenen Rasse gezeichnet, führt die 14-jährige Piara ein vorsichtiges Leben: Sie soll stets wachsam sein, nicht weiter als ins umliegende Gebirge gehen und niemandem verraten, warum sie ständig diese ungewöhnliche Frisur trägt. Rigoras hingegen ist ein Freigeist, der Regeln nur zu gerne umgeht. Als Sohn des obersten Clanführers seiner Heimat liegt ihm die Welt zu Füßen. Dennoch teilen die beiden ein gemeinsames Schicksal, ohne einander überhaupt zu kennen: Um sie herum häufen sich Widersprüche und seltsame Geschehnisse. Ihre Familien zerbrechen, Wissen verschwindet, einzelne Landesteile verderben; und niemand sagt ihnen die Wahrheit. Selbst Piaras Brüder schweigen über ihre Beweggründe, als einer der beiden überstürzt mit ihr die Provinz verlässt.
Mitaeria wird auch der goldene Kontinent genannt, doch Piara entdeckt bei ihrer Suche nach Antworten nichts als dunkle Abgründe. Denn in dieser friedlichen Welt wird nicht jeder geduldet. Diejenigen, die kritisch hinter den Schleier des Wohlstands blicken, werden gerichtet; schließlich zweifeln nur Ketzer an der endlosen Güte Corasils. Die Vergangenheit ihrer Familie offenbart Piara die Kehrseite der Gesellschaft. Und je tiefer sie gräbt, desto deutlicher zeichnet sich ab, wovor sie ihr Leben lang behütet wurde; wenn auch vergeblich.

Rezension:
Mitten in der Nacht muss Piara zusammen mit ihrem Bruder Souta fliehen. Ihr anderer Bruder bleibt zurück, und Piara weiß nicht, ob er noch lebt. Das 14-jährige Mädchen und ihre beiden älteren Brüder sind Waisen, die ein Geheimnis verbergen müssen: Unter Piaras Haar wachsen Hörner. Sie selbst weiß nicht genau, was das zu bedeuten hat, und obwohl sie vermutet, dass ihre Brüder mehr wissen könnten, verraten die ihr nichts. Auf der Flucht gilt es einige Abenteuer zu bestehen, aber erst nach und nach erfährt Piara endlich ein paar Wahrheiten über sich und ihre Eltern.
In Juliet Mays Fantasy-Abenteuer, mit dem eine voraussichtlich 5- oder 6-bändige Reihe ihren Anfang nimmt, steht eine junge Protagonistin im Zentrum des Geschehens. Die Welt, in der dieses ihre Abenteuer bestehen muss, ist durchaus ungewöhnlich zu nennen. Magie im herkömmlichen Sinn scheint es zwar nicht zu geben, dafür allerdings nichtmenschliche Wesen, deren Existenz von der alles beherrschenden Kirche jedoch abgestritten wird, sowie Parallelwelten, zu denen die Verbindung offiziell aber abgerissen ist. Andere Elemente erinnern schon fast an SciFi. So existieren beispielsweise Teleporterstationen, zwischen denen man sich gegen Bezahlung in kürzester Zeit befördern lassen kann. Diverse Wissenszweige sind in dieser Welt verboten, das entsprechende überlieferte Wissen verbannt.
Ebenso wie die Protagonistin kann auch der Leser die Zusammenhänge zuerst nicht verstehen. Erst nach und nach setzt sich ein komplexes Puzzle zusammen, dessen Endergebnis am Ende dieses Bandes erst ansatzweise zu erahnen ist. Außer der jungen Protagonistin und ihren Brüdern spielen der Sohn und Nachfolger eines Clanführers sowie eine im Kloster erzogene Kämpferin wichtige Rollen. Aus den Perspektiven der genannten Personen wird die Geschichte auch wechselweise erzählt, wobei Piaras Abenteuer allerdings eindeutig die Haupthandlung darstellen. Zwischendurch eingestreute Kurzkapitel in Reimform liefern kryptische Informationen, die sich bisher kaum einordnen lassen. Dass immer wieder ganze Kapitel fehlende Informationen aus der Vergangenheit in Form von Erinnerungen nachreichen, fordert die Aufmerksamkeit des Lesers, um diese Puzzleteile richtig einordnen zu können.
Die Autorin erzählt ihre Geschichte – egal auf welcher Person der Fokus aktuell liegt – stets in der 3. Person aus Sicht eines Beobachters. Dem Geschehen ist dabei sprachlich gut zu folgen, was in Anbetracht der sonstigen Komplexität der Geschichte besonders angenehm ist.
Diese komplexe Welt kann das Interesse eines Fantasy-Fans wecken und fesseln. So bleibt am Ende nur zu hoffen, dass der nächste Band nicht zu lange auf sich warten lässt.

Fazit:
Dieser Start in eine Jugend-Fantasy-Abenteuer-Reihe macht Lust auf das weitere Geschehen in dieser komplexen Welt.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
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Schreiben ist das eine, aber das richtige Publizieren das andere

Edition.82
Schreiben ist das eine, aber das richtige Publizieren das andere

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Vom Manuskript zum Buch

Klappentext:
Über das Herausgeben und Verlegen im Self-Publishing!
Ein fehlerfreies, optisch ansprechendes, richtig gelayoutetes E-Book und einwandfrei gesetztes Druckwerk sind die Pfeiler, auf die jeder Schreibende seine Ansprüche setzen sollte.
Ihr Manuskript sollte vor der Veröffentlichung in Gestalt und Aufmachung so angepasst werden, dass es einem Verlagsbuch in nichts nachsteht.
Eine jede Autorin oder ein jeder Autor muss somit nicht nur schreiben können, sondern auch ein fähiger Herausgeber und Verleger sein.
Denn Ihr Werk soll die Leser finden, die es verdient hat!
Und hier setzt dieser Leitfaden an, denn er will Ihnen helfen, wie Sie von Ihrem fertig geschriebenen Manuskript zu einem Buch kommen.
Der Umfang reicht von der ordentlichen Überarbeitung Ihres Manuskripts, zu Veröffentlichungsmöglichkeiten, dem Erstellen eines Konzepts, Marketing, Layout und Buchsatz bis hin zu den ersten Schritten Richtung Hörbuch.
Das Herausgeben und Verlegen in seinen Einzelheiten und verständlich erklärt, denn Schreiben ist das eine, aber das richtige Publizieren das andere!

Rezension:
Schreibratgeber für (angehende) Autoren gibt es in größerer Zahl. Meist enden diese allerdings mit dem fertigen Manuskript. An genau dieser Stelle setzt nun dieser Ratgeber an. Wie wird aus diesem Manuskript im Selfpublishing ein fertiges eBook und/oder gedrucktes Buch? Was ist hier alles zu beachten, damit das fertige Werk überhaupt bei den Händlern gelistet wird und auch beim potenziellen Leser gegen die zahlreiche Konkurrenz bestehen kann. Bei all diesen Fragen geht der Ratgeber in die Tiefe und bringt dabei auch Themen an die Tagesordnung, an die viele zunächst gar nicht denken würden. Die Themenbreite reicht dabei vom Korrektorat und Lektorat über den Satz der Printausgabe beziehungsweise die Erzeugung des eBooks bis zur Wahl des Distributionsweges und begleitet den Selfpublisher weiter hin zu Werbe- und Marketingmaßnahmen und zur Organisation von Leserunden.
Natürlich lassen sich viele dieser Tipps auch im Web finden. Alles zusammenzutragen ist dabei allerdings ziemlich zeitaufwendig. Als besonderes Highlight betrachte ich die Zusammenstellung aller erwähnenswerten Distributionswege mit detaillierter Aufstellung der jeweiligen Vor- und Nachteile. Auch wird auf landesspezifische Besonderheiten für Autoren aus den verschiedenen deutschsprachigen Ländern hingewiesen. Das habe ich in dieser Form und Ausführlichkeit bisher noch nirgends gesehen. Bei anderen Punkten wie dem perfekten Buchsatz kann dieser Ratgeber naturgemäß nicht in die Tiefe gehen, lassen sich doch alleine mit diesem Fachgebiet ganze Lehrbücher füllen.
Einziger wirklicher Kritikpunkt ist für mich, dass ständig von „Autorinnen und Autoren“ gesprochen wird. Das macht den Text übermäßig schwerfällig und steif. Bei der schlichten Erwähnung von Autoren würde wohl jedem klar sein, dass darin auch die weiblichen Exemplare inbegriffen sind.

Fazit:
Dieser umfassende Ratgeber geht auf alles ein, was nötig ist, um aus einem Manuskript ein Buch zu machen.

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– Blick ins Buch –
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Adels Gärten

Astrid Gräfin Matuschka, René Antonoff
Adels Gärten

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Gedüngt mit blauem Blut

Klappentext:
Astrid Gräfin Matuschka und René Antonoff reisen durch Deutschland und öffnen die Pforten zu acht feudalen Privatparks und ihren adeligen Besitzerinnen. Im Zentrum jedes Kapitels steht eine dieser Parkfrauen, ihre persönlich gestaltete Gartenanlage und ihre Gartenphilosophie. Die Autorin beschreibt den Charakter jedes Parks und zeichnet informative Porträts von allen Anlagen. Die passionierten Gärtnerinnen erzählen über die Besonderheiten ihres Landschaftsgartens, seine Bepflanzung und Nutzung. Die wunderbaren Fotografien fangen den eigentümlichen Zauber jedes Gartens in vielfältigen Lichtstimmungen ein.

Rezension:
Zu Schlössern gehören oft repräsentative Gärten und Parks. Während sich bei solchen, die heute in öffentlichem Besitz sind, meist irgendwelche Ämter um die gärtnerischen Anlagen kümmern, fühlen sich bei solchen, die noch in Adelshand sind, oft die Besitzer persönlich für die Ausgestaltung verantwortlich. Die Autorin Astrid Gräfin Matuschka und der Fotograf René Antonoff stellen hier 8 Schloss- beziehungsweise Burggärten oder -parks vor, bei denen in 7 Fällen hauptsächlich die Frauen die Verantwortung für die Erhaltung, Rekonstruktion oder Neugestaltung der Gartenanlagen übernehmen. Während die Texte die Geschichte der Grünanlagen und der zugehörigen Herrensitze relativ kurz zusammenfassen, den aktuellen Zustand beschreiben und die dahinterstehenden Personen vorstellen, sind es die Bilder, die diesem Buch das wirkliche Leben verleihen. Sehr gut aufgenommene Ansichten werden hier in hervorragender Qualität auf Hochglanzpapier wiedergegeben. Ich muss zugeben, dass ich bisher kein einziges der vorgestellten Objekte auch nur dem Namen nach kannte. Dabei sind diese Parks und Gärten fast alle öffentlich zugänglich.
Leider ist dieses 2014 erschienene Buch nur noch gebraucht erhältlich. Für Liebhaber schöner Parks ist es aber trotzdem lohnend, danach Ausschau zu halten.

Fazit:
Dieser hochqualitative Bildband präsentiert herrliche Schlossparks und -gärten.

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Moritex – 2.1 – Die Spiele des Apuleius

Stefan Breuer
Moritex – 2.1 – Die Spiele des Apuleius

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Apuleiusʼ Spiele zum Selberspielen

Klappentext:
Apuleius, Spieler, Geschichtenerzähler und Lebenskünstler, ist eine der Hauptfiguren in dem zweibändigen Ancient-Fantasy-Roman „Moritex“. Wie aber werden die Spiele, die im Roman „Moritex“ genannt werden, genau gespielt? Darauf soll dieses schmale Ergänzungsbändchen eine Antwort geben.
Mit den angegebenen Regeln und den Abbildungen der Spielbretter lassen sich Singam, Bagh Bakri, Latrunculi und Chaturanga leicht erlenen – der Beginn eines sehr langen Wegs zur meisterlichen Spielkunst eines Apuleius.

Rezension:
In den beiden Bänden der Fantasy-Dilogie „Moritex“ gibt es wiederholt Szenen, in denen der Charakter Apuleius mit Strategiespielen Geld verdient. Diese Spiele werden in den Romanen jedoch nur oberflächlich vorgestellt. Das ändert sich allerdings in diesem Ergänzungsband, dessen einziger Sinn darin besteht, dem Leser diese Spiele zu erklären. Die Regeln der 4 vorgestellten Strategiespiele wirken durchaus interessant, sodass es interessant sein könnte, diese wirklich mal selbst auszuprobieren. Ein Problem dürfte das nicht sein, da als Spielmaterial Gegenstände diesen können, die in den meisten Haushalten greifbar sein dürften. Teilweise kann man sogar ein normales Schachbrett zweckentfremden. Verständnisprobleme werden wohl kaum auftreten, da die Spielmöglichkeiten wo nötig auch durch Skizzen illustriert sind.
Um Irrtümern vorzubeugen: Bei „Die Spiele des Apuleius“ handelt es sich nicht um einen 3. Band. Hier existiert – abgesehen von Textausschnitten der beiden eigentlichen Bände – keine Handlung in dem Sinn, sondern ‚nur‘ die Erläuterung der dort erwähnten Spiele.

Fazit:
Wer mal Abwechslung zu Schach & Co. sucht, könnte hier Ideen für interessante Spieleabende finden.

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