Sherlock Holmes und die Dokumente der Miss Adler

John Hall
Sherlock Holmes und die Dokumente der Miss Adler

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Mission in Böhmen.

Klappentext:
Sherlock Holmes und Doktor Watson auf Mission, den König von Böhmen zu retten.
Wie ein Jahr zuvor müssen Holmes und Watson erneut ein kompromittierendes Foto, das Miss Adler (nun Mrs. Norton) und den König von Böhmen zeigt, wiedererlangen.
Denn das Bild wurde Mrs. Norton von Karl, dem unehelichen Bruder des Königs, und dessen Cousin Gottfried gestohlen, der gleichzeitig der rechtmäßige Thronfolger Böhmens ist.
Das Bild ist das einzige Beweisstück einer einstigen Liebesbeziehung und bedroht nun aufgrund seiner diskreditierenden Wirkung einen wichtigen Friedensvertrag: Dankt der König nicht ab, gelangt das Foto an die Öffentlichkeit, der Friedensvertrag könnte platzen und das Land könnte in einem Bürgerkrieg versinken.
Doch sobald Sherlock und Watson in Böhmen ankommen, werden sie in einen Strudel aus Lügen, Intrigen und Komplikationen hineingezogen und Lösung des Problems scheint weit entfernt. Können die beiden den Fall lösen, ehe die Feinde des Königs mit ihren Machenschaften Erfolg haben?

Rezension:
Diese Geschichte stellt eine Fortsetzung der Original-Holmes-Story um Irene Adler und den König von Böhmen dar. Diesmal nimmt die ehemalige Miss Adler, mittlerweile verheiratete Mrs Norton selbst Kontakt zu Sherlock Holmes auf, da sie – nunmehr glücklich verheiratet – die Sache endgültig zu den Akten legen und ihren ehemaligen Geliebten vor Schaden bewahren möchte. Da sich das Corpus Delicti allerdings schon in falschen Händen und wahrscheinlich sogar schon in Böhmen befindet, bleibt Holmes und seinem treuen Helfer nichts anderes übrig, als sich schnellstens dorthin zu begeben und den König persönlich zu kontaktieren.
Der Autor selbst weist im Vorwort korrekterweise darauf hin, dass Böhmen im fraglichen Zeitraum in Wirklichkeit Bestandteil des Habsburgerreiches war und es somit im Gegensatz zur literarischen Vorlage Arthur Conan Doyles keinen König von Böhmen gab. Trotzdem begeht er in seiner Fortsetzung selbst erhebliche geographische Fehler. Beispielsweise fährt der Zug mit Holmes und Watson bei Sonnenuntergang am Rande des Schwarzwaldes entlang, welche noch am selben Tag ihr Abendessen in Wien einnehmen. Das ist selbst mit dem heutigen ICE nicht zu schaffen, viel weniger mit den Zügen in den 1890ern. Und wieso sollten eilige Reisende auf dem Weg von der Kanalküste nach Böhmen überhaupt einen Umweg über Wien machen?
Dabei trifft John Hall (eventuell ein Pseudonym eines deutschsprachigen Autors, da nirgends ein Übersetzer erwähnt wird) den Stil des Originals recht gut. Holmes und besonders Watson erscheinen stellenweise allerdings etwas out of character. Trotz dieser kleinen Einschränkung liest sich das Buch sehr gut und kann allen Sherlock-Holmes-Fans empfohlen werden. Das Ende des Buches dürfte den Leser jedoch überraschen, zumal es für die Handlung eigentlich unnötig ist.

Fazit:
Statt eines gänzlich neuen Abenteuers die Fortsetzung eines bekannten – Freunden des Original-Holmes kann es recht sein.

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