Die Akte Bram Stoker

Lisanne Courbet
Die Akte Bram Stoker

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Ahnenforschung der anderen Art

Klappentext:
London, 2012, am 100. Todestag von Bram Stoker.
In einem Bankschließfach tauchen geheime Dokumente des Schöpfers von Dracula auf, die den Verdacht nahelegen, dass der weltberühmte Roman womöglich auf echten Tatsachen beruht. In London bricht eine hysterische Jagd nach der Wahrheit aus.
Valea Horak wird unfreiwillig in diese Jagd verwickelt, als sie einen befreundeten Journalisten auf einer Pressekonferenz vertritt. Dort trifft sie ihre Jugendliebe Julian Schwarz wieder. Kurz darauf werden die mit der Untersuchung betrauten Historiker mit eindeutigen Einstichen am Hals und vollständig ausgeblutet aufgefunden. In den Bisswunden finden Forensiker tote DNA-Spuren aus einem rumänischen Grab des 15. Jahrhunderts. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Gemeinsam mit Julian stellt Valea ihre ganz eigenen Nachforschungen an und muss feststellen, dass das Geheimnis um die Entstehungsgeschichte von „Dracula“ unheimliche Parallelen zu ihrer eigenen Familiengeschichte birgt.
Doch sie ist nicht die einzige, die ein persönliches Interesse an der Wahrheit hat. Während Valeas Leben durch unheimliche Ereignisse immer weiter aus der Bahn geworfen wird, verdichten sich Hinweise auf eine wirkliche Existenz des legendären Vampirs.
Eine gefährliche Suche zwischen London, Wien und Budapest beginnt. Doch die Wahrheit ist noch viel dunkler, als Valea und Julian glauben.
Die Akte Bram Stoker. Ein Fest für alle Fans des Vaters aller Vampir-Romane. Ein düsterer Thriller, der das klassische Vampir-Genre feiert. Und eine poetische Reise in die Vergangenheit eines Buches, das sich öfters verkauft hat, als die Bibel.

Rezension:
Pünktlich zum 100. Todestag Bram Stokers kündigt die Bank of England an, an diesem Tag ein kurz vor dessen Tod vom Schriftsteller persönlich angelegtes Schließfach verfügungsgemäß zu öffnen. Das öffentliche Interesse ist natürlich sofort geweckt. Als sich in der Kassette Dokumente finden, die die Vermutung nahelegen, Stokers berühmter Roman könnte auf Tatsachen beruhen, steigt das Medieninteresse ins Unermessliche. Schon bald tauchen Mordopfer auf, deren Todesursachen stark an Vampirbisse erinnern. Während die ermittelnde Kommissarin davon überzeugt ist, vorsätzlich getäuscht zu werden, bemerkt die österreichische Literaturstudentin Valea Horak, dass es überraschende Berührungspunkte zu ihrer eigenen Familiengeschichte zu geben scheint. Aber auch ganz andere Kräfte scheinen an den Entwicklungen hochgradig interessiert zu sein.
Lisanne Courbet bekennt sich im Nachwort ausdrücklich als Fan von Bram Stoker und dessen Roman „Dracula“. Nach dem Lesen dieses Buches wäre dieses Bekenntnis aber kaum nötig gewesen, geht die Autorin in ihrem Buch doch detailliert auf diverse Elemente des Originals und dessen Entstehungsgeschichte ein. Genau darauf beruht die Handlung ihres eigenen Buches. Die Prota- und Antagonisten, aus deren Blickwinkeln die Geschichte wechselweise erzählt wird, unterscheiden sich schon in dem Punkt, ob sie an die tatsächliche Existenz der unsterblichen Blutsauger glauben oder nicht. Da ist Detective Chief Inspector Annie Marrell, deren feste Überzeugung darin besteht, dass die auf vampirische Aktivitäten hindeutenden Indizien gefälscht sind. Die andere Seite vertritt die Studentin Valea Horak, die bei ihren privaten ‚Ermittlungen‘ zunehmend davon überzeugt wird, dass es wirklich Vampire gibt und ihre eigenen Vorfahren wiederholt mit ihnen in Berührung gekommen sind. Außerdem taucht ein katholischer Orden, der sich der Vampirjagd verschrieben hat, auf, dessen Mitglieder schnell die Rolle der Antagonisten zugewiesen wird.
Auch wenn sich in diesem Buch alles um (wahre oder vorgetäuschte?) Vampire dreht, liegt der Schwerpunkt der Handlung doch auf Thriller-Elementen und ganz diesseitige Gewalt und deren Androhung. Vampire spielen eine überraschend kleine Rolle. Ob diese überhaupt wirklich existent sind, wird hier natürlich nicht verraten. Das Buch kann seine Leser mit dem gelungenen Handlungsaufbau jedenfalls durchaus fesseln. Den größten Minuspunkt stellt ein etwas zu ausführlich wiedergegebenes altes Tagebuch dar, das sich über zahlreiche Seiten hinzieht und alles andere als spannend zu lesen ist.

Fazit:
Dieser Thriller greift Bram Stokers Werk „Dracula“ auf und erforscht die Auswirkungen, falls dieses auf wahren Begebenheiten beruhen sollte.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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