Geister-Detektiv Mark Tate – 2 – 5 Romane in einem Band

W. A. Hary
Geister-Detektiv Mark Tate – 2 – 5 Romane in einem Band

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Voodoo, Roboter und Kali-Jünger

Klappentext:
Dieses Buch enthält folgende Mark Tate Romane:
W.A.Hary: Mark Tate und die Voodoo-Hexte
W.A.Hary: Mark Tate und das Erbe des Grauens
W.A.Hary: Der Druden-Chirurg
W.A.Hary: Trau keinem Geist um Mitternacht
W.A.Hary: Hexagramm gefällig?
Mark Tate ist der Geister-Detektiv. Mit seinem magischen Amulett, dem Schavall, nimmt er es mit den Mächten der Finsternis auf und folgt ihnen in andere Welten und wenn es sein muss, bis in die Hölle. Ihm zur Seite steht May Harris, die weiße Hexe.

Rezension:
Als Privatdetektiv, der sich auf übernatürliche Bedrohungen spezialisiert hat, lebt Mark Tate nicht ungefährlich. Wenn er engagiert wird, bekommt er es stets mit gefährlichen Gegnern zu tun, denen mit normalen Waffen kaum zu begegnen ist. Und sein Ruf ist nicht ungefährlich, die dunklen Kräfte suchen nach ihm.
Dass alten Heftroman-Reihen im eBook-Zeitalter ein 2. Leben eingehaucht wird, ist eine mittlerweile schon weit verbreitete Vorgehensweise. Teilweise kommen auf diesem Weg wirklich lesenswerte Werke bei einer neuen Leserschaft zu neuem Ruhm. W. A. Harys Reihe um den „Geister-Detektiv Mark Tate“, die in der eBook-Inkarnation gleich als Sammelbände zu je 5 Geschichten daher kommt, fehlt allerdings leider die nötige Substanz, um überzeugen zu können. Zumindest die in diesem Band versammelten Bände sind auch sehr unterschiedlich, sodass die Reihe für mich nicht wie aus einem Guss wirkt. Hier ist es Magie, dort ein verrückter Wissenschaftler, der menschliche Bewusstseins in Roboter transferieren will, dann wieder eine Entführung in eine andere Dimension oder ein wieder auflebender Kali-Kult. Komischerweise kann der „Schavall“ des Protagonisten bei alldem helfen – wenn er denn gerade will. Bei gleich 3 der 5 Geschichten tritt der Titelheld eigentlich nur in einer Nebenrolle in Erscheinung. Über die jeweils größten Teile der Handlung wird dort von der entsprechenden Bedrohung erzählt, bevor der eigentliche Protagonist überhaupt darin involviert wird – und natürlich relativ schnell helfen kann.
Auch sprachlich kann der Autor nicht überzeugen. Überwiegend bedient er sich einer Abfolge kurzer Sätze. Während die Szenen, in denen der Protagonist anwesend ist, aus dessen Ich-Perspektive erzählt werden, bekommt der Leser alle anderen aus Beobachtersicht dargeboten.

Fazit:
Einzig die letzte Story „Hexagramm gefällig?“ kann in diesem Sammelband halbwegs überzeugen.

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Bilder aus Altbayern

Bilder aus Altbayern
Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Das Geheimnis der Taiga-Pyramiden

Xenia Jungwirth, Florian Jungwirth
Das Geheimnis der Taiga-Pyramiden

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Evolutionäre Pannen

Klappentext:
7. Juli 1979: Die erfolgreich entschlüsselten Koordinaten auf einem alten Artefakt lassen die Archäologin Hannah Walkows, den Geologen Georg A. Beyerbach und den Parapsychologen Peter Eberius von der kleinen Hafenstadt Igarka aus zu einer Expedition in die sibirische Taiga aufbrechen. Ihr Ziel ist eine geheimnisvolle Felsformation: drei pyramidenförmige Hügel unbekannten Ursprungs. Doch kann es inmitten der undurchdringlich erscheinenden Nadelwälder wirklich Pyramiden geben? Und wer oder was hat sie erschaffen?
Begleitet von Dimitri Semyonov, einem skrupellosen KGB-Mann, der sie im Auge behalten soll, kommen die drei Forscher nach einer gefährlichen Anreise durch unwegsames Gelände schließlich bei den Hügeln an. Zunächst scheint es, als wären alle ihre Mühen umsonst: weder finden sich Hinweise auf ein unnatürliches Entstehen der Felsen, noch eine Möglichkeit, ins Innere zu gelangen.
Als ein Gewitter aufzieht und der Sturm immer heftiger tobt, droht Semyonov die Expedition abzubrechen. Doch da stößt Eberius auf einen seltsamen Felsspalt … nur der Zugang in ein geologisch entstandenes Höhlensystem oder der Eingang in die Pyramide einer fremden Zivilisation?
Ein absolutes Muss für alle Abenteuer-, Mystery- und Science-Fiction-Fans: ein extrem spannender und unterhaltsamer Roman.

Rezension:
1979. Dem Parapsychologen Peter Eberius ist es gelungen, die Genehmigung für eine Expedition in die sibirische Taiga zu bekommen. Zusammen mit der Archäologin Hannah Walkows, dem Geologen Georg Beyerbach und einem Aufpasser vom KGB will er dort 3 Pyramiden erforschen. Während seine Begleiter jedoch von deren natürlichem Ursprung überzeugt sind, weiß Eberius mehr, als er seinen Mitstreitern verrät. Das vereinfacht die Forschungsarbeiten nicht gerade.
Der Leser bleibt bei Xenia und Florian Jungwirths Mystery-Abenteuer lange im Dunkeln, was sich hinter den Titel-gebenden Taiga-Pyramiden verbirgt. Ein archäologisches Rätsel? Eine Lösung aus dem Bereich der Fantasy oder der SciFi? Da die Antwort auf diese Fragen ein essenzieller Bestandteil der Geschichte ist, soll diese hier unerwähnt bleiben. Die endgültige Antwort wird sogar erst im letzten Kapitel, das eigentlich eher ein Epilog ist, deutlich.
Zentrales Element des Buches ist die Enträtselung der Pyramiden. Auf persönlicher Ebene sorgt die wachsende Kluft zwischen dem Parapsychologen und seinen Mitstreitern, denen zunehmend klar wird, dass Eberius ihnen etwas verschweigt, für Spannung. Auch dass Georg und Hannah früher mal ein Paar waren, sorgt für Unsicherheiten im Zwischenmenschlichen. Hier liegt aber auch ein Schwachpunkt des Buches. Alle 3 Abenteurer bleiben für den Leser eher schwammig. Über die in dieser sehr kurzen Zusammenfassung erwähnten Hintergründe der Charaktere hinaus erfährt man nur äußerst wenig über diese. Nicht einmal das ungefähre Alter wird angedeutet. Als Leser würde es mich aber schon interessieren, ob ich mir die Protagonisten eher um die 30 oder doch schon um die 50 vorstellen muss. Am Abenteuer an sich gibt es dagegen nichts auszusetzen.
Die Autoren erzählen das Abenteuer aus dem Blickwinkel eines auktorialen Erzählers. Dabei wechselt die Perspektive zwischen den Expeditionsmitgliedern.

Fazit:
Dieses Mystery-Abenteuer ist spannend und baut dabei auf die Rätsel der Pyramiden, vernachlässigt seine Protagonisten aber teilweise etwas.

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Bilder aus Altbayern

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Patricia Vanhelsing – Das Spukhaus

Alfred Bekker (Sidney Gardner)
Patricia Vanhelsing – Das Spukhaus

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Die rätselhafte Stimme

Klappentext:
Mein Name ist Patricia Vanhelsing und – ja, ich bin tatsächlich mit dem berühmten Vampirjäger gleichen Namens verwandt. Weshalb unser Zweig der Familie seine Schreibweise von „van Helsing“ in „Vanhelsing“ änderte, kann ich Ihnen allerdings auch nicht genau sagen. Es existieren da innerhalb meiner Verwandtschaft die unterschiedlichsten Theorien. Um ehrlich zu sein, besonders einleuchtend erscheint mir keine davon. Aber muss es nicht auch Geheimnisse geben, die sich letztlich nicht erklären lassen? Eins können Sie mir jedenfalls glauben: Das Übernatürliche spielte bei uns schon immer eine besondere Rolle.
In meinem Fall war es Fluch und Gabe zugleich.

Rezension:
Was übernatürliche Dinge angeht, ist Patricia Vanhelsing erblich vorbelastet. Trotzdem hat sie sich für den Beruf einer Journalistin entschieden. Als ihr Chef von mysteriösen Vorfällen erfährt, bei denen ein komplettes Fernsehteam spurlos verschwunden ist, hält er sie trotzdem für die Richtige. Zusammen mit einem Fotografen schickt er Patricia in die USA, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Bei Alfred Bekkers „Patricia Vanhelsing“-Geschichten ist es schwer, den Überblick zu behalten. Eine Reihenfolge der einzelnen Bände ist nirgends zu finden, eine Nummerierung fehlt. Vom Inhalt scheint „Das Spukhaus“ eher am Anfang der Reihe zu stehen. Zumindest sind die persönlichen Erfahrungen der Protagonistin mit einschlägigen Vorfällen noch gering. Eventuell könnte es sich sogar um Band 1 handeln. Für diese Theorie würde jedenfalls sprechen, dass es sich bei der vorliegenden Story im Grunde um einen Kriminalfall handelt und die aufgefundene mysteriöse Spur kaum zur Haupthandlung beiträgt und auch nicht weiter verfolgt wird. Es ist zu vermuten, dass dieser offene Handlungsfaden im nächsten oder einem späteren Band wieder aufgegriffen wird.
Dass der Autor zu den Vielschreibern gehört, kann man seinem routinierten Stil anmerken. Dabei bedient er sich überwiegend der Ich-Perspektive seiner Protagonistin. Nur in wenigen Szenen, in denen diese nicht anwesend ist, ändert sich das kurzzeitig. Dafür, dass es sich bei diesem eBook ursprünglich um einen Heftroman handelte, kann man das Niveau als überraschend hoch einschätzen. Bei Gelegenheit sollte ich mir durchaus weitere Bände ansehen. Einen, der dem Anschein nach deutlich später handelt, habe ich allerdings schon vor einiger Zeit gelesen, allerdings deutlich schwächer bewertet, den Band „Höllensumpf“.

Fazit:
Das ‚Groschenheft‘-Recycling in eBook-Form bringt in diesem Fall eine durchaus gelungene Horror-Krimi-Story zum Vorschein.

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Hotel Illusio – 1 – Feurige Berührung

Patricia Jane Castillo
Hotel Illusio – 1 – Feurige Berührung

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Tanz mit dem Feuer

Klappentext:
In Chanayras Welt ist nichts mehr wie zuvor. Seit sie die Show des mysteriösen Feuerkünstlers gesehen hat, wird ihr Leben durcheinandergewirbelt.
Was hat es mit dem merkwürdigen Symbol auf sich, das plötzlich ihre Handfläche ziert?
Alle Spuren führen zu dem neuen Hotel, das in Chanayras Heimatstadt eröffnet. Im Xouris ist nichts so wie es scheint. Die Menschen, die hier arbeiten, scheinen etwas zu verbergen.
Doch sie kann sich nicht fern halten, denn sie begegnet jemandem, der ihr Herz zum Brennen bringt.

Rezension:
Obwohl Chanayra schon bei mehreren Tanzakademien abgelehnt wurde, arbeitet sie weiter auf eine Tanzkarriere hin. Das Drängen ihrer Mutter, etwas anderes zu studieren, ignoriert sie. Nach einem zufälligen Wiedersehen mit einer alten Schulfreundin scheint sich plötzlich alles zu verändern. Chanayra hat plötzlich an allen möglichen Fronten Erfolg, alles scheint ihr zu gelingen. Sogar ein Soloauftritt zur Eröffnung eines neuen Hotels rückt in greifbare Nähe. Doch andererseits häufen sich die Mysterien in ihrem Leben.
Mit ihrer Trilogie „Hotel Illusio“ geht Patricia Jane Castillo ungewöhnliche Wege. Obwohl die Welt, in der die Protagonistin lebt, sowohl im Entwicklungsstand als auch im gezeigten täglichen Leben unserer sehr ähnelt, ist es eben doch nicht unsere Welt und die Geschichte somit keine Urban Fantasy. Auch ist die Protagonistin keine Schülerin, wie es oft der Fall ist, sondern eine junge Erwachsene, die noch auf der Suche nach ihrem richtigen Weg ist. Die Handlung, die die Autorin aus dieser Ausgangslage entwickelt, wird schnell mysteriös und von den Hintergründen her undurchschaubar. Leider ändert sich das bis zum Ende dieses Bandes nicht, sodass der Leser – genau wie die Protagonistin – zu diesem Zeitpunkt noch völlig im Dunkeln tappt. Kurze Textabschnitte aus der Sicht irgendwelcher Wesen, die nur mit „X“ und „Y“ benannt werden, verwirren mehr als Aufschluss zu bieten. Einiges deutet darauf hin, dass sich Weltenreisen hinter den Phänomenen verbergen könnten. Typische Fantasy-Wesen fehlen dagegen vollständig.
Das ‚normale‘ Leben der Protagonistin Chanayra dreht sich ganz um das Thema Tanz. … was zugegebenermaßen nicht gerade meinen Geschmack trifft. Positiv fällt allerdings auf, dass die männlichen Mitglieder der Tanztruppe entgegen üblicher Clichés als eindeutig heterosexuell dargestellt werden.
Die Autorin lässt die Handlung überwiegend ihrer Protagonistin folgen, gibt die Geschehnisse jedoch in der 3. Person wieder. Gerade durch ihre Andersartigkeit kann die Geschichte das Interesse des Fantasy- und Mystery-Fans wecken. Allerdings hätte ich mir gewünscht, am Ende des Bandes schon etwas mehr Durchblick zu haben.

Fazit:
Diese mysteriöse Fantasy wirft zahlreiche Rätsel auf, von denen in diesem 1. Band leider noch kein einziges gelöst wird.

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„Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898“
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Gräfin Anna – 2 – Gräfin Anna und die Herren von Rabenfels

Anke Dietrich
Gräfin Anna – 2 – Gräfin Anna und die Herren von Rabenfels

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Ritterliche Träume

Klappentext:
England, Juni 1913
Als Anna und Karl Friedrich von Erlebach die Einladung der Rutherfords annehmen, ahnen sie nicht, dass ihnen in England erneut ein aufregendes Abenteuer bevorstehen wird. Greenhills Kirche birgt eine Krypta, deren Geheimnis kaum jemand kennt. Die Inschrift verändert sich wie durch Geisterhand, Schwerter wechseln die Lage. Als wäre das nicht genug, wird Karl von einem Fremden attackiert, der sich ihm und Anna als einer der dort bestatteten Ritter vorstellt.
Welches Geheimnis umgibt die Gruft, und was hat Karl damit zu tun? Wie viel Wahrheit steckt in den Mythen? Ist jener Fremde ein Verrückter, der Spaziergänger bedroht, oder tatsächlich einer der Toten?
Ein packendes Abenteuer beginnt, in dem nicht alles so zu sein scheint, wie es die Legende besagt.

Rezension:
Der Ägyptenaufenthalt scheint Karls Gesundheit gut bekommen zu sein. Da steht einem Sommerurlaub bei den Rutherfords in England nichts im Wege. Schon kurz nach ihrer Ankunft erfahren die von Erlebachs, dass in der Dorfkirche seit Jahrhunderten deutsche Ritter begraben liegen, die Brüder von Rabenfels. Das überrascht besonders Karl, denn das sind entfernte Verwandte von ihm, die ein Rätsel umgibt. Als er allerdings von einem Fremden im Rittergewand bedroht wird, der behauptet, einer dieser alten Ritter zu sein, wird die Sache mysteriös. Doch es wird noch viel rätselhafter …
Mit dem 2. Band entfernt sich Anke Dietrichs historisches Fantasy-Abenteuer vom Thema Archäologie, das in Band 1 („Gräfin Anna und die Rache der Verdammten“) zentraler Aufhängepunkt der Story war. Dafür steht diesmal die europäische Geschichte des Zeitalters des Rittertums im Fokus. Wieso ruhen deutsche Ritter, die der Familiensage nach einst spurlos verschwanden, in der englischen Provinz? Das ist die Frage, der das Protagonisten-Ehepaar diesmal auf den Grund gehen muss. Zumindest für Annas Mann könnte die Antwort überlebenswichtig werden. Allerdings steht auch die Gräfin selbst in diesem Band stärker im Fokus der Handlung und nimmt somit eine Position ein, die ihrer Rolle als Titelheldin besser gerecht wird, als es im Vorgänger-Band der Fall war. Die zentrale Figur ist allerdings eindeutig ihr Mann.
Nachdem das Thema Archäologie zumindest vorläufig ad acta gelegt wurde, könnte man natürlich spekulieren, in welche Richtung sich die Reihe im kommenden Band (und eventuellen weiteren) bewegen könnte. Hinweise darauf sind bisher nicht auszumachen. Feststehen dürfte allerdings, dass es sich wohl wieder um ein mysteriöses Rätsel aus der Vergangenheit handeln dürfte.
Stilistisch bleibt sich die Autorin treu, sodass alles in der Rezension zu Band 1 in dieser Hinsicht gesagte auch hier zutrifft. Auch diesmal wird die gut lesbare Geschichte wieder aus Beobachtersicht wiedergegeben.

Fazit:
Der Fantasy-Mystery-Mix der Reihe kann auch in 2. Versuch überzeugen.

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„Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898“
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Wattenmeer

Alexander Lass
Wattenmeer

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Nichts los auf Pellworm

Klappentext:
Im Watt liegt etwas. Nicht etwas. Sondern vieles.
Die Fähre legt an. Die Sonne schmerzt in meinen Augen. Ein kleiner Urlaub mit der Familie, mal wieder etwas zur Ruhe kommen. Doch hier auf Pellworm ist es zu ruhig. Viel zu ruhig …

Rezension:
Zusammen mit seiner Familie will Lukas Urlaub auf Pellworm machen. Viele erholsame Tage hat er hier schon verbracht. Doch als die Fähre anlegt, scheint die Insel ausgestorben zu sein. Außer den gerade Angekommenen ist weit und breit kein Mensch zu sehen, weit und breit niemand, der mit der Fähre aufs Festland übersetzen will. Die Läden der Insel sind geöffnet, aber komplett menschenleer. Die Neuankömmlinge sind ratlos. Beim Polizeinotruf glaub man natürlich nicht an ein entvölkertes Pellworm. Was ist hier los?
Alexander Lassʼ Kurzgeschichte aus der booksnacks-Reihe in ein Genre einzuordnen, fällt schwer. Der Verlag vermarktet sie unter dem Label „Spannung“, was natürlich kein Genre im klassischen Sinn ist. Aber was wäre eine passende Schublade? Thriller, Mystery, Horror? Von allem was, aber nichts davon so richtig, wäre wohl die treffendste Antwort. Was man allerdings definitiv über die Story sagen kann, ist, dass sie sehr gut geschrieben ist. Und äußerst spannend, womit sich die Etikettierung des Verlages als richtig erweist. Bis zum Ende bleibt rätselhaft, wo hinein der Protagonist da geraden ist. Und dieses „bis zum Ende“ kann man wörtlich nehmen, denn eine wirkliche Auflösung, was auf der Insel geschehen ist, gibt es nicht. … was in meinen Augen der einzige Negativpunkt ist, den man dieser Geschichte anlasten kann. Ich hätte nämlich schon gerne gewusst, was da eigentlich vorgefallen ist.
Der Autor überlässt es seinem Protagonisten, seine Erlebnisse auf der menschenleeren Insel in der Ich-Form zu erzählen. Wie bereits erwähnt bleibt es bis zum Schluss – und darüber hinaus – spannend. So überzeugende Kurzgeschichten bekommt der Leser leider nicht oft geboten.

Fazit:
Mit unterhaltsamer Spannung bis zum letzten Punkt kann diese Kurzgeschichte punkten.

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Die Totenbändiger – 1 – Unheilige Zeiten

Nadine Erdmann
Die Totenbändiger – 1 – Unheilige Zeiten

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Kinderschreie

Klappentext:
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der Geister zum Alltag gehören. Jeder sieht sie und jeder weiß, wie gefährlich sie uns Menschen werden können. In dieser Welt gibt es Verlorene Orte, die man den Geistern überlassen musste, und Unheilige Zeiten, in denen die Toten besonders gefährlich sind.
Camren Hunt ist ein Junge ohne Vergangenheit. Im vergangenen Unheiligen Jahr fand man ihn im Keller eines verlassenen Herrenhauses – umgeben von Leichen mit durchschnittenen Kehlen. Niemand weiß, was dort passiert ist, nicht einmal Camren selbst.
Jetzt, dreizehn Jahre später, schlagen sich die Menschen durch ein weiteres Unheiliges Jahr, in dem Geister und Wiedergänger noch gefährlicher sind als sonst. Plötzlich tauchen erneut Leichen mit durchschnittenen Kehlen auf …

Rezension:
Im London einer Parallelwelt gehören Geister zum Alltag. Leider, denn eine Begegnung mit Menschen kann für letztere leicht tödlich enden. Die einzigen Menschen, die sich wirksam gegen Geister verteidigen können, sind die Totenbändiger. Trotzdem oder gerade deshalb werden diese von den meisten normalen Menschen gemieden. Zu ähnlich sind ihre Fähigkeiten denen der Geister. Der 17-jährige Camren wuchs zusammen mit anderen Adoptivkindern bei einer Familie auf, die auch kleinen Totenbändigern eine Chance gibt. Doch gerade jetzt nehmen Ereignisse ihren Lauf, die an Camrens eigene Geschichte erinnern.
Zum Star ihrer neuen Fantasy-Reihe über „Die Totenbändiger“ führt uns Nadine Erdmann in eine sehr düstere London-Variante ein, in der Geister verschiedener ‚Evolutions-Stadien‘ eine ernsthafte Gefahr darstellen. Trotzdem befindet sich der Handlungsort auf dem aktuellen technischen Stand. PCs und Smartphones gehören zum Alltag. Das Setting erinnert in mancher Hinsicht an die „Lockwood und Co.“-Reihe. Handlung und handelnde Personen unterscheiden sich jedoch grundlegend von dieser. Die Protagonisten sind die (Adoptiv-)Kinder der Familie Hunt, die zur ‚Problemgruppe‘ der Totenbändiger gehören und von vielen ihrer Mitmenschen wie Aussätzige behandelt werden. Während die älteren als Geisterspezialisten für die Polizei arbeiten, kommen die jüngeren nach langem Kampf endlich in den Genuss, eine öffentliche Schule besuchen zu dürfen – für junge Totenbändiger ein Privileg. Die Autorin thematisiert in der Handlung sowohl die persönlichen Probleme der gesellschaftlichen Außenseiter als auch die bedrohliche Situation in der Stadt, die einem Höhepunkt zuzustreben scheint. Auf welchen Schwerpunkt sich das Geschehen im weiteren Verlauf der Reihe konzentrieren wird, bleibt abzuwarten.
Der Fokus der Geschichte wechselt ständig zwischen verschiedenen der Geschwister hin und her, wobei die Perspektive immer die eines Beobachters bleibt. Ein Urteil zu bilden fällt nach diesem ‚Kennenlern-Band‘ schwer, jedoch spricht vieles für ein eher düster ausgerichtetes Fantasy-Krimi-Abenteuer, dem weiter zu folgen sich zumindest vorerst lohnen dürfte.

Fazit:
Ein von Geistern bedrohtes London und eine ausgegrenzte Personengruppe stehen im Fokus dieser düsteren Fantasy-Reihe.

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Die Expedition

David Blaschke
Die Expedition

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Das Grauen von Honduras

Klappentext:
Eines Tages bekommt Professor Adair einen mysteriösen Umschlag zugesandt. Der Inhalt nimmt ihn sofort in seinen Bann. Eine Karte deren Geheimnis den Professor nicht mehr loslässt. Nun setzt er alles daran dieses Geheimnis zu lüften. Und der Albtraum nimmt seinen Lauf.

Rezension:
An einem Apriltag des Jahres 1934 erhält Professor Adair einen anonymen Brief. Einziger Inhalt ist eine Kartenskizze. Eine Reise nach Honduras nur auf Grundlage dieser Karte zu organisieren und vor allem auch zu finanzieren, erweist sich als kompliziert. Als es so weit ist, erwartet ihn am Ziel jedoch Unerwartetes.
David Blaschkes Kurzgeschichte wirkt am Anfang wie ein Archäologieabenteuer klassischer Machart. Mit Erreichen des Ziels kippt die Story jedoch in Richtung Mystery beziehungsweise Horror. Die Idee dieser kurzen Geschichte hätte sicher das Potenzial gehabt, auch zu einer deutlich längeren Story ausgearbeitet zu werden.
Der Autor lässt seinen Protagonisten die Geschehnisse in einer sehr nüchternen, beinahe schon an einen Bericht erinnernden Form erzählen. Gerade im Kontrast mit den berichteten Ereignissen wirkt das allerdings schon wieder stimmig.

Fazit:
Eine Horror-Kurzgeschichte, die ohne Effekthascherei auf den Punkt kommt.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Das flüssige Land

Raphaela Edelbauer
Das flüssige Land

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Eine löchrige Story

Klappentext:
Ein Ort, der nicht gefunden werden will. Eine österreichische Gräfin, die über die Erinnerungen einer ganzen Gemeinde regiert. Ein Loch im Erdreich, das die Bewohner in die Tiefe zu reißen droht. In ihrem schwindelerregenden Debütroman geht Raphaela Edelbauer der verdrängten Geschichte auf den Grund.
Der Unfalltod ihrer Eltern stellt die Wiener Physikerin Ruth vor ein nahezu unlösbares Paradox. Ihre Eltern haben verfügt, im Ort ihrer Kindheit begraben zu werden, doch Groß-Einland verbirgt sich beharrlich vor den Blicken Fremder. Als Ruth endlich dort eintrifft, macht sie eine erstaunliche Entdeckung. Unter dem Ort erstreckt sich ein riesiger Hohlraum, der das Leben der Bewohner von Groß-Einland auf merkwürdige Weise zu bestimmen scheint. Überall finden sich versteckte Hinweise auf das Loch und seine wechselhafte Historie, doch keiner will darüber sprechen. Nicht einmal, als klar ist, dass die Statik des gesamten Ortes bedroht ist.
Wird das Schweigen von der einflussreichen Gräfin der Gemeinde gesteuert? Und welche Rolle spielt eigentlich Ruths eigene Familiengeschichte? Je stärker sie in die Verwicklungen Groß-Einlands zur Zeit des Nationalsozialismus dringt, desto vehementer bekommt Ruth den Widerstand der Bewohner zu spüren. Doch sie gräbt tiefer und ahnt bald, dass die geheimnisvollen Strukturen im Ort ohne die Geschichte des Loches nicht zu entschlüsseln sind.

Rezension:
Ruth, die gerade an ihrer Habilitation schreibt, bekommt die Mitteilung, dass ihre Eltern bei einem Autounfall starben. Natürlich ist sie geschockt. Als sie allerdings erfährt, dass beide in ihrem Heimatort Groß-Einland bestattet werden wollten, fangen Ruths Probleme an. Ihre Eltern haben so gut wie nie über diesen Ort geredet, sie wusste gerade so, dass sie von dort stammten. Und Groß-Einland ist auf keiner Karte zu finden. Selbst ein Anruf bei der Niederösterreichischen Landesregierung bringt Ruth nicht weiter. Als sie – mehr durch Zufall – den Ort doch erreicht, ist alles anders. Eine Gräfin hat hier die beinahe absolute Herrschaft, Mitten im Ort gibt es ein riesiges, sich immer weiter ausdehnendes Loch, und obendrein scheinen sich in der Ortsgeschichte so einige Geheimnisse zu verbergen.
Der Roman der Österreicherin Raphaela Edelbauer ist sowohl für den Österreichischen Buchpreis 2019 als auch für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert. Das macht natürlich neugierig. Wenn man dann als Fantasy-Fan noch den Klappentext liest, wird man neugierig. Der klingt doch gleich nach Phantastik, wahrscheinlich Urban Fantasy. Dieser Verdacht ist allerdings leider nicht das Einzige, was beim Lesen enttäuscht wird. Nicht nur der Boden unter Groß-Einland ist nämlich extrem löchrig, die Story ist es auch – und das gleich in vielfacher Hinsicht.
Aber der Reihe nach: Natürlich ist es bei einem Buch (egal welches Genres) nichts Negatives, wenn sich am Anfang viele Fragen stellen. Hier ist es allerdings so, dass es bis zum Ende immer mehr offene Fragen werden, von denen fast alle am Ende unbeantwortet bleiben. Das ganze Buch bleibt irgendwie inhaltlich nicht greifbar. Was will die Autorin damit eigentlich aussagen? Wie bereits angedeutet stellt dieses Buch definitiv keine Urban Fantasy dar. Mystery würde schon etwas besser passen, denn mysteriös ist hier einiges, doch ist diese Geschichte auch wieder eindeutig nicht das, was man sich unter diesem Genre vorstellt. Soll es eine Parabel auf gesellschaftliche Zu- und Missstände sein? Soll es den Drogentraum der eindeutig medikamentenabhängigen Protagonistin darstellen? Zu letzterem würde zumindest passen, dass in Groß-Eindorf so vieles völlig unlogisch ist. Beispielsweise ist der Ort offiziell nicht existent, außer den Einwohnern weiß fast niemand, dass es Groß-Eindorf überhaupt gibt. Trotzdem ist der Ort mit dem öffentlichen Telefonnetz verbunden. Im Ort arbeiten Ausländer, von denen manche sogar täglich bis heim nach Slowenien pendeln. Dann sollen, um Geld in den Ort zu bringen, busladungsweise Touristen angelockt werden. In einen Ort, von dem niemand etwas erfahren soll? Da passt einfach nichts. In der Jurybegründung des Rauriser Literaturpreises (zu dem das Buch anscheinend auch nominiert ist) heißt es: „Raphaela Edelbauer überschreitet Grenzen und rückt in unerforschte Gebiete der Literatur vor.“ Auf diese ‚Erforschung‘ der organisierten Unlogik kann ich – offen gesagt – verzichten.
Den Stil der Autorin, die die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin erzählt, halte ich auch für zumindest gewöhnungsbedürftig. Als Beistiel soll hier nur der 1. Satz des Buches dienen: „In den frühen Morgenstunden des 21. September 2007 verschüttete ich rund 200 ml Kaffee über meinem penetrant klingelnden Handy, das mich, von einer unterdrückten Nummer zutiefst erschüttert, so plötzlich zum Abheben aufforderte, dass ich keine Zeit hatte, die Tasse abzustellen.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass dieses anscheinend von einigen ‚Sachverständigen‘ als auszeichnungswert eingestufte Buch meine Vorstellung von unterhaltsamer Literatur definitiv nicht trifft.

Fazit:
Die Story dieses Buches ist leider so löchrig wie der Untergrund des Handlungsortes. Es bleibt völlig unklar, was die Autorin sagen will.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
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Lost God

Gregor Spörri
Lost God

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Zwischen Macht und Theorien

Klappentext:
Ein lastwagengroßes UFO erscheint über der Erde. Auf seiner Hülle prangt ein sichelförmiges Zeichen. Ein Imam deutet das Zeichen als Symbol des Islam und behauptet mit Bezug auf den Koran, das Objekt stamme von einer Schwesterwelt der Erde. Eine islamische Terrororganisation ruft daraufhin zum globalen Heiligen Krieg auf.
Alien-Forscher Erich von Däniken entdeckt das gleiche Zeichen auf einem jahrtausendealten sumerischen Rollsiegel und prophezeit der Welt einen Götterschock ganz anderer Art. Sowohl Russland als auch China planen das mysteriöse Objekt zu untersuchen, doch US-Präsident Donald Trump will den beiden Ostmächten um jeden Preis zuvorkommen – eine verheerende Entscheidung.
Während Terroristen Europa ins Chaos zu stürzen versuchen, hebt in Cape Canaveral eine reaktiierte Raumfähre ab. Die Besatzung soll das von den Islamisten zum göttlichen Zeichen erhobene UFO bergen und zur Erde bringen. Mit an Bord sind der verwegene Navy-Flieger Tom Taylor, die junge Wissenschaftsjournalistin und Querdenkerin Sally Brown, sowie der deutsche Raketeningenieur Gunther Wolf, der mehr über das UFO und seine Herkunft zu wissen scheint, als er zuzugeben bereit ist. Doch kaum ist die alte Fähre gestartet, gerät die Welt in einen Strudel apokalyptischer Ereignisse unvorstellbaren Ausmaßes.

Rezension:
Als überraschend ein UFO im Erdorbit auftaucht, prallen die verrücktesten Theorien aufeinander. Verschiedene Interessengruppen möchten den Vorfall zum eigenen Machtausbau nutzen. Dabei deutet vorerst nichts auf feindliche Absichten der Besucher hin. Das ändert sich allerdings drastisch. Während am Boden noch verschiedene Weltsichten aufeinanderprallen, nimmt das Chaos seinen apokalyptischen Lauf.
In seinem Science-Fiction-Thriller verbindet der Schweizer Gregor Spörri SciFi mit Mystery und einem nicht gerade kleinen Hauch Politik- beziehungsweise Gesellschaftsparodie. Als Grundlage kombiniert er reale wissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien mit den Vermutungen eines Erich von Däniken, den aktuellen Stand der Raumfahrt mit religiösen Themen. Außergewöhnlich ist auch, dass reale Personen wie Donald Trump und Erich von Däniken in der fiktiven Handlung auftreten – und dabei durchaus ‚echt‘ wirken. Wie man dem Vorwort entnehmen kann, scheint der Autor Ancient-Aliens-Theorien im realen Leben übrigens nahezustehen und mit von Däniken Kontakt zu unterhalten.
Wirkt die Handlung mit ihren vielen Schauplätzen und Charakteren zu Beginn etwas verwirrend, greifen die diversen Elemente schnell wie Zahnräder ineinander. Einen dieser Charakter als ‚den‘ Protagonisten zu definieren, erweist sich als unmöglich. Zwischen den Schauplätzen findet ein teilweise rasander Wechsel statt.
Den Stil des Autors zu beurteilen, fällt nicht leicht. In die gut lesbare Handlung sind immer wieder sprachlich sehr nüchterne Erklärungen eingeschoben, die in einem Roman fehl am Platze wirken. So werden bei den Space-Shuttle-Szenen immer wieder die ausgeschriebenen Bedeutungen der als feststehende Abkürzungen benutzen Ausrüstungsteile in Klammern hinzugefügt oder technische Komponenten über ganze Absätze in einem Lexikon-Stil erklärt, statt das ins Gespräch zwischen den beteiligten Personen einzubetten. Die eigentliche Handlung ist allerdings gelungen.
Die heiße Phase des Weltuntergangs findet übrigens im September 2019 statt, genau an den Tagen, an denen ich dieses Buch gelesen habe. Und ich habe nichts davon mitbekommen …

Fazit:
Dieser SciFi-Mystery-Thriller könnte durch eine stilistische Überarbeitung noch deutlich aufgewertet werden.

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