Die Gilde der Rose – 1 – Dämonenfessel

Talira Tal
Die Gilde der Rose – 1 – Dämonenfessel

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Dämonen versus Hexen

Klappentext:
Durch Intrigen eines abgewiesenen Verehrers wird Freyja Rose im Jahr des Herrn 1616 zum Tode verurteilt. Noch ahnt sie nicht, dass sie tatsächlich eine Hexe ist. In der Nacht zu ihrem achtzehnten Geburtstag träumt sie von ihrer verstorbenen Großmutter. Freyja erfährt, dass ein mächtiger Dämon, Zeratostus, ihre verschwundene Mutter entführt hat und diese nun auf Rettung hofft. Mit Hilfe ihrer beiden magischen Vögel Blitz und Donner und deren Eiern reist Freyja 400 Jahre in die Zukunft, um die Mutter zu retten. Im Kampf gegen den Dämon stehen ihr ein Werwolf, eine Medusa und viele andere Fabelwesen zur Seite.

Rezension:
1616 wird Freyja als Hexe zum Tod durch Verbrennen verurteilt. Ausgerechnet an ihrem 18. Geburtstag soll das Urteil vollstreckt werden. Ihre zahmen Vögel retten sie jedoch magisch ins Jahr 2016. An der Stelle, an der sich eben noch der Scheiterhaufen befand, befindet sich jetzt allerdings eine Straße, und so findet sich Freyja vor einem heranbrausenden LKW wieder. Zum Glück ist ein junger Mann geistesgegenwärtig genug, sie zu retten. Doch wurde Frayja nicht grundlos in diese Zeit gebracht. Ihre vor Jahren verschwundene Mutter wird hier von einem Dämon gefangengehalten.
Talira Tals Reihenauftakt gehört zweifellos in die Kategorie Urban Fantasy, wobei auch ein Romantasy-Aspekt nicht zu leugnen ist. Auch wenn explizite Szenen fehlen und es nicht über einen Kuss hinausgeht, spielt das Beziehungsgeflecht der Charaktere doch eine zentrale Rolle. Das fängt schon damit an, dass Frayja eine Hexe ist und Michael, der Mann, der sie vor dem LKW rettet, sich als Werwolf herausstellt. Natürlich entwickeln sich Gefühle zwischen beiden. Um Frayjas Mutter zu finden, braucht Michael jedoch die Hilfe seiner Exfreundin, einer Medusa, die Frayjas Mutter finden will, um die Konkurrentin schnellstmöglich wieder in ihre eigene Zeit zurückschicken zu können. Um das zu erreichen, sucht sie die Hilfe ihrer besten Freundin, einer Vampirin. Allerdings ist diese selbst in die Medusa verliebt und will folglich verhindern, dass diese wieder mit Michael zusammenkommt. Die einfachste Lösung dürfte sein, Freyjas Mutter nicht zu finden, damit diese weiterhin bei Michael bleibt. Alles klar? Dann dürften alle Fragen bezüglich des Niveaus der Romantasy-Anteile beantwortet sein.
Zum Glück erweist sich die eigentliche Fantasy-Handlung als deutlich hochwertiger. Der Handlungsstrang um Frayjas von einem Dämonen entführte Mutter ist durchaus interessant. Hier können Urban-Fantasy-Freunde auf ihre Kosten kommen. Ganz ohne Schwächen ist allerdings auch dieser Teil nicht. Das Genre Urban Fantasy lebt ja davon, dass der Real-World-Part glaubhaft ist und die in unserer realen Welt lebenden Normalos eben nichts von den übersinnlichen Wesen, die unter ihnen leben, mitbekommen. Wie soll es aber unauffällig sein, wenn der Dämon im von ihm betriebenen Zirkus echte Zentauren auftreten lässt, auf denen die (Menschen-)Kinder sogar reiten dürfen?
Im Gegensatz zu den inhaltlichen Schwächen ist der Autorin sprachlich/stilistisch nichts vorzuwerfen. Das Buch ist gut lesbar, wobei der Blickwinkel zwischen verschiedenen Charakteren wechselt. Während die Protagonistin dabei aus der Ich-Perspektive berichtet, werden alle anderen Blickwinkel aus der 3. Person erzählt.

Fazit:
Die an sich interessante Idee dieses Reihenauftakts wird durch die sehr seichte Handlung des Romantasy-Anteils leider teilweise ruiniert.

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Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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