Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit (Hörbuch)

Natasha Pulley
Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit (Hörbuch)

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
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Übersetzung: Jochen Schwarzer
Sprecher: Jonas Minthe

Auf der Suche nach Madelain

Klappentext:

1898 erwacht Joe Tournier ohne jegliche Erinnerungen am Bahn­hof Gare du Roi in Londres. Die Welt steht Kopf: Eng­land ist Fran­zösisch, und Joe wird in eine psychiat­rische Klinik ein­ge­wiesen. Nur wenig später, als er wie­der in Frei­heit ist, trifft eine rätsel­hafte Post­karte bei ihm ein, die 90 Jahre zu ihm unter­wegs war. Auf der Post­karte ist ein Leucht­turm auf einer Insel mit dem Namen Eilean Mor ab­ge­bil­det, auf der Rück­seite steht ein kur­zer Text: „Liebs­ter Joe, komm nach Hause, wenn du dich erin­nerst. M.“ Was hat es mit dem Leucht­turm auf sich und wie kann ein Mann mitt­leren Alters aus einer neun­zig­jähri­gen Ver­gangen­heit heraus ver­misst wer­den? Und wer ist M.? Joe macht sich schließ­lich auf die nicht un­ge­fähr­liche Reise nach Schott­land, um den Leucht­turm zu suchen und findet statt­dessen einen Weg in die Ver­gangen­heit.

Rezension:

Joe steht mitten auf einem Bahnsteig in London, ohne zu wis­sen, wer er ist oder wie er dort­hin kommt. Und wieso ist hier alles fran­zösisch be­schrif­tet? Erst nach und nach fin­det er heraus, dass ganz Eng­land seit der ver­lorenen Schlacht von Tra­fal­gar fran­zösisch be­setzt ist. Dann muss er auch noch er­fah­ren, dass er ein Leib­eigener ist, aber Erin­ner­ungen an seine Ver­gangen­heit kom­men ein­fach nicht zu­rück. Als er auch noch eine Post­karte erhält, die vor 90 Jah­ren ge­schrie­ben wurde und erst an die­sem Tag zu­ge­stellt wer­den sollte, be­greift er, dass irgend­was nicht stim­men kann. Da­mals konnte doch noch nie­mand von ihm wis­sen. Und der auf der Karte ab­ge­bil­dete Leucht­turm wurde erst vor 2 Jah­ren erbaut …

Dass es bei Natasha Pulleys Buch um Zeitreisen geht, kann man nach dem Klap­pen­text natür­lich schon er­ahnen. Zu mei­ner Schande muss ich aller­dings ge­stehen, dass mit der Name der Autorin nichts mehr sagte. Dabei kenne ich von ihr be­reits das Buch „Der Uhr­macher in der Filigree Street“ – und fand es rela­tiv ent­täuschend. Um es aber bereits vor­weg­zu­neh­men: Die­ses Buch ge­fällt mir deut­lich bes­ser, ob­wohl man auch die­ses wie­der als außer­ge­wöhn­lich be­zie­hungs­weise un­er­war­tet be­zeich­nen muss. Ob­wohl Zeit­reisen eine Rolle spie­len, sind sie näm­lich nicht wirk­lich das Thema, und der titel­gebende Leucht­turm erweist sich mehr oder weni­ger als Rand­er­scheinung. Im Fokus der Ge­schichte steht viel mehr, zu wel­chen Ver­änder­ungen der Ein­fluss durch­ge­führ­ter Zeit­reisen führt. Die Prota­gonis­ten wer­den immer wie­der in unter­schied­lichen Zei­ten be­glei­tet, in denen sich die Ver­hält­nisse grund­legend unter­scheiden.

Der Autorin gelingt es, den Stil der Literatur der Jahrhundert­wende vom 19. zum 20. Jahr­hun­dert über­zeugend zu tref­fen, was durch den Vor­trag des Sprech­ers der Hör­buch-Aus­gabe pas­send um­ge­setzt wird. Was aller­dings ver­besserungs­wür­dig wäre, ist die Ver­mark­tung, die dem poten­ziellen Leser be­ziehungs­weise Hörer deut­licher machen sollte, dass es sich hier nicht um eine klas­sische Zeit­reise-Fan­tasy han­delt.

Fazit:

Im Mittelpunkt dieses Buches stehen eher die durch Zeit­reisen her­vor­ge­rufenen Ver­änder­ungen als die Zeit­reisen selbst.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Eine Rose für Jack the Ripper

Kristy Nichols
Eine Rose für Jack the Ripper

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die zweifelhafte Mieterin

Klappentext:

Jessica Fellmers friedliches Leben ist schlagartig vorbei, als eines Nach­mit­tags ihr schwer ver­letz­ter Bru­der in ihr Apparte­ment stol­pert und in ihren Armen stirbt. Schockiert ent­deckt sie, dass Chris ein Mit­arbei­ter eines gehei­men Regierungs­pro­jektes war und als Zeit­reisen­der im Lon­don des Jah­res 1888 unter­wegs. Mit Hilfe sei­nes Part­ners reist sie in der Zeit zurück, um mehr über die Um­stände sei­nes Todes zu erfah­ren. Wäh­rend die junge Frau ver­sucht, im Lon­don des vik­tori­anischen Zeit­alters zurecht­zu­kom­men, stellt sie gleich­zeitig fest, dass die Kennt­nis über zu­künf­tige Ereig­nisse nicht immer ein Segen ist.

Und dann lauert neben den Gefahren für ihren Körper auch noch die Gefahr für ihr Herz in den dunk­len, nebe­ligen Gas­sen. Aber wem kann Jessica ver­trauen?

Zischende Gaslaternen, wabernde Nebel, geheimnisvolle Schatten und eine Frau, deren Wis­sen um die Zu­kunft ihr zum Ver­häng­nis wer­den kann.

Rezension:

Jessica lebt im Jahr 2035. Womit ihr Bruder sein Geld verdient, weiß sie aller­dings nicht. Bis er eines Tages schwer ver­letzt in ihre Woh­nung wankt und ihr mit letz­ter Kraft gesteht, dass er als eine Art Zeit-Agent für die Re­gierung arbei­tet. Sein Zeit­reise­gerät hinter­lässt er ihr. Natür­lich will Jessica erfah­ren, wer am Tod ihres Bru­ders schuld ist. Des­halb begibt sie sich ins Lon­don des Jah­res 1888, in die Welt Jack the Rippers.

Kristy Nichols’ Buch einem Genre zuzuordnen, erscheint hoffnungs­los. Die Rah­men­hand­lung ist in der näheren Zu­kunft ange­sie­delt, die aller­dings deut­lich dys­to­pische Züge auf­weist. Also eine Dys­to­pie? Wie die Prota­gonis­tin fest­stellen muss, wird im Ge­hei­men an Zeit­reise­techno­logie gear­beitet. Also Science Fiction? Sie begibt sich auf eine Zeit­reise. Also Fan­tasy? Im vik­tori­anischen Lon­don wird sie in die Mord­serie des wohl berühm­tes­ten Mas­sen­mör­ders der Ge­schichte ver­wickelt. Ein his­tori­scher Ro­man oder doch eher ein Krimi? Und dass sich Jessica ver­liebt, kann natür­lich auch nicht aus­blei­ben. Also viel­leicht doch ein Liebes­roman? Alles passt zu­min­dest auf einige Hand­lungs­ele­mente zu. In eine Genre-Schub­lade kann man die­ses Buch dem­zu­folge nicht ein­ordnen.

Die Zeitebene in der nahen Zukunft stellt lediglich einen Neben­schau­platz dar, und er ist auch der ein­deu­tig schwächere. Außer­dem erschei­nen so auf­fal­lende so­wohl tech­nische als auch gesell­schaft­liche Ent­wick­lungen in den nur 13 Jah­ren zwi­schen dem Erschei­nen des Buches 2022 und der Hand­lungs­zeit doch recht un­rea­lis­tisch. Die Hand­lung im alten Lon­don wirkt da deut­lich über­zeugend­er. Letzt­en­en­des läuft alles auf die Frage hinaus, ob man his­tori­sche Per­sonen ret­ten soll, wenn sich die Ge­legen­heit ergibt, oder ob man die Ge­schichte bewah­ren soll, um die Zu­kunft/Gegen­wart nicht zu ver­ändern.

Der Stil, in dem die Autorin die Geschichte aus Beobachter­perspek­tive erzählt, wirkt gelungen. Ohne die dys­topi­schen Ele­mente der Rah­men­hand­lung würde alles viel­leicht noch stim­miger erschei­nen. Aller­dings be­schränkt sich diese auf die Kapi­tel 1 bis 4 von ins­gesamt 12. Ab Kapi­tel 5 spielt sich alles im Jahr 1888 ab.

Fazit:

Willkommen in der Welt von Jack the Ripper! Diese Zeit­reise ins alte Lon­doner East­end ver­eint zahl­reiche Gen­res.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Die Brücke nach Morgen

Eve McDonnell
Die Brücke nach Morgen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r
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Übersetzung: Birgit Salzmann

Der seltsame Meister Findig

Klappentext:

Es ist der 6. Januar 1928, der Tag vor der historischen großen Flut von Inding­ton. Wäh­rend ein hef­tiges Un­wetter die Stadt fest im Griff hat, steht der Fluss kurz davor, über die Ufer zu tre­ten und alles zu über­fluten. Glory, eine 11-jäh­rige Waise arbei­tet in der ange­sehenen Juwe­lier­werk­statt und fer­tigt mit ihrer gehei­men Assis­tentin Krähe, genannt Elster, atem­berau­bende Schmuck­stücke an.

Genau in diesem Szenario begegnet Glory dem Jungen Needle, der durch eine Art Zeit­portal in der Stadt­brücke hier­her gelangt ist. Er will ver­suchen, zusam­men mit sei­ner Krähe die Stadt­bewoh­ner zu war­nen und das Leben vier­zehn un­schul­diger Men­schen zu ret­ten – darun­ter Glory! Wird es den bei­den gelingen, das Un­glück zu ver­hin­dern, Needles Vater zu fin­den und die Ge­schichte neu zu schrei­ben?

Rezension:

Der 12-jährige Needle lebt 1864 in Indington. Im Schlamm am Fluss­ufer sucht er nach ‚Schätzen‘, die seine Mut­ter auf dem Markt ver­kau­fen kann, denn seit sein Vater ver­schwun­den ist, brauchen sie alles, was zum Über­leben hilft. Glory lebt seit dem Tod ihrer Eltern mit ihrer gro­ßen Schwes­ter zusam­men in Inding­ton. Es ist das Jahr 1928, und ihre Schwes­ter schafft es kaum, mit ihrem Back-Talent die Miete auf­zu­bringen. Des­halb will sich Glory zu ihrem 12. Ge­burts­tag eine Stelle als Schmuck­macherin suchen. Zu­fällig findet Needle eine Gedenk­tafel aus der Zu­kunft, die von einer gro­ßen Flut im fer­nen Jahr 1928 berich­tet. Durch eine Zeit­brücke gerät er in die­ses Jahr und trifft auf Glory. Kön­nen die bei­den die Katas­trophe ver­hin­dern?

Mit diesem Buch legt Eve McDonnell ein Zeitreise-Abenteuer pri­mär für junge Leser vor. Aller­dings kann die Ge­schichte, in der es viele Rät­sel und Mys­terien zu lösen gibt, auch erwach­sene Leser in ihren Bann zie­hen, zumal beide Prota­gonis­ten interes­sante Charak­tere ver­kör­pern, die erst nach und nach zu ergrün­den sind. Nicht nur auf die jungen Prota­gonis­ten war­ten dabei einige Über­raschungen. An­schei­nende Wider­sprüche lösen sich im Ver­lauf der Hand­lung doch noch wider­spruchs­los auf. Ledig­lich Glorys per­sön­liches Happy End wirkt doch etwas mär­chen­mäßig, wobei man dabei natür­lich auch die haupt­säch­liche Ziel­gruppe des Buches in Be­tracht zie­hen muss.

Die Autorin begleitet die beiden Protagonisten abwechselnd, erzählt dabei jedoch immer aus Sicht eines Be­obach­ters. Der Sprach­stil wirkt nicht gezielt kind­lich, son­dern spricht auch ältere Leser an. Einen klei­nen Kritik­punkt stellt aller­dings die deut­sche Über­set­zung dar, in der Eigen­namen teil­weise erkenn­bar ein­ge­deutscht wur­den. Charak­tere wie ein Meister Findig, Lord Linnen­steif oder auch die Ösen­brücke hei­ßen im eng­lischen Origi­nal sicher nicht so. Auch bei Bü­chern für diese Alters­klasse sollte man Eigen­namen un­über­setzt las­sen. Not­falls kann man ja Fuß­noten mit Er­klärungen des Namens setzen. Abge­sehen von die­ser Ein­schränkung ist das Buch für (nicht aus­schließ­lich) junge Zeit­reise-Fan­tasy-Fans jedoch sehr zu empfeh­len.

Fazit:

Dieses Zeitreise-Fantasy-Abenteuer ist sowohl für Leser im Alter der Prota­gonis­ten als auch ältere Fan­tasy-Fans empfeh­lens­wert.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Kinder des Mondes

Evadeen Brickwood
Kinder des Mondes

St,rSt,rSt,rSt,bSt,b

Die Lady der Zitadelle

Klappentext:

Im ersten Buch finden Katherine, Trevor und Chryseis, Schüler der ‚Pem­ber­ton Aka­demie‘, wäh­rend eines Schul­aus­flugs ein Zeit­portal und gehen auf die Reise ihres Lebens. 12 000 Jahre in der Ver­gangen­heit war doch alles ganz anders, oder? Sie wol­len ein ein­mali­ges Pro­jekt der Quan­ten­phy­sik ablie­fern und stür­zen sich spon­tan in eine uralte, fas­zi­nie­rende Welt. Statt Höhlen­men­schen oder einem rauchen­den Vul­kan, ent­decken sie jedoch die vor­geschicht­liche Stadt Sydonia und eine ver­ges­sene Zivi­lisa­tion. Dort tref­fen sie einen anderen Zeit­reisen­den und erfah­ren, dass sie in der Zu­kunft posi­tives bewir­ken könn­ten. Doch sollen sie die Ver­gangen­heit wirk­lich erfor­schen und wer sind über­haupt diese ‚Kin­der des Mon­des‘? Als es nach einem Zwi­schen­fall gefähr­lich wird, fra­gen sie sich, ob die Zeit­reise nicht doch ein grosser Feh­ler war.

Rezension:

Katherine, Trevor und Chryseis besuchen die 7. Klasse eines Inter­nats für Hoch­be­gabte in den USA. Bei einem Quan­ten­phy­sik-Pro­jekt ent­decken sie eine Mög­lich­keit, durch die Zeit zu rei­sen, und unter­neh­men wäh­rend eines Schul­aus­flugs einen heim­lichen Ver­such. Sie rei­sen rund 12000 Jahre in der Zeit zurück. Doch statt wie erwar­tet auf die Vor­fah­ren der Indi­aner zu tref­fen, lan­den sie in einer ver­ges­senen Hoch­kultur.

Evadeen Brickwoods jugendliches Zeitreise-Abenteuer schickt seine jungen Prota­gonis­ten in die ferne Ver­gangen­heit. Hier geht der typi­sche Zeit­reise-Charak­ter der Ge­schichte aller­dings etwas ver­loren, denn was sie dort erle­ben, ist nicht ein­mal annä­hernd an die reale Ge­schichte ange­lehnt. Statt­dessen wird hier von einer Atlan­tis-ähn­lichen Hoch­kultur auf dem nord­ameri­kanischen Konti­nent berich­tet, die vor etwa 12000 Jah­ren dort be­stand. Zu dieser Zeit leben hier sogar noch Sau­rier. Außer­dem wird von (damals) erst kürz­lich ver­sunkenen gan­zen Konti­nen­ten erzählt. Inhalt­lich ent­puppt sich diese Zeit­reise-Story also eher als (Urban-)Fan­tasy-Ge­schichte. Soweit ist das the­matisch natür­lich nicht un­interes­sant. Aller­dings gibt es auch ein paar (zumin­dest mich) stö­rende Ele­mente. So kön­nen sich die Prota­gonis­ten natür­lich nicht bezie­hungs­weise nur sehr un­voll­kom­men in der an ihrem Ziel benutz­ten, Latein-ähn­lichen Spra­che ver­stän­digen. Der Leser erfährt aber immer den kom­plet­ten Inhalt der ‚Dia­loge‘, ohne auf diese Weise mit­ver­folgen zu kön­nen, was der jeweils andere über­haupt begreift. Ein paar andere Schwächen beru­hen dage­gen wahr­schein­lich auf der Über­setzung der von der deut­schen, jedoch in Süd­afrika leben­den Autorin ur­sprüng­lich auf Eng­lisch ver­öffent­lichten Ge­schichte. So wird bei­spiels­weise von „Licht­wellen­biegung“ statt „-beugung“ ge­sprochen. Trotz­dem kann das Aben­teuer der 3 Prota­gonis­ten durch­aus fesseln.

Fazit:

Die interessante Idee dieses Jugend-Zeitreise-Abenteuers könnte erzäh­ler­isch noch etwas Fein­schliff ge­brauchen.

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Schlüssel der Zeit – 2 – Der Hexer von Bergheim

Tanja Bruske
Schlüssel der Zeit – 2 – Der Hexer von Bergheim

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Die Magd des Henkers

Klappentext:

Kaum hat Keyra ihre erste Zeitreise halbwegs ver­daut, stürzt sie schon wie­der in die Ver­gangen­heit – und das, kurz nach­dem sie von ihrer Groß­mutter erfah­ren hat, was es mit dem selt­samen An­hänger in Form eines Schlüs­sels auf sich hat. Dieses Mal gerät sie wäh­rend des 30-jähri­gen Krie­ges mit­ten in einen Hexen­pro­zess in Langen-Berg­heim und muss heraus­fin­den, was ihre Auf­gabe dort ist. Wenigs­tens hat sie die­ses Mal etwas Unter­stützung: Ein geheim­nis­volles Buch beglei­tet sie auf ihrem Weg.

Ein Abenteuer durch Zeit und Raum im Hammersbach-Langen­berg­heim des 17. Jahr­hun­derts.

Rezension:

Kaum ist Keyra von ihrer Zeitreise zurückgekehrt, erfährt sie, dass ihre Groß­mutter weit­aus mehr über den mys­teri­ösen Kris­tall­schlüs­sel weiß, als sie ahnte. Aller­dings erklärt sich ihre Oma als nicht dafür zu­stän­dig. Kyra über die wahre Bedeu­tung ihres Erbes auf­zu­klären. Bevor sie dazu kommt, ein­dring­licher nach­zu­forschen, befin­det sie sich schon auf der nächs­ten Zeit­reise. Sie landet mit­ten in der Zeit der Hexen­ver­fol­gung.

In Band 2 ihrer lokalhistorisch verankerten Zeitreise-Fan­tasy-Reihe führt Tanja Bruske Prota­gonis­tin und Leser in die Zeit der Hexen­ver­fol­gung. Nach­dem es die 17-jährige Keyra in Band 1 („Der Ruf der Schlös­ser“) zum Ham­bacher Fest im Jahr 1832 ver­schla­gen hatte, findet sie sich dies­mal in­mitten eines der größ­ten Hexen­pro­zesse der Gegend im 17. Jahr­hun­dert wie­der. Erneut wird die reale Geschichte der Gegend um Hanau mit einem Zeit­reise­aben­teuer ver­knüpft. Die mys­teri­öse Frau aus Band 1, in der ich einen wieder­kehren­den Charak­ter ver­mutete, tritt aller­dings nicht wie­der in Erschei­nung. Dafür deu­tet sich an, dass diese Zei­treisen ein Erbe der weib­lichen Ahnen­linie der Prota­gonis­tin sind. Dass die vor Jah­ren ver­schwun­dene Mutter even­tuell auf einer dieser Rei­sen ver­schol­len seien könnte, wird bis­her zwar nicht aus­drück­lich ange­deutet, doch dürfte der Ver­dacht nahe­liegen. Interes­sant dürfte aller­dings wer­den, wer der nach Mei­nung der Groß­mutter Zu­stän­dige sein könnte, um die Prota­gonis­tin über die wahre Bedeu­tung der Zeit­reisen zu infor­mieren. Die Auf­klärung die­ses Mys­teri­ums könnte sogar interes­santer als die Zeit­reisen wer­den.

Wie schon in Band 1 geht die Autorin in einem Nachwort auf die tat­säch­lichen geschicht­lichen Hinter­gründe ein und erläu­tert, in wel­chen Punk­ten sie sich erzäh­ler­ische Frei­heiten gestat­tet hat.

Fazit:

Auch im neuen Band liegt der Reiz dieses Zeitreise­aben­teuers beson­ders im engen Bezug zur tat­säch­lichen Lokal­geschichte.

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Die Phönix Initiative – 2 – Die Idee der Zeit

Till Martin
Die Phönix Initiative – 2 – Die Idee der Zeit

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Die Probleme der Götter

Klappentext:

„Wer Gott spielt, braucht einen göttlichen Plan! Die Erschaf­fung einer neuen Welt braucht mehr als neue Tech­nolo­gien.“

Sci-Fi meets History – Eine spannende Fortsetzung der Zeit­reise in eine antike Welt

Im zweiten Zeitreiseroman der Reihe „Die Phönix Initiative“ ver­fol­gen Diana und Apoll die Spur Ves­tas durch den Ori­ent. Sie reisen inkog­nito und haben nicht nur mit ihren eigenen Gefüh­len und der Feind­selig­keit ihrer Um­ge­bung zu kämpfen, son­dern müs­sen auch stets darauf ach­ten, wel­che Konse­quen­zen jede ihrer Ent­schei­dungen mit sich bringt. Wäh­rend die bei­den bis ins Reich der Part­her vor­dringen, ver­suchen die übri­gen Göt­ter das Römi­sche Reich gegen innere Intri­gen und äußere Feinde zu ver­teidi­gen – eine gefähr­liche Heraus­forder­ung für die Zeit­reisen­den. Denn die Ver­änder­ung der Gesell­schaft führt un­weiger­lich zu Konflik­ten. Zu­gleich war­tet ein Feind im Osten nur darauf, zuzu­schla­gen …

„Die Illusion der Zeit“ ist ein Genremix aus historischem Roman und Science-Fic­tion für junge und jung­gebliebene Leser. Der zweite Band der Tri­logie wid­met sich vor­rangig den Ereig­nissen und Ent­wick­lungen in der Ver­gangen­heit, die darauf zielen, den techno­logischen und kul­turel­len Fort­schritt im römi­schen Im­perium zu beschleu­nigen.

Dabei sind die Auserwählten der Phönix Initiative hin- und her­geris­sen zwi­schen ihren Ide­alen und den Zwängen dieser Epoche. Mit Hilfe ihrer KIs, ihrer um­fang­reichen Kennt­nisse und ihrer nütz­lichen Gad­gets gelingt es der Gruppe sich als Götter zu behaup­ten und die Ver­räterin auf­zu­spüren. Doch der Preis für ihren Erfolg ist hoch.

Der Zeitreise-Roman aus dem Subgenre des „historical fiction“ ver­bin­det auf ein­malige Weise deut­sche Sci-Fi mit der span­nen­den Geschichte der Römer.

Springen Sie mit den Auserwählten durch die Zeit – hinein in den zwei­ten Band der Phö­nix-Tri­logie!

Rezension:

Inkognito reisen die ‚Götter‘ Diana und Apoll in den Nahen Osten, um unauf­fällig nach der Ver­räterin Vesta zu suchen. Das bedeu­tet natür­lich, dass sie ihre hoch ent­wickel­ten Tools aus fer­ner Zu­kunft, die sie als ‚gött­lichen Mächte‘ tar­nen, nicht benut­zen dür­fen. So sind sie Feind­selig­keiten weit­gehend schutz­los aus­ge­setzt, wenn sie sich nicht ent­tarnen wol­len. Unter­des­sen ver­sucht Venus in Rom, Kaiser und Senat zu beein­flus­sen, um Ver­änder­ungen durch­zu­setzen. Das wol­len natür­lich nicht alle wider­stands­los hin­nehmen. Spezi­ell die Frau des Kaisers ent­wickelt sich zu ihrer Wider­sacherin. Oben­drein unter­schätzt Mer­curius seine Geg­ner.

Nachdem Till Martin in Band 1 („Das Synonym der Zeit“) seines Zeit­reise-Aben­teuers „Die Phö­nix Initia­tive“ berich­tete, wie die Zeit­reisen­den in der Epoche des Römi­schen Reiches ein­treffen, und darin ein­ge­bettet in Rück­blicken in die Zu­kunft erzählte, wie es über­haupt dazu kam (bezie­hungs­weise kom­men wird – Zeit­reisen sind in dem Punkt immer so unüber­sicht­lich), kon­zen­triert sich Band 2 ganz auf die Erleb­nisse der ‚Götter‘ im Jahr 161. Die Hand­lungs­ebene in der Zu­kunft, aus der die Rei­sen­den stam­men, fehlt dies­mal prak­tisch gänz­lich und wird ledig­lich im Epi­log wie­der auf­ge­nom­men. Das macht die Hand­lung insge­samt über­sicht­licher. Statt eines Kong­lo­merats aus dys­topischer Science Fic­tion und Zeit­reise-Fan­tasy (wie ich selbst Band 1 bezeich­nete) han­delt es sich dies­mal also eher um eine Zeit­reise-Fan­tasy mit SciFi-Ele­men­ten.

Wenn man bedenkt, dass als Ausgangspunkt der Hand­lung (wie man in Band 1 nach­lesen kann) die begab­tes­ten und best­geeig­neten Kin­der aus aller Welt an der Phö­nix-Aka­demie ver­sam­melt wur­den, wo sie ihre ganze Jugend über für die Mission aus­ge­bil­det und aus ihnen die Besten aus­ge­wählt wur­den, die zeit­reisen­den ‚Göt­ter‘ also die Elite der Elite des 22. Jahrh­underts sind, fällt es doch auf, wie unbe­dacht sie oft han­deln. In die­sem Punkt wirkt das insge­samt betrach­tet für den Leser manch­mal etwas un­schlüs­sig. Die Story an sich reist einen dann aber doch wie­der rest­los mit, so­dass man auf den abschlie­ßen­den Band der Tril­ogie sehr gespannt sein darf. … zumal sich am Ende dieses Ban­des eine große Über­raschung andeu­tet.

Der Autor pendelt auch diesmal wieder zwischen den Perspek­tiven ver­schie­dener Charak­tere, wobei es in diesem Band haupt­säch­lich Venus und Diana sind, denen der Leser folgt.

Fazit:

Neue Feinde und unerwartete Gegner machen den Göttern aus dem 22. Jahr­hun­dert das Leben im Römi­schen Reich schwer.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Doktor Maxwells winterliches Zeitgeschenk

Jodi Taylor
Doktor Maxwells winterliches Zeitgeschenk

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b
Übersetzung: Marianne Schmidt

Gelingt Max ein Weihnachtswunder?

Klappentext:

Eine kostenlose Kurzgeschichte zur Weihnachtszeit inklusive einer Lese­probe zum neuen Roman »Dok­tor Max­wells spek­taku­läre Zeit­rettung«

Es ist Heiliger Abend und die zeitreisende Historikerin Made­leine »Max« Max­well erhält von der Muse der Geschichte den Auf­trag, ihrem guten Freund Ian Guth­rie ein ganz beson­deres Weih­nachts­geschenk zu besor­gen. Max zögert kei­nen Moment und macht sich auf die Suche. Schnell wird ihr klar, dass sie dabei nicht nur ihr eigenes Leben ris­kiert. Aber was soll’s: Es ist schließ­lich Weih­nach­ten …

Rezension:

Weihnachten. Auch am St.-Mary’s-Institut für Historische For­schung sind der­zeit keine Zeit­reisen ange­setzt. Doch gerade jetzt erfährt Dok­tor Max­well genau­eres über eine vor 10 Jahren, als sie selbst noch nicht hier tätig war, miss­lungene Mis­sion. Könnte man die damals ver­schwun­denen For­scher even­tuell doch noch retten? Zeit spielt mit der Mög­lich­keit zu Zeit­reisen schließ­lich eine unter­geord­nete Rolle.

Nach „Doktor Maxwells weihnachtliche Zeitpanne“ und „Doktor Max­wells römi­scher Zeit­urlaub“ erschien in der Roman­reihe um Dok­tor Max­wells Zeit­reisen pünkt­lich zur Weih­nachts­zeit die 3. kos­ten­lose Novelle. Pas­sen­der­weise hat Jodi Taylor die Hand­lungs­zeit auf das Weih­nachts­fest gelegt. Die grund­legen­den Ele­mente blei­ben natür­lich wie­der beim Gewohn­ten. Aller­dings hat sich dies­mal doch eine auf­fal­lende Logik­lücke ein­ge­schlichen. Vor 10 Jahren ver­schwand ein Team auf einer Zeit­reise. Der Zeit­reise-Pod wurde gestoh­len. Auch ein Ret­tungs­team konnte die Mit­glie­der des Teams nicht auf­fin­den, obwohl diese auch als Leichen anhand der implan­tierten Ort­ungs­sen­der anpeil­bar seien müss­ten. Des­halb wurde ver­mutet, dass der Dieb des Pods die Zeit­reisen­den – tot oder leben­dig – mit­nahm und sie an anderem Ort und/oder anderer Zeit ‚ent­sorgte‘. Der Pod konnte später wieder auf­ge­fun­den wer­den. So weit – so gut. Aber wieso ist vor Max nie jemand auf die Idee gekom­men, den Speicher des Pods aus­zu­lesen, um fest­zu­stel­len, wohin der Dieb damals gesprungen war? Das hat die Autorin wohl nicht ganz so gut durch­dacht.

Stilistisch bleibt natürlich alles beim Alten. Die Autorin lässt ihre Prota­gonis­tin das gewohnt pan­nen­reiche Aben­teuer wie­der in der Ich-Form erzäh­len. (Und ein gewis­ser Rezen­sent ist immer noch nicht dazu gekom­men, sich end­lich mal die Romane zu gönnen.)

Fazit:

Diese weihnachtliche Zeitreise ist chaotisch und ganz bestimmt nicht besinn­lich. Aber wer würde das bei Dok­tor Max­well schon erwar­ten?

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Das Erbe der Macht – 30 – Splittermacht

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 30 – Splittermacht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Showdown am Onyxquader

Klappentext:

Seit Wochen versucht Kevin im Geheimen, die Zeit zu ver­ändern und seinen Bru­der zu retten. Ver­geb­lich. Seine Reise ver­ändert ihn, doch ihr Ende ist noch nicht geschrie­ben.

Die Freunde erreichen ein düsteres Kapitel in der magi­schen Geschichte. Sie wollen Jen end­lich ihren Körper zurück­geben und den Drachen besie­gen. Doch der Anbe­ginn ist nicht weit. Und Ver­rat lauert in ihrer Mitte.

Rezension:

Alle Teile von Jens Seele sind eingesammelt. Jetzt fehlt nur noch ihr Kör­per, um wie­der eine kom­plette Jen zu haben. Eine Zeit­reise zur Blut­nacht von Ali­cante könnte weiter­helfen. Die ist jedoch auch Kevins Ziel, denn sie könnte eine Mög­lich­keit dar­stellen, den Tod seines Zwil­lings­bru­ders rück­gängig zu machen. Dass beides nicht pro­blem­los funktio­niert, ist natür­lich zu erwar­ten. Und wieso gibt eigent­lich aus­ge­rech­net Mori­arty Kevin ‚gute‘ Rat­schläge?

In diesem Staffelhalbfinale seiner Urban-Fantasy-Reihe „Das Erbe der Macht“ bringt Andreas Sucha­nek gleich 2 seit einiger Zeit lau­fende Hand­lungs­stränge zu einem (ver­mut­lichen?) Ab­schluss. Zum einen wäre das das Bemü­hen von Alex und eini­gen Freun­den, Jen aus ihren Seelen­split­tern wie­der ‚zusam­men­zu­set­zen‘, zum anderen Kevins Bemü­hen, seinen ermor­de­ten Zwil­lings­bru­der zurück­zu­bekom­men. Dass es dabei zu einigen über­raschen­den Wen­dungen kommt, dürfte Leser dieses Autors kaum ver­wun­dern. Andere Fragen bleiben weiter­hin offen. Wieso bei­spiels­weise Mori­arty Kevin mit Hin­wei­sen unter­stützt hat und was er sich davon ver­spricht, wird weiter­hin auf später vertagt. Auch von Merlin hat man schon länger nichts mehr gehört. Eine große Katas­trophe, wie der Leser sie von bis­heri­gen Staffel­finalen und -halb­finalen gewohnt ist, bleibt aller­dings aus. Was wir dies­mal bekom­men, würde ich eher als Über­raschung bezeich­nen. … die aller­dings durch­aus das Poten­zial hat, sich doch noch als Katas­trophe zu ent­pup­pen.

Fazit:

Das Halbfinale der 3. Staffel bringt eine große Über­raschung, die zu grund­legen­den Ver­änder­ungen des zukünf­tigen Geschehens führen könnte.

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Doktor Maxwells römischer Zeiturlaub

Jodi Taylor
Doktor Maxwells römischer Zeiturlaub

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r
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Übersetzung: Marianne Schmidt

Das Sonar-Desaster

Klappentext:

Eine kostenlose Kurzgeschichte zur Urlaubszeit

Auch zeitreisende Historiker brauchen eine Auszeit. Also reisen auch sie in den Ur­laub – zum Bei­spiel nach Italien, nur nicht unbe­dingt heute. Made­leine »Max« Max­well will mit ihren Kolle­gen die Ankunft der wahr­schein­lich berühm­testen Ägyp­terin aller Zeiten in Rom beo­bach­ten. Dass sie dabei für das dabei mög­licher­weise ent­stehende Chaos ver­ant­wort­lich sein könnten, ist natür­lich absolut unwahr­schein­lich. Nicht wahr?

Rezension:

Die Mitarbeiter des St.-Mary’s-Institut für Historische For­schung sind wieder unter­wegs. Wäh­rend nor­male Reisende sich damit begnü­gen, die histo­rischen Stätten der italieni­schen Haupt­stadt zu besu­chen, muss es für sie aller­dings die große Zeit der Stadt, die römi­sche Kaiser­zeit sein. Mrs Max­well und ihre Reise­gefähr­ten sollen die Ankunft Kleo­patras beo­bach­ten. Beo­bach­ten! Dass sie die Feier­lich­keiten per­sön­lich besu­chen und danach von der Garde Julius Cäsars ver­folgt werden, war eigent­lich nicht vor­ge­sehen.

Mit dieser Novelle las ich innerhalb kurzer Zeit nun (nach „Dok­tor Max­wells weih­nacht­liche Zeit­panne“) schon die 2. kosten­lose ‚Sonder­folge‘ aus Jodi Taylors Zeit­reise-Fantasy-Reihe. Da wird es wohl bald Zeit, dass ich mich dem­nächst end­lich mal an den ‚richti­gen‘ Büchern dieser Reihe ver­suche. Deren Kon­zept kann man mit weni­gen Worten zusam­men­fassen: Das Team des St.-Mary’s-Insti­tut für Histo­rische For­schung begibt sich per Zeit­reise auf For­schungs­missi­onen zu bedeu­tenden Ereig­nissen der Welt­geschichte, um der Geschichts­for­schung bisher unbe­kannte Details dieser Ereig­nisse zugäng­lich zu machen. Nur laufen diese For­schungs­reisen nie ganz so wie geplant ab. … was dem Leser so man­ches Lächeln und dem Team den Ärger des Chefs ein­bringt. Zumin­dest trifft das auf die beiden mir bisher bekann­ten Novellen zu. Nach allem, was ich weiß, beruht der grund­sätz­liche Auf­bau der Romane aber auch auf diesem Prin­zip.

Der humorvolle Stil der Autorin, die ihre Protagonistin in der Ich-Form berich­ten lässt, erledigt den Rest, sodass ich diese Geschichte mit ihrem unschlag­baren Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis für Genre-affine Leser nur empfeh­len kann.

Fazit:

Dieser Ausflug ins alte Rom ist definitiv unterhaltsamer als jedes Geschichts­buch.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Die Phönix Initiative – 1 – Das Synonym der Zeit

Till Martin
Die Phönix Initiative – 1 – Das Synonym der Zeit

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Das Wissen der Götter

Klappentext:

„Die Rettung der Zukunft liegt in der Veränderung der Vergangen­heit.“

Sci-Fi meets History – Ein packendes Zeitreiseabenteuer mit Span­nung und Tief­gang.

Ein Asteroid von der Größe des Mondes rast auf die Erde zu. Doch selbst im 22. Jahr­hun­dert fehlen der Mensch­heit die Mittel, ihn aufzu­halten. Eilig ent­wickelt die neu gegrün­dete Phönix Initia­tive einen Plan zur Ret­tung des Planeten. Sechs Auser­wählte sollen in der Zeit zurück­reisen, um die Ver­gangen­heit zu ändern und den tech­nolo­gischen Fort­schritt zu beschleu­nigen. Eine von ihnen ist Mia, die in die Rolle der antiken Göttin Diana schlüpft. Gemein­sam mit ihren Mit­strei­tern muss sie die Herr­schaft im Römi­schen Reich über­nehmen. Hin und her gerissen zwischen dem not­wendi­gen Stre­ben nach Macht und ihren mora­lischen Grund­sätzen kämpft Mia ent­schlos­sen für die Rettung der Erde. Doch so­wohl in der Ver­gangen­heit als auch in der Zu­kunft bedro­hen Verrat und Sabo­tage die Mission …

„Das Synonym der Zeit“ ist ein fantastischer Genre­mix von Science-Fiction, Thriller und his­tori­schem Roman für Jung und Alt.

Humor, Hightech und Haltung bewahren Mia und ihr Götter­team in vielen brenz­ligen Situ­ationen vor dem Ver­zwei­feln. Vor allem Mias nütz­liche Gadgets und ihre schlag­fertige KI „Cassan­dra“ retten ihr ein ums andere Mal das Leben.

Dabei erschafft der Autor nicht nur eine lebensechte antike Welt voller Farben und Gerüche, son­dern kon­fron­tiert seine Prota­gonis­ten auch mit zahl­reichen Auf­gaben und interes­santen Fragen. Der Zeit­reise-Roman aus dem Sub­genre des „histori­cal fiction“ ver­bindet auf ein­malige Weise deutsche Si-Fi mit der span­nen­den Geschichte der Römer, vor dem Hinter­grund einer bedroh­lichen Dysto­pie.

Springen Sie mit Mia durch die Zeit – hinein in den ersten Band der Phönix-Tri­logie.

Rezension:

Am 27. Oktober 2134 wird ein Asteroid von der Größe des Mondes die Erde zer­stören. Dem hat die Mensch­heit nichts ent­gegen­zu­setzen. Doch einigen Visio­nären kommt ein kühner Plan. Wenn es gelingt, einige ‚Bot­schafter‘ in der Zeit zurück­zu­schicken, könnten die die tech­nische Ent­wick­lung so weit beschleu­nigen, dass die benö­tigte Tech­no­logie recht­zeitig zur Ver­fügung steht. Also werden welt­weit Kinder aus­gesucht, die nach ent­sprech­end spezia­lisierter Schul­bildung zu Zeit­reisen­den werden und als junge Erwach­sene ins Römi­sche Reich des Jahres 160 geschickt werden sollen. Ins­beson­dere religiöse Kreise stören sich aller­dings daran, dass die Zeit­reisen­den sich im alten Rom als Götter aus­geben sollen. Aller­orts ver­suchen Sabo­teure, das Vor­haben zu ver­hindern.

Dystopische Science Fiction trifft auf Zeitreise-Fantasy – so kann man Till Martins Werk wohl am tref­fends­ten beschrei­ben. In dieser auf 2 Zeit­ebenen erzähl­ten Geschichte muss man hand­lungs­tech­nisch die Ver­gangen­heit im alten Rom als erzäh­lerische Gegen­wart und das Gesche­hen im 22. Jahr­hundert als Ver­gangen­heit auf­fassen. Wäh­rend die Erleb­nisse der Zeit­reisen­den erzählt wer­den, bekommt der Leser die Geschichte, wie es dazu kam, näm­lich paral­lel erzählt. So lernt der Leser die Haupt­prota­gonis­tin Mia als kleines Kind kennen, dessen Eltern sich in Anbe­tracht des sich nähern­den Astero­iden schon aufge­geben haben. In immer wieder einge­streu­ten ‚Rück­blicken‘ wird Mia über ihre Auf­nahme­prüfung bei der Phönix Initia­tive und die Schwierig­keiten der Schul­zeit bis zu ihrer Aus­wahl ins ‚Götter‘-Team beglei­tet, wäh­rend man im histo­rischen Haupt­hand­lungs­strang ihre Ankunft in der Antike ver­folgt, wo sie als die Göttin Diana auf­tritt. Die Tat­sache, dass auch Mit­arbei­ter und Schüler der Initia­tive zu Grup­pierungen gehören, die den Erfolg der Zeit­reise ver­hindern wollen, schwingt auch für den Leser immer das Miss­trauen mit, wer zu ‚den Bösen‘ gehört. Wäh­rend die Geschichte im 2. Jahr­hun­dert über­wiegend aus Mias Sicht erzählt wird, werden die Ereig­nisse des 22. Jahr­hun­derts meist aus der Per­spek­tive des Sport­lehrers Henry wieder­gegeben. Doch gibt es immer wieder Kapitel, die auch aus Sicht anderer Charak­tere erzählt werden. Gerade der Wechsel zwi­schen den Zeiten und den in beiden Hand­lungs­strängen immer wieder thema­tisierten Sabo­tagen hält die Span­nung bestän­dig auf einem hohen Level. Da die zeit­reisen­den Charak­tere sich gegen­seitig nur mit ihren Götter­namen anreden, wird erst lang­sam deut­lich, welcher der Jugend­lichen aus der Zeit der Aus­bil­dung zu wel­chem Gott gewor­den ist. Auch wenn die größ­ten Zweifel am Ende dieses Bandes ausge­räumt zu sein schei­nen, bleibt der eigent­liche Erfolg der Mission noch offen.

Dem Autor gelingt es mit dieser auch stilistisch über­zeugen­den Geschichte, so­wohl der dysto­pischen Science Fiction als auch dem Genre der Zeit­reise-Fan­tasy neue Aspekte abzu­ge­winnen. Auf die Fort­setz­ung(en) darf man defin­itiv gespannt sein!

Fazit:

Vom 22. Jahrhundert ins alte Rom – ein spannendes Zeit­reisea­ben­teuer mit zahl­reichen Ver­schwörungs­elementen und über­zeugen­den Charak­teren.

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