Die Chrüsi Roman-Reihe – 5 – Chrüsi und die standardisierte Realität

Christian Schmidt
Die Chrüsi Roman-Reihe – 5 – Chrüsi und die standardisierte Realität

Die Abteilung für Beobachtung der Prozessbeobachtung

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Klappentext:

„Bitte sagen Sie mir, dass wir nicht gerade Aliens entdeckt haben, die besser orga­nisiert sind als wir.“

Willkommen an Bord des Forschungsschiffs von Kapitän Chrüsi. Die Mission: den Welt­raum er­kunden. Das Pro­blem: inter­stellare Büro­kratie.

Eigentlich läuft auf dem Schiff alles ganz gut. Die Crew arbeitet prag­matisch, Ent­schei­dungen werden schnell ge­troffen, und trotz chro­nischem Per­sonal­mangel funktioniert das System über­ra­schend stabil. Genau des­halb wird ein In­spektor ge­schickt. Seine Auf­gabe: Struk­turen schaffen. Pro­zesse ver­bessern. Ent­scheidungen stan­dardi­sieren. Was zu­nächst nach einer harmlosen Reform klingt, ent­wickelt sich schnell zu einem galak­tischen Ver­waltungs­projekt. For­mulare ent­stehen. For­mulare über­prüfen For­mulare. Und schließlich be­ginnt das Ver­waltungs­system, sich selbst zu ver­walten. Als dann auch noch eine fremde Spezies auf­taucht, die sich für inter­stellare Büro­kratie in­teressiert – und sie er­staunlich effizient be­herrscht – gerät das ge­samte System end­gültig aus dem Gleich­gewicht. Während die Ver­waltung ver­sucht, spontane Ent­schei­dungen zu re­gulieren, macht die Crew eine über­ra­schende Ent­deckung: Manche Pro­bleme lassen sich nicht opti­mieren. Man muss sie ein­fach lösen.

„Chrüsi – und die standardisierte Realität“ ist ein humorvoller Science-Fiction-Roman über Pro­zesse, die funktio­nieren – bis sie es tun. Ein Buch für alle, die Science-Fiction mögen, über Büro­kratie lachen können und schon ein­mal ver­sucht haben, ein For­mular voll­ständig aus­zu­füllen.

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Rezension:

Chrüsis Raumschiff leidet zwar nach wie vor unter Personalmangel, aber sonst läuft alles seinen Gang. Doch ist die Ver­waltung der Meinung, hier würde noch immer viel zu viel spontan ent­schieden. Also wird ein Inspektor ge­schickt, der die Ar­beits­weise vali­dieren soll. Und dann kommt es zum Erst­kontakt mit einer fremden Spezies, deren büro­kratische Fähig­keiten selbst die Ver­waltung schockieren …

Wer nach 4 Bänden um das Intersektoralen Erkundungs- und Koordinations­vehikel unter Captain Chrüsi denkt, die aus­ufernde Büro­kratie der Galak­tischen Ge­mein­schaft wäre nicht weiter stei­gerungs­fähig, wird in diesem Band eines Besseren be­lehrt. Christian Schmidt ist immer noch fähig, sich neue büro­kratische Hürden für seinen Prota­gonis­ten und dessen Crew ein­fallen zu lassen. Wenn dann noch außer­irdische Ex­perten dieser Materie auf­tauchen, werden die Lach­muskeln der Leser auf ihre Leis­tungs­fähigkeit ge­testet. Welches Pro­tokoll kont­rolliert da eigent­lich die Lach­muskel-Ab­nutzung? Diese könnte bei regel­mäßigem Konsum dieser sau­komischen Science-Fiction-Reihe nämlich be­denkliche Formen an­nehmen. Der vor­liegende 5. Band fordert die Leis­tungs­fähigkeit der Zwerch­felle wieder be­sonders intensiv heraus, denn er dürfte beinahe der Beste der bis­herigen Reihe sein. Der Humor er­reicht de­finitiv Spitzen­werte! Der leichte Durch­hänger in Band 4 („Chrüsi und die Sach­mittel ohne Menschen“) ist da schnell ver­gessen. Da kann man sich nur fragen, was jetzt noch auf Chrüsi (und uns Leser) zu­kommen kann.

Der spezielle Stil dieser ganz speziellen SciFi-Novellen-Reihe bleibt dabei natürlich er­halten.

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Fazit:

Vor Inhalation dieser großartigen Story sollte man unbedingt sein Zwerch­fell auf Leis­tungs­fähigkeit über­prüfen lassen!

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