Der schwarze Garten

Dorothe Zürcher
Der schwarze Garten

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Im Schutz des Schlangenrings

Klappentext:
Während des ‚Sechseläuten-Festes‘ wird die WC-Anlage des Zürcher Großmünsters gesprengt und brennt aus. Die Polizei spricht von Vandalismus. Die junge Carina vermutet etwas ganz anderes. Sie fragt sich, ob eine dunkle Macht aus den Erzählungen unserer Vorfahren durch das vergessene Gräberfeld seinen Weg ins Freie fand.
Früher hätte sich Carinas Vater, der Meister über den schwarzen Garten – einem keltischen Kultplatz von Zürich –, dieses Verdachts angenommen. Doch vor einem Jahr wurde ihr Vater unter mysteriösen Umständen ermordet. Carinas Bruder befürchtet, seine Schwester wolle die düsteren Kräfte des Gartens wieder heraufbeschwören und vertreibt sie aus der Stadt.
Eine Irrfahrt zu anderen vergessenen Kultorten und alten Legenden der Schweiz beginnt. Dabei versucht Carina, neue Erkenntnisse zu gewinnen, um die Stadt zu befreien. Vor allem aber muss sie sich gewahr werden, wie groß ihre Schuld am Tod ihres Vaters ist…

Rezension:
Carina, die von ihrer Familie meist Kaia genannt wird, und ihrem Halbbruder widerstrebt es, das schwarzmagische Erbe ihres gestorbenen Vaters anzutreten. Als ihre Heimatstadt Zürich jedoch erst von anscheinendem Vandalismus und später sogar von einem Erdbeben erschüttert wird, ist ihnen klar, dass dunkle Kräfte am Walten sind. Obwohl sich die Geschwister über den richtigen Weg uneins sind, erkennen sie doch, dass nur die Kräfte des Schwarzen Gartens, den sie von ihrem Vater übernommen haben, helfen können, die Stadt zu schützen.
Bei einem in der Schweiz handelnden Buch, in dem auch regional typische Ausdrücke verwendet werden, ist es hilfreich, dass es einen Glossar gibt, in dem einige der benutzten Ausdrücke erklärt werden. Leider gibt es im Text aber auch einige lokale Ausdrücke, die im Glossar fehlen. So dürfte es für die meisten deutschen Leser nicht offensichtlich sein, dass sich Carinas Familienname Degiesser von der Berufsbezeichnung „Gießer“, ergänzt durch den französische Adelsvorsatz „de“ herleitet.
Die Autorin führt ihre Leser in ein Zürich, in dem viele Gestalten aus örtlichen Sagen aktiv sind. Am Anfang fällt es etwas schwer, in die Handlung hineinzufinden. Erst nach und nach werden dem Leser die magischen Zusammenhänge und Carinas Familienverhältnisse klar. Erschwerend kommt hinzu, dass den meisten Lesern außerhalb der Züricher Region die als Grundlage der Handlung dienenden Sagen fremd sein dürften. So fällt es einem bis zum Ende dieser Urban-Fantasy-Geschichte schwer, einzuordnen, um wen (oder was) es sich beim ‚Butler‘ der Familie und den ‚Gärtnern‘ handelt. Trotzdem hinterlässt das Buch am Ende einen durchaus positiven Gesamteindruck, und man fühlt sich gut unterhalten.

Fazit:
Auch ohne Kenntnis der sprachlichen und lokalen Eigenheiten kann man dieses Buch Urban-Fantasy-Fans empfehlen.

Taschenbuch

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