Fremdes Leben

Dennis Frey
Fremdes Leben

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Die Leben des Cormac Flynn

Klappentext:
Cormac Flynn entschließt sich, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch statt zu sterben, wird er von einem Fremden zurückversetzt, um seinem Leben eine bessere Richtung zu geben.
Als er in einem Versteck auf versiegelte Magie stößt und sie befreit, ändert sich alles, und für Cormac beginnt ein verzweifelter Kampf um das Gleichgewicht der Welt. Zu allem Übel, mischt sich auch noch der Fremde ein, der ihn ständig zu beobachten und mehr Gründe für sein Einmischen zu haben scheint, als er zugeben möchte.

Rezension:
Cormac Flynn, ein Mann nicht genau bekannten Alters, steht auf einer Klippe – und springt. Kurz darauf wird er im Bett seines alten Kinderzimmers wach. Es ist wieder der 13. November 1992, und er ist wieder 15. Bei ihm ist ein eigentümliches Wesen ohne Augen. Dieses eröffnet Cormac, dass es ihm eine Chance gibt, sein verpfuschtes Leben neu und besser zu leben. Cormac erinnert sich, dass er damals – oder jetzt, je nachdem, wie man es sieht – gerade mit seinen Eltern in die Stadt gezogen und gleich anschließend länger krank gewesen war. Doch an seiner neuen Schule bekommt Cormac gleich Ärger mit dem Schulrowdy und dessen Freunden. Nach einer auch in diesem Leben nicht besonders angenehmen Zeit erleidet Cormac durch deren Schuld einen Unfall – und erwacht am 13. November 1992. Ob dieses Leben endlich besser wird?
Dieser kurzen Inhaltsangabe kann man wohl schon ansehen, dass Dennis Freys „Fremdes Leben“ in gewisser Weise an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert. Immer wenn Cormac sein Leben vergeigt hat – woran er allerdings meist nicht selbst die Schuld trägt –, wacht er wieder als 15-jähriger am 13. November 1992 auf. Bei den Lokalitäten greift der Autor auf tatsächlich existierende Orte seiner Wahlheimat Irland zurück.
Das Leben, das Cormac nach seinem Selbstmord führt, füllt fast 25% des Buches. Leider ist gerade dieses Leben für den Leser das langweiligste. Sein darauf folgendes Leben ist bis kurz vor dessen Ende auch nicht wirklich interessant. Bis zu dieser Stelle erscheint das Buch eher wie eine Sozial-Problem-Story. Erst jetzt kommen (abgesehen vom mehrmaligen Reset seinen Lebens) erstmals Fantasyelemente ins Spiel. Allerdings ist der Leser an dieser Stelle auch schon fast in der Mitte des Buches angekommen. Ab hier wird das Buch auch für Fantasy-Freunde erheblich interessanter, was sich bis zum Ende weiter steigert. Während jedoch das relativ uninteressante ‚Vorspiel‘ sehr in die Länge gezogen erscheint, werden die Höhepunkte, die es gegen Ende definitiv gibt, um so kürzer abgehandelt.
Genau hier liegt das Problem bei der Einschätzung des Buches. Wer gerne Bücher über soziale Konflikte ließt, wird wahrscheinlich auch am vorderen Teil des Buches Gefallen finden, denn stilistisch ist dieses durchaus gelungen. Wer jedoch primär eine Fantasy-Story erwartet, dessen Geduld wird arg auf die Probe gestellt. Zum Ende hin dominiert das Fantasy-Element die Handlung jedoch immer stärker. Hier kann der Autor mit einigen überzeugenden Einfällen punkten, und die Auflösung ist durchaus überraschend. Zusammengefasst kann man vielleicht sagen, dass dem Buch eine deutliche Straffung des vorderen, magiearmen Teiles guttun würde.

Fazit:
Nach einem schwachen Start steigert sich „Fremdes Leben“ zum Ende hin zu einer spannenden Fantasy-Geschichte.

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