Der Welten-Express 1

Anca Sturm
Der Welten-Express 1

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Das fehlende Ticket

Klappentext:
Der WELTEN-EXPRESS
Ein rollendes Internat voller Geheimnisse.
Ein Mädchen auf der Suche.
Eine atemlose Reise, angetrieben von Kohle, Dampf und Magie.
Nacht für Nacht sitzt Flinn Nachtigall an einem stillgelegten Bahnhof: dem Ort, wo zwei Jahre zuvor ihr Bruder verschwand. Bis eines Abends ein Zug einfährt, gezogen von einer gewaltigen, rauchspuckenden Lokomotive. Und Flinn …
… stürzt als blinde Passagierin in das Abenteuer ihres Lebens! Denn der Zug ist der Welten-Express, ein fahrendes Internat voller außergewöhnlicher Jugendlicher, angetrieben mit magischer Technologie. Ein Ort, an dem Flinn Freunde findet – und Feinde. Ein Ort voller Geheimnisse. Doch das größte Geheimnis verbirgt sich in Flinn selbst …

Rezension:
Flinn lebt auf einem einsamen Bauernhof außerhalb eines winzigen Dorfes. In der Schule ist sie eine Außenseiterin, mit ihren jüngeren Halbbrüdern versteht sie sich auch nicht besonders gut. Seit ihr älterer Halbbruder vor 2 Jahren spurlos verschwunden ist, lebt ihre Mutter nur noch lustlos vor sich hin und vernachlässigt ihre Kinder weitgehend. Abends sitzt Flinn gerne auf dem Bahnsteig des vor langem stillgelegten Bahnhofs, so wie ihr Bruder das vor seinem Verschwinden auch immer gerne gemacht hat. Eines Abends fährt auf dem Bahnhof, der eigentlich längst keinen Gleisanschluss mehr hat, ein altertümlicher Zug ein. Als dieser sich gerade wieder in Bewegung setzt, springt Flinn kurzentschlossen auf. Das Abenteuer, das sie jetzt erwartet, übersteigt all ihre Erwartungen. Gibt es im Zug etwa sogar eine Spur ihres Bruders zu entdecken? Immerhin war sein einziges Lebenszeichen eine Postkarte, die genau diesen Zug zeigt.
Ein magischer Zug, der von ‚normalen‘ Menschen nicht gesehen werden kann – wer denkt da nicht sofort an den Hogwarts-Express? Beim Weiterlesen fallen sogar noch weitere Parallelen zum berühmten Zauberschüler auf, sei es nun der etwas schrullige Direktor oder die (in diesem Fall weibliche) übellaunige Lehrerin, die gerne Strafen verteil, und – nicht zu vergessen – ein magisches Internat. Trotzdem kommt Anca Sturms Buch keineswegs als Harry-Potter-Abklatsch daher. So ist der Welten-Express kein Transportmittel, das die Schüler zum Internat befördert, sondern er selbst ist das Internat. Und obwohl der Zug selbst ganz und gar magisch ist, bekommen die Schüler hier keinen Zauberunterricht. Auch Zauberstäbe kommen nicht vor.
Der Schwerpunkt der Geschichte liegt darauf, wie sich Flinn als vorläufiger Gast des fahrenden Internats einlebt, wie sie Freundschaften schließt und natürlich nach Hinweisen auf ihren verschwundenen Bruder sucht. Das wird im Laufe der Story nicht nur immer spannender, es ist dank vieler einfallsreicher magischer Details auch interessant zu lesen.
Allerdings gibt es durchaus auch Schwächen. Außer der Protagonistin bleiben alle Personen sehr schemenhaft. Selbst die wenigen, mit denen sie sich anfreundet, bekommen kaum einen Hintergrund. Und am wichtigsten: Flinn sucht nach Hinweisen zu ihrem 2 Jahre älteren, vor 2 Jahren verschollenen Bruder. Dieser war damals also so alt, wie sie jetzt ist. Wen fragt Flinn aber nach Informationen? Gleichaltrige. Wieso kommt sie viel zu lange nicht auf die Idee, 2 Jahre ältere Schüler zu fragen, die ihren Bruder damals kennengelernt haben müssten? Das ist für mich ein echtes Plothole, denn die 13-Jährige wird ansonsten nicht als begriffsstutzig dargestellt. Wieso die Schüler als Pfauen bezeichnet werden, wird auch nicht erklärt. Außerdem fährt der Zug während der Handlung durch weite Teile Europas. Außer kurzen Erwähnungen der durchfahrenen Landschaften und Städte bleibt das aber bedeutungslos. Die Schüler und damit der Leser kommen praktisch überhaupt nicht in Kontakt mir den jeweiligen Ländern.
Trotz dieser Einschränkungen macht die interessant geschriebene Handlung Spaß, wobei natürlich auch der gut lesbare Schreibstil beiträgt. Das Buch wirkt mit seiner Hochglanzprägung und dem goldenen Leseband hochwertig. Band 2 von Flinns Abenteuern ist bereits angekündigt.

Fazit:
Ein gelungenes magisches Jugendabenteuer, das Freunde junger Urban Fantasy trotz einiger Schwächen gut unterhält.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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