Die Saga von Abalone – 0 – Abalone und das Tigergesicht

Christine Li
Die Saga von Abalone – 0 – Abalone und das Tigergesicht

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Macht der Dämonen

Klappentext:

„Ist dies der Tod?“, fragte ich.

„Dies ist Liebe“, sagte der Tiger.

Eben noch hat die Magieschülerin Abalone die Welt vor dem Zorn der Unter­wasser­drachen geret­tet. Jetzt will ihr Vater, der große Alchi­mist, sie mit einem Mal ver­heiraten. Er muss den Ver­stand ver­loren haben.

Die junge Hexe will nicht heiraten. Sie will lieber Feuer­magie und Rituale lernen.

Doch Abalone hat einen Plan. Während der geheim­nis­vollen Nacht des Drachen­boot­festes schleicht sie sich allein in die Berge. Dies ist die Zeit, in der dunkle Dämo­nen und uralte Drachen erwachen und sich aus der Tiefe erhe­ben. Zum Schutz vor den magi­schen Krea­turen der Dunkel­heit mas­kiert das Mädchen sich als Tiger.

Doch mitten in der Nacht blickt sie in die glühenden Augen eines richti­gen Tigers.

Romantisch, dunkel, spirituell.

Ein esoterisches Fantasy-Märchen mit einer asiatischen Heldin, einem zärt­lichen Tiger, ein paar grum­mel­igen Drachen und einer Ver­schwörung tücki­scher Unsterb­licher.

Rezension:

Als Tochter eines ehemaligen Gouverneurs des chine­sischen Kaisers wächst Aba­lone im Süd­china des Jahres 310 auf. Ihr Vater weiht sie schon früh in die Geheim­nisse der Schrift und der Dämonen­beschwörung ein. Doch das Mädchen ver­bringt seine Zeit viel lieber mit ihren Freun­den aus den ärmeren Teilen der Stadt. Dass sie dabei von gefähr­lichen Klippen springt und andere Aben­teuer erlebt, darf ihr Vater nicht wissen. Doch dann gerät ihr Vater in Gefangen­schaft. Gegen seinen aus­drück­lichen Willen startet Aba­lone einen Befreiungs­versuch.

Wie die Bezeichnung als Band 0 schon verrät, handelt es sich bei diesem Buch eigentlich um einen beson­ders umfang­reichen Prolog der eigent­lichen Reihe(, die ich bis­her aller­dings nicht kenne). In der Rahmen­handlung dieses (Prolog-)Bandes lässt Chris­tine Li eine alte Frau an die Jugend der Prota­gonis­tin zurück­denken. Alleine schon Hand­lungs­ort und -zeit lassen die Geschichte exo­tisch wirken. Inwie­weit die vor­kom­menden dämoni­schen Wesen eine Erfin­dung der Autorin sind oder auf die chine­sische Mytho­logie zurück­gehen, kann ich nicht beur­teilen. Auch sonst lässt dieses Buch einiges offen, was aber natür­lich im Rahmen der Reihe noch beant­wortet werden kann. Bei­spiels­weise bleibt offen, wieso der Vater der anfangs erst 5-jähri­gen Prota­gonistin schon ein Ex-Gouver­neur ist. Sein Alter wird zwar nicht ange­geben, aber es deutet nichts darauf hin, dass er schon zumin­dest annä­hernd im Renten­alter wäre. Im Mittel­punkt steht aber natür­lich die Prota­gonis­tin Aba­lone, die wir in diesem Band vom 5-jähri­gen Mäd­chen bis in die begin­nende Jugend beglei­ten.

Die Autorin erzählt die Abenteuer ihrer jungen Prota­gonis­tin in der Ich-Form, während die Rahmen­hand­lung aus Erzäh­ler­sicht geschil­dert wird. Ihr Stil erscheint ange­nehm lesbar. Die Frage für den Leser ist, ob die Erleb­nisse der dann wahr­schein­lich erwach­senen Aba­lone in der eigent­lichen Reihe genauso interes­sant bleiben.

Fazit:

Dieser Einstieg in eine im alten China angesiedelte Fantasy-Reihe macht neu­gierig.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Album von Berlin, Charlottenburg und Potsdam

Reprint eines Bildbands aus den 1910ern
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Schlüssel der Zeit – 1 – Der Ruf der Schlösser

Tanja Bruske
Schlüssel der Zeit – 1 – Der Ruf der Schlösser

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Die Frau in Schwarz

Klappentext:

Ihren 17. Geburtstag hat sich Keyra eigentlich anders vorge­stellt: Zuerst dieser Alb­traum, dann blamiert sie sich vor ihrer ganzen Klasse, und ihr Vater lässt sie mal wieder im Stich. Wenigs­tens von ihrer Groß­mutter bekommt sie ein beson­deres Geschenk: eine Kette mit einem Anhänger in Form eines Schlüs­sels. Keyra ahnt noch nicht, dass dieses Schmuck­stück sie wenig später in das Aben­teuer ihres Lebens stürzt – denn mit seiner Hilfe hört sie im Wilhelms­bader Kur­park ein Schloss singen, das eine Tür in die Ver­gangen­heit öffnet …

Ein Abenteuer durch Zeit und Raum im Hanau-Wilhelms­bad des 19. Jahr­hunderts.

Rezension:

Keyra Kelly, Tochter eines irischen Vaters und einer deut­schen Mutter, lebt in Hanau, wo ihr Vater als Res­tau­rator tätig ist. Ihre Mutter ver­schwand vor Jahren spur­los. Zu ihrem 17. Geburts­tag bekommt sie von ihrer Oma einen Kristall­schlüssel geschenkt, der ihren Vater an ein ähn­liches Schmuck­stück ihrer Mutter erinnert. Als sich Keyra im Wilhelms­bader Kur­park einer alten Tür nähert, macht sich der Schlüssel plötz­lich bemerk­bar. Wie durch ein Wunder passt er ins Schloss. Hinter der Tür erwartet Keyra ein helles Licht – und plötz­lich befin­det sie sich auf dem Ham­bacher Fest im Jahre 1832 …

… womit natürlich auch schon verraten ist, dass es sich bei Tanja Bruskes Reihe um eine Zeit­reise-Fantasy han­delt. Dass der Hand­lungs­ort in Deutsch­land liegt und die Geschichte eng mit der Lokal­geschichte Hanaus ver­bunden ist, stellt in diesem (Sub-)Genre schon eine Besonder­heit dar. Die Kom­bination aus Zeit­reise und realer ört­licher Geschichte findet sich nach meiner Erfah­rung äußerst selten. (Im Anhang geht die Autorin auch darauf ein, wo sie bewusst von der realen Geschichte abge­wichen ist.) Im Gegen­satz dazu kann man das Alter der Prota­gonistin schon fast als typisch für der­artige Geschichten bezeich­nen. Positiv empfinde ich, dass es (zumin­dest bisher) keine roman­tische Neben­hand­lung gibt, wie es ansons­ten gerade bei weib­lichen Prota­gonisten dieses Alters­bereiches fast immer der Fall ist.

Die Zeitreise dieses Bandes vermittelt vordergründig Geschichts­wissen, doch gibt es auch einen Hand­lungs­strang um eine mysteri­öse, ganz in Schwarz geklei­dete Diebin, die ganz un­üblich für die Hand­lungs­zeit eine Hose trägt. Ver­schie­dene Hin­weise deuten darauf hin, dass auch sie eine Zeit­reisende sein könnte. Auch das Rätsel um die ver­schwun­dene Mutter der Prota­gonistin schwingt immer unter­schwellig mit. Könnte sie even­tuell die Frau in Schwarz sein? Aller­dings sollte man doch anneh­men, dass Keyra ihre eigene Mutter erken­nen würde. Auf die Auf­lösung dieser Rätsel müssen wir wohl min­destens bis zum nächs­ten Band warten.

Die Autorin bedient sich eines auktorialen Erzählers, um die Aben­teuer ihrer Prota­gonistin in einem recht sach­lichen Ton­fall darzu­bieten. Beson­ders die bereits genann­ten offenen Fragen machen neu­gierig auf die Fort­setzung(en).

Fazit:

Diese Zeitreise-Fantasy sticht vor allem mit ihrem starken Lokal­bezug aus der Masse hervor.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Nuna Nocturna – Gesamtausgabe

Lotte Logan
Nuna Nocturna – Gesamtausgabe

Brüder

Klappentext:

Nuna ist eine 12-jährige, geflügelte Nocturna. Gemeinsam mit ihren Freun­den genießt sie das erste Schul­jahr in der Mitter­nachts­schule.

Während der Vorbereitungen zum Mittsommernachts­fest werden ihre Eltern von gräß­lichen Geysiten ent­führt.

Für Nuna beginnt eine Odyssee durch die Welt der dunklen magi­schen Mächte. Nach Gefangen­schaft und Flucht, tritt sie die Reise zum Eis­palast des Königs Regna­trax an, denn dort soll sich ein Zauber­stab befinden, der stark genug ist, um ihre Eltern zu befreien. Gute Freunde, Mut und viel Glück bringen sie schließ­lich nach Infer­num.

Doch dort endet ihre gefährliche Reise nicht. Wird es ihr gelingen, das unsag­bar Böse zu besiegen und der magi­schen Welt Frieden zu bringen?

Rezension:

Nuna ist eine Nocturna, ein Wesen, das wie ein Mensch aus­sieht, jedoch Flügel hat. Mit ihren 12 Jahren hat sie den 1. Jahr­gang an der Mitter­nachts­schule beendet und freut sich auf das Mitt­sommer­fest zusam­men mit ihren Eltern, den Grals­hütern. Am Tag zuvor erfolgt jedoch ein Angriff, bei dem ihre Eltern ent­führt werden. Nuna gelingt schwer­verletzt die Flucht. Dabei gerät sie aller­dings in die Men­schen­welt, wo man ihre Flügel für ein Faschings­kostüm hält, das sie sich wegen einer angeb­lichen geis­tigen Störung weigert abzu­legen. Die Rück­kehr in ihre Welt wird kompli­ziert. Dort ange­kommen ver­suchen die Erwach­senen zu ver­hindern, dass Nuna und ihre Freun­dinnen selbst bei der Befreiung ihrer Eltern aktiv werden.

Wie viele andere Autoren hat auch Lotte Logan ihre Urban-Fantasy-Geschichte als Tri­logie aus­gelegt. Band 1 („Die kleine Grals­hüterin“) habe ich bereits vor etwa 4 Jahren gelesen und rezen­siert. Jetzt hatte ich die Gelegen­heit, die Gesamt­ausgabe zu lesen. Die von mir damals bemän­gelten Logik­probleme fielen mir dies­mal kaum ins Auge. Even­tuell liegt es daran, dass ich den Anfang der Geschichte schon kannte oder sich die anschei­nenden Wider­sprüche im weiteren Ver­lauf des Gesche­hens auf­klären. Mög­licher­weise wurden sie auch bei einer Über­arbeitung korri­giert. Was mir aller­dings im Ver­lauf der Bände 2 und 3 auffiel, ist, dass einige höchst frag­würdige Ent­schei­dungen von Charak­teren, die ein­deutig zu ‚den Guten‘ gehören, zwar von Nuna kriti­siert, am Ende jedoch nicht aufge­arbeitet werden.

Insgesamt gesehen macht dieses Fantasy-Abenteuer (nicht nur) für junge Leser Spaß. Her­vor­zuheben ist, dass im Ver­lauf der Geschichte eine Rei­fung der Prota­gonistin und anderer Charak­tere zu beobach­ten ist, was bei ver­gleich­baren Werken oft nicht der Fall ist. Steht in Band 1 noch gänz­lich Nuna im Fokus, nehmen in den beiden folgen­den Bänden auch andere Perso­nen eine zen­trale Rolle ein, was dazu führt, dass die eigent­liche Prota­gonistin sogar für einige Zeit aus der Hand­lung ‚ver­schwinden‘ kann.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte in der 3. Person. Dabei gelingt es ihr, das Interesse des Lesers stets aufrecht zu halten, auch wenn manche Wen­dungen recht abrupt erfolgen und erst später erklärt werden.

Fazit:

Ein insgesamt rundes Fantasy-Abenteuer mit einer jungen Heldin, die kompli­zierte Situ­ationen über­stehen muss.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Feuerspatzen – Doppelband 1

Oliver Groß
Die Feuerspatzen – Doppelband 1

Piraten des Nebels

Klappentext:

Das Gespenst vom Zeitungsladen

Tom ist ein sportlicher, neugieriger Junge, der mit seinen Eltern in einem klei­nen Haus am Rande von Nürn­berg lebt.

Zusammen mit Lorenzo, seinem nervigen, besten Freund, und der vor­lauten aber cle­veren Marie, ent­deckt Tom seine Schwär­merei für Detektiv­geschichten.

Nun ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die drei Freunde, als „Die Feuer­spatzen“, ihre eige­nen Ermitt­lungen starten.

Doch die Detektive wissen noch nicht, in was für turbu­lente und span­nende Aben­teuer sie ihre Neu­gierde noch führen wird… .

Nach Jahrhunderten der Ruhe, soll ein Gespenst aus dem späten Mittel­alter, in einem alten Anwe­sen in Nürn­berg, wieder sein Unwe­sen treiben.

Die Detektive bieten ihre Hilfe an und gehen dem Geheim­nis auf die Spur, doch ehe sie sich ver­sehen, stecken sie mitten in ihrem ersten Aben­teuer…

Abenteuer auf Mallorca

Seit Monaten fieberten die Detektive diesem Tag entgegen. Heute sollte es endlich soweit sein, die großen Sommer­ferien begannen.

Für Tom, Marie und Lorenzo bedeutete dies, zwei Wochen Erholungs­urlaub und ab­hängen auf den Bale­aren.

Toms Onkel Jo schuldete den Detektiven noch einen Gefallen, des­wegen hatte er die Kinder nach Mallorca, in seine private Finca ein­geladen.

Auf der Trauminsel angekommen, mussten die drei jedoch schnell fest­stellen, dass sich in dem kleinen Berg­dorf über der Bucht, selt­same und außer­gewöhn­liche Dinge zutrugen.

In der fröhlichen und sonst so sorglosen Gemeinde, machte sich zuneh­mend Auf­regung und Unruhe breit, die älteren sprachen immer öfter vom Niebla-Pirata, dem Piraten­nebel.

Aus der geplanten Entspannungsreise mit Sonne, Strand und Meer, sollte ein Aben­teuer­trip werden, den die Feuer­spatzen so schnell nicht ver­gessen würden…

Rezension:

Eigentlich wollte es sich Tom am Wochenende mit einem Buch gemüt­lich machen, als gegen­über neue Bewoh­ner ein­ziehen. Die Tochter sucht sofort Kontakt zu ihm. Wie sich dann heraus­stellt, wird Marie sogar Toms Klassen­kamera­din. Als gleich am 1. gemein­samen Unter­richts­tag der Roller von Toms bestem Freund Lorenzo spur­los ver­schwin­det, nehmen alle 3 gemein­sam die Nach­forschungen auf. Obwohl sich dieser Fall schnell auf­klärt, grün­den sie eigene – natür­lich in­offizi­elle – Detek­tei „Die Feuer­spatzen“. Ein Auf­trag lässt nicht lange auf sich warten.

In diesem Doppelband legt Oliver Groß die Bände 1 und 2 seiner Jugend­detektiv­reihe zusam­menge­fasst vor. Beide, ursprüng­lich auch einzeln ver­öffent­lichte, Bände unter­scheiden sich doch in ver­schie­dener Hin­sicht von­ein­ander.

Band 1 mit dem Titel „Das Gespenst vom Zeitungsladen“ stellt die jungen Prota­gonisten zunächst vor. Auch wenn kein Alter genannt wird, wirken sie im Um­gang mitein­ander noch recht jung. Das wird auch durch die Tat­sache bestärkt, dass Lorenzo mit dem (Tret-)Roller zur Schule fährt. Auch gibt es keinen Kriminal­fall im eigent­lichen Sinne.

In Band 2 („Abenteuer auf Mallorca“) bekommen die Freunde die Gelegen­heit, Toms Onkel auf Mallorca zu besu­chen. Hier wirken die Prota­gonisten bereits deutlich älter, was sich unter anderem auch darin äußert, dass sie sich Gedan­ken über ihre Wirkung aufs andere Geschlecht machen. Aller­dings handeln beide Bände im selben Jahr! Das wirkt nicht ganz stimmig. In diesem Band gibt es auch einen rich­tigen Fall, bei dem die Täter am Ende Sache der Polizei werden.

Während Band 1 noch eher wie ein Kinderbuch wirkt, hat der deut­lich stimmiger erschei­nende Band 2 ein­deutig Jugend­buch­charakter. Obwohl der Titel der 1. und der Klappen­text des 2. Bandes auf über­natür­liche Vor­komm­nisse hin­deuten, bewegt ich die Hand­lung beider Bände voll­kommen im Bereich des Realen. Fantasy-Elemente sind nicht vor­handen.

Der Stil des Autors wirkt eher sachlich, der Handlungs­aufbau direkt. Auf Neben­hand­lungen wird weit­gehend ver­zichtet.

Fazit:

Ein vielversprechender Start in eine Jugenddetektiv­reihe, bei dem speziell der 2. Band Poten­zial für kom­mende Aben­teuer ver­spricht.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Bilder aus Altbayern

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Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
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Falcon Peak – 1 – Wächter der Lüfte

Heiko Wolz
Falcon Peak – 1 – Wächter der Lüfte

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Zwischen Schwarz und Weiß

Klappentext:

Als der 13-jährige Kendrick in die Heimat seiner verstor­benen Mutter zurück­kehrt, um das dortige Inter­nat zu besuchen, merkt er schnell, dass an diesem Ort sonder­bare Dinge vor sich gehen. Wohin ver­schwinden einige von Ken­dricks Mit­schülern heim­lich an den Abenden? Warum hat die Lehrerin Ms Bocks­worth gerade ihn unter beson­ders strenger Beo­bach­tung? Warum sind überall in der Schule Greif­vögel abge­bildet? Und was hat es mit der Fels­spitze des sagen­umwo­benen Falcon Peak auf sich?

Seine Mitschülerinnen Ivy und Sienna wissen mehr als sie zugeben, da ist sich Ken­drick sicher. Doch die Ant­worten auf seine Fragen führen ihn ausge­rechnet zurück in seine eigene Ver­gangen­heit …

Rezension:

Seit dem Tod seiner Mutter ist der mittlerweile 13-jährige Ken­drick mit seinem Vater viel herum­gekommen, hat oft die Schule gewech­selt. Doch dann bekommt sein Vater den Posten als Schul­leiter an der Schule ange­boten, die einst von der adligen Familie seiner Mutter gegrün­det wurde. Eigent­lich ist die ein Inter­nat für Mädchen, doch als externe Schüler wird sie auch von Jungen aus dem Ort besucht. Nach Schul­schluss ist Ken­drick aber der einzige Junge in der ehe­maligen Burg. Schnell stellt er eigen­artige Vor­fälle fest. Manch­mal ver­schwin­den sowohl Schüler­innen als auch Lehrer­innen spurlos. Natür­lich behaup­ten alle Mädchen, die Ken­drick danach fragt, von nichts zu wissen.

Dass ein nach eigener Überzeugung ‚Normalo‘ an eine beson­dere Schule kommt, ist spätes­tens seit dem Jungen mit der Blitz­narbe ein Stan­dart­element in jugend­licher Urban Fantasy. Auch Heiko Wolz bedient sich dieser Aus­gangs­lage in seiner „Falcon Peak“-Reihe. Dass der Vater des Prota­gonisten – der genau­so­wenig wie sein Sohn über die Besonder­heiten infor­miert ist – als neuer Schul­direktor gleich mit­kommt, ist zumin­dest mir dagegen neu. Die Tat­sache, dass der Prota­gonist in genau dieser Beson­derheit der einzige Junge zwischen ‚speziellen‘ Mädchen und Frauen ist, wird dabei erstaun­lich wenig thema­tisiert. Auch wie es dazu gekommen ist, dass erst­malig ein Junge diese Eigen­schaft von der Mutter geerbt hat, wird in diesem Band nicht geklärt.

In diesem Band führt der Autor seine Leser haupt­sächlich in die spezielle Welt seiner Geschichte ein. Erst gegen Ende dieses Buches wird über­haupt klar erkenn­bar, worum es eigent­lich geht. Dass der Tod der Mutter dabei eine Rolle spielt, kommt für Genre-erfah­rene Leser wahr­schein­lich nicht allzu über­raschend. Viele Details bleiben am Ende aber noch offen, sodass noch nicht genau erkenn­bar ist, wohin sich die Geschichte noch ent­wickeln wird.

Einige Konstruktionen (bei denen ich auch keine spätere Auf­klärung erwarte) bleiben aller­dings unge­klärt. Wieso öffnet sich ein Internat, dass ursprüng­lich für die spezi­ellen Schüler­innen gegründet wurde und dessen weib­liche Lehr­kräfte auch aus­nahms­los zu diesen speziellen Men­schen gehören, über­haupt anderen Schülern, zumal nicht erwartet werden konnte, dass irgend­wann über­raschend ein spezi­eller Junge auf­taucht? Mono­geschlecht­liche Inter­nate sind im realen Groß­britan­nien ja schließ­lich auch heute noch durch­aus normal. Und wieso bestraft Ken­dricks Vater ihn wieder­holt, obwohl sich sein Sohn nur gegen Hänse­leien wegen seiner adligen Abstam­mung wehrt? In beiden Fällen habe ich den Ver­dacht, dass der Autor diese Ele­mente nur ein­führte, weil es für die Hand­lung gebraucht wurde, obwohl es inner­halb dieser keinen logi­schen Sinn ergibt.

Fazit:

Diese Jugend-Urban-Fantasy kombiniert bekannte Elemente mit neuen An­sätzen. Es dürfte sich lohnen, diese Reihe im Blick zu behal­ten.

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Ein Fall für Wells & Wong – 9 – Der Tod setzt Segel

Robin Stevens
Ein Fall für Wells & Wong – 9 – Der Tod setzt Segel

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Übersetzung: Nadine Mannchen

Die Piratin schläft an Deck

Klappentext:

Daisy und Hazel sind in Ägypten und freuen sich auf eine Nil­kreuz­fahrt, Mumien und Tempel. Doch ein Mord­fall durch­kreuzt auch hier ihre Urlaubs­pläne! Eine Gruppe vor­nehmer eng­lischer Damen und Herren, die sich für Rein­karnati­onen der alten Phara­onen halten, reisen eben­falls auf ihrem Schiff. Kurz nach Beginn der Kreuz­fahrt wird die Anfüh­rerin der Gruppe erstochen in ihrer Kabine aufge­funden. Daisy und Hazel ist schnell klar, dass deren schüch­terne Tochter, die zum Schlaf­wandeln neigt, als Täterin her­halten soll. Doch inner­halb der ver­schro­benen Gesell­schaft hätte jeder einen Grund für diesen Mord gehabt …

Die Mädchen beginnen ihren bisher schwie­rigsten und letzten Fall. Über­all lauert Gefahr und nur ein Mit­glied der Detek­tei wird es dieses Mal lebend nach Hause schaffen …

Rezension:

Auf Aminas Einladung verbringen Daisy und Hazel einen Urlaub in Ägyp­ten. Auch Hazels Vater besucht mit ihren jünge­ren Schwes­tern das Land, um zusam­men mit den Mädchen eine Nil­kreuz­fahrt zu unter­nehmen. Dass auch die Junior-Pinker­tons Alex­ander und George ‚zufällig‘ auf dem Schiff sind, stört die beiden Jung­detektiv­innen nicht, auch wenn Mr Wong das etwas ver­dächtig findet. Eine Gruppe exzent­rischer Eng­länder, die auch auf dem Schiff mit­fährt, sorgt aller­dings von Anfang an für Wirbel. Als deren Anfüh­rerin, die sich für die Rein­karna­tion der Phara­onin Hat­schep­sut hält, ermordet wird, sehen sich Daisy und Hazel jedoch gezwun­gen zu ermitteln, denn sie sind über­zeugt, dass die Tochter der Toten, die von allen für schul­dig gehal­ten wird, unschul­dig ist.

Der 9. Band aus Robin Stevensʼ historischer Jugend-Cosy-Crime-Reihe sticht schon durch sein gol­denes Cover hervor. Ein Blick auf den Rück­seiten­text dürfte Fans der Reihe aber gleich in dop­pelter Hinsicht schocken. Dass es der letzte Fall der jungen Hobby­detektiv­innen ist, dürfte schon den wenigs­ten Wells-&-Wong-Freun­den gefallen. Und dann der letzte Satz …

Welches Mitglied der Detektei gemeint ist, erfährt der Leser gleich am Anfang von Kapitel 1, als Hazel in tiefer Trauer auf dem An­wesen der Wellsʼ sitzt und den tragi­schen Fall nieder­schreibt. Das führt natür­lich dazu, dass wohl jeder Leser geschätzte 90 % des Buches darauf hin­fiebert, wie es passiert. Daran, dass der Fall trotz allem gelöst wird, dürfte wohl kaum jemand zweifeln.

Wenn eine geschätzte Buchreihe endet, stellt das für den Leser immer einen Ab­schied dar. Auch wenn die Anzahl der Morde, in die die beiden Prota­gonistin­nen über 9 Bände hinein­gestolpert sind, eigent­lich natür­lich schon unlo­gisch ist, hätte man doch gerne noch ein paar mehr gelesen. Aller­dings hält sich Robin Stevens mit dem Ende eine Hinter­tür offen, even­tuell doch noch weitere Bücher folgen zu lassen.

Stilistisch bietet der Abschlussband der Reihe keine Über­raschungen. Wie bereits in 7 der 8 vor­her­gehen­den Bände über­lässt es die Autorin Hazel, die Vor­komm­nisse schil­dern.

Fazit:

Band 9 stellt einen würdigen Abschied von den beiden Jung­detektiv­innen dar.

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Magisches Deutschland – 1 – Der Archivar

Mila Bagrat
Magisches Deutschland – 1 – Der Archivar

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Ein Waschbär im Großstadt­dschungel

Klappentext:

Magische Abenteuer mitten in Deutschland?

Nein, unmöglich! Abenteuer passieren doch immer woanders! Das­selbe hat auch die zehn­jährige Freya Weiden gedacht, als sie ihre erste Schul­reise nach Berlin antrat – und dann geht alles schief, was nur schief gehen kann – sie wird von einem alptraum­haften im dichten Nebel ver­hüllten Monster namens Numerus bedroht und von den bild­schönen aber unheim­lichen Menschen, die sich Blender nennen, ver­folgt. Dabei trifft sie den liebens­werten sprech­enden Wasch­bären Björn, der ihr das Leben rettet und zu ihrem besten Freund wird (denn ein Freund ist ein Freund, klein, groß, flau­schig – egal), sowie ihre eigene höchst unge­wöhnliche Oma, von deren Exis­tenz Freya gar nichts ahnte! Berlin steckt voller Rätsel und die Einzige, die sie alle lösen kann ist Freya. Der Wett­lauf um die Zeit beginnt – schafft es Freya mit Björns Hilfe den Kampf gegen Numerus und seine Armee für sich zu ent­scheiden?

P.S. Du willst das auch wissen? Dann leg los!:)

Rezension:

Freya ist 10, als kurzfristig eine unerwartete Klassen­fahrt nach Berlin organi­siert wird. Als ihre Eltern sie zum Treff­punkt bringen, findet sie dort jedoch keinen ihrer Klassen­kamera­den vor. Doch ihre Eltern sich schon wieder weg. Da taucht aus einer Nebel­schwade ein alter­tümlicher Bus auf, dessen Fahrer Freya erklärt, die anderen wären schon unter­wegs und er solle sie abholen. Für das Mäd­chen beginnt ein großes Aben­teuer.

Freya, die Protagonistin in Mila Bagrats Urban-Fantasy-Aben­teuer ist recht jung. Trotz­dem gelingt es der Autorin, eine interes­sante Story mit über­raschend viel Tief­gang aufzu­bauen. Die wahren Zusammen­hänge dieser ‚1-Personen-Klassen­fahrt‘ erschlie­ßen sich dem Leser dabei erst fast am Ende des Buches. Während die eigent­liche Fantasy-Geschichte durch­aus auch für Leser im Alter der Prota­gonistin geeignet sein dürfte – worauf nicht zuletzt auch Elemente wie der sprech­ende Wasch­bär Björn hin­deuten –, dürften einge­bettete Abschnitte über die Geschichte Berlins und Deutsch­lands für diese Alters­stufe weniger geeignet sein. Wie wahr­schein­lich ist es wohl, dass ein 10-jähriges Kind aus der süd­west­deut­schen Provinz heut­zutage (schon vor den Erklä­rungen) näheres zur Berliner Mauer weiß? Aber auch für erwach­sene Leser wirken diese (meist durch den Wasch­bären erfol­gende) Erläu­terungen eher wie ein Fremd­körper in der Urban-Fantasy-Story.

Der Schreibstil der Autorin (die keine deutsche Mutter­sprach­lerin ist) wirkt gut lesbar, auch wenn ein paar ‚Frei­heiten‘ bei den Zeit­formen auf­fallen. Ob der Spagat zwischen der kind­gerechten Fantasy und (weniger kind­gerechten) realen ‚Geschichts­stunden‘ bei der eigent­lichen Ziel­gruppe punkten kann, muss sich aber wohl heraus­stellen.

Fazit:

Diese junge Urban Fantasy bietet interessante Ideen. Die Ver­knüp­fung mit der realen Geschichte wirkt aller­dings recht holprig.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Bilder aus Altbayern

Bilder aus Altbayern
Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2020/01/28/bilder-aus-altbayern-reprint-eines-bildbands-von-1918/

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Das Portal nach Otʼrona

Gina Grimpo
Das Portal nach Otʼrona

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Eine Fee ohne Flügel

Klappentext:

Fabelwesen existieren nur in Büchern. Für den achtzehn­jährigen Elias ist dies eine unum­stöß­liche Tat­sache. Doch als er eines Abends auf seine kleine Schwester Billie auf­passen muss, wird sein Welt­bild gehörig auf den Kopf gestellt. Denn in seinem Kleider­schrank öffnet sich plötzlich ein magi­sches Portal. Und Elias und Billie geraten von jetzt auf gleich in ein Aben­teuer, das sie so schnell nicht wieder ver­gessen werden.

Rezension:

Statt auf eine Party zu gehen, soll der 18-jährige Elias auf seine 12-jährige Schwester Billie auf­passen. Das passt ihm gar nicht, zumal die ihn immer mit ihrem Elfen­kram nervt. Und dann kapert Billie auch noch den DVD-Player, natürl­ich um einen Elfen-Film anzu­sehen. Als dann jedoch über­raschend Geräu­sche aus dem Kleider­schrank erschal­len, beginnt für die Geschwister ein Aben­teuer, das sie in eine fremde Welt führt.

Dass Jugendliche oder Kinder durch ein Portal in eine fremde Welt stol­pern, ist ein in der Urban Fantasy nicht gerade selten ver­wende­tes Story-Element. Auch dass sich dieses Portal im heimi­schen Kleider­schrank verbirgt, ist dem Genre-Fan nicht gänz­lich unbe­kannt. Ein großer Unter­schied zu bekann­ten der­artigen Geschich­ten liegt bei Gina Grimpos Buch aber schon darin, dass der Prota­gonist Elias schon voll­jährig ist. Auch der relativ große Alters­unter­schied der Geschwis­ter ist eher unty­pisch. Der Schwer­punkt des Aben­teuers liegt auf dem Problem der beiden Reisen­den, einen Rück­weg in ihre eigene Welt zu finden. Natür­lich findet dabei auch das Kennen­lernen der Bewoh­ner und Verhält­nisse der besuch­ten Welt aus­reichend Raum. Was aller­dings etwas ‚unvoll­ständig‘ wirkt, ist das Ende des Buches. Hier gewinnt der Leser irgen­dwie das Gefühl, dass noch etwas fehlt.

Die Autorin erzählt ihre Urban-Fantasy-Geschichte aus der Per­spek­tive eines aukto­rialen Erzäh­lers, wobei der Fokus fast immer bei Elias ver­weilt. Ledig­lich ein einzel­nes Kapitel ist aus der Sicht eines anderen Charak­ters ver­fasst. Nach einem etwas konstru­iert wir­kenden Anfang – wieso braucht eine 12-jährige über­haupt einen Baby­sitter, wenn die Eltern nur für wenige Stunden aus­gehen? – läuft sich die Story schnell warm. Nur das Ende wirkt dann – wie bereits erwähnt – etwas abge­hackt.

Fazit:

Eine Weltenreise-Fantasy über das interessante Abenteuer zweier unglei­cher Geschwis­ter, die jedoch auch kleinere Mängel auf­weist.

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman

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Die Erlebnisse eines anfangs 11-jährigen Jungens, der bei Pflegeeltern aufwuchs und nur unerwartet an ein Internat kommt. Hier veränder sich sein ganzes Leben, und er muss sich einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann wartet noch so manche Überraschung auf ihn …
„Lord Breakinghams Geheimnis“ ist ein Internats-, als auch ein Entwicklungsroman. Geeignet für alle Leseratten ab etwa 10 Jahren und natürlich auch für Erwachsene, die gerne an die Kindheit zurückdenken.

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Bilder aus Altbayern

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Dieser Reprint eines Bildbandes aus dem Jahr 1918 zeigt Impressionen eines Bayerns, das es so an vielen Stellen nicht mehr gibt.
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Tale of Magic – Die Legende der Magie – 1 – Eine geheime Akademie

Chris Colfer
Tale of Magic – Die Legende der Magie – 1 – Eine geheime Akademie

Übersetzung: Naemi Schuhmacher

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Hexen vs. Feen

Klappentext:

Brystal Evergreen liebt Bücher. Aber im Südlichen König­reich, wo sie lebt, ist Lesen für sie ver­boten. Als sie trotz­dem an ein geheimnis­volles Buch gerät, ändert sich ihr Leben für immer: Brystal erfährt, dass sie magi­sche Fähig­keiten besitzt! Sie wird an einer gehei­men Aka­demie aufge­nommen, wo sie zusammen mit anderen Schülern in guter Magie ausge­bildet wird.

Doch die magische Gemeinschaft kennt nicht nur gute, son­dern auch böse Magie. Brystal, die zu Erstaun­lichem bestimmt ist, findet sich mit ihren Freun­den plötz­lich inmitten eines Kampfs gegen finsterste Hexen­kraft wieder. Und nicht nur die Zukunft der Aka­demie ist in Gefahr – sondern das Schicksal der ganzen Welt.

Wie Chris Colfers erste Erfolgsserie »Land of Stories« stand auch »Tale of Magic« monate­lang auf der New York-Times Best­seller­liste. Die neue magische Serie besticht als Feuer­werk der Phan­tasie und mit einer mutigen Heldin, die sich gegen Unge­rechtig­keit wehrt. Ein Muss für »Land of Stories«-Fans – und alle Leser die große, phan­tastische Aben­teuer lieben!

 

Rezension:

Magie ist in allen Königreichen streng verboten, doch im Süd­lichen König­reich, in dem die 14-jährige Brystal lebt, ist es Frauen sogar strengs­tens ver­boten, Bücher zu lesen. Lesen wird Mädchen nur beige­bracht, um sich an Straßen- und Hinweis­schildern orien­tieren zu können. Zum Glück ver­sorgt ihr großer Bruder Brystal heim­lich mit Lese­stoff. Als das Mädchen es dann schafft, einen Job als Putz­kraft in der Biblio­thek, deren Betreten Frauen normaler­weise unter­sagt ist, zu ergat­tern, fühlt sie sich wie im Para­dies. Natür­lich putzt sie dort nicht nur. Als sie dann einen gehei­men Raum mit Zauber­büchern ent­deckt, ver­sucht sie natür­lich auch das – und wird dabei ertappt. Brystal droht die Todes­strafe.

Beim Titel dieses Reihenauftakts könnte man natürlich an eine der zahl­reichen Jugend-Urban-Fantasy-Reihen, die an magi­schen Schulen ange­siedelt sind, denken. Schon der Klappen­text lässt dann aller­dings erken­nen, dass es sich hier keines­falls um eine Urban Fantasy handelt, sondern die Geschichte gänzlich in einer reinen Fantasy-Welt ange­siedelt ist. Neben der Akzep­tanz der Magie wird auch das Thema gleicher Rechte für Frauen stark thema­tisiert.

Nachdem natürlich von Anfang an klar ist, dass die Prota­gonistin ihren Weg an die magische Schule finden wird, treten im weiteren Verlauf weitere, nicht vorher­sagbare Wen­dungen ein. Einige Hand­lungs­elemente wirken beinahe märchen­haft, was auch bei einer Fantasy-Geschichte für Leser ab 11 etwas über­rascht. Ver­glichen mit anderen Werken über magische Schulen fällt auch auf, wie über­schau­bar der Schüler­kreis hier ist. Nach einer grund­legenden Ver­änderung gegen Ende dieses Bandes darf man gespannt sein, wie beziehungs­weise in welche Richtung sich diese Reihe weiter ent­wickelt.

Der Autor entwirft eine Fantasy-Welt, die sich maß­geblich von den gewohnten Aben­teuern an magi­schen Schulen abhebt. Dabei erzählt er aus dem Blick­winkel eines all­wissen­den Beobach­ters, wobei der Fokus bis auf wenige kurze Aus­nahmen stets bei der Prota­gonistin ver­bleibt. Sprach­lich auffällig ist, dass eine Gruppe von Mädchen, unter denen die Prota­gonistin mit ihren 14 Jahren schon die Älteste ist, abwech­selnd als Kinder, aber auch als junge Frauen bezeichnet wird. Bei Mäd­chen, die teil­weise erst 11 sind, wirkt das doch etwas komisch. Ob hier der Autor oder eher die Über­setzerin die ‚Schuld‘ trägt, kann ich mangels Kenntnis des Origi­nals nicht beur­teilen.

 

Fazit:

Ein Start in eine interessante neue Fantasy-Welt, in der neben der Magie auch feminis­tische Themen eine große Rolle spielen.

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Forbidden Artefacts – 4 – Der Gral

Frauke Besteman
Forbidden Artefacts – 4 – Der Gral

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Diebstahl

Klappentext:

Areion hat Daria das größte Geheimnis des Ordens offen­bart. Obwohl der Gral ein Verbo­tenes Arte­fakt ist, hütet ihn der Orden seit über einem Jahr­tausend. Nicht nur ist er ihr höchstes Heilig­tum, sondern hat auch eine bedeutungs­schwangere Geschichte, die noch über den Ursprung des Ordens hinaus­reicht. Nicht nur viele Geheim­nisse sondern auch das Ver­mächt­nis von Darias Familie ist eng mit diesem Arte­fakt ver­woben. Der sagen­umwobene Gral ist noch mäch­tiger und gefähr­licher als jedes Arte­fakt, dem Daria bis jetzt begegnet ist, und hat schon so manche hoffnungs­volle Men­schen ins Ver­derben gestürzt.

Warnung Dieses Buch enthält Szenen von detailliert beschrie­bener Gewalt und mehr oder weniger gewalt­samem Ableben verschie­dener Figuren.

Der Gral ist der vierte Teil der Forbidden Artefacts Reihe und sollte nicht ohne Kenntnis der vorher­gegangenen Bände gelesen werden.

 

Rezension:

Der wiederbelebte Noah ist vollkommen außer Kontrolle geraten. Er hat Darias Bruder ent­führt und will ihn nur im Tausch gegen den Gral frei­lassen. Doch der Gral ist eines der best­gehüteten Arte­fakte des Ordens. Niemals würden die Ent­scheidungs­träger ihn heraus­geben. Um ihren Bruder zu retten, muss sich Daria gegen den Orden stellen. Dabei gewinnt sie einen uner­warteten Ver­bündeten.

Während es handlungsmäßig zwischen dem 2. („Das Athame“) und dem 3. Band („Das Medail­lon“) aus Frauke Beste­mans Urban-Fantasy-Reihe „Forbidden Arte­facts“ eine ‚Lücke‘ von mehreren Monaten gab, schließt Band 4 unmittel­bar an den Vor­gänger an. Dies­mal steht der Orden, ins­besondere auch dessen innerer Aufbau im Fokus des Gesche­hens. Die action­reiche Hand­lung um den Gral und den ent­führten Bruder nimmt zwar einen Groß­teil des Bandes ein, erscheint schluss­endlich aber eher als Gerüst, um dem Leser den Orden nahe­zubringen. Darias besondere Abstam­mung spielt dagegen nur eine relativ kleine Neben­rolle. Dass sich im End­effekt erneut tief­grei­fende Ver­änder­ungen für das weitere Geschehen ergeben, scheint zum grund­legenden Konzept der Reihe zu gehören. Wie bereits gewohnt, wird am Ende auch wieder das ver­botene Artefakt des kom­menden Bandes kurz einge­führt. In welche Richtung sich die Geschichte um Daria und ihr kompli­ziertes Erbe weiter­entwickelt, erscheint völlig offen.

Selbstverständlich lässt die Autorin ihre Protagonistin weiterhin als Ich-Erzählerin auf­treten und ändert auch sonst nichts an der Erzähl­struktur.

 

Fazit:

Dass die Umstände sie zu einem Alleingang zwingen, verein­facht Darias Situation ‚zwischen den Stühlen‘ nicht gerade.

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