Rummel im Plänterwald

Christopher Flade, Ludwig Neumann, Sacha Szabo
Rummel im Plänterwald

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Zwischen Medienstar und Lost Place

Klappentext:
Rechtzeitig vor der Wiedereröffnung des Spreeparks erscheint im Büchner-Verlag eine opulente Chronik zur Geschichte des Rummels im Plänterwald. Der vollfarbige Bildband versammelt eine Fülle an Fotos, Anekdoten, Insiderwissen und teils noch nie veröffentlichten Dokumenten zu einer fast vergessenen Berliner Institution.
Am 4. Oktober 1969 wurde der »VEB Kulturpark Berlin« als einziger ständiger Rummelplatz der DDR eröffnet. Nach der Wende wurde er privatisiert, modernisiert und als Freizeitpark »Spreepark Plänterwald« weitergeführt. Nach jahrelangen Versuchen, den Park zu retten, musste er am 4. November 2001 seine Tore schließen. Die meisten Attraktionen stehen noch heute im Park: das 45 Meter hohe Riesenrad dreht sich quietschend im Wind, durch die Schienen der Parkbahn wachsen Bäume, in den Pfeilern der Achterbahn nisten Vögel. Als poetischer Ort des Verfalls ist der Park in den letzten Jahren auch zum begehrten Drehort für Foto- und Filmaufnahmen geworden ist (Hollywood-Film »Wer ist Hanna?«, die deutschen Serien- und Filmproduktionen »GZSZ«, »Anna und die Liebe«, »Löwenzahn« sowie »Tatort Berlin« u. a.).
Das dreiköpfige Autorenteam zeichnet nicht nur die Geschichte dieses berühmtesten Berliner Lost Places nach, sondern beleuchtet auch seine anhaltende Faszinationskraft.

Rezension:
Allen, die aus dem Osten kommen (und alt genug sind), ist der Kulturpark im Berliner Plänterwald mit Sicherheit ein Begriff. Allen anderen wohl eher weniger. Sein Wahrzeichen, das große Riesenrad, war und ist vom weitem sichtbar. Während jedoch jeder in der damaligen DDR den Kulturpark zumindest aus dem Fernsehen kannte, wussten wohl die wenigsten von den Hintergründen seiner Entstehung. Dass viele der Fahrgeschäfte extra in westlichen Ländern eingekauft worden waren, wurde damals natürlich nicht an die große Glocke gehängt, wäre es doch ein Eingeständnis gewesen, dass die DDR-Industrie nichts Derartiges bereitstellen konnte. Nach der Wende ging es mit dem Park jedoch nur noch bergab. Abseits von Berlin und Umland verlor man den Park fast ganz aus dem Blick. Trotz des Versuchs der neuen Betreiber, den Park, der sich jetzt Spreepark nannte, mit neuen Attraktionen aufzuwerten, führte das schließlich zum Konkurs. Seit Jahren verfallen die Überreste vor sich hin.
Im vorliegenden Buch, das vom Format her als Bildband erscheint, für einen solchen aber auch recht umfangreiche erläuternde Texte enthält, wird die Geschichte dieses Parks von den Vorbereitungen der Eröffnung 1969 bis zur aktuellen Situation verfolgt. Dabei wird der Wandel von der Blütezeit der 1970er und 1980er Jahre über das Dahinsiechen in den 1990ern bis zum Lost Place des neuen Jahrtausends in Bild und Text nachvollziehbar. Vor allem bei den Bildern wäre eine (noch) stärkere Gewichtung auf die Glanzzeiten des Parks – was in diesem Fall die Vorwendezeit war – wünschenswert, doch ist entsprechendes Bildmaterial wohl nicht so leicht verfügbar. Die zahlreichen Auseinandersetzungen der Betreiber der Nachwendezeit mit städtischen Behörden werden nur angerissen, sodass sich der Leser leider kein wirkliches eigenes Bild über die jeweilige Schuldlage machen kann. Allerdings gewinnt man den Eindruck, dass unternehmerische Fehlentscheidungen zumindest einen Anteil am endgültigen Niedergang hatten.
Allen, die sich noch an eigene Aufenthalte im Kulturpark Plänterwald erinnern, kann dieses Buch nur empfohlen werden. Aber Vorsicht! Das Lesen beziehungsweise Betrachten könne zu melancholischen Gedanken führen.

Fazit:
Ein Rückblick auf die Geschichte eines untergegangenen Freizeitparks in Bild und Wort.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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