Ost Places

Andreas Metz
Ost Places

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Die Reste der DDR

Klappentext:
Drei Jahrzehnte nach der Wende ist Andreas Metz im Osten Deutschlands auf Motivsuche gegangen: Was ist noch zu finden aus den vierzig Jahren Lebens- und Alltagskultur? Was an DDR-Architektur wurde erhalten, was dem endgültigen Verfall preisgegeben? Wo gab es Denkmalstürmerei, wo gibt es Denkmalpflege? Was fand selbstverständlichen Eingang in die gelebte Gegenwart? Die Bilder fangen Geschichte eines verschwundenen Landes ein und erzählen Geschichten von heute.

Rezension:
40 Jahre existierte ein Land namens DDR. Auf dem Papier waren es sogar beinahe 41 Jahre, doch das letzte Jahr hatte mit der DDR im eigentlichen Sinn nicht mehr viel gemein. Und all das ist jetzt auch schon wieder 30 Jahre her. Man kann sich manchmal kaum vorstellen, dass alle, die heute 35 und jünger sind – also längst erwachsene Leute –, keine bewussten Erinnerungen an die DDR haben können. Immer mehr, was früher typisch DDR war, ist nach und nach aus der Umgebung verschwunden. Selbst wenn man im Osten lebt, ist einem das langsame Verschwinden der DDR-Relikte kaum bewusst aufgefallen. Und genau deshalb ging Andreas Metz, der ursprünglich aus dem Westen stammt, mit der Kamera auf Spurensuche. Überraschend viel konnte er noch finden und für diesen Bildband abbilden. Der Bogen spannt sich dabei von auffälliger Architektur, die auch heute noch ganze Städte prägt, und typischer DDR-Kunst über die damals allgegenwärtigen Parolen und Propaganda-Manifestationen bis hin zu Objekten, die auch damals der Allgemeinheit eher unbekannt waren. Manches war damals auch schlichtweg so normal, dass es einem überhaupt nicht bewusst aufgefallen ist. Die bilingual deutschen und englischen Bildtexte beschränken sich dabei auf ein Minimum, bergen aber doch manch aufschlussreiche Information.
Darüber, was man für abbildens- und erhaltenswert einstuft, kann man sicher in manchen Fällen diskutieren. So hat es mich beim Betrachten dieses Buches bei manchen Bildern schon gewundert, dass sie als zeigenswert eingestuft wurden. Das kann aber natürlich auch mit persönlichen (Des-)Interessen im Zusammenhang stehen. Bei anderem ist es überraschend, dass es überhaupt noch erhalten ist.
Für alle, die DDR-Erinnerungen auffrischen wollen oder in Ermangelung solcher einen Einblick in die damalige Ästhetik (wahlweise mit oder ohne Anführungszeichen) gewinnen wollen, kann dieses für einen Bildband dieses Formats überraschend preiswerte Buch empfohlen werden.

Fazit:
Eine optische Reise in ein untergegangenes Land.

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„Eisenach und Umgebung: Ein Stadtführer aus dem Jahr 1898“
Dieser interessante historische Stadtführer steht jetzt als Reprint zur Verfügung. Lernt ein Eisenach kennen, das es so nicht mehr gibt! Staunt über Informationen, die für uns heute kaum noch vorstellbar sind.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://rezicenter.blog/2019/11/12/eisenach-und-umgebung-ein-stadtfuehrer-aus-dem-jahr-1898/

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Wildlife Photographer of the Year – Portfolio 29

Rosamund Kidman Cox (Hrsg.)
Wildlife Photographer of the Year – Portfolio 29

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Wenn dem Murmeltier die Haare zu Berge stehen

Klappentext:
Each year the Wildlife Photographer of the Year exhibition is seen by millions through a global tour and international media coverage. Portfolio 29 displays the full collection of 100 images awarded in the 2018 competition. Selected by an international jury for their artistic merit and originality from more than 40,000 entries, they represent the work of almost 100 nationalities. Displaying different styles, techniques, and ways of seeing, the collection is both a showcase for photographers who specialize in documenting the natural world and a celebration of nature.

Rezension:
Ist denn schon wieder Weihnachten? Noch nicht ganz, aber die Siegerbilder des jährlichen „Wildlife Photographer of the Year“-Wettbewerbs werden schließlich auch schon im jeweiligen Oktober bekanntgegeben. Nur wenig später erscheint dann der zugehörige Bildband (zumindest im englischen Original), sodass es schon zur Tradition geworden ist, zur Adventszeit die besten Wildlife-Bilder des Jahres anschauen zu können. Auch in diesem Jahr kann die Druck- und Verarbeitungsqualität des Bildbandes wieder rundum überzeugen – aber das ist man ja schon seit nunmehr 29 Jahren gewohnt, weshalb es wohl nur auffallen würde, sollte es irgendwann mal anders sein. Wieder wurde aus einer beinahe unendlichen Zahl an Einsendungen – 48130 waren es in diesem Jahr – die Sieger ausgewählt. Das Bild, das den Gesamtsieg erringen konnte, ist 2019 ein echter Hingucker. Ein chinesischer Fotograf hatte das Glück und Können, es aufzunehmen. Das zeigt natürlich auch, wie international der Wettbewerb mittlerweile geworden ist. Als 1991 das „Portfolio One“ erschien, waren es überwiegend (west-)europäische und nordamerikanische Fotografen, die es bis ins Buch schafften. Bei diesem Trend kann man wohl mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es auch im Jahr 2020 wieder einen beeindruckenden Bildband geben wird.

Fazit:
Auch 2019 darf der aktuelle „Wildlife Photographer of the Year“-Band im Regal keines an Naturfotografie Interessierten fehlen.

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OBJEKTIV!?: Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts

Wartburg-Stiftung, Grit Jakobs (Hrsg.)
OBJEKTIV!?: Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts

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Von fotografierenden Malern zu Fotografie-Übermalern

Klappentext:
Als der Wartburgkommandant Bernhard von Arnswald 1858 schwärmte „Die Photographie gehört zu den wenigen Erfindungen der Menschen, die dem Schaffen des Schöpfers nahekommen“, war die Burg bereits auf mehreren Fotografien zu bewundern. Im Jahr 1855 wurden die ersten bekannten Lichtbilder auf Geheiß Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach geschaffen, um den Stand der Wiederherstellung der Burg seiner Ahnen für die Nachwelt festzuhalten. Während einige von bemerkenswerter Qualität sind, haben beherzte Hände von Malern auf anderen frühe Formen der heute allgegenwärtigen Bildbearbeitung hinterlassen.
Diese bis zu 165 Jahre alten Aufnahmen sind Bestandteil der fotografischen Sammlung der Wartburg, aus der hier bislang kaum bekannte Schätze präsentiert werden. Mehr als 150 Zeugnisse aus den ersten 60 Jahren Wartburgfotografie berichten von der Entwicklung der Lichtbildnerei, vom Anspruch an „Wahrheit“ und Objektivität, der sich manches Mal dem idealen Eindruck des Motivs zu beugen hatte.
Stereoskopische Aufnahmen mit beeindruckenden räumlichen Effekten, Porträts in Form von Visitenkarten und die ersten Farbfotografien gewähren einen eindrucksvollen Blick auf die altehrwürdige Burg mit ihrer einstigen Architektur und Ausstattung. Die Fotografien der mit ihr verbundenen Menschen zeichnen zugleich ein sehr lebendiges Bild des früheren Burglebens, zeigen den Burgherrn Carl Alexander und seinen jährlichen Jagdgast Kaiser Wilhelm II. ebenso wie die Angestellten und Besucher und die illustren Kostümfeste, die Burghauptmann Hans Lucas von Cranach veranstaltete. Als der begabte Amateurfotograf zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Burg mit seinen Autochromen erstmals in natürlichen Farben erstrahlen ließ, sorgte das für Furore beim Publikum.
Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zu betrachten, verspricht einen besonderen Ausflug in ihre Vergangenheit. Geschichte und Geschichten, sonst in schriftlichen Quellen, Zeichnungen und Gemälden erzählt, werden um ganz eigene, oft ungewöhnliche Eindrücke bereichert.

Rezension:
Dass die Wartburg, so wie wir sie heute kennen, das Ergebnis der Restaurierungs-, Um- und Neubaumaßnahmen der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist, ist vielen ihrer Besucher gar nicht bewusst. Erst unter der Herrschaft des Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach entstand die Burganlage, die heute jedem zumindest von Bildern her vertraut ist. Speziell die 1850er und 1860er Jahre waren von einschneidenden Veränderung des Erscheinungsbildes geprägt. Gerade in diese Zeit fiel auch der Aufschwung der Fotografie von der Liebhaberei weniger Enthusiasten zum Massenmedium. Da der Großherzog selbst von der neuen Technik überzeugt war, wurden die Baumaßnahmen von Anfang an in seinem persönlichen Auftrag fotografisch dokumentiert. Von dieser Zeit bis etwas zum Beginn des 1. Weltkriegs reichen die Bilder aus dem Archiv der Wartburg-Stiftung, die in diesem Jahr (2019) erstmals öffentlich in einer Sonderausstellung auf der Wartburg präsentiert wurden. Als Begleitung dieser (mittlerweile beendeten) Ausstellung erschien dieser Bildband. In ihm ist nicht nur die Veränderung des Erscheinungsbildes der Burg zu verfolgen, sondern auch die rasante Entwicklung der Fototechnik. Wurden viele der Bilder aus den 1850ern noch deutlich erkennbar retuschiert, fertigte der damalige Wartburg-Hauptmann Hans Lucas von Cranach Anfang des 20. Jahrhunderts schon eigenhändig Farbaufnahmen an. Allerdings erschien auch zu dieser Zeit noch ein monumentaler Bildband der Wartburg, dessen Abbildungen von Retuscheuren so massiv ‚geschönt‘ worden waren, dass man im Vergleich mit dem jeweiligen Originalfoto kaum glauben kann, dass dieses der Ursprung des ‚fertigen‘ Bildes war. Selbst stereoskopische Bilder der Wartburg wurden im späten 19. Jahrhunderts bereits angefertigt und verkauft.
Dieser Bildband vereint rund 6 Jahrzehnte der Burggeschichte mit der der Fotografie dieser Zeit. Somit stellt er sowohl für Burgen-Fans (und ganz besonders solche der Wartburg) als auch für an der Entwicklung der Fotografie Interessierte ein interessantes Werk dar. Entsprechende Erläuterungen fehlen natürlich auch nicht.
Beeilen beim Kauf dürfte sich lohnen, da das Buch nach Ende der Ausstellung bestimmt nicht längerfristig im Handel bleibt.

Fazit:
Dieser Bildband sollte bei keinem an der Wartburg und/oder der Fotografiegeschichte Interessiertem im Regal fehlen.

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Adels Gärten

Astrid Gräfin Matuschka, René Antonoff
Adels Gärten

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Gedüngt mit blauem Blut

Klappentext:
Astrid Gräfin Matuschka und René Antonoff reisen durch Deutschland und öffnen die Pforten zu acht feudalen Privatparks und ihren adeligen Besitzerinnen. Im Zentrum jedes Kapitels steht eine dieser Parkfrauen, ihre persönlich gestaltete Gartenanlage und ihre Gartenphilosophie. Die Autorin beschreibt den Charakter jedes Parks und zeichnet informative Porträts von allen Anlagen. Die passionierten Gärtnerinnen erzählen über die Besonderheiten ihres Landschaftsgartens, seine Bepflanzung und Nutzung. Die wunderbaren Fotografien fangen den eigentümlichen Zauber jedes Gartens in vielfältigen Lichtstimmungen ein.

Rezension:
Zu Schlössern gehören oft repräsentative Gärten und Parks. Während sich bei solchen, die heute in öffentlichem Besitz sind, meist irgendwelche Ämter um die gärtnerischen Anlagen kümmern, fühlen sich bei solchen, die noch in Adelshand sind, oft die Besitzer persönlich für die Ausgestaltung verantwortlich. Die Autorin Astrid Gräfin Matuschka und der Fotograf René Antonoff stellen hier 8 Schloss- beziehungsweise Burggärten oder -parks vor, bei denen in 7 Fällen hauptsächlich die Frauen die Verantwortung für die Erhaltung, Rekonstruktion oder Neugestaltung der Gartenanlagen übernehmen. Während die Texte die Geschichte der Grünanlagen und der zugehörigen Herrensitze relativ kurz zusammenfassen, den aktuellen Zustand beschreiben und die dahinterstehenden Personen vorstellen, sind es die Bilder, die diesem Buch das wirkliche Leben verleihen. Sehr gut aufgenommene Ansichten werden hier in hervorragender Qualität auf Hochglanzpapier wiedergegeben. Ich muss zugeben, dass ich bisher kein einziges der vorgestellten Objekte auch nur dem Namen nach kannte. Dabei sind diese Parks und Gärten fast alle öffentlich zugänglich.
Leider ist dieses 2014 erschienene Buch nur noch gebraucht erhältlich. Für Liebhaber schöner Parks ist es aber trotzdem lohnend, danach Ausschau zu halten.

Fazit:
Dieser hochqualitative Bildband präsentiert herrliche Schlossparks und -gärten.

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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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Vergessen & verdrängt

Georg Lux, Helmuth Weichselbaum
Vergessen & verdrängt

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Die dunklen Ecken der Geschichte

Klappentext:
Die Faszination düsterer Orte: Dark Tourism
„Dunkle“ Lost Places sind Fenster, durch die wir in die Vergangenheit auf Ereignisse blicken, die manche lieber vergessen würden. Grund genug, mit Georg Lux und Helmuth Weichselbaum in Kärnten, Friaul, Slowenien und Kroatien auf historische Spurensuche zu gehen. Sie besuchen die Tatorte ungeklärter Verbrechen, durchstreifen Ruinen und Paläste – und entdecken dabei abseits des Sensationstourismus den Alpen-Adria-Raum von einer ganz neuen Seite.
Der Dark-Tourismus-Guide für den Alpen-Adria-Raum

Rezension:
Postkartenmäßig restaurierte Burgen und Schlösser findet man in jedem Reiseführer. Hübsche Tropfsteinhöhlen oder Traumstrände natürlich auch. Aber was ist mit verlassenen Industrieanlagen oder Orten, an denen Katastrophen stattfanden? Was mit den Resten alter Militäranlagen? Plätze solch eher düsterer Erinnerungen werden in den Hochglanzprospekten der Tourismusämter meist ‚vergessen‘ oder nur ganz am Rande erwähnt.
Das ist in diesem Buch definitiv anders. Gerade solche Orte sind es, die der Autor Georg Lux und der Fotograf Helmuth Weichselbaum aufgesucht haben und dem Leser hier vorstellen. Dabei ist das „Dark“ nicht allzu eng zu sehen. Nicht alle der vorgestellten Objekte haben eine negative Vergangenheit. Felsen mit alten Ritzzeichnungen beziehungsweise -inschriften dürften beispielsweise wohl weniger zum ‚Dark Tourism‘ im engeren Sinne gehören. Während ein Teil der ‚Sehenswürdigkeiten‘ auch offiziell als solche gelten (und somit auch in der oben erwähnten Hochglanzwerbung zu finden ist) sind andere nur mit einiger Suche zu finden oder auch gar nicht offiziell öffentlich zugänglich.
Autor und Fotograf konzentrieren sich bei ihrer Suche nach dunklen Orten auf die weitere Umgebung ihrer Heimat in Kärnten. Bis auf wenige Ausnahmen liegen die besuchten Orte deshalb im südlichen Österreich, im nordöstlichen Italien und im Nordwesten der ex-jugoslawischen Staaten.
Auch wenn natürlich nicht jedes der vorgestellten Objekte den persönlichen Geschmack gleichermaßen trifft, ist das Buch insgesamt doch hochinteressant. Ein Großteil der enthaltenen Informationen dürfte den meisten wohl neu sein, da diese Themen sowohl in der Literatur als auch in TV-Berichten kaum mal behandelt werden. Dabei sind alle 19 erwähnten Dark Places reich und (bis auf wenige historische Aufnahmen) durchgehend farbig bebildert. Obwohl (oder vielleicht auch weil) ich die behandelte Region noch nie selbst besucht habe, wecken manche der hier vorgestellten Orte den Wunsch, auch mal dort zu sein.

Fazit:
Ein ungewöhnlicher Reiseführer zu tendenziell düsteren Orten wobei man das ‚dark‘ nicht unbedingt wörtlich nehmen sollte.

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Verrückt nach Karten

Huw Lewis-Jones (Hrsg.)
Verrückt nach Karten

Übersetzung: Hanne Henninger

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Bücher-Welten – Karten-Welten

Klappentext:
Am Anfang war die Karte
Karten sind mitreißend, voller Wunder und Magie. Karten versprechen Abenteuer und Spannung wie eine gute Geschichte. Robert Louis Stevenson erfand eine Karte, um ein Kind zum Träumen zu bringen. Die Idee für Die Schatzinsel war geboren.
Schriftsteller lieben Karten. Dieser fantastische Atlas zeigt ihre Favoriten. Darunter sind nicht nur die gezeichneten Helden aus ihren Büchern, sondern auch die Pläne realer Städte, die sie inspiriert haben, und die raschen Skizzen am Rand der Seite. Mercators Weltprojektionen faszinieren J. K. Rowling oder Robert Macfarlane genauso wie Google Maps, das Liniennetz der U-Bahn und die Monster aus alten Seekarten.

Rezension:
Welcher Fantasy-Fan kennt das nicht? Man schlägt sein neuestes Buch auf und wird von einer Karte begrüßt, die einem erste Eindrücke der noch unbekannten Welt vermittelt. Natürlich findet sich nicht in jedem Fantasy-Werk eine Landkarte. Bei manchen Büchern muss sich der Leser seine eigene Karte im Kopf kreieren. Und natürlich sind es nicht ausschließlich im Fantasy-Genre angesiedelte Geschichten, die mit einer Karte bereichert werden. Auch in Abenteuerbüchern helfen Karten zuweilen, dem Leser ein besseres Bild des Handlungsortes zu vermitteln. Neu ist das Phänomen auch nicht. Schon Arthur Conan Doyle bereicherte einzelne seiner Sherlock-Holmes-Geschichten mit einer Kartenskizze. Selbst in einem Krimi kann eine Karte also hilfreich sein.
Aber wie entstehen diese Karten? Wer gestaltet sie? Woher kommt die Inspiration? Der Historiker und Autor Huw Lewis-Jones geht diesen Fragen nach. In diesem schwergewichtigen und prachtvoll gedruckten ‚Atlas‘ literarischer Karten lässt er zahlreiche Autoren und Illustratoren zu Wort kommen. Sie alle erzählen, welche historischen Vorbilder sie inspiriert haben, wie die Karten zu bestimmten Büchern entstanden und was Landkarten für eine persönliche Bedeutung für sie haben. So erzählt beispielsweise Daniel Reeve, wie er dazu kam, sämtliche Karten für die „Der Herr der Ringe“-Filme zu gestalten. Miraphora Mina weiß von den speziellen Problemen zu berichten, die berühmte „Marauders Map“ für die „Harry Potter“-Filme anzufertigen.
Der Leser kann in diesem Buch unter anderem auch erfahren, dass es Robert Louis Stevensons Schatzkarte schon gab, bevor er mit dem Schreiben seines berühmten Werkes „Die Schatzinsel“ überhaupt begonnen hatte. Auch historische ‚echte‘ Landkarten werden gezeigt, wobei deren Erschaffer oft mehr Fantasie zu Papier oder Pergament brachten als so mancher Fantasy-Autor. Teilweise werden auch Handskizzen der Autoren, die diese selbst beim Schreiben verwendeten, gezeigt, in anderen Fällen die Kartenskizzen des Autors der im jeweiligen Buch abgedruckten Karte des Illustrators gegenübergestellt.
Jedem Fantasy-Fan, der sich schon oft an den beigefügten Karten erfreut hat, kann dieses Buch empfohlen werden. Auf Fans anderer mit Karten illustrierter Genre oder von entsprechenden Reisebeschreibungen trifft dies natürlich ebenfalls zu. Wenn der Herausgeber im Nachwort erwähnt, dass es seines Wissens bisher keine Abhandlung über literarische Karten gab, kann ich ihm (meines Wissens) nur zustimmen.

Fazit:
Allen, die sich für die Karte im Buch genauso wie für die erzählte Geschichte begeistern können, kann dieses Buch sehr empfohlen werden!

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Auge in Auge

Frans Lanting
Auge in Auge

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Tiere im Portrait

Klappentext:
Auge in Auge, das persönliche Portfolio Frans Lantings, präsentiert uns eine außergewöhnliche Sammlung von Tierfotografien eines preisgekrönten Meisterfotografen und Naturspezialisten, der laut Aussage der BBC „Standards für eine ganze Generation von Wildlife-Fotografen gesetzt“ hat. In einem Zeitraum von 20 Jahren entstanden diese über 140 Aufnahmen, in denen sich die individuelle und einzigartige Ästhetik offenbart, mit der Frans Lanting uns eine neue Sicht auf die Welt der Tiere eröffnet hat. Die New York Times schrieb über seine Arbeit: „Frans Lanting gelingt es, Tiere, die wir alle kennen, auf so eindringliche Weise zu porträtieren, dass uns deren Bilder nicht mehr loslassen.“ Seine Fotografien werden von persönlichen Geschichten und Beobachtungen begleitet, die er während seines Lebens mit wilden Tieren auf der ganzen Welt sammeln konnte: von den Orang-Utans in den Regenwäldern Borneos bis zu den Kaiserpinguinen der Antarktis. Nur wenigen Menschen war es jemals vergönnt, so vielen verschiedenen Tieren Auge in Auge gegenüberzustehen, und niemand kann sie so porträtieren wie Frans Lanting. „Mit Albatrossen auf einer kleinen Insel im Pazifik zu leben, mit einer Lemurengruppe durch einen Wald auf Madagaskar zu streifen … das waren die Momente in meinem Leben, in denen ich die Welt mit anderen Augen zu sehen lernte“, sagt Lanting. Und er schreibt: „Ich suche nicht nur nach der Schönheit, wie die traditionelle Wildlife-Fotografie sie darstellt. Die Perfektion, die ich in meinen Bildern anstrebe, soll die Stärke, Kraft und Würde zum Ausdruck bringen, die wildlebende Tiere in freier Natur besitzen.“ Frans Lantings Arbeit ist für Designer Kunst, für Biologen Wissenschaft und für andere die Vision einer neuen Beziehung zwischen Tier und Mensch, die uns auffordert, den Tieren direkt ins Auge zu sehen und uns dabei selbst zu entdecken.

Rezension:
Wer sich für Naturfotografie interessiert, kennt den Namen Frans Lanting, gilt der in den USA lebende Niederländer doch als einer der weltbesten Natur- beziehungsweise Tierfotografen. Ein solches Portfolio ist dann natürlich besonders interessant, bietet es doch einen Überblick über die beeindruckenden Tierporträts des Fotografen, die hier im Großformat ihre Wirkung entfalten können. Vielen sieht man an, wie nah Lanting seinen ‚Models‘ dazu kommen musste. Fast alle Fotos dieses Bildbands zeigen beeindruckende Einblicke in das Leben der Porträtierten, technisch sowie gestalterisch ausgezeichnet umgesetzt. Die sparsamen Texte fassen die Hintergründe der jeweiligen Fotos markant zusammen.
Allerdings sind die Bilder nicht ganz neu, wurde dieses Buch doch bereits 1997 erstmals aufgelegt. Die Fotografien dürften also – zumindest überwiegend – noch auf chemischem Film entstanden sein. Auf einzelnen der Abbildungen wurden dessen Grenzen weit ausgereizt, teilweise sogar überreizt. Die doppelseitigen Bilder lassen in manchen Fällen das Korn sehr deutlich erkennen. Hier wäre weniger manchmal mehr gewesen.
Trotzdem dürfte sich dieser großformatige, auf stabilem Papier gedruckte Bildband im Regal jedes thematisch Interessierten gut machen.

Fazit:
Ein beeindruckender Bildband mit Tierporträts aus nahezu allen Winkeln des Planeten.

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Im Auftrag des Khan

Axel Brümmer, Peter Glöckner
Im Auftrag des Khan

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Kublaiʼs Kahn

Klappentext:
Nicht nur Columbus inspirierten die Geschichten Marco Polos. Auch die Weltumradler und Reisefotographen Axel Brümmer und Peter Glöckner ließen sich von den Beschreibungen des Venezianers locken. Sie reizten die landschaftlichen und kulturellen Gegensätze dieser Route wie die Sandfarben Arabiens, der biblische Berg Ararat, die Jurten auf dem Dach der Welt, die Seidenstraße und zum Schluss das ländliche China entlang der Großen Mauer. Auf der Rückreise mit einer Vier-Mast-Dschunke traf die Crew auf das bunte Völkergemisch entlang der Küsten des Indischen Ozeans und auf historischen Pfaden in den Weihrauchländern, in Indien und im ehemaligen Siam.
Diese Reisegeschichte wird in den Multimedia-Shows ›Auf den Spuren Marco Polos‹ und ›Die Dschunke‹ internationalem Publikum präsentiert.

Rezension:
Eine Weltumrundung per Fahrrad haben sie schon hinter sich, dann beschließen Axel Brümmer und Peter Glöckner, den Spuren Marco Polos per Drahtesel zu folgen. Durch Italien geht es, per Schiff übers Mittelmeer und dann durch den Nahen Osten nach China. Und da ihr Vorbild den Rückweg per Schiff zurücklegte, bauen sie eine traditionelle Dschunke nach, taufen diese mit einem Augenzwinkern „Kublaiʼs Kahn“ und fahren damit übers Meer zurück nach Italien.
Dieses Buch ist jedoch nicht der Reisebericht (den gibt es auch in Buchform – „Auf Marco Polos Spuren“ und „Die Dschunke – Vagabunden auf der Seidenstrasse des Meeres“), sondern ein Bildband mit den visuellen Eindrücken der abenteuerlichen Reise. Natürlich können 112 Seiten nur einen oberflächlichen Eindruck einer solchen Reise vermitteln, würde doch jedes einzelne der durchreisten Länder (mindestens) genug Material für einen Bildband dieses Umfangs liefern. Trotzdem bieten die Bilder ein interessantes Panorama der Reise. Die Wiedergabe in sehr guter Druckqualität auf Hochglanzpapier lässt keine Wünsche offen.
Da das Buch bereits 2006 erscheinen ist, ist es im Onlinehandel leider nur noch gebraucht zu bekommen. Die Webseite der beiden Autoren, www.weltsichten.de, bietet jedoch noch druckfrische Restexemplare.

Fazit:
Für Fans exotischer Kulturen bietet dieser Bildband ungewöhnliche Ansichten und Einblicke in überwiegend asiatische Gegenden.

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Wildlife Photographer of the Year – Portfolio 28

Rosamund Kidman Cox (Hrsg.)
Wildlife Photographer of the Year – Portfolio 28

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Die Natur in atemberaubenden Bildern

Klappentext:
For more than 50 years, the Wildlife Photographer of the Year competition has championed honest and ethical wildlife photography, while pushing the boundaries of artistic freedom, technical skill, and narrative excellence. This powerful collection of pictures features all the winning photographs from the 2018 competition. The collection represents the work of many international photographers, both professionals and amateurs. The photographs are chosen by an international jury for their artistic merit and originality, from categories that represent a diversity of natural subjects. The range of styles is diverse, as is the genre of photography, including action, macro, underwater, landscape, or environmental reportage. Each photograph is accompanied by an extended caption and there is an introduction by one of the world’s most respected nature photographers.

Rezension:
Alle Jahre wieder … Nein, es geht hier nicht um Weihnachten. Jeweils einige Wochen vor dem Fest, aber genauso regelmäßig findet in London die alljährliche Preisträgerbekanntgabe des „Wildlife Photographer of the Year“-Wettbewerbs statt. Und alle Jahre wieder erscheint rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest der dazugehörige Bildband. 2018 war es bereits die 53. Ausschreibung dieses Preises und das 28. Mal, dass die Siegerbilder als Buch präsentiert werden.
Wie gewohnt präsentiert sich dieser Bildband auch in diesem Jahr wieder in hervorragender Druck- und Verarbeitungsqualität. Immer wieder gelingt es den weltbesten Naturfotografen, ihre Motive in neuen, oft unerwarteten Ansichten darzustellen. Und das, obwohl die Anzahl eingereichter Bilder nach etwa 49000 im Vorjahr erkennbar auf diesmal rund 45000 gesunken ist.
Verglichen mit den jeweils 100 Bildern, die für die Ausstellung und den Bildband ausgewählt werden, ist das natürlich immer noch enorm viel – mehr als genug, um das Beste vom Besten zu küren.

Fazit:
Für alle Freunde der Tier- und Naturfotografie ist dieser Bildband auch im aktuellen Jahrgang wieder ein Muss.

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Die letzten Wildnisse Deutschlands


Die letzten Wildnisse Deutschlands

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Wo Deutschland noch am unberührtesten ist

Klappentext:
Der Ort, an dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, mag unauffindbar bleiben – und trotzdem: Es gibt sie noch, die unberührten Orte mitten in Deutschland, die uns erahnen lassen, wie ein Leben ohne den Mensch in unserem Land ausgesehen hätte. Majestätische Berge, um die Steinadler kreisen, ursprüngliche Wälder, die in ihrem Dickicht mystisch wirken, dazu die stürmischen Weiten des Wattenmeers – in grandiosen Bildern eröffnet »Die letzten Wildnisse Deutschlands« neue Einsichten in unsere alte Heimat. Faszinierende Fotografien der weltbesten Naturfotografen entführen in ein Deutschland, das vertraut und doch unbekannt scheint. Das kräftige Rot einer Mohnblume, das filigrane Muster eines Schmetterlings treffen auf die gewaltigen Kulissen von steilen Felswänden und tosenden Wasserfällen. Fabelhafte Panoramabilder lasen uns eintauchen in ein Lese- und Schau-Erlebnis, das Lust auf einen Ausflug in die Natur unserer Heimat macht.

Rezension:
Bildbände zu allen möglichen Themen gibt es viele. Landschaften werden dabei immer wieder gerne genommen. Leider werden dabei manchmal Fotos unterschiedlichster Qualität mehr oder weniger wahllos zusammengestellt, All das kann man diesem Bildband jedoch nicht vorwerfen. Die hier versammelten Bilder noch natürlicher oder zumindest naturnaher Orte in allen Ecken Deutschland stammen überwiegend aus Schutzgebieten wie Nationalparks. Doch es gibt sie auch noch; erhaltene Natur an Stellen, wo sie nicht ausdrücklich geschützt ist.
Die hervorragend ausgewählten, meist großformatigen Fotos werden, meist im breiten Panoramaformat, in sehr guter Druckqualität auf hochwertig wirkenden Hochglanzpapier gezeigt. Erklärende Texte werden zurückhaltend eingesetzt, sodass die sehenswerten Bilder auf den 280 Seiten eindeutig überwiegen. Dazu kommt, dass dieses Buch zu einem für diese Aufmachung und Qualität sehr günstigen Preis angeboten wird – zumindest wenn man es direkt beim Herausgeber Weltbild kauft. Bei Amazon ist es auch lieferbar, aber merkwürdigerweise trotz Buchpreisbindung deutlich teurer.

Fazit:
Dieser hervorragende Bildband deutscher Natur(landschaften) kann Naturfoto-Fans eindeutig empfohlen werden.

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⇐ Hardcover bei Amazon
auch bei Weltbild
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„Lord Breakinghams Geheimnis“, der von Rezensenten gelobte Jugendroman um einen Jungen, der unerwartet auf ein Internat gehen muss und Schockierendes über seine eigene Herkunft erfährt, ist in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Ein Entwicklungsroman über den Wert der Freundschaft.
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier: https://lordbreakingham.wordpress.com/
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