Drachengesänge – 1 – Der Untergang der Könige

Jenn Lyons
Drachengesänge – 1 – Der Untergang der Könige

Übersetzung: Urban Hofstetter, Michael Pfingstl

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Gegaeschte Sklaven

Klappentext:
Jenn Lyons eröffnet mit »Der Untergang der Könige« ein großes Epos um einen Jungen, der mitten hinein gerät in die Konflikte zwischen Adelshäusern, Zauberern und Dämonen. Hängt von ihm das Schicksal des ganzen Reiches ab? »Erzähl mir eine Geschichte.« Das Ungeheuer machte es sich vor den eisernen Gitterstäben von Kihrins Kerkerzelle bequem.
Und der Junge aus den Elendsvierteln von Quur beginnt zu erzählen. Von seinem Leben als Dieb, von seinem Vater, der Harfe spielte, und ihn mit den Geschichten verschollener Prinzen und ihrer Abenteuer großzog. Davon, wie sein Unglück begann, als ihn ein Prinz für seinen verloren geglaubten Sohn hielt und er von nun an Macht und Intrigen einer Adelsfamilie ausgeliefert war. Was hat es aber mit Khirin auf sich, dass er später auf dem Sklavenmarkt zu einem unvorstellbar hohen Preis versteigert wurde? Und wie kam es dazu, dass er in der düsteren Gefängniszelle, bewacht von einem zum Plaudern aufgelegten Ungeheuer, landete? Vielleicht gehört Kihrin ja gar nicht zu den Helden, von denen die alten Sagen und Lieder erzählen. Vielleicht ist er auch nicht dazu bestimmt, die Welt zu retten – sondern sie zu vernichten.

Rezension:
Kihrin sitzt im Kerker. Seine Bewacherin ist ausgerechnet eine Gestaltswandlerin, die das Aussehen von ihr Getöteter annehmen kann. Beide sind sich schon überraschend oft über den Weg gelaufen, und so überredet sie Kihrin, seine Geschichte zu erzählen. Zwischendurch ergänzt sie Episoden, die sie in ihren unterschiedlichen Gestalten miterlebt oder aus ihren Opfern extrahiert hat. Stein für Stein setzt sich Kihrins Lebensgeschichte zusammen.
Jenn Lyonsʼ Fantasy-Roman bedient sich einiger in diesem Genre unüblicher Stilmittel. Nicht alle erleichtern das Lesen und Verstehen der Geschichte.
Gleich zu Beginn fällt der extensive Gebrauch von Fußnoten ins Auge. Insgesamt erreichen diese bis zum Ende die überraschend hohe Nummer 161. In diesen werden Ergänzungen des jeweiligen Erzählers geliefert. Beispielsweise wirft die Gestaltswanderin per Fußnote ihre Gedanken zu Kihrins Namen ein: „Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass er wirklich Kihrin hieß, doch dazu müsste man seine leibliche Mutter befragen. Vielleicht geht der Name auf einen Schreibfehler zurück.“ Derartiges habe ich bisher noch in keinem Roman gesehen.
Die einzelnen Erzählungen erfolgen nicht in chronologischer Reihenfolge, was viel Aufmerksamkeit des Lesers erfordert, um das Mosaik zusammensetzen zu können. Auch dass die Gestaltswandlerin, die sich meist Klaue nennt, in einzelnen Episoden immer wieder in der Gestalt anderer Personen auftritt und dies erst relativ spät, manchmal sogar erst nachträglich erkennbar wird, erschwert das Zusammensetzen des Puzzles. Zudem werden diverse Personen nach ihrem Tod mit mehr oder weniger Erinnerungen an ihr bisheriges Leben wiedergeboren. Hinzu kommen sehr viele involvierte Charaktere, was im Endeffekt dazu führt, dass ich mir über manche Zusammenhänge bis zum Schluss nicht sicher geworden bin. Beispielsweise ist sich der Protagonist immer wieder über seine wahren Eltern im Unklaren, und ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses Rätsel wirklich gelöst habe.
Bedingt durch den Mosaik-Charakter der Geschichte wechselt auch die Erzählperspektive ständig. So erzählt Kihrin seine Erinnerungen in der 1. Person, während Klaue in der 3. berichtet. Zum Ende hin wechselt die Perspektive auf einen unabhängigen Beobachter.
Der Stil der Autorin erweist sich als durchaus gut lesbar. Insgesamt genommen ist dieses Buch aber definitiv keine ‚leichte Lektüre‘, die man mal so nebenbei lesen kann. Die äußerst komplexe Geschichte beziehungsweise deren Erzählweise erfordern vom Leser ständige Aufmerksamkeit auf hohem Niveau.

Fazit:
Diese Fantasy-Story ist extrem komplex angelegt und verlangt ihrem Leser eine ständige intensive Aufmerksamkeit ab.
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