Irren ist menschlich

Karin Kitsche
Irren ist menschlich

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Irrtum mit Personenschaden

Klappentext:
Ein peinlicher Irrtum
Hanna, Ehefrau von Erhard, ist eine selbstbewusste und zupackende Frau. An einem Samstagmorgen passiert ihr allerdings ein peinliches Missgeschick, an das sie noch lange zurückdenken wird.

Rezension:
Hanna ist sauer auf ihren Erhard. Wieso muss der auch immer so leicht bekleidet am Auto herumschrauben? Was da zu sehen ist, geht schließlich nur sie etwas an – ganz bestimmt nicht die Nachbarinnen und schon gar nicht die kichernden Kinder! Also beschließt Hanna, ihren Mann eigenhändig vernünftig zu ‚verhüllen‘.
Karin Kitsches bokksnack lebt ganz von der – wirklich überraschenden – Pointe. Da kann man nur bestätigen: In der Kürze liegt die Würze. Viel mehr kann man von dieser absolut gelungenen Kurzgeschichte leider nicht verraten, ohne damit zu viel vorwegzunehmen. Einfach selber lesen!

Fazit:
Humor in seiner besten Form! Was will der Leser mehr?

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Die Mord GmbH

Bettina Wagner
Die Mord GmbH

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Der besondere Scheidungs-Service

Klappentext:
Ehepartner sind ihre Spezialität …
Lehmann ist alles andere als glücklich in seiner Ehe mit Yvonne. Doch eine Scheidung käme ihn teuer zu stehen. Wie gut, dass die Mord GmbH für jedes Problem die passende Lösung hat

Rezension:
Lehmann, Vorname unbekannt, ist von seiner Frau schon lange nur noch genervt. Eine Scheidung steht jedoch außer Diskussion, denn seinen beruflichen Aufstieg verdankt er nur der Tatsache, dass seine Frau die Erbin der Firma ist. Wenn Yvonne jedoch zufällig sterben würde, wäre das natürlich etwas anderes. Da erwähnt ein Freund zufällig die Dienste der Mord GmbH …
Bettina Wagners Kurzgeschichten weisen sich oft durch einen besonderen Humor aus, bei dem meist auch die unfreiwillige ‚Transformation‘ (mindestens) einer Person vom Lebewesen zur Leiche eine Rolle spielt. Diesem Stil bleibt sie auch hier treu. Die Pläne ihres Protagonisten sind wohl früh offensichtlich, doch Überraschungen bleiben nicht aus. Wie von der Autorin gewohnt wird das alles in einem flüssigen Stil dargeboten.

Fazit:
Für Freunde des humorvollen Kurzkrimis ist dieser booksnack empfehlenswert.

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Fritzi Klitschmüller – 1 – Fritzi Klitschmüller

Britta Sabbag
Fritzi Klitschmüller – 1 – Fritzi Klitschmüller

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Rote-Beete-Alarm!

Klappentext:
„Das ist ja gar kein Skateboard!“ – Mehr bringt Fritzi nicht heraus, als sie ihr Geburtstagsgeschenk aus dem Papier wickelt. Statt des heiß ersehnten Skateboards hat Fritis Mama ausgerechnet ein Prinzessinnenkleid für sie genäht. Schnell steht fest:
Ein geheimer Skateboard-Beschaffungs-Plan muss her!
Gemeinsam mit ihrem Freund Thies wirbelt Fritzi durch die Nachbarschaft, um sich ihren Traum zu erfüllen. Gar nicht so einfach, denn obendrein müssen die beiden ihre Freundschaft vor Fritzis Vater geheim halten. Der kann die neuen Nachbarn aus dem Ärgerhäuschen nämlich überhaupt nicht leiden … Turbulente Ferien voll geheimer Heimlichkeiten und großer Abenteuer beginnen!

Rezension:
Endlich Ferien! Und auch noch Geburtstag! Was kann sich Fritzi noch mehr wünschen? Sie weiß auch schon, was sie geschenkt bekommt: ein feuerrotes Skateboard mit Sportrollen. Denkt sie zumindest. Doch statt des erwarteten Sportgerätes kommt beim Auspacken nur ein Prinzessinnenkleid zum Vorschein. Und der Familienurlaub fällt auch noch flach, denn ihre Mutter muss dringend zur Kur. Es kommt sogar noch schlimmer: Damit Fritizi und ihr kleiner Bruder während der Abwesenheit ihrer Mutter nicht nur von Pizza und Nudeln leben müssen – was beide übrigens überhaupt nicht stören würde –, kommt Tante Bolle zu Besuch, und die bringt zur Krönung des ganzen auch noch Fritzis gehasste Cousine Shakira mit. Da kann Fritzi sich doch nur mit dem neuen Nachbarsjungen Thies verbünden, um die freie Zeit zu verbringen – und dabei vielleicht doch noch einen Weg zum eigenen Skateboard zu finden.
Britta Sabbags Buch richtet sich primär an Kinder. Jeder Zweifel an diesem Punkt wird spätestens beim Anblick der auffällig großen Schrift sowie der zahlreichen Textillustrationen beseitigt. Trotzdem muteten Wortwahl und Schreibstil überraschen erwachsen an. Da darf Fritzis Papa auch mal „Himmelarschundzwirn!“ fluchen. Wieso das Buch allerdings (beispielsweise bei Amazon) als „Lustiges Mädchenbuch ab 8“ vermarktet wird, was auch das überwiegend in Pink gehaltene Cover unterstreicht, erscheint mir unverständlich. Typische ‚Mädchenthemen‘ kommen im ganzen Buch nicht vor. Sieht man einmal vom Prinzessinnenkleid ab, würde die Story unverändert auch mit einem Jungen als Protagonisten funktionieren. Wieso sollte das Buch also nicht auch für Jungen interessant sein?

Fazit:
Dieses lustige Ferien-Abenteuer kann jungen, aber durchaus auch etwas älteren Lesern empfohlen werden.

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Pommes! Porno! Popstar!

Thomas Kowa, Christian Purwien
Pommes! Porno! Popstar!

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Armes Ibiza!

Klappentext:
Kein Hit, zwei Musiker, drei Probleme. Und Ibiza.
Für alle Fans von Rocko Schamoni und Heinz Strunk
Millionen haben ihre Platten nicht gekauft, Hunderttausende ihre Konzerte niemals besucht und jeden Abend übernachteten dutzende Groupies weit entfernt von ihrem Hotelzimmer. Kurz und gut: Sie sind die unerfolgreichste Band der Popgeschichte. Und nun müssen sie innerhalb von nur einer Woche ein Hitalbum schreiben, denn sonst werden sie von den Hells Angels exekutiert und von der Deutschen Bank gevierteilt.
Die beiden fliegen nach Ibiza, nehmen in Rekordzeit eine CD auf und steigen der Vorzimmerdame des erfolgreichsten CEOs der Musikindustrie hinterher. Denn sie wollen einen Termin bei deren Boss. Doch sie haben nicht mit schwerhörigen deutschen Touristen, der Plattenfirmenputzfrau und Gott höchstpersönlich gerechnet, die alle ein Wörtchen mitreden wollen, was denn nun ein Hit ist und was nicht.

Rezension:
Was macht ein pleitegegangener Pommesbudenbesitzer, wenn sowohl die Deutsche Bank als auch die Hells Angels die Hände aufhalten, um Schulden einzutreiben? Und was macht der beste Freund dieses verhinderten Pommesbruzzlers, der für den Bankkredit gebürgt hat, aber selber pleite ist? Die Antwort ist klar: Geld muss her! Und da man sich der durch Talentlosigkeit verhinderten Musikkarriere entsinnt, ist der Notfallplan klar: Das minimalistische Equipment schnappen und ab nach Ibiza, um innerhalb von 7 Tagen ein Chart-reifes Abräumeralbum aufzunehmen. Dann muss das Geld doch fließen! Zum Glück kennt man ja ein paar alte Bekannte von einer lange vergangenen Pornoproduktion, die einem eventuell unter die Arme greifen könnten.
Das klingt abgefahren? Ist es auch. Was Thomas Kowa und Co-Autor Christian Purwien hier abliefern, ist eine geballte Ladung Brachialhumor. Praktisch jedes auch nur halbwegs bekannte Großunternehmen wird dabei verbal durch die Scheiße gezogen – die Kultur einer gewissen Alpenrepublik, welche mit „Ö“ beginnt und mit „reich“ endet, sowieso. Und die Insel Ibiza. Und … Wenn man aufzählt, wer und was hier nicht sein Fett abkriegt, wird die Liste wahrscheinlich erheblich kürzer.
Wer sich als Leser bis zum Ende des Buches noch nicht totgelacht hat, kann sich als abschließenden Härtetest auch noch die Musik, die die beiden Autoren tatsächlich aufgenommen haben, reinziehen.
Ob man ganz zum Schluss vorsichtshalber doch lieber anhand aktueller Satellitenbilder überprüfen sollte, ob sich Ibiza wirklich noch da befindet, wo es laut Atlas liegen sollte?

Fazit:
Lachmuskeltraining für Lachmuskel-Massochisten. Alle Daumen hoch!

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Drei Tage bis Vollmond

Hagen Haas
Drei Tage bis Vollmond

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Alles Gute kommt von unten

Klappentext:
Als der Kölner Student Emil eine mysteriöse schwarze Pyramide findet, ahnt er nicht, dass sein Schicksal damit unvermittelt eine dramatische Wendung nimmt. Zuerst klingelt ein bildhübscher Sukkubus namens Demmi an seiner Tür. Als Emil in die bergseeblauen Augen des Dämons blickt, ist es sofort um ihn geschehen und obwohl Demmi nicht gerade freundlich zu ihm ist, ein Loch in seine Küchentür schießt und ihm die Pyramide klaut, ist Emil nicht mehr davon abzubringen, dass er und Demmi füreinander bestimmt sind. Doch dann macht auch noch ein Unhold im Auftrag des Dämonenfürsten Asmodin Jagd auf Emil, Demmi und die Pyramide. Glücklicherweise ist der gewaltige Kampfdämon zwar eine muskelbepackte Mordmaschine, doch leider nicht sehr helle … Ein Fantasy-Roman voller Liebe und Tod, Helden und Schurken, Dämonen und Geheimagenten, Schwert- und Pistolenduellen, über- und unterirdischen Verfolgungsjagden und außerdem einigen ultrageheimen Geheimtipps für Köln-Touristen!

Rezension:
Emil und seine Freunde treffen sich an einem Freitagabend auf einer Rheinbrücke, um den Start ins Wochenende würdig zu begehen. Unerwartet zieht in Gewitter auf, und prompt schlägt der Blitz in einen der Brückenpfeiler ein. Der Stein splittert, zum Vorschein kommt eine kleine schwarze Pyramide, die ein eigenartiges blaues Leuchten von sich gibt. Bevor die Freunde sich endlich vor dem Unwetter in Sicherheit bringen, nimmt Emil diese an sich. Wenig später klingelt es an seiner Wohnungstür. Davor steht das hübscheste Mädchen, das Emil jemals gesehen hat. Dass sie Hörner und einen Schwanz hat, stört ihm da nur wenig. Doch auch sein Freund Wächter bekommt Besuch: eine zierliche Chinesin und ein um so stämmigerer Sioux, die sich als Dämonenjäger vorstellen. Während Emils Freunde zusammen mit den Dämonenjägern Jagd auf den Sukkubus machen, glaubt Emil an die Unschuld der Dämonin. Doch auch der Dämonenfürst und seine Helfer haben ein Hühnchen mit dieser zu rupfen.
Viele Urban-Fantasy-Geschichten handeln an mehr oder weniger exotischen Locations. Deutschland ist als Handlungsort selbst bei einheimischen Autoren eher unterrepräsentiert. Anders bei Hagen Haas. Der schickt seine mehr oder (meist) weniger hübschen Dämonen mitten ins rheinische Köln. Und die sorgen dort unter unfreiwilliger Mithilfe der Dämonenjäger für reichlich Chaos. Während die Polizei versucht, unerklärliche Vorgänge aufzuklären, ohne zu ahnen, wonach sie eigentlich sucht, versucht Demmi, wie der Sukkubus von Emil kurzerhand genannt wird, die Pyramide bis zur Vollmondnacht in ihrem Besitz zu behalten.
Der Humor nimmt bei all dem einen großen Stellenwert ein. Den Reiz der Handlung legt der Autor primär auf zahlreiche Missverständnisse, die die Entscheidungen der unterschiedlichen Parteien immer weiter komplizieren. Der flotte Schreibstil lässt den Leser dabei kaum zu Atem kommen, werden die Geschehnisse doch stellenweise richtig hektisch. Sehr zur Freude besagten Lesers, der wohl noch nicht allzu viele derart vergnügliche Dämonenjagden literarische miterlebt haben dürfte.

Fazit:
Für Freunde humorvoller Urban Fantasy verdient „Drei Tage bis Vollmond“ eine ausdrückliche Leseempfehlung!

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Die oberen Zehntausend

Thomas Kowa
Die oberen Zehntausend

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Vom Portier zur High Society

Klappentext:
Die Nacht der lebenden Toten
Ein Concierge, der endlich einmal auf der anderen Seite stehen will. Ein schmutziger Deal und ein paar Untote, die irgendwie nicht einsehen wollen, dass sie in dieser Geschichte eigentlich nichts zu suchen haben.

Rezension:
Was macht ein Portier, der sich zu höhere berufen fühlt? Er hat ständig mit den ‚feinen Leuten‘ zu tun, aber der eigene Aufstieg in diese Gesellschaft ist natürlich nicht ganz einfach. Es sei denn, man hilft mit ein paar nicht ganz so legalen Mitteln nach. Ob eine kleine Liebelei mit der schwerreichen Edeltraud von Schwerin den ultimativen Schritt darstellen kann? Hauptsache, diesem Plan stellen sich nicht irgendwelche Zombies in den Weg.
Thomas Kowas Kurzgeschichte, die sowohl solitär in diesem booksnack als auch als Bestandteil der Kurzgeschichtensammlung „Nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt“ erschienen ist, erzählt in kompakter Form die Geschichte eines Betrügers und Hochstaplers. Dass dann die Zombies ins Spiel kommen, erscheint allerdings doch etwas konstruiert. Der für den Autor typische, teilweise etwas eigenwillige Humor spielt natürlich auch in dieser Geschichte eine große Rolle, erreicht aber nicht ganz das Niveau, dass man von anderen seiner Geschichten gewohnt ist. Trotzdem liegt auch diese Kurzgeschichte Niveau-mäßig über vielen vergleichbaren anderer Autoren.

Fazit:
Dieses humorvolle Zombie-Abenteuer wird Freunden etwas abstrusen Humors sicher Spaß machen.

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Im Land der Mafiosi

Thomas Kowa
Im Land der Mafiosi

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Betrüger unter sich

Klappentext:
Ein humorvoller Kurzkrimi
Eine Kreuzfahrt in italienischen Gefilden, ein Heiratsschwindler auf der Suche nach einem letzten großen Coup und zwei Frauen. Die eine schön, aber arm, die andere unermesslich reich. Wie wird er sich entscheiden? Und kann er das überhaupt noch?

Rezension:
Er macht eine Mittelmeer-Kreuzfahrt, doch für ihn ist das kein Urlaub. Als Heiratsschwindler muss man schließlich auch sein Geld verdienen. Das ist schwer genug, denn das Opfer seiner Wahl ist natürlich die ältliche Reiche, auch wenn die junge Frau natürlich erheblich mehr Spaß verspräche. Für Landgänge bleibt da keine Zeit, aber die wären im Land der Mafiosi ohnehin viel zu gefährlich. Denn er ist schließlich vorsichtig, sonst wäre er nie dahin gekommen, wo er jetzt ist.
Die Abenteuer eines Heiratsschwindlers, serviert von Thomas Kowa – muss man mehr sagen? Wer die Kurzgeschichten des Autors kennt, wird natürlich sofort ahnen, dass da manches ganz anders ist, als es zunächst scheint. Selbstverständlich bleibt Kowa auch in diesem ‚Krimi‘ seinem Stil treu. Seinen Fans kann es nur recht sein.

Fazit:
Ein Heiratsschwindler und eine schwere Entscheidung. Für den Leser ist die Entscheidung um so einfacher: Kaufen!

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Bittere Liebe

Saskia Louis
Bittere Liebe

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Keine Lust auf Koffein

Klappentext:
Eine ungewöhnliche Liebes-Kurzgeschichte
Kennt ihr das, wenn man so verliebt ist, dass man unter Strom steht? Wenn die Zurückweisung bitter auf der Zunge schmeckt? Ich wette nicht so wie es bei mir der Fall ist.

Rezension:
Über die Handlung dieser Kurzgeschichte kann man eigentlich so gut wie nichts sagen, ohne damit den Gag zu verraten. Nur soviel sei gesagt: Eine Kaffeemaschine spielt hier eine nicht unwesentliche Rolle.
Saskia Louis lässt ihren ‚Hauptprotagonisten‘ hier über eine tragisch unerwiderte Liebe nachgrübeln. Erst im Laufe dieses kurzen booksnacks wird nach und nach deutlich, wer hier eigentlich von seiner Angebeteten verschmäht wird. Trotzdem werden selbst ausgesprochen gefühlsbetonte Leser ausnahmsweise auf das Bereithalten eines Taschentuchs verzichten können.

Fazit:
Speziell Freunden des eher stillen Humors könnte diese ‚Liebes-Tragödie‘ zusagen.

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Der Puma mit den drei Streifen

Thomas Kowa
Der Puma mit den drei Streifen

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Turnschuhe und richtige Tiere

Klappentext:
Ein spannender Kurzkrimi für Zwischendurch
Herzogenaurach, ein beschauliches Städtchen in Franken, Heimat von Adidas, Puma und Lothar Matthäus. Doch plötzlich geschieht eine Entführung und ein fränkischer Kommissar liefert sich einen Wettstreit mit der Tochter des LKA-Präsidenten aus München, wer den Fall als erstes klärt

Rezension:
Wenige Wochen vor seiner Pensionierung bekommt ein namenloser Kommissar aus dem verschlafenen Herzogenaurach eine LKA-Beamtin aufs Auge gedrückt. Schlimmer noch: Es ist die Tochter des LKA-Präsidenten höchstpersönlich. Und gerade jetzt passiert hier wirklich mal etwas. Die junge Apotheken-Aushilfskraft wird entführt. Seit wann gibt es in Herzogenaurach denn so etwas? Und natürlich will diese LKA-Tussi sofort mitmischen.
Thomas Kowa ist bekannt für seinen manchmal etwas eigenartigen Humor. Und mit dieser Kurzgeschichte hat er wieder einen Volltreffer gelandet! Alleine die Gedanken, die sich unser Kommissar über sein Heimatstädtchen, die Polizeiarbeit und die Welt im Allgemeinen macht, sind zum Totlachen. Sprüche wie den, dass ein Verdächtiger, Hristo Prsvlyczakov, „aus einem Land, in dem offensichtlich ausgeprägte Vokalknappheit herrschte“, stammt, wird der Leser wohl nicht so schnell vergessen. Wer erfahren möchte, ob der Kommissar, die LKA-Frau oder sogar beide zusammen die Entführte retten können, wird sein Zwerchfell allerdings selbst strapazieren müssen.

Fazit:
Vorsicht! Dieser Kurzkrimi ist gefährlich, denn man könnte sich glatt totlachen.

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Der Hexenjäger

Michael Sullivan
Der Hexenjäger

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Die Hexen müssen weg – koste es, was es wolle

Klappentext:
Werden Sie von Hexen verflucht, von Vampiren, Werwölfen, Zombies oder anderem üblen Gelichter geplagt? Schreiben Sie an Sepp O’Brien, postlagernd. Der Hexenjäger rückt mit detaillierten Beschreibungen aller existierenden Ungeheuer der Welt sowie ihrer Stärken und Schwächen an und hat die nötigen Mittel, diesen Störenfrieden den Garaus zu machen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Kollateralschäden sind bei seinen Einsätzen eher die Regel als die Ausnahme!
Die Figur des Hexenjägers Sepp O’Brien, basierend auf einem Onkel des Autors, trieb in einem Roman und vier Kurzgeschichten noch vor den ungleich berühmteren Ghostbusters ihr Unwesen. Die Texte liegen mit einer eigens für diese Gelegenheit geschriebenen Einführung hier erstmals gesammelt vor.

Rezension:
Der irischstämmige Bayer Sepp OʼBrien hat einen nicht ganz alltäglichen Beruf; er ist Hexenjäger. Andere übernatürliche Schädlinge entsorgt er bei Bedarf aber auch. Das Problem für seine Auftraggeber besteht nur darin, dass so ein heimgesuchtes Schloss danach zwar mit Sicherheit frei von Geistern und anderen ungebetenen Mitbewohnern, eventuell aber auch für die menschlichen Besitzer nicht mehr bewohnbar ist. Höflichkeit und gute Umgangsformen sind auch nicht seine Stärke. Obwohl Sepps Auftragslage nicht schlecht ist – schließlich gibt es in dem Job nicht allzu viel Konkurrenz –, wird er mit seiner Arbeit deshalb auch nicht reich.
Der Autor Michael Sullivan (eigentlich Klaus-Michael Vent) veröffentlichte seine Kurzgeschichten um den Hexenjäger Sepp OʼBrien ursprünglich in der 70er und 80er Jahren in Fanmagazinen. Später kam auch ein ganzer Roman dazu. Mit der aufkommenden Möglichkeit des Selfpublishing entschied er sich schließlich, Sepps Abenteuer überarbeitet als Sammelband neu zu veröffentlichen. Die einzelnen Geschichten werden dabei von wechselnden Beobachtern erzählt, die im Laufe der Säuberungsaktion meist auch die eine oder andere Beule (oder schlimmeres) abbekommen. Mit seiner Dampfhammer-Mentalität sorgt der Hauptprotagonist dabei immer wieder für eine große Portion Humor. Für den Leser, versteht sich. Sepps Mitmenschen finden das alles wohl erheblich weniger lustig.
Magische ‚Schädlingsbekämpfer‘ trifft man in der (komischerweise meist Trivial-)Literatur ja relativ häufig an. Ein Mitglied dieser Zunft, das für so viel Chaos sorgt, ist mir aber bisher noch nicht untergekommen.

Fazit:
Diese humorvolle Hexenjagd kann Fantasy-Freunden mit einem Gespür für derben Humor sehr empfohlen werden.

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