Bill Cnox – 10 – Das Geheimnis der Skelettinsel

Bill Cnox
Bill Cnox – 10 – Das Geheimnis der Skelettinsel

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Der Schmuck im Sarg

Klappentext:
Bei „Bill Cnox“ handelt es sich um eine weitere Serie aus den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts, die einen utopisch-phantastischen Hintergrund aufweist. 1922-1923 erschienen hier 28 Hefte um den – genveränderten(!) – Gummimenschen Bill Cnox, zumeist mit einer kriminalistischen Handlung.
Die Romanhefte aus der Reihe „Bill Cnox“ erscheinen jetzt in einer leicht bearbeiteten (eher: restaurierten) Neuausgabe. Vor allem wurden Rechtschreib-, Interpunktions und Grammatikfehler der Originalausgabe korrigiert sowie Ausdrücke, die heutzutage mißverständlich erscheinen, geändert.
Zudem wurden die Romane in eine gemäßigte Version der Rechtschreibungsreform von 2006 umgesetzt. Für den Leser, der das altertümliche Flair weitergehend erleben möchte, ist eine zweite Fassung in alter Rechtschreibung (bis 2000) ebenfalls im eBook enthalten.
Leider liegen derzeit nicht alle Hefte dieser Serie vor (die Hefte 2-9 und 11-14 sind verschollen/nicht vorhanden). Trotzdem haben wir uns dazu entschlossen, dem Leser diese (sehr kurzen) Romane nicht vorzuenthalten.

Rezension:
Der Milliardär Donald Rotschild gibt öffentlich bekannt, dass sein gesamter Schmuck nach seinem Tod mit ihm zusammen beerdigt werden soll. Da er der Presse auch verrät, wo er beerdigt werden möchte, befürchtet Bill Cnox schon beim Lesen der Meldung, dass Rotschilds Grab zu einer Pilgerstätte für ‚Schatzsucher‘ werden wird. Wie es der Zufall will, stirbt der Milliardär schon wenige Tage später an einem Herzschlag. Sein Privatsekretär findet jedoch, dass es besser wäre, den wertvollen Schmuck vorm Vergraben ‚zu retten‘ und ihn lieber in seinen Besitz zu bringen. Doch auf ihn wartet eine Überraschung. Der Schmuck findet doch seinen Weg in den Sarg – was schnell weitere ‚Interessenten‘ anlockt. Wird Bill Cnox den Sarg sicher zu seinem Ziel geleiten können?
Wenn man bedenkt, dass diese Kurzgeschichte annähernd 100 Jahre alt ist, wirkt sie überraschend modern. Etwas überraschend wirkt aus heutiger Sicht lediglich, dass der Autor den Namen seines Protagonisten als Pseudonym benutzt, obwohl die Geschichte nicht einmal in der Ich-Form verfasst ist. Auf die genveränderte Hauptfigur wird in diesem kurzen Werk, das nach heutigen Standards selbst für ein ‚Groschenheft‘ zu kurz wäre, nicht näher eingegangen. Dies wird anscheinend als aus den vorherigen Bänden bekannt vorausgesetzt. (War der Begriff „genverändert“ damals überhaupt schon üblich beziehungsweise bekannt?) In der Handlung dieser Geschichte spielen die besonderen Eigenschaften des Helden allerdings keine Rolle, da es sich um eine reine Detektivgeschichte handelt. Wie weit die im Klappentext erwähnten Modernisierungen reichen, kann man ohne Kenntnis des Originals natürlich nicht einschätzen. Wenn man den Geldwert der damaligen Zeit in Betracht zieht, könnte Rotschild im Original eventuell ein Millionär statt Milliardär gewesen sein. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung.
Besonderen ‚Tiefgang‘ wird bei diesem Genre wohl niemand erwarten, doch ist das Abenteuer überraschend unterhaltsam zu lesen. Für die Pause zwischendurch ist es – schon alleine aus literaturhistorischem Interesse – durchaus zu empfehlen.

Fazit:
Ein Blick in die Anfänge der sogenannten Trivialliteratur, der Spaß macht.

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