Frost & Payne – Band 7 – Pinkerton

Luzia Pfyl
Frost & Payne – Band 7 – Pinkerton

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Die Geschichte einer Feindschaft

Klappentext:
New York, Winter 1884: Pinkerton Jackson Payne und sein Partner Alistair Kirkland bekommen den Auftrag, eine reiche Bankiersfamilie während einer Reise ins Hudson Valley nach Pollepel Island zu beschützen. Alles deutet darauf hin, dass der Auftrag Routine ist, bis Fremde auf der Insel auftauchen…
Lydia Frost und ihr Team machen sich auf die Suche nach ihrem Pinkerton. Mit Kopfgeldjägern ist nicht zu spaßen, wie sie sehr bald feststellen müssen. Payne steckt in Schwierigkeiten – und sie müssen alles daran setzen, ihn zu retten.

Rezension:
Nachdem Payne am Ende des letzten Bandes („Chop Suey“) von Kopfgeldjägern gefangengenommen wurde, macht sich Frost auf die Suche nach ihrem Partner. Doch zunächst fehlt ihr jede Spur. In der Zwischenzeit erfährt der Leser, wie es zu der tiefen Kluft kam, die sich zwischen Payne und seinem Ex-Partner Kirkland auftut.
Dieser 7. Band der „Frost & Payne“-Reihe fällt insofern aus der Rahmen des Gewohnten, dass diesmal ein Großteil der Handlung in Paynes Zeit als Pinkerton spielt. Endlich erfährt der Leser die Hintergründe, die bisher immer nur vage angedeutet wurden.Einiges in seiner Persönlichkeit wird dem Leser jetzt verständlich(er).
Luzia Pfyls Steampunk-Reihe (in der der namensgebende Steampunk nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle spielt) entwickelt eine zunehmende Komplexität und dürfte für Neuleser ohne Kenntnis des bisher Geschehenen kaum noch zu überblicken sein. Wer die bisherige Entwicklung jedoch kontinuierlich verfolgt hat, möchte wohl immer schnellstmöglich weiterlesen. Schließlich gibt es noch zahlreiche offene Fäden zu entwirren.

Fazit:
„Pinkerton“ fällt etwas aus dem von dieser Reihe bisher gewohnten Stil heraus, erklärt dabei aber einiges an Hintergründen.

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Träume

Christoph Junghölter
Träume

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Die große Wohnung

Klappentext:
Das Leben der Anderen
Was ist im Leben wichtig? Geld? Liebe? Stolz? Und was ist eigentlich Glück? Diese Fragen muss Andreas beantworten, als die Schwiegereltern ihm eine Wohnung schenken wollen.

Rezension:
Andreas’ Frau stammt aus wohlhabenden Verhältnissen. Da gerade Nachwuchs unterwegs ist, beschließen ihre Eltern, dem Paar eine traumhafte Eigentumswohnung zu schenken – noch dazu eine, die sich Andreas niemals leisten könnte. Das kann sein Stolz natürlich nicht zulassen. Noch dazu gäbe es im Haus keine Garage für seine geliebte Honda.
Christoph Junghölters Kurzgeschichte spielt mit dem Zwiespalt zwischen Stolz und Bedürfnis. Wird Andreas sich überwinden können, das Geschenk zu akzeptieren? Oder gibt es am Ende sogar noch eine Überraschung? Um das zu erfahren, muss man diese augenzwinkernde Kurzgeschichte schon selbst lesen.

Fazit:
Eine locker-leichte Geschichte aus einer eigentlich gut funktionierenden Beziehung.

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Nuna Nocturna – 1 – Die kleine Gralshüterin

Lotte Logan
Nuna Nocturna – 1 – Die kleine Gralshüterin

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Das Portal zur Unterwelt

Klappentext:
Nuna ist eine 12-jährige, geflügelte Nocturna. Sie genießt das erste Schuljahr in der Mitternachtsschule im Luftschloss Nypmphensee mit ihren neuen Freunden. Während der Vorbereitungen zum Mittsommernachtsfest werden ihre Eltern von gräßlichen Geysiten nach Infernum entführt und in brennende, diabolische Käfige gesteckt.
Für Nuna beginnt damit eine Odyssee durch die Welt der dunklen magischen Mächte: Sie landet in einem menschlichen Kinderheim und wird dort von einer Hexe der schwarzen Magie in Pflege genommen. Zum Glück gelingt ihr die Flucht. Sie reist zum Eispalast des Königs Regnatrax, um sich einen Zauberstab zu beschaffen, der stark genug ist, um ihre Eltern aus Infernum zu befreien. Gute Freunde, Mut und viel Glück bringen sie schließlich nach Infernum…

Rezension:
Nunas 1. Jahr auf der magischen Schule geht zu Ende. Doch kaum zuhause angekommen, erfährt sie, dass die Sicherheit der Welt in Gefahr ist. Anscheinend gelingt es den Bewohnern der Unterwelt zunehmend, das Portal zwischen beiden Welten, das nach einem großen Krieg vor beinahe 500 Jahren von ihren eigenen Eltern, die seitdem die Gralshüter sind, versiegelt wurde, zu unterwandern. Und es kommt noch schlimmer: Den Mächten des Bösen gelingt es, Nunas Eltern gefangen zu nehmen und zu verschleppen. Nuna ist entschlossen, diese zu befreien – und zwar persönlich. Doch nimmt sie sich da nicht etwas zu viel vor?
Zu Beginn erinnert dieses Buch an diverse andere, die an magischen Schulen handeln, wie sie seit Harry Potter in größerer Zahl erschienen sind. Der größte Unterschied scheint darin zu liegen, dass Nuna und ihrer Mitschüler keine Menschen sondern Nocturna sind, Wesen, die Menschen zwar weitgehend gleichen, jedoch Flügel besitzen. Allerdings erlebt der Leser hier nur die letzten Schultage vor den Sommerferien, in denen die eigentliche Handlung erst beginnt. Als Gralshüter und Mitglieder des Großen Rats sind Nurnas Eltern in ihrer Welt Berühmtheiten. Als sie von aus dem Infernum entkommenen Geysiten angegriffen und entführt werden, nutzt ihnen das jedoch wenig. Die Haupthandlung konzentriert sich auf die folgende Flucht Nunas, auf der sie in die Menschenwelt gerät, wo sie zunächst in einem Kinderheim landet, und ihre folgende Rettungsaktion. Zu ihrem Glück hält man ihre Flügel für ein Karnevalskostüm, das sie sich wegen einer vermuteten seelischen Störung weigert abzunehmen.
Das Ungewöhnliche an dieser Urban Fantasy liegt sicher darin, dass der Protagonist im Gegensatz zu fast allen anderen Werken dieses Genres kein Mensch ist, der die Grenze zu einer magischen Welt überschreitet, sondern ein Wesen dieser Welt, das unsere besucht.
Die Handlung dieses Fantasy-Abenteuers ist durchaus spannend und unterhaltsam, auch der Schreibstil der Autorin kann punkten. Zumindest am Anfang muss sich der Leser jedoch über zahlreiche anscheinende Logikfehler wundern – die sich dann allerdings im weiteren Verlauf der Handlung doch größtenteils aufklären. Leider jedoch nicht alle. Nach der anfänglichen Vermutung, die Versiegelung des Portals könnte bereits gebrochen sein, stellt sich beispielsweise heraus, dass dem nicht so ist und nur für Geysiten ein Schlupfloch besteht. Komischerweise können die Geysiten Nunas Eltern trotzdem in die Unterwelt entführen, und auch das Rettungskommando hat keine größeren Schwierigkeiten, dorthin zu gelangen. Das trübt den Gesamteindruck natürlich etwas.
„Die kleine Gralshüterin“ ist der Auftakt einer Trilogie, deren 2. Band im April 2017 erscheinen soll.

Fazit:
Dieses jugendliche Urban-Fantasy-Abneteuer macht Spaß, leidet jedoch leider unter ein paar Logikproblemen.

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Venedig

Ankay Black
Venedig

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Wer träumt schon von Venedig?

Klappentext:
Der perfekte Plan
Johns Leben läuft perfekt: Ein gut bezahlter Job, eine treusorgende Ehefrau, die mit ihrer Sehnsucht nach Urlaub in Venedig nur minimal nervt, und eine leidenschaftliche Affäre mit der blutjungen Sekretärin. Doch als sich seine Liebschaft nicht mehr meldet und er sie besuchen will, kommt alles anders, als gedacht…

Rezension:
Johns Liebe zu seiner Frau ist im Laufe der Jahre etwas abgekühlt, doch er hat sich mit seinem Leben arrangiert. Schließlich hat er jede Woche 2 ‚freie‘ Abende; an einem macht er ‚Überstunden‘ im Bett seiner Sekretärin, am anderen besucht seine Frau ihren Yoga-Kurs. Doch als sich seine Teilzeit-Sekretärin einige Tage nicht meldet, stattet er ihr einen außerplanmäßigen Besuch ab – und ist schockiert.
Ankay Blacks Kurzgeschichte ist eine locker-leichte Unterhaltung für zwischendurch. Dabei bietet sie ein wirklich überraschendes Ende, denn DIE Auflösung hätte ich nun wirklich nicht erwartet.

Fazit:
Eine kleine Kurzgeschichte zum Entspannen und einfach mal ‚Abschalten‘.

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Keine Millionen für meine Töchter

Maria Appenzeller
Keine Millionen für meine Töchter

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Wohin mit dem Geld?

Klappentext:
Eine liebevolle Familien-Kurzgeschichte
Maria Appenzeller schrieb diese Geschichte für ihre Mutter. Die hat zwar keine Millionen, aber vier Töchter. Da gerät eine Mitfünfzigerin schon mal zwischen die Fronten. Genau wie Ulrike. Als sie im Lotto gewinnt, halten ihre Töchter die Hand auf – autsch!

Rezension:
Als Ulrike Lottomillionärin wird, stehen ihre erwachsenen Töchter Schlange, um ihr Stück vom großen Kuchen abzubekommen. Natürlich hat jede gute Gründe, wieso gerade sie unbedingt Geld braucht. Doch Mama Ulrike hat andere Pläne …
Wohl jeder hat sich schon mal Gedanken darüber gemacht, was er machen würde, wenn er plötzlich so richtig viel Geld hätte. Da fällt es schon etwas schwer, sich vorzustellen, dass Ulrike keine sinnvolle Idee kommt, was sie sich mit dem Geld für sich selbst leisten könnte. Was man davon hält, den Großteil der Millionen für den Zweck, den die Protagonistin wählt und der hier – um nicht zu spoilern – nicht genannt werden soll, zu verwenden statt den Angehörigen ihre Wünsche zumindest teilweise zu erfüllen, muss wohl jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Bei diesem booksnack geht es jedenfalls für die Reihe ungewohnt ernsthaft zu. Ein gewisses Augenzwinkern (wie von anderen booksnacks gewohnt) fehlt hier leider völlig.

Fazit:
Eine in sich sinnvoll abgeschlossene Kurzgeschichte mit einem für diese Reihe ungewohnt ernsten Thema.

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Die Belohnung

Bettina Klusemann
Die Belohnung

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Das Geheimnis

Klappentext:
In dieser Kurzgeschichte lässt die Vergangenheit nicht locker
Der zehnjährige Malte sucht Muscheln und Steine am Strand, als er von einem Funkeln, das von der Sandbank kommt, magisch angelockt wird. Neugierig wagt er den Gang durchs flache Wasser der Nordsee und was er da erblickt, lässt ihn erschauern.
Viele Jahre später wird ihn die Vergangenheit einholen, denn eines Abends erscheint ein Fremder auf der Insel und stellt ihn zur Rede. Malte weicht ihm aus, aber vergeblich. Wird er sein Geheimnis verraten?

Rezension:
Malte ist praktisch pleite, alles was ihm noch verbleibt ist der Ring im Banktresor – der Ring, den er einst als Kind fand. Doch plötzlich taucht ein Fremder auf, der überraschenderweise davon weiß.
Obwohl der ‚Klappentext‘ die ganze Vorgeschichte von Bettina Klusemanns kurzer Story schon erzählt, bietet diese ein überraschendes Ende. Doch auch wenn im Vorwort darauf hingewiesen wird, dass es typisch für Kurzgeschichten wäre, ein offenes Ende zu haben (?), hätte ein ‚richtiges‘ Ende dieser Geschichte noch das gewisse Etwas gegeben. Trotzdem ist die gut zu lesen und bietet eine gute Unterhaltung für eine kurze Pause. Und natürlich erfährt der Leser auch, wieso der kleine Malte damals erschauerte …

Fazit:
Eine interessante kurze Geschichte für zwischendurch, die in kein gängiges Genre passt.

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Hahnentirili

Monika Detering
Hahnentirili

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Die Kohlrouladen-Krise

Klappentext:
Wenn die Mutter mit dem Sohne …
Rainer hat eine besondere Beziehung zu seiner Mutter. Und sie zu ihm. Seine Frau, die Elsa, mag er auch sehr gern. Und er hat nichts dagegen, dass sie sich auf seiner alten Kinderdecke lieben bevor Mutter zum Essen kommt. Mutter bringt Kohlrouladen mit. Für ihren Jungen, den sie zu dünn findet. Elsa brät Hühnchen. Kohlrouladen gegen Hühnchen. Verzückt isst Rainer das Mitgebrachte und Elsa entscheidet sich …

Rezension:
Elsa erwartet Rainers Mutter zu Besuch. Deshalb bereitet sie extra ein Hähnchen-Rezept zu, doch als Rainers Mutter Kohlroulade mitbringt, ist dieser liebe die.
Viel mehr kann man zum Inhalt dieser Kurzgeschichte eigentlich nicht schreiben, denn mehr passiert – abgesehen von ein paar für die Handlung eher unwichtiger Details – nicht. Und genau das ist auch der Schwachpunkt der Story. Selbst für eine Kurzgeschichte ist das dann doch etwas zu wenig. Die Tatsache, dass die Autorin diesen booksnack in einem gut lesbaren Schreibstil darbietet, genügt für sich alleine leider nicht, um die Geschichte zu retten. Schade, denn mit einer wirklichen Pointe hätte die Idee einen brauchbaren Pausenfüller abgeben können.

Fazit:
Dieser Kurzgeschichte, die in kein Genre wirklich passt, fehlt leider das gewisse etwas.

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Deutschland um 1900

Marc Walter (Herausgeber), Sabine Arqué (Herausgeber)
Deutschland um 1900. Ein Porträt in Farbe

Ein Prachtbildband

Ich liebe ja gute Bildbände, und dieser scheint wirklich richtig gut zu sein. Wenn da nur der Preis nicht wäre …

Hardcover

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Und schon ist wieder Weihnachten …

Als ich das Eisenacher Rezi-Center im Mai aus der Taufe hob, stand der Sommer noch bevor. Die Monate sind schnell vorbei geflossen, und jetzt geht das Jahr 2016 seinem Ende entgegen. 72 Rezensionen habe ich in dieser Zeit hier veröffentlicht. Das sind etwa 10 pro Monat. Hinzu kommen noch ein paar andersartige Beiträge. Natürlich soll das auch in Zukunft so weitergehen. Wenn euch meine Rezis gefallen, dürft ihr diesen Blog natürlich gerne weiterempfehlen. Mundprobaganta ist bekanntlich die beste Werbung.

Heute möchte ich allen Abonnenten und Zufallslesern dieses Blogs frohe Weihnachten wünschen!