Noras Welten – 1 – Durch den Nimbus

Madeleine Puljic
Noras Welten – 1 – Durch den Nimbus

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Held und Bösewicht

Klappentext:
»Ich bin eine Gefangene der Geschichte. Etwas, das dort nicht hingehört.«
Nora Winter hat Angst vor Büchern, und das aus gutem Grund: Was sie liest, muss sie am eigenen Leib erleben. Mit Hilfe eines Hypnosetherapeuten will sie das Problem in den Griff bekommen, doch damit beginnen ihre Schwierigkeiten erst recht.
Gegen ihren Willen landen die beiden in einer Welt, die eigentlich nicht existieren dürfte – zwischen Rittern, Magiern, Drachen und Intrigen. Es gibt nur einen Weg zurück: Sie müssen die Geschichte bis zum Ende durchstehen.

Rezension:
Bill ist Psychologe und staunt nicht schlecht, als bei ihm eine neue Patientin, Nora, auftaucht und möchte, dass er sie per Hypnose zur Analphabetin macht. Als Begründung behauptet sie, beim Lesen würde sie immer körperlich in die Geschichten hineingezogen. Natürlich glaubt er ihr nicht, doch bei einer Demonstration kann er es selbst miterleben. Und plötzlich befindet er sich zusammen mit seiner Patientin mitten in der Welt einer mittelalterlichen Fantasygeschichte. Wie sollen sie jetzt zurück in die reale Welt kommen? Aus Erfahrung meint Nora, das Wichtigste wäre, die Handlung der Geschichte so wenig wir möglich zu verändern. Leichter gesagt als getan, wenn man keine Ahnung hat, wie das Buch, in das man gefallen ist, endet.
Abenteuer, in denen es die Helden in fremde Realitäten verschlägt, gibt es wohl schon, seit das Fantasy-Genre erfunden wurde. Wenn es sich dabei um einen männlichen Protagonisten und eine weibliche Protagonistin handelt, liegt der Verdacht, die ‚Reise‘ könnte romantische Folgen für beide haben, erfahrungsgemäß nahe. So viel sei jedoch verraten: Nein, es funkt nicht zwischen Nora und Ben. Zumindest nicht auf romantische Art – auch wenn das Cover diese Vermutung nahelegen könnte.
Madeleine Puljic führt ihre Leser in Noras und Bens Abenteuer in eine mittelalterlich geprägte Fantasy-Welt, die zwar durchaus dem Genre-typischen Mittelalter-Cliché entspricht, deren Realitätsferne in Gesprächen zwischen den beiden Reisenden jedoch wiederholt thematisiert wird. Auch sonst werden gewohnheitsgemäße Erwartungen immer wieder enttäuscht. Ist der Held der Geschichte wirklich so heldenhaft? Ist der böse Zauberer so abgrundtief böse? Gerade die Tatsache, dass manches anders als erwartet läuft, macht die Handlung immer wieder interessant. Da auch der Schreibstil überzeugen kann, steht einem (hin und wieder mit einem Augenzwinkern garnierten) Fantasy-Reise nichts im Wege. Und wie der Titel schon andeutet, wird dies wohl nicht Noras letzte Reise bleiben.

Fazit:
Diese Fantasy-Weltenreise ohne übertriebene Romanze kann gefallen. Auch für die kommende(n) Fortsetzung(en) bietet die Idee noch Potential.

 

Aktuelle Ergänzung:
Übrigens hat Madeleine Puljic mit dieses Buch gerade den Deutschen Selfpublishing-Preis 2017 gewonnen!

 

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Die Gabe der Geister

Sarah Wynde
Die Gabe der Geister

Übersetzung: Jessica Di Dio

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Der Beifahrer

Klappentext:
Akira hat Geheimnisse. Aber die hat auch der kleine Ort Tassamara.
Akira Malone glaubt an die wissenschaftliche Methode, Evolution und Einsteins Relativitätstheorie. Und an Geister.
Weder Logik noch Vernunft können sie vor der Wahrheit bewahren – sie kann Geister sehen und mit ihnen kommunizieren. Aber Akira ist sich sicher, dass ihre Fähigkeit nur eine genetische Laune ist, und dass die Geister, die sie trifft, nur übriggebliebene Energie sind. Gefährliche, elektromagnetische Energie.
Zane Latimer glaubt an Telepathie, Präkognition, Auren und daran, dass mit den Angestellen Halo zu spielen eine großartige Management-Technik ist. Er denkt auch, dass Akira seiner Familie vielleicht dabei helfen könnte, mit ihren verstorbenen Angehörigen in Kontakt zu treten.
Aber wird Akira jemals in der Lage sein, ihrer Angst ins Auge zu sehen und ihre Gabe zu akzeptieren? Oder werden Zanes Verwandte für immer zwischen Leben und Tod gefangen sein?

Rezension:
Akira ist Physikerin. Uns sie weiß, dass Geister existieren, denn sie kann sie schon von Kindheit an sehen. Eine unvorsichtige Erwähnung von ‚Geisterenergie‘ in einer wissenschaftlichen Arbeit ist Akiras Karriere jedoch alles andere als dienlich. Da kommt ihr eine Einladung an eine private ‚Forschungsfirma‘ in Florida gerade recht. Das liegt zwar fern ihrer Heimat an der Westküste, doch vielleicht hat sich ihr wissenschaftlicher Ausrutscher noch nicht bis dorthin herumgesprochen. Akiras Überraschung ist groß, als sie feststellt, dass man dort gerade an ihrer Forschung zum Thema ‚Geisterenergie‘ interessiert ist.
Diese Urban Fantasy, deren Schwerpunkt auf Geistererscheinungen liegt, wurde, wie die Autorin ausdrücklich bemerkt, von der TV-Serie „Eureka“ inspiriert. Ein Institut in einer Kleinstadt, in der das Außergewöhnliche normal ist, als Handlungsort unterstreicht diesen Hinweis natürlich. Damit erschöpfen sich die Parallelen aber auch schon weitgehend. Der Rest der Handlung, in der eine Liebesgeschichte zwischen der Protagonistin und ihrem neuen Chef eine nicht unwesentliche Rolle spielt, ist das eigenständige Werk Sarah Wyndes. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Natur der Geister, wozu Akira und ihr neuer Arbeitsgeber unterschiedlicher Meinung sind.
Leider erreicht die Übersetzung nicht ganz das Niveau der Handlung. Dass die Anreden mit „Herr“ und „Frau“ übersetzt wurden, kann man dabei noch akzeptieren, auch wenn es heutzutage zumindest ungewöhnlich ist. Einige Begriffe wurden aber schon sehr eigenwillig übersetzt. So ist zum Beispiel von einem Paragraphen in einer wissenschaftlichen Arbeit die Rede, in dem Akira Geisterenergie erwähnte. Da sollte man im Deutschen wohl besser von einem Absatz sprechen. (Oder ist dieser Ausdruck in solchen Arbeiten üblich?)

Fazit:
Alle, die eine Bildungslücke beim Thema „Geister“ besitzen, können dieses Buch zwecks Schließung derselben zu Rate ziehen.

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Better than Blood

Kara Steinnsuch
Better than Blood

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Vegetarier

Klappentext:
Das Leben als Vampir ist nicht immer einfach, das hat Claire nun oft genug am eigenen Leibe erfahren müssen. Doch ihr Durchhaltevermögen ist nach langer, langer Zeit endlich belohnt worden, denn in England hat sie für sich eine Art Paradies gefunden. Die in Essex gelegene Stadt Maple’s Hall hat genau die richtige Größe, um inkognito das Leben zu führen, das sie sich seit Jahrhunderten unter harten Bedingungen aufgebaut hat, und in der es sich ruhig und ohne große Zwischenfälle leben lässt. Ihr Glück wird allerdings immer wieder auf die Probe gestellt, denn ganz ohne Probleme geht es eben doch nicht. Da wäre zum Beispiel der fiese Ältestenrat, der ganz unvermittelt auftaucht; eine Welle Neugeborener, die die Straßen von Maple’s Hall unsicher machen sowie ihr ehemals bester Freund und dessen leidige Machtspielchen, die schnell tödlich enden können. Plötzlich wird ihr Leben als Vegetarierin und Menschenfreundin bedroht, ebenso die Stadt, die ihr so sehr ans Herz gewachsen ist. Als sie dann auch noch dabei ist, sich zu verlieben, ist das große Chaos perfekt.

Rezension:
Claire ist Vegetarierin – was unter Vampiren allerdings nur heißt, dass sie keine Menschen aussaugt. Ihre Nahrung beschafft sie sich aus Blutkonserven, ihren Jagdtrieb lebt sie an Waldtieren aus. Auch wenn sie nicht die einzige ‚Menschenliebe‘ ihrer Art ist, gibt es doch auch Vampire, die diese Lebensart als verweichlicht ablehnen – allen voran ‚der Rat‘, die Regierung der Vampire. Obwohl Claire mit ihren 1000 Jahren zu den ältesten Vampiren überhaupt gehört und alleine deshalb ein Anrecht auf einen Sitz im Rat hätte, lehnt sie dies ab und versteckt sich sogar vor dem Rat. Doch seit einiger Zeit treiben sich in ihrer Heimatstadt in England zunehmend ‚neugeborene‘ Vampire herum, die brutal auf Menschenjagd gehen. Claire und ihre Freunde versuchen alles, zumindest ‚aufzuräumen‘, bevor die Morde den Menschen auffallen. Als sie dann auch noch einen menschlichen Polizeipsychologen kennenlernt und sich in diesen verleibt, werden die Schwierigkeiten nicht weniger.
Vampirgeschichten sind nicht erst seit „Twilight“ ‚in‘. Trotzdem gibt es selbst in diesem Zweig der Urban Fantasy hin und wieder neue Ideen. Kara Steinnsuchs Roman gehört wohl dazu. (Wobei ich nicht ausschließen will, dass es doch auch hier schon ähnliches gab. Wer kann das Genre komplett überblicken?) Auf rund 380 Taschenbuch-Seiten schickt die Autorin ihre Heldin in ein Leben, dass sich eigentlich gar nicht so sehr von einem menschlichen unterscheidet. Auch bei den Vampiren um Claire gibt es nicht nur Weiß und Schwarz, sondern auch diverse Grautöne. Dabei gelingt es Kara Steinnsuch, ein nur schwer zu durchschauendes Intrigen-Geflecht aufzubauen. Lediglich die teilweise (zu) detailliert dargestellten Sexszenen mit Claires menschlichem Freund trüben den guten Eindruck etwas.
Die Bedeutung des Untertitels des Buches „Ein Blümchenbecher-Roman“ erschließt sich mir allerdings nicht, auch wenn Claire ihr Blut bevorzugt aus einem solchen Gefäß trinkt.
Auffallend ist das überraschend abrupte Ende des Romans, das allerdings verständlich wird, da mittlerweile eine Fortsetzung unter dem Titel „Madder than me“ veröffentlicht wurde.

Fazit:
Dieser Vampir-Roman geht ungewöhnliche Wege und ist für Vampir- und Urban-Fantasy-Liebhaber durchaus empfehlenswert.

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Im Zeichen des Lotus – 6 – Wenn Erinnerungen brennen

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 6 – Wenn Erinnerungen brennen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Im Kerker

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Sie ist vor der Kälte geflohen, aber der Schnee kommt näher, legt sich um sie, zieht die Schlinge um ihren Hals enger.
Penelope kann nicht weiter laufen. Sie wusste seit der ersten Begegnung, dass sie den Schatten wieder begegnen würde.
Der Moment der Konfrontation ist gekommen. Der Ausgang ungewiss.

Rezension:
Penelope hat genug vom Weglaufen. Sie beschließt, das wohl unvermeidliche Gespräch mit den Solani zu suchen. Doch die kommen ihr zuvor und erwarten sie schon in ihrem Haus. Werden beide Seiten jetzt endlich die schon so lange gesuchten Antworten erhalten?
Das Finale der 1. Staffel dieser Urban-Fantasy-Reihe ist erreicht. Wie schon gewohnt schlie0t die Handlung unmittelbar an das Ende des vorhergehenden Bandes an. Doch wie viel wird Valerie Loe preisgeben? Gewohnheitsleser der Reihe fiebern schließlich – genau wie die Heldin selbst – schon lange darauf, endlich etwas über Penelopes Hintergründe zu erfahren. Dass nicht alle Fragen beantwortet werden, ist wohl schon von vornherein klar, denn die Reise soll schließlich noch fortgesetzt werden.
Rückblickend kann nach Ende der Staffel gesagt werden, dass es der Autorin zweifellos gelungen ist, damit eine eigenständige, spannende Urban-Fantasy-Welt aufzubauen. Zusammen mit der Hauptprotagonistin hofft der Leser von Band zu Band, endlich mehr Informationen über diese zu erhalten. Doch auch die anderen beteiligten Parteien sind nicht uninteressant, wobei man speziell über die Hauptgegner, die Nim, noch über sehr wenig Hintergrundwissen verfügt. Alles in allem wohl Grund genug, der Geschichte auch in der kommenden 2. Staffel treu zu bleiben.
Der einzige wirkliche Kritikpunkt liegt die gesamte Staffel über darin, dass es relativ viele Flüchtigkeitsfehler bis ins veröffentlichte Buch geschafft haben. Hier wäre für den weiteren Verlauf auf Besserung zu hoffen.

Fazit:
Der Höhe- und Endpunkt der 1. Staffel. Leider schaffen es ziemlich viele offene Fragen bis in die nächste.

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Im Zeichen des Lotus – 5 – Fieberträume und Wahrsagungen

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 5 – Fieberträume und Wahrsagungen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Aufräumarbeiten

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Die Realität verschwimmt, ist zwischen Träumen und Wahrsagungen verloren gegangen.
Visionen zeigen glühende Augen, die nach Macht gieren.
Runen sprechen von einer Gefahr, die die Solani vernichten könnte.
Penelopes Körper glüht. Die Risse ziehen sich unter ihrer Haut. Bedecken sie vollständig, greifen ihren Geist an.
Nicht einmal zu Hause ist sie mehr sicher.

Rezension:
Beim Kampf am Ende des 4. Bandes hat sich Penelope völlig verausgabt. Sie hat viel zu viel Nim-Energie in sich aufgenommen, was ihr nicht bekommt. Gleichzeitig befürchtet sie, Oz könnte sie an die anderen Solani verraten. Obwohl diese jedoch herausgefunden haben, dass die unbekannte Kämpferin ihn rettete, weigert er sich, mehr zu erzählen. Beide Seiten treten mehr oder weniger auf der Stelle.
Nachdem der vorhergehende Band „Die ungleichen Zwei“ den bisherigen Höhepunkt der Reihe darstellte, lässt es Valerie Loe in diesem eher gemächlich zugehen. Penelope leckt ihre Wunden, die Solani kommen weder bei ihrer Suche nach der ihnen unbekannten Kämpferin noch bei der Entzifferung der Runen aus dem Nim-Haus weiter. Natürlich könnte man das auch als die Ruhe vor dem Staffelfinale bezeichnen. Erst ganz am Ende des Bandes deuten sich dramatische Entwicklungen an – und der Leser bekommt erstmals das „Zeichen des Lotus“ präsentiert.

Fazit:
Dieser eher ruhige und relativ handlungsarme Band dürfte der Ruhepol vor dem (wahrscheinlich) dramatischen Staffelfinale sein.

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Im Zeichen des Lotus – 4 – Die ungleichen Zwei

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 4 – Die ungleichen Zwei

St,rSt,rSt,rSt,rSt,r

Die Geschichte des Lügners

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Penelope musste nicht lange überlegen, als sie Oz auf der Straße fand. Sie nahm ihn mit nach Hause, gewillt ihn zu pflegen, bis es ihm besser ginge, bis er gehen konnte.
Vielleicht erhält sie nun Antworten auf ihre Fragen.
Vielleicht hat sie sich aber auch ihren Untergang in ihr Haus geladen.
Ihr neues Leben ist zerbrechlich. So einfach zu stören.

Rezension:
Nach einem Kampf gegen zahlenmäßig überlegene Nim ist der Solani Oz verletzt und erschöpft. Penelope nimmt den Bewusstlosen mit zu sich und pflegt ihn gesund. Endlich erfährt sie etwas über die Hintergründe der Solani und Nim – wenn auch nur in sagenhafter Form. Ozʼ Mitkämpfer machen sich unterdessen Sorgen um ihn und starten eine groß angelegte Suche.
Im mittlerweile 4. Band der Reihe gewährt Valerie Loe ihren Lesern erstmals etwas weitergehende Einblicke in das Geheimnis der magischen Wesen. Auch wenn die Hauptprotagonistin weiterhin nichts über ihre eigenen Hintergründe erfährt, gewinnt sie – und mit ihr der Leser – endlich ein paar grundlegende Informationen über den Kampf, in dem sie mittendrin steckt. Doch leider sind selbst diese stark Legenden-behaftet und nicht zwangsläufig korrekt. Auch die einzelnen Solani lernt der Leser jetzt etwas näher kennen und damit verstehen. Durch die damit zunehmende Komplexität des Geschehens wird die Story noch interessanter, als sie es bisher bereits war.
Was bisher noch völlig im Dunkel liegt, ist allerdings der Titel der Reihe, denn ein ‚Zeichen des Lotus‘ trat bisher noch gar nicht in Erscheinung.

Fazit:
Im bisher besten Band der Reihe liegt der Schwerpunkt weniger auf neuen Kämpfen als vielmehr auf Hintergrundinfos.

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Im Zeichen des Lotus – 3 – Erkauftes Leben

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 3 – Erkauftes Leben

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Penelopes neues Leben

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Während in der Dunkelheit der Tod auf Penelope lauert, sehnt sie sich nach einem Leben. Ein Leben, das am Tag stattfindet, mit dem sie neue Erinnerungen sammeln kann, um dem Namen, den sie trägt, Bedeutung zu geben.
Aber gleichzeitig rüsten die Silver sich für einen Kampf, nicht gegen die Nim, sondern gegen eine junge Frau mit dunklem Haar, die den Geruch nach Maiglöckchen an sich trägt und einmal zu oft ihren Weg gekreuzt hat.

Rezension:
Penelope wurde vom König der Solani gestellt, doch nach einem gemeinsamen Kampf gegen Nim lässt dieser sie laufen. Den andren Solani-Kämpfern gefällt das gar nicht, und sie lassen ihrem König von ihrem Unmut wissen. Penelope hat indes einen Mann kennengelernt und beginnt, sich ein halbwegs normales Leben einzurichten. Bei einem Kampf gegen Nim kommt es jedoch zu einem erneuten Zusammentreffen mit den Solani.
Auch dieser Band der „Im Zeichen des Lotus“-Reihe schließt wieder nahtlos an seinen Vorgänger „Jäger und Gejagte“ an. Diesmal legt Valerie Loe jedoch mehr Wert auf dem Kennenlernen der Charaktere als auf weitere Kampfhandlungen. Penelope muss sich ein ‚normales‘ Leben aufbauen, wozu auch neue zwischenmenschliche Beziehungen gehören. Auch die einzelnen Mitglieder der Solani-Kampfgemeinschaft namens „Silver“ lernt der Leser jetzt näher kennen. Diese unterscheiden sich charakterlich erheblich stärker, als es bisher den Anschein hatte. So findet der Leser immer besser in diese Welt hinein. Lediglich Penelopes Natur und Vergangenheit bleiben weiterhin rätselhaft.

Fazit:
Mit diesem Band gewinnt die spannende und interessante Urban-Fantasy-Reihe „Im Zeichen des Lotus“ zunehmend an Tiefe.

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Im Zeichen des Lotus – 2 – Jäger und Gejagte

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 2 – Jäger und Gejagte

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Freund oder Feind?

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Sie dachte, nur die Wesen mit den rot glühenden Augen würden in der Nacht lauern.
Sie dachte, sie wäre bereit, eine Jägerin in der Dunkelheit.
Sie dachte, sie kenne ihre Aufgabe.
Doch sie hat sich geirrt.

Rezension:
Obwohl sie eigentlich unabhängig voneinander Nim jagen wollten, kam es zum Kampf zwischen Penelope und einem Team der Solani. Penelope macht sich schwere Vorwürfe, einen der Solani-Kämpfer schwer verletzt zu haben. Doch obwohl schnell klar ist, dass der Verletzte überleben wird, erklären die Solani den unbekannten Kämpfer – Penelope – zu ihrem neuen Erzfeind.
Band 2 der „Im Zeichen des Lotus“-Reihe schließt unmittelbar an das Ende des Vorgängers „Erwachen“ an und führt die Handlung nahtlos weiter. Dabei gelingt es der Autorin, die Spannung gleich an mehreren Fronten aufrecht zu halten. Wird es zu einem erneuten Aufeinandertreffen Penelopes mit den Solani kommen? Kann Penelope zumindest einen Teil der Rätsel um ihre Vergangenheit lösen? Werden die Nim zurückschlagen? Da hilft nur, schnell weiterzulesen. Aber zum Glück sind die kommenden Bände ja schon verfügbar.
Der Stil Valerie Loes kann weiterhin überzeugen. Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass die Autorin Österreicherin ist, was an der Verwendung typischer Austriazismen wie „Bankomat“ und „Kassa“ feststellbar ist. Leider ist der Text jedoch nicht frei von Flüchtigkeitsfehlern.

Fazit:
Die Urban-Fantasy-Reihe geht Action-geladen in die nächste Runde.

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Im Zeichen des Lotus – 1 – Erwachen

Valerie Loe
Im Zeichen des Lotus – 1 – Erwachen

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Wer bin ich?

Klappentext:
Jede Nacht, ungesehen, unbemerkt von den Menschen, wird ein Krieg gefochten. Seit mehr als tausend Jahren treffen sich in den Schatten zwei Mächte, Chaos und Ruhe, Feuer und Eis, die ihre Schlachten schlagen bis zum Ende aller Zeit.
Penelope erwacht ohne Erinnerungen. Alles, was sie will, ist ihr Leben zurück zu bekommen, doch bevor sie zur Ruhe kommen, bevor sie auch nur einen klaren Gedanken fassen kann, trifft sie eine unüberlegte Entscheidung und damit nimmt alles seinen unweigerlichen Lauf.
Die Mächte in den Schatten sind auf sie aufmerksam geworden.
Damit beginnt die Jagd.

Rezension:
Penelope erwacht in einem Wald. Außer ihrem Namen weiß sie eigentlich nichts. Sie weiß nicht, wer sie ist, wie sie in den Wald kam, wie ihr Leben bisher war. Sie weiß nur, dass sie dort wegmuss. Erst an einem Wegweiser stellt sie fest, dass sie in Irland ist, denn die Ortsnamen kann sie komischerweise einordnen. Und als sie auf eigenartige Männer trifft, weiß sie auch plötzlich, dass das Nim sind – und sie jeden Nim töten muss.
Mit „Im Zeichen des Lotus“ bringt Valerie Loe eine neue Urban-Fantasy-Fortsetzungsgeschichte an den Start. Die relativ kurzen Folgen gehen handlungsmäßig übergangslos ineinander über. Außer Penelope, die bis zum Ende dieses Bandes nicht in Erfahrung bringen kann, wer oder was sie eigentlich ist, und den finsteren und gefährlichen Nim spielen auch noch die Solani eine Rolle. Auch diese sehr langlebigen Wesen verfolgen die Nim. Doch obwohl Penelope und die Solani eigentlich das gleiche Ziel haben, kommt es zwischen den beiden Parteien zu Misstrauen.
Was die Autorin hier präsentiert, hat durchaus das Potential zu einem interessanten Fantasy-Abenteuer. Da auch der Schreibstil gefallen kann, sollte man die weitere Entwicklung der Geschichte im Auge behalten.

Fazit:
Ein Auftakt zu einer Urban-Fantasy-Abenteuer-Reihe, der Lust auf das Kommende macht.

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Flügelschmerzen

Nadin Hardwiger
Flügelschmerzen

St,rSt,rSt,rSt,rSt,b

Von allen Flügeln verlassen

Klappentext:
Eine kurze Liebesgeschichte mit unsicherem Ausgang
In wenigen Stunden wird Belana Davids Frau sein.
In wenigen Stunden ist sie keine Fee mehr.
In wenigen Stunden wird sich zeigen, ob sie bereit ist, alles für ihre Sehnsucht zu geben.

Rezension:
Um einen Menschen-Mann zu heiraten ist Belana bereit, auf ihre Feenkräfte zu verzichten. Wird sich der Verzicht für sie wirklich lohnen?
In dieser wirklich kurzen Kurzgeschichte (die eigentliche Handlung umfasst nur etwa 6 eBook-Seiten) geht Nadin Hardwiger der Frage nach, ob es sich lohnt, für seine Liebe auf vieles zu verzichten. Und wie fühlt es sich für eine Fee an, wenn ihre Flügel ‚abfallen‘? Während die philosophische Betrachtung jedoch durchaus interessant ist, kommt das Ende nach meinem Geschmack doch etwas (zu) düster daher. Trotzdem lohnt dieser neue Blickwinkel auf das Thema „Fee“ sicher.

Fazit:
Diese Fantasy-Kurzgeschichte bietet neue Aspekte zu Feen, ist für Freunde von Happyends jedoch nicht zu empfehlen.

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