Legenden aus Mornefey – 1 – Der geheime Prinz

Megan E. Moll
Legenden aus Mornefey – Der geheime Prinz

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Der geheimnisvolle Prinz

Klappentext:
Die Zauberin Runa bedroht das Königreich. Als die Situation zu eskalieren scheint, gibt das Mädchen Deliah der Königin ein sonderbares Versprechen: Sie soll den Prinzen, den es offiziell gar nicht gibt, in Sicherheit bringen. Die beiden treten eine nicht ungefährliche Reise durch das Land an, um ihre Heimat aus den Fängen der Zauberin zu befreien. Was verbirgt der unbekannte Prinz hinter seiner Maske? Und warum wurde seine Existenz verschwiegen?
Mit dem ersten Band der »Legenden aus Mornefey« für junge Erwachsene ab zwölf Jahren geht unsere »Schwarzer Drachen Kids« – Reihe pünktlich vor Weihnachten in die zweite Runde.

Rezension:
Als Deliah an ihrem 7. Geburtstag einen Platz sucht, an dem sie ihre Ruhe hat, landet sie auf einen verlassenen Hof auf der Rückseite des Königsschlosses. Doch plötzlich hört sie durch einen Steinschlitz eine Stimme. In einem Kellerraum des Schlosses lebt ein Junge, der – wie er ihr erzählt – wegen einer Sonnenallergie nie ins Freie kann. Obwohl sie sich nie sehen können, besucht Deliah den Jungen über die Jahre hin täglich. Doch erst als sie beide schon Jugendliche sind, lernen sie sich von Angesicht zu Angesicht kennen – und müssen sich auf eine abenteuerliche Reise begeben, um das Königreich zu retten.
Die Handlungsidee dieses Buches bietet durchaus Potential, verbindet es doch Fantasy mit Abenteuer, Jugendbuch und der Botschaft, sich nicht von Äußerlichkeiten leiten zu lassen. Etwas problematisch ist dabei lediglich die Zielgruppe. Der Klappentext nennt hier „junge Erwachsene ab zwölf Jahren“. Am Anfang hat die Geschichte gewisse märchenhafte Züge. Hier macht der Text von der Satz- und Handlungsgestaltung her eher den Eindruck, für (deutlich) jüngere Leser als 12-Jährige verfasst zu sein. Im Kontrast dazu stehen die Gespräche, die die beiden Hauptprotagonisten als 7- beziehungsweise 7½-Jährige miteinander führen und die für das Alter viel zu erwachsen wirken. Erst als die Haupthandlung mit der gemeinsamen Reise beginnt, passen Handlung und Stil zur Altersempfehlung. Hier macht das Buch dann auch erwachsenen Lesern durchaus Spaß. Die Handlung bleibt dabei stets sehr geradlinig, Abschweifungen zu Nebenhandlungen kommen nicht vor. Die Charaktere der Jugendlichen wirken glaubhaft.
Auch wenn die Autorin Megan E. Moll und der Verlag keine Angaben machen, wohin sich die weiteren Bände der „Legenden aus Mornefey“ entwickeln könnten, kann man wohl davon ausgehen, dass diese Reihe für den interessierten Leser interessant werden (beziehungsweise bleiben) könnte – vorausgesetzt es gelingt, einen altersgerecht einheitlichen Stil durchzuhalten, denn das ist beim vorliegenden Buch eigentlich der einzige wirkliche Kritikpunkt.

Fazit:
Ein unterhaltsames Fantasy-Abenteuer primär für junge Leser, das stellenweise leichte Schwierigkeiten mit der Zielgruppen-Ansprache hat.

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Xerubian – Aath Lan’Tis

Andreas Hagemann
Xerubian – Aath Lan’Tis

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Auf nach Aath Lan’Tis!

Klappentext:
Wäre Dalon doch nur früher in Rente gegangen.
Der Inspektor der königlichen Polizei Xerpol soll einen scheinbar gewöhnlichen Diebstahl untersuchen. Doch schon die ersten Spuren weisen auf ein Wesen und einen Ort hin, die nur einer Legende nach existieren.
Gemeinsam mit seinem tollpatschigen und vorlauten Dienstdrachen Nerol begibt Dalon sich auf eine irrwitzige Jagd, auf der die beiden außergewöhnliche Abenteuer bestehen müssen. Bis sie plötzlich dem Dieb gegenüberstehen…
„Ein quirlig, humoriges Abenteuer. Abwechslungsreich und spannend!“

Rezension:
In die Kathedrale von Punkt wird eingebrochen. Das einzige Diebesgut ist ein heiliger Stein. Als Inspektor Dalon mit seinen Leuten eintrifft, deutet alles auf einen sehr ungewöhnlichen Dieb hin – ein Wesen, dass es eigentlich nur in Legenden gibt. Eher aus Neugier als aus Diensteifer nimmt er mit seinem Drachen Nerol und anderen Mitstreitern die Verfolgung auf. Und die führt ihn auf eine abenteuerliche Reise, denn eventuell könnte es sogar Zusammenhänge mit dem legendären Aath Lan’Tis geben.
Dieses sehr humorvoll-satirische Fantasy-Abenteuer führt den Leser in die Welt Xerubian. Wie der Name „Aath Lan’Tis“ schon andeutet, versteckt der Autor in der Geschichte jedoch auch manche Anspielung auf unsere Welt. Obwohl Andreas Hagemanns Werk in einer vorindustriellen Welt angesiedelt ist, verpackt er darinnen bemerkenswert viele Parallelen zum Hier und Heute, die den Leser immer wieder schmunzeln lassen. Dabei bleibt der Schreibstil ruhig und gut lesbar.
In besonderem Maße lebt die Geschichte von der Chemie zwischen den beteiligten Personen – falls man die beiden Drachen als solche mitzählen kann. Gerade Nerol wirkt trotz seiner Flügel beinahe wie die Karikatur eines Ur-Bayern. Ist es ein Zufall, dass seine Flammen weiß-blau glühen? Wohl kaum. Dass er dabei oft mehr Flurschaden als Nutzen erzeugt, sorgt immer wieder für komische Situationen. Muss man da noch erwähnen, dass sich so manches als ganz anders als gedacht herausstellt?
Ein 2. Band ist unter dem Titel „Xerubian – Barb Ylon“ bereits verfügbar.

Fazit:
Freunden humorvoller Fantasy kann ein Ausflug nach Xerubian empfohlen werden. (Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Drachen.)

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Das Erbe der Macht – 6 – Schattenfrau

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 6 – Schattenfrau

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Der Schatten weicht

Klappentext:
Der Schleier fällt!
Jahrhunderte lang bereitete sie ihren Plan vor, angetrieben vom unbändigen Hass auf die Lichtkämpfer und Unsterblichen.
Jen, Alex und Clara stoßen überraschend auf eine Spur zur Identität der Schattenfrau. Sie ahnen nicht, dass dies alles verändern wird. Denn der Schleier soll fallen …
… und Chaos die Lichtkämpfer hinweg fegen.

Rezension:
Während Kevin etwas erfährt, worüber er unbedingt schnellstmöglich mit seinen Eltern sprechen will, führt die Auswertung des im letzten Band erbeuteten Essenzstabes zu einer neuen Spur. Kommt das Rätsel um die Schattenfrau damit seiner Enthüllung näher? Und schaffen es die Unsterblichen endlich, das Siegel zum Archiv zu brechen?
Auch in diesem Halbstaffel-Finale geht es wieder hoch her. Es ergibt sich die Hoffnung, die Schattenfrau endlich enttarnen zu können. Doch dazu müssen sich einige Lichtkämpfer auf eine gefährliche Mission begeben. Wie in Andreas Suchaneks Geschichten üblich, ergeben sich jedoch mit jedem gelösten Rätsel gleich wieder ein paar neue. Der Meister der Dauerspannung schafft es auch hier wieder, seine Leser von dem Prolog bis zur letzten Zeile so sehr zu fesseln, dass es ihnen kaum möglich ist, das (e)Buch zwischendurch mal aus der Hand zu legen. Das aus verschiedenen anderen Reihe bekannte Serienkonzept geht auch bei dieser Urban Fantasy voll auf. Denn so viel sei verraten: Die Enttarnung der Schattenfrau löst die Probleme der Lichtkämpfer keinesfalls – eher im Gegenteil. Und auch die anderen Fronten bleiben gefährlich.

Fazit:
Auch Band 6 der „Das Erbe der Macht“-Reihe treibt die Spannung wieder auf einen kontinuierlichen Höchstlevel.

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Horizon – 2 – Fernab der Heimat

Amanda Laurie
Horizon – 2 – Fernab der Heimat

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Feind oder Freund?

Klappentext:
Die Flucht aus Carbonn endet für Thronprinz Corin ausgerechnet in einem Land, das schon vor Jahren der Krone abgeschworen hat. Inkognito schlägt er sich durch und landet schließlich beim Erzfeind seines Vaters.
Unerwartet erfährt er von einer geheimen Mission und ahnt, dass seiner Heimat und den Bewohnern Carbonns großes Unheil bevorsteht.
Soll Corin heimkehren, obwohl er sich geschworen hatte, endgültig mit der Vergangenheit abzuschließen? Oder soll er stattdessen den lang ersehnten Neuanfang wagen?
Für welchen Weg er sich auch entscheidet, sicher ist nur, zuvor muss er ein waghalsiges Abenteuer bestehen.

Rezension:
Nach seiner Flucht vor seinem Vater am Ende von „Horizon – Aufbruch ins Ungewisse“ ist Corin schwer verletzt. Zum Glück gerät er in die Hände eines fähigen Heilers, der ihn verarzten kann. Doch wie soll es weitergehen? Überraschend lernt er bald darauf eine Jagdgesellschaft aus Rowenia kennen, die ihn einlädt, sie in ihre Heimat zu begleiten. Doch dieses Land ist bekanntlich der Erzfeind seines Heimatlandes Carbonn und damit seines Vaters. Soll Corin wirklich nach Rowenia reisen?
Auch in diesem Band von Amanda Lauries in einem mittelalterlich wirkenden Ambiente angesiedelten Jugend-Fantasy-Abenteuer spielen Fantasy und Action nur eine untergeordnete Rolle. Im Mittelepunkt steht auch diesmal wieder Corins Entwicklung, der sich irgendwann entscheiden muss, ob er seinem Vater und damit seinem Heimatland endgültig den Rücken kehren will.
Waren in Carbonn die Orts- und Personennamen französisch geprägt, sind sie es in den Ländern Sagard und Rowenia, die in diesem Band die hauptsächlichen Handlungsorte darstellen, englisch. Das wirkt zunächst etwas verwirrend, heißen die in diesen Ländern gesprochenen Sprachen in der Geschichte doch ganz anders. Andererseits merkt der Leser auf diese Weise recht gut, wo er sich gerade aufhält beziehungsweise woher die handelnden Personen jeweils stammen.
Obwohl er auch in diesem Band wieder viel erlebt, ist Corins Abenteuer damit noch lange nicht beendet. Wie viele weitere Bände geplant sind, ist leider noch nicht bekannt. Zumindest macht auch dieser Teil der angenehm lesbaren Story um die Entwicklung des jungen Protagonisten Lust auf die nächste Fortsetzung.

Fazit:
Mit „Fernab der Heimat“ geht dieses interessante jugendliche Fantasy-Abenteuer in die nächste Runde.

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Tony Ballard #81: Die Falle des Zyklopen

A. F. Morland
Tony Ballard #81: Die Falle des Zyklopen

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Gefahr aus dem Moor

Klappentext:
Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner.
Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Rezension:
Vor langer Zeit lebte in einem abgelegenen englischen Moor ein Zyklop und brachte Unglück über das nahegelegene Dorf. Doch irgendwann verschwand er. Heute halten die meisten Einwohner die Geschichten nur noch für Märchen. Eine kleine Gruppe bekennt sich jedoch zum Dunkel und betet nachts im Moor den Teufel an. Eines Nachts erhört er sie – und erschafft einen neuen Zyklopen, dem seine Anbeter in Zukunft dienen dürfen. Seine Nahrung sind Menschen, und er stattet seine Diener mit der Fähigkeit aus, körperlos zu töten. Zum Glück verschlägt es den Dämonenjäger Tony Ballerd gerade jetzt in dieses Dorf.
Tony Ballards Abenteuer erschienen ursprünglich als Heftromanreihe, jetzt werden sie in eBook-Form recycelt. Das Niveau (zumindest dieses Bandes) entspricht jedoch dem ‚Groschenheft‘-Image, das man dieser Art von Veröffentlichungen – wie sich hier zeigt – nicht zu unrecht nachsagt. Der Autor Friedrich Tenkrat, der hier unter dem Pseudonym A. F. Morland veröffentlicht, entwirft eine 08/15-Geschichte mit Protagonisten ohne jeglichen Hintergrund. Der Held, der einen Großteil der Geschichte in der Ich-Form erzählt, ist fehler- und makellos. Natürlich kann er jeden noch so starken Gegner besiegen. Das einzig Positive, das man über diese Story berichten kann, ist eigentlich, dass der Autor nicht dem Stereotyp erliegt, die böse Jungfrau (falls sie das noch ist) am Ende zu retten und als Opfer zu präsentieren. Sie bleibt die menschliche Haupt-Böse.
Obwohl die „Tony Ballard“-Serie noch gar nicht so besonders alt ist (Start der Heftroman-Reihe 1982), wirkt sie von den Charakteren und der Handlung her eher, als würde sie den 50er Jahren entstammen.

Fazit:
Im Bereich der Dämonen-Geschichten gibt es erheblich besseren Stoff als diesen lustlosen Heldenepos nach Schema F.

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Die Augen des Iriden

Maja Loewe
Die Augen des Iriden

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Das Geheimnis der Augen

Klappentext:
Tief unten in den Kellern des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin werden bei einem Experiment alle ethischen Grenzen gesprengt. Ein Psychologe, ein Neurowissenschaftler und ein Historiker nutzen das Wissen einer geheimen Bruderschaft, um Bilder in manipulative Waffen zu verwandeln.
Der sechzehnjährige Henry wird in eine hochexplosive Geschichte verwickelt, die eng mit dem Geheimbund der Iriden aus der Zeit der Französischen Revolution verknüpft zu sein scheint, mit dem sein Vater sich wissenschaftlich beschäftigt hat. Und auch, dass Henry ein blaues und ein braunes Auge hat, scheint eine tiefere Bedeutung zu besitzen. In plötzlichen Tagträumen beginnt er in Bilder einzutauchen und ihre innersten Mechanismen zu erkennen. Gemeinsam mit seiner Chat-Freundin Valeska macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, dass die Menschheit für immer verändern könnte.
Ein tiefsinniger Jugendroman in einer Action-geladenen Kulisse von Geheimbund und Verschwörungstheorien, dessen Abenteuer an mehr Orte führen, als diese Welt zu bieten hat.

Rezension:
Seit dem Verschwinden seines Vaters vor 10 Jahren wird der mittlerweile 16-jährige Henry von Irides von Hauslehrern unterrichtet. Außer zu diesen und seiner Mutter, die seit dem Verschwinden ihres Mannes seelisch angeschlagen ist, hat er kaum Kontakt zu Menschen. Die regelmäßigen Chats mit Valeska, die ein Internat besucht, weil ihr alleinerziehender Vater kaum Zeit für sie hat, sind seine einzige Abwechslung. Doch dann passiert alles gleichzeitig: Eine Vertretungslehrerin zeigt Henry ein Gemälde, das eine eigenartige Wirkung auf ihn hat, Valeska wird nach dem Tod eines Mitschülers verdächtigt, diesen zum Selbstmord getrieben zu haben, und dann scheint das alles auch noch im Zusammenhang mit den Forschungen seines Vaters und den Gemälden seiner Mutter zu stehen. Schnell sind Henry und Valeska auf der Flucht, verfolgt von Polizei und Unbekannten.
Ich hatte zuvor noch nie gehört, dass die Entstehung von Romanen durch Crowdfunding ermöglicht wird, aber bei diesem war genau das der Fall. Um es vorweg zu nehmen: Es hat sich gelohnt. Herausgekommen ist ein fesselnder Fantasy-Thriller, bei dem die Zusammenhänge im Lauf der Handlung immer verzwickter werden. Immer wenn der Leser (oder auch einer der Protagonisten) denkt, er hätte es endlich verstanden, wird es noch viel komplizierter. Die wahre Quelle des Durcheinanders liegt in tiefer Vergangenheit begraben. Was Maja Loewe ihren Lesern bietet, ist ein gründlich durchdachtes Rätsel, das – nachdem man alle Fakten kennt – keine Logikschwächen offenbart. Zu Beginn erscheint das Buch als Thriller mit jugendlichen Hauptfiguren. Erst später offenbart sich dem Leser, dass das eigentliche Geheimnis im Bereich der Fantasy zu suchen ist, auch wenn die Story komplett ohne die üblichen Fantasywesen auskommt. „Die Augen des Iriden“ ist wirklich empfehlenswert!

Fazit:
Dieser tief in der Geschichte verankerte Fantasy-Thriller sorgt für Spannung bis zuletzt.

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Die Tochter des Uhrmachers

Kirsten Weiss
Die Tochter des Uhrmachers

(Übersetzung Gabriele Westphal)

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Das Geheimnis des Journals

Klappentext:
Mit Volldampf voraus.
Kalifornisches Territorium, 1848. Gold wurde entdeckt, und ein Dorf namens San Franzisco ist wie leergefegt, weil alle Männer dem Rausch verfallen den Ort verlassen haben. Dampfbetriebene Technologie steckt noch in den Kinderschuhen.
Die neunzehnjährige Engländerin Sensibility Grey hat ihre Kindheit und Jugend damit verbracht, im Labor ihres Vaters zu spielen und dabei die feine englische Lebensart verpasst. Aber als ihr Vater völlig verarmt stirbt, wird sie nach San Franzisco in die Obhut eines Onkels geschickt, den sie noch nie im Leben gesehen hat.
Das kalifornische Territorium hält so viele Gefahren bereit, dass selbst die unbezähmbare Miss Grey an ihre Grenzen stößt. Verfolgt von Regierungsagenten, einem Geheimbund und dem rätselhaften Mr. Night muss Sensibility die seltsamen Aufzeichnungen ihres Vaters entziffern, nicht ahnend, dass sie damit die Welt für immer verändern wird.
Zauber, Zorn und Zerstörung. DIE TOCHTER DES ERFINDERS ist ein Pre-Steampunk-Roman voller Spannung, der im kalifornischen wilden Westen zur Zeit des Goldrausches spielt.

Rezension:
Nach dem Tod ihres Vaters reist Sensibility zu ihrem ihr unbekannten Onkel nach California. Ohne Mutter ist sie nie als feine Dame erzogen worden, sondern hat viel von der Arbeit ihres Vaters als Uhrmacher und Erfinder gelernt. Doch als das Schiff in San Franzisko (diese Schreibweise wird im kompletten Buch verwendet) ankommt, ist die Stadt beinahe männerlos, denn in den Bergen wurde kürzlich Gold gefunden. Fast ausschließlich Frauen, Kinder und verlassene Schiffe gibt es hier noch. Von Sensiblilitys Onkel ist keine Spur zu finden. Dafür scheinen auffallend viele andere Leute zu wissen, wer sie ist, und sie schon zu erwarten. Alle diese machen ihr mehr oder weniger offen klar, dass sie die Aufzeichnungen ihres Vaters – eine der wenigen Dinge, die sie vor seinen Gläubigern Retten konnte – wollen. Schon bald weiß Sensibility nicht mehr, wem sie vertrauen kann, gehen die verschiedenen ‚Interessenten‘ doch nicht gerade auf die ‚vornehme englische Art‘ vor. Und ihr Onkel ist deren Geisel.
Worum handelt es sich bei „Die Tochter des Uhrmachers“? Am besten könnte man dieses Buch wohl als ein Steampunk-Western-Abenteuer mit Fantasy-Elementen bezeichnen, wobei Steampunk und Western abwechselnd in den Vordergrund treten, während die Fantasy eher eine Nebenrolle spielt. Gerade dieser Genre-Mix, der in keine Schublade so richtig hineinpasst, macht den Reiz dieses Buches aus. Wird die junge Frau in dem Land, das nicht mehr spanisch/mexikanisch, aber auch noch nicht so richtig US-amerikanisch ist, die richtigen Entscheidungen treffen? Wird sie den richtigen Leuten vertrauen? Und was steckt eigentlich wirklich hinter den Aufzeichnungen ihres Vaters? All diese Fragen garantieren viel Spannung. Zusammen mit dem gelungenen Handlungsaufbau und einem gut lesbaren Schreibstil entsteht so eine gelungene Story für alle Leser, die auch mal die Grenzen ihres Lieblingsgenres überschreiten können. Hinzugefügt sei, dass die Autorin viel Wert auf historische Genauigkeit (abgesehen natürlich von den Steampunk- und Fantasy-Elementen) legt und auf bewusste Abweichungen im Nachwort ausdrücklich hinweist.
Im englischen Original, wo der Titel „Steam and Sensibility“ lautet, gibt es bereits 2 weitere Teile um Sensibility Greys Abenteuer. Somit bleibt nur zu hoffen, dass diese demnächst auch auf Deutsch erscheinen.

Fazit:
Steampunk, Western, Adventure und Fantasy – und das alles im selben Buch. Wer eine solche Mixtur mag, sollte diesem Buch einen Blick gönnen.

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Klaftertief: II Tempelhof

Marcus Schütz
Klaftertief: II Tempelhof

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Die verschwundene Jungfrau

Klappentext:
Ein BVG-Mitarbeiter entdeckt im U-Bahnschacht der U6 eine aufgebrochene Wand. Dahinter befindet sich ein blutüberströmter Altar. Onkel Max und St. Germain reisen ins Tokay des 18. Jahrhunderts zu ORMUS und kehren als junge Burschen zurück. Prof. Weise vom Bode-Museum macht die Entdeckung seines Lebens. Kommissar Schulz weitet seine Suche nach der verschwundenen Sophia bis nach Rennes-le-Chateau in den Pyrenäen aus. Doch wie immer kommt er zu spät…
Ein spannender Krimi und Abenteuerroman, der Mittelalter und 21. Jahrhundert verbindet.

Rezension:
Seit den Abenteuern in Polen sind Jahre vergangen. Sophia hat ihren 18. Geburtstag erreicht und macht sich zusammen mit ihrem Bruder Lukas und Marek sowie ihrem Onkel Max daran, das Abenteuer von damals abzuschließen. Tatsächlich finden sie mitten im dichtbebauten Tempelhof eine geheime Kammer. Während Marek und Lukas jedoch reich belohnt zurückkehren, sind Sophia und Onkel Max zunächst verschwunden. Sophias Mutter will eine Vermisstenanzeige aufgeben, doch Kommissar Schulz glaubt Lukas natürlich kein Wort – bis ein U-Bahn-Mitarbeiter zufällig auf die unterirdische Kapelle stößt. Kommissar Schulz vermutet einen Mord, doch sind Lukas und Marek Opfer oder Täter?
Nicht nur Sophia und ihre Freunde sind erwachsen geworden, sondern auch der Erzählstil der Geschichte. War Band 1 noch ein Jugend-Fantasy-Abenteuer, haben wir es in diesem 2. Band eher mit einem Fantasy-Krimi zu tun. Leider führt das dazu, dass beide Bände nicht wie aus einem Guss wirken. Der Anfang dieses Bandes mit Rückblicken auf die 16-jährige Sophia kommt noch etwas konfus daher, doch ab der Suche nach dem verschwundenen Mädchen wird die Geschichte deutlich flüssiger. Hier beginnt sie dann auch, richtig Spaß zu machen. Autor Marcus Schütz hätte wahrscheinlich gut daran getan, diesen Stil von Anfang an zu wählen. Auch wenn der Leser zunächst besser als die Verwandten und die Polizei über den Verbleib der Vermissten informiert ist, entsteht hier schnell Spannung. Wenn sich diese Steigerungskurve im zu erwartenden abschließenden Band 3 fortsetzt, könnte dieser sich wirklich lohnen.

Fazit:
Diese Urban-Fantasy-Reise durch halb Europa bietet ein im Verlauf steigendes Niveau und bietet der noch fehlenden Fortsetzung Potential.

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Saint Lupin’s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White
Saint Lupin’s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!

(Übersetzung Ulrike Köbele)

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Das Erbe aus der alten Welt

Klappentext:
In Drachenfeuerbällen durch die Gegend fliegen und sprechende Vögel als Navigationsgerät benutzen – das steht auf Annes Stundenplan, seit sie Schülerin an einer der berühmt-berüchtigten Abenteuerakademien ist. Eigentlich total cool … wenn da nicht plötzlich dieses klitzekleine Problem wäre: Zusammen mit ihrer besten Freundin Penelope, dem jungen Zauberer Hiro und dem magischen Handbuch für Abenteurer muss Anne eine tödliche Prophezeiung innerhalb von nur drei Tagen (!) lösen, das Schicksal der Akadamie, ja, sogar das der ganzen Welt hängt davon ab. Um ihr neu gewonnenes Zuhause nicht zu verlieren, müssen Anne und ihre Freunde Sandwölfe und Zombiehaie bezwingen, ohne zu ahnen, dass der schlimmste Gegenspieler noch auf sie wartet!

Rezension:
Anne lebt in einem Waisenhaus, in dem die Kinder misshandelt und ausgebeutet werden. Und das schon, so lange sie denken kann. Doch ihr 13. Geburtstag steht kurz bevor, und dann kann sie das Waisenhaus endlich verlassen. Wenn sie jedoch nicht an einer der Abenteuerakademien auf genommen werden, bleibt den dem Waisenhaus Entkommenen nur die Arbeit im Steinbruch. Anne und ihre beste Freundin Penelope haben auf ihre Bewerbungen jedoch nur Absagen erhalten. Trotzdem nehmen sie sich fest vor, den Schritt in ein abenteuerliches Leben zu schaffen. Schon bald können die beiden Mädchen und der gleichaltrige Hiro sich nicht über einen Mangel an Abenteuern beklagen.
Aus einem erniedrigenden Waisenhaus an eine magische Abenteuerakademie – welcher Fan jugendlicher Fantasy fühlt sich da nicht an Harry Potter erinnert? Der titelgebende Name der Akademie verstärkt diese Erwartung natürlich noch zusätzlich. Überraschenderweise halten sich die Parallelen jedoch sehr in Grenzen. Wo Harry Potter als Urban Fantasy mit einer deutlichen Verankerung in der realen Welt daherkommt, bieten Annes Abenteuer keinerlei Verbindung zu dieser. Dafür wird die Fantasy hier mit einem Schuss SciFi gewürzt. Auch wird die Ausnutzung der Waisen hier noch stärker überzeichnet, als es bei Harry der Fall ist. Ebenso überraschend ist es, dass der Autor bewusst Rollenspiel-Elemente in die Handlung einbaut, indem die Mitglieder des Abenteuerteams beispielsweise durch das Ziehen von Karten ihre Rolle im Team festlegen müssen.
Auch Wade Albert Whites Schreibstil lässt vermuten, dass der Autor eine ‚Hauptzielgruppe‘ etwas unterhalb de typischen Harry-Potter-Alters anpeilt. Trotzdem lässt sich das Buch auch für ältere Leser gut lesen, bergen die teilweise schon als skurril zu bezeichnenden Handlungselemente doch auch einiges an Humor.
Saint Lupin’s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!“ lautet der deutsche Titel. Saint Lupin’s Academy? Und Zutritt haben nur echte Abenteurer? Da muss sich der deutschsprachige Leser zunächst wundern. „Saint Lupin’s“ ist nämlich der Name des Waisenhauses, und wer dort ist, will eigentlich nur so schnell wie möglich weg. Auch wenn sich dieser Widerspruch im Laufe der Handlung teilweise auflöst, entsteht er doch nur aus der Tatsache, dass sich der deutsche Verlag (wie leider nur zu oft) einen komplett neuen Titel ausdenken ‚musste‘, statt den Originaltitel zu übersetzen. Der lautet nämlich „The Adventurer’s Guide to Succsessful Escapes“ (etwa: „Des Abenteurers Führer zum erfolgreichen Entkommen“), was der Handlung sehr viel näher kommt. Außer einem neuen Titel wurde für die deutsche Ausgabe (wie es leider schon fast üblich ist) auch ein komplett neues Cover entworfen, wobei man in diesem Fall allerdings eingestehen muss, dass dieses optisch besser als das Original wirkt.
Wie der (deutsche) Titel schon verrät, handelt es sich um einen Teil 1, womit natürlich klar ist, dass das Ende des Buches nicht das Ende der Geschichte ist. So verwundert es nicht, dass Anne das Rätsel um ihre Herkunft noch nicht lösen kann. Das bleibt einer Fortsetzung vorbehalten.

Fazit:
Fans jugendlicher Fantasy-Abenteuer, die auch an verrückten Einfällen Geschmack finden, werden von diesem Buch nicht enttäuscht werden.

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Das Erbe der Macht – 5 – Silberregen

Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht – 5 – Silberregen

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Unterwegs im falschen London

Klappentext:
Max ist nach langem Heilschlaf erwacht. Um das erlebte Grauen zu verarbeiten, wird er zum Psychologen des Castillos geschickt. Der hat eine ganz besondere Fähigkeit, die Max‘ Seele heilen soll. Doch will dieser überhaupt geheilt werden?
Unterdessen geht die Jagd nach den Sigilsplittern weiter. Alex und Jen bekommen es mit einer noch nie dagewesenen Herausforderung zu tun. Und natürlich sind auch ihre Feinde nicht weit.

Rezension:
Max ist wach. Endlich! Die körperlichen Schäden seiner Folter sind getilgt, doch wie sieht es mit den seelischen aus? Wird er über die genau so schnell hinwegkommen? Unterdessen suchen Jen, Alex und Clara nach dem nächsten Sigil-Splitter. Die Spur führt sie mitten in eine Dimensionsfalte, wo einiges merkwürdige Wege zu gehen scheint.
In dieser Folge der „Das Erbe der Macht“-Reihe nimmt Autor Andreas Suchanek das Tempo zunächst etwas zurück und konzentriert sich auf Max’ seelischen Zustand. Dieser Handlungsstrang nimmt in diesem 5. Band einen recht breiten Raum ein und erscheint verglichen mit dem bisherigen Verlauf der Reihe relativ untypisch. Doch auch die Splitter-Suche des aus Alex, Jen und Clara bestehenden (Teil-)Teams verläuft zunächst relativ ruhig. Allerdings machen sie dabei eine überraschende Entdeckung, und schon bald gibt es an diesem Schauplatz reichlich Action. Werden sie den Sigil-Splitter finden, oder wird ihnen die Schattenfrau auch hier wieder im Weg stehen? Am Ende strebt die Handlung einem (vorläufigen) Höhepunkt entgegen – und macht auch diesmal wieder Lust auf mehr.

Fazit:
Der 5. Band der Reihe verfügt über ungewohnt viele ruhige Abschnitte, treibt die Handlung zum Ende hin jedoch auf eine Entscheidung zu.

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